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Eine Erwärmung der Wilch auf 100 Grad hat nämlich den Nachteil, die Verdaulichkeit der Milch zu beeinflussen. Budde sucht eine fast vollständige Keimfreiheit der Milch dadurch zu erreichen, daß er ihr eine bestimmte Menge Wasserstoffsuper­sryd zusetzt und sie dann auf ca. 50-52 Grad erhitzt. Bei diesem Wärmegrad wird die chemische Zusammensetzung der Milch noch nicht verändert, wohl aber das Wassersuperoryd durch ein in der Milch vorhandenes Ferment zersetzt. Es gerfällt in Sauerstoff und Wasser und zwar soll die Zersetzung eine vollständige sein. Der Geruch, der Geschmack, die Farbe und das Butterungsvermögen der Milch bleiben unverändert. Der Cauerstoff aber tötet sämtliche Bakterien, so daß sich die behandelte Milch sogar bei Zimmertemperatur 12-14 Tage lang hält. Der Wert des Buddeschen Verfahrens ist jedoch auch in Frage gestellt worden, nimmt man nämlich größere Mengen Wasserstoffsuperoryd, so bleibt unzersetztes Superoryd zurüd, das der Milch einen unangenehmen Beigeschmack gibt und sie zum mindesten für die Säuglingsernährung un brauchbar macht.

Hm Manzanares.

Momentbilder aus Spaniens Hauptstadt.= Kartoffelfrieg.. Der Siegeszug Schlagfertige Damen der Halle. Der liebenswürdige Nägel! Die Macht der Rede.

der Bohnenstange

Vorsicht

Gouverneur.

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Madrid, im Juli. Wer die Hauptstadt Spaniens besucht, wird nicht ver. aumen, den dortigen Markthallen einen Besuch abzustatten. Was diese großartigen Einrichtungen von den gleichen in anderen Städten unterscheidet, sind besonders die Damen der Halle," die in den Ständen ihres Amtes als Verkäuferinnen walten. Man rühmt ihnen im Allgemeinen eine schlagfertige Bunge nach; in Madrid aber kommt dank dem heißen Blut der Spanierin, noch die schlagfertige Hand hinzu. Deren Temperament erschlafft nicht in der größten Hize des Som mers, und wehe, wenn durch irgend eine noch so gering­fügige Richtigkeit gereizt, der Sturm losbricht. Da werden Weiber zu Hyänen, und feine der Hallen- Damen schont die eigene Ware, um den Gegner damit zu befriegen. Wehe dem Unglücklichen, der in diesen Hagel von Wurfgeschossen hinein­gerät. Kohlköpfe bilden die Kanonenfugeln, Kartoffeln und Rüben das fleinere Geschoß. Und nicht lange dauert es, so ist der Gegner gezwungen, vor dem streitbaren Heere der Amazonen der Halle das Feld zu räumen.

Damit aber ist das Ende der Schlacht meist noch nicht gekommen. Denn in der Halle, aus der die Marktpolizei hinausgewiesen ist, halten die fiegreichen Hallen- Damen run­mehr Rat, und gewöhnlich ist der Schluß, daß man gemeinsam mach dem obersten Beamten, dem Gouverneur ziehen wolle, um ihm nun gleich alle Beschwerden vorzutragen und um Abhilfe zu bitten. Alsbald geht man ane Wert. Eine Bohnenstange mit einem Tuch daran bildet das Palladium, in Reihen geordnet folgt der Bug.

Machtlos steht die Polizei auf der Straße vor dieser Demonstration. Denn die Gatten der Marktfrauen sind es vielfach, aus denen sich die öffentliche Sicherheit rekrutiert, and in dem Konflikt zwischen Amtspflicht:: ehelichem Ge= borsam ist die Wahl in diesem Falle von vornherein gegeben. Unaufhaltsam, wie eine Lawine, wälzt sich die Revolte hinter der Wohnenstange des Aufruhrs her, und alles, was Röcke trägt und zur Halle gehört, schließt sich an. Riesige Plakate deuten den Zweck:" Es leben die Frauen! Nieder mit den Feinden! Es lebe Spanien!" Denn der Einschlag vor Patriotismus darf nicht fehlen. Wo der Zug fich zeigt, ent­fesselt schon die letztgenannte Inschrift die Zurufe auch der Männerwelt. Wer soll da noch Halt gebieten. Wollte der Gouverneur etwa sich beikommen lassen, Die Soldatesfa gegen das in Erregung befindliche weibliche Geschlecht vorzuschicken, er ristierte das Schlimmste. Da fann er sich ein Beispiel nehmen an dem jungen über­eifrigen Polizei- Offizier, der erst zu furze Zeit im Amte ist, um der ritterlichen Mahnung ,, Vergreife dich nicht an Frauen!" zu gedenken. Er meint, den Aufruhr ersticken zu sollen dadurch, daß er die Radauführerinnen verhaftet und vor allem der Fahnenträgerin das Symbol des Ganzen, die ge­heiligte Bohnenstange entreist. Er tut das einmal und nie wieder in seinem Leben. Denn er hat die Rechnung ohne Nägel der Frauen gemacht. Wie er die Standarte mit seinen Männersäusten packen will, frallen sich ein Dutzend Weiberfäuste auf die seinigen nieder. Ein Kragen und Bucken er stößt ein Geheul aus, der Rücken seiner Hände ist gezeichnet, lange purpurrote Streifen ziehen sich über sie weg bis in die Aermel seiner Uniform hinein. Entsetzt zieht er sich zurück und verschwindet schamglühend hinter der Reihe seiner Mannen. Das Volt aber brüllt Hurrah und lacht und ruft: Es leben die Weiber!"- Es lebe Spanien!"

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Damit ist der Sieg der Frauen endgültig entschieden. Sie schicken dem Herrn Gouverneur eine Abordnung von Sprecherinnen hinauf in seinen Palast, und er empfängt sie auf das liebenswürdigste mit tausend galanten Verbeugungen, ermabnt fie zur Ruhe und verspricht ihnen alles, was sie wünschen. Was soll er tun? Was kann er tun? Gegen aufrührerische Untertanen, streitbare Spanier, fann Armeen in den Kampf senden, seinen revoltierenden Lands­männinnen, streitbaren Spanierinnen gegenüber, hält sein Mannesmut nicht Stand.

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Dann gehts in derselben Ordnung, wie man gekommen, in die Halle zurüd, und nur noch der unaushaltsame Strom der Rede zeugt von der gehobenen Stimmung, die noch lange im weiblichen Busen nachzittert und, wenn es sein muß, zu neuen Taten die Heldinnen begeistert. W. M.

Aus dem Gerichtsfaal.

§ Tropenkoller. Vor dem Obergericht in Dar- es- Salam wurde gegen Broinspektor Düttmann wegen Totschlags, Tot­schlagsversuchs, Urkundenfälschung, Unterschlagung, sowie einer großen Menge anderer Straftaten verhandelt. Nach fünf­lägiger Verhandlung wurde das Urteil gesprochen, in dem das erstinstanzliche Urteil aufgehoben und der Angeklagte anstatt zu 15 Jahren nur zu 82 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Düttmann hatte auf seinem Marsche nach Nuansa von dem Bett herab, auf dem er sich tragen ließ, den Träger Pangalala erschossen, weil dieser nach Auffassung Düttmanns der Kara toane zu weit vorausgegangen war.

Logales.

1. Auguft.

** Die Sizungen des Schwurgerichts der Provinz Oberhessen für das 3. Quartal 1906 werden Montag, den 24. September, unter dem Vorsiz des Großh. Landgerichts­tats Neuenhagen ihren Anfang nehmen.

* Die neuen Poftanweisungsformulare sind unpraktisch. Die Stelle für die eingezah t: Summe befindet sich un­

mittelbar unter dem Poststempel und wird daher oft von der Stempelfarbe verdeckt, sodaß die 3 ffern unleserlich werden. Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der Abschnitte als Beleg beschloß die Handelskammer in Elberfeld, bei dem Staatssekretär des Reichspostamtes dahin vorstellig zu werden, daß die alten Formulare wieder eingeführt werden.

** Turnvereins- Jubiläum. Die Festbauten auf Dswalds- Garten, welche seit dem Sängerfest stehen ge= blieben, werden nunmehr dem Charakter der deutschen Turnerei entsprechend wieder hergestellt. Nur noch wenige Tage und es werden innerhalb der Mauern Gießens abermals nach Tausenden zählende Festbesucher weilen, die dieses Mal dem Turnverein Gießen für sein noch feitenes Jubiläum Sympathie und damit der Stadt Wohlwollen befunden. Möge darum der in der heutigen Nummer veröffentlichte Aufruf der Festleitung allseitige Beachtung erfahren.

** Hessische Lehrerwünsche. In dem Ent­wurf der neuen Landgemeindeordnung hat die hessische Regierung eine Bestimmung des alten Gesezes belassen, wo­nach Volksschullehrer zu Mitgliedern des Gemeinderats nicht wählbar sind. Das bedeutet eine Zurücksetzung der Volts­schullehrer gegenüber den seminaristisch gebildeten Lehrern, die das passive Wahlrecht zum Gemeinderat schon besigen. Der Vorstand des Landeslehrervereins wird deshalb an die Regierung und Kammern Eingaben richten, in denen um Beseitigung dieser Ausnahmestellung der Volksschullehrer gebeten wird. Die Lehrer, die im Nebenamte an den Fort­bildungsschulen wirken, erhielten bisher dafür ein Entgelt von 1 bis 2 Mart für die Stunde. Die Lebrer, wünschen aber jetzt allgemein eine Honorierung mit 2 Mark pro Stunde. Der hessische Landeslehrerverein wird demnächst eine Eingabe in diesem Sinne an die Regierung gelangen lassen.

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8um Mord in Mainz. Der Mörder des Fräuleins Hoffmann, der Privatmann Elauter aus Monzer­heim, ist nicht besonders gut beleumundet; er war früher Kellner und hat einige Tausend Mart Vermögen. Clauter hatte sich vor 3 Wochen den Revolver, mit dem er die Tat verübte, in Worms gekauft und damit täglich Schießübungen vorgenommen, so daß er schließlich eine große Fertigkeit im Schießen besaß, um auch seine Absicht, das Mädchen zu töten, verwirklichen zu fönnen, wenn es sich weigern sollte, ihn zu heiraten. Clauter hat vor dem Untersuchungsrichter eingestanden, in der Absicht das Mädchen zu töten, nach Mainz gekommen zu sein. In Gegenwart von Clauter war am Montag: Nachmittag die Sektion der L.iche. Die Kugeln wurden nicht mehr gefunden, sie hatten den Körper voll ständig durchschlagen und Herz wie Lange des Mädchens verlegt. Der Mörder legte eine große Ruhe an den Tag. Biele Leute gehören einer Sterbetasse an, ohne es zu wissen. Eine solche ist nämlich die Invaliden- Ver­sicherung, sofern der Versicherte keine Rente bezogen hat. Und das wird unter den vielen Millionen Versicherten bei den weitaus meisten der Fall sein. Die Hinterbliebenen der Versicherten, Witwen und Kinder unter 15 Jahren, haben das Recht, sich die von dem Versicherten geleift ten Beiträge zurückerstatten zu lassen. Jedoch was wohl zu beachten ist geschieht diese Rückzahlung nur auf Antrag, der innerhalb eines Jahres nach dem Ableben des Ver­sicherten gestellt werden muß.

§ Lollar, 31. Juli. Auf dem 9. Bundessängerfeste des Fulda- Rhön- Sängerbundes wird auch unsere Liedertafel auftreten.

§ Ortenberg, 30. Juli. Dem Stadtvorstand von Orten berg ist die Erlaubnis zur Beranstaltung einer Verlosung von Fohlen, R.ndern, Schweinen, landwirtschaftlichen Ge räten und sonstigen Gebrauchsgegenständen gelegentlich des am 1. November daselbst stattfindenden sog. falten Markts Der Vertrieb der Lose in der Bcoving

erteilt worden.

Oberhessen ist gestattet.

* Weilburg. 1000- Jahr feier. Vom Hefmarschall. amt zu Berlin traf bei der hiesigen Bürgermeisterei die amtliche Nachricht ein, daß Prinz Etel- Frizz zur Teilnahme an der 1000- Jahrfeier am Sonntag, dem 19. August, morgens mit dem fahrplanmäßigen Buge um 8,50 Uhr hier eintrifft.

Braunfels. Bei dem Gauturn fest des Lahn­Dill gaues in Bad Nassau erhielt unser Turnverein im Musterriegenturnen der 1. Klasse mit 36,22 Punkten den 5. Preis. Das ist in Anbetracht des Umstandes, daß die Vereine bedeutend größerer Städte, wie Weilburg, Dillenburg usw. in der 2. Klasse turnten, ein sehr respekabler Erfolg. * Schliz. Die Bohrungen nach Kalisalzen, die in lezter Beit stattfanden, haben bei Schliß zu einem recht er­freulichen Resultat geführt. Man fand hier, laut, Darmft.8tg.", Das in einer Tiefe von 376 Metern mächtige Salzlager. Gebiet der der Gräflich Schlitz'schen Konzessionen ist allein hinreichend, um nach sachkundigem Urteil 4 Kaliwerke darauf zu errichten. Die Lager sind mitunter 10-25 Meter mächtig. Die gegenwärtig im südlichen Vogelsberg bei Bermutshain und Grebenhain stattfindenden Bohrungen haben schon einigen Erfolg gehabt und lassen das Beste erhoffen. * Alsfeld, 31. Juli. Prämienmarkt. Auf dem geftrigen Prämien martt waren aufgetrieben 226 Pferde, 136 Stück Rindoteh, 468 Schweine und 22 Biegen.

* Hochwaldhausen. Unser neuer Luftturort hat den Vogelsberg sehr in Aufnahme gebracht, die Zahl der Touristen von nah und fern hat bedeutend zugenommer. Wenige ahnten, daß hier eine Landschaft mit Hochgebirgs­charakter vorhanden ist, daß einen jeden Besucher die herr­lichen Wälder fesseln, die mit blumengeschmückten Matten abwechseln, während plätschernde Forellenbäche zu Tale g- ben, daß sich entzückende Einblicke in die Landschaft und in die Ferne bieten, auf Rhön, Ep sfart und Taunus. Unzählige Sogen tnüpfen sich an dieses Chattenland. Dant der günstigen Lage von Hochwaldhausen im Regenschatten des Vogelsbergs hatten wir shr geringe Niederschläge. In jüngster Zeit haben hier auch Altertumsforscher am Krater

spige Steine, Anzeichen einer prähistorischen Zeit, gefunden. In Kürze sollen einige Querschnitte durch die kreisrunde Mündung des Kraters gemacht werden, um weitere Auf­schlüsse zu erhalten.

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Usingen, 30. Juli. Schwer behängt mit Früchten steht hier ein uralter Birnbaum in dem an der Land­ftraße nach Wehrheim liegenden Garten des Gärtners Henz. Der Baum ist über 150 Jahre alt, also nicht allein der älteste Obstbaum im ganzen Kreise, sondern wohl auch im ganzen Regierungsbezirk. Seit undenklichen Zeiten trägt er jedes Jahr, meistens hängt er voll mit Früchten. Der Eigentümer hatte schon einmal von dem Baum über 30 große Körbe mit Birnen eingeheimst. Die Früchte sind in den Izten Jahren etwas kleiner geworden.

* Salzschlierf. Die Zahl der diesjährigen Kurgäste ift nach der Kurlisten auf 3532 geftiegen.

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Fulda. Die hiesige Tuchfabrit von Staudenmair& Co. hat den Konturs angemeldet.

* Frankfurt, 31. Juli. Vom Milchkrieg. Gestern Nachmittag hielten die Frankfurter Milchhändler eine Ver­sammlung ab. Zur Besprechung stand die Erhöhung des Milchpreises durch die Landwirte. In der gut besuchten Versammlung wurde beschlossen, am 2. August eine öffent­liche Milchhändlerversammlung einzuberufen. Weiter ver­pflichteten sich sämtliche Anwesende, den Preis der Milch auf 22 Pfennige des Liter zu erhöhen, falls die Versamm­lung am 2. Auguft diese Erhöhung beschließt. Frankfurt a. M.

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Heu und Strohmarkt. Heu per Zentner 300-3 20, Stroh per Zentner 3.30 t. * Mainz, 31. Juli. Von einer ungeheueren Wilch­fälschung berichtet das" M. Tgbl.": die Frau des Milchhändlers Johann Dhein von hier wurde auf der Gauftraße von der Polizei angehalten, da Milchproben vor­genommen werden sollten. Von einer Ranne behauptete die Frau, daß sie leer wäre; als der Schußmann sie aber öffnete, enthielt sie eine Brühe, die aus 80 Prozent Wasser und 20 Brezent Milch bestand. Das Gericht rerurteilte sie zu 50 Mart.

Aus dem Gerichtssaal.

Gießen, 31. Juli.

Vor dem Schöff ngericht Gießen hatten sich der Schreiner Karl Textor und der Weißbinder Wilhelm Arnold von Leihgestern wegen Körperverlegung und Bedrohung zu verantworten. Die Sache wurde, da Totschlagsversuch vor­zuliegen schien der Zuständigkeit halber an die Straffammer verwiesen. Die Angeklagten hatten zwei Radfahrer von Großen Linden unterwegs angefallen und als diese zwecks Feststellung der Namen der Angreifer diesen nachgingen, schoß Txtor mehrmals mit scharfgeladenem Revolver auf Den einen, jedoch ohne zu treffen. Als der Bedrohte auf den Schüßen zuging, um ihm die Waffe zu entreißen, sprang Arnold hinzu und bearbeitete ihn mit dem Messer, sodaß er blutüberströmt davonziehen mußte. Die Straffammer fonnte sich nicht überzeugen, daß Totschlagsversuch vorliegt. Ste verurteilte Textor wegen Bedrohung zu 3 Monaten Gefängnis. Arnold erhielt wegen Körperverlegung 2 Mon. und 2 Wochen. Weiter erfolgt die Einziehung des Revolvers und des Messers. Wegen Sittlichkeitsverbrechen, begangen an Kindern unter 14 Jahren, erhielten Heinrich Wester­weller von Affenheim 2 Jahre Gefängnis und Wilhelm Rothe aus Posen 10 Monate. Desgleichen bekam der 18jährige Karl Reiffohl aus Vilbel wegen einer an einem Schultnaben Schultnaben verübten unfittlichen Handlung 6 Monate Gefängnis.- Der Schlosser Franz Wagner aus Büdingen hat einem Nachbar eine Holzort im Werte von 3 Mt. ent wendet. Er erhielt wegen Rückfalldiebstahls eine Gefängnis­strafe von 3 Monaten.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 2. August. Langsam aufheiterno, etwas wärmer, meift trocken, veränderliche Winde.

( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.)

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeisterei­gebäude) Zimmer Nr. 2.

Es können eingestellt werden:

3 landw. Arbeiter, 1 landw. Magd, 5 Ziegeleiarbeiter,

2 Steinbrucharbeiter, 3 Bauschlosser, 2 Wagner, 6 Schreiner, 1 Schuhmacher, 2 Glaser, 2 Arbeiter, 2 junge Hausburschen, 1 Fahrbursche, 1 Kutscher,( für Arzt), 5 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen.

Lehrlinge: 1 Elektromonteur, 1 Schreiner, 1 Kaufmann.

Es suchen Arbeit:

1 Buchbinder, 1 Schreiner, 2 Wasch- nud Puzz frauen, 1 Flickfrau, 2 Installateure, 1 Kaufmann, 1 Lauffrau, 1 Haus- oder Bureaudiener. Lehrlinge: 1 Schlosser.

Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentei Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen.

Carboline ist die Zierde des Toilettentisches.( Fa ist unentbehrlich zum täglichen Gebrauch beim Frisieren der Haare, um diese in ihrem natürlichen, fräftigen Zu­stande zu erhalten. Carboline wirkt auch sehr erfrischend auf die Kopfhaut. Erhältlich in Apotheken, Drogerien und Parfümerien oder von H. H. Warner& Co., Schäfer­gaſſe 10, Frankfurt a. M.

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