Dumont im ausschließlich französischen Dorfe Bissoma von Leuten des mit der Homburg- Afrika- Gesellschaft in Verbindung ftebenden Hauptagenten Edudu angegriffen wurde. Eine Auflärung dieser Vorfälle scheint dringend erforderlich zu sein. Frankreich.
** Eine neue Eneykliea des Papstes an die Bischöfe wird jetzt veröffentlicht. Der Papst verbietet darin die Einrichtung von Kultusvereinigungen, gestattet aber die versuchsweise Bildung kanonischer Gesellschaften, wenn durch fie die Rechte des Papstes, der Bischöfe und die Kirchengüter geschützt werden. Die Bischöfe sollen mit allen Mitteln dahin wirken, daß die Bürger Gottesdienste einrichten, wozu der Papst seinen Beistand leisten werde. Sodann erklärt die Encyklica es als unwahr, daß der Papst Gegner der republikanischen Regierungsform sei und Frankreich schlechter behandle als andere Staaten, aber dieses Land handle ungerecht gegen die Kirche, und das Trennungsgesetz sei ein Unterdrückungsgesetz. für das diejenigen die Verantwortung tragen, die aus Haß gegen den katholischen Namen bis zum äußersten gegangen seien.
Balkanftaaten.
** Die griechenfeindlichen Unruhen in Bulgarien find noch nicht unterdrückt. Das Blutbad in Anchialo, das bis auf 30 Häuser abgebrannt ist, war entsetzlich. Zahlreiche Einwohner verbrannten lebendig in den angezündeten Häusern, unter ihnen auch der Bischof des Ortes. Die Zahl der Toten und Verwundeten ist bisher unbekannt. Die griechische Bevölkerung ist in das Gebirge geflüchtet. Jm ganzen Bezirk herrscht eine Erregung, die noch schlimmere Ereignisse be= fürchten läßt. In Aitos raubten die Demonstranten nach einem antigriechischen Meeting alle Geschäfte aus. Der Schaden an Eigentum wird in verschiedenen Städten, einschließlich Rustschuts, auf mehrere Millionen Frank geschäßt. Der Ministerrat beschloß nunmehr zur Verhütung weiterer Ausschreitungen die strengsten militärischen Maßnahmen zu treffen. Namentlich soll das Militär angewiesen werden, auf die Erzedenten scharf zu schießen. Ferner bewilligte der Ministerrat für die obdachlos gewordene Bevölkerung von Anchialo den Betrag von 100 000 Frants und die Absendung von Militärzelten.
Türkei.
** Das Räuberbandenunwesen an der Grenze nimmt immer mehr überhand. Während einer der letzten Nächte hat eine au etwa 30 Köpfen bestehende griechische Bande auf dem Me..chof Javorjan bei Salonifi 8 Gebäude niedergebrannt und 2 Bulgaren und einen Kuzowallachen entführt. In derselben Nacht hat eine aus etwa 60 Köpfen bestehende griechische Bande in dem Dorfe Batapin mehrere Häuser niedergebrannt; 6 Personen wurden getötet und 4 Personen verwundet. Einige Mitglieder der Bande trugen türkische Militäruniformen. Die türkischen Grenzposten aber prügeln sich inzwischen mit den Bulgaren, anstatt auf die Räuber aufzupassen. Bei Patariya fand ein Kampf zwischen türkischen und bulgarischen Patrouillen statt. Die Türken hatten zwei Tote, von den Bulgaren wurde ein Soldat schwer verwundet. Recht gemütliche Zustände da unten!
Kleine politische Nachrichten.
München, 14. August. Der baterische Staatsminister von Riedel ist in der vergangenen Nacht im 76. Jahre an den Folgen einer schweren Operation verstorben.
Posen, 14. August. Die hiesige Bolizeidirektion ist zum Bolizet. präsidium erhoben worden.
Wien, 14, August. Die Nachricht, daß König Eduard nach feinem Aufenthalte in Marienbad dem Kaiser Franz Josef einen Besuch abstatten werde, wird halbamtlich als falsch bezeichnet.
Belgrad, 14. Auguft. Fünf Offiziere und 45 Unteroffiziere der hiesigen Garnison werden in diesen Tagen vor Gericht gestellt werden. Ihr Vergehen wird geheim gehalten. Die Angeklagten sind bereits inhaftiert.
Cadiz, 14. Auguft. Wegen des Verbots einer Protestversamm lung gegen die Accise- Abgabe tam es in Chiclana zu einem blutigen Zusammenstoß. Der Bürgermeister und ein Gemeinderat wurden berlegt, die Bürgergarde feuerte auf die Menge. Mehrere Personen erhielten Verwundungen.
Hof und Gesellschaft.
Ueber die Reisepläne des Kaisers verlautet, daß der Kaiser in diesem Herbst nur dem Herzog von Ratibor in Rauden einen Besuch abstatten wird. Dagegen ist von einem Jagdbesuch des Fürsten von Pleß und des Herzogs von Ujest Abstand genommen worden. Am 22. d. M. trifft der Kaiser in Mainz ein, um auf dem dortigen ,, Großen Sande" in Gegenwart des Großherzogs von Hessen und anderer geladener Fürstlichkeiten eine Truppenschau abzuhalten. Nach deren Beendigung führt der Kaiser die Fahnenkompagnie und Standarteneskadron in die Stadt, wo im Großherzoglichen Palais ein Frühstück stattfindet. Die Abreise des Kaisers von Mainz wird gegen 3 Uhr nachmittags erfolgen. Nach der Enthüllung des Denkmals in Bunzelwiz am 8. September wird der Kaiser einen Willkommengruß der Stadt Schweidnitz entgegennehmen, und, falls es auf der Durchfahrt durch die Stadt die Zeit erlaubt, der Einladung der kirchlichen Körperschaften nachkommen und die 254 Jahre alte Friedenskirche besichtigen.
Soziales Leben.
× Der Kaiser an die Kruppschen Arbeiter. Der Direktion der Kruppschen Werke ist folgendes Telegramm des Kaisers zugegangen:
gelegt werden. Wie weit die übrigen Arbeiter in den nächsten Wochen beschäftigt werden Banen, läht fich noch nicht übersehen, infolgedessen hat das Werk auch diesen Arbeitern zum 31. d. M. ihre Kündigungen zugestellt.
× Ein internationaler Hutarbeiterfongreß hat in Frank furt a. M. seinen Anfang genommen. Vertreten find Deutsch land, Desterreich, Italien, Belgien, Frankreich, England, Rumänien, die Schweiz, Portugal und Brasilien. Die Dele gierten vertreten etwa 18 000 Mitglieder. In der ziemlich erregten Diskussion, die den ganzen Nachmittag in Anspruch nahm, warf Espanet- Paris den Deutschen falsche Taktik" vor, weil sie zu wenig streifen. Mäkel- Berlin wies diese Vorwürfe energisch zurück, und betonte, die deutsche und österreichische Organisation hätte viel mehr für das Ganze getan als alle anderen. Podrowski- Wien meinte, die Stärke der Gewert. schaften liege in der Verhütung von Streifen, das könnten die Franzosen nicht einsehen, deshalb sei es besser, der Sitz des Sekretariats täme nach Deutschland oder Desterreich.
Sr. Majestät dem Kaiser und König ist es ein herzliches Bedürfnis, dem Direktorium zum Ausdruck zu bringen, welche lebhafte Freude Allerhöchstdieselbe über die patriotische und würdige Haltung der Arbeiterschaft der Kruppschen Werke bei dem Besuch der Friedrich Alfred- Hütte in Rheinhausen, wie hei der Besichtigung der Essener Anlage empfunden hat. Se. Majestät lassen das Direktorium ersuchen, der Arbeiterschaft für die mannigfache Betätigung ihrer treuen Gesinnung Allerhöchst ihren wärmsten Dank auszusprechen. Auf Allerhöchsten Befehl habe ich die Ehre, dem Direktorium hiervon ergebenst Mitteilung zu machen. Der Geheime Kabinettsrat Wirtl. Geheimrat von Lucanus.
X Hochherzige Spende. Die Fabrikleitung der Würzburger Maschinenfabrik König& Bauer spendete aus Anlaß der Fertigstellung der 7000. Buchdruckmaschine für die Arbeitertasse eine Summe von 100 000 Mark.
× Aussperrung von Hüttenarbeitern. Das Aachener Hüttenwert Rote Erde" hat befannt gegeben, daß auf seine Aufforderung hin nicht genügend Arbeiter ihre Kündigung zurückgenommen haben, um das Walzwerk in Betrieb zu halten: infolgedessen werden am 16. d. M. das Thomass Stahlwert, das Siemens- Martin- Stahlwert sowie die Schlacken mühle nebst Kenelanlagen und der Maschinenbetrieb still.
Nab und fern.
† Eine Bluttat unter Tage. Auf der Schlesiengrube bet Chropaczow hat der 20 jährige Schlepper Sczwierczyna seinen Arbeitskollegen Giersok mit einem Taschenmesser erstochen. Das Motiv zu der Bluttat war ein Wortwechsel, der entstanden war, weil der Ermordete dem S. den Vorwurf machte, er arbeite zu langsam. Und deshalb mußte ein Mord geschehen!
† Durch Explosion eines Spiritusfaffes wurde in der Spritfabrit Sternenberg& Quince in Köln der Lagerraum in Flammen gesetzt und mehrere Personen, zwei davon schwer verletzt. Die Bewältigung des Feuers erforderte mehrere Stunden.
† Eine Heiratslotterie soll ähnlich wie im Jahre 1903 auch diesmal in Italien abgehalten werden. Die Preise sind dreißig junge Mädchen, die in einer Schönheitskonkurrenz den Sieg davongetragen haben. Die preisgekrönten Mädchen werden mit Mitgiften in verschiedener Höhe bis zu einer Million Lire ausgestattet werden. Für einen Hauptgewinn von einer Million und einer schönen Frau dazu sind zehn Lire gewiß ein geringer Einsaz! Außerdem wird der glückliche Gewinner nicht gezwungen, zu dem Gelde unter allen Umständen auch die Frau zu nehmen; sollten die beiden nicht aneinander Gefallen finden, so teilen sie einfach die Summe, und jeder geht seiner Wege.
Bunte Cages- Chronik
Berlin, 14. August. Einen weiblichen radelnden Tierschuzinspektor hat der Deutsche Tierschutzverein hier eingestellt. Die Dame führt Verbandszeug zur Hilfe bei Unfällen mit sich. Düsseldorf, 14. August. Die amerikanischen Bergwerksingenieure, 110 Damen und Herren, Mitglieder des 4000 Angehörige zählenden ,, American Institut of Mining Engineers" sind gestern hier eingetroffen.
Effen, 14. August. Auf der Henrichshütte bei Hattingen wurden durch ausströmende Gase zwei Bergleute getötet und vier schwer verletzt.
Hanau, 14. August. 70 Gastwirte verpflichteten sich in einer hier abgehaltenen Versammlung, wegen der Bierpreiserhöhung den Bierausschank einzustellen.
Glatz, 14. August. Gestern abend entgleiste der Personenzug 569 in der Einfahrtsweiche auf Bahnhof Nieder- Altwilmsdorf mit vier Wagen infolge vorzeitiger Umstellung der Weiche. Zwei Personen wurden leicht verlegt.
Budapest, 14. August. In Ludaspußta begab sich der Gendarm Kovacs, mit einem Gewehr bewaffnet, auf die Landstraße, erschoß vier Menschen und verwundete 14 schwer. Gendarmen eilten dem Jrrsinnigen nach, und gaben, da er auch auf sie schoß, eine Salve ab, durch die er getötet wurde.
Jm Hafen von Newyork.
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Eine Fahrt durch den Weltstapelplaz von Fred Hood. Die Upper Bai. Wolkenkrazer in Sicht. Am Pier. Das gleichmachende Amerika. Alles durchwühlt. Auf der Ferry. Schuhpuzen gefällig?- Jm Getriebe der Weltstadt.
Ein Riesenstreit hat den Verkehr im Newyorker Hafen stillgelegt. Was das bedeutet, davon kann man sich kaum einen Begriff machen, denn das Hafenbild von Newyork ist unvergleichlich, und nirgends hat man einen so überwältigenden Anblick von der Ausdehnung und dem Getriebe eines Welthafens wie hier. Ein Streit in diesem Hafen greift daher außerordentlich stark in das Bild ein.
In gewöhnlichen Zeiten bietet die Einfahrt in den Newyorker Hafen ein Schauspiel, das sich schwer beschreiben läßt. Nachdem der Reisende, der von Europa kommt, eine Woche lang nur Himmel und Wasser gesehen hat, wird endlich die amerikanische Küste und der Leuchtturm auf Fire Island, darauf eine weit ins Meer reichende, flache Halbinsel sichtbar, die den bezeichnenden Namen Sandy Hook( sandiger Haken) trägt. Staten Island zur Linken und Long Island zur Rechten, erreichen wir den Eingang in die geschützte ,, Upper Bai," den eigentlichen Hafen von Newyork. Der Dampfer mäßigt seine Geschwindigkeit, den Passagieren den vollen Genuß des fesselnden Panoramas gestattend; dann kommt er in Tomkinsville an der Quarantaine- Station vor Anker. Ein fleiner Dampfer mit gelber Flagge bringt den QuarantaineArzt an Bord.
Jezt nähern sich zwei weitere Fahrzeuge; das eine sett die Zollbeamten an Bord, das andere übernimmt die an Bord befindliche Post und bringt die an die Passagiere eingelaufenen Briefe.
Riesenhalle nimmt uns auf. Eine Längswand ist in große Felder geteilt und trägt die Buchstaben des Alphabets. Wir haben vor dem Buchstaben Posten zu stehen, mit welchem unser Stammname beginnt. Hier erscheint dann auch unser Gepäck, von den Stewards herbeigetragen. Es vergehen zwei drei Stunden, bis das Schiff völlig entladen ist. Die Agenten der Telegraphen- Gesellschaften rufen ihr frähendes Cable, cable" durch den Raum, die Expreß- Kompagnien werben um das Gepäck, die Hotelagenten um Logiergäste. Millionäre, Geheimräte Damen in eleganten Reisekostümen ſizzen auf ihren Koffern und nehmen geduldig manchen Puff und Stoß in Empfang. Das ist das gleichmachende Amerika! Dort drüben stehen Mann und Weib in langen Reihen vor dem Bureau der Zollbehörde, um gegen Austausch der Nummer die Ausfertigung der Behörde in Empfang zu nehmen, Und nun erst erfolgt die Untersuchung der endlich zusammengetragenen Koffer. Erbarmungslos stößt der Beamte seine Finger in die Seidenstoffe und Spitzen hinein; Kleider, Blumen und Federhüte, alles wühlt er durch einander.
Der Dampfer setzt seine Fahrt durch die Upper Bai fort; die stolze, 150 Fuß hohe Gestalt der Statue of Liberty", die Fackel in der Rechten, erscheint vor unseren Blicken; näher und näher rücken die grotesken Skyscrapers, welche dem Hafen von Newyork ein so überaus interessantes Gepräge geben, und durch das weite Hafenbecken schießen unzählige Schiffe, vom Sonnenlicht vergoldet, eilig dahin.
Wir fahren den Hudson- Fluß hinauf und erreichen die Pier- Anlagen der Hamburg- Amerikalinie in Hoboken. Mit überraschender Geschwindigkeit jagen die mächtigen Ferryboote, welche je Hunderte von Personen, Wagen und Pferden stromauf und stromab tragen, dahin; Riesenfähren tragen ganze Eisenbahnzüge oft zwei oder drei nebeneinander Station zu Station über den Hudson.
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Fünf oder sechs kleine Steamer greifen unseren Riesen an, um ihn zu drehen und an den Pier der HamburgAmerikalinie heranzubringen.
Endlich ist der Dampfer festgemacht. Die Passagiere be geben sich auf schnell aeschlagenen Brüfen auf das Dod. Eine
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Wir sind hier in Hoboken, müssen also nach Newyork noch übergesezt werden. Der Agent eines Hotels führt uns zur Station des Ferrybootes. Wir nehmen auf langen Sig reihen Plazz, sehen Cabs und Equipagen hereinfahren und werfen einen Blick auf den Hudson hinaus. Farbige Boys erscheinen, den Passagieren die Schuhe zu puzen. Lautlos setzt sich das Boot in Bewegung. Ein Blick über den Strom zeigt unseren Blicken gleichzeitig acht oder zehn dieser schwimmenden Paläste. Ein bewegtes unvergeßliches Bild, das ungeheure Wasserbecken mit seinen Piers, Riesenschiffen, Fährbooten, Kränen 2c.
Auf der Newyorker Seite empfängt uns ein fürchterlicher Lärm. Hundert Wagenführer, Gepäckträger, Zeitungsjungen und Schuhpuzer bieten uns auf einmal ihre Dienste an. Schmuzige Boys begleiten uns auf Schritt und Tritt, hemmen unsern Weg, schreien uns ihr Kauderwelsch die Ohren, bis wir glücklich im Straßenbahnwagen fizen, um in das Herz des großen Newyork einzudringen.
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Vermischtes.
" Findige" Polizeibeamte. In Saarbrücken ist alles in heller Aufregung: aus der Luisenanlage ist die Büste der Königin Luise verschwunden. Eifrig fahndet die Polizei nach dem ,, Diebe", jedoch resultatlos. Da, eines schönen Morgens, steht die Büste wieder auf ihrem Postament, und zwar schöner, als sie vorher gewesen war. Ein Anstreicher hatte ihr näm lich im Auftrage der Stadt einen neuen schneeigen Anstrich verliehen und hatte sie zu diesem Zwecke so lange in seiner Werkstatt gehabt. Die mit der Untersuchung des Raubes be trauten Kriminalschußleute sollen bitterböse Gesichter gemacht haben, als sie das hörten.
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Ballkleider aus Papier fonnte man bei einer Tanza festlichkeit bewundern, die vor wenigen Tagen in dem Schweizer Badeorte Chateau d'Der die Gäs. eines Hotels bereinigte. Sie hatten vorgeschrieben, daß jedermann, ob jung ob alt, ob Männlein oder Weiblein, in einem Kleide aus Papier erscheinen müsse. Und wie Augenzeugen verfichern, sollen die auf solche Weise erzielten Toiletteneffefte sehr hübsch und amüsant gewesen sein. Man sah alle möglichen Kostüme, teilweise in geschmackvollen Farbennuancen, und es fehlte auch nicht an drolligen Verkleidungen aller Art. Der versiegelte Stranke. Ein angeblich leprakranfer Rumänier, der sich zuletzt in London aufgehalten hatte, befand sich in einem versiegelten Eisenbahnwaggon eingeschlossen auf dem Bahnhofe in Passau. Der Mann sollte nach seiner Heimat abgeschoben werden, doch weigerte sich die österreichische Grenzbehörde, ihn passieren zu lassen. Seine Beföſtigung geschah durch das Koupeefenster. Mit dem bayerischen Ctaatsministerium wurden infolgedessen Verhandlungen gepflogen, was mit dem Manne anzufangen sei. Nunmehr ist der Bescheid eingetroffen, den Unglücklichen im gleichen Waggon wieder nach Frankfurt a. M., wo er vor seiner Ankunft in Passau einige Tage geruht hatte, zurückzubringen. Mit dem Schnellzuge rollte dann auch der sonderbare Transport wieder
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+ Die Mückenplage. Der häufige Regen der letzten Tage hat in vielen Orten die alte Klage über die Mücken wieder laut werden lassen. Diese zierigen Blutsauger find auch wirklich geeignet, die Freuden und den Nuzen des Aufenthalts im Freien erheblich zu beeinträchtigen. Merk würdigerweise wird gegen die Verbreitung dieser Quälgeister nichts getan, obwohl Naturforscher konstatiert haben, daß man in ganz radikaler Weise die Mücken auszurotten vermag wenn man gegen die Brut derselben vorgeht. Die Mücken larven und-puppen finden sich nach diesen Feststellungen weniger in ständigen Gewässern, wo sie durch natürliche Feinde vernichtet werden, als in Pfützen und Wasserbehältern, in der Nähe menschlicher Wohnungen, in denen mückenfressende Wasserinsekten nicht vorkommen. Dr. D. Lugger teilte in
eilten Ccli lag auf während die„ Blonde baltiam ibr Mejjer mi Opfers bergrub. Es Cu vielen Wunden bublerinnen zu trenne
Bolizisten fagte die gefangen; ich habe ferben.
Kaiser und Mittwoch, dem 22. Mainz ein und hält a ab. Die Mainze Suppenteile des 18. miffen außer dem we Fürstlichkeiten Raje wird direkt bis gridtete Haltestelle in glitet. Pioniere schla Raiser zu Pferde stei führt der Raiser die selfadron in die Stadt. dortigen Kriegervereine herzogs wird Dienstag, Schloffe ist nach de ßer dem Kaiser, dem Hurtlichkeiten nur M aittags erfolgt die
dem Jahresbericht der landwirtschaftlichen Versuchsanstalt zu Minnesota mit, daß er am 6. Juli den Inhalt eines gewöhn lichen Fasses, welches zum Aufnehmen des Regenwassers diente, filtriert und im Rückstande 17 259 Eier, Larven und Puppen von Stechmücken gefunden habe. Am 22. Juli zählte er 19 110 Jugendstadien dieser Insekten. Als Radikalmittel zur Vernichtung der Mückenbrut in Pfützen und Wasserständen nennt Professor Carl Sajo rohes Petroleum. Hierin kommen die Larven und Puppen, sobald sie, um zu atmen, an die Oberfläche steigen, unfehlbar um. Natürlich darf das mit Petroleum bedeckte Wasser nicht als Trinkwasser für das Vieh, sondern nur als Waschwasser benutzt werden. Die Hauptaufmerksamkeit ist kleinen, durch den Regen entstehenden Bfüßen zuzuwenden, namentlich wenn dieselben nicht bereits in der ersten Woche wieder austrocknen. Im übrigen fönnen auch die natürlichen Feinde der Mücken herangezogen werden; das sind namentlich die Fische, welche in stehenden Wassern zu leben vermögen, wie z. B. die Karpfen. Die kleinen Karpfen vernichten todsicher die Mückenbrut in kurzer Zeit. Man kann also die Stechmückenqual mit mäßigen Opfern beseitigen, wenn nur jedermann, der Haus, Hof, Garten oder Feld besitzt, zur Einsicht käme, daß er seinen Teil zur Erreichung dieses Zieles beitragen müsse.
+ Ferien. Dieses Wort ist nicht blos unserer Jugend, sondern auch dem Alter geläufig; und dennoch fragt sich selten jemand, wie lange es her sein möge, daß es sich bei uns ein gebürgert hat. Daß das Wort lateinischen Ursprung hat, ist bekannt. Es ist aus dem lateinischen Wort feriae entstanden. In unserer Sprache fommt das Fremdwort zuerit 1686 vor.
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