die Vertagung anbefohlen werden, so würde er davon keine Kenntnis nehmen und die Beratungen begingen lassen.
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Schweiz.
In Basel begann Donnerstag der siebente ZionistenFongres. Aus fast allen europäischen Ländern, aus Amerika, Australien, Süd- Afrika und Kleinasien waren Delegierte er. schienen. Der jezige Kongreß ist der erste seit dem Tode des Führers der zionistischen Bewegung, Theodor Herzl, und gewinnt dadurch besondere Bedeutung, daß nach dem Abscheiden Herzls jede der beiden Gruppen der Zion- Zionisten und der Territorial- Zionisten die Oberhand gewinnen will. Die Zion- oder Ultra- Zionisten wollen'in Palästina einen neuen jüdischen Staat begründen, die Territorial- Zionisten dagegen ein Angebot der englischen Regierung zirr Uebernahme eines Gebiets in Britisch- Ostafrika akzeptieren. Die russischen Delegierten, die Vertreter der Zion- Zionisten sind, zeigen sich besonders heftig, und man erwartet starke Meinungsfämpfe.
Balkan- Staaten.
** Die Schwierigkeiten in Serbien verschärfen sich neuer dings durch einen serbisch- belgischen Konflikt. Die Belgrader Elektrizitätstverfstätte, in der jetzt gestreift wird, gehör einer belgischen Aktiengesellschaft. Die streifenden Arbeiter haben die Fabrik blockiert und die Einführung der Nahrung für den Direktor und die Beamten unmöglich gemacht. Si mißhandelten auch den Sekretär der belgischen Gesandt. schaft, der sich in die Fabrik begeben wollte. Die Polizei verhält sich passiv. Man nimmt an, daß die Arbeiter im Einverständnis mit einer radikalen Gruppe handeln, die auf diese Weise die jetzige Regierung kompromittieren wollte. Der Polizeidirektor ist bereits abgesetzt worden, weil er zu der radikalen Gruppe gehören soll. Belgrad ist seit meh. teren Tagen ohne elektrisches Licht
Schweden.
** Dem Beschluß der Untersuchungskommission über den Unionstreit sind beide Kammern des Reichstags beigetreten. Man wird also die Lösung der schwebenden Fragen auf parIamentarischem Wege vornehmen.
England.
** Die britische Regierung will ein Kriegsschiff nach Urnguuh schicken. Die Behörden in Uruguay haben einen kanadischen Kapitän festgenommen und wegen unerlaubten Seehundsfanges zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Die britische Regierung erklärt das für ungesetzlich und hat einstweilen die Vermittelung der Vereinigten Staaten angerufen. Man kann es der Regierung in Uruguay nicht übel nehmen, wenn sie dem von gewissenlosen Beutejägern betrizbenen Vernichtungsfeldzug gegen die Seehunde Maß und Ziel setzt.
Rufeland.
** Der Generalgouveneur Trepow hat ein Verbot aller Kongresse erlassen, das natürlich in erster Linie den Semstwos gilt. Das Verbot richtet sich nicht allein gegen den für den Herbst anberaumten Semstwofongreß, sondern auch gegen dessen ständiges Bureau, das permanente Sigungen abhalten und bis September umfassende Arbeiten erledigen sollte. Es verlautet, das die Semstwos das Verbot nicht anerkennen werden. In Petersburg hat die Polizei bei ihren nächtlichen Haussuchungen eine Niederlage von Bomben und Revolvern entdeckt. Zugleich fiel ihr die Korrespondenz der Führer der Revolution in die Hände, aus der hervorgeht, daß diese von den Komitees im Auslande Geldmittel erhalten habe. In Batum fonnten drei zum Tode durch den Strang berurteilte politische Verbrecher furz vor ihrer Hinrichtung mit Hilfe eines Wärters aus dem Gefängnis entfliehen. In Jaroslaw meuterten die nach Kronstadt bestimmten Re servisten Matrosen und mißhandelten den Kommandanten von Jaroslaw, Oberst Popow, der einen der Matrosen einen Faustschlag versetzt hatte.
Türkei.
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** Nach dem Urheber des Attentats gegen den Sultan Abdul Hamid wird mit begreiflichem Eifer gesucht, doch mit geringem Erfolg. Man hat Vermutungen, aber keine Gewißheit. Die Pforte weiß, daß in Bulgarien anarchisti Elemente vorhanden sind, und hat in einer Note an die Mächte darauf aufmerksam gemacht, daß Bulgarien solche Elemente dulde, auch nichts gegen die Fabrikation von Explosivstoffen und ihre Einführung nach der Türkei tue. Bulgarien hat mit einer entschiedenen Abwehrnote und mit der Forderung von Reformen im Vilajet Adrianopel geantwortet. Jedenfalls werden die türkisch- bulgarischen Beziehungen dadurch nicht freundlicher. Auch kann man wahrnehmen, daß die bulgarischen Banden in ihrer Mordstätigfeit sich wieder reger zeigen. Sie morden, rauben, plündern und wenden sich dabei in der Hauptsache gegen Leben und Habe der Griechen. Gegen die Türken kämpfen sie bloß, wenn sie von diesen, die Ruhe schaffen wollen, angegriffen werden. Merkwürdigerweise gelten gerade die bulgarischen Priester für türkische Spione, mit denen man bei sich bietender Gelegenheit nicht eben sänftiglich umgeht. Wahrscheinlich aber ist der Verdacht nur ein Vorwand für die Griechen, die irgendwie an den Bulgaren Rache nehmen wollen. Selbstverständlich regen sich auch die armenischen Komitees wieder. In einem Nundschreiben an die Botschafter in Konstantinopel verlangen sie Schutz gegen die Verfolgungen, denen sie wegen des jüngsten Attentats ausgesetzt sind, und drohen mit Erneuerung ihrer früheren Attentatspolitik, wenn ihnen nicht bald die versprochenen Reformen uner der Kontrolle der Mächte zuteil werden. Anscheinend war übrigens wieder ein neues Attentat geplant. Ein schlecht bulgarisch sprechender Mann wollte bei dem Por. tier der bulgarischen Exarchatskanzlei in Pera einen kleinen Sack für den Schulinspektor Naumom niederlegen. Der Portier verweigerte die Annahme und erklärte, er dürfe von Fremden nichts übernehmen. Als der Portier einen Blic in den Sack warf, bemerkte er zwei Bomben, worauf der Ueberbringer davoneilte. Ter all erregt großes Aussehen und ist noch nicht aufgeklärt.
Hof und Gefellschaft.
Der Kaiser traf gestern von Villau aus, wo er die Hohenzollern" verlassen hatte, mittelst Extrazuges in Cadinen ein, wo er von der Katerin, der Prinzessin Victoria Luise und den Prinzen Adalbert, Oskar und Joachim herzlicht begrüßt wurde. Heute nachmittag reist der Kaiser über Marienburg nach Danzig ab. Der Kaiser hat die Ehrenmitgliedschaft des Deutschen Schützenklubs in Charleston, die ihm aus Anlaß des goldenen Jubiläums dieses Vereins angetragen worden war, angenommen. Kaiser Wilhelm I. war lange Jahre ebenfalls Ehrenmitglied des Schützenklubs. *** Der deutsche Kronprinz ist mit seiner Gemah
lin an Bord der Jacht Iduna" von Bornholm in Saßnitz eingetroffen, von wo ein Ausflug nach Stubbenkammer unternommen wurde. Das kronprinzliche Paor wurde überall vom Publikum lebhaft begrüßt.
Die Hochzeit des Herzogs Karl Eduard von Sachsen- Koburg und Gotha findet am 18. Oktober auf Schloß Glücksburg statt.
Soziales Leben.
Die drohende Aussperrung im sächsisch- thüringischen Färbereibetriebe. Der Verband sächsisch- thüringischer Webereien lehnte es ab, die Färbereibesizer in Meerane und Glauchau bei der geplanten allgemeinen Aussperrung der Färbereiarbeiter zu unterstüßen, da kein Prinzipienkamps den teilweisen Ausstand verursacht habe.
Der Konflikt in Essen. Die durch das Verdienst des Oberbürgermeisters ins Leben getretenen Einigungsverhandlungen über den Streit im Baugewerbe haben am Mittwoch trotz mehrstündiger Dauer noch keinen Erfolg erzielen können. Die nächste Sizung findet Freitag statt.
Der Ausstand der hannoverschen Kohlenarbeiter beendet. Die letzte Versammlung der Bergarbeiter im Revier Barringhausen der staatlichen Kohlengruben beschloß, die Arbeit wieder aufzunehmen.
Bewegung in der schlesischen Metallindustrie. Ein Teil der Dreher ist in den Ausstand getreten, um einen höheren Lohntarif durchzusetzen. Die Bevollmächtigten sämtlicher Breslauer Mitglieder des Verbandes schlesischer Metallindustrieller sowie die Bevollmächtigten der Waggon- und Maschinenfabriken in Breslau beschlossen nun, daß bei sämtlichen Firmen der bezeichneten Industrien in Breslau alle organt sierten Metall-, Eisen- und Revolverdreher vom 1. August ab ausgesperrt werden, falls nicht bei einzelnen Betrieben die in Ausstand getretenen Dreher am 31. Juli die Arbeit wieder aufgenommen haben.
Das Recht auf Arbeit. In England beschäftigt man sich neuerdings wieder mit dem Erlaß eines Gesetzes, das jedem Arbeitslosen in den Fällen, wo der private Arbeitsmarkt bersagt, Beschäftigung verschaffen soll. Der erste Versuch soll in London gemacht werden. Die Stadt soll in 29 Bezirfe eingeteilt werden, über denen eine Zentrale steht. Die Bezirke sollen im wesentlichen die Dienste der in Deutschland eingeführten kommunalen Arbeitsnachweise verrichten; die Zentrale aber soll der Londoner Kommune Steuerzuschläge bis zu 5 Prozent auferlegen können, um auf diese Weise sich Mittel zu beschaffen zur Errichtung ländlicher Arbeiterkolonien, in denen jeder Londoner Arbeiter, der in einem Privatbetriebe infolge schlechter Konjunktur oder aus anderen Gründen nicht unterkommt, gegen einen allerdings sehr niedrig gehaltenen Lohn Beschäftigung finden kann und muß. In vielen volkswirtschaftlichen Kreisen glaubt man nicht an die gute Wirksamkeit einer solchen Institution, sagt vielmehr einen Fehlschlag ähnlich wie bei anderen Erperimenten in früherer Zeit voraus.
Der Achtstundentag. Die Gewerkschaften Frankreichs faßten in Bourges den Beschluß, zur Einführung des Achtstundentages nach einem Plane zu verfahren, den der schweizerische Sozialist Greulich vor kurzem entwickelt hatte. Darnach soll die Arbeiterschaft den Achtstundentag praktisch durchsetzen können, wenn sie vom 1. Mai 1906 ab mit Hilfe einer Art von Generalstreif nicht länger als acht Stunden arbeite. Die Gewerkschaften wollen aber vor Eintritt in die Aktion noch Studien machen. In der deutschen Arbeiterpresse wird der Plan als ein abenteuerlicher bezeichnet, der im Ernstfalle nur mit einem Fiasko abschließen wird.
Nab und Fern.
† Neue Fälle von Genickstarre. Bei der zweiten Werftdivision in Wilhelmshaven wurde abermals ein Hall von Genickstarre, der dritte seit Ostern, festgestellt. Ferner starb in Göttingen der fünfjährige Sohn eines dort zum Schüßenfest anwesenden Schießbudenbesizers an Genickstarr.
† Einstellung der Neckar- Schiffahrt. Schlimm ist es zurzeit um die Schiffahrt auf dem Neckar bestellt. Während der übernormale Wasserstand des Rheins in diesem Jahre gestattete, die Frachten auf die niederste Grenze zu bringen, ist es auf dem Neckar gerade umgekehrt. Durch das Ausbleiben der Niederschläge ist der Wasserstand so weit zurückgegangen, daß die Neckarschiffahrt als eingestellt betrachtet werden kann.
† Mit 10 000 Mark nach Amerika. Vor einigen Tagen erbat der 21 Jahre alte Buchhalter eines Berliner Bankgeschäfts Urlaub. Während seiner Abwesenheit stellte sich heraus, daß er mit 10 000 Mark flüchtig gen orden war und den Urlaub jedenfalls nur nachgesucht hatte, um einen Vorsprung zu gewinnen. Nach den angestellten Ermittelungen ist der Durchgänger von Bremerhaven mit den: Dampfer " Main" nach Amerika abgedampft.
† Durch Pilze vergiftet. In Einsiedel bei Chemnitz ist dieser Tage die Familie eines Formers infolge des Genusses giftiger Pilze erkrankt. Die Frau und zwei Kinder starben an den Folgen des Giftes.
Der Hund als Ladendieb. In Saarbrücken gelang es jüngsthin, die Verüber von rätselhaften Ladendiebstählen auf frischer Tat zu ertappen. Es waren drei zwölfjährige Jungen, die einen Hund, einen sogenannten Rattenfänger, auf das Apportieren von Waren abgerichtet hatten. Man ertappte das Tier, als es auf Kommando der Jungen aus der Niederlage einer Eierhandlung ein Ei nach dem andern herausholte. Die Haussuchung bei den Eltern ergab, daß der Rattenfänger besonders auch auf Metzgerläden dressiert Man fand ein ganzes Warenlager an Wurst- und
war.
Rauchwaren.
† Gin Pung im automobil verunglückt. In der vorigen Nacht stürzte das Automobil des Prinzen Ernst zu SachsenWeimar- Eisenach, Kommandeurs des 25. Dragoner- Regiments in Ludwigsburg, in der Nähe der Haltestelle Engels. brand bei Neuenbürg bei einer Kurve infolge zu starken Bremsens in einen Graben. Der Prinz erlitt zwei Rippenbrüche und eine leichte Gehirnerschütterung. Die vier an deren Mitfahrenden, drei Herren und der Chauffeur, wurden nur ganz leicht verletzt.
† Ein Hundertjähriger. In Weinberge bei Liebenwerda im Hause seiner Kinder feierte am 26. Juli der Pastor emer. Gersdorf seinen hundertsten Geburtstag. Im Pfarchause zu Ahlsdorf bei Schönewalde war er geboren, und dort folgte er auch nach beendeten Studien seinem Vater im Pfarramte, das er 48 Jahre verwaltet hat.
Wie groß ist Fürst Bülow? Die Größe des Reichs kanzlers Fürst Bülow ist jetzt authentisch und genau festge stellt, und das kam so. In einem Orte in der Provinz wet. tete einer der Bewohner mit seinem Postmeister und dessen Frau um einige Flaschen Wein, wie groß wohl Fürst Bülow sei. Der Postmeister behauptete, der Reichskanzler sei von großer Statur, seine Frau hielt ihn für eine Mittelfigur, und der dritte Wettende erklärte auf die Autorität eines Be. kannten, der den Fürsten Bülow in Norderney gesehen hatte, für klein. Um die Wette zu entscheiden, schrieb der Postmeister kurz. entschlossen an die Frau Fürstin Bülow. Postwendend kam folgender Brief aus dem Bureau des Reichsfanzlers:„ Euer Wohlgeboren bin ich von Ihrer und Seiner Erzellenz der Gräfin und dem Grafen v. Bülow beauftragt, ergebenst mitzuteilen, daß die Größe des Herrn Reichskanz lers 1,77 Meter beträgt. Hochachtungsvoll ergebenst( gez.) b. Schwarzkoppen, Oberleutnant, Adjutant des Herrn Reichs. fanzlers." ezt wußte man Bescheid, und Herr und Frau Postmeister konnten sich der gewonnenen Wette freuen.
† Der Mörder seiner Eltern. In einem ungarischen Dorfe geriet dieser Tage ein Bauer aus ganz geringfügiger Ursache mit seinen hochbetagten Eltern in Streit. Im Jäh 30rn ergriff er eine Hacke und erschlug seinen 87jährigen Vater und seine 84jährige Mutter.
Gin Scepost- Jubiläum. Auf dem Schnelldampfer „ Deutschland", der dieser Tage in Hamburg ankommit, vollendet der Oberpostschaffner Neugebauer seine hundertste Neise zwischen Hamburg und Newyork. Es ist das erstemal, daß ein Beamter der Seepost ein derartiges Reise- Jubiläum begeht.
Joh. Gg. Weber
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Die Laune des Glückes. Der Hauptgewinn der österreichischen Staatslotterie hat bei der soeben vollendeten Ziehung eine Familie beglückt, die den Segen wahrlich brauchen kann. Den Treffer gewann ein armer Bauer in Tirol, der fünf Kinder hat und bei der Waldarbeit sein rechtes Bein verlor.
† Eine Lebensretterin. Mit eigener Lebensgefahr hat jüngst die zwanzigjährige Tochter eines Badeanstaltsbesizers cr Hattingen fünf Mädchen vom Tode des Ertrinkens gerettet. Zwei Mädchen waren in eine Untiefe geraten und zogen drei andere, die zur Rettung herbeieilten, mit hinein. Die Tochter des Badeanstaltsbesizers sprang in voller Kleidung ins Wasser und rettete sämtliche fünf Verunglückten.
† Der Mörder der Gattin. In Brugg in der Schweiz hat dieser Tage ein Eisenbahnarbeiter die eigene Frau auf grausame Weise ermordet. Er fiel im Schlafzimmer über die Frau her, würgte sie, band ihr dann die Hände auf dem Rücken zusammen und erstach sie.
Vermischtes.
Schwalben im Wartesaal. Im Eisenbahn- Wartesaal zu Apolda nistet seit diesem Frühjahr ein Schwalbenpärchen. Zunächst hatten sich die Tierchen den Kronleuchter als Brutstätte ausersehen. Als dieser bei Einführung der elektrischen Beleuchtung entfernt wurde, siedelte das Pärchen in die Rosette einer Glühlampe über und baute sich dort ein neues Heim, durch das der Leitungsdraht mitten hindurchführt. Als Ende Mai die falte Witterung eintrat und die Türen und Fenster geschlossen blieben, paßten die Schwalben die Zeit des Zugverkehrs ab, um sie zu ihrem Ein- und Ausfliegen zu benutzen.
Ein Sfat von 350 Jahren. In Lünen a. d. Lippe kommen wöchentlich zweimal vier Herren zusammen, die zusammen das respektable Alter von 350 Jahren repräsentieren. Der älteste Herr zählt 90 und der jüngste 80 Jahre. Der Kaiser der Sahara an Frankreich. Jacques 1., der verdrehte Wüstenkaiser von eigenen Gnaden, hat soeben ein fulminantes Ultimatum an Frankreich erlassen. Er erklärt darin, daß er die Kompetenz der französischen Gerichte nicht mehr anerkenne und ihnen die Verantwortlichkeit für alles zuschiebe, was geschehe, wenn man ihn hindere, sein„ großes Werk der Zivilisation fortzusetzen". Dieses Dokument wurde tatsächlich dem Ministerpräsidenten Rouvier übermittelt, der c3 kurzer Hand der Pariser Presse zur Verfügung stellte und damit sofort die Lacher auf seiner Seite hatte.
= Therese Humbert im Gefängnis dekoriert. Von Therese Humbert, der großen Millionen- Schwindlerin, dringt soeben durch eine aus dem Gefängnis entlassene Mitgefangene der berühmten Abenteurerin die Kunde, daß die ..große Therese" dort vor kurzem dekoriert ist. Sie hat wegen ihres Fleißes das„ Kreuz der Arbeit" erhalten. übrigen ist Therese allgemein beliebt, sie hat es verstanden, auch den schlecht erzogenen weiblichen Sträflingen zu imponieren, und dabei ist sie gütig und gibt von der besseren Kost, die sic, als zur Kranfenabteilung gehörig, bekommt, ihren weniger gut bedachten Leidensgenossinnen ab.
in
Durch eigene Hand in Flammen. Eine reiche amerikanische Erbin hat sich kürzlich auf schreckliche Art den Tod praeben, weil ihr Vater, ein Präsident dreier Banken, ihr bie Beirat mit einem englischen Edelmann verweigerte. Sie tranfte bre leider mit Kerosin und zündete sie an. Unter entieeliden Qualen gab die zwanzigjährige junge Dame her Geist onts.
Sikung der Stadtverordneten Gießens.
?? Gießen, 27. Juli 1905. Oberbürgermeister Mecum eröffnete furz vor 1/45 Uhr die Sigung und gibt zunächst bekannt, daß die Arbeiten an der Kläranlage in ein neues Stadium getreten sind, eine Besichtigung sei darum lohnend. Es wird beschlossen, nächsten Donnerstag, nachmittags 6 Uhr, eine solche vorzunehmen.- Die Lieferung des zur Bertilgung der Schnaten geeigneten Saprol soll freihändig an die Flörsheimer Fabril vergeben werden. Stadtv. Schaffstaedt erwähnt hierbei, daß es in diesem Jahre nach seiner Beobachtung- bedeutend weniger Schnacken gäbe. Stadtv. Eichenauer fragt an, ob die Stauung der Wieseck jest wieder beseitigt werden könnte, denn durch die stehenden Wässer in den Wiesengräben würden ja auch die Schnaken nur gezüchtet und für die Anwohner der Wieseck sei dies förmlich eine Plage. D.-B. Mecum erwidert, daß die Stauschieber heute wieder hochgezogen seien. Punkt 1 der T..O.: Anlage eines 120 cm tiefen Baltons am Hause des Feldbereinigungsgeometer Hanauer in der Crednerstraße Nr. 10 wird, da das Haus um 40 cm hinter der Baufluchtlinie liegt, genehmigt. Anders war es mit dem Baugesuch der
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wenn das nicht g Philofophenwald der rundweg abgelehnt, do Wald- und Wefenflad Der ca. 5000 qm gr ftraße furz vor der schrieben worden. ben Kommerzienrat Stephansmart gelauf Klingelbach. Das Taufen( ca. 40 qm) f night.
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Der Beb
Jrrenanstalt bewillig änderung in der Stel wodurch die Borschrift 20 m tiefe Balddedung fich aber nur um fleiner weshalb die Neueinteil bingung ist gemacht, bo mahme von Kranten ver
in der Kirchstraße Städtischen Geländes hinzieht. Ein Berta
enehmigt, dagegen d Jahr mit der Bedin jederzeit den Garten Ranal vornehmen zu fchadigungen im Pfar Beschaffung von Rau Berjammlung( hon vo übernimmt die Stadt
das ganze Hoch und Standesamt w dadurch werden Räu weiterer ftellvertretend Leib borgeflogen. Brokh. Bolizeia auch für Beschaffun Bolizeimejens würd Raumberhältniffe in abteilung feien fa Stadtverordneten
bor, man möge rechnen, in wel wird, und nid und da, welche d ftellt in Ausfid
im Herbst tommer notwendigen Stie
Sie Form den
wird dem Schu Beim Buntt: B Höheren Mädch Bildhauer- Mode Auf besondere A Huhn und Sch gaben zu haben anschlags für den jest vorbeugen wo geftellt. Die Hern päter die ganze B puntt, den man billigen tann. D. Schmiede für die A bewilligt; für Bei Leiter für den Wag Jahre vorgenommen
Dem neuen
Friedh


