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Bunte Cages- Chroník.

Staßfurt, 6. Dezember. In der letzten Nacht find h inem Wohnwagen, der den Bedienungsmannschaften eine Dampfpfluges zum Aufenthalt diente, drei Arbeiter durch Rohlengas erstickt, ein vierter ist schwer ertranft.

Hamburg, 6. Dezember. Vier Mann der Besatzung des Don La Plata eingetroffenen Dampfers Santa Fe" wurder bei der Ankunft wegen Bestverdacht nach dem Krankenhau transportiert. Umfassende Quarantänemaßregeln find ge coffen.

Baris, 6. Dezember. Der Unfall des Lloyddampfer! Kaiser Wilhelm der Große" wird an Kosten für di Reparaturen des Dampfers und die Passagierentschädigunger brei Millionen Franks erfordern.

Lobosit, 6. Dezember. Hier verstarb im Alter voi 101 Jahren Frau Julie Ascher. Sie erfreute sich bis ani Ende seltener Geistesfrische und erinnerte sich noch del Freiheitskrieges.

Riva, 6. Dezember. Ein mächtiges Felsstück verschüttet hurz nach dem Vorüberfahren der Post die Ponalestraße Ein großer Teil des Felsstückes ist in den Gardasee gestürz und hemmt den Schiffsverkehr.

Der Koffer als Sarg.

§ Kassel, 6. Dezember.

Noch immer ist es nicht gelungen, Klarheit darüber zu schaffen, ob der Möbelhändler Meher tatsächlich der Mörder feiner angeblichen Tante, der Witwe Vogel, ist. Der Angeklagte trägt eine auffällige Seelenruhe zur Schau und scheint nicht Im entferntesten an die Möglichkeit zu glauben, daß er schuldig befunden und verurteilt werden könnte.

Als er sich überzeugt hatte, daß die alte Frau tot war, begann er sofort nach dem Geld und den Wertpapieren, die das Vermögen der Vogel darstellten, zu suchen, fand aber nichts. Von einer Anzeige des erfolgten Todes seiner Tante habe er deshalb Abstand genommen, weil er befürchtete, man Lönne ihm zur Last legen, er habe das Geld, um sich zu bereichern, heimlich beiseite geschafft. Meyer hat die schon star! berweste Lelche fast 3/4 Jahre in seiner Wohnung behalten, erst am 25. April d. J. gab er den Koffer auf. Nachdem dies ge= schehen, reiste er mit der Christiani nach Amerika ab, wo feine Verhaftung erfolgte. Er behauptet mit großer Be­timmtheit, daß Frau Vogel erst Geld und Wertpapiere ver­nichtet und sich dann erhangen hat, um sich an ihm zu rächen.

In der Zeugenvernehmung befundet zunächst Gerichts­arzt Dr. Popp, welcher die Leiche sezierte, daß sich keinerlei Anhaltspunkte fanden, die zu dem Schluß berechtigten, Frau Bogel sei vergiftet worden. Der folgende Zeuge Polizei assistent Uffel- Hamburg bezeichnet sich als den richtigen Neffen ber Frau Vogel. Frau Vogel sei die Schwester seiner Mutter. Die Eltern hätten in Göttingen gewohnt, wo das Mädchen Anfang der 60 er Jahre geheiratet habe. Sie sei aber 1865 ihrem Manne durchgebrannt und nach Amerika gegangen. Es hieß von ihr, daß sie sich einem unfittlichen Lebens­wandel ergeben habe und herrlich und in Freuden lebe. 1888 sei fie plöglich bei ihm, Zeugen, in Hamburg auf­getaucht und habe sich nach ihren Eltern erkundigt, die inzwischen gestorben waren und ihr eine größere Erbschaft hinterlassen hatten. Diese habe sie in Göttingen erhoben und sei dann noch eine Zeitlang in Deutschland geblieben, bis sie mit einem gewissen Bantholz wieder nach Amerika zurückging. Die Vogel habe erzählt, daß sie ein Vermögen von etwa 1/2 Million Mark befize. Wie der Vorsitzende mitteilt, weist das Kirchenbuch von St. Jakobi in Göttingen aus, daß dort am 23. April 1829 eine Christel Lange geboren worden ist, die mit der Ermordeten identisch erscheint. Zeuge Bant­holz erzählt in großer Breite, was Frau Vogel, mit der er nach Amerika durchging, dort trieb und auf welche Weise sie ihr Vermögen zusammenscharrte.

Die übrigen Zeugen sind Einwohner von Wildungen, die befunden sollen, was man sich in Wildungen von dem Ver­hältnis zwischen Meyer und seiner Tante dachte, und in welchem Leumund die Frau Vogel stand. Die Aussagen dieser Zeugen lassen die Tante" des Angeklagten in einem sehr ungünstigen Lichte erscheinen. Sie wird als sehr rach: süchtig geschildert und soll auf Meyer so eifersüchtig gewesen sein, daß dieser aus Verzweiflung über das unglücklich Familienleben fich dem Trunke ergab.

Aus dem Gerichtsfaal.

§ Wegen Beleidigung des preußischen Abgeordnetenhauses begangen durch einen im Juni d. J. erschienenen Artikel dei Sozialdemokratischen Volksstimme" in Magdeburg, betitel Der Triumph der Wahlrechtsfeinde", ist gegen den Redakteur Wittmad ein Strafverfahren eingeleitet worden.

§ Der Onkel als Mörder. Im Prozeß Röwer bestrit ber Angeklagte bei seiner Vernehmung, mit seiner Nichte ir unerlaubter Verbindung gestanden zu haben. Er habe au fie geschossen, aber geglaubt, der Revolver sei nur mit Blaz patronen geladen und könne keinen Schaden anrichten. Di Beugen, darunter Frau und Töchter des Angeklagten, be funden, daß Röwer öfter Wutanfälle gehabt und eir anormales Wesen gezeigt habe. Er habe Petroleum ge trunken( 1), sei mit dem Kopf gegen den Ofen gerannt, hab auch manchmal stundenlang ohne Grund geweint und oft vor Selbstmord gesprochen. Die Vernehmung der Angehörigen bie heftig weinen, gestaltet fich teilweise recht dramatisch Auch der Angeflagte weint. Die Sachverständigen Professo Koeppen und Gerichtsarzt Dr. Marg beteiligen fich wiederhol am Zeugenverhör.

§ Das beleidigte Parlament. Die Redakteure Stang and Dornheim von der sozialdemokratischen ,, Erfurter Tribüne burden wegen Beleidigung des preußischen Abgeordneten jaufes unter Versagung des Schutzes des§ 193 zu je sechi Monaten Gefängnis verurteilt.

§ Als Mörder seiner Nichte, Elisabeth Bulay, hat fid sor dem Schwurgericht des Landgerichts I Berlin der Kauf mann Richard Röwer zu verantworten. Die Verhandlun indet unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Es sind übe 50 Zeugen geladen. Der Angeklagte, ein 60 jähriger, grau bärtiger Mann, hat sich seinerzeit in selbstmörderischer Absich bas rechte Auge ausgeschossen, und trägt eine schwarze Bind über die Augenhöhle.

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Vermischtes.

Der Hamburge Abgelehnte Ordensdekorationen. Senat hatte beim Bürgerausschuß beantragt, 5000 Mark zu bewilligen für die Herstellung von Kreuzen für jeden Ham­burger Bauarbeiter, der beim Bau des neuen Zentralbahn­hofes beschäftigt gewesen ist. Dieses Ehrenfreuz soll nicht getragen, sondern als Andenken aufbewahrt werden. Der Bürgerausschuß hat den Antrag abgelehnt, weil in einer Republik Orden nicht angebracht seien.

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Großmütige Schenkung. Der Herzog von Tife, der Schwiegersohn des Königs Eduard von England, schenkte der vereinigten Bürgerschaft von Banff und Macduff sein an­grenzendes Familien- Stammgut Duff- House, am Moray- Firth, mit seinen 56 Hektar umfassenden Garten- und Parkanlagen. Er überläßt es ganz dem Gutdünfen des Stadtrats beider Drte, darüber zu verfügen, da er überzeugt ist, daß man den besten Gebrauch von dem Lesitztum machen wird. Die ganze Einwohnerschaft gab in diesen Tagen ihrer Freude über das unerwartete, reiche Geschenk. lauten Ausdrud. Der Stadt rufer( town- crier) in malerischer alter Tracht verkündete mit Trommelwirbel in allen Straßen einen allgemeinen Feiertag, den groß und flein sich gern gefallen ließ; die Glocken läu­teten, die Fahnen wehten, alles war in Feststimmung. Der Wert des in romanischem Stil erbauten Schlosses allein wird auf vier Millionen Mark geschätzt.

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Miglungener Clownscherz. In einem Zirkus in Eulau wurde u. a. ein Esel gezeigt, der so dressiert war, daß er fich von einem Fremden nicht reiten läßt. Als nun die Auf­forderung an das Publikum erging, es möchte sich jemand melden, der es versuchen wolle, den Esel zu reiten, trat der auf der Wilhelmshütte" zu Eulau beschäftigte Schlosser Talle in die Manege. Da es ihm nicht gelingen wollte, den störrischen Esel unter seine Gewalt zu bringen, fing er an, das Tier an den Ohren und am Schwanze zu ziehen, bis dem Esel die Geduld ausging und er dem lästigen Bändiger die ganze Nase abbiß. Der so Entstellte will nun von der Birtusgesellschaft für die Schädigung durch diesen groben Unfug Entschädigung haben.

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Revoltierende Elefanten. In Cincinnati, im Zoolo­gischen Garten, hatte ein Elefant sich einen Stoßzahn ab gebrochen. Der Stummel sollte operativ entfernt werden und Deshalb fesselte man den riesigen Dickhäuter. Der Elefant jedoch riß sich los und stürmte ins Freie hinaus. Im Garten befanden sich noch acht Elefanten. Als die den Flüchtling erblickten, trotteten sie ihm mit hallendem Schritte nach, fie eilten in die Straßen und säuberten alle Wege binnen furzem bon Passanten. Die Elefanten rannten mehrere Schaufenster ein, verwüsteten eine Anzahl von Gartenanlagen und Stadt­plätzen und brachten mehrere Zeitungstioste und leichtere Verkaufsbuden zum Einstürzen. So wüteten fie bis gegen Abend, wo es gelang, die Elefanten wieder einzufangen.

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Vom Laufburschen zum Millionär. Vor furzem starb in London einer der bekanntesten Minenmillionäre Englands, Edward Atcott. Der Verstorbene war ein Selfmademan im besten Sinne, denn er hat es vom Messenger- Boy zum ein­flußreichen Großindustriellen gebracht. Atcott pflegte gern zu erzählen, wie er mit zwanzig ersparten Shillings den Grund zu seinem Reichtum legte. Er fing erst einen fleinen Blumen­Handel an, handelte dann mit Kleidern, später mit Kohlen, eröffnete schließlich ein Hotel und erwarb sich so viel Ver. mögen, daß er Anteilscheine von Kohlengruben erwerben fonnte. Durch fluge Spekulation brachte er es nach wenigen Jahren zu einem riesigen Vermögen.

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Das böse Gewissen. In der Umgegend von Rom in Velletri tötete vor nicht allzu langer Zeit ein Bauer wegen nichtiger Grenzstreitigkeiten seinen jungen Verwandten. In der Nacht nach seiner Verhaftung erfaßte ihn in der Ge fängniszelle eine derartige Verzweiflung über seine Tat, daß er vor Gram starb. Er hinterläßt sieben Kinder. Von jetzt ab soll, besonders in den Osterien, eine strenge Kontrolle aus geübt werden, und die mit Waffen, aber ohne Waffenschein Betroffenen haben empfindliche Strafen zu gewärtigen.

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Irrfahrten eines Sarges. Auf der Transbaikal­bahn hat sich etwas selbst auf russischen Bahnen Außer­gewöhnliches zugetragen. Am 14. Oktober wurde ein Güter­wagen, dessen Ladung angeblich aus Aepfeln bestand, an die Güterstation in Tschita herangeführt. Man löste die Plom­ben und fand in dem Güterwagen einen Sarg mit der Leiche eines Obersten. Aus der Jaschrift auf einem Kranz tann man den Schluß ziehen, daß der Sarg mit der Leiche seit dem Jahre 1905 unterwegs ist.

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Eine rasche Tat. In Thornton, im Staate Rhode Jsland spielte sich eine tragische Szene ab. Ethel Smith, die Tochter des Konstablers, hatte eine arme Frau mit ihren Kindern zur Feier des Tages im Hause ihrer Eltern be­wirtet, da der Gatte der Frau, der ein unverbesserlicher Säufer war, fich entfernt hatte, ohne einen roten Cent für seine Angehörigen dazulassen. Als er gegen Abend nach Hause kam und seine Frau nicht vorfand, erfuhr er von den Nachbarn, daß sie im Hause des Konstablers seien. Er fam völlig betrunken nach dem Hause Smiths und verlangte seine Frau zu sehen. Der Betrunkene sprengte die verschlossene Tür auf, und mit einem großen Messer in der Hand wollte er sich auf seine Frau stürzen. Die junge Ethel hatte rasch den Revolver ihres Vaters ergriffen und gab, als er sich auch gegen sie wenden wollte, ohne weiteres Feuer. Der Mann stürzte, ins Herz getroffen, tot nieder. Wenige Minuten später kam der Konstabler nach Hause und mußte, seiner Pflicht gemäß, sein Töchterchen verhaften. Am nächsten Morgen wurde sie gegen Bürgschaft auf freien Fuß gesezt.

direktor Geh.- Rat Dr. Breidert ist eine anonyme Poft farte eingegangen, die das Pauken auf dem Windhoft anzeigte. Als den Urheber dieser Karte wurde Redt anwalt Grünewald von Rechtsanwalt Mezz verdächtigt

Der Angeklagte tritt den Wahrheitsbeweis an Der Privatkläger weist die Verdächtigung, der anonym Urheber der Postkarte zu sein, entschieden zurück. J längeren Ausführungen stellt er die Sahe dar, qu denen hervorgeht, daß nicht er, sondern Herr Geilfu die Karte geschrieben habe, wie der letzte ihm selbst einem Briefe zugegeben. Rechtsanwalt Grünewald, da damals in einem Holländischen Bad sich befand, atmet bei diesem Bekenntnis auf, da ein schwerer Verdagt dadurch von ihm abgewälzt worden set. Ec habe abe zunächst geschwiegen, um Herrn Geilfuß nicht zu nennen. Ich stehe in feiner Beziehung zu der Karte, ich habe fie weder geschrieben noch veranlaßt- Der Vorfizender bemerkt, daß noch eine zweite Karte eine Rolle spielt, die zur Schriftvergleichung herangezogen werden soll Darauf verliest der Vorsitzende eine Telegramm des Ministeriums, in dem es mitteilt, daß Polizeiamtmann Herberg von Verpflichtung der Amtsverschwiegen heit nicht entbunden werden könne.

Nunmehr wird in die Vernehmung der Zeugen und Sachverständigen eingetreten. Zunächst fagt Gerichtschemiker Dr. Popp.Frankfurt aus, daß Hen Gutmann ihm Schristproben zu einem Gutachten übergeben habe, wobei der Zeuge den Namen des Privatklärgers erfuhr.

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Zeuge Schulrar a. d. Grabow. Berlin: Ich habe mein Gutachten über die Starten abgegeben. Ich wußte nicht, wer sie geschrieben, erst vor zwei Monaten habe ich erfahren, daß es sic um den Privatkläger Rechtsanwalt Grünewald handlet, ca mar Ich bin zu der Ueberzeugung gekommen, daß niemand als dieser die Karte an Herrn Müller geschrieben habe Später wurde mir mitgeteilt, daß sich Zweifel über die Richtigkeit meines Urteils erhoben hätten, da der Schreiber sich selbst bezichtigt habe. Ich bleibe aber bei meiner Auffassung.- Privatkläger: Was wu de Ihnen für ihre Bemühuag bezahlt?- Zeuge: Derselbe Sag, den das Gericht bewilligt, die Stunde 2 Mt.- Privatkläger: Nationallib Wieviele Gutachten haben Sie erstattet? Zeuge und Sachber bend hielt der ständiger: fünf. Was Herrn Gutmann bestimmte, mit brice Generalber den Namen des Privatklägers zu verschweigen, war ab, die g der Grund, mich unbefangen zu erhalten. behnung für Privatkläger: Ich behalte mir vor, den Sachbert Die Borsto ständigen abzulehnen.- Angeklagter: Ich wundere midrigen Borstand über die Ablehnung. Privatkläger: Ich entschlie Reichst mich auch nur dazn, nachdem ich erfahren habe, daß der Sachverständige persönlich aufgesucht worden sei -Sachverständiger Kanzleirat Peter sagt aus, daß die Karte nicht von dem Privatkläger geschrieben worden seit Darauf tritt eine kurze Pause ein.

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Nach Wiederaufnahme der Verhandlung wird Polizeiamtmann Herberg vernommen. Der Vorsitzende teilt dem Zeugen mit, daß das Ministerium es ab gelehnt habe, ihn von seiner Amtsverschwiegenheit zu entbinden. Kurz nach der Verhandlung der Straf fammer, erklärte der Zeuge, erschien der Privatkläger bei mir und gab mir unaufgefordert sein Ehrenwotion in der die Civis- Karte nicht geschrieben zu haben. Herr Geilfußtionsdebatte e machte mir später die Mitteilung, daß er die Karte getrag des M schrieben habe, er gleichzeitig sein Bedauern ausdrückte. Bier mer be Privatkläger: Wissen Sie, ob Herr Justizrat Mez- Nidda atenteil zu er darauf angetragen hat, daß ein Verfahren gegen Herns 8 Uhr, i Geilfuß eingeleitet werde. Zeuge: Dies spielt meine die gegenwä Ansicht nach auf das dienstliche Gebiet über, ich bebem nationallit dauere, darüber feine Auskunft geben zu können. Privatfläger: Herr Sachverständiger Grabow, fönna Sie erkennen, ob die Schrift von einer alten oder jüngera Person stammt. Sachverständiger Grabow: Nein, das heißt gewisse Zeichen gibt es, doch sind Sie un zuverlässig.

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Zeuge Architekt Meyer: Ich habe im Auftrag des jungen Herin Geilfuß mit Herrn Gutmann sprochen, ob die Sache der Pofitarte nicht aus Welt zu schaffen sei. Herr Geilfuß erklärte, daß nicht auf Ve anlassung seines Vaters fomme. Ich habe aber nichts ausrichten fönnen, da Herr Gutmann flärte, sich zu nichts zu verstehen.- Privatkläger: Sa Herr Gutmann Ihm gegenüber erklärt, der Hr Geilfuß hat die Karte ja doch nicht geschrieben. -Zeuge Nein. Zeuge Rechtsanwalt Müller: 36 halte Herrn Rechtsanwalt Grünewald einer niedrige Tat unfähig. Privatkläger: Herr Justizrat Mes behauptet haben, daß in eingeweihten Streisen ti Zweifel über meine Täterschaft bestanden haben soll­Zeuge: Das fann ich nicht sagen, da ich wenig ung mit den Streisen hatte.- Zeuge Landgerich Direktor Praetorius geht auf die Gerichtsverha lung bezüglich des Duells ein. Darauf teilt er mit daß er gesprächsweise vernommen habe, daß Rech anwalt Grünewald für den Anonymus gehalten werde Mit Herrn Geilfuß komme ich nur selten in Se rührung. Im Juli wünschte er meinen Rat in ein Angelegenheit. Im Laufe der Unterredung machte mir die Mitteilung, daß er die in Frage stehende Rate Als die Sigung durch den Vorsitzenden, Amtsrichter geschrieben habe. E: sagte, daß er nicht mit ansehen Lehr, eröffnet wird, ist der Zeugen- und Zuhörerraum fönne, daß der Verdacht auf Rechtsanwalt Grünewb bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Privatkläger lafte und fragte, ob er der Staatsanwaltschaft Anzege Rechtsanwalt Grünewald: Gießen hat gegen machen solle, oder ob er Rechtsanwalt Grünewald Mi Rechtsanwalt Mez- Nidda Klage erhoben, weil er teilung machen solle. Ich riet zu dem legte en Hätte sich durch einen Artikel im Gießener Anzeiger", als ich gewußt, auf welche Sache die Frage sich bezog, dessen Verfasser er den Angeklagten vermutet, getroffen hätte ich sofort jede Besprechung abgelehnt. fühlt. Der Inhalt des Artikels betraf die Verhandlung Beuge Forstmeister Trautwein teilt mit, daß er o Der Bießener Straffammer über das Duell zwischen fort bei Vorlegung der Karte erklärt habe, daß fie vom den Studierenden Metz und Beck. Bei dem Provinzial- Herrn Geilfuß geschrieben sei.

Aus dem Gerichtsfaal. Schöffengericht.

H. Gießen, 7. Dezember. Rechtsanwalt Grünewald contra Rechts

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