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gierten von den Sigen aufschnellen lassen. Aufrecht standen sie sich gegenüber, Witte und Komura vor ihren Gehilfen. Jetzt sprach Witte sein letztes Wort: Keine Kriegsentschädi­gung, Teilung der Insel Sachalin, gegenseitige Entschädi­gung der Kosten, die durch die Ernährung der Kriegsgefan­--Eine schwere, dumpfe Pause. genen erwachsen sind. Langsam wendet sich Komura um. Es ist, als wolle er in den Augen der Seinen lesen. Langsam wendet er sich Witte zu. Dann ein schnelles Vortreten, mit ausgestreckter Rechten eilt er auf Witte zu und spricht die entscheidungs­vollen Worte: Ich nehme an!"

Der Friede war da. Wie ein Alb fiel es von den Gemütern, die Spannung begann sich zu lösen, und mit Herzlichem Gefühl drückte Witte seinem bisherigen Gegner die Hand. Dann folgte die Erklärung für diese über­raschende Wendung: Im Gefühl der Verantwortlichkeit gegenüber der Zivilisation und der Menschlichkeit-- so lau­tete die japanische Erklärung- habe der Mifado be­schlossen, auf die als unannehmbar bezeichneten Punkte zu verzichten. Nachdem Witte diese Erklärung übersetzt war, dankte er im Namen Rußlands und der Menschheit für diese weise Entscheidung. Damit war der ebenso bedeutungsvolle wie hochdramatische Akt beendet.

Als die Nachricht durch das Telephon in die harrende Außenwelt gelangte, wollte man nicht an die Richtigkeit glauben. Dreimal mußte der Sekretär Wittes die Mit­teilung wiederholen, ehe man einen Umschwung für möglich hielt, der nach der Aussichtslosigkeit bei Beginn der Sizung mit höchster lieberraschung wirken mußte. Wie ein Trium­phator wurde Witte bei der Anfahrt in seinem Hotei em­pfangen. Auch den Japanern wurde eine warme Svation bereitet, indessen waren sie offenbar von einem bedrücken­den Gefühl beherrscht.

Berr von Witte.

( Eig. Bericht.) Berlin, 30. August. Während der ganzen Dauer der Friedensverhandlungen bon Portsmouth hat der russische Bevollmächtigte Sergej Julitsch Witte im Vordergrunde des Interesses gestanden. Aller Augen waren auf ihn gerichtet. Sonst gilt die Auf­merksamkeit in erster Reihe dem Sieger, der seinen Willen dem anderen Teil aufzwingt. Selbst wenn man dem Be­siegten Sympathie zuwendet, gehört die größere Achtung doch dem Sieger. Hier war es umgekehrt. Fast von An­beginn sah man oder vermutete man in Witte den rüstigeren diplomatischen Kämpfer, der auch einer unterlegenen Sache Vorteile zuzuwenden verstehen würde. Er war eben nicht als Besiegter gekommen, der auferlegte Bedingungen demütig oder grollend entgegennimmt, sondern als Streiter, der auch abzulehnen und das Kriegsspiel zu erneuern wagt. Dabei umgab ihn eine Art modern- romantischen Schimmers, anzichend ganz besonders für Yanfec- Augen, die den Mysterien der Riesensummen, der Milliarden, größere Nei gung als andere Menschen entgegenbringen, jedenfalls besseres Verständnis dafür zu haben glauben. Er war der Zauberer, der den Milliardenstrom immer wieder nach Ruß land geleitet, der Rußland eine feste Goldwährung gegeben hatte, während man in Amerika für ihre Sicherung noch fämpfen mußte, und der das Geheimnis besaß, auch dem schmählich zusammengebrochenen Rußland noch unermeß­lichen Kredit zu verschaffen.

heer eine Gesamtersparnis von 2984 000 Mark und beim allgemeinen Pensionsfonds eine Gesamtminderausgabe von 1716 000 Mark gegenüber. Von den dem Reiche zu­stehenden Steuern brachten Wehrerträge die Zuckersteuer 12 989 000 Mark, die Salzsteuer 1207 000 Mark, die Brausteuer 509 000 Mark, die Wechselstempelsteuer 1 005 000 Mark, die Brennsteuer 1 289 000 Mart. Gegen den Vor­anschlag zurückgeblieben sind die Zölle um 21 006 000 Mark, die Tabakssteuer um 903 000 Mark. Von den Betriebsver­waltungen haben gegenüber dem Etat mehr abgeliefert die Neichspost- und Telegraphenverwaltung 1 455 000 Mark, die Reichseisenbahnen 848 000 Mark. Die Einnahmen aus dem Bantwesen sind um 5 986 000 Mark, die verschiedenen Verwaltungseinnahmen um insgesamt 4 332 000 Mark über den Etatsansag hinausgegangen. Im ganzen sind an ordentlichen Einnahmen, soweit sie dem Reiche verbleiben, 9 814 000 Marf gegen den Etat mehr aufgekommen, da der über den Etat hinausgehende Bedarf insgesamt 18 373 000 Mart beträgt, ergibt sich für das Rechnungsjahr 1904 der obengenannte Fehlbetrag.

Herr v. Witte hat reichlic) Ursache, mit seiner Leistung zufrieden und auf sie stolz zu sein. Er ist geschickt und ver­schlagen, hartnäckig und verblüffend gewesen. Das dari man gern zugestehen, und es ist begreiflich, daß bei der Rückkehr von der entscheidenden Sitzung die Mitbewohner seines Hotels ihm zujubeiten, Hurras auf ihn ausbrachten, ihm die Hand zu schütteln nicht müde wurden. Er hat eine diplomatische Kunstarbeit geliefert und seinem Lande viel Geld erspart. Wittes Verdienst ist außer Zweifel, es wird bon jedermann anerkannt und wird selbst in Rußland jedem Versuch einer Herabsetzung widerstehen. Vielleicht ist es gerade der Hinblick auf seine Neider und Hasser in der Heimat gewesen, der Witte stark gemacht und ihm den Mut gegeben hat, alles durchzutrogen. Denn die kleinste Kon­zession von ihm an die Japaner, und seine Widersacher hätten ihn um Landesverrat angeklagt, hätten behauptet, daß er ungeschickt die Interessen des Landes verabsäumt, wenn nicht gar, daß er sie den Japanern verkauft habe. Angriffen entging er nur, wenn er ohne Ausnahme alles erreichte, was die heimatlichen Feinde selbst als jen­jeits der Grenzen des Erreichbaren liegend bezeich net hatten. Und trotzdem wird es an russischen Angriffen auf Witte und an Verkleinerungsversuchen gegenüber seinen Verdiensten nicht fehlen. Eines ist gewiß: Wenn der Zar einen anderen Mann findet, der glauben zu machen vermag, daß er imstande sei, die Arbeit der Schuttaufräumung in Rußland zu übernehmen, so wird er Witte dazu nicht be­rufen. Wahrscheinlich ist es allerdings nicht, daß ein ande­rer Plehwe den Mut finden wird, sich an die Stelle zu drän­nen, die Witte allein gebührt, für die Witte allein die Fähig­feiten hat, weil er allein das Vertrauen des Auslandes und namentlich der Finanzwelt genießt.

* Mit Rücksicht auf die angeblich bevorstehende Verstaat­lichung der Krankenkassen beschloß der in Breslau tagende Verbandstag der Verwaltungsbeamten der Krankenkassen und Berufsgenossenschaften Deutschlands den Anschluß ihrer Organisation an die Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands.

Denn daran ist kein Zweifel: Für Rußland beginnt das rechte Leid erst jetzt. Es ist innerlich niedergebrochen und muß neu aufgebaut werden. Seine Schulden sind ins Rie­senhafte gewachsen, und doch müssen neue Anleihen aufge­nommen werden. Die Wiederherstellung der Rüstung, der Wehrfähigkeit ist eine vornehmste Sorge. Dazu ist Hun­gersnot in weiten Gebieten des Landes. Mit Vertuschun­gen und Beschönigungen ist da nichts zu erreichen. Ernste Arbeit muß getan werden, anhaltend, gewissenhaft. Das ist bisher nicht russischer Brauch gewesen, und es gibt viele, die sich an den neuen Brauch nicht gewöhnen mögen. Aber Witte wird mit ihnen aufräumen und sie zu dem Maß von Tätig­feit zwingen, das ihm selbst Bedürfnis geworden.

Freilich, Zar Nikolaus wird erst zeigen müssen, ob er Herrn von Witte als seinen Minister und Reichskanzler ver­trägt und vertragen will.

Politifche Rundschau.

Deutsches Reich.

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Das für Dienstag abend zu Ehren der englischen Flotte in Swinemünde geplante Gartenfest mußte wegen der schlechten Witterung ausfallen. Dagegen fand unter reger Beteiligung der Offiziere eine Tanzréunion mit Feuerwerk statt. Die zehn deutschen Torpedoboote verließen abends den Hafen und zwischen 11 und 12 Uhr nachts lichtete die gesamte deutsche Flotte die Anker zur Fortsetzung der Ma­növer. Beim Abdampfen wurde der übliche Salut zwischen beiden Geschwadern ausgetauscht. Die Engländer halten andauernd regen Verkehr mit Hafen und Stadt durch ihre Dampfbarkassen aufrecht. Englische Torpedoboote dampfen ein und aus, um ihre Kohlen zu ergänzen. Die Abfahrt der englischen Flotte erfolgt entweder Donnerstag abend oder Freitag früh. Die Stadtverordneten in Danzig haben für den Empfang der englischen Flotte 5000 Mark bewilligt.

Der Abschluß des Reichshaushaltsetats für 1904 liegt jezt vor. Er schließt mit einem Fehlbetrag von 8 559 339,45 Mark ab. Jedoch sind für den Reichsinvalidenfonds 10 055 000 Mark Vorschüsse geleistet worden, se daß ein Ueberschuß von 1494 000 Mart sich rechnerisch ergeben würde. Die Ausgaben der Marineverwaltung überschritten den Etatansat um 1 240 000 Mart. Dem steht beim Reichs­

* Der Dampfer Eleonore Woermann" mit den auf der Studienreise nach Westafrika befindlichen Reichstagsabgeord­neten an Bord ist wohlbehalten in Viktoria im Kanierun­gebiete angekommen.

frankreich.

** Der Streitfall mit Marokko hat dadurch eine neue Bestalt angenommen, daß der Sultan dem französischen Ge­jandten in Fez brieflich mitgeteilt hat, er beharre dabei, Den algerischen Kapitän Bu Mzian el Miliani als seinen Untertanen zu betrachten, und weigere sich, ihn in Freiheit ju setzen. Ob die französische Regierung nunmehr eine De­monstration veranstaltet, ist noch nicht entschieden.

Alien.

** Die Kaiserin von China beabsichtigt, zu Neujahr eine Berfügung zu erlassen, nach der in zwölf Jahren ein chinc­isches Parlament errichtet werden soll.

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Hof und Gesellschaft.

Der frühere Oberpräsident von Posen, v. Will a mowiz Möllendorf, der vor einigen Tagen vom Pferde stürzte, ist an den Folgen der Verlegungen, zu denen sich eine Lungenkomplikation gesellte, auf seinem Gute Robelnik gestorben.

Der Schah von Persien ist von Vichy nad Petersburg abgereist.

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Heer und flotte.

Jäger zu Pferde. Am 1. Oktober werden die Jäger zu Pferde eine andere Uniform wie bisher erhalten. Anstelle des gelben Rollerbesates tritt rosa, die gelben Knöpfe und Tressen werden weiß. Die Achselknöpfe erhalten eine rote Einfassung und statt der jezigen Nummer XI wird eine ge­stickte II getragen. Die weiße Reit- und Paradehose fällt weg, sie wird durch eine grüne ersetzt.

Deutsche Untersceboote. Auf der Kieler Germaniawerst lief gestern vormittag eins der für Deutschland zur Vor­nahme von Versuchen gebauten Unterseeboote vom Stapel. Das Boot, welches ein Deplacement von 150 Tonnen auf­meist, wird in etwa 14 Tagen, nachdem es seine lezte Aus­rüstung bekommen hat, seine Versuche aufnehmen.

Die Geschichte des Krieges.

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Ein Rückblick.-

thur durch die Japaner; 2. Dezember: Bernichtung der im Hafen von Port Arthur eingeschlossenen russischen Schiffe. Das Jahr 1905 begann mit der Kapitulation von Port Arthur, das sich am 1. Januar ergab. Am 25. Januar wurde General Gripenberg geschlagen und Heikontai von den Japanern genommen. Am 28. Januar räumten die Russen Sandepu. Die große Schlacht bei Mukden begann am 1. März und endete am 10. März mit dem Rückzug der Russen und dem Einzug Marschalls Oyama in die Stadt. Die russische baltische Flotte wurde am 27. Mai in der Koreastraße vernichtet, Admiral Roschdjestwensky gefangen, Admiral Nebogatom ergibt sich. Am 8. Juli landen die Japaner auf Sachalin, am 4. August ergibt sich der größte Teil der Besatzung.

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Bahl an der am 1. Dezemb beteiligen follen. Den bazu Gnen die Behörden in weitg Zur Hinrigtung swärtiger Blätter aadhbem wir uns burdh Jaf Stelle von ihrer Unrichtigle fatholische Pfarrer babe fid Bulwohnen, weil er bem balepte Geleit geben woll M. Journ.", daß Subbe Dam fatholischen Geiftlichen, Flaatsanwalt erklärte, er immer in evangelischen E geliefen, durch die er erf

Damit waren did bedeutenderen Kriegsereignisse be­endet; am 9. August begannen die Friedensverhandlungen in Portsmouth.

Was die Verluste anbetrifft, so haben die Russen bis zum Juni d. Js. ungefähr 389 000 Mann verloren, darun­ter 67 700 Gefangene, während der Verlust der Japaner rund 168 000 Mann beträgt, darunter ca. 700 Gefangene.

Von 83 Schiffen mit 410 224 Tons haben die Russen 73 mit 346 588 Tons verloren, während die Japaner ron 76 Schiffen nur 12 eingebüßt haben. Die japanische Flotte wird durch Einverleibung einer Anzahl russischer Kriegs­schiffe um 25 435 Tons größer sein, als bei dem Beginn des Krieges.

Nab und Fern.

Religion unwahr sei unb Bischöfe und Briefter fhme Sebzeiten seines Baters nid wolle er jegt, nämlich rang ben fatholischen, sondern eine Dieser Erklärung wurde Sub gelischen Beiligen befut Beiftliche Bubbe noch weiter Thon über Suddes Ellärung weifelhafte Gewißheit mußte Hubbe feine Hoffnung auf Be Deshalb machte der fatholif am 21. Auguft, am Tage vor bi feiner früheren E.flärung ang des Pfarrers, er wolle legen. Am Nachmittag ga dem fatholischen Pfarrer bi er am anderen Morgen nic

Die Cholerafälle in Westpreußen. Bis zum 30. August sind insgesamt 20 choleraverdächtige Erkrankungen gemel­det, von denen 12 als Cholera bakteriologisch festgestellt worden sind, 6 davon haben tödlich geendigt. Die festge­stellten Fälle betreffen Flößer, die in jüngster Zeit aus Rußland gekommen sind, sowie Personen, welche mit sol chen Flößern in unmittelbarer Berührung gestanden haben. Alle Vorsichtsmaßregeln sind getroffen.

Das nun zum Ende gekommene gewaltige Ringen um die Vormacht in Ostasien begann am 6. Februar 1904 nit dem Abbruch der diplomatischen Verhandlungen durch Japan. Am 8. Februar begannen die Feindseligkeiten. Admiral Togo überfällt die russische Flotte im Hafen von Port Arthur und beschädigt mehrere Panzerschiffe schwer. In schneller Reihenfolge schreiten die Japaner von Erfolg zu Erfolg. Die nachfolgende chronologische Aufzählung zeigt das deutlich. 9. Februar: Bombardement der Japaner Jegen die russische Flotte und die Küstenbefestigungen von Port Arthur; Seegefecht von Chemulpo an der koreanischen Küste; der Kreuzer Warjag" und das Kanonenboot ,, Sv­rajez" werden von den Russen versenkt; 10. Februar: Lan­dungen japanischer Truppen auf Korea, bei Chemulpo und Gensau; 24. Februar: Branderangriff der Japaner auf den Hafeneingang von Port Arthur; 7. April: Landung der Japaner in der Yalumündung; Beginn der Kämpfe am Yalu; 13. April: Untergang des Petropawlowsk" und Tod des Admirals Makarow; 28. April: Beginn des Rück­zuges der Russen vom Yalu; 30. Mai: Schlacht bei Wafang­fou; Niederlage des Generals Stackelberg; 23. Juni: See­schlacht vor Port Arthur, schwere Havarien der Russen; 10. August: mißglückter Ausfall des Port Arthur- Geschwc­ders; Zersprengung der russischen Flotte; Tod des Admi­rals Witthöft; 23. August: Beginn der Schlacht von Lian­jang; 1. September: Rückzug der Russen von Liaujang; 10. Oktober: Beginn der Schlacht am Schaho; 19. Oktober: Ende der Schlacht am Schaho, Rückzug der Russen; 30. No­bember: Eroberuna des 203 Meter- Süaels bei Port Ar­

Militärischer Erzeß. Ein Sergeant des Feldartilerie­regiments Nr. 24 wurde im Marschquartier in Thür von zwei Artilleristen angegriffen und mit den Säbeln tot­geschlagen. Die beiden Soldaten wurden sofort verhaftet. Mord und Selbstmord ans Eifersucht. In Berlin er­schoß ein Mann seine Ehefrau, die sich als Näherin ihr Brot erwarb, da der Mann seit Monaten von ihr getrennt lebte. Er war abends in die Wohnung der Frau gedrungen und hatte sie mit einem Revolver tödlich getroffen. Dann rich­tete er die Waffe auf sich selber und brachte sich so ums Leben.

Niederlassung des Vulkan" in Hamburg. Die große Stettiner Schiffswerft Vulkan" hat beschlossen, eine Nieder­lassung in Hamburg einzurichten. Für den betreffenden Antrag des Vorstandes stimmten 5 Millionen 200 000 Mt. Kapital, dagegen 2 Millionen 100 000 mf. Auch der Norddeutsche Lloyd in Bremen hat beim Vulkan" einen neuen Schnelldampfer in Auftrag gegeben, der den Namen ,, Kronprinzessin Cäcilie" erhalten soll.

Auf der Jagd erschossen. Der Gasthofbesizer Bukoll in Rosenberg war mit seinem Sohne auf die Rehvürsche ge­gangen. Ein Schulkamerad des Sohnes wollte, wie er es schon öfters getan, den jungen Bukoll auf dem Anstand auf­suchen. Er benutte als Weg dorthin einen troefenen Gra­ben, wurde von dem Vater Pukoll für ein Stück Wild ge­halten und durch den Kopf geschossen, so daß der Tod auj der Stelle eintrat.

Zug- Entgleisung. Auf der Strecke Rodenkirchen­Kleinensiel im Oldenburgischen entgleiste ein Schnellzug. Die Lokomotive und der Packwagen stürzten vom Bahndamm in einen Graben hinab, und der nächste Personenwagen kippte über den Graben hinüber. Ein Schaffner und meh rere Reisende erlitten Verlegungen.

Von Wilderern erschossen. Auf einem Gange durch das Revier wurde der Gemeindeförster des Ortes Vorbruck im Elsaß von Wilderern angefallen. Er erhielt einen tödlichen Schuß in die linfe Seite.

Ein ganzer Stadtteil abgebrannt. In dem alten, histo risch merkwürdigen Frankenstädtchen Seßbach brach infolge einer Explosion des Kessels einer Dampfmaschine eine große Feuersbrunst aus, die über fünfzig Gebäude einäscherte. Unter den vernichteten Häusern befindet sich auch ein alter historischer Posthof.

Ein Mädchen- Mörder. Im Vorpark des kaiserlichen Schlosses zu Schönbrunn bei Wien wurde ein junges Dienst­mädchen ermordet aufgefunden. Als Täter wurde ein Fahrer der städtischen Straßenbahn verhaftet.

evangelischen Geistlichen be -er. Einer widerliche dar Aliceftraße gestern Aber angetrunkener Mann mißha Fiind auf die robefte Weife Llls einige Vorübergehende wandte er sich mit den Fau ais ihm mit Herbeirufung Schimpfend und fluchend zog *** Befißwechsel. nehmers Rinn Gießen in bron 50000 Mt. in den Bef Gießen über.

Nene Dampferverbindung nach Ostasien. Die Ham burg- Amerifa- Linie eröffnet am 1. September mit fünf Dampfern einen neuen Passagierdienst nach den oſtaſiatiſchen Hafenplätzen.

Unglücksfälle im Bergwerk. In einem Bergwerk in Kroatien brach ein Grubenbrand aus. Der Pächter des Bergwerks, sieben Bergleute und eine Frau kamen ums Leben. In Zechau wurden im Gertrauden- Schacht drei Bergarbeiter durch herabstürzende Kohlenmassen verschüttet und getötet.

Lokales.

31. August 1905.

** Der Großherzog empfing den Pfarrer Laut von Ober Dfleiden.

** Der Großherzog hat dem Hauptmann Stein im 1. Ermländischen Infanterie- Regiment Nr. 150, feiher im Infanterie- Regiment Raiser Wilhelm Nr. 116, das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.

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Ernannt wurde die Gefangenwärterin am Provinzialarresthaus in Gießen Elisabeth Peter zur Gefangenaufseherin an dieser Anstalt mit Wirkung vom 1. Oftober 1905.

* Die den an den Kaisermar övern teilnehmenden Trupper teilen verliehenen neuen Fahnen werden vom Kaiser am 8. bezw. 11. September vor Beginn der Kaiser­paraden den betreffenden Regimentern übergeben.

** Volkszählung. Das Staatsministerium hat verfügt, daß die Beamten und Lehrer sich in möglichst großer

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** Beschnittenes Goldstücke in den Berkehr Hoand herum ftart beschnitten fitht beim Verkehr mit Gold ** Die diesjährige

Gießen wird wie folgt abge tember: Lich 17 Uhr, Bir Dorfgill 10 Uhr, Eberftal Donnerstag, de Rodheim 8 Uhr, Steinhein 11 Uhr. Samstag, der

11 Uhr.

7 Uhr, Bellersheim 8 16 Langsdorf 11 Uhr. Dienst

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7 Uhr, Inbeiden 8 Uhr, 10 Uhr. Donnerstag Uhr, Barbenteich 10 Steinberg 12 Uhr.- Grüningen 9 Uhr, Holabe aid Leihgeftern 1 Uhr.

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