Deutscher Reichstag.
( 149. Sigung.)
CB Berlin, 25. Februar. Heute machte das Haus einen wirklich kläglichen Eindruck: obwohl die zweite Beratung des Marineetats auf der Tagesordnung stand, waren zu Beginn der Sitzung kaum 20 von den 397 Erwähiten des Volkes anwesend. Ein solcher Absentismus bei einem so wichtigen Gegenstande muß selbst jetzt noch befremdend wirken, da man sich ja allerdings schon daran gewöhnt hat, eine größere Zahl von Abgeordneten nur noch zu bedeutsamen Abstimmungen erscheinen zu sehen. Da konnte die Debatte natürlich keinen höheren Flug nehmen, die sich in der Hauptsache mit dem deutschen letenverein und seiner Agitation beschäftigte. Es wurde von keiner Seite bestritten, daß diese in gewissen Fällen 3:: reit und über die Sagungen des Vereins selbst hinausgegangen sei. Aber während die Linke und das Zentrum die Berurteilung der Ausschreitungen in den Vordergrund steilten, hoben die ehemaligen Septenatsparteien mehr die raterländische Wirksamkeit des Vereins im allgemeinen herror. Mit seiner Anerkennung für den eigentümlichen Zweck des Vereins, im deutschen Volte Interesse und Verständnis für die Bedeutung der Flotte zu wecken hält auch der Staatssekretär des Reichsmarincamtes v. Tiupiß nicht zurück, der freilich auf der anderen Seite sein Bedauern aussprach, daß der Flottenverein-- übrigens nicht im Einflang mit seinen Sagungen- die Propaganda für einen beschleunigten Ausbau der Marine über den im Gesetz vorgesehenen Rahmen hinaus in die Hand genommen habe. Wenn der Abgeordnete Bebel in seiner einleitenden Rede unter Anführung von Tatsachen behauptet hatte, daß diese Propaganda an offiziellen Stellen gewünscht und gefördert werde, so tritt der Staatssekretär dieser Annahme entgegen. Er gab seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß weder der König von Sachsen, noch der Kaiser, die von dem sozialdemofratischen Führer besonders genannt worden waren, indem fie dem Verein ihre Sympathie kundgaben, dessen spezielles Flottenprogramm hätten billigen wollen; ihre Anerkennung hätte vielmehr nur der allgemeinen fagungsgemäßen TätigLeit des Vereins gegolten. Nachdrücklich betonte Herr v. Tirpit ferner, daß die Agitation jedenfalls auf die Entschliesungen der verbündeten Regierungen keinen Einfluß auslibe. Sie dächten gar nicht daran, von dem im Flottengesetz niedergelegten Programm abzuweichen und mit neuen Plänen an den Reichstag heranzutreten. Nach Schluß dieser allgemeinen Diskussion wurden große Teile des Etats ohne Debatte nach den Anträgen der Kommission erledigt. Nur bei dem Abschmitt Werkstätten" entspannen sich die alljährlich wiederkehrenden Erörterungen über Arbeits- und Lohnberhältnisse auf den Werften.
Preussischer Landtag.
Haus der Abgeordneten.
( 148. Sigung.) RK Berlin, 25. Februar. Schulfragen bildeten auch heute wieder den Gegenstand der Debatte, und zwar war es mehr parteipolitisches, als sachliches Interesse, was ihr zunächst eine gewisse Schärfe berlieh. Um die Prinzipienfrage:„ konfessionelle oder Simultanſchulen?" und um die rechtliche Wirkung des Schultompromisses stritt Herr Cassel( frs. Vp.) mit dem Freiherrn d. 3 edlig( frkons.), während die Regierung feine Veranlassung nahm, sich an diesen Auseinandersetzungen zu beteiligen. Dr. Arendt( frkons.) betonte den Gegensatz seiner Fraktion zu den Konservativen in. den wichtigsten Schulfragen, der besonders darin zutage trat, daß er die geistliche Schulaufsicht verwarf und die reine Staatsschule forderte. Die Anregung Dr. Arendts, die in St. Louis ausgestellte Unterrichtsabteilung als Museum zu erhalten, stieß bei der Regierung auf Bedenken. Eine besonders eingehende Besprechung fanden noch die Verhältnisse der Seminarlehrer. Den Wünschen, daß ihnen das Hochschulstudium ermöglicht werden solle, trat Minister Dr. Studt entgegen. Dagegen würden die Fortbildungskurse für Seminarlehrer weiter fortgesezt werden. Das Haus war von Anfang an sehr mäßig besezt; gegen Schluß aber waren tatsächlich nur noch zwei Dußend von den 433 Abgeordneten anwesend. Und da spielte sich das seltsame Schauspiel ab, daß man nicht zum Schluß kommen konnte, obwohl alle Anwesenden ihn wollten. Die nötigen 30 Abgeordneten zur Unterstügung des Antrags auf Schluß der Besprechung waren nämlich nicht anwesend und die Vertagung, ohne daß der Gegenstand erledigt wäre, wollte wieder die Rechte nicht. Schließlich wurden aber genügend Herren herangeholt, um den Schluß der Besprechung herbeizuführen. Die Abstimmung wurde aber infolge der geringen Zahl der Anwesenden bertag. Zum Schluß gab es noch eine kurze Geschäftsordnungsdebatte über die Beteiligung des Hauses an der Einweihung des Berliner Domes. Abg. Gamp( frk.) bezeichnete es als eine große Unfreundlichkeit", daß dem Hause nur 60 Karten geschickt seien. Die Beratung des Bultusetats wird am Montag 2 Uhr fortgesetzt.
Der neue Berliner Dom. ( Von unserem ständigen Mitarbeiter.) Berlin, 25. Februar.
Der gewaltige Neubau des Berliner Domes wird am tommenden Montag, den 27. Februar, unter großen Feierlichkeiten eröffnet werden. Der Kaiser erscheint mit seiner ganzen Familie, deutsche und fremde Fürstlichkeiten, deutsche und fremde kirchliche Würdenträger vereinen sich, das neue Gotteshaus, dessen Bau seit vielen Jahrzehnter die Hohenzollern beschäftigt, würdig zu weihen. Vom Kaiser Friedrich III. schon stammt die Anregung zu einem Dombauentwurf, der den Architekten Professor. C. Raschdorff zum Verfasser hat. Nach diesem Plan ist unter der Aegide unseres jezigen Kaisers der Bau unter Leitung Raschdorffs ausgeführt worden. Am 17. Juni 1894 wurde der Grundstein gelegt, nachdem der alte unter Friedrich dem Großen 1747 erbaute und durch Schinkel umgebaute Dom abgerissen worden war.
Der im italienischen Renaissancestil ausgeführte Bau wirkt schon von weitem durch die mächtige in getriebenem Kupfer ausgeführte Kuppel, die 72 Meter hoch und 31 Meter weit ist. Die ganzen Maße des Gotteshauses sind groß angelegt. Die Hauptachse mißt in de. Länge richi weniger als 105 Meter, die Tiefe beträgt 75 Wieter. Die Höhe bis zur Kreuzfbike erhebt sich bis zu 115 Meter. Das Ganze
zerfällt in drei Teile: 1. die Taufkapelle, die den Taufstein und eine kleine Orgel enthält; 2. die große, 2000 Sitzpläze enthaltende Predigtkirche, ein abgerundetes Achteck mit Emporen für den Hof, die Sänger usw. Sie ist reich mit MaIereien, Reliefs und Standbildern geschmückt. Die Reliefs stellen Szenen aus Luthers Leben dar, die Statuen in den 8 Eden der Rotunde sind Bildnisse all der Männer, die einst die Säulen der Reformation in Deutschland und Brandenburg- Preußen waren; 3. die Gruft- oder Denkmalsfird; e, in deren Nischen prächtig ausgeführte Sarkophage der hervorragendsten Hohenzollern fürsten ihren Plaz finden sollen. Als Tribut der Dankbarkeit des Kaisers an den Schmied des neuen Reiches wird hier auch der von Reinhold Begas geschaffene Sarkophag des eisernen czlers seinen Platz finden. Otto v. Bismarck ist hier in deutscher Ritterrüstung dargestellt, von einem wallenden Ideaigewand umhüllt. Eine geräumige Vorhalle mit zwei Glockentürmen faßt das Ganze zu einer Fassadeneinheit recht glücklich zusammen.
Es versteht sich von selbst, daß dieses prächtige Gotteshaus mit den allerneuesten Errungenschaften der Technik ausgestattet ist. Elektrisches Bogenlicht taucht das weite Rund in magisches Licht. Das Läutewerk der Glocken und die Riesenorgel werden ebenfalls durch Elektrizität getrieben. Auf die Akustik ist besonderer Wert gelegt. Was die Wirkung der Orgel anlangt, so hat sich diese in verschiedenen Proben bereits als äußerst günstig gezeigt. Den passenden Platz für den Standpunkt des Predigers sucht man erst durch genaue Untersuchungen festzustellen. Erst wenn das gelungen ist, wird der neue Dom statt der jetziger provisorischen eine feste Kanzel erhalten, die in Marmor oder Bronze ausgeführt werden und sich dem Ganzen harmonisch einfügen soll.
Nab und fern.
Als Achtzigjähriger auf der Forschungsreise. In Port of Spain auf der britischen Antilleninsel Trinidad verstarb Professor Bastian, Direktor des Berliner Museums für Völkerkunde. Dem fast 80 Jahre alten Gelehrten war das Los beschieden, das sich Bismarck einst ersehnte: in den Sielen zu sterben. Trotz seines hohen Alters befand sich der Unermüdliche auf einer neuen Forschungsreise. Die Leiche wurde in Gegenwart von Mitgliedern der deutschen Kolonie unter Assistenz eines Pfarrers der Herrenhuter Gemeinde in der fremden Erde bestattet.
Raubmordversuch an einer Kassiererin. Auf die Kassiererin der Untergrundbahn, Station Zoologischer Garten in Berlin wurde ein Raubmordversuch gemacht. Ein Mann in der Uniform der Bahnbeamten wußte sich in das Kassenhäuschen Einlaß zu verschaffen und schlug die Kassiererin mit einem Veil über den Kopf. Der Schlag wurde durch das hochfrisierte Haar der Dame abgeschwächt. Auf ihre Hilferufe entfloh der Attentäter. Offenbar hatte er es auf die Beraubung der etwa 900 Mark enthaltenden Kasse abge= sehen.
=[ Ein Finger zu kaufen gesucht.] Ein eigenartiges Kaufgesuch findet sich in der„ Newyork World": Gegen ein Entgelt von 2000 Mark wird der hübsche Finger einer gesunden Dame gesucht. Der Finger soll einer anderen Dame angesetzt werden. Die Frau, die ihren Finger so los werden kann, darf nicht über 45 Jahre alt sein.
Das Einjährigen- Examen auf der Bühne. Der Opernsänger Werner in Lübeck war beim Infanterie- Regiment Nr. 162 zu zweijährigem Dienst eingezogen. Er machte die Bestimmung des Gesetzes für sich geltend, nach der künstlerische Leistungen zum Dienst als Einjährig- Freiwilliger berechtigen. Um seine Künstlerschaft nachzuweisen, sang er im Stadttheater den May im Freischütz" und erhielt daraufhin die Berechtigung. Stolz kann er nun die Schnüre an den Achselklappen tragen, die er sich redlich ersungen hat.
O Der Dompropst Malzi in Worms, der wegen angeblich begangener Sittlichkeitsvergehen verhaftet ist, bestreitet mit Entschiedenheit die ihm zur Last gelegten Straftaten. Er behauptet, er sei das Opfer einer gegen ihn gesponnenen Intrigue. Tatsache ist, daß sich das bislang vorliegende Beweismaterial lediglich auf die Aussagen von Schulkindern stüßt.
+ Attentat auf ein Pulvermagazin. In Berth in England wurde der Versuch gemacht, ein mit 700 Pfund Sprengstoffen gefülltes Magazin in die Luft zu sprengen. Die Türme waren erbrochen und ein Feuer angezündet, das indessen niederbrannte, ehe es an die Sprengstoffe gelangte. Die Explosion hätte entsetzlichen Schaden anrichten mission.
A Der Raubmörder Allramseder wird nun doch hingerichtet. Sein Versuch, einen anderen des Mordes an der Witwe Glass zu bezichten, hat ihm nur eine kurze Lebensfrist eingebracht. Sein Gesuch um Wiederaufnahme des Verfahrens mußte abgelehnt werden, da seine Angaben sich als unwahr erwiesen. Die Hinrichtung wurde nunmehr auf diesen Montag früh angesezt. Der Mörder machte, als er die neue Wendung in seiner Sache vernahm, einen Selbstmordversuch, den die Wache vereitelte.
Spuren eines Schiffsunglücks haben sich an der französischen Nordküste gezeigt. Eine Anzahl Matrosenleichen sind dort angeschwemmt. Nach den aufgefundenen Papieren handelt es sich um die Bemannung verschiedener Schiffe, so daß ein Zusammenstoß, der auf hoher See stattgefunden hat, nicht ausgeschlossen erscheint.
Streif in Charleroi. Im Bassin von Chaleroi ist wieder ein Streit der Bergarbeiter ausgebrochen. An 33 000 Mann stehen in der Bewegung. Es ist auch schon zu Ruhestörungen gekommen. Die Gendarmerie nahm zehn Verhaftungen vor. Vor der Wohnung eines nicht ausständigen Arbeiters in Viesville explodierte eine Dynamitpatrone, die jedoch nur Materialschaden verursachte.
Eine vulkanische Katastrophe, die irgendwo an der Küste des langgestreckten Continents von Zentral- Amerika_eingetreten sein muß, wird durch unheimliche Zeichen angedeutet, von denen Schiffer berichten, die in San Franzisko ange= langt sind. Meilenweit war die See von Bäumen, Gras und Tierleichen so bedeckt, daß die Schiffe Mühe hatten, durchzukommen. Man nimmt an, daß ein Teil des Landes bei einem bulkanischen Ausbruch gesunken und dadurch eine plötzliche Verheerung der bewohnten Küstenlandschaft angerichtet ist.
Unzufriedenheit unter den französischen Automobilisten. Die Beschlüsse der internationalen Konferenz über das Gordon- Bennet- Rennen haben den Widerspruch der Franzosen erregt. Von zehn angemeldeten Fabriken haben neun ihre Anmeldung zurückgezogen. Sie verlangen die Vornahme eines einzigen Rennens und Fallenlassen der vielen Vor
rennen.
Lokales.
27. Februar 1905. ** Der König von Preußen hat, laut, Staatsanzeiger", dem Gartenbaudirektor Philipp Siesmaher, Mitinhaber der Firma Gebrüder Siesmayer, Kunstgärtnerei und Baumschule in Frankfurt a. M., die Erlaubnis zur Anlegung des demselben verliehenen Ritterkreuzes 2. Klasse des Berdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
** Der Kreisarzt Medizinalrat Dr. Matthias in Friedberg ist mit Rücksicht auf seine geschwächte Gesundheit um seine Verseßung in den Ruhestand mit Wirkung vom 1. April eingefommen.
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Dann g bann ta bann h K Schlüchter feminar bege Das Seminar y 1805 in Marb berlegt, wo es Botighius berü K Aus Rhe furt a. M. bilde ig aft( 3. m. 6 Gaszentrale zu die im Selztale werden.
** Erledigt ist die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende dritte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Shliz, sowie desgl. je eine Lehrerstelle an den Gemeindeschulen zu Frischborn und Melbach.
** Diejenigen Studierenden des Forstfachs, welche sich zu Anfang des nächsten Semesters der Vorprüfung oder Fachprüfung zu unterziehen beabsichtigen, haben spätestens bis zum 10. April bei dem Vorsigenden der forftlichen Brüfungskommission, Dr. R. Heß zu Gießen, ein Gesuch um Zulassung einzureichen.
n Ein Bezirksverein Gießen des Vereins Deutscher Buchdruckereibefizer hat sich gestern gegründet; Vorort ist Gießen.
(?) Einen schnellen Tod fand das 3jährige Töchterchen des Barbiers Muhl zu Gießen. Am Freitag Abend fiel dasselbe vom Stuhl rückwärts in einen Topf voll fochender Brühe und verbrannte sich dadurch derart, daß es am Samstag turz vor Mittag verstarb.
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** Stadttheater in Gießen. Gestern Nachmittag gingen in der Kinder- Vorstellung die lustigen Streiche von Max und Morig" in Szene. Die jungen Herrschaften hatten von der freundlichen Einladung der Direktion den ausgiebigften Gebrauch gemacht und das Haus dicht besetzt. Sogar eine ganze Anzahl Erwachsener hatte fich eingefunden, denn wer möchte den Busch nicht auch einmal auf der Bühne sehen, der ihn zu Hause in stillen Stunden so oft erquickt! Der laute Beifall, der nach jedem Streiche fiel, entschädigte die Darsteller reichlich für die aufgewendete Mühe.
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Für den Gießener Theater- und Scalbaufonds haben einige junge Leute, die sich zu einem Stammtisch vereinigten und aus dem Verlauf der am vergangenen Donnerstag stattgefundenen Bürgervereinsversammlung die Ueberzeugung mit nach Hause nahmen, daß nunmehr die ganze zahlungsfähige Bürgerschaft Gießens das Projekt finanziell unterstüßen muß, 100 Mart zusammen gesteuert. Dieses Beispiel verdient wirklich Nachahmung von allen den Personen, Stammtischen, Vereinen, dessen Mitglieder Freunde des Therters oder einer guten Musik sind, damit, wie Professor Fromme in erwähnter Versammlung den Wunsch äußerte, die Kosten des ganzen Baues möglichst nur von der Bürgerschaft aufgebracht werden und ihr denn auch in der Verwaltung dieses Kunstinstitutes Siz und Stimme wird.
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** Gestern Abend trat der MaschinenbauerGesangverein in der Alten Post" zu einer gut beDas närrische suchten Rappenfigung zusammen. Bräsidium hatte für ein außerordentlich reichhaltiges Programm gesorgt, da gab es z. B. Mordgeschichten und Kouplets zu hören und eine sehr zweckmäßige Deforation der Räume zu bewundern, während die Kosten der musikalischen Unterhaltung hiesige Bither und Mandolinenspieler und vor allen Dingen eine russischen Kapelle bestritten. Eine KarnevalsZeitung trug ebenfalls ihr Teil zu der frohen Stimmung bei.
RB. Die der Reichsbanthauptstelle in Köningsbergi. Pr. nachgeordnete Reichbantnebenstelle in Braunsberg( Oftpr.) wird vom 10. März d. Is. ab zur Vermittelung von Wechsel- und Lombardgeschäften mit Kasseneinrichtung und beschränktem Giroverkehr versehen werden.
Die Reichsbant hat ihren Distontsag auf 3 und den Lombardzinsfuß auf 4% herabgesezt.
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2. Die
* Grünberg. Die Tagesordnung für die nächste Sigung des Gemeinderats morgen Dienstag abends 7 Uhr ist: 1. Genehmigung des durch Submission ausgeschriebenen Hainbuchenholzes( Rundscheid). zu errichtende Gasanstalt zu Laubach; hier Vortrag des Ingenturs Hell von der Süddeutschen Gasgesellschaft über Anschluß der umliegenden Orte und Städte an die Zentrale zu Laubach.( Wir sind der Meinung, daß sich Grünberg selbst für eine Zentrale eignet, die umliegenden Orte dürften die Rentabilität mit sichern. D. Red.)
er Kinzenbach, 26. Febr. Auf der Müller'schen Dampfziegelei, welche bald nach dem im Jahre 1877 erfolgten Eisenbahnbau der Strecke Weglar- Lollar begründet wurde, wurde am vorigen Freitag zum ersten Male die neu aufgestellte 100pferdige Dampfmaschine in Betrieb gesezt.
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× Dorlar, 26. Febr. Die Gemeindevertretung hat die der Gemarkung Dorlar gehörige Lahninsel, genannt der „ Neumühle Garten", mit einem Flächeninhalt von 2,65 Ar zum Preise von 3000 Mt. an die Besizer der Neumühle, Gebrüder Mary, verkauft. Der hierdurch erzielte Kauferlös soll zur Deckung der Kosten des Grunderwerbs für die im Laufe des vorigen Jahres hierselbst zur Einrichtung gekommene Güterverladestelle Verwendung finden.
§ Holzheim. In der Nähe unseres Ortes stieß man auf ein ausgedehntes Eisensteinlager, mit dessen Abbau schon im Frühlng begonnen werden soll. * Aus dem Kreise Weylar, 22. Febr. Dem heutigen wendet man hier zu Petri Stuhlfeier Tage Lande eine ungleich höhere Beachtung als anderen Tagen zu. Eine alte Regel sagt:„ Wenn es in der Nacht auf den Betritag friert, dann friert dem Bauer der dritte Wagen Heu." An diesem Tag wird auch an manchen Orten des
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