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Nab und Fern.

+ Vom deutschen Bundesschießen. Bei aufklärendem Wetter hat sich die Stimmung auf dem 15. deutschen Bundes­schießen in München auf das prächtigste entwickelt. Es ist ein rechtes Verbrüderungsfest zwischen Nord und Süd ge worden. Dazu trägt vor allem die Zwanglosigkeit bet, mit der fich der bayerische Hof vom Prinzregenten an auf dem Schüßenplaße und mitten im Bublifum bewegt. Besonders ber Thronfolger, Prinz Ludwig, in Joppe und Federhut, ist überall dabei. Einzigartig sind die Münchener Abende" in der Festhalle, wo die populärsten Münchener Komiler Kasperltheater, Schattenspiele ic. in überwältigendster Art vor­führen.

+ Westdeutsche Automobil Tourenfahrt. Bei der Tourenpreisfahrt erhielten Preise: 1. Frau Opel( Damen­preis). 2. Karl Neumaier( Benz). 3. Dr. A. Jsbert- Frant furt a. M.( Spyfer). 4. Koniul Aschoff- Aachen( Metallur gique). 5. Frau Lehmann( Metallurgique). 6. H. Opel. 7. Branda, Düssendorf( Darrarq). 8. Friz Dahmen( Benz). 9. Lehmann( Metallurgique). 10. Franz Heine, Hannover ( Adler). 11. Karl Schmit, Köln( Benz). 12. Frau Dröchel. häuser, Berlin( Adler). 13. H. Lebermann( Benz). 14. Gustav Langer, Köln( Hermes). 15. Metrowsky, Köln( Mercedes). Die Preisfahrt verlief, mit Ausnahme des Unfalles von dem der Fahrer Vogel- Frankfurt a. M. betroffen wurde, ohne ernstere Unfälle.

+ Um die Fahrkartensteuer zu umgehen. Die Ver­waltung der Mainzer Straßenbahnen beschloß, zur Ver­meidung der Fahrkartensteuer vom 1. August ab bie bts. herigen Dugendfarten à 1 Mt. abzuschaffen und an ihrer Halbougendfarten à 50 Pfg. einzuführen, die steuerfrei bleiben müssen.

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+ Teures Bier billiger Wein. In Rheinhessen be. ginnen die erhöhten Bierpreise schon ihre Wirkung aus. zuüben. In den Landgemeinden stellen die unabhängigen Wirte den Bierbezug ein und verzapfen den Wein zu einem billigeren Preise( 20 bis 25 Pf.) als seither( 30 bis 40 Pf.) den Schoppen. Um dies zu können, laufen die Wirte direkt

bei den Winzern und Winzergenossenschaften.

Ein Menschenohr abgebissen und verschluckt. Aus einem Neubau in Berlin famen der Arbeiter Gadow und der Gasermeister Hermann wegen eines halben Liters Schnaps in Streit, in dessen Verlauf Hermann sich auf Gadow stürzte und ihm das linfe Ohr abbiß. Als das Ohr dem Verlegten wieder angenäht werden sollte, stellte es sich heraus, daß ed Hermann,.im Eifer des Gefechts" verschluckt hatte.

Von der havarierten Deutschland." Der beim Auslaufen aus dem Hafen von Dover beschädigte Dampfer der Hamburg- Amerika- Linie ,, Deutschland" geht nicht nach Hamburg zur Reparatur, sondern bleibt in England. Die Passagiere der Deutschland" sind zum größten Teile mit dem Dampfer der Hamburg- Amerika- Linie ,, Pretoria" und dem Dampfer ,, Newyork" von der Amerikan- Linie weiter. befördert worden.

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+ Gestohlene Billette zu den Bayreuther Festspielen. An verschiedenen Orten find Eintrittskarten zu den Wagner­Festspielen in Bayreuth gestohlen worden. Es ist beabsichtigt, die Inhaber der gestohlenen Karten festzuhalten, bis der Ursprung der Diebstähle entdeckt ist. Es wird daher gewarnt, Billette aus zweiter Hand von Agenten oder Billettmaklern zu laufen.

+ Durch Sprengstücke schwer verlegt. Jn Stettin wurden beim Sprengen des Fort Leopold dret Passanten, eine 64 jährige Frau und zwei junge Leute, durch los. gesprengte Gesteinstüde schwer verletzt. Die drei Personen wurden ins Krantenhaus gebracht, mo die inneren Ver legungen des einen der jungen Leute sich als lebensgefährlich herausstellten.

+ Wer andern eine Grube gräbt... Ein automobil. feindlicher Kutscher wollte die Gelegenheit der Westdeutschen Automobil- Tourenpreisfahrt benußen, um sich an den Auto. mobilisten zu rächen, um ihnen einen Schabernad zu spielen. Der bekannte Frankfurter Fahrer Willi Vogel, der einen schweren Adlerwagen steuerte, rannte beim Ausbiegen gegen das Fuhrwerk dieses Kutschers und überschlug sich mit dem Auto. Der Kutscher blieb tot. Die Insassen des Kraft­wagen wurden auf die Straße geschleudert. Vogel erlitt innere Verlegungen. Der befannte Rennfahrer Fromy Verheyen und Frau trugen erhebliche äußere Verlegungen

davon.

+ Rohe Burschen. Von verschiedenen Stellen werden ruchlose Taten berichtet, die meist von halbwüchsigen Burschen berübt sind. In Oberhausen wurden bei nächtlichen Streitereien mehrere Personen getötet. Bei einer Rauferet wurde ein gänzlich unbeteiligter Mann versehentlich mit dem Revolver erschossen. Bei einer Messeraffäre wurde ein zwanzigjähriger Bergmann erstochen. In Styrum geriet ein junger Mensch mit seinem Schwiegervater in Streit, er feuerte mehrere Revolverschüsse auf den alten Mann ab und setzte dann das Haus seiner Schwiegereltern in Brand, dessen Bewohner nur mit Inapper Not das Leben retteten. In Mülheim a. d. R. packten mehrere Burschen einen jungen Mann, der mit ihnen in Streitigkeiten geraten war und schnallten ihn auf das Bahngeleise fest. Es gelang ihm, furz vor dem herannahenden Buge fich loszureißen, dann erhielt er aber mehrere Revolver schüsse und starb an den erhaltenen Verwundungen.

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Irteben, wo er in das Meer fiel. gehorchen!" Nach Halbstündigem ,, Jawohl," rief der Abgeordnete Dulong da Ringen mit den Wellen wurden sämtliche Insassen durch ein zwischen ,,, gehorchen, auch wenn man ihn zum Kerfermeister Torpedoboot gerettet. macht!" Bugeaud, der in diesem Zwischenruf eine boshafte Anspielung auf seine Haltung im Fall Berry sah, stürzte sich aur Dulong und schlug ihn. Es sand dann am 27. Januar 1834 ein Pistolenduell statt und Dulong wurde erschossen.

+ Ein Lehrer als Mörder seiner Schülerin. Der Lehrer Müller in Bödlas- Dürnberg in Oberfranken hat jetzt gestanden, daß er die elfjährige Schülerin Wunschelmeyer ermordet habe. Er hat die Kleine unberechtigterweise in der Schule nachsfißen lassen und dann die schredliche Tat begangen.

Explosion einer Pulvermühle. Bei Ashland im Staate Wisconsin( Nordamerika) explodierte eine Pulvermühle. 25 Arbeiter haben auf der Stelle ihren Tod gefunden, und biele wurden schwer verletzt.

+ Vulkanische Ausbrüche in Italien. Auf der Insel Stromboli find wieder vulkanische Ausbrüche vorgekommen. Der erste begann am Abend des 15. Juli, am folgenden Nach­mittag wiederholte sich das Ereignis.

Heldentat einer Zwölffährigen. In 8anderborten bei Bartenstein waren die 4 Töchter des Arbeiters Taube in einen abgelegenen Teich baden gegangen. Sie fletterten auf ein Floß um nach der tiefsten Stelle des Teiches zu ge langen. Die Kinder brachten hier das Floß znm Umschlagen und alle vier fielen ins Wasser. Der zwölffährigen Marie Robbe, die Zeugin des Unfalles war, gelang es mit größter Mühe, drei der Kinder zu retten. Am Band angekommen, bermißte das heldenmütige Mädchen die vierte der Schwestern. Sie taucht nochmals, um das 11 fährige Kind zu retten, es gelang ihr dies jedoch nicht. Die Leiche der kleinen Marie Taube wurde später geborgen.

+ Brand von Delfabriken. Ein großes Feuer hat die Delfabriken der Firma Maurel& Prom in Bordeaux voll­ständig zerstört. Der Schaden der durch die Vernichtung des riesigen Etablissements entstanden ist, wird auf 3 Millionen rants yeschätzt. Zahlreiche Vorräte an Del, Erdnüssen und Delförnern find vernichtet.

Berunglückte Luftschiffer. In Neapel ereignete sich eine Luftballonfatastrophe, durch welche drei Menschenicben in Gefahr des Ertrinkens gebracht wurden. Ein Ballon mit brei Insassen, dem deutschen Luftschiffer Hallegger und einem talienischen Ehepaar, wurde vom Sturm gegen Sorrent ges

Neue Eisenbahn in China. Die Streden der Nanking­Eisenbahn von Schanghai nach Sochow und von Sochow nach Wusich, insgesamt 79 Meilen, find unter Beteiligung von chinesischen Würdenträgern und zahlreichen fremden Gästen eröffnet worden.

+ Die Seeräuber an der chinesischen Küste. Der Dampfer ,, Sainom", der von Piraten auf der Fahrt in den chinesischen Gewässern angegriffen wurde, hatte 98 000 Pfund Bulver und eine Menge Gewehre an Bord, die für die chinesische Regierung bestimmt waren. Wie es heißt, haben die Piraten die Waffen geraubt. Der britische Flußdampfer ,, Robin" ist zur Nachforschung entsandt worden.

Tages- Chronif. In Thyrnau in Bayern explodierte während des Schulunterrichts eine Metallpatrone, mit der ein elfjähriger Schüler spielte; ihm wurden sämtliche Finger der linken Hand abgerissen, die im Schulzimmer herumge­schleudert wurden.

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Bei der Ruine Geiersburg in der Nähe von Graupen wurde im Gestrüpp die Leiche des 70 jährigen Ferdinand Güttler aus Graupen mit einem Messerstich ins Herz ermordet aufgefunden.

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Ein Großfeuer äscherte im Luxemburger Dorfe Neid­hausen sechs Wohnhäuser mit Wirtschaftsgebäuden ein.

franzöfifche Parlamentsfitten.

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- Ohrfeigengefchichten aus dem Daufe der Volksvertretung.. Das gallische Temperament. Der geprügelte Kriegsminister. Hinaus geworfen. Der Mann mit der eisernen Hand. Das ,, Handbuch der parlamentarischen Rechte" als Geschoß. Genosse Jaurès. Nase an Nase. Tragischer Ausgang.

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Die gewaltige Erregung, in welche der Schlußaft der Dreyfus- Affäre die französische Deputiertenkammer versezte, brachte als interessante Beigabe eine Prügelszene zwischen dem Unterstaatssekretär Sarraut und dem Abgeordneten Pugliesi Conti. Die Folge war ein Duell, bei dem der Unterstaatssekretär ziemlich schwer verwundet wurde. Der standalöje Vorgang ist nicht ohne Beispiele bei früheren Gelegenheiten. Das überschäumende gallische Temperament schreckt bei geeigneten Anlässen nicht zurück vor dem persön­lichen Angriff auf den Gegner, selbst wenn man sich an der geheiligten Stätte der Gesetzgebung befindet.

Das Parlamentsskandale" überschriebene Kapitel aus der politischen Geschichte Frankreichs ist überreich an solchen Prügeleien und Rüpeleien, die gewöhnlich mit höchst un­schuldigen, aber in der Darstellung der Boulevardpresse ge= waltig aufgebauschten Zweifämpfen enden. Eine hoch dramatische" Ohrfeigenszene, die einige Analogien mit dem allerneuesten Sfandal aufweist, spielte sich am 5. November 1904 ab: auf der Tagesordnung stand die Diskussion über die geheimen Angebereien im Heere, und Herr Lasies hatte fich den damaligen Kriegsminister General André vor­genommen, um ihn vor versammeltem Kriegsvoll zu zer­reißen. Herr André aber hielt tapfer allen Angriffen stand: Meine Feinde", schrie er, haben geschworen, mich zu Schinden; aber ich werde Widerstand leisten und auf meinem Blaze bleiben!" Im felbigen Woment hatte er tlitsch flatsch zwei Dhrfeigen weg; der sie ihm verabreicht hatte, war Herr Gabriel Syveton, fläglichen Angedenkens. Zehn Minuten lang herrschte ein unbeschreibliches Tohuwabohu im Saale; dann wurde die Sigung aufgehoben und gegen Gabriel Syveton die Bensur" mit zeitweiligem Ausschluß aus der Kammer beschlossen. Da sich Herr Syveton aber weigerte, dem Gebot der Majorität Folge zu leisten, mußte er von den Parlamentsjanitscharen mit sanfter Gewalt hinaus­geworfen werden.

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Automobile im Dienst der Feuerwehr. Die Stadt Charlottenburg wird demnächst einen Automobil- Löschzug erhalten, und ist bereits dafür eine Automobil- Feuerwache auf der Suarezstraße errichtet worden. Die Wache wird mit einem vollständigen Automobil- Löschzug, bestehend aus Leiter. Mannschaftswagen, Dampfsprize und Gerätschaftswagen mit Affumulatorenbetrieb ausgerüstet und erhält außerdem noch einen aus Mannschaftswagen und Sprize bestehenden Reserve. löschzug. Die höchste Fahrgeschwindigkeit der Wagen ist auf 30 Kilometer in der Stunde berechnet.

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Die glücklichen Klingenberger. In dem Ideal zustande, nicht nur leine Steuern zahlen zu brauchen, sondern sogar noch etwas zugezahlt zu bekommen, befinden sich die Bürger von Klingenberg am Main. In diesem Jahre werden jedem Bürger Klingenbergs 400 Mart in baar aus dem Reingewinn des städtischen Tonwerfes ausbezahlt. Gemeinde umlagen fennt man in Klingenberg überhaupt nicht. D, diese glücklichen Klingenberger!

Einen Ehrenplay" in den barlamentarischen Annalen verdient auch die Sigung vom 19. Juni 1892: an dies.m denkwürdigen Tage versezte der damalige Minister des Innern, Herr Constans, der Mann mit der eisernen Hand, dem Deputierten Francis Laur eine schallende Ohrfeige. Laur und sein Freund Le Sense hatten eine von dem Intransigeant" gegen Constans eröffnete rüde Preßfampagne im Parlament fortgesetzt und mit ihren Anwürfen den Winister in unerhörter Weise beschimpft. Als er sich geohrfeigt sah, schleuderte Laur in blinder Wut ein Buch gegen Constans das Handbuch der parlamentarischen Rechte!" Die Szene war so stürmisch und hinreißend, daß gleich noch andere Parlamentarier ihre Kräfte zu messen beschlossen: Herr Wampse ohrfeigte Herrn Boudeau, und Herr Delpech langte sich mit starkem Arm Herrn Castelin. Mitten in dem wüsten Durcheinander erhob sich Herr Constans, um für sein forsches Vorgehen Absolution zu erbitten: er habe, sagte er, in einem Augenblick der Un geduld den Respekt vergessen, den er der Kammer schuldig sei. Eine Ohrfeige im Parlamente hat auch ,, Genosse" Jaurès bekommen: Herr de Bernis applizierte sie ihm. Auch Jules Ferry war einmal nahe daran, geohrfeigt zu werden. Es war im Kongreß zu Versailles an dem Tage, an welchem Carnot zum Präsidenten der Republik gewählt wurde. Ferry geriet im Verlauf der Wahl in einen heftigen Wortwechsel mit Andrieux, und die beiden standen sich ,, Nase an Nase" gegenüber, jeden Augenblick bereit, auf einander loszuschlagen. Der Streit wurde aber beigelegt. Zum Schluß sei noch an eine Ohrfeigenszene älteren Datums, die recht tragisch endete, erinnert. Der General Bugeaud, der später Marschall von Frankreich und Herzog von Jsly wurde, war 1831 zum Ab­geordneten gewählt worden. Bald darauf erhielt er von der Regierung das Kommando über die Cadelle Blaye, in welcher die Herzogin von Berry eingesperrt war; er war es auch, der den Auftrag erhielt, die aus Frankreich ausgewiesene Herzogin bis nach Palermo zu begleiten. Als er nach Er­füllung dieses Auftrages zum ersten Male wieder im Parlament erschien, standen gerade militärische Fragen auf der Tages­ordnung. Der General beteiligte sich an der Debatte und sagte im Verlauf seiner Rede: Der Soldat muß vor allem

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Ein angeschossener Baß. Etwas nach Jägerlatein schmeckt das Gefchichtchen, das sich in Penzlin ereignet haben foll. Ein philharmonisches" Dorforchester fuhr per Leiter wagen den heimischen Benaten zu, der Baß, das schwerste Geschütz der Kapelle, fiel auf der Fahrt unbemerft vom Wagen Ein Jäger fommt, sieht das schwarze Ungetüm, hält es für einen Hirsch, und gibt einen Schuß ab. Ein gefährliches Brummer ertönte, da den Jäger veranlaßte, einen zweiten Schuß abzufeuern. Dieser Schuß erzeugte eigentümliche Quietschlaute wie von verhaltenem Weh. Um dem Tiere den völligen Garaus zu machen, fiel noch ein Schuß. Nun erhob sich das Ungetüm und fiel auf die Seite. Unterdessen war der Jäger näher gekommen und beherzt schritt er au den schwerverwundeten Baß zu;- zu gleicher Zeit erschien ein Musiter, um das inzwischen vermißte Instrument zu holen. Tableau!

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hindern. 1871 bra Gebäude ab. Der Kommune feinen P egiffiert, eingenomm unerfchütterlich auf Ein Eleph In der Menagerie Biffens einzig daf Hicher Elephant ein

Folgen des Vefuvausbruches. In Neapel find in letzter Zeit öfters Kanalisationsarbeiter pon plöglich auf tretenden Ohnmachtsanfällen heimgesucht worden. Als Ur sache der Ohnmachtsanfälle stellte man das Auftreten giftiger Gafe fest. Die Gase strömen aus fleinen, unscheinbaren Rissen, welche sich im Mauerwerk während des gewaltigen Vesuvausbruches gebildet haben. Man vermutet, daß es sich um Gase vulkanischer Herkunft handelt.

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Neue chinesische Münzen. Der Vizekönig der chinesischen Provinz Szetschuen hat sich veranlaßt gesehen, um zu vermeiden, daß in Tibet englische Münzen mit dem Bilde König Eduards kursieren und dadurch den englischen Einfluß in Tibet noch mehr stärfen, neue chinesische Münzen in Umlauf zu setzen, die den englischen Rupien ähnlich sehen, nur daß statt des Bildes König Eduards sich der Kopf des Kaisers von China darauf befindet. Abgesehen von der politischen Bedeutung dieser Neuprägung ist dabei besonders bemerkenswert, daß hier zum ersten Male der Kopf eines chinesischen Kaisers auf einer Münze erscheint.

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Schwimmendes Hospital. Die Stadt Boston hatte vor Jahren ein schwimmendes Hospital für Kinder einge richtet und damit so günstige Resultate erzielt, daß fie fich entschlossen hat, noch eins zu erbauen. Das Krankenschif beherbergt außer den Kinder- Patienten noch eine Anzahl Krankenschwestern, die hier mit großer Sorgfalt in der Pflege der fleinsten Kinder unterrichtet werden. Ihre Dienstzeit ist ebenso wie in den großen Krantenhäusern geregelt, doch übernachten sie in einem Hotel, das in der Nähe des Anfer plages des Hospitalschiffes liegt. Dieses hat sechs Kranten fäle, und das oberste Ded fann über 100 Kinder aufnehmen. Die gute Behandlung, die hier den Patienten zuteil wird, hat bewirkt, daß das schwimmende Hospital längst nicht mehr der Nachfrage genügen fann. Aus diesem Grunde wird jetzt das neue Schiff gebaut, das doppelt so groß wird.

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Amerikanischer Geschäftsgeist. Ein kleiner Japaner, der von dem furchtbaren Erdbeben, das San Franzisto ver nichtete, verschont geblieben war, fand nach der Katastrophe, daß alle seine Habseligkeiten aus einem Rasiermesser, einer Hacke, einem Paar Hosen und fünf Cents bestanden. Für das Geld faufte er sich Rasierseife, eine Kiste mußte als Stuhl dienen, und mit einer Kohle schrieb er an das Zelt seinen Namen und sein Gewerbe. Das Geschick war ihm von Anfang an günstig. Die Zeltnachbarn famen und ließen fich rafieren und zahlten jeder 10 Cents. In zwei Wochen war er imstande fich ein größeres Feld für seinen Unternehmungs geist zu suchen. Einem jungen Mann in Golden Gate Part, der Gehülfe bei einem Zahnarzt gewesen war, gelang es, ein paar Zahnzangen zu retten. Aus Segeltuch machte er ein Schild mit der Inschrift:" Bähne werden ausgezogen. Er hat vier Wochen Zähne gezogen, und zwar für die be scheidene Summe von 25 Cents für den Zahn. Nun erschienen Kuriositätensammler, die ihm sein Schild für eine erhebliche Summe abfauften. Flugs zimmerte sich der schlaue Zahnarzt em anderes zusammen, und als auch dieses verkauft war, wieder ein anderes nach jedem Verkauf. Er ist jetzt auf dem Wege, ein reicher Mann zu werden.

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- Wettrennen der Kahlköpfigen. Bel der in den legten Tagen gefeierten diesjährigen Kirmes in den Bolts quartieren zu Brüssel sind die Arrangeure auf ein ganz neues Mittel zur Hebung der allgemeinen Lustbarkeit verfallen. Sie veranstalteten einen Wettlauf der Kahltöpfe. 17 Bewerber hatten zu diesem Rennen ,, genannt", doch nur sieben davon burden als hinreichend fahl befunden. Der Versuch einiger Gerissener, die Siewards" dieses Rennens durch Rasieren Ihrer Behauptung zu täuschen, mißlang vollständig. Es braucht laum gesagt zu werden, daß das Rennen, das durch die lange, dichtbevöllerte Hochstraße ging, ein voller Erfolg wurde. Das ,, Turfpublifum" ersparte den in tropischer Hize dahin leuchenden Konkurrenten neben zarten Anspielungen auf ihre Platte auch handgreifliche Anfeuerungen nicht; als Haupt­bergnügen galt es, die leuchenden Vlatten der vorüberfau­senden ,, pienellöpfe" mit Syrup, Waschblau oder Butter zu bestreichen. Als Preise winkten den Siecern Pfeifen, Bigarren spizzen und Geldiummen, deren Höhe fich zwischen fünf und einem Francs bewegte. Abends fand in einer Kneipe noch die Preisfrönung des schönsten Kablfopjes statt. Der derbe Flämische Humor blickt befriedigt auf diese neue Blüte feiner Kunst zurück.

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