liche Ablehnung nicht mit seiner Gegenzeichnung versehen wollte, die Entlassung, um die es nachgesucht hatte. Ausdrücklich erklärte der König dabei, daß er die Uebereinstimmung des Kabinetts mit dem Storthing kenne, daß also das gegenwärtige Ministerium allein mit dem Storthing auszukommen vermöge.
Damit sind die Dinge auf einem toten Punkt angekommen, auf dem sie nicht lange bleiben können. Norwegen muß nachgeben, oder die Auflösung der Union muß erfolgen. Das weiß auch König Oskar ganz genau, und auf beide Eventualitäten ist er vorbereitet. Er hat die Ueberzeugung, daß eine Nachgiebigkeit von seiner Seite in der Konsulatsfrage die Norweger nur zu neuen Forderungen ermutigen. und langsam zu einer allmählichen Auflösung der Union drängen würde. Dem ruhmlosen Geschehenlassen zieht er die selbstwillige Entscheidung vor. Bestehen die Norweger auf ihrem Mißtrauen gegen Schweden, so ist in der Union ohnehin kein Segen.
Die Politik.
Die Reichsregierung arbeitet zurzeit an einer Novelle zum Gesetz über den Servistarik und die Klaffeneinteilung der Orte. Die Novelle soil dem Reichstag im nächsten Winter zugehen. Sie wird, abgesehen von der Umgestaltung des Servistarifs selbst, auch insofern von besonderer Bedeutung sein, als mit ihr die Erhöhungen der Wohnungsgeldzuschüsse für die Unterbeamten sowohl im Reiche als in Preußen durch die Etats für 1906 in Verbindung gebracht sind.
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Die andauernde Beschlußunfähigkeit des Reichstages läßt bei dem jezigen Sessionsschluß wichtige Vorlagen unerledigt bleiben. Darunter befinden sich die Börsengesetznov lle, die Militärpensionsgesetze, die KonerunbahnvorLage und schließlich noch der Toleranzantrag des Zentrums.
Mit Aenderungen des Wahlrechts beschäftigt man sich gegenwärtig in den freien Städten Hamburg und Lübeck. Die Vorlage des Lübecker Senats wurde von der Bürgerschaftsversammlung nach fünfstündiger erregter Debatte an die Kommission zurückverwiesen.
A zu den fürzlich bekannt gewordenen Untaten Weißer in Deutsch- Ostafrika erfährt man jetzt noch, daß der eine der Uebeltäter ein Prospektor des Usinja- Goldsyndikats, ein deutscher Untertan namens Düttmann ist. Er wurde schon wegen Tötung zweier eingeborener Diener zu 15 Jahre: Zuchthaus durch einen Richter aus Dar- es- Salam verur teilt. Düttmann ist früher angeblich in Deutsch- Südwestafrike tätig gewesen und wurde dann durch den Hauptmann a. D. Werther für das Usinja- Syndikat als Prospektor angewor ben. Er soll schon lange in dem Rufe eines rohen, gewaltfätigen Menschen gestanden haben. Von den beiden anderen Verbre hern, angeblich einem Desterreicher und einem Ita liener, sagt die D.- Ostafr. 3tg.", daß ihnen ganz unglaub liche Sachen zur Last gelegt werden. Sie scheinen Nau und Mord im großen betrieben zu haben
Wonzkidunaj- Gasse versteckt hielten. Von beiden Seiten wurde geschossen. Rosaken zerstreuten die Kämpfenden und verhafteten 29 Dirnen und 65 Zuhälter. In einer anderen Straße überfiel die Menge ebenfalls mehrere Zuhälter, die eine Fran durch Schüsse schwer verwundeten. Ein Polizist murde erschossen.
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Hof und Gefellschaft.
Der Kaiser nahm am Dienstag die Parade über die Potsdamer Garnison ab. Die Kaiserin sah dem militärischen Schauspiel von einem Fenster des Stadtschlosses zu. Auch die zur Hochzeitsfeier in Berlin eingetroffenen frentden Fürstlichkeiten, darunter Prinz und Prinzessin Arisugawa von Japan, sowie der Fürst von Montenegro, wohnten der Parade bei. Vorher übergab der Kaiser mit einer Ansprache den Prinzen August Wilhelm dem 1. Garderegiment zu Fuß, in dessen 5. Kompagnie der Prinz als Leutnant eingestellt ist. Bei der Parade führte der Kaiser seiner Gemahlin das Regiment Gardes du Corps, dessen Uniform er trug, vor. An die Parade schloß sich eine Frühstückstafel im föniglichen Schlosse. Darauf besichtigte der Kronprinz im Marstall das Hochzeitsgeschenk des Kaisers von Desterr.ich, den Selbstfahrer mit Lippizaner Schimmeln.
Wie neuerdings verlautet, ist nunmehr eine Verständigung über eine hessisch- thüringisch- preußische StaatslotterieGemeinschaft erzielt worden. Die hessisch- thüringische Lotterie soll nach Ablauf der 7. Lotterie am 1. Juni 1906 gegen Zahlung einer Rente seitens der preußischen Regierung ein gestellt werden. Für die Kollekteure der bisherigen Lotterie wird die vorgeschriebene Sicherheit gestellt. Ein Betrag von 500 000 Mart soll dazu verwendet werden, ihnen den Uebergang in die neuen Verhältnisse durch Gewährung angemessener Beihilfen zu erleichtern. Die Beamten der hessisch- thuringischen Staatslotterie werden nach Möglichkeit in den Preußischen Dienst übernommen. Der Vertrag bedarf noch) Der Genehmigung des hessischen Landtages.
Deutfcher Reichstag.
( 193. Sigung.)
CB Berlin, 30. Mat. Beim Betreten des Hauses wurden die Besucher gleich mit der Nachricht überrascht, daß die Session noch im Laufe der Sigung geschlossen und nicht, wie die Mehrheit des Parla ments wohl wünschte, vertagt werden würde. In einer Sigung des Seniorenkonvents, die der Plenarsizung vor aufging, hatte Präsident Graf Ballestrem bereits mitgeteilt, daß der Kaiser sich für den Schluß entschieden habe, weil von mehreren Bundesregierungen verfassungsmäßige Be denfer dagegen geltend gemacht worden seien, daß der Reichs. tag in Bermanenz tage. Auf der Tagesordnung stand noc ein Antrag der Geschäftsordnungskommission, es für eine Verletzung der den Abgeordneten durch die Verfassung ge währten Immunität zu erklären, daß auf Anordnung des Amtsgerichts zu Flensburg bei dem Abg. Jessen, dem ein zigen Vertreter der dänischen Partei im Reichsparlament ohne Genehmigung des Reichstags eine Haussuchung vorge nommen worden ist. Die Sache hat entschieden ihre Wichtig. feit, und mehrere Redner monierten, daß kein Vertreter der Regierung sich dazu äußere; aber was die Mitglieder des Hauses sagten, darauf hörte niemand; es war auch in ge wissem Sinne überflüssig, da die Annahme des Antrags, die einstimmig erfolgte, von vornherein sicher war. Dann ging es im Sturmschritt zu Ende. Staatssekretär des Innern Gra Posadowsky verlas die kaiserliche Botschaft, durch die er er. mächtigt wird, den Reichstag zu schließen, alle Abgeordneten erhoben sich von ihren Plätzen, die Sozialdemokraten ver. ließen den Saal: dann ein dreifaches Hoch auf den Kaiser, und Sigung und Session waren geschlossen.
X Wiehrfach wurden bei Besprechung der Kämpfe in Deutsch- Südwestafrika Befürchtungen laut, daß auch in Südlamerun Unruhen ausbrechen könnten. Diese Befürchtungen scheinen sich jetzt in gewissem Maße zu bestätigen. Nach einer Meldung des Gouverneurs von Kamerun sind in dem Gebiete der zwischen den Flüssen Njong und Dja wohnenden Njem und Maka Unruhen ausgebrochen. Angeblich soll der Kaufmann Hermann ermordet, und die Lage der dort befindlichen Europäer bedroht sein. Bei dem Militärposten Kam am Dja hat der Unteroffizier Kraemer, um die Post zu retten, ein Gefecht gehabt. Die in Ebolowa stationierte Kompagnie der Schutztruppe ist unter dem Befehl des Oberleutnants von Sobbe am 20. d. Mts. nach Kam abmarschiert. Eine neu formierte Expeditionskompagnie ist sofort als Ersatz nach Ebolowa gesandt worden. Die im Ebolowabezirke ansässigen Bulistämme sind ruhig. Hoffentlich bleibt es bei diesen vereinzelten Vorkommnissen. Ein Umsichgreifen der Unruhen muß mit allen Mitteln und mit aller Energie verhindert werden.
Vom Kriegsschauplatz in Südwestafrika wird mitgeteilt, daß bei dem Gefecht am 12. Mai ein Mann gefallen und vier verwundet worden sind, darunter zwei Offiziere. Am Typhus starben zwei Reiter.
Spanien.
Der frühere Ministerpräsident Silvela ist gestorben. Lange Zeit pflegte in Spanien das konservative Kabinett Silvela mit dem liberalen Kabinett Sagosta abzuwechseln. Silvela ist 61 Jahre alt geworden.
Rufeland.
Preussifcher Landtag.
Herrenhaus.
Was zu Ostern erst Verheißung und schüchterne Hoffnung war, jetzt ist alles Vollendung und Wahrheit. Der Frühling ist unumschränkter Gebieter, Winterelend und Mangel sind zergangen, im glänzenden hochzeitlichen Kleide prangt die Erde und dankend erhebt sich der Jubelhymnus der Kreatur zum Schöpfer aller Dinge.
( 40. Sigung.) RK Berlin, 30. Mai. Das Haus beschäftigte sich heute nach der Erledigung mehrerer Petitionen mit dem Gesezentwurf, betreffend die Verwaltung gemeinschaftlicher Jagdbezirke.§§ 1-4 wur den nach den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses ange
nommen.
In den letzten Zagen ist es zu schweren Straßenkämpfen zwischen Armeniern und Mohammedanern in Transkaukasien gekommen. In der Kreisstadt Nachitschewan entwickelten sich Metzeleien entsetzlicher Art. Auf dem„ Basar" von Nachitschewan wurden alle Armenier ermordet, ihre Läden geplündert, die Wohnungen angezündet. Straßen und Plätze sind mit Verwundeten und Toten besät. Auf den Dörfern ist das Blutbad noch fürchterlicher. Die Tataren haben den heiligen Krieg erklärt. Es werden Massenüberfälle von persischen Kurden erwartet. Mehr als 100 Armenier wurden in drei Tagen getötet. In Warschau haben die Straßen- Unruhen ebenfalls noch kein Ende genommen. Montag nachmittag machte eine starke Menge einen Ueberfall a..f Zuhälter und Prostituierte, die sich in zwei Häusern der
Haus der Abgeordneten.
Wie fast an feinem Tage im Jahr ziehen denn auch die Menschenkinder zur Himmelfahrt ins Freie, hinaus aus den dumpfen Stuben und der staubigen Straßen der Städte, hin zu den grünenden Triften und in die wogenden Dome der Wälder. Freuen wollen sie sich an dem jungen Leben, das da draußen so verheizungsvoll und wunderbar emporwächst, genießen die bunte Pracht der Blumen und die sonnigen Lüfte.
Wohl dem, der nicht allein das förperliche Sein und das Behagen der Sinne in den Vordergrund der Wünsche stellt, sondern der es vermag, auch sein Herz und sein Empfinden herauszureißen aus den Niederungen der Selbstsucht und emporzuheben zu den reinen Sphären der Menschenliebe und der Entschlußfähigkeit für alles Gute und Edle. Für den gewinnt das Fest der Himmelfahrt erst den rechten Wert.
Nah und fern.
Um den Ozean- Kaiserpreis. Als erste der um den Kaiserpreis konkurrierenden Segel- Jachten ist die„ Atlantic" vom Newyorker Jachtklub bei Kap Lizard eingetroffen.
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Ein Zweikampf mit tödlichem Ausgange fand in Budapest zwischen den Abgeordneten Grafen Stefan Keglevich und Karl Hencz statt. As Waffe waren Säbel gewählt. Als das Duell begann, ging Keglevich sofort zum Angriff vor. Nach mehreren wuchtigen Hieben stach er nach dem Halse seines Gegners, traf ihn aber nicht. Hierauf richtete er Hiebe gegen ihn mit solcher Vehemenz, daß er vom Schwunge seines Säbels mitgerissen, mit dem Oberkörper unwillkürlich nach vorwärts neigte. So rannte er in den Säbel seines Gegners, der die Waffe abwehrend wagrecht vor sich hielt, hinein. Der Säbel drang ihm bis ans Heft in die Brust und nach wenigen Minuten hauchte er sein Leben aus. Der Abg. Hencz ist untröstlich über den tragischen, von ihm nicht gewollten Ausgang des Zweikampfes.
( 192. Sibung.) RK Berlin, 30. Mai. Auf die Interpellation Ca hensly, betr. die Verpach tung der Mineralbrunnen von Niederfelters und Fachingen erwiderte Minister v. Podbielski, daß der Vertrag in alter Form weiter beſtehe. Die Vorlage über die Arbeiterwoh. nungen wird in dritter Lesung angenommen und der An trag Gamp, betr. die Mutungs- Sperre, in zweiter Lesung beraten und sodann in dritter Beratung sofort angenommen. Nach Beratung mehrerer Petitionen teilte Präsident von Kröcher mit, daß er die Absicht habe, bis zum 3. Juni alles vorliegende Material aufzuarbeiten. Da die Berg gefeßnovelle, wie er gehört habe, nicht mehr zurück. kommen, sondern vom Herrenhaus entweder ange. nommen oder abgelehnt werden würde, sei dann nach Pfingsten nur die formelle Schlußsizung zu erwarten.
Ein Mädchen als Lebensretterin. In der Nähe von Goldap fiel ein neunjähriger Knabe beim Angeln in einer Torsbruch mit tiefem Wasser. Sein fünfjähriges Schwester. chen reichte ihm die Angelrute. Der Knabe fonnte sich aber nicht halten und ging unter. Da griff die Kleine entschlossen zu und zog den Bruder beim Auftauchen mit Aufbietung aller Kräfte an das Ufer. Als auf das Geschrei der Kinder Lcute herzucilten, hatte die brave ileine Lebensretterin ihr Werk bereits vollbracht. Der Bruder befand sich in Sicher heut
Himmelfahrt.
Soziales Leben.
[] Die Aussperrung der rheinisch- westfälischen Bauarbei ter. Die Mitglieder des rheinisch- westfälischen Arbeitgeber. bundes für das Baugewerbe haben nunmehr sämtlichen orga nisierten Arbeitern gekündigt, da in Dortmund die Arbeit durch die Streifenden nicht wieder aufgenommen worden ist. Der Entlassungstermin ist am 12. Juni. Nur sechs bis jieben Orte sind von der Maßregel verschont geblieben, do dort keine festen Tarifverträge bestehen. Betroffen sini 15 bis 20 000 Arbeiter.
Lokales.
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31 Mai 1905.
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*** Barlamentarisches. Die Zweite Rammer tritt am 15. Juni zu einer etwa vier Wochen dauernden Sigung zusammen.
*** Die Wahlrechtsvorlage ist stark gefährdet, denn wie wir bereits meldeten, stellte der Wahlrechts- Ausschuß der Ecsten Rammer in seiner Freitags- Sigung die abgeänderte Vorlage nach der Regierungs- Vorlage wieder her. Danach bleiben Alsfeld Bingen und Friedberg die Mandate erhalten. Ferner nahm der Ausschuß einen Antrag auf Erweiterung des Budgetrechts der Ersten Kammer und Gleich stellung derselben mit der Zweiten Karmer bei Verfassungsänderungen an.
Am vierzigsten Tage nach Ostern feiert die christliche Kirche alljährlich das Fest der Himmelfahrt des aus der Brabesnacht erstandenen Erlösers. An den Tag knüpfen sich in den verschiedenen Gegenden Deutschlands eine Menge Gebräuche, die zum Teil an die fromme Legende aus den ersten Jahrhunderten der christlichen Zeitrechnung anknüpfen, andererseits aber auch in uralten und nicht mehr verstandenen Traditionen aus der Naturreligion unserer germanischen Vorfahren wurzeln. Die Witterung soll ausschlaggebend sein für das Gedeihen der Jahresernte, von der Sonne glaubt man, sie mache drei Freudensprünge, das Sonntagskind findet am Himmelfahrtstage die Glücksblume. Wenn ein junges Mädchen das Allermanns- Herrenkrant entdeckt, wird sie im gleichen Jahre Braut, die Mai- Umzüge werden vielfach zur Himmelfahrt mit Gesang und Fröhlichfeit veranstaltet, in katholischen Gegenden die Felder ge segnet. Noch manche andere Sitten machen den Tag zu einem besonderen unter den Festen des Jahres. Vielfac werden bestimmte Speisen genossen, in dieser Gegend Erb sensuppe und eigentümliches Gebäck, dort Geflügel und Eier kuchen. Was aber dem Himmelfahrtsfest seine ganze Weihe neben der hohen Bedeutung für die Gläubigen und den ehrwürdigen Herkommen gibt, ist die Freude an der herrlick erwachten Natur, die heute zum siegbaften Andruck kommt
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HK Die XI. öffentliche Sigung der hessischen Handwerkskammer ist auf Montag, den 5. Juni 1905 in den Sigungesaal der Stadtverordneten- Versammlung im Rathaus zu Darmstadt einberufen. Die Tagesordnung umfaßt: 1. Mitteilungen.- 2. Bericht über die Tätigkeit des Vorstandes. 3. Prüfung und Abnahme der Rechnung des Etatsjahres 1904. 4. Festellung des Haushaltungsplans für das Etatsjahr 1906.- 5. Errichtung neuer Gesellenprüfungsausschüsse für 1904/07 und Wahl der Mitglieder dieser Ausschüsse. 6. Eclaß von Vorschriften zur Regelung des Lehrlingswesens.- 7. Buwahl eines Mitgliedes. 8. Wahl eines Mitgliedes zum Vorstande und zum Ausschuß für das Genossenschaftswesen. 9. Ausführung des Art. 22 des Gesetzes, die staatliche Schlachtviehversicherung betr. vom 12. Abpril 1905. 10. Befähigungsnachweis, Meistertitel. 11. Verschiedenes.
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-st. Das am 2. Juni in Gießen zusammentretende Schwurgericht pro zweites Quartal 1904 der Provinz Oberhessen verhandelt am ersten Tage gegen Georg GreinRomrod wegen Sittlichkeitsverbrechens, om Samstag, 3. Juni, gegen Christian Schmidt- Frankenbach wegen vorsätzlicher Gefährdung eines Eisenbahntransports und am Montag, 5. Juni, vormittags 9 Uhr beginnend, gegen Ostar, Hudde wegen Ranbmords und gegen Otto Walter wegen schweren Diebstahls. Die Anklage gegen Hudde und Walter vertreten Oberstaatsanwalt Theobald und Staatsanwalt Hoos, die Verteidigung führen die Rechtsanwälte Dr. Spohr und Dr. Jung.
** Die Gauturnfahrt des Gaues Hessen findet kommenden Sonntag statt. Endziel ist NiederWöllstadt. Gemeldet wurden zum Wetturnen 142 Mann. Die Beteiligung wird bei gutem Wetter infolge der günstigen Bahnverbindung bis Friedberg eine sehr qute sein. rh Gastwirte- Sterbelasse. Eine der edelsten Früchte, welche der Kulturfortschritt der Menschheit zeitigt, ist unstreitig das zunehmende Pflichtgefühl, dafür Sorge zu tragen, daß nach dem Ableben des Ernährers materielle Sorgen den Angehörigen möglichst ferngehalten werden. Eine der ersten gewerblichen Bereinigungen, welche durch Ertung einer eigenen Sterbekasse diesen schönen Gedanken hermitflichte, war der Bund Deutscher Gastwirte. Die Vorteile, welche diese Sterbekasse( Siß in Darmstadt) den Angehörigen das Gastwirtegewerbes bietet, sind auch in unserer Gegend
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