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Eitel Friedrich anwesend sein. Der Kaiser nimmt an er Enthüllungsfeierlichkeit in einem Pavillon teil, der vor den Tribünen auf der Südseite des Denkmalsplayes für ihn errichtet wird. Auf der Nordseite vor den Tribünen findet ein Sängerchor Aufstellung, der aus sämtlichen Bonner Gesangvereinen gebildet wird. Außer dem allgemeinen studentischen Kommers, dem der Kaiser persönlich präsidieren wird, ist noch eine besondere Veranstaltung in Gegenwart der Fürstlichkeiten für die Sänger und die sonst an der Feier be­teiligten Bürger in der Stadthalle in Aussicht genommen. Da Kaiser Franz Josef von Desterreic an einer leichten Erkältung leidet, hat er die Teilnahme an ben dalmatinischen Seemanövern absagen lassen. Von einigen Seiten wird behauptet, der Kaiser habe sich durch die jüngsten Unruhen in Fiume zur Aufgabe der Reise veranlaßt gesehen

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Kaifermanöver 1906. ( Sonderbericht unseres militärischen Mitarbeiters.) Liegnitz, 10. September.

Die Stadt der Königsgrenadiere! Wenn es möglich ist, wird hier in Liegnig eine noch größere Begeisterung wie in Breslau den aus dem Manövergelände eintreffenden Kaiser begrüßen und die Stadt hat dazu reichsten Festschmuck ange­legt. Durften die Truppen vor dem Beginn des Kriegs im Frieden" am Sonntag rasten, der Kaiser gönnte sich keine Ruh. Nach einem feierlichen Gottesdienst auf dem Palais­plage in Breslau, nahm der Kaiser teil an der Einweihung des von der Armee gewidmeten Denkmals für den General b. Clausewitz, um nach einem Besuch beim König von Sachsen in Sibyllenort noch Zeit zur Besichtigung der Universitäts­aula und des erneuerten Musikfaals zu finden. Nach den Aufgaben des Friedens und der Ehrung des toten Feldherrn die Sorge für die Zukunft: das Manöver!

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Kriegsmäßigkeit

bandstag aufs neue eine Resolution, in der die gegen die Feuerbestattung gerichteten Bedenken zurückgewiesen werden. Außerdem wurde die Stellung der Kirche zur Feuerbestattung erörtert. Der nächste Verbandstag soll in Hagen oder Bremen stattfinden.

wird den Bewegungen der Truppen und dem ganzen Manöver ihren Charakter verleihen. Alle Neuerungen deuten das an. Man hat schon die Paraden des III. und V. Armeeforps ausfallen lassen, um die Truppen nicht in ihren ausholenden Bewegungen zu beschränken und das VI. Armeekorps war zur Parade im Feldanzuge erschienen und auch in Zukunft wird also bei Manöverparaden stets nur der Feldanzug getragen werden zur Erhöhung der Kriegs­mäßigkeit. Als weitere friegsmäßige Neuerung ist das Signalballonzeichen Ruf für Gehilfen der Manöverleitung" eingeführt worden. Früher gab es nur das Signal: Das Ganze Halt!, worauf eine Pause in der Gefechts­handlung eintrat, die durch das neue Signal erspart wird. Das Signal: das Ganze halt! soll nur noch gegeben werden, wenn das Gefecht etwa die Truppen so durcheinander gebracht hat, daß ein Entwirren nur auf dem Wege einer Gesamt­unterbrechung möglich ist. Auch bezüglich des Manöver­schlusses ist angeordnet worden, daß dieser nicht durch einen träftigen Schnitt durch die Gefechtshandlung herbeigeführt werden, sondern ganz dem Ermessen der Führung anheimgegeben werden soll, also gewissermaßen im natürlichen Auslauf. Hierdurch ist die Freiheit der Entschließung in vollstem Maße gewahrt. Um den Abtransport der Truppen zu regeln, ist für jede Truppe Station und Abfahrts= zeit festgesetzt, aber nicht der Abfahrtstag. Beim VI. Korps hat man zum ersten Mal einen Versuch gemacht, triegsstarke Bataillone mit 800 Mann ins Manöver zu führen. Man will durch die kriegsmäßige Stärke die größeren Schwierig keiten in der Führung, Verpflegung usw. erfenn lassen. Um selbst die Freiheit der Entschließung der Führung zu wahren, hat sich der Kaiser in Liegnitz, also getrennt von seinen in Breslau einquartiert bleibenden Gästen, unterbringen lassen und wird gelegentlich mit biwafieren.

Nächtliche Unternehmungen

Bom Blitz erschlagen. Während der Nacht wurde auf dem Gute Kirschdorf bei Jarotschin der Gutsstellmacher mit seinem erwachsenen Sohne von einem heftigen Gewitter über­cascht und vom Blizz erschlagen.

Die Räuber von Altona. In den Bahrenfelder Tannen nahe bei Altona fand die Polizei eine Räuberhöhle und nahm dort fünf verdächtige Individuen fest, darunter einen Bant­buchhalter, der in Christiania einen Bankdiebstahl ausgeführt hat und nach Unterschlagung von 50 000 Mart flüchtig ge= worden war. In seinem Besiz befanden sich noch mehrere Schecks über beträchtliche Summen.

+ Eine Engros- Mörderin. Die Affäre der Chaussee wärtersfrau Feige aus Grunau, die unter dem Verdacht des Giftmordes verhaftet worden ist, zieht immer weitere Kreise. Bisher find vier Leichen von Personen, die mit der Feige befreundet oder verwandt waren, gerichtlich erhumiert worden; in allen ist Arsenik festgestellt worden. Frau Feige wird beschuldigt, vermögende Leute an sich gelockt, sie längere Zeit verpflegt und dann bestimmt zu haben, ihrer beim Ableben zu gedenken; hatten die Pfleglinge" in diesem Sinne ein Testament aufgefeßt, so starben sie bald darauf. Die An­geschuldigte leugnet entschieden, die betreffenden Personen durch Gift aus der Welt geschafft zu haben.

find deshalb bei der völligen rücksichtsfreien Entschließung unter Umständen zu gewärtigen. Der Kaiser wird vermutlich nicht selbst die Führung einer Partei übernehmen, sondern Oberschiedsrichter bleiben. Tritt er aber dennoch als Führer auf, so übernimmt das Oberschiedsrichteramt General­feldmarschall Graf Häfeler.

Die Kriegslage.

Das V. und III. Armeekorps bildet die blaue, das VI. Armeekorps die rote Partei. Beide Parteien sind nur als Teile einer Armee gedacht.

Die rote Armee ist aus Oberschlesier auf dem rechten Oderufer im Vormarsch gegen eine b! cue, die in Linie Glogau- Schrimm versammelt wird. Auch in der Lausitz werden blaue Truppen zusammengezogen.

Die

Unfall im Manöver. Bei den Manövern des 16. Armee­forps explodierte im Mezer Gelände in der Proze eines Ge= schützes vom Feldartillerie- Regiment Nr. 33 eine Manöver­fartusche. Mehrere Artilleristen und Pferde sind verletzt, darunter ein Mann schwer.

Unwetter in Spanien. Ueber die spanische Provinz Galicien ist ein furchtbarer Cyklon niedergegangen. Be­sonders die Stadt Ferrol hat schwer gelitten. Das Arsenal und ein Teil der Stadt wurden zerstört. Mehrere Schiffe, welche auf der Reede lagen, sind gesunken, andere, auf hoher See, erlitten Beschädigungen. Der Materialschaden ist be= deutend.

Ohne

Ueberfall auf eine Prozession. In Valenciennes fam es zwischen den Teilnehmern an einer Marienprozession und Sozialisten, welche diese vom Präfekten verbotene Prozession berhindern wollten, zu einer argen Rauferei, bei der ein Priester und mehrere an ere Personen erheblich verlegt wurden.

Die blaue Hauptarmee befindet sich in der Versammlung In Linie Glogau- Schrimm, also rechts der Oder. Laufizer Truppen sind das III. und V. Armeekorps mit Kavalleriedivision A und stehen jedenfalls links der Oder. Ihre Vereinigung mit der gchen Glogau- Schrimm befindlichen Hauptarmee macht einen Ufermechsei( vom linken zum rechten) über die Oder notwendig. beshalb von der vorläufig noch geheim zu haltenden besonderen Kriegslage etwas zu verraten, zeigt eine einfache Beurteilung der Lage, daß das VI. Armeekorps und die Kavallerie- Division B mit dem V. und III. Armeekorps und der Kavallerie- Division A um die Oderübergänge zwischen Glogau und Breslau kämpfen werden. Der Kriegszu­stand begann für Rot und Blau heute früh 4 Uhr. Kaum graute der Tag, als es in allen Lagern lebendig wurde, um leinen Augenblick zu verlieren. Südlich von Steinau wird es lebendig und den aufklärenden Reiterpatrouillen folgen auf allen Wegen die Bataillone des Fußvolks

Postel, Hauptmann a. D.

Tobende Elemente. Die fünf Kilometer ausgedehnte Ortschaft Kwarel im Kaukasus ist durch Schlamm, Sand und Steine, die von den Bergen herabkamen, fast ganz zerstört worden. Unter dem Schlamm sind bisher 55 Leichen hervor= gezogen worden; man nimmt an, daß außerdem 200 Personen umgekommen sind. Auch viel Vieh ist zu Grunde gegangen und viel Getreide sowie die in diesem Jahre eine besonders reiche Ernte versprechenden Weingärten sind vernichtet. Bunte Tages- Chronik.

Aachen, 10. September. Der aus der Fürsorgeerziehung in Steinfeld entwichene 19 jährige Schillings ermordete in der verflossenen Nacht den Schuhmann Jungnickei, der den Auf­trag hatte, ihn zu verhaften, durch einen Revolverschuß ins Herz. Der Mörder wurde nach der Tat verhaftet.

Bielwiese, 10. September. Es ist heute noch nicht zu einem Gefecht der gegeneinander operierenden Truppen ge: kommen, doch traten die Vorposten in Fühlung. Die Kavalleriepatrouillen plänkelten unerheblich und beschäftigten sich mit dem Aufklärungsdienst. Der Kaiser sah den Uebungen von dem sog. kleinen Berge" zu. In seiner Um gebung befanden sich der König von Sachsen und die Erb: prinzessin von Meiningen. Nach Beendigung der Manöver wird der Kaiser den Fürsten zu Solms- Baruth in Klitschdor besuchen und drei Tage der Jagd obliegen.

Nab und fern.

Ostend, 10. September. Hier erschoß der Wirt Jefler, der an unheilbarem Mundkrebs litt, seine Frau und dann sich selbst.

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Vermischtes.

= Das Erbe des Landstreichers. Zu dem Inhaber eines Konfektionsgeschäftes in Kamburg a. d. Saale kam eines Tages ein Bruder Straubinger", dessen Haupt ein gar schäbige Filz bedeckte. Der Kaufmann schenkte dem Handwerksburschet einen neuen Hut, und alljährlich fand sich der also Beschenkt bei dem gütigen Spender ein. Auf einmal blieb er aus und fast ein Jahr verging, ohne daß er sich sehen ließ. End lich gegen den Herbst hin, kam ein anderer Türklinkenpuger und stellte sich dem Geschäftsinhaber als Freund des Hut abnehmers und zugleich als dessen Universalerbe vor. Tie unten an der Donau hatte er seinem Straßengenossen die Augen zugedrückt. Geld und Geldeswert hatte er richt z vererben gehabt, nichts als das Anrecht, alljährlich oben in schönen Thüringen, am Kamburger Amtsplatz einen Strohhut zu erhalten. Dies mit dem Namen des Spenders vermachte er dem Genossen.

Eberstadt, 10. September. Aus Eifersucht erstach der Reservist Müller vom Infanterieregiment 168 feinen Kameraden Haus aus Darmstadt mit seinem Seitengewehr.

Namur, 10. September. Bei Einfahrt in den Bahnhof übersah der Führer des von Antwerpen kommenden Güter­zugs das Haltesignal und fuhr mit voller Gewalt auf einen andern Güterzug auf. Ein Bremser und ein Heizer wurden getötet.

Der Verband deutscher Feuerbestattungsvereine hielt in Kiel feinen 12. Verbandstag ab. Dr. Leonhardt- skiel_teilte mit, daß die Zahl der Feuerbestattungsvereine von 55 auf 68 gestiegen sei. Es sind jetzt 11 Krematorien im deutschen Reiche vorhanden. Rechtsanwalt Dr. Brackenhöft- Hamburg sprach über die Stellung des preußischen Justizministeriums zur Feuerbestattung. Auf seinen Antrag beschloß der Ver

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Der Fürft u Sobenfolme Lich 10 Rin. von Jagbfchlof

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Auf der Suche nach der Diamanteninfel. Man hat jetzt etwas genauere Nachrichten über die geheimnisvolle Ep pedition, die von einer Gruppe englischer Finanzleute aus gerüstet wurde, angeblich um einen auf einer fleinen Insel des Atlantischen Ozeans verborgenen Schatz einzuheimfen. Der Name und die genaue Lage der Insel sind noch nicht enthüllt, aber man weiß bereits, daß es sich nicht darum handelt, von irgend einem entthronten Monarchen, oder von irgend einem Abenteurer versteckte Diamanten aufzufinden, sondern ganz einfach um die Ausbeutung einer Mine von fabelhaftem Reichtum. Die Xema", das Schiff der Expedition, hat ein ganzes Bergwerksmaterial mitgenommen, und die Ausbeutung dürfte sehr lange dauern, was daraus hervor. geht, daß die Schiffsladung auch mehrere zerlegbare Häuser umfaßt. Der Führer der Expedition hat bei der Abfahrt zwei versiegelte Briefe erhalten: der eine machte ihm Mit teilung über die Lage der Diamanteninje!, der andere, den er erst nach der Landung öffnen darf, wird ihm genaue Angaben über den Ort machen, an welchem die Grabungen vorzu nebmen find.

Lemberg. 9. September. Eine Feuersbrunst hat die Hälfte des Städtchens Kozowa im Bezirk Brzezany ein­geäschert. Das Amtsgebäude und die Kirche blieben unver­sehrt. Sechshundert Personen sind obdachlos.

Wladiwostok, 10. September. Direch einen auf dem Landungsplaße der freiwilligen Flotte ausgebrochenen Brand wurden das Kontor mit allen Dokumenten und ein Speicher mit Wuren vernichtet.

Aus dem Gerichtsfaal.

§ Verurteilung von Gewerkschaftlern. Das Landgerich in Altenburg verurteilte drei Mitglieder des Kahlae Gewerkschaftskartells wegen Erpressung gelegentlich des letzter Maurerstreiks zu je einem Monat Gefängnis.

Kunst und Wiffenfchaft.

Totschlag auf der Straße. Zwischen Rowdys und Zu hältern entstand nachts in Rirdorf ein Tumult. Der Bäcker Kuhnke, der nebenan in einem Restaurant saß, trat vor die Tür, um sich die Sache anzusehen und kam nicht wieder. Man fand ihn später in seinem Blute schwimmend und nur noch schwach atmend in der benachbarten Straße liegend. Gleich darauf starb er. Anscheinend war er mit einer ab­gebrochenen Zaunlatte, die nicht weit von ihm entfernt lag, totgeschlagen worden. Auf welche Weise Kuhnte in die Schlägerei verwickelt wurde, Lonnte noch nicht festgestellt werden. Zwei Personen sind als mutmaßliche Täter ver haftet worden. Auch der Metallgießer Gustav Bumm ist bei der Schlägerei durch Messerstiche am Kopfe schwer verletzt worden.

CO. Radiotelegraphie. Eine Entdeckung, die Eisenbahn fatastrophen unmöglich zu machen bestimmt ist, wird aus Rom gemeldet. Prosessor Giovanni del Vecchio in Bari sol einen neuen sehr einfachen Apparat erfunden haben, der ei ermöglicht, fahrende Eisenbahnzüge mit einer Bahnstation uni mit anderen, dieselbe Strecke befahrenden Zügen in Ver bindung zu setzen. Es bleibt abzuwarten, ob sich dies theoretische Entdeckung auch in der Praxis bewähren wird Erst dann wird man ein Urteil darüber abgeben können.

Die Zahl der Frauenvereins bet erfchienenen Jahresbericht on 44 960 gegenüber be Franenberein verfügt übe 17645 775 Mt. Seine( Bertsjahre die Summ 750 000 SRt. mehr als Der heute abg ferdemarkt war begleitet und der Bejud Marter. Der Auftriel Material, insgesamt wu auf gestellt. Bald en der beträchtliche Abschl Cbwohl heute der weit macft abgehalten wird od biele Händler ein Bedentung des Gießene fehlte es nicht, besonde die in der Mittagsstur Die Pferde wurden tei Mpann borgeführt, Beiter die Bahn in bers Während der ganzen Batehr.- Morgen N ferdemarkt Lotterie bo R. Neuer Rud Auderllub Haffia 1906

Die Elbe trocknet aus. Da die Elbe einen Stand von zwei Metern unter Null erreicht hat, erklärten die Vereinigten Elbeschiffahrtsgesellschaften Akt.- Ges., die österreichische Dampf­schiffahrtsgesellschaft Akt.- Ges., die österreichische Nordwest Dampfschiffahrtsgesellschaft und die Elbe", Dampfschiffahrts Aktiengesellschaft ihren regelmäßigen Schiffahrtsbetrieb für geschlossen. Infolgedessen treten in Hamburg sämtliche Kontrakte, selbst auch solche, die ohne die Wasserstandsklausel geschlossen sind, außer Kraft. Die Frachten sind wesentlich erhöht worden und eine weitere Erhöhung steht bevor, da die Fahrzeuge infolge des niedrigen Wasserstandes nur noch sehr beschränkte Mengen nehmen können und außerdem die verfügbaren Räume schon an und für sich sehr knapp sind.

KH. Volkskunde und Volkskunst. In Dresden tagte di Versammlung für Volkskunde und Volkskunst. Den Haupt vortrag hielt Herr Professor Dr. C. Fuchs aus Freiburg i. Br über die volkswirtschaftliche Bedeutung der Volkskunst. Di Hauptbedeutung bestehe in der Ausbildung der Handfertigkeit in der Schulung des Auges und in der Ausfüllung arbeits: loser Stunden während des langen Winters. Die Volkskuns sei eine Quelle des Nebenerwerbes, der namentlich in unfrucht baren Gegenden der ländlichen Bevölkerung die Existen ermöglicht, und sie trage so dazu bei, die Abivanderung vom Lande aufzuhalten. Die Volkskunst habe aber auch auf die Funstgewerbliche Entwickelung einen großen Einfluß ausgeüb und sei dazu berufen, auch in der Zukunft diesen Einfluß geltend zu machen. Mit einer Besichtigung der Kunstgewerbe: Ausstellung, einem Festmahl und einer Dampferfahrt auf der Elbe schloß die Tagung.

+ Wie badet man am besten? Brausebad und Schwimm Halle sind heute die gebräuchlichsten Arten der Wasseranwendung. Was das Schwimmbad anbetrifft, so ist es nur ein schwacher Ersatz für das Baden in Flüssen und Seen, denn es entbehrt des reinigenden Einflusses der freien Luft, der Sonne und mancher grünen Wasserpflanzen, die Sauerstoff abzugeben vermögen. Selbst wenn das Leitungswasser sich in vielen Fällen als besser erweist als das Fluß- oder Seewasser, so wirkt das Bad in der freien Natur stets mehr kräftigend und belebend. Besonders wichtig ist aber der Umstand, daß das Wasser der Bassins in der Regel nicht genügend oft erneuert wird. Diesem Mißstand ließe sich ohne übermäßige Kosten abhelfen, indem man das benutzte Wasser durch geeignete Filtration wieder gebrauchsfähig machte. Noch weniger wirksam als das Schwimmbad ist das Brausebad, das neuerdings sehr in Aufnahme gekommen ist, weil es die Möglichkeit gewährt, das Baden größerer Gruppen von Schulklassen oder Soldaten in furzer Zeit zu erledigen. Die gebräuchliche lauwarme Douche hat eine geringe Wirkung, weil die Anregung des Blutkreislaufs und des Stoffwechsels fortfällt, die beim kalten Wasserbad durch das Zusammenziehen und die nachfolgende Ausdehnung der Blutgefäße an der Körperoberfläche erzielt wird. Außerdem ist auch die freie Bewegung ausgeschlossen. Schließlich ist der Wert der Brause als Reinigungsmittel sehr gering. Eine viel gründlichere Reinigung wird durch das uralte Dampfbad erzielt. In seiner primitivsten Form besteht es aus einem Bretterhaus, einem Steinofen und einer Bank, auf der man während des Badens liegen und sich abseifen fann. Der Dampf wird durch Uebergießen des Ofens mit Wasser erzeugt. Im Interesse der Volksgesundheit treten neuerdings bedeutende Autoritäten entschieden für das Dampf­bad mäßiger Form ein.

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im Reftaurant Rolanded er fich zur Aufgabe gem bort zu fördern und zu dem unbescholtenen jung Belegenheit, dem so ge uldigen, im Gegensag iefelbft Meifterföhnen Regatten teilzunehmen. boot wird schon im Laufe machten Sonntag schon ev werden fann. Die Klubabe Rolanderd gehalten. Fre Radersports find freundli Das 6. Düns arten Befuches wie feir Sonntag Morgen

Auf dem Karussell ermordet wurde vor einigen Tagen ein kleines Pariser Laufmädchen namens Gottard. Sie hatte ihrem Verehrer, einem gewissen Giraud, der ihr lästig ge worden war, den Laufpaß gegeben. Eines Tages fuhr fie mit ihren Freundinnen Karussel, als sie hinter sich die Stimme des abgewiesenen Freiers vernahm, in einem Ton, der sie erschrecken machte. Plötzlich zog Giraud einen Dolch aus der Tasche, und während das Karussell sich in toller Eile drehte, die jungen Leute in der Runde lachten und freischten und jauchzten, stieß er Marguerite zweimal den Dolch in den Rücken. Danach sprang er im Fahren ab und entfam in der Menge, ohne daß irgendwer daran dachte, den Mörder zu halten, so blitzschnell hatte sich das Drama vor aller Augen abgespielt. Marguerite lag in ihrem Blute auf den Stufen des Karussells. Ihr Zustand ist hoffnungslos.

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Die ominöse Zahl 16. Für viele Leute hat bekannt­lich die Zahl 13 eine ominöse Bedeutung; einen Wiener Fiafer dagegen erfaßt ein Schauder, wenn er die Zahl 16 hört. Er hat nämlich üble Erfahrungen mit der 16 gemacht; kürzlich bestellte eine Frau seine Droschte und verlangte nach Sonnens Straße 16( der Frauenklinik) gefahren zu werden unterwegs tam aber schon der Storch. Als nun fürzlich zwei Damen ebenfalls nach Sonnenstraße 16 befördert werden wollten, weigerte er sich, den Auftrag anzunehmen und fuhr erst ab als ihm die Damen versichert hatten, sie wohnten dort....

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