ten habe der Storbut in schrefficher Weise gehecti; et.a 17 000 Mann seien davon befallen worden.. Zur Zeit der Kapitulation sei die Festung von unerträglichem Geruch erfüllt gewesen.
Bielleicht hat die Welt in nicht langer Frist Gelegenheit, ein zweites Port Arthur in blutigem Ringen gegen die Jabaner zu sehen. Die bereits seit längerer Zeit in Umlauf befindlichen Gerüchte, daß
die
eine japanische Unternehmung gegen Wladiwostok in Vorbereitung wäre, finden jezt ihre volle Bestätigung. Eine größere Anzahl von japanischen Kriegsschiffen hat, wie aus Gensan gemeldet wird, ihren Kurs gegen Mladiwostok genommen. Bald wird man hören, daß dieser wichtige rus= sische Platz ebenso eng blockiert wird, wie seiner Zeit PortArthur. Die Russen haben die Zwischenzeit benutzt, Festung mit Proviant und Munition auf lange Dauer hinaus zu versehen. Die Befestigungen sollen durchaus modernster Art und sehr stark sein. Besagung ist genügend vorhanden, so daß die Japaner den heftigsten Widerstand finden werden, falls sie von der bloßen Blockade zu einem Angriff übergeben wollten.
Zur Arbeiter- Bewegung in Rufsland.
Petersburg, 28. Januar.
Nachdem die Revolte blutig niedergeschlagen und äußer= lich die Ruhe hergestellt ist, hat Generalgouverneur Trepow sich gegen die bekannten Männer aus den intellektuellen Volksschichten gewendet, von deren Seite man sich eine Einwirkung auf die Bevölkerung im Sinne reformatorischer Forderungen versehen kann. Das allgemeine Interesse wendet sich selbstverständlich dem Schicksal Marim Gorkis zu. Man beginnt um sein Schicksal besorgt zu werden. Ein unbestimmtes Gerücht ist verbreitet, daß sein Leben und das einiger anderer hervorragender Männer aus den Gelehrten- und Schriftstellerkreisen schwer bedroht sei. Ob der Generalgouverneur es für opportun erachten wird, in Gorki und anderen Intelligenzen von russischem oder europäischem Rufe Märtyrer zu schaffen, wird in einsichtigen Kreisen sehr stark bezweifelt. Man fragt sich: Was könnte damit gewonnen werden? Und ist der etwaige Gewinn der Gefahr wert, die man läuft, damit, daß man Gorki, Petrom, Annensfi, Jessen, und wie sie sonst heißen, dem Henfer überliefert, mit der ganzen russischen Intelligenz die europäische Kulturwelt gegen sich aufzubringen?
Es fehlt auch nicht an Tatsachen, die gegen die Annahme zu schroffer Maßregein sprechen. So wurde dieser Tage im Betersburger Appellhof ein politischer Prozeß gegen den Volksschullehrer Beljakom wegen Verbreitung revolutionärer Schriften verhandelt. Der Angeklagte wurde zu zehn Monaten Festungshaft ohne Verlust der bürgerlichen Rechte und unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 4 Monaten verurteilt.
Diese Absicht ist durch Veröffentlichungen in Wiener Blättern durchkreuzt worden. Bie unser CB- Mitarbeiter erfährt, hat sich die Regierung durch die Tatsache, daß in diesen Indisfretionen von dem Inhalt des Handelsvertrages mit Defterreich ein irreführendes Bild gegeben wird, veranlaßt sehen, die neuen Handelsverträge zu publizieren.
In verantwortlichen Kreisen wird man auch wohl Bedenken tragen, den Bogen allzu straff zu spannen, meil man des Zaren nicht gewiß ist. Wie aus der Umgebung des Zaren gemeldet wird, zeigt er bei den in Szarskoje- Selo stattfindenden Familienräten eine stetig wechselnde Stimmung. Zuweilen tritt er sehr autokratisch vor, dann wieder überläßt er alles seiner Umgebung. Uebrigens soll der Zar nicht mehr so fest in Händen des Großfürsten Wladimir sein, sondern auch den Ratschlägen des Fürsten Trubeykoi zugänglich sein, der als Führer der Liberalen gilt.
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Die Regierung geht im Ruhrgebiet sehr energisch vr. In einer im Oberbergamt zu Dortmund abgehaltenen Kenferenz teilten die Kommissare des Staatsministeriums den Vertretern der vier Bergarbeiterverbände die Einsetzung von sechs
Untersuchungskommissionen im Bergrevier mit. Von ihnen sollen die vorgebrachten Mißstände auf den einzelnen Zechen geprüft werden. Drei Mitglieder der betreffenden Belegschaft, sowie Vertreter der betreffenden Zechenverwaltungen joden hinzugezegen werden. Jede Kopmission wird wöchentlich mindestens drei Zechen untersuchen und sofort ihre Arbeiten beginnen. Den Arbeiterführern wurde nahegelegt, die Arbeiten wieder aufzuneh men, da die Regierung beriesen babe, daß sie durch das von ihr in Aussicht gestellte Berggesetz die Forderungen der Ar beiter berücksichtige. Die Führer der Bergarbeiter wiesen darauf hin, daß wegen der schroffen Stellungnahme des Bergbaulichen Vereins vorläufig noch kein Anlaß vorläge den Streit zu beenden. Ein schnelles gutes Wort vom Bergbaulichen Verein könnte jedenfalls die Lage sofort zum Besseren fehren.
Selbstverständlich verfolgt das Generalgouvernement mit Aufmerksamkeit alle verdächtigen Persönlichkeiten und schreitet gegen offene Auflehnung energisch ein. So beobachtete die Gendarmerie in frühester Morgenstunde auf einem Friedhofe eine Anzahl Studenten und Studentinnen, die um den frisch aufgeworfenen Grabhügel eines bei den Straßenfämpfen erschossenen Studenten auf den Knien liegend und mit zum Himmel erhobenen Händen einen feierlichen Racheschwur für ihren toten Kameraden leisteten. Die Gesellschaft sollte bei ihrem Eintreffen in Petersburg verhaftet werden. Sie zerstreute sich indessen, so daß es nur gelang, fünfzehn derselben habhaft zu werden. Daß man mit Personen, die auf ähnliche Weise kompromittiert find, nicht viel Federlesens macht, kann unter dem Ausnahmezustand nicht Wunder nehmen.
Der eigentliche Arbeiter- Ausstand macht sich noch verschiedentlich in den großen Provinzstädten geltend. Namentlich in Warschau und in Lodz sind noch Tausende ausständig. Auch auf das platte Land hat sich die Bewegung ausgedehnt, und man spricht schon von der Möglichkeit, daß es zu Bauernrevolten kommen könnte.
Oefterreich- Ungarn.
Entsprechend der Heftigkeit der Gegenfäße haben auch die herkömmlichen Wahlschlachten in Ungarn diesmal eine besondere Stärke erreicht. In Nyarad- Szeinda kam es zu Angriffen zwischen liberalen und oppositionellen Wählern Das Militär eilte den bedrängten Liberalen zu Hilfe. Es fam zu einem regelrechten Kampfe, in dem drei Soldaten und 30 Zivilisten verwundet wurden. In Best ist der bis herige Ministerpräsident Tisza gegen den Grafen Andrassy gewählt, doch wird dadurch an der Niederlage des Ministe riums nichts geändert, die sich immer vernichtender gestaltet Dänemark.
Indessen, vorläufig hat die Regierung das Heft in der Hand und sie ist gewillt, allen Möglichkeiten mit Eneraie zu begegnen.
Ein Aufruf zur Rettung Marim Gorfis
ist dieser Tage an deutsche Vertreter von Kunst und Wissenschaft und viele Männer, die im öffentlichen Leben stehen, versandt worden. Der Aufruf lautet:
Der Ministerwechsel macht seine Wirkungen auf das parlamentarische Gebiet geltend. Dort vollziehen sich Alenderungen im Parteiwesen. Aus der Reformpartei der Linken sind 12 Mitglieder, die das neue Ministerium Christensen nicht unterstützen wollen, ausgetreten und haben eine neue Gruppe unter dem Namen„ Die Linke des Folkethings" gebildet. Auch der Vorsitzende des Folkethings ist aus der Reformpartei ausgetreten und hat deshalb seinen Posten niedergelegt.
Marim Gorki, der talentvolle und sympathische rufsische Dichter, der sich in kurzer Zeit die Anerkennung der gefamien gebildeten Welt errungen hat, ist im Verlauf der jüngsten Petersburger Ereignisse in Haft genommen worden und sieht im Gefängnis einem ungewissen Schicksal entgegen. Die unterzeichneten deutschen Vertreter der Literatur, Kunst und Wissenschaft und des öffentlichen Lebens sprechen die zubersichtliche Hoffnung aus, daß die über das Schicksal des Dichters bestimmenden Instanzen eine Entscheidnug treffen werden, die mit den Forderungen der Menschlichkeit und Kultur übereinstimmt."
Wie wir erfahren, hat der Aufruf sogleich zahlreiche Unterschriften erhalten. Ob er irgend einen Einfluß auf das Schicksal des Dichters ausüben wird, das ist freilich noch unbestimmt.
Die Dolitik.
Spanien.
Preufeifcher Landtag.
Haus der Abgeordneten.
RK Berlin, 28. Januar.
( 127. Sigung.) Die Etats der Domänen und Forst en wurden heute von dem spärlich besetzten Hause genehmigt. Dent Höhepunkt der sich sonst ruhig und gemächlich hinziehenden Debatte bildete die Rede des Ministers v. Podbielski über die ihm nachgesagten Waldverwüstungspläne". Un ter lebhaftem Beifall führte der Minister ans, daß er gar nicht daran denke, aus fistalischen Gründen irgendwo Wald abzuholzen. Als die durchaus ungerechtfertigte Agitation der Presse gegen ihn in Blüte stand, habe er an seine Tür einen Zettel anschlagen lassen mit der Aufschrift:„ Der Minister ist heute in den Grunewald gefahren, um ein paar Bäume abzusägen." Das Haus quittierte natürlich mit stürmischer Heiterkeit. Zu einer eingehenderen Debatte führten noch die Anstellungsverhältnisse der Forstbeamten. Ein Antrag, daß den Forstassessoren die Wartezeit, die über 6 Jahre hinausgeht, auf das Dienstalter angerechnet werden soll, würde einstimmig angenommen, obwohl der Vertreter des Finanzministeriums sich dagegen aussprach. Freilich verhieß die Regierung zugleich einige Aufbesserungen. Auch für die Besserstellung der Förster trat cine Reihe von Abgeordneten ein. Um ½25 Uhr war der Etat erledigt. Am Montag steht zunächst ein nationallibe raler und ein Zentrumsantrag auf Einsetzung einer Kommission zur Untersuchung der Bergarbeiter- Verhältnisse und sodann der Justizetat auf der Tagesordnung.
A Meinungsverschiedenheiten unter den Ministern haben zum Ausbruch einer Ministerkrisis geführt. Der Kriegsminister und der Marineminister waren im Gegensatz zu den übrigen Mitgliedern des Kabinetts gegen die sofortige Wiedereröffnung der Cortes. Infolgedessen reichte der Ministerpräsident Aziorroga die Demission des gesamten Kabinetts dem Könige ein. Mit der Bildung des neuen Ministeriums ist Villaverde beauftragt.
Amerika.
-!- Wieder einmal zieht die Negerinsel Haiti die Blicke auf sich. Wie aus Amerika gemeldet wird, ist eine Revolution in Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik, zum Ausbruch gelangt. Heftige Straßenkämpfe durchwogten die Stadt. Der amerikanische Kreuzer„ Dirie ist mit mehreren Hundert Marinesoldaten von Colon nach Santo Domingo gegangen.
Die preußische Regierung geht mit Eifer daran, die Novelle zum Berggesek fertigzustellen. Es fand bereits in dieser Angelegenheit eine Sitzung des Staatsministeriums statt, der auch der Kaiser anwohnte. Bekanntlich hat der Monarch schon seit Jahren der Lage der Bergarbeiter und der Abschaffung der im Ruhrrevier herrschenden Mißstände seine wärmste Teilnahme zugewandt. Wie verlautet, wurden die Einzelheiten der Novelle in eingehender Beratung erörtert.
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Die Veröffentlichung der Handelsverträge sollte bis zur Einbringuna in den Reichstag ook ⚫halten werden
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§ Die Uhr des Gerichts. Eine bemerkenswerte Entschei Sung erzielte ein Angeklagter in der Stadt Sterzing in Tirol. Er war zu 9 Uhr früh geladen, erschien aber etwa 3 Minuten später im Verhandlungssaale. Das Gericht fällte gegen ihn ein Versäumnisurteil. Der Angeklagte protestierte und wies nach, daß er nach mitteleuropäischer Zeit ganz pünktlich erschienen sei. Das Kreisgericht in Bozen und nach ihm der oberste Gerichtshof gaben dem Angeflagten recht. Schleunigst wurden alle Uhren der Bezirksgerichte in Südtirol nach mitteleuropäischer Zeit reguliert.
Die Stellung des Ministeriums Rouvier ist durch die wachsende antirussische Volksströmung starf erschwert. Nach einer in Paris abgehaltenen Volksversammlung, in der gegen die Vorgänge in Petersburg Einspruch erhoben wurde, kam es auf der Straße zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und der Volksmenge. Einige Personen wurden verhaftet; mehrere sind verwundet worden. In gemäßigten Kreisen. erwartet man von Rouvier greifbare Beweise, daß er mit dem ,, Combismus" vollständig breche. Auf radikaler Seite ist man der Meinung, daß die Regierungsmehrheit, die Rouvier bei seinem ersten Auftreten in der Kammer unterstüßte, zu groß sei, um ehrlich zu sein.
Amerika.
Die Pläne des Präsidenten Roosevelt wegen Ver mehrung der Flotte stoßen auf Gegnerschaft in der Voifsvertretung. Die Kommission des Repräsentantenhauses be schloß, nur die Genehmigung von zwei Schlachtschiffen: vom größten Typ mit einer Wasserverdrängung von je 16 000 Zonnen zu empfehlen, die die schwerste Panzerung und Geschütze größten Kalibers tragen sollen.
Nab und ferm.
Eine einträgliche Belohnung. Man erinnert sich wohl des früheren Abgeordneten zum deutschen Reichstage, des Herrn Antoine, der in den achtziger Jahren die Stadt Metz dort vertrat. Er entdeckte sein chauvinistisches Herz und wanderte nach Frankreich aus, wo er ob seines Chauvinismus eine Rolle spielte. Jezt ist ihm in seinem neuen Vaterlande der Lohn zu teil geworden. Er ist zum Generalschatzmeister des Meurthe- und Mosel- Departements ernannt. Herr Antoine ist von Hause aus Tierarzt. Generalschatzmeisterstellen in den französischen Departe ments sind recht einträgliche Posten. Herr Antoine fann je denfalls mit seiner Karriere sehr zufrieden sein.
Dof und Gesellschaft. *** In Kassel verstarb im 65. Lebensjahr Karl Fürst von Hanau, Besizer der Fideikommißherrschaft Horowit. Der Verblichene war ein Sohn des Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. von Hessen und dessen Gemahlin, einer einfachen Bürgerlichen, namens Gertrude Lehmann, die zu einer Gräfin von Schaumburg erhoben wurde. Die Nachkommen aus dieser Ehe sind in Hessen nicht erbfolgeberechtigt und führen nur den Tite! Prinz, respektive Prinzessin von Hanau. Der Titel des Fürsten von Hanau geht jetzt auf den unvermählten Bruder des Verstorbenen, Heinrich, über. Sein jüngster Bruder Philipp ist ebenfalls mit einer Bür gerlichen, Albertine Stauber, vermählt
Aus den Parlamenten. Abgeordneter Bodelschwingh beabsichtigt, im preußischen Abgeoronetenhause folgenden Antrag einzubringen: 2
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Unterzeichneter beantragt folgendes Notgesetz zu erTassen: Bis zur Erledigung und der Einigung in den Streifverhandlungen im Ruhrgebiet übernimmt der Staat den Betrieb der Bergwerke." i7
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Das neue Organ des Grafen Bückler ist kurz nach sei nem Erscheinen in Berlin konfisziert worden. Blatt, das den Titel„ Der Retter aus der Judennot" führt und eine Beilage Graf Pücklers Kampfruf" enthält, griff in heftiger Weise den Landgerichtsdirektor Kanzow an. Den Händlern in der Friedrichstraße wurde nun das Heilbieten des Blattes verboten.
Dieser Antrag ist als Ergänzungsantrag zu dem schon borliegenden Zentrumsantrag betreffend die Enquetekomission gedacht. Der Antragsteller hat sich bereits mit verfriedenen anderen, besonders konservativen Abgeordneten in Verbindung gesetzt und hofft, Unterstützung für seinen Vorschlag zu finden.
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)!( Wegen Plagiats entlassen wurde der Professor an der Universität Münster Dr. Matthias Koppes. Er wurde von seinem Fakultätskollegen Dr. Erich Adickes beschuldigt, in seinen Büchern große Stücke aus bekannten. Lehrbüchern der Philosophie entnommen zu haben, ohne die Quelle zu zitie ren. Auf Grund dieser Beschuldigung wurde der Fall durch den Minister vor den Disziplinarhof für nichtrichterliche Beamte gebracht. Das Urteil lautete, wie oben erwähnt. (:) Unfall in der Grube. In der Hedwigwunschgrube bei Zabrze löste sich bei dem Montieren einer elektrischen AnFünf lage eine eiserne Welle und fiel auf die Arbeiter. Mann erlitten erhebliche Verlegungen.
Verhaftete Raubmörder. In Basel wurde ein Schaffner der badischen Bahn unter dem Verdacht verhaftet, einen Rentier in München ermordet zu haben. Man fand in dem Logis des vermeintlichen Mörders 43 000 M. in Wert papieren.
Ein Liebesdrama bildet in Dresden das Tagesgespräch. Einem siebzehnjährigen Mädchen wurde von dem zwanzig jährigen Arbeifer Borsberg nach kurzem Wortwechsel mit einem Messer die Kehle durchschnitten. Dann erstach sich der Mörder mit derselben Waffe.
Berhaftung einer Prinzessin. In dem schweizerischen Flecken Romanshorn am Bodensee wurde die Prinzessin Alerandra von senburg- Büdingen in Untersuchungshaft ge nommen. Die Prinzessin wird der Pfandverschleppung angeschuldigt.
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Ein parlamentarischer Veteran. Immer mehr lichtet der Tod die Neihen der Alten, die einst im ersten deutschen BarTament gesessen haben. Nur wenige sind noch da von den Männern, die einst in der Baulskirche zu Frankfurt mit getagt haben. Einer von ihnen, der Advokat Dr. Ludwig Menger ist in Tetschen im hohen Alter von 92 Jahren gestorben. Er hatte den Wahlkreis Böhmisch Kannwis im Frankfurter Parlament vertreten.
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)!( Drei Personen durch Gas getötet. Wie aus Kottbus gemeldet wird, erstickten dort nachts der Schlossermeister Hellenbruch, seine Frau und ein Sohn im Schlaf an ausgeströmtem Leuchtgas. Ein Gummischlauch war defekt und hatte den tödlichen Gasen Durchgang gewährt.
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Der Kanarienvogel als Lebensretter. Der Bahnwär ter Johann Schludek und seine Frau in Sterndorf bei Hof danken es ihrem Kanarienbogel, daß sie dieser Tage in ihrer Wächterwohnung dem sicheren Tode entgangen sind. Frau hatte den Ofen mit Stohlen stark geheizt. Infolge Er schütterung durch die vielen nachts vorüberfahrenden Eisenbahnzüge hatte sich das Ofenrohr nachts auseinandergescho ben und der Kohlenrauch war in den Schlafraum gedrungen. Durch das fortwährende Schwirren und Zwischern eines Kanarienvogels in seinem Käfige wurden die Eheleute aus dem Schlafe geweckt. Der Mann hatte noch so viel Kraft, aus dem Bette zu springen und das Fenster aufzureißen, daraufhin konnte auch seine bereits halberstickte Frau sich noch erholen, während der Lebensretter, der arme Kanarienbogel, ersticken mußte.
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