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Voigte Lebensgeschichte.

Am 13. Februar 1849 hat Voigt, der mit Vornamen Friedrich Wilhelm heißt, in Tilsit das Licht der Welt er­blidt. Er ist Witwer und Vater von vier Kindern, die jedoch längst nicht mehr, wegen seiner langjährigen Zuchthausstrafen, mit ihm zusammen leben durften und konnten. In gewählter Ausdrucksweise erzählt dann Voigt seine Lebensgeschichte:

" Ich habe erst die Elementarschule, dann die Real­schule bis Tertia besucht. Später lernte ich Schuhmacher, wanderte und kam auch nach Berlin, wo ich nach einigen Kleinen Vorstrafen endgültig Schiffbruch erlitt, indem ich aus Neugier und jugendlichem Unverstand eine Posts anweisung fälschte. Die Strafe war 10 Jahre Zuchthaus und 1500 Taler Geldstrafe. Schon seit meiner Jugend war ich ein leidenschaftlicher Freund des Militärs, steckte immer in der Kaserne der littauischen Dragoner in Tilfit, und ich fann wohl sagen, daß ich den Dienst des Kavalleristen so gut verstehe, wie ein preußischer Dragoner. Ich bin viel zu hart bestraft worden. Heute dürfte ein so barbarisches Urteil wohl nicht mehr möglich sein. Das Gericht hat die von mir vorgeschlagenen sechs Entlastungs­zeugen nicht geladen, mir überhaupt jede Beweisführung abgeschnitten. Revision fonnte ich nicht anmelden, weil mir das Urteil zu spät zugestellt wurde."

Der Einwurf des Vorsitzenden, daß die Angaben del Angeklagten richtig sind, ruft

starke Bewegung im Zuschauerraum hervor. Der Vorsitzende erklärt: Das Gericht hat damal teine Beugen bernommen, das Urteil wäre burch Revision anfechtbar gewesen. Ueber die Leiden im Buchthause äußert sich Boigt wie folgt:" Die ersten sieben Jahre war ich direkt geistig tot. Ich hatte mit der Außen­welt vollkommen abgeschlossen. Da lernte ich im Maschinen faal einen jungen Leutnant fennen. Der Offizier war entsetzt, als ich ihm die Geschichte meiner legten Bestrafung erzählte, und riet mir dringend, Schritte zur Wiederaufnahme zu tun. Auch der zur Revision tommende Oberstaatsanwalt in Posen zeigte sich über das Strafmaß verwundert. Meine Be mühungen blieben erfolglos. Ich wäre vielleicht nicht rüc fällig geworden, aber ich bin nirgends vor der Polizei ficher gewesen. Ueberall wurde ich belästigt und gehezt. Ich wolte

wieder ein ordentlicher Mensch werden.

In Wismar bei einem Hofschuhmachermeister habe ich, das wird der Herr bezeugen, eine Vertrauensstellung ein genommen. Ich wurde wie ein Glied der Familie behandelt, in die Konzerte und Theater mitgenommen, hatte meinen Kirchenstuhl, ja mir wurde sogar die Kaffe anvertraut, und ich hatte die Kundschaft zu besorgen. Nie habe ich dieses Vertrauen mißbraucht. Ich wäre nicht aus Wismar weg­gegangen, aber eines Tages kam die Polizei und eröffnete mir, ich müsse Medlenburg binnen drei Tagen berlassen. Der Vorsitzende entgegnet dem Angeklagten hierauf, daß seine Ausweisung nur eine Konsequenz seiner früteren Straftaten war, und fragt, wann dem Angeklagten die dee gekommen ist, die Affice Söpenid in Szene zu setzen, ob dies schon im Zuchthaus in Ramitsch geschehen sei. Voigt ent­gegnet darauf: Meine Waffe paßt auf jeden Ort, ich lenne meine Waffe bereits 30-40 Jahre. Ich habe aber in Rawitsch nur gesagt, als unter meinen Mit­gefangenen die evolution in Rußland besprochen wurde, bas ist bei uns in Deutschland auch möglich. Auf eine weitere Frage des Vorsitzenden be­hauptet Boigt in bestimmtem Ton, daß er die ganze Affäre nur entriert habe, um ein Paßformular zu erlangen. Die Uniform habe ich mir", so fährt Voigt fort, teils in Pots­bam, teils in Berlin verschafft. Daß die Kokarde falsch an­gemacht war, das ist Schuld des Müzenmachers, ich habe bas auch erst auf der Polizei gemerkt. Einen Helm trug Ich nicht, weil ich dazu einen Waffenrod, den ich mir nicht beschaffen konnte, nötig gehabt hätte."

,, Wie tamen Sie gerade auf Köpenid?"

H

zu haben, bestreitet jedoch die Weisung erlassen zu haben, baß während der Dauer seiner Anwesenheit nicht im Rathause telephoniert werden dürfe.

In der Stadthauptkasse

wo ich den Stadttämmerer allein vermutete," bekundet Voigt weiter ,,, waren jedoch vier Personen anwesend. Das war mir bedenklich, denn alle vier fonnte ich nicht verhaften. Ich bat also die Herren zunächst, sich auf ihre Plätze zu begeben, fie standen nämlich alle zerstreut im Zimmer herum. Dann fragte ich: Wer ist der Rendant? Es antwortete jemand mit ,, hier". Ich sagte ihm: Herr Rendant, auf Befehl Seiner Majestät habe ich Sie zu verhaften, nach Berlin zu schaffen und dort auf der neuen Wache abzuliefern. Er fragte mich warum? ich sagte, das weiß ich nicht. Er sagte, er müsse dann erst einen Kassenabschluß machen, und außerdem erwarte er noch Geld von der Post. Ich antwortete, das hätte alles Zeit. In diesem Moment kam ein Herr auf mich zu, der, wie ich nachher erfuhr, der Polizeiinspektor war. Ich forderte ihn auf, zunächst einmal draußen auf der Straße Ordnung zu schaffen. Dann fam bald wieder und bat um Urlaub zum Baden. Ich hatte natürlich nichts dagegen, daß der Herr Polizeiinspektor baden ging. Kurz nachher passierte mir etwas, was in mir den Gedanken aufkommen ließ, daß die Sache nun vergeblich sei. Ein An­gestellter der Elektrizitätswerte bat nämlich, passieren zu dürfen. Ich forderte seine Legitimation, da zeigte er mir seinen Militärpaß. In diesem Moment erinnerte ich mich daran, daß Militärpässe immer auf dem Landratsamt, nie­mals auf der Bürgermeisterei ausgestellt werden.

fragt der Vorsitzende weiter. Das war reiner 8u­fall, ich dachte auch an Bernau und Oranien. burg," erzählt Voigt, aber die Bahnverbindung mit Köpenick ist die beste." Dann beginnt Voigt zu schildern, wie er es angefangen hat, die Soldaten seinen Weisungen bienstbar zu machen. Er ist mit dem ersten Zuge nach Kö­penick gefahren, dort ging er, um sich zu orientieren, einige Male um das Rathaus herum und fuhr dann zurück nach Bahnhof Puttligstraße. Dort wartete ich," so bekundet Voigt weiter, die Ablösung der Wache ab. Da tamen vier Sol baten daher, die nicht die Wache waren, die ich aber trotzdem anrief. Ich sagte, sie tönnten noch nicht in die Kaserne gehen, sondern müßten mit mir nach Köpenick marschieren. Als ich mir jedoch die Sache jetzt überlegte, schienen mir die vier Soldaten doch zu wenig zu sein und ich wartete die Wache ab, die ich dann ebenfalls abkommandierte. Vor dem Bahnhof Köpenick, nachdem ich die Soldaten hatte Mittag essen lassen, ließ ich sie antreten, das Seitengewehr aufpflanzen und sagte, es gelte das Rathaus zu beseßen." Der Ange: flagte behauptet, er habe den Soldaten nur gesagt: Auf Be: fehl seiner Majestät! habe aber keine Kabinettsordre vor gezeigt. Ich bemerke gleich jetzt", erklärt Voigt daß ich mich feiner Freiheitsberaubung schuldig ge macht habe, denn alleg geschah bei offenen Türen." Von da ging ich ins Zimmer des Stadtsekretäre und sagte zu diesem: Herr Stadtsekretär, ich habe Befehl Sie zu verhaften. Er fragte, warum. Ich antwortete, daß ich es nicht wüßte. In der Anklageschrift steht, daß ich pathetisch mit einer gewissen Betonung gesprochen hätte. Das ist nicht der Fall. Ich habe ganz gewöhnlich gesprochen." Auf die Frage des Vorsitzenden, ob er zugebe, den Stadt sekretär seiner Freiheit beraubt zu haben, dadurch daß zwei Soldaten an die Tür seines Zimmers postiert wurden, ant ortet Voigt bejahend.

-

Herr Bürgermeister, ich verhafte Sie..

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Wenn ich nun in Bernau oder Oranienburg gewesen wäre, dann hätte ich sofort hier die Sache abgebrochen und wäre nach dem Landratsamt gegangen und dann hätte ich die ganze Szene auf dem Landratsamt wiederholt.

In Köpenick fonnte ich das aber nicht tun, da das Land. ratsamt nicht in der Nähe ist. Was ich jetzt nun noch tat, weiß ich alles nicht mehr, ich war ganz topflos. Der Vor­figende fragt: Sie haben dann eine Quittung unterschrieben mit dem Namen v. Malzahn. Hierauf entgegnete Voigt: So soll der Name nicht heißen. habe die Anfangs­buchstaben folgender Worte unterschrieben: Von mir als Be­auftragter im ersten Garderegiment." Ich wußte garnicht, daß es eine Quittung war, ich rührte auch das Geld, das mir nachher übergeben wurde, nicht an und kaufte mir nur davon die nötige Bivilkleidung. Die große Differenz kommt daher, weil der Droschtenkutscher mich zu einer Firma fuhr, die Anzüge dreimal so teuer bezahlt wie anderswo. Umgezogen habe ich mich auf dem Tempelhofer Felde, denn auf dem Bahnhof in Rigdorf ist fein Play, wo man mal ungestört sein fann. Auf die Frage des Vorsitzenden, warum er denn feine Schritte getan habe, um jetzt ein Paßformular zu erlangen, antwortete Voigt: " Ich habe wohl nach einem Paßformular gesucht, aber keines gefunden; verlangen durfte ich ein solches ja nicht, das hätte mich eventuell verraten."

Ms ich in das Simmer des Bürgermeisters lam", fährt Boigt fort ,,, fagte ich zu ihm: Herr Bürgermeister im Namen Seiner Majestät des Kaisers verhafte ich Sie." Der Bürger meister war ganz niedergeschmettert und verlangte von mir, baß ich allerlei Aufträge erfüllte, so wollte er seine Frau Sprechen und sein Kind sehen. Er machte mir vor allen Dingen Vorhaltungen, wer nun die Leitung der Stadt in Händen habe. Ich beruhigte ihn aber und sagte, daß ich ihm bie Unterredung mit seiner Frau gern gestatte und daß er fich wegen der Vertretung nicht beunruhigen solle. Ich über. nehme jetzt die Verwaltung der Stadt Köpenid und werde bis heute abend 9 Uhr hier bleiben. Die Frau Bürgers meister bat mich dann noch, daß ich auf Kosten der Stadt eine Abendgesellschaft, die sie bestellt hatte, abbestelle." Voigt gibt auch zu, dem Bürgermeister das Ehrenwort abaenommen

wo

man

Hiermit war die Vernehmung des Angeklagten beendet, und es wurde als erster Zeuge Bürgermeister Dr. Langerhans

bernommen.

Zeugenvernehmung.

Vorher wurde noch der Stadtobersekretär von Köpenick, Rosenkranz vernommen, dessen Aussage nichts neues brachte. Die Erklärung des Bürgermeisters Langerhans: Wenn ich sechs Wochen Zeit gehabt hätte und mir alles hätte ruhig überlegen können, dann hätte ich sicher so gehandelt, wie Sie meinen", rief Sensation hervor. Nachdem die Situation nochmals erschöpfend durch die Zeugen Dr. Langerhans und Rosenkranz flargelegt worden war, wurde in eine Pause eingetreten und darnach die Soldaten vernommen, die mit Voigt nach Köpenid zogen. Der im Anschluß hieran vernommene Anstaltsgeistliche des Rawitscher Buchthauses schildert Voigt als einen arbeitsamen Menschen. Die Vernehmung der übrigen Zeugen bringt nichts von Belang und so konnte der Staatsanwalt bald sein Blaidover beginnen.

Nab und fern.

Bestrafter Leichtsinn. Ini Posen wurden zwei städtische Arbeiter in der Nähe des Gerberdammes beim unbefugten Ueberschreiten der Eisenbahngleise von dem in der Richtung nach Gnesen ausgefahrenen Eisenbahnzuge erfaßt, überfahren und vollständig zermalmt.

Die Untersuchung der Roburitkatastrophe hat bisher nichts besonderes ergeben, jedoch gewinnt die Annahme, es habe sich um ein Verbrechen gehandelt, immer mehr Boden. Ein Schlosser sagte aus, daß Dynamitpatronen gefunden worden seien, die nicht in der Fabrik gewesen sein könnten; auch ein Polizist habe 5 Patronen in der Hand gehabt. Der Mann war lange in der Fabrik beschäftigt und sagte, daß seit einem kleinen Unfall, bei dem ein Arbeiter einen Daumen verloren habe, Patronen nicht mehr geduldet seien; nur ein Fremder könne eine solche in die Fabrik gebracht haben. Diese Aussage scheint nicht belanglos zu sein.

Die Zahl der Toten wird jezt auf 70 bis 80, die der schwer resp. lebensgefährlich Verlegten auf 200 geschätzt. Ein Unterstützungskomitee ist begründet worden, an dessen Spizze Oberpräsident von der Rede trat. Der Verband der Spreng­stoffabriken stellte dem Komitee sofort einen Betrag von 20 000 Marf zur Verfügung. Die Wittener Stadtverord­neten haben in außerordentlicher Sigung den Beschluß gefaßt, dem Magistrat der Stadt Witten 20 000 Mart zur Verfügung zu stellen. Bisher find insgesamt 75 000 Mark für die Ber inglüdten eingegangen. Das Komitee ersucht in einem offentlichen Aufruf um weitere Gaben.

Der Eisenbahnunfall. Auf Bahnhof Senftenberg f infolge Ueberfahrens des Haltefignals der von Cottbu tommende Güterzug 8750 dem nach Lübbenau ausfahrender Güterzug 8790 in die Flanke. Acht Wagen wurden beschädigt ein Schaffner leicht verletzt.

Dem Richter entrüdt. Der Tagelöhner Franz Haupt der in Ulm a. D. die Kellnerin Marie Luß aus Eifersucht e stochen hatte und auf dessen Ergreifung eine Belohnung vo 300 Mark ausgesetzt war, wurde von einem Bahnwärte zwischen den Ortschaften Grimmelfingen und Donauthal be obachtet, als er dort auf einem Bauerygute Unterschlan suchen wollte. Sofort eilten zahlreiche Bauern herbei, die den Versteck des Mörders umzingelten. Als Haupt sah, daj es fein Entrinnen mehr gab, stieß er fich das Taschenmesse mitten in das Herz; seine Verfolger fanden ihn bereits c

Leiche auf.

Lokales.

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** Der Großherzog empfing am 1. Dezembe den Regierungsrat Welder boo Gießen. * Vom Hof e. Die Prinzessin Heinrich von Preußen wird heuse zur Teilnahme an den Tauffeierlic feiten in Darmstadt eintreffen. Prinz Heinrich von Preußen ist mit dem Uebungsgeschwader in See gegangen und fann daher nicht an den Tauffeierlichkeiten teilnehmen Anläßlich der Taufe des Erbgroßherzogs ist laut " Darmst. Tägl. Anzg." seitens Darmstädter Vereine und Korporationen eine große Ovation in Gestalt einer Serenade mit Lampionzug beabsichtigt. Zu den Koften hat die Stadt einen Betrag von 1600 t bewilligt * Reichstagshauptwahlen. " Hanauer Zeitung" berichtet, will die sogenannte Mit telstandspartei für die nächsten Reichstagswahlen im Wahlkreise Hanau- Gelnhausen- Orb mit einer eigenen Kandidatur hervortreten, und zwar werde General a.D. b. Klöden Wiesbaden, der Ehrenvorsitzende des deutschen Militäranwärterverbandes, für die Partei kandidieren. Auch der Bund der Landwirte will, wie dasselbe Blatt berichtet, einen eigenen Kaudidaten auf stellen. Diese Notiz ist nicht ganz klar. Herr v. Klöden ist nämlich selbst Borstandsmitglied des Bundes der Landwirte. Dieser wird also keinen weiteren Kandidaten aufstellen, sondern höchstens Herrn v. Klöden unte stützen.

Ein Lehrer als Doppelmörder. Der wegen Mordes and Sittlichkeitsverbrechens an einer elfjährigen Schülerin zum Tode verurteilte Lehrer Müller aus Bayreuth gestand nach nehrstündigem Verhör, daß er am 2. Mai 1898 die Privatiers, vitwe Enders in Bayreuth, bei der er seinerzeit als Ein, ährig- Freiwilliger wohnte, ebenfalls ermordet habe.

Krieg im Kohlenraum eines Schiffes. Auf dem Dampfer San Jacinto entstand zwischen den Schleppern und Heizern während eines Sturmes vor Kap Hatteras ein furchtbarer Kampf. Während des Kampfes fiel einer der Leute gegen den Feuerraum. Ein Heizer riß die Tür auf und versuchte, den Mann in die Flammen zu werfen, dieser tötete jedoch den Heizer durch einen Schaufelschlag. Die übrigen Heizer und Schlepper nahmen ihren Streit sofort wieder auf, als der Heizer tot zusammenbrach. Als die Offiziere des Dampfers Ruhe stiften wollten, wurden fie von beiden Parteien angegriffen. Schließlich gelang es ihnen, mit ihren Revolvern bie Leute zu überwältigen und die Haupträdelsführer in Retten zu legen. Sie wurden in Newyork der Polizei über­Leben.

*** n Prof. Richard Wuensch Gießen ist ein Ruf als ordentlicher Professor an der Universität Königs berg ergangen.

= Heinrich Bruchhäuser, der Bureaubo steher der Gießener Handelskammer, hat dem Va nehmen nach sein Amt als Vorsitzender des Hassia Bezirks Gießen niedergelegt. In dem ganzen Be zirk, der 36 Vereine mit rund 2500 Mitgliedern um faßt, wird diese Nachricht, des sind wir gewiß, mit Bedauern entgegengenommen werden. 7 Jahre hat Bruchhäuser den Vorsiz geführt und war stets bemüht den vielseitigen Wünschen gerecht zu werden. Der ftell vertretende Vorfigende ist Bürgermeister Beun in Groß- Linden.

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Der Nationalliberale Verein Gießen hält Mittwoch, den 5. Dezember in der Restauration " Zum Andreas" seine diesjährige General- Versammlung Da die Tagesordnung eine sehr reichhaltige i so ist ein guter Besuch der Versammlung dringend geboten.

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*** Heute Abend hält auf Veranlassung des kauf männischen Vereins und des Ortsgewerbe- Vereins Gießen Prof. Brockmann- Offenbach im Café Leib einen durch zahlreiche Lichtbilder illustrierten Vortrag über den Simplon Tunnel. Zu dem Vortrag, der ſen wirfungsl interessant zu werden verspricht, haben auch Nichtmit glieder Zutritt.

B. Volkstümlicher Hausmusif- Abend. Der gestern Abend im Konfirmandensaal, Liebigftr. 5, vom eb.ng. Arbeiter Verein- Gießen veranstaltete Haut musif- Abend hatte dieselbe Anziehungskraft ausgeübt, wie der vorjährige. Schon vor 8 Uhr hatte sich de Saal bis auf den letzten Plaz gefüllt. Keine Künstler musik sollte geboten werden, sondern nur eine unge

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zwungene volkstümliche Besetzung. Im Vorjahre Leichtgläubiger

famen Zither und verwandte Instrumente, sowie Ge fang zur Geltung, die diesjährige Mufit bestand haupsächlich aus Harmonium und Klavier, Gel, Violine, Mandoline und Flöte. Vor jedem Vortrag wurde eine Erklärung über den Charakter und den Komponisten gegeben. Aus dem reichhaltigen Programm set erwähnt: Nr. 1 Andante religioso bon Gernhardt die in großer Alangfülle von sämtlichen Instrument

Wie ist Asthma zu bekämpfen? Diese Frage ist gelöst durch Dr. Elswirths Aftud Afihma- Bulver, welches sofort Linderung verschaft in vielen Fällen vollständige Heilung. Dr. Elswi Astmol ist nicht zu vergleichen mit den vielfach ane priesenen Mitteln, die in den meisten Fällen vollständ ihren Zweck verfehlen und im günstigen Falle nur ge ringe und vorübergehende Linderung schaffen. And verhält es sich mit Dr. Elswirts Astmol, welches nad den neuesten Errungenschaften der Wissenschaft h gestellt ist. Ein jeder fann sich von der Wirkung de selben fostenlos überzeugen, denn das Generaldepo Engel- Apotheke in Frankfurt a. M., versendet Mufic gratis und franko. Wer dasselbe einmal erprobt hat wird nie wieder ein anderes Asthmapräparat gebrauchen Man verlange Muster von der Engel Apotheke Frank furt a. M. Preis der großen Schachteln Aftmol( ent hält: Stramon 40, Grindel rob. 10, Bol. laric. 10, Menthol 3, Kal. nitric. 20, Natr. nitric. 20) Mt. 2.50 zu haben in den Apotheken, wo nicht vorrätig, bon Universitätsapotheke Zum goldn. Engel" in Gießen Engel- Apothefe Frankfurt a. M.- Apotheke in Harid ftein( berhessen) und Stern- Apotheke in Staffel.

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