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Nah und fern.

* Keine Walpurgisfeier auf dem Brocken. Die in den letzten Jahren üblich gewordene Walpurgisfeier auf dem Brocken findet diesmal nicht statt; infolgedessen fällt auch die Eisenbahnfahrt der Brockenbahn aus. Da nun auch der Weg nach dem Brocken durch die letzten großen Schnee­fälle sehr schwer gangbar ist, dürften wohl nur wenige den Brocken dieses Jahr zum 1. Mai erklimmen, was bei der Weiche des Schnees auch nicht ganz ungefährlich wäre.

Eine schwere Schiffskatastrophe ereignete sich bei Schanghai. Der Dampfer Yuanmo" wurde durch Feuer gänzlich zerstört. Man fürchtet, daß 150 Chinesen dabei umgekommen sind.

Gasvergiftung in der Schule. In einer Berliner Ge­meindeschule kamen durch Kohlengase Vergiftungen von Kindern, sowie Lehrern und Lehrerinnen vor. Dußende von Kindern wurden betäubt, verschiedene wurden schwer frank in die elterlichen Wohnungen geschafft.

Mutter und Sohn. Eine eigenartige Familien- Affäre macht in Budapest viel von sich reden. Die Gattin eines hohen Staatsbeamten sab sich genötigt, den Schutz der Be­hörden gegen Erpressungen, die der eigene Sohn wider sie bersuchte, anzurufen. Dieser, ein früherer Husaren- Offizier, hatte wegen lockeren Lebens den Dienst quittieren müssen. Er schrieb der Mutter einen Brief, in dem er von ihr die Be­zahlung seiner Schulden im Betrage von 6000 kronen for­derte und im Falle der Ablehnung damit drohte, daß er sich erschießen werde. Die Polizei fahndet jetzt auf den unge­ratenen Sohn.

Selbstmord am Altar. In Roberg in Belgien ereig­nete sich am Oster- Sonntag in der Redemptoristenkirche ein graufiger Vorfall. In einem Anfall von Wahnsinn schnitt sich während der Messe vor dem Altare der dreißigjährige Priester Borremans mit einem Rasiermesser den Hals durch. Das Blut sprizte in weitem Bogen aus der fürchterlichen Wunde und färbte den Altar und die um denselben gescharte Menge.

A Auf eine Liebes- Affäre deutet ein Leichensund hin, der in einem Walde bei Heeren in Westfalen gemacht wurde. Dicht beieinander lagen die Leichen eines Forstgehilfen und eines jungen Mädchens, beide mit Schußwunden, die den Tod herbeigeführt hatten. Offenbtr hat der junge Mann erst das Mädchen und dann sich selber erschossen,

Städtegründungen.

hat also 6 und 400 und 72, zusammen 478 Mark jährlich zu entrichten. Dafür bekommt er ein hübsches Haus mit Garten; er hat außerdem freie Fahrt nach Berlin.

Kommunalabgaben braucht er nicht zu entrichten, denn die neue Stadt bestreitet ihre Verwaltungsunkosten, ihre Schul­einrichtungen, Kanalisations- und Wasserleitungsanlagen aus eigenem Vermögen. Dieses Vermögen besteht aus den borbehaltenen Eckgrundstücken, die zu Geschäftshäusern mit Läden, zu Restaurants, Cafés, Hotels eingerichtet und von Stadtwegen vermietet werden. In einer Stadt mit 20 000 Familien wird der Bedarf nicht gering sein.

on unserem ständigen Korrespondenten.) Berlin, 27. April.

Und das Geheimnis dieser erstaunlichen Billigkeit, die man nicht für möglich halten sollte, die aber doch möglich und erreichbar ist? Es besteht einfach in dem Fortfall der Grundrente. In der geplanten Stadt zahlen 20 000 Haus­haltungsvorstände für 20 000 Häuser zusammen 6 mak 2000 oder 120 000 Mark Grundrente in Berlin beträgt die Grundrente für einen einzigen Häuserblock viel mehr, und das braucht nicht in der teuersten Gegend zu sein.

Es ist kein Märchen, was wir hier nacherzählen, son­dern buchstäbliche Wahrheit. Wir haben nicht aus eigener Phantasie geschöpft, was wir im Folgenden berichten. Auch haben wir es nicht aus dem Munde eines Veziers des Kha­lifen von Bagdad vernommen, nicht als eine Geschichte der erfindungsreichen Scheherezade. Es steht in den Akten eines föniglich preußischen Ministeriums, und in diesen ist kein Raum für Märchenpoesie, nur für nüchterne Realistik.

Der Plan ist, wie gesagt, Wirklichkeit, und die Aus­führung wird nicht allzu lange mehr auf sich warten lassen. Er muß nicht gerade 20 000 Teilnehmer umfassen. Auch 10 000 tun es und 5000, und bei jeder Großstadt findet sich die Möglichkeit seiner Erneuerung.

Soziales Leben.

in voller Tätigkeit und der Telegraph spielt fortwährend nach allen Richtungen. Die zu den 1ntaten benutzten Mili­tärgewehre und Armeerevolver waren durch Einbruch aus dem hiesigen Militärdepot gestohlen. Dem bevorstehenden Prozeß sieht man mit großer Spannung entgegen. Die Ab­urteilung einer vielgliedrigen Räuber- und Mördergesell­schaft-- das ist ein Ereignis für die sensationslüsterne Mit­welt.

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§ Noch ein Nachklang zum Detmolder Brief- Prozeßt. Der Jabrikant Paul Kracht, der im Detmolder Schmähbrief­prozeß freigesprochen wurde, hat 370 Tage lang in Unter­suchungshaft gesessen. Es ist ihm jetzt von der Gerichts­behörde die Mitteilung geworden, daß auf seinen Fall die Verpflichtung der Staatskasse zur Entschädigung für den ihm durch die erlittene Untersuchungshaft erwachsenen Ver­mögensschaden gemäß§ 1 des Gesetzes vom 14. April 1904 zutreffe und vom Gericht anerkannt sei. Diese Entscheidung wird wie folgt begründet: Das Gesetz findet auf den vor­liegenden Fall Anwendung, da das Haftverfahren einen Teil des gegen den Angeklagten eingeleiteten Strafverfah­rens bildet und das letztere erst nach dem Inkrafttreten des Gesetzes seine Beendigung gefunden hat."

1-] Staatliche Zwangsversicherung der Privatbeamten. Die Frage der Versicherung der Privatbeamten gegen Krank­heit, Erwerbsunfähigkeit durch Invalidität und Alter ist seit mehreren Jahren in lebhaften Fluß gekommen. Die Privat­beamtenvereine verschiedener Kategorien haben sich zusam­mengetan und Ausschüsse gewählt, die sich angelegentlich mit der Sache befassen. Durch die Bemühungen des Aachener Abgeordneten Sittard ist auch der Reichstag und die Re­gierung auf die Bewegung aufmerksam geworden. Man hat sich der Ueberzeugung nicht verschließen können, daß die Privatangestellten vollständig ungeschüßt sind im Ver­gleich mit den durch die soziale Gesetzgebung einigermaßen vor den Unbilden des Lebens gesicherten Arbeitern und den Beamten, für die durch Staat oder Kommune gesorgt wird. Das von der Organisation der Privatbeamten gesam­melte Material ist dem kaiserlichen Statistischen Amte über­wiesen worden. Dieses hat es einer Prüfung unterzogen und als ausreichend zur Gewinnung eines Ueberblicks be­zeichnet. Eine Denkschrift über das Ergebnis der statistischen Bearbeitung des Materials wird vor Frühjahr 1906 nicht fertiggestellt werden können. Welche Folgerungen der Ge­jezgeber aus dem Ergebnis der Aufarbeitung dieses Ma­terials später ziehen wird, kann zurzeit noch nicht gesagt werden. Jedenfalls herrscht bei den gesetzgebenden Gewal­ten der gute Wille, den Wünschen der Privatbeamten nach Möglichkeit gerecht zu werden.

Städtegründungen! Mythische Gestalten steigen vor dem Geiste auf, wenn man das Wort spricht. Kadmos, der Drachenzähne säet und gepanzerte Männer daraus empor­wachsen sieht, steht vor uns. Aeneas erscheint, der den grei­sen Vater Anchises fromm aus Trojas Flammen zu retten sucht und nach minder pietätvoll abgebrochenem Besuch bei der Königin Dido Italiens Küste zustrebt, um sein Schick­fal zu erfüllen, das ihn Roms Schöpfer werden heißt. Auch weniger sagenhafte Gestalten zeigen sich uns, in etwas ruppiger Deutlichkeit: die Gründer der Städte Nord­amerikas. In dem einen wie in dem anderen Falle hört man das Schreiten der Geschichte. Derselbe Zauberhauch der Poesie umwittert die von der Sonne Homers beschienenen Sagengestalten und die rauhen Väter von Philadelphia. Die Romantik der Gewalt, die ihr eigenes Gesez schafft, um­schwebt die einen wie die anderen.

Welche Romantik aber fann man in einer Aktiengesell­schaft finden, in einer Gesellschaft m. b. H. vermuten? Man muß schon die unheilbare Begeisterungsfähigkeit des jungen Anton Wohlfahrt besitzen, der in Gustav Freytags Soli und Haben" bei dem Verkauf von Pfeffer an Kolonial­politik, bei dem Anblick von Korinthen an Altgriechenland denkt. Solche jugendliche Begeisterungsfähigkeit, die mit der Tugend stirbt, hat hier nicht mitgesprochen. Mit dürren Zahlen, mit völlig idealfreien Zinsen hat man gerechnet, und man ist zu dem Ergebnis gekommen: Das Städtegründen ist ein gutes Geschäft.

Man wird es zunächst bei Berlin versuchen; doch die dee hat, mit geringen Abänderungen, in der Nähe jeder Großstadt volle Geltung, und Deutschland ist an Groß­städten reicher als irgend ein anderes Land. Die Städte­gründungsrechnung aber ist folgende:

[-] Aussperrung im Tischlergewerbe zu Hamburg­Altona. Der Arbeitgeberschutzverband der Holzindustrie und die Vorstände der Tischler- Innungen zu Hamburg und Al­tona sollen beschlossen haben, alle dem Holzarbeiterverband angehörenden Tischlergesellen auszusperren.

[-] Generalstreik in Schweden. Wegen der im Reichs­tag eingebrachten Streifvorlage wurde von Mozia­listischer Seite der Generalstreik angedroht. Nun haben

die Metallarbeiter in Malmö die Arbeit niedergelegt. Vor­

aussichtlich werden die Arbeiter in anderen größeren Städ­ten sich in den nächsten Tagen anschließen.

Ungarische Banditen.

Budapest, 25. April.

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§ Eine Prinzessin zu Gefängnisstrafe verurteilt. Wegen Konkursvergehens ist die im fünfzigsten Lebensjahre stehende Prinzessin Alexandra von Isenburg- Büdingen- Wächters­bach in contumaciam zu drei Wochen Gefängnis vom schweizerischen Bezirksgericht zu Arbon im Kanton Thurgau verurteilt. Ob die Prinzessin die ihr zuerkannte Strafe wird verbüßen müssen, kommt darauf an, ob die Schweizer Be­hörden ihrer habhaft werden. Denn man weiß zur Zeit nicht, wo die Prinzessin sich aufhält.

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Vermischtes.

[ Auch eine Schiller- Ehrung.] Als vor vielen Jahren die Statue Schillers in Stuttgart aufgestellt wurde, wurde ein Schiller- Album angelegt. Zu diesem steuerte ein Schul­meister aus der Gegend von Ludwigsburg voller Stolz da­rauf, daß er den Vater des berühmten Dichters persönlich gekannt habe, folgende Verse bei:

,, großer Friedrich Schiller! Für mich auch Poesie- Erfüller,

Kommst nun gegossen in das Land! Herrn Vater hab ich auch gekannt!" [ Das Osterei des Papstes] ist auch diesmal pünktlich im Vatikan eingetroffen. Es wird jährlich von einem un­bekannten Absender aus stets wechselnden Orten geschickt und hat einen Wert von etwa 50 000 Mart. Es ist etwa 20 Zentimeter lang; die Schale besteht aus vier Stücken aller­besten Elfenbeins und ist mit blauem Satin ausgelegt. Das Eigelb wird durch ein Kästchen von reinem Golde dar­gestellt, das stets einen herrlichen, von Diamanten eingef ten Rubin enthält. Ueber den anonymen Absender laufen die seltsamsten Gerüchte um. Vielfach wird behauptet, er sei ein regierender Fürst, dem es seine Stellung nicht gestatte, fich, öffentlich als Spender und Verehrer des Papsies zu be­fennen. Das Geschenk gilt dem Papste persönlich, nicht der Schatzkammer des Vatikans.

Deffentlicher Protest gegen die geplante

Oftroi- Erhöhung in Gießen.

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Zu einer außerordentlich interessanten Versammlung ge staltete sich die gestern Abend von dem Bürgerverein Gießen nach dem Neuen Saalbau einberufene allgemeine Bürgerversammlung, die sich mit der geplanten Oftroi- Erhöhung befaßte. Wehl alle Stände und Gewerbe waren da vertreten, die Bäcker, Gastwirte, und Megger waren sogar geschlossen erschienen. In sehr eingehender und sachlicher Weise wurde die steuerpolitisch beraltete Kopfsteuer nach allen Seiten hin beleuchtet und die Nachteile hervorgehoben, die sie namentlich den wirt­schaftlich Schwächeren bringt. Man war sich darin einig, daß sie für diese nur Härten bringt, ver hehlte sich jedoch auch nicht, wie aus den Ausführungen einzelner Redner deutlich hervorging, daß man den Steuerzettel der direkten Steuer nicht allzu hoch schrauben und die Steuer nicht immer gänzlich auf dem direkten Wege erheben könne. Die Versammlung wies die dafür erbrachten Gründe nicht ganz von der Hand und trat darum fast einstimmig für feine Er höhung des Oftrois ein, da laut reichsgefeßlicher Regelung das Oftroi im Jahre 1910, also nach 5 Jahren schon gänzlich fällt, und alsdann doch andere Steuerquellen erschlossen werden müssen. In Vertretung des Vorfigenden des Bürger vereins, Lehrer V. Müller, der durch Ortsabwesenheit ver hindert war, an der Versammlung teilzunehmen, eröffnete 8 mentfabritant Horst die Versammlung und legte ein leitend die Gründe klar, die zur Einberufung der Versamm lung geführt hätten und betonte, daß der Bürgerverein nur eine Gelegenheit gegeben hätte, die Ottcoifrage öffentlich A diskutieren, selbst aber keinerlei Marshroute geben wolle. Ec führte wörtlich aus:

Im westlichen Europa haben die in blutstrozender Schauerromanen verherrlichten Taten eines Schinderhan nes und Rinaldini fast den Charakter der Mythe angenom men. In das Zeitalter der Automobile und der Elektrizität paßt der ,, in des Waldes düstern Gründen" ruhende Räuber. hauptmann nicht mehr. Er hat das von einer falschen Volkspoesie mit Glanz und Schimmer umkleidete Quartier räumen, die theatralische Heldenpose aufgeben müssen und ist dorthin verwiesen worden, wohin er gehört in die streng über Ordnung und Sicherheit wachenden Hände der Gendarmen und hinter die festen Türen der Zuchthäuser. Selbst der klassische Räuber der Abruzzen im Lande der Zitronen wird nicht mehr ganz ernst genommen und es foll schon vorgekommen sein, daß der findige Sindaco eines gott­verlassenen Bergnestes auf den lukrativen Gedanken kam, sensationslüsternen englischen Misses in dunklen Nächten phantastisch aufgeputzte Abruzzenhelden vorzuführen, die am anderen Tage wieder in gewohnter Kleidung ihrem ehrlichen Gewerbe als Landleute und Handwerker nachgingen. Also die Räuberromantik lebt nicht mehr. Aber auch in den Ta­gen eines Fra Diavolo würde man zu der Entdeckung einer leibhaftigen Mörderbande, welche die. ser Tage die Budapester Polizei in Atem hielt, kaum ein be: schönigendes Wort gefunden haben. Es tut sich da ein Blid auf in Zustände, die man in einem zivilisierten Lande kaum für möglich gehalten hätte. Sechs Banditen sind vorläufig in Haft genommen, auf die anderen fahndet man. Die Bande hat nachweislich sieben Raubmorde und zwölf Raubanfälle verübt. Die Verbrecher rekru­tierten sich durchweg aus vorbestraften Individuen, einzelne haben bereits umfassende Geständnisse abgelegt.

Nicht gar zu weit von Berlin und von anderen Groß­städten ist fiskalisches Terrain vorhanden, das man um 300 Mark für den Morgen erstehen kann. Der Fiskus setzt dabei nichts zu, durchaus nicht. Zehntausend Morgen kosten also drei Millionen Mark. Eine Gesellschaft, die nicht Divi­denden schinden, sondern für ihre Mitglieder gemeinnützig wirfen will, erwirbt das Areal, von dem der dritte Teil für Straßenland, öffentliche Pläge, öffentliche Gebäude und die Eckhäuser vorbehalten bleibt, so daß der Morgen Nutland nicht mehr auf 300, sondern auf 450 Mark zu stehen kommt. Für ein Einfamilienhaus mit Garten Mictsfasernen sind ausgeschlossen ist ein Drittelmorgen ausreichend, so daß für 20 000 Einfamilienhäuser Raum ist. Die Gesellschaft, die nichts verdienen will, weil sie nur mit ihren Mitgliedern Geschäfte macht, gibt den Grund und Boden zum Selbstkostenpreis ab, d. i. zu 150 Mark für den Drittelmorgen. Der Boden wird aber nicht zu freiem Eigentum verkauft, sondern nur in Erbpacht gegeben. Die Grundrente für das Einfamilienhaus beträgt somit 6 Mark ( 4 Prozent von 150 Mark). Die Baukosten für ein Ein­familienhaus belaufen sich auf 8000 Mart, was nicht gering gerechnet ist. Die Jahreszinsen hierfür sind, einschließlich einprozentiger Amortisation, 400 Mark. Außerdem hat jeder Ersteher eines Bauplages eine Jahresabgabe von 72 Mark zu entrichten. Dafür erhält er ein Jahresbillet zur Benutzung einer Schnellbahn, die von dem Gesellschafts­areal nach Berlin fährt und dort mit der Stadtbahn oder mit der Untergrundbahn in Verbindung steht. Amortisation und Verzinsung des Bahnbaufapitals und Betriebskosten werden durch die Abonnementsfarten reichlich gedeckt, denn diese bringen 20 000 mal 72 oder 1 440 000 Mark jährlich. Der Besitzer eines Einfamilienhauses in der neuen Stadt

Die Bande hat folgende Verbrechen verübt. Am 27. März 1901 ein Bostraub zwischen Csakvar und Vértes- Boglar; am 6. Juni 1901 ein Bostraub zwischen Vadkert und Rétsáy; am 5. Januar 1904 ein Doppelmord, am 19. März 1904 ein Mordattentat gegen eine Gutsbesizersfrau und ihre zwei Söhne, am 8. April 1905 ein Doppelmord, außerdem ein Mord an einem Bettler im vorigen Sommer. Der Anfüh­rer der verwegenen Gesellschaft war der 37 Jahre alte Franz Bóni, der vor zehn Jahren der Budapester Berufs- Feuer­wehr angehörte. Er wurde später Diener, wanderte wegen Diebstahls ins Gefängnis und entwickelte sich kurze Zeit nach seiner Entlassung zum Räuberhauptmann. Seine Frau war Mitwisserin und ist gleichzeitig mit ihrem verbrecheri­schen Manne verhaftet worden. Die Entdeckung geschah durch einen Zufall. Ein junger Bursche wurde in Sza­badke wegen eines unbedeutenden Vergehens arretiert und machte dabei ein sensationelles Geständnis. Er bekannte sich als Teilnehmer an mehreren Raubanfällen und bezeichnete seinen Vater als Mitschuldigen. Dadurch gelang es, die sechs bis jetzt Inhaftierten, darunter den Anführer, festzu­stellen und in Gewahrsam zu bringen. Es sollen sich noch zahlreiche Mitglieder der Bande in den Provinzstädten auf­halten, nach denen eifrig gesucht wird. Die Behörden sind

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Die Verbrauchssteuern der Stadt Gießen waren ein Punkt der Tagesordnung voriger Stadtverordneten Sißung welcher zur Ueberraschung für viele den Antrag brachte den Fehlbetrag im städt. Budget von 45 000 Mt. durch Er höhung von Oltroi zu decken. Infolge von Einwendungen seitens des Herrn Stadtv. Löber gegen die Ausführungen betr. Dentschrift wurde die Beratung des Gegenstandes vers legt( Hier ist eine fleine Unrichtigkeit; die Bertagung dieses Bunttes war schon vorher von den Stadtverordneten be schlossen. Stadtv. Löber hat es nur am Schluß betr. Stadtverordnetenversammlung für wichtig gehalten die Dent schrift auf ihren Inhalt zu beleuchten. Ec hat dieses Herrn

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