Frau. Murl,
Bielerfir. 302: Teile garnicht mehr und mein Bein bollßändig geben.( Benen- Entzün
Frau Ddefey,
Nachdem mein Bein seit bril ist, halte ich es für chulich Leidenden empfe Ihre geschäzte Hilfe zu Herr Inspektor 9 daß jezt meine Gefan 1. Flatom i/ Westpr.:
daß ich nichts m Shnen heute bestens fil Freuden allen enipfel baben( Luberkulose S jerr Ifidor UE
Aitona( Elbe): Ich p
ji bei Verwandte eiten beften Dant
entreten werde.( le
WILDWALD
UND
WAIDWERK
Frau Sophie C burg: Mui 3hr S daß ich mich jest viel bat ganz aufgebört nod ganz wenig, noch nicht zugenom So fchnell fann es i war fo well, daß Der Arzt hatte mi fann id on wie Heinen Rindern für nad Ihrer Medizin beinahe aufgehört u
ganz wenig. Schla daß ich bald wieder daber viel Dant d Bertrauen auf Gle
die Medizin nur n bitte ich Sie, fobald Die Schmerzen im folgen zu laffen. fich nur noch wen belebt und nicht me Fel. Jda Sh fraße 90: Teile feine Medikamente Igwerden mehr ve gelaffen hat. Sie Dant aus und wir beftens empfehlen. Herr Aug. Kr webel: Sierdurch Sohn Hermann lein ba er bolländig ge
durch meinen beralih aufs Bärmite empfeh Berr Th. Erbl Brees 5., Gastr Ihnen meinen herzli haben; Guften, Atemn Sle mich von der beftens empfehlen.( berfunden. J
Anerkennungs
Herr Jul. Loek Beinleiden jest geheilt verordnete Salbe geb nahm, war das tägliche Ar. 2: Mit Freuden jest nach 25 Tagen if 4. Tage vorüber, die
le i es feit Jahre
Sie meinen beften Da
Frau Lina Mar Berleburg: Ich teil Hilfe von meine Slann jest das Hac a laftige Stopftud ni gen Ihnen gemein Dent. Ich werde nie
mir geleiftet haben, be
Kletterantilopen. Die
meisten Antilopen sind Bewohner der Ebene und besonders der Steppe, aber es gibt auch eine Gruppe unter ihnen, deren Vertreter ausschließlich im Ge birge leben und es mit dem Steinbock und der Gemse an Kletterkunst aufnehmen. Es ist erklärlich, daß diese Bergantilopen sich auch in ihrem Körperbau von ihren Vettern unterscheiden müssen. Was den anderen Antilopen die unbergleichlich zierliche Erscheinung gibt, find hauptsächlich dic hohen Beine, solche können aber die Kletterantilopen garnicht brauchen. Auch die Huse müssen bei den Gebirgsbewohnern anders beschaffen sein. Endlich zeichnen sich die Bergantilopen noch durch ein dichteres Haarkleid aus, das sie vor der größeren Kälte in höheren Gebieten zu schützen vermag. Im allgemeinen sind die Bergantilopen schwer zu fangen und noch schwerer in Gefangenschaft zu halten. So ist doch von dem indischen Goral, der neben dem afrikanischen Klippspringer als der berühmteste Vertreter der Kletterantilopen zu be zeichnen wäre, bis vor kurzer Zeit noch nie ein lebendes Exemplar nach Europa gelangt, während jetzt wenigstens zu weilen ein Goral in guter Verfassung aus Indien herüber geschafft wird; auch der Berliner Zoologische Garten hat jetzt eins dieser Himalaya- Tiere seiner Antilopensammlung ein perleiben tönnen. Der Goral gleicht in Größe und Körperdau mehr einer Siege als einer der Antilopenarten, die man gewöhnlich in 8oologischen Gärten zu Gesicht bekommt. Sogar die Hörner find denen der Ziege ähnlich, aber nicht kantig, sondern rund. Die Jagd auf den Goral ist nicht so schwierig wie die auf Steinböde oder Gemsen, obgleich jene bei den Bergvölkern des Himalaya für die schnellsten aller Tiere gelten. Ist ein Goral gefangen, so muß er sehr gut ver wahrt werden, denn selbst Gehege von einer Höhe bis zu 3 m bieten für das Tier trotz seiner verhältnismäßig geringen Größe kein unbesiegbares Hindernis.
☐ Anno dazumal
Ein Drozefs um ein Herz.
Als der berühmte La Tour d'Auvergne, der erste Grenadier von Frankreich" gefallen war, wurde sein Herz auf Befehl Napoleons in eine kleine goldene Kapsel mit dem Namen des gefallenen Helden verschlossen, die der älteste Unteroffizier des Regiments, bei dem La Tour gestanden hatte, an der Spitze der Kompagnie tragen mußte. Veim Appell wurde stets der Name La Tours mit aufgerufen, und der Träger seines Herzens mußte vortreten und antworten: „ Gefallen auf dem Felde der Ehre!" So machte der erste Grenadier mit seinem Herzen alle Siegeszüge der Franzosen mit, und als Napoleons Herrschaft zu Ende, nahm das Regiment, welches sein Standquait er an der Loire erhielt, das Herz auch dorthin mit. Im nächsten Jahre aber wur e die kostbare Reliquie aus Frantreichs gröster Zeit zurückgefordert und zum ewigen Gedächtnis in dem großen Saale der Ritter der Ehrenlegion niedergelegt. Aber noch in demselben Jahre erhob die Familie La Tours Anspruch auf das Herz ihres Ahnherrn, und Ludwig XVIII. übergab durch eine Kabineitsordre vom 18. September 1816 dasselbe dem Haupte der Familie, dem Grafen La Tour d'Auvergne. Sogleich aber entspann sich ein langwieriger Prozeß um den Besitz des Herzens, der mehr als 25 Jahre dauerte, bis endlich der oberste Gerichtshof Frankreichs das Herz des Ersten der französischen Grenadiere der Nichte La Tours, der Gräfin v. K., zusprach.
Dee ,, Sonnenkönigs" letzte Hudienz,
Ludwig XIV. Lebenstage waren gezählt, täglich sah seine Umgebung mehr und mehr, daß der Wurm des Todes an seinem Innern nagte. Den schon fast trübsinnig gewordenen Monarchen zu erheitern, wollte man ihm noch einmal den Genuß verschaffen, sich im Glanze seiner föniglichen Würde zu sehen. Einen z. 8. in Paris weilenden persischen Handelsagenten stempelte man zu einem pezialgesandten des Schabs und veranlaßte Ludwig XIV ym mit allem
Ludwig
XIV.
Pomp eine öffentliche Audienz zu ertellen. tal es gerne, und lächelnd, aber fast erdrückt von der Last de an seinen Kleidern schimmernden Edelsteine, deren Wert fast 13 Millionen betrug, empfing er den Pseudo- Gesandten. Der Stolz seiner Herrscherwürde war wieder erwacht: mil leuchtenden Augen überblickte er die prunkenden Reihen seine Hofes, mit majestätischer Hoheit begrüßte er den Boten de Morgenlandes. Die Tage seines früheren Ruhms schienen zurückgefehrt, die Augenblicke, in denen die Welt ihn an staunte, wieder aufzuleben, und er war so entzückt von diesem lügnerischen Alte, daß er beschloß, dem Gesandten mit ebenso feierlichem Gepränge seine Abschiedsaudienz zu erteilen. Aber als der bestimmte Tag herankam, fühlte er sich zu schwach, um die Anstrengung eines solchen Schauspieles noch ertragen zu fönnen; und bald darauf, am 1. September 1715, war er eine Leiche. Vergebens hatte seine Mutter, Anna von Dester. reich, ihn in seiner Jugend gemahnt, seinem Großvater nach zustreben, und nicht seinem Vater, indem das Volk bei Heinrichs XIV. Tod geweint, bei dem Ludwigs XIII. gelacht habe. Als die Nachricht von seinem Tode sich verbreitete, erzitterte Paris in wilder Freude; das Volk frohlockte und zündete Freudenfeuer an; und in nächtlicher Stille wurde die Leiche des stolzesten Monarchen von Versailles nach Paris gebracht und dort in der alten Basilita Dagoberts beigesetzt.
Poesie- Album
ORD
Tränen.
:
Tränen sind die stillen Boten, Die der Außenwelt es sagen, Wenn die Ströme der Gefühle Ueber's inn're Ufer schlagen.
Tränen sind: die treusten Freunde, Die das arme Herz im Leiden, Wenn die Welt es hat verlassen, Treu und mitleidsvoll begleiten.
Tränen sind die schönsten Perlen, Die wir dem geliebten Leben, Wenn es anfängt, wenn es endet, Als der Liebe Opfer geben.
Küche und Keller D
Reis mit Nepfeln. 8 Kilo Reis wird mit% Liter Milch zu einem Brei gekocht und, wenn erfaltet, mit 50 Gramm Schaumig gerührter Butter, 50 Gramm Zucker, welcher zuerst an der Schale von einer halben Zitrone und dann am Reibeisen gerieben wurde, vermengt. Nun schält man vier große gute Aepfel, schneidet sie fein, bestreut sie mit 70 Gramm fein gestoßenem Kandiszucker, gibt den Saft von einer halben Zitrone darüber, nach Belieben auch 70 Gramm Matronen und mengt es untereinander. Hierauf wird eine Form mit Butter bestrichen, zuerst die Hälfte des Reisbreies, dann die Aepfel und schließlich die andere Hälfte des Reises eingefüllt, einige Butterstückchen darauf verieilt und im Rohr in einer Stunde gebacken.
Luftige Ecke
Ein Literaturkenner. Berliner( vor dem Lessingdent. mal in Braunschweig): Wer sollte dir nich kennen, froßer Joethe Festjemauert in der Erden!"
Beim Hundehändler. Die gnädige Frau läßt Ste fragen, ob Sie nicht diesen weißen Budel gegen einen schwarzen umtauschen möchten; sie hat jetzt Trauer.
Redakteur:
Abkühlung. Schrifsteller:" Haben Sie die Wize, die ich Ihnen gestern schickte, schon gelesen?" Gewiß, sogar schon oft!"
"
Auch ein Kunsturteil. Padträger: Du, August, das Bild da oben ist das schwerste in der ganze
na.
Nr. 177
Brie
Der H erites Opfer.- E es fich nicht um Unmenschliches.
Bertreter Bemühungen fort, Kabinett
In Rußlan
einen. Es ist bere
minder die Verschl
Eneahe
Seaborg, die in
Anlap batte, war nennt, am Berte, in Großfürſtenpartei, mord zu befämpfen
über die wir uns
bereits vorhanden
fragt man nach
18
Menschlic
marum follen Ar und es batre pa Staatsmänner hon
baben es genau cE
Quotenfrage unend Quotenfra
König Edu
nachgegeben. So
immung
übert
Reffen, den deutsch
beutung batte boa
das
gatte Das
Freitag, den 3. August
1906
Oberbessische Familienzeitung.
Tägliche Unterhaltungs- Beilage
der
Gießener Neueste Nachrichten.
Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1788); verantwortlich: Albin Klein.
( 3. Fortsetzung.)
"
ca Don Juan. D
Roman von H. G. von Bromberg.
Was wird denn nun aus unseren musikalischen Abenden werden?"" Damit ist's nun freilich aus, mein gnädiges Fräulein."
Eveline seufzte leise auf; ein Schatten der Entsagung überflog ihr Geficht. Mißmutig bemerkte sie;" Ich werde überhaupt die ganze Musik an den Nagel hängen! Die Mufit und die ganze Poesie!"
Leutnant von Grieshammer schwieg. Er wußte, welchem Gefühl diese Worte entsprangen. Er brauchte ja nur in seinem eigenen Herzen zu lesen, um zu wissen, wie es in Evelines Herzen aussah.
Eveline war an das Fenster getreten. Sehen Sie nur, wie es schneit!" sagte sie. Der Baron trat zu ihr und blickte schweigend Hinous.
Waren unsere Schlittenfahrten im vorigen Winter nicht amüsant?" begann Eveline nach einer Pause. Ich werde sie nie vergessen," flang es empfunden zurück.
„ Ja, ja!" seufzte Eveline; in ihrer Stimme lag verhaltene Wehmut, als sie hinzusetzte: Alles hat ein Ende." Dabei zupfte sie unruhig an dem Store herum.„ Es wird diesen Winter recht eintönig werden," hub sie nach einer Weile an. Wir leben so abgeschlossen."
"
" Ihre geistigen Vorzüge, mein gnädiges Fräulein, find" so reiche, daß Sie sich immer selbst genug sein
werden."
,, Meinen Sie das bischen Literatur und Musik? Was ist denn das? Das ist doch gar nichts!" entgegnete Eveline geringschäßig.
,, Und Sie haben so viele Freundinnen."- Ja, Freundinnen--; Freundinnen genug!" wiederholte
fie leise gedankenvoll. Kommen Sie! fagte sie plötzlich und zwang sich, heiter zu scheinen, wir wollen musizieren!"
Sie betraten das Musitzimmer, in welchem elektrische Glühlämpchen eines Kronleuchters strahlende Helle verbreiteten. Der Baron hatte den Flügel geöffnet und den Sessel zurechtgerückt.
"
„ Ich werde Ihnen etwas vorphantasieren," sagte Eveline. Oh, ich bitte darum."- ,, Was denn...?" fragte sie zerstreut. Was Sie in diesem Augenblick empfinden." Was ich...? Nein, nein! lassen wir's schon!" rief Eveline plötzlich und erhob sich schnell." Unterhalten wir uns lieber. Sprechen Sie etwas, Herr Baron. Erzählen Ste mir etwas!" „ 50 ja!" von Grieshammer, welcher notenblätternd über den Flügel gebeugt stand, richtete sich hoch.„ Ich er scheine Ihnen heute gewiß recht langweilig," flagte er sich Das habe ich nicht gesagt. Sie sind ja immer ernst und still; für Ihr Alter überhaupt furchtbar gesetzt." " Furchtbar schmeichelhaft."
an."
"
-
Die Leute von Ihrer Kompagnie bedauern gewiß Ihren Fortgang."" Ich weiß nicht."„ Sie haben Sie gewiß recht lieb gewonnen?"" Ich die Leute?" „ Auch um. gefehrt. Die Leute Sie." Woraus schließen Sie das?" Ich habe so das Gefühl. Papa hat auch einmal gesagt,
( Nachbruc verboten.) Sie hätten eine ganz eigene Art, mit Ihren Leuten umzus gehen."
"
"
-
Wenn es nur immer gute Früchte tragen möchte."- Haben Sie trübe Erfahrungen gemacht?"-" Ich bin immer bestrebt gewesen, meine Leute zur Sittlichkeit zu er ziehen; denn die vornehmste menschliche Tugend ist die Moral, weil sie alle übrigen Tugenden in uns w.dt und festigt. Um so schmerzlicher bin ich enttäuscht, zu erfahren, daß der Unteroffizier Höschen, dienstlich einer unserer Tüchtigsten, allen guten Lehren zum Trozz in moralischer Beziehung auf Abwegen wandelt."
Was hat dieser Unterofizier getan?" fragte Evel'ne. „ Bekanntschaften angeknüpft mit ehrbaren jungen Mädchen, ohne je an Verlobung, geschweige Heirat zu denken." Ohne Frage ist es das!" Jst denn das so unmoralisch?"-" Mein Fräulein...!
" Wieso?" entgegnete Eveline ernsthaft...„ Ich kann mir eigentlich nichts Schlimmes dabei denten. Weshalb soll man nicht hier und da in Ehren eine Bekanntschaft schließ n dürfen, ohne gleich an Verlobung zu denken!? Muß denn immer gleich geheiratet sein? Wie schön ist eine ideale Freundschaft!"
nicht."
Eine Freundschaft zwischen Mann und Weib gibt es Wie?" rief Eveline lebhaft, das ist mir ja etwas ganz Neues! Es gäbe keine Freundschaft zwischen Mann und Weib? Auch zwischen uns beiden nicht? Ich habe Sie immer für meinen Freund gehalten, Herr Baron. Dann war ich es Ihnen also nie?"
Mein Fräulein," sagte der Baron und seine Stimme bebte leise ,,, Sie waren mir mehr als das..."
"
Aber...! Herr Moralprediger, wo ertappe ich Sie da!" Die Freundschaft Ihres Unteroffiziers mit ehrenhaften Mädchen verdammen Sie, und welches Beispiel geben Sie selbst? Wie vereinbart sich unsere lange Kameradschaft, da Sie eine Freundschaft" leugnen, mit Ihren streng sittlichen Grundsägen?"
,, Sie vereinbart sich nicht damit, mein gnädiges Fräulein!" erwiderte der Baron fest. Und deshalb tommt meine Kommandierung erwünscht; denn sie erzwingt, was ich in Erinnerung an meine Psticht aus eigenem Willen längst hätte herbeiführen müssen: die Trennung von Ihnen!"
Es war Eveline bei diesen Worten zu Mute, als ob sie niedersinken müßte. Sie hätte laut ausschreien mögen vor innerem Weh. Nun war es heraus, nun wußte sie es. Er wollte die Trennung. Sie fam ihm erwünscht. Klar und unzweideutig hatte er es ausgesprochen. In dem Augenblick, wo sie den Mann verloren wußte, fühlte sie, wie sehr sie ihn liebte. Aber mit eisernem Willen bezwang sie sich. In ihrem Innersten wogte es, als fie, äußerlich gleichgiltig, hinwarf: un ja, es ist auch wohl besser so..." Dann wandte sie sich zum Fenster und starrte stumm hinaus.
-
Der Baron hatte am Flügel Platz genommen und ließ die Finger leise präludierend über die Tasten gleiten. Er


