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Die letzteren erst ihre Flugversuche machten, ehe sie sich über die Richtung entschieden, nahm die Schwalbe sofort blizartig ihren Flug gen Norden auf. Schon um 8 Uhr 21 Min. war sie in ihrem Nest angelangt, während die ersten Tauben erst um 11 Uhr 30 Min. in Antwerpen anlangten. Die Schwalbe hatte die Strecke von 235 Kilometern also in einer Stunde und 17 Minuten mit einer Geschwindigkeit von 3435 Metern in der Minute und 207 Kilometern in der Str. de zurückgelegt, während die Tauben mur 922 Meter in ter Minute, 57 Kilometer in der Stunde flogen.
+ Gesundheitsgemäße Behandlung von Eß- und Trink. geschirr. Die Frage, ob Infektionskrankheiten durch die gemeinsame Benutzung von Gebrauchsgegenständen durch mehrere Personen übertragen werden können, ist in neuerer Zei! wiederholt Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen gemesen. Professor Dr. E. v. Esmarch hat den Nachweis ge führt, daß die Diphteriebakterien bis zu 15 Tagen, der Bazillus prodigiosus bis zu 3 Monaten, an Eß- und Trink. geschirren angetrocknet, lebensfähig bleiben, und daß eine ausreichende Beseitigung dieser Keime durch Abwaschen der Gläser und Trockenreiben mit sterilen Tüchern nicht zu er reichen ist. Auch Gabeln und Messer ließen sich durch bloßes Abreiben von Krankheitserregern nicht befreien. Dies gelang dagegen vollkommen durch Behandlung mit einer zwei prozentigen Sodalösung von 50 Grad C. innerhalb einer Minute. Auf Grund dieser Versuche empfiehlt v. Esmarc für Heil- und Kuranstalten, Hotels und dergleichen, in denen Kranke mit einer übertragbaren Krankheit sich aufhalten, aber auch für Privatfamilien eine entsprechende Reinigung und Desinfektion der für den Gebrauch dieser Kranken bestimmten Eß- und Trinkgeschirre. Wie das Ministerialblatt der Handels- und Gewerbeverwaltung mitteilt, hat auch der Direktor des Instituts für Infektionskrankheien die Ergeb nisse dieser Untersuchung bestätigt und empfohlen, den Ver fuch zu machen, auf dem Wege der öffentlichen und privaten Belehrung, die Durchführung einer größeren Reinlichkeit in der Behandlung der Eß- und Trinkgeschirre usw. in öffent lichen Wirtschaften, Krankenhäusern und dergleichen zu er zielen. Dieser Auffassung pflichten auch die Handels- und Bewerbeverwaltung sowie das Kultusministerium bei. Polizeiverordnungen in dieser Richtung werden allerdings nicht als zweckmäßig angesehen, es ist aber die peinlichste Aufmerksamkeit jedem anzuraten.
† Wunderbarer Blikschlag. Bei einem der letzten Gewitter in Ullrichsthal in Böhmen nahm ein vierzehnjähriger Knabe, der Sohn einer Witwe, sein vierjähriges Brüderchen auf den Dabei wurd: Rücken, um schneller vorwärts zu kommen.
der ältere Knabe vom Blizz getroffen und getötet, während der Kleine, den er auf dem Rücken hatte, unversehrt blieb. † Zugentgleisung durch Ochsen. Bei Twenisin in Ungarn wurde auf eigenartige Weise vor kurzem ein Eisenbahnunglück verursacht. Ein Personenzug hatte eine Ochsenherde überfahren. Dabei waren mehrere Tiere getötet, deren Kadaver auf den Schienen liegen blieben. Dadurch kam der nächstfolgende Personenzug zum Entgleisen. Der Lokomotivführer wurde getötet, ein Kondukteur und sechs Arbeiter wurden schwer verletzt.
† Segelwettfahrt in Frankreich. Ende voriger Woche fand vor Le Havre die Segelwettfahrt um den Preis des Präsidenten der französischen Republik statt. Der Preis besteht aus einer Vase aus Sevres- Porzellan und 3000 Fres. Die Fahrt ging über 35 Seemeilen für Jachten von 20 Tonnen Größe und darüber. Es starteten sechs Jachten, eine französische, drei deutsche, eine englische und eine amerikanische. Als erste Jacht ging„ Susanne"( HuldschinskyKiel) nach 4 Stunden 9 Min. 35 Sef. durchs Ziel. Zweite wurde„ Therese"( Simon- Kiel) und dritte„ Brunhild" ( Bender- Portsmouth).
machen? Aber die spöttische Frage schaffte das neumodije Ungetüm nicht weg, das bald seine Geschwindigkeit unhein. lich erhöhte und die der Eisenbahn- Kurierzüge erreichte. Die Bahl seiner Freunde mehrte sich unaufhaltsam, trop der er. schreckenden Ziffern der Unfallstatistik. Das rasende Automobil bedrohte seine Insassen ganz ebenso wie die Straßen. passanten, vielleicht noch etwas mehr. Das tat jedoch seiner Verbreitung feinen Eintrag. Die oberen Zehntausend schie. nen von plötzlicher Todesverachtung ergriffen. An dem Werk. aeng ihres jüngsten Sports störte sie nicht einmal der zurüd. bleibende üble Geruch. Kurz, das Automobil ist da und wird sich schwerlich wieder verdrängen lassen, nachdem seine Ver. 1sendung für militärische Zwecke seiner Brauchbarkeit einen besonderen Anerkennungsitempel gegeben. In der Großfladt gehört es schon völlig zum Straßenbild. Die Postverunltung und die Bazare können ohne Automobil nicht mehr uskommen, und wie lange mag es noch dauern, bis der Bauer Milch und Gemüse im Automobil zu Markte schickt. Diese Aussicht hat kaum noch etwas erschreckendes. Die Geschäftsautomobile sind leicht, newandt und nicht allzu schnell, schon weil sie oft anhalten müssen; auch die Bauernautomobile werden schwerlich größeren Ehrgeiz haben als den, mit der abgemessenen Geschwindigkeit der Klingelbahnen Schritt zu halten. Nur die Nennwagen und die Halbrennwagen, die Sturmmaschinen und die Vergnügungsfahrer, die von der neuesten Krankheit, dem galoppierenden Wahnsinn, befallen und von der Sehnsucht nach astronomischen Geschwindigfeitsziffern verzehrt sind, bilden eine Gefahr für die immerhin noch recht beträchtliche Mehrheit der Nichtfahrer, die doch nicht jede Straßenkreuzung vermeiden können.
† Die Matrosen des ,, Knäs Potemkin". Vor kurzem wurde eine Meldung verbreitet, daß von der meuterischen Beman. nung des russischen Panzerschiffes Knäs Potemfin" zehn Mann in Hamburg eingetroffen seien, um dort sich als Matrosen auf Kauffartheischiffen anheuern zu lassen. Dazu wird jetzt bemerkt, daß im Hamburger Hafen ein Anheuern dieser Matrosen nicht erfolgen kann. Zu einer Anmuste rung auf deutschen Schifen bedürfen Ausländer eines Erlaubnisscheines ihres Konsuls. Der russische Generalkonsul wird den zehn Leuten eine Anmusterungserlaubnis nicht cr teilen. Es gibt für die Leute nur eine Möglichkeit, von Hamburg aus in Schiffsdiensten fortzukommen, indem sie sich als sogenannte Ersaßleute im letzten Augenblick vor der Abreise des Schiffes annehmen lassen und dann unange mustert die Ausreise antreten. Der Kapitän des Schiffes ist dann verpflichtet, die Leute bei dem nächsten SeemannsAmte oder deutschem Konsulat nachzumustern.
† Das gelbe Fieber in Amerika. In Neworleans forder! das gelbe Fieber immer neue Opfer. Auch in andere Orte der Vereinigten Staaten ist die Krankheit von Neworleans verschleppt, so ist in Lumberton ein Fall festgestellt.
† Die Opfer des Unterseebootes. Die dreizehn Toten des gesunkenen französischen Unterseebootes Farfadet" sind jetzt in Marseille in feierlicher Weise bestattet. Marineminister Thomson hielt eine ergreifende Ansprache, in der er den be den Rettungsarbeiten beteiligten französischen, deutschen und italienischen Seeleuten volle Anerkennung zollte.
Der Töff- Töff- Schrecken. Vorschlag für Freunde und Feinde des Automobils. Wir werden um Aufnahme der folgenden Ausführungen gebeten:
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Freilich sind sie vom Gesetz für haftbar erklärt, die Chauffeure, die Passagiere und namentlich die Besitzer der Automobile. Trifft sie ein Verschulden, so verfallen sie natürlich hierfür besonderer Strafe; und den Schaden, den sic anrichten, haben sie unter allen Umständen zu vergüten. Mehr kann man im Grunde eigentlich nicht verlangen; es würde wenigstens nichts helfen, wollte man mehr verlangen - es sei denn, daß man das Verbot der Automobile durchsetzte oder sie zu einer langsamen Fahrt zwänge, die ihrem Wesen entgegen ist. Aber die gesetzliche Haftpflicht steht in vielen Fällen nur auf dem Papier. Es ist ja nicht hübsch, wenn ein Automobilfahrer, der irgend ein Unheil oder einen Schaden angerichtet hat, sich der Verantwortlichkeit zu entziehen sucht, doch ist es am Ende menschlich begreiflich. Es muß sich ja nicht gerade um gefährliche Verlegungen handeln, bei denen es des Verschuldenden oberste Pflicht wäre, sich zur Hilfsleistung zur Verfügung zu stellen. Jedenfalls ist es eine Tatsache, daß die Automobile selten so schnell fahren, wie nach einer bösen Karambolage. Darum hat man ihnen auch von Polizeiwegen sehr große Nummernschilder angehängt. Doch wer sieht immer gleich nach der Nummer! Und wenn es nicht gleich geschieht, so ist es schon zu spät. Ueberdies ist manchmal niemand außer dem Beschädigten zugegen, und der Beschädigte hat zunächst andere Sorgen als die Nummerfeststellung.
„ Und wär' der Kreuzweg nicht gekommen, ich wäre jekt wer weiß wie weit!"- Dem armen Peter in der Fremde", den wir schon in frühester Jugend wegen seiner Ratlosigkeit und Unbeholfenheit verlacht haben, ist eine späte Rechtfertigung zuteil geworden. Heutzutage ist ein Krenz. weg, der zum Ueberschreiten einer Fahrstraße zwingt, ein bedenkliches Hindernis geworden, das nicht bloß den Aengstlichen und Unanstelligen aufhalten mag. Und das hat das Automobil getan. Das Kraftfahrzeug ist zur ständigen Erjcheinung geworden. Von seiner Bedeutung in weiten retjen zeugt nicht allein das Gordon- Bennetrennen, das fürz lich erst wieder die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zog. Es gibt schon eine deutsche Automobilwoche", die Mitte August mit einer Tourenfahrt München- Baden- Nürn. berg- München einsetzt. Als das Automobil zum erstenmal erschien, wurde es ausgelacht, auch von ganz ernsthaften und bem Fortschritt durchaus nicht abgeneigten Männern. Hatte man die Elektrizität als eine schier unermeßliche Kraftquelle Entdeckt. um einen armseligen Droschtengaul überflüssig zu
Wie könnte hier geholfen werden?
Bei unserer Unfallversicherung für Arbeiter sind gewisse Gefahrenklassen festgestellt worden, je nach der Höhe der Gefahren, mit denen die einzelnen Betriebe verbunden sind. Die Automobilfahrer sind eine eigene Gefahrenklasse, sogar im doppelten Sinn. Soweit sie sich selbst gefährden, mag ihnen die eigene Fürsorge überlassen bleiben. Man kann das, soweit nicht die Berufs- Chauffeur in Frage kommen, die ohnehin den Vorteil der Unfallversicherung genießen, ohne Hartherzigkeit tun, denn die Automobilkesizer, von denen hier die Rede ist, gehören in der Regel zu der materiell günstig ſituierten Minderheit. Soweit aber die Automobilfahrer eine öffentliche Gefahr bilden, sollten sie von Gesetzeswegen zu einer sozusagen aktiven Gefahrenklasse zusammengeschlossen werden, die aus ihren allgemeinen Pflichtbeiträgen für jeden Schaden aufzukommen hätten, den einer ihrer Gilde angerichtet hat. Damit wäre beiden Teilen geholfen: Die von den Automobilen Geschädigten kämen zu ihrer Entschädigung, und die Schädiger selbst hätten eine Art Versicherung auf Gegenseitigkeit. Ein Nebengewinn würde es sein, daß die Automobilfahrer, die ein Malheur angerichtet haben, sich weniger als jetzt veranlaßt fühlen würden, das Weite zu suchen. Ein weiterer Nebengewinn: die Automobilfahrer und ihre Wagen würden weniger unpopulär sein.
Der unmaßgebliche Vorschlag sei gefälliger Beachtung empfohlen.
Hus dem Gerichtssaal.
im Besitz wertvoller Gemälde fei und ob dort strenge Aussicht geübt werde. Als er dann noch in Wirtschaften sich darüber lustig machte, daß die Regierung troß der ausgeschriebenen Belohnung den Dieb vom Mauritshaus noch nicht auf der Spur sei, nahm man ihn fest. Er wurde vom Aufsichtspersonal des Mauritshauses sofort als einer der verdächtigen Ausländer erkannt, die am Tage des Diebstahls in der Gemäldegalerie waren. Der Verhaftete scheint Mitglied einer internationalen Bande zu sein, die es auf alte Gemälde und andere Antiquitäten abgesehen hat. Auch aus einer Villa in Middelburg sind vier wertvolle Gemälde gestohlen.
§ Ein Nachspiel zum Diesseitsprozeß. Die Lippische Landeszeitung" soll seinerzeit der Detmolder Postbehörde den Vorwurf gemacht haben, daß sie in der Angelegenheit der vielerörterten Thronstreit- Depeschen das Telegraphengeheimnis nicht in gewohnter Weise gewahrt habe Demi von der Postbehörde gestellten Strafantrag hat die Staatsanwalt. schaft stattgegeben; infolgedessen werden sich die Leiter der Tageszeitung wegen Beleidigung am 2. August vor dem Landgericht in Detmold zu verantworten haben.
Der Landwirt.
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Dentsche Tänze. Der Bund deutscher Tanzlehrer hat soeben den Lehrplan für seine Tanz- Hochschule herausgegeben. Daraus geht hervor, daß man sich in den Tanzlehrerkreisen mit dem Plane trägt, in der kommenden Saison sich von den Vorbildern der Franzosen und Amerikaner zu emanzipieren, und vorwiegend deutsche Nationaltänze zu pfleStatt des Cakewalks und der Washingtonpost wird eine Salonausgabe des Schuhplattlers, der Steierische", geübt. Die französischen Gavotten und Menuette sind durch den„ Altdeutschen Reigen" ersetzt. Auch der„ Gugelhupftanz" soll in verfeinerter Form in die deutschen Ballsäle berpflanzt werden.
gen.
Die Grundsteinlegung der Bismarcksäule auf der Hardt.
Samstag, 29. Juli.
Lange vor Beginn der Feierlichkeiten sind alle nach der Hardt führenden Wege dicht belebt. Um 5 Uhr wird das Treiben noch lebhafter und Fuhrwerke und Ommibusse beginnen zu verkehren. Eine halbe Stunde später naht von der Nordanlage her der Wagenzug der Chargierten, geht unter dem Viadukt durch und nimmt gleichfalls seinen Weg nach der Hardt. Oben haben sich indessen dichte Zuschauermassen gesammelt und fassen den abgesteckten, buntbewimpelten Blaß mit festgeschlossenem Ringe ein. Unter den Geladenen gewahrte man den Lehrförper der Universität und die Spitzen der Militär- und Zivilbehörden mit ihren Damen. Der Eintritt der Chargierten in vollem Wichs, die sich mit den Fahnen der verschiedenen Verbindungen um die hübsch und ansprechend mit Girlanden geschmückte Tribüne aufstellten, brachte mehr Farbe in das frische Bild. Kurz nach 6 Uhr wurde die Feierlichkeit eröffnet und die Kapelle unserer 116er intonierte den Kaisermarsch von Wagner. Sofort nachdem das Musikstück geendet, bestieg Professor Haller die feftlich bekränzte Tribüne und hielt die Festrede deren Leitfäße folgende sind:
gd Die Verwendung des Kalkes im Obstgarten. Der Kalk spielt bei dem Obstbau eine wichtige Rolle. Eine Kalkung der Obstbäume hat stets gute Erfolge, zumal erwiesen ist, daß mehr als 20 Prozent aller Böden kalkarm sind. Uni eine gute Wirkung zu erzielen, bringe man 30 bis 50 Kilogramm tohlensauren Kalf oder 20 bis 40 Kilogramm Aezfalt auf einen Hektar, Land, breite ihn flach aus und grabe ihn mit dem Spaten unter. Kohlensaurer Kalf eignet sich fiir leichte Böden, Aezkalk für schwere feuchte Böden besser. Bei einzelstehenden Bäumen breitet man den Kalk im Bereich des Kronenumfanges aus, und genügen pro Baum 10 bis 15 Kilogramm fohlensauren Kalk und 8 bis 12 Kilogramm Aezzfalf, um eine Wirkung zu erzielen, welche sechs bis acht Jahre anhält. Was bei anderer Düngung zu befürchten ist, die Gefahr der Ueberdüngung, kommt hier nicht in Betracht, denn in bezug auf Kalf sind die Pflanzen unersättlich.
Vermischtes.
= Der Dieb als Prahlhans. Des Diebes, der vor einiger Zeit aus der königlichen Gemäldegalerie im Haag, dem sog. Mauritshaus, ein wertvolles Bild von Frans Hals entwendete, ist man habhaft geworden, und das hat er seiner Prahlerei zu danken. In Middelburg erregte ein Belgier Verdacht, weil er sich überall erkundiate, ob das Stadthaus
ihre Stellung ger
aber während Rid niffe zog, als er b mußte Bismard
Bebanten gegen Bolftreder des ftempelte, burchlam bie Menschheit al brach mit dem p tonftitutionellen Er wies bas en Tüd. Anfange
über den Armen Bebanten in bie ba galt er als gaben ihm recht fo ift bas 20. fordert starte Berantwortlicht ift, beweifen bi and Revolver
meiften ähnelt
поф Crommel,
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falle mit eifermer beide finden fidh a tum der Furflen alle Welt der Für grabentum ab, Bi für die Beranwort find beide in ihren Cromwell feinen Bismard nach feinen Rönig be monarchischen G tums, dem er die Schranken um den Fürften ge fondern von ih Baterland!
Ehedem pflegte ein Redner eingangs die Bemerkung zu machen, daß er unvorbereitet vor seine Aufgabe hintrete, daß im diese garnicht zukomme. Diese Beteuerung würde hier wie Anmaßung flingen, wo es gilt, den Größten des deutschen Volkes zu feiern, dessen Ruhm zu künden, der Einzelne zu schwach ist, denn dazu gehört die ganze Welt. Was tut es, daß die Zeit den Großen allmählich immer weiter in die Ferne entrückt? Wie der Bergriese immer weiter wächst und aus seiner Umgebung immer weiter hinaustritt, je weiter der Wanderer zurücktritt, so lernen wir die Größe und Bedeutung Bismarcks auch immer mehr erfassen, je klärender die Zeit wirkt. Die Gegnerschaft beginnt immer mehr zu verblassen, wo er nicht mehr unter uns steht, und villeicht ist der Tag nicht mehr weit, an dem das deutsche Volk aufhört, bei Nennung des Namens dieses Heroen sich in zwei Lager zu spalten. Schon jetzt empfinden wir die großen Opfer des Krieges nicht mehr so schwer, weil uns der Gang der Geschichte von seiner Notwendigkeit überzeugt hat. Immer weiter vollzieht sich die Einigkeit, ein schöner Beweis ist die Einmütigkeit der Studenten ohne Unterschied des Bekenntnisses. Die Nachfolger Bismarcks tönnen nicht mit diesem in eine Reihe gestellt werden, sie haben ihre Pflicht getan, wenn sie das Erworbene gewahrt, wenn sie als treu befunden. Sie sind gute Haushalter, er aber, der Große, ist ein Schöpfer! Er stellte dort etwas hin, wo nichts wahr, er ist ein Staatengründer! Er ist auch mächtiger als die, die ihm vorangingen und zu denen er in jüngeren Tagen wohl manchmal mit Neid aufgeschaut. Aber stellen wir sie neben ihm, so reichen sie ihm nur bis an den Gürtel. Ec ist ihnen entgegengesetzt. Er ist kein Eroberer gewesen, nur einmal hat er eine größere Landerwerbung vorgenommen, als die Verhältnisse sie gebieterisch heischten. Die Größe Bismarcks liegt in der weisen Beschränkung, in dem klaren, scharfen Blick für das Mögliche, das Erreichbare. Diese weise Mäßigung macht ihn groß. Und doch, er ist tein falter Rechner, wie ein Kaunis! In ihm haben Leiden. schaft und Kaltblütigkeit einen furchtbaren Kampf mit einander gefämpft, seltsam waren sie in ihm gemischt. Als er sich später schon in absolut sicherer Stellung befand, da war er doch noch immer darauf bedacht, daß ihm ja teine Kräntung, auch nicht die leisefte, widerfahre, ja er ist einmal an den Gedanken des Selbstmords gedrängt worden. Und doch diese dunklen Schatten gehören mit zu dem Bilde! Er hat die Leidenschaft aber zu besiegen gewußt, wo es sig um das Wohl des Vaterlandes handelte. Als Frankreic sich in die inneren Angelegenheiten Deutschlands mischte, da stieg es glühend heiß in ihm auf, da tat er den Rache schwur. Aber nicht sofort hat er den Schlag geführt, nicht sogleich seine Rache gekühlt, sondern vier Jahre hat er den Schwur im Herzen getragen, bis der Tag erschien, an dem er ihn einlösen sollte, wo die Moltteschen Waffenerfolge Das Bezwingende war der helle Vergeltung übten. Eindruck der friegerischen Persönlichkeit Bismarcks, der von einer Krankheit genas, als er eine Kriegserklärung durch gesezt! Und doch sind weise Mäßigung und Beschränkung die starken Felsen, auf denen sich seine Erfolge erheben. Trog aller Anfeindungen hat sich der von ihm aufgeführt Bau des Reiches, der von kleinen, furzblickenden Geistern als ein Notbehelf bezeichnet wurde, als das Natürliche, das Geordnete, als das Harmonische und Organische Stellt man ein Menschenalter hindurch erwiesen. Meister der Staatsfunft, die Bismarck zeitlich vorangingen, so trifft man auf verwandte Züge, aber diese Aehn lichkeiten verschwinden bald. Selbst der Große Kardinal hält den Vergleich nicht aus. Zwar haben sie beide um
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