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nommen.

Iust von 73 Toten auf das andere Ufer des Flusses ge­worfen, viele Aufständische sollen bei der Flucht ertrunken sein. Leider hat der Ausstand größere Dimensioner ange­Er hat sich auf den Lindibezirk ausgedehnt, die Stadt Lindi selbst ist bedroht. Der Bussard" ist nach Lindi in See gegangen. Der Gouverneur Graf Gößen berichtet, daß die Unruhen im Bezirk Dar- es- Salam sich als wenig nachhaltig erwiesen haben und durch das rasche Eingreifen der Polizeitruppe leicht unterdrückt worden sind. In den Matumbibergen nehmen die Operationen ihren Fortgang. Leutnant Lindeiner hatte drei Stunden mestlich von Kilwa gegen eine größere Anzahl von Aufstärischen ein Gefecht. Diese hatten größere Verlust die Deutschen dagegen keine.

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Für die Dauer der Unruhen in Ostafrika ist bei dem All­gemeinen Marine- Departement des Meichs- Marine- Amts in Berlin, Leipziger Play 13. in Zentral- Nachweise- Bureau eingerichtet, an das alle Anfragen über in Ostafrika befind­liche Angehörige der Marine zu richten sind.

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Infolge der großen Fleischtenerung soll anfangs Sep­tember ein allgemeiner Fleischerkongreß abgehalten werden. Es ist eine Massenkundgebung beabsichtigt, um die actigen unhaltbaren Zustände zum Ausdruck zu bringen.

In Frankfurt a. M. fand eine Zusammenkunft deutscher und französischer Lehrer und Lehrerinnen statt. Die Frank­furter Lehrervereine veranstalteten zu Elyren der Gäste ein Festmahl. An den Kaiser wurde ein Telegram: n abgese dt, ebenso an den Präsidenten Loubet. In den Depeschen w.cd die Zusammengehörigkeit und die gegenseitige Wertschätzung der beiden großen Nachbarvölker betont.

Rufeland.

davon, darunter der bekannte Schauspieler Harry Walden, der eine Verstauchung des Fußes erlitt; indessen sind nun drei bedenklich verwundet, besonders ein Statist, der einen schweren Unterschenkelbruch hatte, bei dem die Knochensplitter durch die Haut drangen und infolge einer Schlagaderver legung das Blut im Bogen aus der Wunde hervorspritzte.

Wie wenig das Reform- Manifest des Zaren im Lande Befriedigung gebracht hat, geht daraus hervor, daß sämt­liche Semstwos der Provinz eine gleichlautende Resolution gefaßt haben, die freies Versammlungsrecht, Preßfreiheit und allgemeine politische Amnestie fordert. Es wird jetzt wieder ein weiteres Manifest des Zaren als bevorstehend angekündigt, das eine allgemeine politische Amnestie ver­fünden solle, von der nur die Urheber von Attentaten aus. geschlossen seien.- Ueber das Gouvernement Kowno ist der sogenannte Zustand des verstärkten Schutzes verhängt worden. Zum Militär- Gouverneur von Warschau ist Generalleutnant Olchowski ernannt.

Türkei.

Durch eigene Unvorsichtigkeit verunglückt. Ein Arzi in Seelze bei Hannover war in seinem Studierzimmer der Inhalt einer umgefallenen Aetherflasche auf das Beinkleit geflossen. Als er sich bald darauf eine Zigarre anzündete, fingen die Aetherdämpfe Feuer, und im Nu stand das Bein. kleid in hellen Flammen. Unter unsäglichen Schmerzen ge lang es dem Unglücklichen, mit einer Decke das Feuer zu ersticken, doch hat er schwere Brandwunden davongetragen.

** Im Vilajet Uestüb fanden heftige Zusammenstöße statt, wobei von einer Abteilung Soldaten acht Christen, und zwar ein Mann, drei Frauen und vier Kinder erschossen und sechs Christen verwundet worden sind. Nach türkischer Angabe sei dies während eines Kampfes mit Komitatschis geschehen, von anderer Seite wird versichert, daß diese Behauptung unwahr ist. Die Botschafter der Ententemächte haben des­wegen Schritte bei der Pforte unternommen.

bot und Gesellschaft.

Das Unglücksfahrzeug. In Kaltchardt in Westfalen vurde, einem zehnjährigen Knaben von einem Automobil ein Arm und ein Bein abgefahren, wodurch der Tod eintrat. In Süchteln in der Rheinproving stellte sich ein Mann mit sgebreiteten Armen vor ein dahersausendes Auto, und als dieses auswich, lief der Mann dem Fahrzeuge direkt ent gegen. Er wurde überfahren und war alsbald tot.

In Gegenwart des Kaisers, der Kaiserin, des Kronprinzen, der Kronprinzessin und sämtlicher in Berlin anwesenden Prinzen und Prinzessinnen fand vorgestern mit. tag im Zeughause zu Berlin die Nagelung und Weihe von 72 Fahnen und Standarten für Truppenteile des 8. und 18. Armeekorps und einige Reserve- und Landwehr- Kriegs­formationen mit dem althergebrachten militärischen Brunt ſtatt.

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Die Prinzessin Amalie von Bayern, die Witwe des Prinzen Adalbert von Bayern und Schwägerin des Prinz­Regenten Luitpold, ist in Schloß Nymphenburg gestorben.

Der Kaiser Franz Josef von Desterreich ist in Romeno eingetroffen, wo während der Tiroler Kaisermanöver das militärische Hauptquartier aufgeschlagen ist. Dort empfing der Kaiser den zu seiner Begrüßung erschienenen italienischen General Bisesti.

Nab und fern.

Eine jähzornige Gattin. Ein Fuhrwerksbesitzer ir Hannover verlangte abends beir Machhausekommen, das seine Ehefrau ihm Spiegeleier zum Abendessen bereiter jolle. Darüber geriet diese in ei.ie solche Erregung, daß sie ihrem Manne ein langes Küchenmesser in Len icken stief und ihm so eine lebensgefährliche Verlegung Leibrachte.

Das Spiel mit Streichhölzern. In Brudhausen in der Rheinprovinz verursachten drei kleine Kinder, die in einer Dachstube mit Streichhölzern spielten, einen Brand. Alle drei fanden ihren Tod durch Ersticken.

Gine Papierfabrik abgebrannt. In Vacha wurde die Schrottsche Papierfabrik ein Raub der Glammen. Ter Schaden beträgt über einen Million Mark, er ist aber durch Versicherung gedeckt.

Diebstahl eines Postsackes. Als kürzlich in der unga rischen Stadt Nyiregyhaza die Postsendung vom Eisenbahn­zuge ins Postamt gebracht war, entdeckte man das Fehlen eines Sackes, der Wertpapiere und Geld im Werte von 100 000 kronen enthielt.

Brand auf der Pusta. In der ungarischen Gemeinde Soosd brach auf der Pusta ein Feuer aus, das so rapid um sich griff, daß binnen einer halben Stunde die ganze Putc in Flammen stand. In der Zeit vom Nachmittag zum Abent waren neunzehn große Fruchttristen, sowie die ganze Tabak: ernte und zwei große Scheunen abgebrannt.

Ein arger Rausch. Einem Arbeiter, der sich in der Trunkenheit auf der Strecke Euskirchen-- Düren auf den Bahndamm gelegt hatte, wurde von einem Zuge der linke Unterarm abgefahren. Der Mann war derartig vom Alko­hol übermannt, daß er den Verlust seines Gliedes gar nicht bemerkte, sondern nach Hause taumelte. Dort mußte ihm der Arm bis zur Schulter abgenommen werden, doch ist er trotz des starken Blutverlustes außer Lebensgefahr.

Zug- Entgleisung. Auf der Kleinbahn zwischen Flens­burg und Rundhof entgleiste die Maschine und ein Per­senenwagen eines Buges. Drei Passagiere wurden leicht berletzt.

nur gewonnen haben. Die vielen legitimen Gattinnen mochten ihnen wohl eine Quelle des Vergnügens sein, aber sie legten ihnen dafür auch Lasten und Verantwortlichkeiten auf. Frau und Kind wurden nie im Stich gelassen. Natür­liche Kinder gab es in der Türkei nicht: der Sohn der Gattin und der Sohn des Nebenweibes waren Brüder mit gleichen Rechten. Die levantinische oder europäische Geliebte, die sich der monogamische Türke hält, mag den Mann ausbeuten, so lange sie fann: Nechte und Ansprüche hat sie nicht. Die tün fischen Frauen wissen das so genau, daß sie sich um die Europäerinnen gar nicht fümmern und sich nur gegen die mohammedanischen Rivalinnen wenden. Darin sind sie alle einig, das ist ihre ganz besondere Art von Feminismus. Der Türfe von heute hat also nur eine Frau, ober all sein Mühen und Hasten und Arbeiten genügt farm zu ihrem Unterhalt. Die in den Tag hineinlebende Frau gestaltet das Haus­wesen sehr schwierig. Alle Einfünfte des Gatten werden in Juwelen und in Mobiliar angelegt, denn das ist persön­liches Eigentum der Hanum" und ihr Gut im Falle einer Scheidung. Der Türke selbst befißt nichts und lebt von der Hand in den Mund. Wenn er das Geld für den Harem ( Gattin, Tochter, Mutter, Schwestern) nicht ehrlich verdienen fann, um so schlimmer für die Ehrlichkeit! Der Islam be­günstigt materiell die Frau ganz außerordentlich. Die tür­tische Frau bleibt auch in der Ehe Eigentümerin ihres Ver­mögens und kann es nach Belieben verwalten. Sie kauft und verkauft Wertpapiere und Häuser ohne die Zustimmung des Gatten; sie braucht auch nichts zu den Kosten des Haus­halts beizutragen. Ihr Ehevertrag faßt auch alle Be­dingungen einer etwaigen Scheidung ins Auge und setzt schon voraus die Entschädigung fest, die ihr in solchem Falle von dem Gatten gezahlt werden muß. Also so schlimm hat es die türkische Frau wirklich nicht und manche ihrer nordeuropäischen Schwestern dürfte eine Regung des Neides nicht unterdrücken, wenn sie ihre eigene Lage damit bergleicht.

Ein türkischer Bankier ermordet. Der Bankier Apic Effendi Umdjian wurde in Konstantinopel von einem Ar­menier durch vier Revolverschüsse ermordet. Der Täter wurde verhaftet.

Raubmord im Juwelenladen. In dem Juwelengeschäft von Crossard in der Rue du Temple in Paris wurde der Wächter Florent crdrosselt aufgefunden. Die Mörder raub ten den Laden aus und trugen Juwelen in großem Wert davon. Florent ist ein 75jähriger Mann, der den Wächter dienst in dem Crossardschen Geschäft bereits seit dem Jahre 1850 ausgeübt hat.

Eine bestialische Tat. Im Dorfe Brolitz im Kreise Rönigsberg i. N. begoß ein Arbeiter seine im Schlafe lie­gende Frau mit Spiritus und zündete diesen an. Die einer Feuersäule gleichende Frau wurde von herbeieilenden Nach­barn durch leberwerfen von Decken vom Tode errettet. Der Unhold verweigert jegliche Auskunft über das Motiv zu seiner schrecklichen Tat.

Im Verfolgungswahn. In Hamburg stürzte sich di Frau eines Postsekretärs mit ihrem vierjährigen Töchterches aus dem Fenster ihrer in der dritten Etage belegenen Woh nung. Das Kind war sofort tot, die Mutter ist schwer ber letzt. Die Bedauernswerte litt seit einiger Zeit an Verfol Jungswahn.

Vom Bullen getötet. In einer am Elbdeich bei Tanger­münde belegenen Weidekoppel wurde ein Knecht von einem Bullen angegriffen. Der Mann floh, wurde aber von dem wütenden Tiere eingeholt, auf die Hörner genommen und in die Luft geschleudert. Zu Tode verlegt, fiel er nieder, worauf sich der mächtige Bulle abermals auf ihn stürzte, ihm mit den Hörnern den Brustkorb einstieß und den Leib eintrat.

Eine reiche Stiftung. Anläßlich des Verkaufs de Raiserbades in Franzensbad widmete Generalrat Friedrid Seiß der Stadt Franzensbad einen Betrag von 100 000 Kronen zur Verwendung für gemeinnütige Zwecke. Di Stadtvertretung beschloß, diesen Betrag zur Errichtung eine Stiftung von Freiplätzen für bedürftige Kranke, ohne Unter schied des Geschlechts, der Staatsangehörigkeit und der Re ligion, zu verwenden.

Beim Bootsfahren ertrunken. Auf dem Bielburger See in Hinterpommern hatten eine Anzahl Lehrer eine Ver­gnügungsfahrt unternommen. Das Boot fenterte, und drei Lehrer ertranfen.

Ein Amtsrichter als Defraudant. In der Reuterstadt Stavenhagen wurde der Amtsrichter Baschen bei der Rück­fehr von seinem Sommerurlaub verhaftet. Er wird be­schuldigt, Hypothekenscheine gefälscht zu haben. Es handelt sich um sechs Scheine im Gesamtbetrage von 12 000 Mark.

Die päpstliche Nobelgarde aufgelöst. Bapst Pius X oll im Prinzip die Auflösung der päpstlichen Nobelgard beschlossen haben. Unter dem zu der Garde gehörigen Ade jat diese Kunde große Beunruhigung hervorgerufen.

Der Pariser Millionen- Defraudant. Der in Bahia vor Der brasilianischen Polizei verhaftete Defraudant Galley ha feine Identität zugegeben, leugnet aber den ihm zur Last ge legten Diebstahl. Er verlangt, daß über seine Verhaftung ein gerichtlicher Entscheid ergche, und es ist nicht aus geschlossen, daß er freigelassen werden wird.

Ein Unglücksfall im Theater. Im Metropol- Theater zu Berlin stürzte bei der Probe zu der dort in Vorbereitung befindlichen Neuaufführung ein aus Holz und Eisen auf. geführter Aufbau ein, auf dem 30 Personen Ausstellung ge nommen hatten. Sechszehn Personen trugen Verletzungen

Hohes Alter. In Marseille starb kürzlich in einem Hospital im Alter von 105 Jahren ein israelitischer Biíger namens Lazarus Porpeliz. Er kam aus Canada und war auf einer Pilgerfahrt nach dem gelobten Lande begriffen.

Die türkische frau. Familienleben im Reiche der Muselmänner.

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Vermischtes.

von ber 8weiten Ra fei nicht beabfichtigt,

nur die Wünsche ber werben. Sodann ging führte aus, daß bas befteuerung leide und in teilt und die Wünsche beridfichtigt worden fei nach seiner Anficht unge zur Hälfte zur Gemeind Die Verfammlung möge worin die Erfte Romme feuergefeß an die Bweil nochmaligen Beratung. öge man der Eiften Bünsche der Landwirt fondere Gefahr für die Befteuerung die Schuld tinten. Grundbesig u Burr herangezogen al Bolf- Stabeden m Bulbenabzug nich meinden fonft überhau fonnten, er fei deshalb früheren Ansicht, daß müßten. Ein Teil der in Preußen begütert feie Teil ihrer Güter mi Schulden nicht befteuer zur Befteuerung berar fich gegen die Abfaff abgeordneter Hiri sich bei diesem Gese Befteuerung. Das mehr herangezogen a ift dafür, daß man laffe, umfom br, ale 6 Jahren feigelegt furzen Beit würde m man bei der späteren Nachdem dann noch wurde die Refolution -gs. Sterbeta Früchte, welche ber ift unstreitig das zun tragen, daß nach d Sorgen den Angehö Eine der ersten gem Errichtung einer eigene berwirklichte, war der teile, welche die Ste mirte( Sig in Darmfl gewerbes bei faum unferer Gegend rechtze große Anzahl einfictio an. So wurden erst in des verftorbenen Mitg den Bezirksortsrechner fowsty in Gießen 10 Bu dem bor Dansberg Wetta noch folgende intere Bu dem am

Ein splendider Autor. In Myndham's Theater in London wird zurzeit ein Stück c, ührt, das von einem Landrichter in Manchester verfaßt it. Um seinen Lands­leuten Gelegenheit zu geben, sein Stück zu bewundern, stellt er ihnen täglich einen Eisenbahmzug mit Salonwagen zur Verfügung. Autos bringen die Fahrgäste zum Bahnhof und zum Theater und nach Schluß der Vorstellung erhalten sie ein Abendessen in einem vornehmen Restaurant. Und das alles für einen sehr mäßigen Preis. Damit ist dem glück­lichen Autor der Beifall seiner Landsleute gewiß.

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Der Staub in der Großstadt. In einem großen Hotel in Newyork wird die Ventilation durch Schirme aus ganz feinem Tuch geführt. Man hat beobachtet, daß an diesen Filtern sich im Laufe einer Woche eine ganz fabelhafte Menge Staub ansetzt. Dabci werden in dem Gotel zur Reinigung aller Gänge und Zimmer pneumatische Saug­apparate verwandt, in denen sich in einer Woche über vier Hektoliter Staub ansammelte. Durch diese Feststellungen bekommt man einen Begriff von den Staubmengen, die der Bewohner der Großstadt täglich einschluckt.

Einige Winke beim Gebrauch von Postkarten. Be kanntlich sind kurze briefliche Mitteilungen auf der Vorder­seite von Ansichtspostkarten gestattet. Bei gewöhnlichen Postkarten ist das aber nach wie vor nicht der Fall. Wenn bei den Ansichtspostkarten mit Rücksicht auf den meist sehr beschränkten Schreibraum auf der Rückseite die betriebstech­nischen Bedenken gegen die Verkleinerung des Adreßraumes haben zurücktreten müssen, so liegt ein solcher Anlaß bei den gewöhnlichen Postkarten nicht vor. Tragen diese brief­liche Mitteilungen auf der Vorderseite, so werden sie nicht abgesandt, sondern als zur Beförderung unzulässig den Auflieferern zurückgegeben. Dagegen dürfen offene Karten. die ursprünglich zur Versen­dung als Drucksachen bestimmt waren, auf der Rückseite mit schriftlichen Mitteilungen versehen und nach der Post fartentage frankiert werden, und sie werden auch dann mit einer Nachtare nicht belegt, wenn ausnahmsweise unterlassen ist, den Aufdruck Drucksache" zu durchstreichen und durch den Vermerk Bostkarte" zu ersetzen. Bedingung ist jedoch, daß die Karten nach Größe und sonstiger Beschaffenheit den an Postfarten zu stellenden Anforderungen entsprechen. Ein Infratives Engagement. Die frühere Opern­sängerin Frau Antonie Mielke hat ein Engagement nach Amerika angenommen, um eine dortige junge Milliardärs Gattin im Gesang auszubilden. Die Glückliche erhält dafür eine Jahresgage von 30 000 Mark.

Schöne Märchen gehen noch heutzutage in den nordischer Ländern Europas um von dem Dußend und mehr Frauen die jeder Türke in seinem Hause beherberge. Das sind ir Wirklichkeit nur Märchen. Mit der türkischen Vielweibere ist es längst zu Ende, wenigstens in dem Sinne, wie sie manchmal noch bei uns zu Hause verstanden wird. Die tür fische Hausfrau, die" Hanum", ist die wahre und einzig Gattin des muselmännischen Familienvaters. Die reiche türkische Familie lebt in einem Gemisch von üppigsten Lurus und staunenswerter Unbehaglichkeit. Die gemein same Wohnung bedingt durchaus nicht eine einheitliche Lei tung des Hauswesens. Die Küche bildet eine Abteilung für sich, wie zu der Zeit, wo vom Salamlif( Besuchszimmer des Hausherrn) die Mahlzeiten nach dem Harem geschick wurden, zu dem sie durch einen drehbaren Aufzug gelangten Heute steht die Küche völlig unter der Leitung eines unab hängigen Küchenchefs, der nur von Zeit zu Zeit dem Herrr des Hauses oder seinem Vertreter Rechenschaft ablegt. Ein Tasse Tee oder Schokolade, die außer der Zeit verlangt wird ist Gegenstand langer und ernster Verhandlungen. Die Um wandlung des türkischen Familienlebens datiert von den Tage, wo die einzige Gattin aus dem Stamm eine Famili gemacht hat. Die Vielweiberei existiert nicht mehr in de Türkei. Einer ihrer letzten und überzeugtesten Anhänger starb fürzlich in Konstantinopel. Es war der Marine minister. Man zeigt noch heute die lange Reihe von ver schlossenen Konaks, wo seine Harems untergebracht waren Denn er befolgte sceng das Gesetz des Propheten: jede seine Gattinnen hatte ihre eigene Wohnung, und er zeigte sic gegen alle von gleichmäßiger Freigebigkeit und von eine nicht minder vollendeten Gerechtigkeit in der Verteilung seiner Liebesbeweise. So will es das Gesetz.

Die aufrichtigen Türken gestehen, daß die Zeit der Poly gamie vorüber ist und daß sie bei dem Gesinnungswechse

= Das Portemonnaie im Hecht. An der französischen Küste hat ein Fischer einen riesigen Hecht gefangen, den er an ein Hotel verkaufte. Als der Koch den Fisch aufschnitt. fand man in seinem Bauch ein Bortemonnaie mit 180 Francs. Es stellte sich heraus, daß der Kassicrer eines Musif vereins, der in dem Hotel gewohnt, sein Portemonnaie bei einer Seefahrt ins Meer hatte fallen lassen. Wenn dieser Riesenbecht mit dem Portemonnaie im Magen nur nicht zur Klasse der Seeschlangen" gehört!

Lokales.

29. August 1905.

** Erledigt ist die Großherzogl. Oberförsterei Eichelsdorf.

*** Die theoretischen Prüfungen der junger Handwerker, welche sich der gesetzlichen Meisterprüfung in diesem Jahr unterziehen, hat heute begonnen. Dieselben dauern einige Tage. Am 10. September, vormittags 1/11 Uhr, findet dann die Ueberreichung der Meisterbriefe an die jenigen Prüfungskandidaten statt, welche die Prüfung be­standen haben.

*** Ronzertmeister Willy Kruse hat einen ehren. vollen Ruf als erster Ronzertmeister an das Berliner Operntheater erhalten, dem er demnächst Folge leisten wird. Es ist ein Sohn des Musiklehrers Chr. Kruse- Gießen.

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5. Dunsbergwetturn 129 Betiurner ang bahn brachte die

morgens nach Bieber Dünsberg unternom

122 Turner zum Freitweithochsprung, einarmig an. Der Turnerschaft, Althoff martigen Aniprade, Raifer austlang un Gelingen. Die tu dankenswerter Weise

*** Am Sonntag Nachmittag hielt der Bund der Landwirte für das Großherzogtum Hessen in Mainz eine Landesversammlung ab. Geleitet wurden die Ver handlungen von Lem Gutsbesizer Lucke- Petershausen, der auch das Referat über Das neue Gemeindesteuer geset" übernommen hatte. 8unächst zog er die Linien, innerhalb derer sich die Verhandlungen bewegen möchten, um ein ersprießliches Ergebnis zu zeitigen. Eine Beratung des

Gießen übernommen Turner auf zum G Turnen, das gegen Ergebnis mus als e

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