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Kreises das Hühnerhaus gereinigt. Noch vor dreißig und etlichen Jahren ließ man die Hühner an diesem Tage aus einer freisrund gelegten Spanntette fressen, dann legten sie nicht weg, d. h. auf fremdes Gebiet. Ob dieser Gebrauch noch hier und da geübt wird, entzieht sich unserer Kenntnis. Ein alter Volksreim ist auch noch im Kreise bekannt; er lautet: Birrer leg de Roacken nirrer! Dann gaßt des Hoah,

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( Weßl. Anz.) K Schlüchtern, 26. Febr. Das hiesige fgl. Lehrer­seminar begeht diesen Herbst sein 100jähr. Bestehen.

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Gründe anzuführen und der Turntag stimmte für Schotten. - Der letzte Punkt der Tagesordnung betraf die Gau­zeitung. Ihr Bestehen wurde als erforderliche und nüß liche Einrichtung fonstatiert und von mehreren Seiten eine noch fleißigere redaktionelle Mitarbeit seitens der geeigneten Turner gewünscht. Die verantwortliche Redaktion wird in Butunft an Stelle des Gauvertreters Helm der 1. Gau­schriftwart Wenzel, dem sowieso alle schriftlichen Arbeiten im Ausschuß obliegen, haben. Während der Verhand­lungen herrschte ein recht frischer Geist, so wie die Turnerei es mit sich bringt. Nach Schluß blieb ein großer Teil der Turner beim Mittagessen noch längere Zeit gemütlich beisammen und weckten manche gute Erinnerungen aus ver­

lischen Lehrer Das Seminar wurde von Kurfürst Wilhelm I. von Hessen gangenen Jahren dabei auf. eindeshule z 1805 in Marburg a. d. L. gegründet und 1836 hierher den Gemeinde verlegt, wo es die Räume der ehemaligen, durch Peter

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Botichius berühmten Klosterschule bezog.

K Aus Rheinhessen, 26. Febr. Mit dem Sitz in Frank­rprüfung ode furt a. M. bildete sich die Süddeutsche Gasgesell­Gaszentrale zu errichten beabsichtigt. Von dort aus sollen die im Selztale liegenden 7 Ortschaften mit Gas vesehen

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Schulprüfungen in Hessen.

( Schluß.)

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Die Kinder, mit der Unterrichts- bezw. Sprechweise des Kreisschulinspektors nicht vertraut, verstehen ihn mit­unter nicht. Darauf wird in vielen Fällen leider sehr wenig Rücksicht genommen. Haarscharf und schlagfertig soll alles wie am Schnürchen gehen. Die Kinder müssen im Sigen, Stehen, Antworten, furz im mündlichen und schriftlichen Unterricht unter dem Eindruck ,, automatischer Sicherheit" parieren sonst oh weh! - sonst oh weh!- Niemals fann so recht gezeigt werden, wie weit die Kinder in threr Dentfähigkeit gefördert wurden! Nein! Es fönnte scheinen, als fäme es nur darauf an, zu zeigen, was innerhalb Jahresfrist, wenn auch nur vorüber­gehend, ins Gedächtnis eingepauft wurde. In unge­zwungener, oft recht lauter Weise unterhalten sich die anwesenden Laien über dies und das, über Gemeinde­angelegenheiten, Wahlergebnisse usw. In den meisten Fällen schenken sie dem Kretsschulinspektor, den Lehrern und den Schülern wenig Aufmerksamkeit. Durch die Unterhaltung der Herren wird die Aufmerksamkeit der Kinder sehr zum Schaden des Verlaufes der Prüfung abgelenkt. Viele der anwesenden Herren können doch mit dem besten Willen nicht genügend beurteilen, in welcher Weise der Lehrer der Individualität seiner Schüler Rechnung trägt und tragen muß. Es wird manchem verschlossen bleiben, daß die Erzielung der Dentfähigkeit, Selbsttätigkeit, Selbständigkeit, furz: die die vornehmste Aufgabe eines Lehrers ist, der sein Amt mit der Kraft und dem Adel der Aufopferung auffaßt. Soll der Lehrer wirklich diesen Zielen mit echtem Er­folg zusteuern, dann darf er nicht belästigt werden durch Abrichtung, durch Dressur zu Paradeborstellungen. Sind, offen gesagt die Prüfungen bis zu einem ge­wissen Grade etwas anderes? Am Schlusse der Prüfung schickte man sogar, diese Fälle sind tatsächlich vorgekommen, den Lehrer vor die Türe: Man will sich bet dem Schulvorstande über sein dienstliches und außerdienstliches Verhalten erkundigen. Diese Behand­lung dürfen wir Lehrer als eine ehrverleßende, demütigende Handlungsweise auffassen. Das End­resultat der Prüfungen ist nun: Der Lehrer wird ge­gelobt oder getadelt, je nachdem die wohlpräparierte Vorstellung gelang oder nicht.

Der Turntag des Turnganes Hessen fand gestern Sonntag im fleinen Saale von Stein's Garten statt. Mit ganz wenig Ausnahme hatten alle zum Gau ge­hörenden 54 Turnvereine Vertreter entsandt; es waren 80 Turner anwesend, ohne die zahlreich erschienenen Gäste. Gauvertreter He I m- Gießen eröffnete und leitete den Turntag. Bor Eintritt in die umfangreiche Tagesordnung begrüßte er bie Turner und gedachte zunächst des verstorbenen Turners Birr, des früheren 1. Sprechers vom Turnverein Gießen. Man ehrte dessen Andenken durch Erheben von den Sigen. Der Geschäftsbericht des Gauvertreters Helm und der Turn­bericht des I. Gauturnwarts Will über das vergangene Jahr wurde gehört und die Versammlung dankte beiden Turnern für ihre Ausführlichkeit. Gaurechner Post- Als­feld gab die Rechnungsablage pro 1904 befannt, auch hierzu war nichts zu bemängeln. Die Gausteuer pro 1905 wird in gleicher Höhe wie früher erhoben. Die faßungsgemäß aus dem Gau- Ausschuß ausscheidenden 3 Mitglieder, nämlich der II. Gauvertreter Eidmann- Gießen, der I. Gauschrift wart Wenzel- Gießen und der II. Gauturnwart Heuser- Erziehung der Verstandes-, Gemüts- und Willensbildung Bad Nauheim, wurden fast einstimmig wiedergewählt. Die vom Turnverein Bad Nauheim und Usingen eingebrachten Anträge, nach welchen in Zukunft das Wett- Turnen auf Gaufeften( Einzelwettturnen und Musterriegenturnen) wieder Sonntags, bemnach an einem Tag abgehalten werden soll, wurden von den Antragstellern, nachdem eine längere Debatte darüber gepflogen war, wieder zurückgezogen. Dasselbe ge schah auch mit dem näisten Antrag: fünftighin nur in einer Stufe zu turnen. Angenommen wurde dagegen die vom Gau- Ausschuß beantragte Aenderung der Einteilung des Gaues in Bezirke. Es gehören nunmehr Grünberg und Homberg a. Ohm zum 4. Bezirk( Alsfeld), Laubach zum 3. Bezirk( Lich Hungen) und Langgöns zum 2. Bezirk( Gießen). Die Abhaltung eines jährlich stattfindenden Volkswett­turnens gelegentlich des Hauptausfluges des Vogelsberger Höhenklubs auf den Hoherodstopf am 1. Sonntag im Juli, beantragt von den Turnvereinen Lauterbach und Schotten, wurde abgelehnt. Als Festtage für das diesjährige Gau­turn fest in Alsfeld werden der 2. und 3. Juli bestimmt. - Die diesjährige auturnfahrt wird nach einstimmigen Beschluß als Endziel Nieder- Wöllstadt haben. Es hatten sich noch die Turnvereine von Großen- Linden und Kirchhain und der Männerturnverein von Rodheim gemeldet. Um das Gauturnfeft in 1906 hatten sich die Turnvereine in Bad- Nauheim, Grünberg und Schotten beworben. Bertreter des legtgenannten Vereins wußte die stichhaltigsten

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Die Herren der Kreisschulfommission aber gehen be friedigt heim. Warum sollten sie auch nicht? Ein weiterer Punkt: Viel Geld, sehr viel Geld verschlingen diese Prüfungen jährlich in Hessen. Irre ich nicht 50000 Mt.! Steuer­zahlerkosten! Es ist eigentlich wunderbar, daß unsere Land­tagsabgeordneten, die sonst immer vom Sparen reden und wichtige Gesetzesvorlagen aus Mangel an Geldüberfluß ab­lehnen, stillschweigend jahraus jahrein die schweren Gelder bewilligen. Nicht selten sind teure 8weispänner darunter,

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Eisenbahnbillete 2. Klasse sind wohl auf der Tagesordnung. Warum reger die Steuerzahler sich nicht und fordern von ihren Abgeordneten die Anbahnung einer Reform?

Aufsicht muß selbstverständlich sein! Sie ist in höheren Schulen, ja in allen Betrieben, also auch in der Volksschule nicht entbehrlich! Und gerade in dieser wird sie in so aus­reichendem Maße geübt, wie vielleicht sonst nirgends. Täg­lich, stündlich bleibt es den Herren Kreisschulinspektoren an­heimgestellt, ihre Lehrer zu beobachten und die Schüler zu beurteilen. Diese Handhabe genügt voll und ganz. Alle formellen, verwirrenden Paradebesuche sollte man fallen laffen.

Nun noch eine Kleinigkeit! Was würde beispielsweise ein Schuhmachermeister dazu sagen, wollte gemeinsam mit ihm ein Meggermeister in einer Lehranstalt der Schuhbranche die Befähigung der Schüler beurteilen? Und was mutet man dem Kreisschulinspektor zu? Ihm wird der Kreisrat ge­wissermaßen als Vorgeseßter mitgegeben. Offen gestanden, mich würde es, wäre ich Kreisrat, genieren, einem Fachmann

in der Schule etwas vormachen zu sollen. Und macht er ihm nichts vor, dann ist er also blog der Form wegen da - einer sehr kostspieligen, zeitraubenden Form! Warum läßt man den Inspektor nicht selbständig arbeiten? Was soll das Gefolge? Mit geringer Mühe tönnte man ein Mißtrauensvotum gegen Lehrer und Inspektor herausdeftillieren. Wahrhaftig hier ist eine Aenderung dringend nötig! Man entspreche endlich einmal den jahrelang gehegten gerechten Wünschen der Lehrer, welche lauten: Hinweg mit den über­flüssigen, verkehrten, die Schule schwer schädigenden Prüfungen im Interesse der Kreisschulinspektoren Lehrer, Schüler und Steuerzahler!

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienft.

Voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den 28. Februar. Meist trüb, etwas fälter, mehrfach Niederschläge( Regen und Schnee.

( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.)

Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentet! 16in Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide

in Gießen.

Sehr oft find Erwachsene noch eigensinniger wie Kinder, wenn es sich um das Ginnehmen von Leber­tran handelt, fie könneu ihren Widerwillen gegen dessen üblen Geschmack nicht überwinden, obgleich sie sich sehr wohl bewußt find, was für eine außerordentlich günstige Wirkung Lebertran in gewissen Fällen auszuüben ver­mag. Scotts Emulsion ist nun für solche Leute, die den gewöhnlichen Lebertran nicht einzunehmen vermögen, geradezu wie geschaffen, denn Scotts Emulsion ist von angenehmem Geschmack und leicht verdaulich. Was Lebertran zu tun vermag, wird auch durch Scotts Emulsion erreicht, nur auf viel angenehmere Art und in erhöhtem Grade. Wer Scotts Emulsion fauft, fauft den feinsten und besten Medizinallebertran, denn nur diese Qualität kommt bei der Herstellung von Scotts Emulsion ausschließlich zur Verwendung.

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Verein vom Roten Kreuz

Sießen.

Die verehrlichen Mitglieder des hiesigen Zweig Vereins werden zu der

Mittwoch, den 1. März 1. Is., abends 8% hr im Lofale des Café Ebel dahier

stattfindenden

ordentlichen Hauptversammlung

ergebenst eingeladen.

Tages- Ordnung:

1. Bericht über die Thätigkeit des Zweigvereins;

2. Rechnungsablage;

3. Beschlußfassung über Anträge von Seiten des Vorstandes

oder einzelner Vereinsmitglieder;

4. Vorstandswahl.

Gießen, den 9. Februar 1905.

Der Vorsitzende

des Zweigvereins vom Roten Kreuz.

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