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Politifche Rundschau.

Deutfches Reich.

* Die Gerüchte über eine bevorstehende Erneuerung des Dreikaiserbündnisses werden nun auch von Berlin aus offiziös bestritten. Bei einigermaßen ruhiger Ueberlegung sollte man fich doch sagen, heißt es in der Verlautbarung, daß eben erst Sowohl Rußland, wie Frankreich, obgleich man ja in beiden Staaten über die Flitterwochen hinaus sei, deutlich genug zu erfennen gegeben haben, daß fie auf die Fortdauer des Bündnisses bedeutenden Wert legen. Das Dreikaiserbündnis würde also unter diesen Umständen eigentlich nur denkbar Jein mit Frankreich als Viertem im Bunde. Da das augen­blidlich unwahrscheinlich ist, so fennzeichen sich die Gerüchte vom Dreikaiserbündnis als leere Redereien.

* Der Vorstand des deutschen Städtetages ist in Berlin zu einer außerordentlichen Sigung zusammengetreten. Den wichtigsten Gegenstand der Tagesordnung bildet Die Fleisch­not und die gegen diese Misere zu ergreifenden Maßnahmen." Es wird auch die Frage des Zusammentritts eines außer­ordentlichen Deutschen Städtetages, der sich mit der Fleisch­not befassen soll, verhandelt werden.

* Die Tagesordnung des am 8. Dezember in Berlin zusammentretenden Deutschen Sparfaffentages enthält folgende Punkte: 1) Einrichtungen zur Förderung der Spartätigkeit; 2) Wünsche der Sparkassen betr. das Verfahren bei Ausgabe der neuen Reichs- und Staatsanleihen und ihre Mitwirkung bet Renehno non Inleiben

* Der Kaiser hatte anläßlich der Feler an den franzö fifchen Soldatengräbern in Mainz einen Kranz mit ehrenden Widmungsworten niederlegen lassen. In Ausführung eines Beschlusses der französischen Regierung stattete nun der französische Militärbevollmächtigte Marquis Laguiche in Berlin dem Kaiser den Dank der französischen Nation ab.

* Der Seniorenkonvent des Reichstages ist zum 13. No­bember vom Präsidenten Grafen Ballestrem einberufen worden, um über die Geschäftslage des Hauses zu beraten. Da der Etat dem Reichstage erst später vorgelegt wird, sollen bis zur Vorlegung des Etats die vom Sommer liegen gebliebenen Vorlagen zunächst erledigt werden. Jeder Mittwoch wird Schwerinstag, an dem Initiativanträge zur Beratung stehen. Am ersten Schwerinstage( 14.) soll der Toleranzantrag des Zentrums weiterberaten werden.

* Wie man in Berliner wohlinformierten Quellen er: fahren haben will, beabsichtigt Kolonialdirektor Dernburg, bei der Beratung des Kolonialetats den Nachweis zu führen, daß die so viel besprochenen Kolonialskandale in Wirklichkeit sich auf ein Nichts reduzieren. Von einem Kolonialpanama könne teine Rede sein; das höchste, was man feststellen konnte, waren Ungeschicklichkeiten, die zum Teil sich auf mißverstandene Drdres gründeten. Dafür spreche auch die Tatsache, daß die Firma s. Tippels firch u. Co. fortlaufend Aufträge erhalte und täglich seitens der Abrahmetommission Abnahme der fertig­gestellten Waren stattfindet.

* Nachdem der Ausschuß des deutschen Handelstages bereits am 30. November 1905 über die Fleischteuerung ver­handelt und eine Reihe von Forderungen zur Abhilfe auf­gestellt hat, wird er sich angesichts der Fortdauer des Uebels und der Untätigkeit der Regierung in seiner Sizung vom 3. und 4. Dezember 1906 von neuem mit der Angelegenheit beschäftigen.

Rufsland.

** Ueber die Lage im Innern liegen heute nur spärliche Nachrichten vor. Jedenfalls dauern die fleinen Kämpfe und Attentate fort.

Petersburg, 5. November. Wie Blätter aus Nowgorod melden, wurde der Kommandeur des 85. Jn­fanterie- Regiments Wyborg, Oberst Boscheranow, bei einer Schießübung durch einer scharien Schuß am Bein ver­wundet. Sein Zustand ist nicht gefährlich. Die Unter­suchung verneint, daß ein Verbrechen vorliege, sondern erklärt den Vorfall durch lässige Kontrolle der den Mann­schaften für die Schießübung übergebenen Patronen.

Wladimir, 4. November. In dem hiesigen Ge­fängnis fesselten Sträflinge, unter denen sich hauptsächlich Matrosen aus Sweaborg befinden, die Gefängniswache und versuchten, den Posten ihre Waffen fortzunehmen, um 200 Gefangene zu befreien. Einem Gefängniswärter gelang es, telephonisch Militär zu requirieren, mit dessen Hilfe die Sträflinge überwältigt wurden.

Petersburg, 5. November. Der Präsident Davidoff der Gesellschaft des russischen Volkes", Abteilung Homel, wurde auf dem Warschauer Bahnhof wegen ungesetzlicher Propaganda verhaftet.

Kleine politische Nachrichten.

Berlin, 6. November. Die Reichsschulkommission wird unter dem Vorfiz des Wirklichen Geheimen Oberregierungs­rates Präsidenten Dr. Kelch heute hier ihre Herbsttagung beginnen.

Helsingfors, 5. November. Heute vormittag wurden hier aus einem Eisenbahnfassenzimmer 74 000 Mark geraubt. Man verfolgte die Räuber und nahm zwei von ihnen fest. Das gestohlene Geld wurde bei ihnen gefunden. Petersburg, 5. November. Der Rektor der hiesigen Universität ist dahin verständigt worden, daß die Hochschule unverzüglich geschlossen werden würde, wenn noch fernerhin bei Studentenversammlungen Nichtstudenten anwesend sein würden und geheime Beratungen einer politischen Fraktion von Studentenvereinigungen über die Organisation bewaffneter Ueberfälle abgehalten werden würde.

frankreich.

Posen, 5. November. In Moschin sollte eine polnische Protestversammlung stattfinden, die berboten wurde. Daraufhin sammelte fich eine ungeheure Menschenmenge an und es tam zu einem heftigen Krawall. Die Gendarmen und Polizeibeamten mußten mehrfach blank ziehen.

Kattowitz, 6. November. Der Kardinalfürstbischof Kopp hat für die für heute einberufene Boltsversammlung, welche zum Schulstreit Stellung nehmen sollte, es dem Haupt­beteiligten Pfarrer Slobronsti zur Pflicht gemacht, das Komitee aufzulösen, und gewünscht, daß die Versammlung unterbleibe. Infolgedessen unterbleibt die Versammlung.

** Die im Parlamente verlesene Erklärung der Regierung weist darauf hin, daß das neue Kabinett nicht aus einer parlamentarischen Krise hervorgegangen ist, sondern daß der Gesundheitszustand des bisherigen Ministerpräsidenten Sarrien, der längerer Ruhe bedürfe, die Bildung des neuen Kabinetts veranlaßt hat. Die Erklärung erwähnt dann, daß das kürz­lich befragte Land seinen Willen dahin kundgegeben hat, daß das Werk der Reformationen beschleunigt werde, und fährt fort: Da unsere auswärtige Politik dem von den Wählern erteilten Auftrage entspricht, ist sie von vornherein bekannt, denn in dem Willen des Landes, den Frieden und zwar einen würdevollen Frieden aufrechtzuerhalten, ist ebenso wenig eine Aenderung eingetreten wie darin, daß es andauernd die republikanischen Rechte fordert.

Alien.

Stuttgart, 5. November. Die Wahlen für den württem bergischen Landtag sind auf den 5. Dezember anberaumt.

Bremerhaven, 5. November. Die Polizei löfte im Laufe der Nacht eine Anarchistenversammlung auf und nahm 12 Ver haftungen vor.

Sofia, 5. November. Das Kabinett Petrow hai demissioniert. Petrow ist mit der Neubildung des Ministeriums beauftragt.

Paris, 5. November. Mehrere Kundgebungen zugunsten des wöchentlichen Ruhetages fanden hier statt; es tam zu Ausschreitungen; die Polizei nahm viele Verhaftungen vor.

Roubaix, 5. November. Hier wurde der Architekt Limant verhaftet, weil er mit Hilfe von zwei Schreibern des Refutierungsamtes Lille zahlreichen Reservisten Enthebung bon Waffenübungen verschafft hatte.

** Meldungen aus der chinesischen Provinz Kiangsu berichten über eine furchtbare Hungersnot. Die gesamte Bevölkerung, bestehend aus zehn Millionen Personen, ist nahezu verhungert. Die Bevölkerung greift in ihrer Vers zweiflung zu Gewalttaten. Blutige Unruhen ereignen sich in vielen Teilen des Hungersnotgebietes. Hunderte von Mord­taten ereignen sich allerorten. Die Behörden find ganz ohn= mächtig. Die chinesische Regierung unternimmt gar feine Maßnahmen, um die Leiden des Volks zu vermindern, ja sie steigert sie noch durch Verhinderung der Auswanderung.

Dof und Gefellschaft.

Anläßlich der Beendigung der internationalen Konferenz für Funkentelegraphie fand beim Kaiserpaar eine Frühstückstafel statt, zu der sämtliche Teilnehmer an der Konferenz geladen waren. Auch Vertreter der ausländischen Gesandtschaften waren erschienen.- Gestern vormittag stattete der Kaiser der Internationalen Automobilausstellung am Zoologischen Garten einen Besuch ab. Der Monarch sab sehr wohl aus und hat die Erfältung der lezten Woche voll­ständig überwunden.

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In Wien ist Prinz Eitel Friedrich von Preußen angekommen. Er wurde am Bahnhof vom Kaiser und vom deutschen Botschafter Grafen von Wedel empfangen. Die Begrüßung zwischen dem Kaiser und dem Prinzen war sehr herzlich. Nachdem das Gefolge vorgestellt worden war, fuhren der Kaiser und der Prinz zur Hofburg. * Der deutsche Staatssekretär Herr v. Tschirschky= Bögendorf ist von seiner Studienreise nach Berlin zurüc gefehrt.

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Einen erneuten Gichtanfall erlitt der Bapst. Er machte in den letzten Tagen täglich Spaziergänge in den vatifanischen Gärten trotz der feuchten Witterung. Der Leib. arzt erklärt, die Erkrankung sei leicht.

Beer und flotte. Rekrutenvereidigung in Kiel. Der Kaiser trifft am 22. November zur Rekrutenvereidigung in Kiel ein und nimmt Wohnung auf dem neuen Flottenflaggschiff Deutschland". Der Aufenthalt dauert voraussichtlich zwei Tage.

Folgenschwere Torpedocxplosion. Im Hafen von Toulon explodierte ein vom Kreuzer ,, Charles Martel" lanciertes und nachher wieder aufgefischtes Torpedo, nachdem es an Bord gebracht worden war, auf Ded. Ein Mann wurde getötet, 2 Leute wurden schwer und mehrere leicht verletzt.

Unruhen bei der englischen Marine. Dreihundert Mann in Portsmouth, meist Heizer, veranstalteten, aufgebracht durch den Befehl eines Offiziers zu fnien, wenn er mit ihnen spräche, in der Kantine der Marinekaserne einen Tumult, versuchten aus der Kaserne auszubrechen und wollten die Wohnung des mißliebigen Offiziers demolieren. Die Tumultanten gelang es erst zur Ruhe zu bringen, nachdem die ganze Kaserne alarmiert worden war.

Nab und Fern.

desertiert und wolle nun nach Amerika auswandern. De bertrauensselige Besitzer beschäftigte ihn bis zum Abend seiner Wirtschaft. In der Nacht berfiel der Russe seiner schlafenden Gatgeber, ermordete ihn und raubte ihm die vor handene Barschaft von 50 Mart, sowie eine filberne Tascher in Brand, um die Spuren des Verbrechens zu vernichter. Als L stifter.

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uhr nebst ette. Hierauf stedte der Mordbube das Gebenen amtligen R herbeieilten, verschwand der Mörder und Brand: 40 latholisch). Chinesische Seeräuber. Auf dem Westriver, dem größten irag der Bereine in Fuß im südlichen China, griffen Seeräuber eine englische il ihren Lehrern ein

Meuternde Matrosen. Auf dem Fischdampfer ,, Elbe" weigerten fich plötzlich die Matrosen Bluhm und David während der Fahrt auf der Unterelbe zu dem neuen Tarif des Seemanns- Verbandes zu arbeiten. Sie drohten, wenn der Kapitän nicht nach Altona zurückfahre, ihn über Bord zu werfen. Der Dampfer mußte nach Altona zurückkehren, wo die Matrosen nach einem vergeblichen Versuch, über Bord zu springen, verhaftet wurden.

Ein Hundertjähriger. Seinen 100. Geburtstag feierte in völliger geistiger und körperlicher Frische der Schmiede­meister Jensen in Sadstedt bei Flensburg. Jensen erschien bei der Reichstagserfahwahl am 23. Oktober noch persönlich an der Wahlurne, um seine Stimme abzugeben.

Dampfbartasse an, bemächtigten sich derselben und beraubten die Passagiere und die Mannschaft. Dann bemächtigten fie fich zweier chinesischer Barkassen. Auf der Flucht gerieten fi:

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in ein Gefecht mit Zollbeamten, doch gelang es ihnen im ung gefeß zu beza

Schuße der Dunkelheit mit ihrer Beute, die auf 10 000 Dollars geschätzt wird, zu entkommen.

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torden war, tötete der Gemeindeschäfer im benachbarten machen die Hur Erfurt, 5. November. Aus Rache, weil ihm gekündigt ung betreffe der Solsdorf die ihm anvertrauten hundertfünfzig Schafe. Hierauf auf aufmertjam, b

beging er Selbstmord durch Erhängen.

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Ein Hilfsheizer Soja Boppe und

München- Gladbach, 5. November. In der Buchdruckerel von Riffarth explodierte ein Dampfkessel. wurde schwer verbrüht und das Kesselhaus völlig zerstört Durch das herausgeschleuderte Kesselfeuer entstand ein Brand in der Druderei.

Trier, 5. November. Im Eifeldorf Kruft wurde der 50 jährige Förster Maimann von Wilddieben erschossen.

Görlig, 5. November. Bei dem Brande mehrerer Wohn

Stadttheater.) G Ereignis fteht unferen

1. Rovember bevor. Berliner Kgl. S in Ensemble mit den

häuser in Schnauhübel bei Rumberg find drei Menschen ver Arndt( Kgl. Schaufpi brannt: ein fiebenjähriges und ein acht Monate altes Kind Theater), Abele Wer

und deren Großmutter.

( Chiller Theater),

Lorient, 5. November. Das Schiff Reine des Binone einmaliges Gaffspi naur" ist bei der Insel Groig gescheitert. Fünf Mann der Gillparzers herrliches

Besatzung sind umgekommen.

Lokales.

guangt.- Der Berta Chipiel ift eröffnet u Caller von heute an Auf dem Ra ** Der Großh. Regierungsassessor Dr. Ernst Goerg bienftete Heller in Friedberg ist vom 15. Nov. an mit Wahrnehmung der imagen erfaßt und Beschäfte eines Feldbereinigungsfomm ffärs für den Kreis in unter dem Anie, Büdinger betraut worden. * Bu Ehren des bisherigen Regierungsrats Dr. Wagnere Intereffenten f und des Ministerialsekretärs Dr. Wörner findet am a L. Januar 1907 10. Nov. in Gießen eine Abschiedsfeier statt.

Die Raje abgebissen. In einem Restaurant in der Kuglerstraße in Berlin entstand zwischen dem polnischen Arbeiter Menzel Tzerlinski aus Weißensee und seinem Arbeits­Kollegen Jagusch ein Streit. Als derselbe bereits wieder geschlichtet zu sein schien, sprang J. plötzlich wütend auf C. zu und biß ihm die Nase ab, um fie sofort zu verschlucken. Während C. blutüberströmt zu einem Arzt lief, um sich verbinden zu lassen, wurde J. von dem Wirt und den übrigen Gästen einem Schußmann übergeben.

In den Tod gegangen ist in Leipzig der 29 jährige Kaufmann Hoffmann, der unverschuldeter Weise die Ursache des Todes der Waffenhäudlerin Strauß wurde. Hoffmann hat sich in seiner Wohnung erschossen. Frau Strauß war dadurch ums Leben gekommen, daß der Revolver, den sie Hoffmann verkaufen wollte, sich plötzlich entlud und der Unglücklichen die Schläfe durchbohrte. Wie die Kugel in die Waffe gelommen war, fonnte nicht festgestellt werden.

Brandstiftung und Nanbmord. Durch eine Feuers brunst wurde das Gehöft des Kätners Bertscheit in Ramutten­Jahn unweit Nimmersatt an der russischen Grenze vollständig eingeäschert. Bei den Aufräumungsarbeiten fand man die halbverkohlte Leiche des Befizzers, der der Kopf fehlte. Eine Gerichtskommission stellte fen, daß es sich um Brandstiftung und Raubmord handelt. Wie die weiteren Ermittelungen ergaben, hatte sich am 31. v. M. bei Bertscheit ein etwa 20-30 jähriger Russe eingefunden, der anscheinend von

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Nachwirkun

* Geschworenen Auslosung. Behufs Bildung der Spruchliste für die am 3. Dezember beginnende 4. Sigungsperiode des Schwurgerichts der Provinz Dber bessen wurden folgende Hauptgeschworene ausgeloft: Land wirt Erb 3. in Lehnheim, Landwirt Sehrt 2. in Queckborn, Maurermeister Stamm in Bad Nauheim, Apotheker Weber in Lich, Uhrmacher Mohr in Vilbel, Kaufmann Eduard Silbereisen in Sießen, Landwirt Hrch. Schmalbach 6. in Crainfeld, Landwirt Wilhelm Nos in Düdelsheim, Apotheker Manns in Großen- Bused, Beigeordneter Albach in Daubringen, Bürgermeister Neeb in Nieder- Ohmen, Landwirt G. F. Euler in Mittelgrünbau, Bürgermeister Roth in Raichen, Bäda Blanz in Alsfeld, Müller Geiß in Klein- Felda, Landwirt H. Geiß 2. in Windhausen, Landwirt K. Müler 2. in Gambach, Landwirt J. Pabst in Dorheim, Beigeordneter Binz in Allendorf a. d. Lahn, Kaufmann J. Happel in Gießen, Landwirt Wilh. Hammel 3. in Aunerod, Kaufmann Hugo Ramsped in Alsfeld, Gemeinderechner Nicolai in Beibhecken, Beigeordneter Herber in Angersbach, Müller. De kleine for Zimmer in Grünberg, Heil in Qued, Bigarrenfabrikant Roll in Gießen, Landwirt Karl Volz in Burg- Gräfenrode, Bürger meister Holl in Rodheim b. Vilbel, Kaufmann W. Homberger in Gießen.

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Hessische Landwirtschaftstamme c. Drift; er läuft und Vorstand der Landwirtschaftskammer hielt in Darmstadt einen Sigung ab. Zunächst teilte der Vorsigende, Geh. Regierungs Der Umstand, rat Haas mit, daß der für die ersten Ausgaben notwendige me nehmen, träg Kredit zu mäßigem Binsfuße von der Landwirtschaftlicher folge bei. Der jo Genossenschaftsbant zur Verfügung geftellt werde, spate mid durch das Sc werde die Regierung den Betrag von 50 000 Rt. zinslongjähriger, toftipie und unfündbar zur Verfügung stellen. Umlagea sollen autet, daß er felbft& verschiedenen Gründen erst im Jahre 1908 erhoben werden une dwierigkeiten Hierauf fand eine Aussprache über die in die neuen Sagunger in Scotts& mu aufzunehmenden Bunfte statt. Die vom Landwirtschaftsrat ampftran zur Vert bisher herausgegebene Beitschrift soll übernommen und is tigen Bestandteile

entsprechender Weise ausgebaut werden, im Falle der Land

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gelderfrage wird beschlossen, dieselben Säß: vorzuschlagen wie sie bei der Zweiten Kammer üblich sind, mit der Austri nahme, daß nur das Fahrgeld 3. Klasse bewilligt wird Zum Vorstand des notwendigen, zemlich umfangreichen Bureaus wird Landesökonomierat Müller, als St- Übertreter Dr. Hammann vorgeschlagen. Alsdann wurde zur Erledigung der Vorberatungen die Bestellung von sieben Kommissionen beschlossen. Es folgten dann Aussprachen wegen Ueber

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nahme der Geschäfte des Landwirtschaftsrates, sowie der friid verf. in Boft

Provinzialvereine und weiter über die Zuwahl von Sach- Ludwig Hel Auch stimmte man den An, Lentkirch: Aug

verständigen in die Kammer.

trägen einzelner Fachvereine wegen Aufnahme von Vertretern im Brinzip zu. 8ur defisitiven Erledigung dieser Bor schläge soll die Landwirtschaftskammer schon in nächster Beit zusammentreten.

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8ur Mühlheimer Beigeordnetenwahl Das Ministerium des Innern hat, wie die Darmst. 3tg. meldet, den Rekurs gegen das Erkenntnis ds Provinzial ausschusses der Provinz Startenburg vom 29. September, betreffend die Wahl des Peter Zahn 3. in Mühlheim zum Beigeordneten daselbst, verworfen und zwar im wesentlichen, weil angesichts der Vorschriften der Landgemeindeordnung über die Bertretung des Bürgermeisters durch den Beige ordneten die Uebertragung polizeilicher und anderer staatlicher Funktionen an den Gewählten nicht angängig erscheint. Die Bestätigung des Genannten als Beigeordneter ist damit end­gültig versagt.

* Die Freisinnige Volkspartet wird in den nächsten Tagen in Gau- Odernheim, Sprendlingen, Bosenheim, Schorns­heim und in Nieder- Ingelheim Versammlungen abhalten, in

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