Deer und flotte.
Regiment Fürst Bülow. Wie verlautet, wird ürit Bülow bei der im Anschlusse an die Besichtigung des Uebungsplazes in Wahn stattfindenden Varade dem Kaiser das Bonner Husarenregiment vorführen. Der Kaiser habe die Absicht, den Reichstanzler bei dieser Gelegenheit zum Chef dieses Megiments zu ernennen.
Ueber den Ausbau der französischen Flotte äußerte der Marineminifter Thomson, daß die französische Marine sowohl ihre Deventivmittel durch Erbauung immer vollkommenerer Zorpedoboote und Unterseeboote erhöhen, als auch dem Geschwader einen effettiven Gefechtsmert erhalten müsse. Er, der Minister, stehe in lebhaften Verhandlungen, für die vom Parlament bewilligten und in Auftrag zu gebenden 6 Panzerschiffe eine fleine Verzögerung in dem Beginn des Baues zu erlangen, um alle bis dahin gemachten Fortschritte zu bes nußen.
Soziales Leben.
X Die Krisis im Bangewerbe des Rheinlande. Eine Versammlung des Baugewerfvereins in Kölu beschloß, Ende dieser Woche eine Generalaussperrung aller Bauarbeiter vorzunehmen, wenn bis dahin in dem einschlägigen Gewerbe die Arbeit nicht wieder aufgenommen wird.
In der Versammlung wurde behauptet, daß fich wahrscheinlich auch Düsseldorf und Elberfeld der Kölner Generalaussperrung der Bauarbeiter anschließen würden. Mit Rücksicht auf die außerordentliche Tragweite der Aussperrung, haben die Arbeitgeber eine Achtzehnerkommission beauftragt, alsbald eine Sigung dieser Kommission unter Hinzuziehung von Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer einzuberufen, um nochmals Einigungsversuche zu unternehmen. Hoffentlich führen die Verhandlungen zum Frieden.
Selbst gerichtet.
( Sonder- Bericht.)
Hamburg, 4. August. Die Sammlung für den Wiederaufbau der Michaelisfirche brachte bisher 200 372 Marf ein. Für die nicht versicherten Abgebrannten wurden 4281 Warf gespendet.
Braunschweig, 5. August. Jm hiesigen Gerichtsgefängnis hat der Banklehrling Brunke, der wegen vorsätzlicher Tötung der beiden Töchter des Kaufmanns Haars zu acht Jahren Gefängnis verurteilt war, seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht.
Rennbahn- Schieber.
( Von unserem Sport- Mitarbeiter.) Die fleinen Diebe hängt man, die großen läßt man laufen. Nirgends trifft dieses kleine Sprichwort so den Kern wie auf der Rennbahn. Buchmachen ist in Deutschland ver boten. Erst im vorletzten Jahre hat man im Reichstag ein Gesetz gemacht, das dazu bestimmt sein sollte, das verbotene Rennbahnspiel einzudämmen, und dem staatlich konzessionierten Totalisator die gesamte Kundschaft zuzuführen. Natürlich fehlte den Legislatoren jedes Verständnis für die Aufgabe und sie förderten einen Zwitter zutage, der weder Kopf noch Rumpf hat. In England sind die„ Bookmaker" eine Berufstlasse, der niemand die Achtung versagt; bei uns hängt man ihnen entehrende Strafen auf und hält ihr Gewerbe für unfair. Die verbotene Frucht reizt naturgemäß. Sie reizt nicht nur die Wettenleger, sondern auch die Wettennehmer. Wollte man diesem freien Spiele endlich an den Kragen, so hätte man auch die letzteren mit Strafe bedrohen müssen. Da das nicht geschehen ist, bleibt die ganze Aftion ein Schlag ins Wasser. Schließlich schadets noch nicht einmal viel
Lokales.
* Der Großherzog hat dem auf sein Nachsuchen in der Ruhestand versetzten Rabbiner der israelitischen Religionsgemeinde Darmstadt Dr. David Selver das Ritterkreuz t. Klass: des Verdienstordens Philipps des Großmütigen berliehen.
Buchmacher und Rennbahnschieber sind im allgemeinen identisch. Heute mehr denn je. Das Wetten beim Buchmacher zum Totalisatorkurse" ist in den letzten Jahren in Mode gekommen. Darum haben natürlich diese ein Interesse daran, den Totalisatorkurs zu beeinflussen. Sie bilden einen Ring," d. h. fie haben sich zusammengetan wie etwa die Spiritusfabrikanten, die Kohlengrossisten usw. Zeigt die am Totalisator hängende Stala an, daß ein stark gewettetes Pferd beim Siege eine große Quote geben würde, legt man einfach ein paar Blaue für gemeinschaftliche Rechnung an und die Regulierung ist besorgt. Das ist die eine Art des ,, Schiebens." Eine andere ist die Durchstecherei mit bestechlichen Jockeys. Ein Favorit wird heiß" gemacht, ein Außenseiter siegt; der Jockey des Favoriten hält" seinen Gaul, der Outsider gewinnt! Der Buchmacher ist vorher eingeweiht. Die reellen Totalisatorwetter geben ihr Geld dem Ringe, der hohen Kurs einstreicht; die Wetter beim Buchmacher sind geprellt; die hohe Außenseiterquote für die zwei oder drei Riecher" ist leicht zu ertragen.
Selbstmorde in Gefängnissen find an sich nichts Seltenes; man hört oft davon, daß der oder jener, um sich dem irdischen Richter zu entziehen, zum Strick gegriffen hat, oder auf andere Weise aus dem Leben ging. In diesem Falle steht man jedoch vor einem völligen Rätsel. Was waren die Motive, die den Jüngling trieben, seinem verfehlten Leben ein Ende zu machen? Ein drückendes Schuldbewußtsein wohl nicht, denn das offenbart sich schon eher. Brunte, dessen Kopf boll bizarrer Jdeen steckte, hatte bekanntlich die beiden Töchter des Kaufmanns Haars, denen er Klavierstunden gab, in seinen Bann gezogen. Mit seinen pessimistischen Lebensanschauungen hatte er in den jungen Mädchen alle Lebensfreude erstickt und in ihnen den Entschluß wachgerufen und bestärkt, das irdische Jammertal zu verlassen. Zum Vollstrecker dieses selbst verhängten Todesurteils hatten fie Bumte gewählt, der dann nach geschehener Tat auch Hand an sich legen sollte. Bumke vermochte aber nur den ersten Teil des ihm gewordenen Auftrages zu erfüllen; als er die Opfer seines unheimlichen Einflusses vor sich liegen sah, entsank ihm der Mut, ihnen zu folgen in das düstere Reich des Todes und so blieb er froh, aber und frei unter den Lebenden. Hinter Gefängnismauern mag ihm nun wohl der Gedanke gekommen sein, jetzt sei es an der Zeit, den zweiten Teil des Auftrages, den die ihm im Tode vorangegangenen ihm einst erteilt hatten, zu erfüllen. Und doch merkte man ihm nichts von seinem Vorhaben an. Ruhig und gefaßt sah er der Vollstreckung des Urteils entgegen er hatte sogar das Wiederaufnahmeverfahren angestrengt und beschäftigte sich eifrig mit dem Studium der französischen Sprache und der Mathematik. Wenn die Schuld verbüßt, wollte er ins Ausland gehen und dort ein neues Leben beginnen. Und nun wird sein Tod berichtet, an einem dünnen Bindfaden hatte er sich erdrosselt.
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Niemand wußte etwas davon, daß er sich mit Selbstmordgedanken trug, allen fam es völlig unerwartet. Man nimmt sogar an, daß Brunke blos eine Probe veranstalten wollte, wie es mit dem Erhängen ist, daß ihn dabei die Kräfte verließen und er so- halb unfreiwillig- durch Selbstmord endete. Ein verfehltes Leben hat so sein Ende gefunden; der Fall Brunke ist bezeichnend für die Zeit, in ber wir leben solcher überspannter Köpfe gibt es noch viele, doch nicht alle lassen die bizarren Jdeen, die in ihnen spufen, auf so grausige Weise zur Tat werden. R. P.
Nab und fern.
atiebe ba- heu gen, unfer fogic afhaftlichen Bo mim Stampfe ge ndenen Kosmope dieht diefes me Pratichen Turnerid d gewaltigen G Die große Au Summer gehört zu aft und man gei peifen. Gine w fie, wie die gegenwe
** Erledigt: Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gambach. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. *** Fräulein Lina Lenninger Gießen ist als Telegraphengehilfin angenommen worden.
R. Eine Reichsbantnebenstelle wird am 1. Oftober in Opladen errichtet. Dieselbe ist von der Reichsbankstelle in Remscheid abhängig.
*** Neuer Schlachthof Direttor. Die Gießener Stadtverordnetenversammlung wählte in nichtöffentlicher Sizung den Schlachthof- Inspektor Modde zum Direktor des Schlachthofes.
In den Straf anten ziehen Buir ist jugendliches Fe 8 Uhr ertön pfenstreichs, der Turner und Turn apelle unferer 11 die hübsch gef cohen Mensche Sprecher des Turn ie Bühne zur Gr
*** An dem Wettgesang des Fulda Rhön. fängerfestes, das gestern in Fulda stattfand, haben 10 Gaft: vereine teilgenommen. Das Resultat ist folgendes: Klasse I.
den 1. Preis mit 168 Punkten
Gesangverein Windecken ,, Liedertafel".Marburg Frohsinn" Kassel- Wehlheiden ,, 3.
"
2.
" 1
"
,, 159 " ,, 148
"
Klasse II.
, Liederkranz"-Bübingen den 1. Preis mit 171 Punkten
148
"
, Germania"-Schlierbach
2.
" 1
"
. 167
"
"
‚ Liederkranz"-Gelnhausen
3.
155
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"
"
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,, Liedertafel"- Lollar
4.
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,, Liedertafel" Bacha
5.
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118 116 "
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So geht es beim Pferderennen wie auf der Radrennbahn, auf der in den letzten Jahren ebenso stark gewettet wird, wie auf dem grünen Rasen. Natürlich gibt es Variationen in Hülle und Fülle. Jm Grunde kommt aber alles auf dasselbe heraus. Das Rennpublikum weiß das. Es ist allmählich darauf eingerichtet. Bei den Ringkämpfen, die sich in den letzten Jahren eingebürgert haben, hat es sich gezeigt, daß das Schiebergewerbe immer weiter um sich greift, daß es sich Terrains hinzuerobert, die früher nicht zu seiner Domäne gehörten. Der rasche Geldgewinn lockt und verführt. Wer Blut geleckt hat, ist nicht mehr davon abzubringen. Je heißer aber der Sommer, umso stärker blüht das Geschäft. Wenn die Sonne herniederlächelt, beteiligen sich viele am Rennbahnwesen, die sonst abseits stehen. Wer aber einmal draußen ist auf der Bahn, risfiert auch einen Teil seines Barvermögens in der Hoffnung, reicher heimzukehren, als er hinausfuhr. Der Spielteufel liegt uns im Blute, so in Monte Carlo an der Spielbant, so auf den verschiedenen Rennbahnen im Inund Ausland. Was nicht niet- und nagelfest ist, wird in " Tickets" angelegt; verliert der Gaul, ist auch das Geld futsch; fiegt er, ist wenig gewonnen. Darüber wundern sich dann die Braven und erzählen noch wochenlang, wie sie das Bech verfolgt: von sechs Rennen haben sie fünf gewonnen und eins verloren. Die Differenz aber ist eine Doppelkrone zu ihren Ungunsten. Wenn sie nachdenken würden, wäre die Verwunderung nicht so groß; dann wüßten sie, daß es so sein muß und daß es nicht anders sein kann, wie die Verhältnisse nun einmal liegen.
† Rohe Burschen. Im Teltowkanal bei Berlin badeten einige junge Leute. Sie trieben allerhand Allotria und ver anstalteten schließlich ein Wettschwimmen. Einer der Schwimmer, der Kutscher Kannewischer, blieb plötzlich zurück. Wahrschein= lich war er von einem Krampf befallen worden. Er rief um Hilfe, aber die rohen Burschen lachten ihn aus, und so ging der 19 Jahre alte Mensch vor den Augen der Kameraden unter. Die guten Freunde gingen dann an Land, durchsuchten die Kleider des Ertrunkenen und raubten die Uhr, die sie auf dem nächsten Leihamt versetzten.
† Abgewinkt. Der Vorstand des bergbaulichen Vereins ersuchte den in Herne weilenden Hopfenhändler Weil, der den Besuch der Geretteten aus Courrieres in Essen angekündigt hatte, diesen Besuch zu unterlassen.
† Ein folgenschwerer Straßenbahnunfall ereignete sich in Köln am Hohenzollernring, wo an einer Straßenfreuzung zwei Straßenbahnwagen mit voller Wucht aufeinander stießen. Vier Fahrgäste und ein Schaffner sind teils schwer, teils leicht berletzt. Ein Straßenbahnführer erkannte die Gefahr, fonnte aber trotz der angewandten Bremsmittel seinen Wagen nicht mehr zeitig genug zum Stehen bringen. Beide Wagen sind teilweise zertrümmert.
Tages- Chronik.
Metz, 4. August. Hier erschoß sich der Sohn des Gemeindeschullehrers Kieffer, weil er bei der Versetzung von Sekunda nach Prima fizzen geblieben war.
,, Liederkranz" Sterofcib Männergesangberein- Blißenrod ,, 7.
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Dot bier Wochen
gehalten, die dem Männergefang galt. Beftehen des Turn im Namen des Vere Stadt, ich begrüße egrüße alle Turnfr ben fiets Gerechtig alten und nach a
den Huf: Se. Maj
Auf dem Spichererberg- Turnfest, das digkeit gepflegt. gestern stattfand, haben auch zwei Gießener Turner( Hameln wir Schirmhe vom Turnverein und Burf vom Männerturnverein) teil.dern. Ich forder genommen. Burt erhielt den 12. und Hamel den 21. Breis. Auch sonst sind aus dem Gau Hessen noch Turnvereine verfeit Großherzog treten gewesen.
Mit gesetzlichen Mitteln ist gegen die Spielleidenschaft nichts zu machen. Man müßte denn, wie wir schon sagten, die Wetter genau so bestrafen, wie die Leger. Dazu aber wird das Parlament, das die Verhältnisse nicht kennt, wohl nie seine Zustimmung geben. Also werden wir den Begriff ,, Rennbahn- Schieber" so leicht nicht los werden. Das Buchmachen und Schieben ähnelt dem Wildern; wer es einmal getan hat, ist nicht mehr davon abzubringen. Rix.
Dornach, 5. August. Eine fünfköpfige Familie ist hier an Grünspanvergiftung tödlich erfranft. Der Vater ist bereits gestorben.
Herne, 4. August. Der Führer der Deputation aus Courrières Nemy ist gestern nach Frankreich zurückgereist. Die beiden Pruvost und Dubois sind ihm heute gefolgt.
Kunst und Wissenschaft.
Schon
ein Gut Heil, Gut
Auf durch die ationalhymne spiel ntal Sängerbund
hardt komponien Lauten Beifall auslöft Die Feftrede hiel airte: Nicht zur gigungsbedürfnisses heutige Feier gibt Güter. Die F
× Dutenhofen, 3. August. Militärische Uebung. Dutenhofen war heute Morgen in wirklichem Sciegszustand versetzt, indem es von allen Seiten belagert wurde. früh morgens hielt eine feindliche Abteilung unsere Lahnbrücke besetzt, um den aus der Richtung von Azbach- Rinzenbach anrückenden Infanteriefolonnen den Uebergang über die Lahn zu verwehren. Schließlich mußte der Feind die Brücke räumen und ein Schild trug die Aufschrift: Brücke gesprengt. Allen 3 schauern bot sich nun das interessante Schauspiel, wie eine im Pionierdienst ausgebildete Infanterieabteilung es verstand, in furzer Zeit eine Brücke zu schlagen. Estung der Must wurden dieserhalb 5 große Rähne beschafft und Punkt 10 Uhr mit die Stärkung waren sowohl eine große Brück für die Wagen und d. Heute feiern Kavallerie und eine kleinere Notbrücke für die Infanterie, an dem der fertig geschlagen.
EC. Eine Höhe von 7100 Meter erreichte im Ballon " Jupiter" des Wiener Aäroklubs Dr. Anton Schlein bei einer vor einigen Tagen unternommenen auteorologischen Fahrt. Dr. Schlein stellte in dieser Höhe eine Temperatur von-15,3 Grad Celsius fest. Er hatte die Fahrt ohne Mitnahme von Sauerstoff durchgeführt.
Aus dem Gerichtsfaal.
§ Ein ungetreues Stadtoberhaupt. Der Bürgermeister der Stadt Paterson( New Yersey), der in seiner amtlichen Eigenschaft 14 000 Mart städtische Gelder veruntreut hat, wurde zu zwölf Jahren Gefängnis und Zwangsarbeit verurteilt.
S. Exzel. Korpstommandeur General
b. Eichhorn und Brigadekommandeur Generalmajor v. Büna sahen von der Lahnbrücke aus dem geschäftigen Treiben der Infanterie zu. Der Uebermarsch vollzog sich schnell. Darauf entspann sich um Dutenhofen nach der Richtung vom Klee. bachtal ein heißes Gefecht. Bei dem Gewitter am Abend fuhr ein Bliz strahl in einen Birnbaum unweit des Jagdschlößchens und spaltete ihn von oben bis unten in 3 Teile. Eine gerade des Wegs tommende Abteilung Solbaten war wohl nur 10 Meter von der Stelle entfernt, als der Feuerstrahl herniederfuhr.
Wegen 2,25 M. ins Gefängnis. Von der Ferienstraffammer in Leipzig wurde ein 12jähriger Schüler wegen Einbruchdiebstahls zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Der Knabe, Sohn achtbarer Eltern, der jedoch schon früher, ats er noch nicht strafmündig war, gestohlen haben soll, ist bei einer Grünwarenhändlerin eingestiegen, hat die Ladenkasse eröffnet, ihres Inhaltes von 2,25 M. beraubt, und das Geld dann vernascht.- Wäre hier eine Besserungsanstalt nicht zweckdienlicher als das Gefängnis?
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Wetlar. Im Laufe dieses Monats fand in den Räumen der landw. Winterschule zu Weglar ein Obst- und Gemüseverwertungskursus für Frauen und Mädchen statt. Die Beteiligung war eine sehr rege und fonnten aus Mangel an Raum nur 26 Teilnehmerinnen aufgenommen werden, während sich annähernd 40 aus der Stadt und Land ge meldet hatten.
* Schlitz, 6. Auguft. Achtjähriger Lebens retter. Dieser Tage liefen mehrere Sandloffer Kinder über den Notsteg; das 5jährige Söhnchen des Webers Maul glitt dabet aus und fiel in die ziemlich hohgehende Fulda; der 8jährige Johannes Weber sprang seinem stromabwärts treibenden fleinen Spieltameraden, welcher bereits mehrmals untergetaucht und schon des Atems beraubt war, nach und brachte ihn unter eigener Lebensgefahr ans Trockene.
Mainz, 5. August. Im nahen Breßenhain sind zwischen dem Bürgermeister und einem Teile des Gemeinde rats so tiefgehende Differenzen entstanden, daß schon mehrere Mitglieder des Gemeinderats ihre Stellungen niedergelegt haben, andere aber bei den einberufenen Sigurgen streifen. Dadurch sind schon mehrere einberufene Sigungen unmöglich gewesen, weil natürlich die nötige Anzahl Ge meinderäte zur Beschlußfähigkeit nicht zusammenfommen fonnte. So erft legter Tage wieder mußte eine als nicht öffentlich einberufene Sigung auseinandergehen, weil die Streifenden nicht erschienen waren. Darunter muß natürlich
die Gemeindeverwaltung notleiden.
Die Dresdener Straf Die Jubelfeier des 60jährigen Bestehens
§ Ein verurteilter Redakteur. Die Dresdener Straf lammer verurteilte vorgestern den verantwortlichen Redakteur Dresdner Rundschau" Erich Herz wegen Beleidigung bes sächsischen Justizministers Dr. Otto zu 5 Monaten Gefängnis.
ber
§ Die Sucht nach dem Doktortitel hat einen bisher uns bescholtenen ins Gefängnis gebracht. Am 29. Juni sandte der in Frankfurt a. M. lebende Rabbinatskandidat Eduard Blaß aus Ungarn an den Dekan der Universität Tübingen einen Brief, in dem er mitteilte, er wolle zweds Promovation eine Doktorarbeit einsenden. Er bat um Nachficht und günstige Beurteilung, wofür er die Summe von 2000 m. einsenden werde. Der Dekan schickte den Brief an die Staatsanwaltschaft und die Frankfurter Straffammer verurteilte den Titel süchtigen zu drei Monaten Gefängnis.
des Turnvereins Gießen.
de und da geziem den. Die Macht Bersuch, die deuts ihnen eine freihei los. Der Ginbe diefen Gedanken client der deuticher Surner daran feste in der das Turne
Turnen fast über Stitte in den Schuler Geit durch das Volf, da Siland über all ungsvoll auf. S
night ohne Einfl in dieser Zeit des er wurde von M päter das Juger lerweile schlug al die Turnerschaf mit feindlichen
Gießen steht unter dem Zeichen des vierfachen, gefceuzten F, der alte Wahlspcuch: fcisch, fcomm, fcöh lich, frei ist die Parole, die alle nationale Streise durch dringt. Wie hat das Zeitenrad sich gedreht, einst wat die Deutsche Turnerschaft als regierungsfeindlich ver folgt und verschrien, heute ist sie eine anerkannte Stüße des Deutschtums und die Organe der Regierung beweisen ihr offensichtlich Sympathien: sie be teiligen sich an ihren Veranstaltungen und Vertreter des Militärs und der Verwaltungsförper fahren in ihcen Festzügen. Heute brennt kein Kampf mehr um ein einiges Reich das steht mächtig im Völker
4, das die Tur
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