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Eine Haarschneide- Lotterie. In Berlin läßt ein Findiger Rafierstubeninhaber Bettel mit Empfehlungen seines Geschätte verbreiten, auf denen er jedem, der sich bei ihm die Haare schneiden läßt, unentgeltlich ein Los zu einer im September zu veranstaltenden Lotterie in Aussicht stellt. Die Gewinne find Pomaden, Haarwasser, Kämme und andere Friseurartikel, der Haupttreffer eine goldene Uhr. Um der Bestrafung wegen unerlaubier Veranstaltung einer Lotterie zu entgehen, hat es der Schlaufopf so eingerichtet, daß es in der ,, Haarschneide- Lotterie" feine Nieten gibt.
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Der ewige Posten. Im Pariser Kaſationshof, in dessen Räumen jetzt der lezte Aft der Dreyfus Affäre beendet wurde steht ein Posten in der Galerie Saint- Louis, der vom Morgen bis zum Abend dort seine Runde macht. Auf die Frage, zu welchem Zwecke der Posten dort stehe, cihielt man eine seltsam anmutende Antwort. Einst führte von dieser Galerie eine Treppe zur Conciergerie, und der Posten hatte die Pflicht, eventuelle Fluchtversuche von Gefangenen zu verhindern. 1871 brannte die Treppe mit dem ganzen übrigen Gebäude ab. Der Posten hat aber trotzdem auch nach der Kommune seinen Plaz oben an der Treppe, die nicht mehr existiert, eingenommen und geht seit 35 Jahren treu und unerschütterlich auf und ab, ohne zu wissen, marum er das tut.
Etn Elephant in der Gefangenschaft geboren. In der Menagerie zu Schönbrunn bei Wien ist der unsered Bissens einzig dastehende Fall vorgekommen, daß ein weib licher Elephant einem Jungen in der Gefangenschaft das Leben gegeben hat. Das Elephanten- Baby ist sehr kräftig und gesund und lief zwei Stunden nach der Geburt im Käfig herum. Das Muttertier nährt ea. Das kleine Geschöp st ein Meter lang, sechzig Zentimeter hoch, weiblichen Ge Schlechts und von grauer Farbe mit rosa Rüssel.
Künstlicher Gelentrheumatismus. Um ins Lazarett fommen, hat ein französischer Soldat auf raffinierte Arl and Weise sich den Anschein zu geben gewußt, als leide er an Gelenfrheumatismus. Er erzählte, er habe Gelent schmerzen, leide an Schüttelfrost und fiebere start. Der Simulant fam ins Lazarett wo die Aerzte Gelenirheumatis. mus feststellten. Erst später witrde zufällig der wahre Sach berbalt festgestellt. Im Garten, wo der betreffende Soldat arbeitete, waren Bienenkörbe aufgestellt. Er hatte einige Bienen gefangen und sich von denselben an den Arm- und Handgelenken stechen lassen. Nach einer lebhaften Körper. bewegung wurde die Haut brennend beiß und es trat reichliche Transpiration ein, sodaß der Patient wirklich das Bild rines heftig fiebernden Menschen darbot.
- Neuer Geschäftstrid für Fahrraddiebe. Zu einem Konditor im Norden Berlins tam dieser Tage ein junger Mann, der die Bitte aussprach, das zum Verkauf angebotene Fahrrad zu probieren. Er fügte hinzu, daß er gern sein Bortemonnaie als Sicherheit deponieren wolle. Der Konditor at einen Blid in den wohlgefüllten Geldbeutel. Da gligerte und gleißte es von Goldstücken und dazwischen wurde auch ein ,, Blauer" fichtbar. Zu dieser offenbar reichlichen Deckung fügte der junge Mann noch seine Kopfbedeckung hinzu, da er ta nur einige Schritte fahren wollte. Bald war der Käufer in eine Nebenstraße eingebogen und den Blicken des Verjäufers entschwunden. Als abe die Zeit dahin ging, ohne daß der Radler zurückferte, öffnete der Konditor den Geldbentel und sab sich den Inhalt etwas genauer an. Der Blaue" entpuppte fich als eine sogenannte ,, Blüte" und das Gold" waren aus Pappe gestante Zwanzigmartstücke.
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Hooligans und Pogrom. Bei Besprechung der Wirren in Rußland werden die Worte Hooligan( prich: Huligan) und Pogrom so oft angewendet, daß es wohl an gebracht ist, einige Erläuterungen hierzu zu geben. Hooligan ist ursprünglich der Name einer irischen Verbrecherfamilie. Der Prozeß gegen diese Verbrecherfamilie erregte weit über Irland und England hinaus ungeheures Aussehen. Eeit dieser Zeit hat man Verbrechern solcher Art, Plünderern, Räubern usw., namentlich den Londoner Wegelagerern die ihre Opfer durch den Kopistoß gegen den Magen widerstands, unfähig machen, den Namen Hooligan beigelegt. Pogrom heißt Verwüstung, und versteht man jetzt darunter eine Ver folgung der Juden, mit daran anschließender Verwüstung des Eigentums der Gehezten.
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Der jüngste Reisende der Welt. Jn London fan bieser Tage von Newyorf ein kleiner Knabe Charles Gladwir an, der nur 2 Jahr 8 Monate alt ist. In einem der Knopf löcher seines Ueberziehers war ein Zettel angebracht, au dem folgendes geschrieben war:" Charles Gladwin junio von Newyork reist nach London. Gendet ihn au Mrs. Barr 49 Priory Road, Chiswick, London, England." Er war de Liebling aller Mitreisenden auf dem Schiffe. Er ist ein Höchst intelligenter fleiner Knabe. Seine Tante empfing ih bei seiner Ankunft in Queenstown und wird ihn solang bei sich haben, bis er im stande ist, auf die Universitä Drford zu gehen.
Lokales.
18. Juli.
*** Die Bismarcksäule auf der Hardt wird heute Abend ihrer Bestimmung übergeben und damit ein Wunsch der Gießener Bevölkerung erfüllt. Vor fast einem Jahre wurde unter allgemeiner Beteiligung der Grundstein zu dem Bauwerk gelegt, das jetzt zu Ehren des Größten unserer Nation dasteht und heute Abend bei Fackelschein in feierlicher Weise an die Stadt übergeben wird. Möge es stets freten Geschlechtern ein Wahrzeichen deutscher Kraft und Einigkeit sein! Der Fackelzug der Studenten nimmt um 8 Uhr auf Oswalds- Garten Aufstellung und bewegt sich um 83 Uhr durch die Weftanlage, den Seltersweg, die Marktstraße und die Neustadt nach der Hardt, wo er 9 Uhr anlangt. Nach der Feier wird auf Textors Terrasse ein Rommers abgehalten.
errungen.
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*** Auf dem 28. Mittelrheinischen Kreisturnfest zu Hanan hat K. Müller vom Turnverein Gießen mit 6026 Punkten im Sechskampf den 4. Preis Das Turnfest ist vom besten Wetter begünstigt und von einem großen Publikum andauernd stark besucht. * Vom Obst martt berichtet die Zentralstelle für Obstverwertung in Frankfurt a. M.: Großes Angebot in Zwetschen. Geschäft lebhaft. Die Preise betrugen: rote Johannisbeeren 10 bis 12 mt.; grüne Stachelbeeren 11 bis 13 Mt.; Heidelbeeren 12 bis 15 Mt.; Sauerkirschen 27 bis 29 Mit.; andere Kirschen 15 bis 24 Wt.; Frühbirnen 14 bis 16 Mt.; alles per Zentner.
dabei eine im Hofe sigende 80jährige Frau so unglücklich, daß sie sofort verschied. Allgemein bedauert man den Unglücksfall der aufs neue zur größten Vorsicht bei dem Gebrauche von Schießwaffen mahnt. Der junge Mensch hat sich sofort nach begangener Tat freiwillig der Behörde geftelt.
* Marburg, 17. Juli. Zum 1. Oktober tritt hier eine Fortbildungsschule für weibliche Angestellte aller Berufe ins Leben. Die Stadt gibt außer Lokal usw. auch noch einen Buschuß von 150 Mt. Die Leitung der Schule übernimmt der Verein„ Frauenstudien".
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Frankfurt, 17. Juli. Das Hotelrestaurant Taunus in Konkurs. Eine der ältesten und renommier testen Restaurationen in Frankfurt a. M.,„ Taunus" in der Großen Bockenheimerstraße, wird ihre Pforten schließen, nachdem jetzt der Eigentümer Konkurs angemeldet hat. Seit
* Gemüse- und Obstschädlinge. Der Stand des Gemüses( Wirsing, Weiß, Rottraut, Blumen-, Rosen und Kraustohl) in Garten und Feld ist sehr schön. Die Ecnte sheint jedoch auch heuer wieder durch das starke Auftreten des Kohlweißlings, wenn der Gemüseschädling nicht bei Zeiten unschädlich gemacht wird, beeinträchtigt zu werden. Man fann Jahr um Jahr beobachten, wie töricht oft der Gemüse- und Obstzüchter bei der Vertilgung seiner gefähr lichsten Feinde zu Werte geht. Anstatt die Kohlweißlinge wegzufangen, oder wenn dies versäumt wurde, die Eier, welche häufchenweise an der Unterseite der Blätter figen, durch einen Fingerdruck zu vernichten, sucht man die zahls losen Räupchen von den Blättern ab oder läßt sie ruhig weiter fressen, wodurch oft die ganze Ernte entwertet, bezw. vernichtet wird. Aehnliches ist bet den Obstbäumen der Fall. Klebgürtel schüßen das Obst vor dem Wurmstich; aber aus Bequemlichkeit, oft auch Nachlässigkeit und Un- Jahrzehnten verkehrten Offiziere und höhere Beamten in den flugheit, legt man teine Klebgürtel an. Die an den urgroßväterlichen Zopf haltenden Landleute sagen: Früher gab es mehr Obst als heute und es wurden auch keine Klebgürtel angelegt". Früher gab es auch mehr insekten fressende Vögel wie heute, damals gab es mehr Niftpläge, die die Neuzeit vernichtet hat. Das Fallobst bleibt bis auf wenige Früchte, die zur Geleebereitung Verwendung finden, größtenteils unter den Bäumen liegen. Der Obstzüchter vergißt ganz, daß das Fallobst fast durchweg angestochen ist und die Maden der Obstschädlinge enthält, die sich dort entwickeln. Man lese die abgefallenen Früchte alle auf und im Falle der Nichtverwertung vernichte man sie.
?? Der Gießener Gastwirte verein hielt gestern eine gutbesuchte Mitgliederversammlung ab, in welcher namentlich über die Brausteuer im Hinblick auf die Wirkungen für das Gastwirtegewerbe verhandelt wurde. Nach ausgiebiger rein sachlicher Debatte wurde folgende Resolution einstimmig angenommen:„ Die heutige Versammlung weist entschieden jeden Preisaufschlag des Bieres in Folge der Brausteuer zurück. Sollten die hiesigen Brauereien wider Erwarten den Preis des Bieres erhöhen, so erklären die Wirte, daß sie eine Erhöhung unter feinen Umständen tragen fönnen, sondern gezwungen sind, den Verkaufspreis des Bieres alsdann ebenfalls zu erhöhen.". Des Weiteren wurde im Laufe der Verhandlungen das Verhalten der Leitung für das Jugendfest bei Vergebung der Wirtschaften scharf verurteilt, da die Wirte vollständig übergangen sind und die Leitung nur mit den Brauereten direkt verhandelte, wobei unrichtiger Weise die Abgabe per Hektoliter Bier beim leßten Jugendfest um 1 Mt. höher angegeben worden sein soll. Schließlich wurde noch einstimmig beschlossen, von dem in jedem Jahr stattgefundenen Sommerfest des Vereins in Anbetracht der gegenwärtig schweren, gedrückten Lage des Gastwirtegewerbes in diesem Jahr abzusehen.
** Berichtigung. Die Firma Jacques Herrmann in Mainz, die das Feuerwerk zu dem Lahntal- Sängerbundes feft geliefert, teilt uns berichtigend mit, daß kein Feuerwertstörper versagte. In unserem Berichte steht nämlich zu lesen, daß anfangs einige Feuerwerkskörper versagten.
finden dieses Jahr im mittleren und nördlichen Odenwald * Die Herbstmanöver der hessischen Division statt. Die Tage der Einquartierung sind für die einzelnen Orte bereits festgesetzt.
§ Klein- Linden. Ph. Weis dahier beabsichtigt, auf dem Grundstück Flur 1 Nr. 332 der Gemarkung KleinLinden ein Schlachthaus zu errichten. Pläne und Beschreibungen hierüber liegen auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Klein- Linden zur Einsicht der Interessenten offen. Etwaige Einwendungen sind bei der Bürgermeisterei vorzubringen.
A Großen- Linden, 18. Juli. Obst. An der Kreisstraße von hier nach Gießen mußten die schwerbehangenen Aepfelbäume bereits aufgebunden und geftüßt werden. Un den meisten Kreisstraßen läßt sich eine recht gute Dbfternte erhoffen, namentlich gilt dies von Aepfeln und Zwetschen, die Birnen find weniger gut behangen. Die Sceisbehörde hat an den gesamten Kreisstraßen 15 000 Bäume, die meistens in den letzten 25 Jahren gepflanzt sind, also in bestem Alter stehen. Von diesen Bäumen sind 12 500 Apfelbäume. Seither hat der Krets alljährlich das Obst selbst gepflückt, in Gießen ausgestellt und verfauft. Die Gemeinden des Kreises haben in den letzten 5-6 Jahren für Obst 180 000 Mt. gelöst, darunter als erste Lauter mit 12500 Mt.
▲ Aus der Wetterau. Eine schwere Schädelverlegung durch den Schlag eines Pferdes erlitt der Fuhrmann Heinz in Niederweisel. In Niederwöllstadt brannte die Stallung einer Mühle nieder.
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„ Volkswacht" stellt den Landwirten der Wetterau anheim, Friedberg. Milch aufschlag. Die hier erscheinende alsband ihre Milchlieferungsverträge mit den Milchhändlern zu kündigen, da ab 15. Auguſt eine allgemeine Preiserhöhung zu fündigen, da ab 15. Auguft eine allgemeine Preiserhöhung der Milch geplant ist.
A Friedberg, 18. Juli. Einen zweitägigen Ausflug in die Pcoving Startenburg unterrahmen die Teilnehmer des landwirtschaftlichen Repetitions- Kursus an der hiesigen Ackerbauschule. Man besichtigte die Provinzial.Jungviehweide bei Schloß Nauses, die Fohlenweide und mehrere Bauerngüter. Landwirte und Ackerbauschüler Oberhessens hatten sich dem Ausflug angeschlossen.
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Heusenstamm. Unsere Kirche, die vor 4 Jahren durch einen Brand start beschädigt wurde, geht nun ihrer Vollendung entgegen. Man hofft, bis Oktober mit den Arbeiten fertig zu sein.
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§ Grünberg, 17. Juli. Das Grundbuch und das Berggrundbuch für die Gemarkung Flensanger Hof ist vom 1. August an als angelegt anzusehen. Ebenso das Grundbuch das Berggrundbuch für die Gemarkung Solms- Ilsdorf. Azbach, 17. Juli. Der z. 3. in Rcofdorf auf der Rommunaltasse beschäftigte Ad. Emsbach von hier machte si am gestrigen Abend mit einem Flobert zu schaffen. Er beabsichtigte in einem Garten Spaßen zu schießen, traf aber
Räumen des Taunus und hatten dort ihre Stammtische, wodurch das Lokal in ganz Deutschland bekannt war. Bor 40 Jahren in den Julitagen sah man den Höchstkommandierenden der Mainarmee, General Vogel von Falkenstein, den General von Manteuffel und den Geheimen Postrat Stephan im Taunus ein- und ausgehen.
m. Frankfurt, 16. Juli. Gestern fand hier eine Versammlung des fürzlich ins Leben getretenen Arbeit- geberverbandes der Untermaingegend statt, in welcher zu der augenblicklichen Lage der Arbeiterbewegung im Tabatgewerbe Stellung genommen wurde. Es wurde festgestellt, so schreibt man uns, daß die Zeitungsnotizen, wonach Lohnerhöhungen bei den meisten Firmen stattgefunden hätten, nicht richtig sind.
* Frankfurt. Heu und Strohmarkt. Heu per Bentner Mt. 4.- 00, Stroh Mt. 3.20-3.40.
* Mainz, 17. Juni. Soldatenmißhandlung. Die Unfitte älterer Militärmannschaften, die Kameraden jüngeren Jahrgangs zu mißhandeln, hatte bei dem Pionierbataillon in Kastel zu schweren Folgen geführt. In der Nacht des 24. Mai wurde der Pionier K. Jos. Schwarz aus Fulda von mehreren Kameraden älteren Jahrgangs in seinem Bette überfallen und schwer mißhandelt. Der Mißhandelte ergriff eine Schere und stach blindlings auf die Eindringlinge ein, wobei der Pionier Anton Elbert aus Niederlahnstein sieben Stiche erhielt und militäruntauglich wurde. E. erhält teine Rente, weil er sich durch eigenes Verschulden die schweren Verlegungen zuzog. Gestern hatten sich vor dem Gouvernementsgericht die Täter zu verantworten. R. Shentelberg aus Kirtorf wurde zu 3 Wochen und 1 Tag, F. Homerichhausen aus Siegen und A. Elbert wurden zu 3 Wochen Gefängnis verurteilt.
* Mainz. Die Truppenschau vor dem Kaiser auf dem Großen Sand" bei Mainz wird sicherem Vernehmen nach am 20. August stattfinden.
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* Michelstadt, 17. Juli. Bezirfsfeldwebel Steß aus Heppenheim ist es gelungen, eine bisher unbekannte Römerstraße, die quer durch den Doenwald von Dften nach Westen führt, zu entdecken, deren Fortsetzung eifrig verfolgt wird und deren Zug von Eulbach durch den Michelstädter Stadtwald über das Steinbacher Kloster gegen Rehbach deutlich zu erkennen ist.
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Aus dem Gerichtssaal.
Strafkammer.
Gießen, 17. Juli.
Der Händler Daniel Mann aus Elberfeld hatte sich wegen Ruppelei zu verantworten. Er ist an verschiedenen Abenden beobachtet worden, wie er einer Frauensperson, die unter Sittenkontrole stand, Schuß gewährte, was zu seiner Verhaftung führte. Da er seither unbestraft war, ließ ihn das Gericht mit einer Gefängnisstrafe von 4 Monaten durchtommen, worauf mit Rücksicht auf sein sofortiges Geständnis 14 Tage der erlittenen Untersuchungshaft in Anrechnung tamen. Die an den Tag gelegte ehrlose Gesinnung rechtfertigte die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 3 Jahre. Durch das Schöffengericht Lauterbach wurde der Händler Kaspar Roth von Stockhausen wegen Betrugs zu 2 Wochen Gefängnis verurteilt. Er hatte bei einem Lauterbacher Kaufmann größere Wareneinfäufe gemacht, nach deren Abschluß es sich herausstellte, daß er furz zuvor mit seiner Frau Gütertrennung vereinbart hat. Es wurde angenommen, daß er diese Tatsache verschwiegen hat, um sich den rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, da der Kaufmann um eine recht erhebliche Summe geschädig: worden ist. Das Berufungsgericht hielt nicht alle Tatbestandsmerkmale des Betrugs als vorliegend, weshalb es Der Berg Mangels Beweis zur Freisprechung fam. wertsingenieur Schmalkalder in Gießen hat gelegentlic eines vom Landgericht Gießen in Bad Nauheim abgehaltenen Termins zwei Zeugen den Vorwurf gemacht, fie hätten ein von ihm gefertigtes Gutachten verfälscht. Das Schöffengericht verurteilte ihn wegen Beleidigung zu 50 Mt. Geldstrafe. Er focht das Urteil an, doch wurde seine Berufung verworfen.
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Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 19. Juli. Zunächst heiter und trocken, noch etwe wärmer, später Trübung und Gewitter, Regen, veränderlich Winde.
( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.)
Verantwortlich für die Politik und den Inseratenie Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beid in Gießen.
Unverdaulichkeit, die Geißel der Menschheit, durch die d meisten anderen Krankheiten entstehen, wird durch Anwendung vo Ferromanganin in furzer Zeit beseitigt und der normale Gesundheits zustand wieder hergestellt. Es gibt kaum eine Familie, in der Ferre manganin nicht ein hochgeschäßtes Hausmittel ist. Preis Mt. 2 die Flasche, in Apotheken zu haben. Ferromanganin enthält: Gis 0,5, Mangan 0,1, 3uder 18, Alkohol und Kognat 15, Rest des Wasser und aromat. Bestandteile.


