des Auswärtigen Amtes Strafantrag gestellt. Auch gegen den„ Vorwärts" soll Strutrag erhoben sein
ischen vereinigten Liberalen und Sozialdemokraten ist für die Stichwahlen zum badischen Landtag ein Kompromis abgeschlossen worden. Das Abkommen wurde in Karlsruhe von dem engeren Ausschuß der nationalliberalen Partei amter großer Begeisterung von einer zahlreichen Versammlung angenommen. Danach wird der liberale Block von der Sozialdemokratie in zwölf, die Sozialdemokratie vom Block in fünf Bezirken unterstützt. In den übrigen sechs Bezirfen wird der Wahlkampf zwischen dem Block und der Sozialdemokratie durchgefochten. Das Zentrum unterstützt in vier Bezirken die Kandidaten der Konservativen und des Bundes der Landwirte. In den sechs Bezirken, wo Liberale und Sozialdemokraten sich einander gegenüberstehen, proklamiert das Zentrum Wahlenthaltung, in zehr Bezirken wird es seine Kandidaten durchzubringen versuchen.
Spanien.
** Der Besuch des Präsidenten Loubet wird schließlich noch eine Ministerkrisis im Gefolge haben. Der Marineminister lehnte das ihm von Loubet verliehene Großkreuz der Ehrenlegion ab, meil der Kriegsminister das Großhalsband erhalten hatte. Der Marineminister erblickte darin eine Zurückseßung. Da die Verleihung auf Anregung des Ministerpräsidenten Montero Rios erfolgte, will der Maeine allgemeine rineminister abdanken. Man erwartet Ministerkrise, sobald Loubet abgereist ist.
Balkan- Staaten.
** Zu größeren Skandalszenen kam es in der serbischen Stupsahtina anläßlich einer Erörterung der Beziehungen zu ben auswärtigen Mächten. Der Fortschrittler Nikolajewitsch bezeichnete es als unerhört, daß wegen der winzigen Gruppe der mit dem Blute des Königs Alexander befleckten OffiBiere Serbien als unfultivierter Staat nelten müsse. Darauf erhob sich wütender Protest von allen Seiten des HauJes. Der Lärm erneuerte sich, als Nikolajewitsch erklärte, Serbien habe sich durch das Ereignis vom 11. Juni 1903 in der Auffassung der Begriffe über Moral von ganz Europa losgetrennt. Das sei der einzige Grund, weshalb England jede Beziehung zu Serbien abgebrochen habe. Nikolajewitsch fand für seine Ausführungen nur wenige zustimmende Abgeordnete. Die Mehrzahl bekannte sich durch den erhobenen Sedal zit anderer Meinung, ein Beweis, daß die Verschwörer eine starke Stütze in der Kammer haben.
Oefterreich- Ungarn
Soziales Leben.
Der Ausstand in der Berliner Wäscheindustrie. Die Einigungsverhandlungen vor dem Gewerbegericht habe. nicht zu einem Uebereinkommen der Parteien geführt. Da gegen hat das Einigungsamt einen Schiedsspruch gefällt. Es muß abgewartet werden, ob die Arbeitgeber und nehmer sich diesem Spruch unterwerfen werden. Im wesent. lichen bestimmt der Schiedsspruch, daß in allen Fabriken die bestehenden Löhne der Arbeiter und Arbeiterinnen, sowohl der Fabrik- wie der Heimindustrie, um 6 v. H. zu erhöhen sind. Ferner ist sofort eine paritätische Schlichtungskommission von den Parteien zu bilden, bestehend aus sieben Arbeitgebern und sieben Arbeitnehmern, unter dem Vorsit eines Unparteiischen. Die Schlichtungskommission hat die Aufgabe, sämtliche Differenzen, welche zu Streiks und Aussperrungen führen könnten, zu begleichen. Auch soll sie gehalten sein, sofort die Ausarbeitung von Tarifen für die Wäschebranche in Angriff zu nehmen, und zwar derart, daß die Tarife bis spätestens 1. März 1906 von den Organisationen der Parteien anerkannt werden können. Für den Fall, daß die Schlichtungskommission die Differenzen nicht beilegt, sind die Parteien verpflichtet, das Einigungsamt binnen acht Tagen anzurufen. Regelung der Garn- und Nadelfrage sowie der Arbeitszeit des Jabrikpersonals sind in dem Schiedsspruch vorgesehen. Die Wiederaufnahme der Arbeit soll späteens am Montag, 30. d. M., erfolgen. Maßregelungen werden ausgeschlossen. Die Parteien müssen sich innerhalb dreier Tage entscheiden.
** Unter der Anklage des Hochverrats in der Zehng Affäre war bekanntlich der Beamte der Staatsbahnen Josef Denes in Budapest verhaftet worden. Er sollte der Verfasser der Broschüre sein. Jetzt ist er wieder aus der Has! entlassen worden. Ob sich damit die gegen ihn erhobeng Beschuldigung erledigt, steht noch dahin. Denes gilt al Intimus des früheren Ministerpräsidenten Banffy.
frankreich.
Die Pariser Presse freut sich über die außerordentlid Höflichkeit Englands gegen den Präsidenten Loubet, der si auf der spanischen Reise befindet. Die englische Regierun soll den Präsidenten Loubet dringend eingeladen haber Gibraltar zu besuchen; Loubet soll aber abgelehnt haben, i.. sei..e verfassungsmäßige Pflicht ihn zwinge, am 30. Oktober, dem Tage der Eröffnung des Parlaments, in Frankrei zu sein. Die englische Regierung habe verfügt, daß de.. Banzerschiff Leon Gambetta", auf welchem Loubet bo: 1 Lissabon nach Marseille zurückkehren wird, bei der Fah durch die Meerenge von Gibraltar von den Batterien de: Festung mit 101 utschüssen begrüßt werde. Außerder wird eine Abteing des englischen Mittelmeergeschwader: das Schiff des Präsidenten begrüßen
Afrika.
Achtstündige Arbeitszeit für städtische Arbeiter. Die Stadtverordneten in Elberfeld beschlossen die Einführung der achtstündigen Arbeitszeit für die Retortenhausarbeiter der Gasanstalt. Der Stadt erwächst hieraus eine jährliche Mehrausgabe von 20 000 Mark.
** Aus Tanger wird gemeldet, die Annahme des Pro gramms der Marokkokonferenz durch den Sultan werde in allernächster Zeit erfolgen. Gerüchtweise verlautet, von der marokkanischen Regierung seien Maßnahmen gegen die Ent führer der englischen Offiziere zu erwarten. Amerika.
Nab und fern.
Die Cholera in Prenken. Nach amtlicher Melduna find it im ganzen 281 Chol rafälle in Preußen vorgekommen, von denen 90 tödlich verliefen. Bei dem erheblichen Nückgang der Krankheit werden nur noch einmal isujentlic amtliche Bulletins ausgegeven.
Präsident Roosevelt hat sich auf seiner Reise in die südlichen Staaten der Union auch über die Negerfrage geäußert. Roosevelt sagte in einer Ansprache an die studieren. den Neger in Tuskegee( Alabama), das beste Mittel im Fale von Mißverständnissen sei eine alsbaldige Beratung zwischen den mäßigen und besonnenen Weißen und den Schwarzen. Die Zukunft des Südens hänge von beiden Rassen ab. Der Präsident betonte weiter die Notwendigkeit der Verbesserung der moralischen Lage der Neger.
† Gewichtige Leute. Sn einem Casthause zu Brunsbütte hosen tant eine Welte um 3 Cewicht von te behäbig.. Hofbesitzern zustande. Sie ließen sich wiegen, und c3 erc sich, daß die vier Bauern zusammen nicht weniger als 1125 Pfund schwer waren.
** Die Unruhen in Santiago de Chile sind durch das Ein. Treffen von Militär beendigt worden. 3000 Mann Sol daten sind jetzt in der Stadt, sie bewachen alle Straßen. Die Zahl der Toten und Verwundeten läßt sich schwer feststellen; es dürften etwa 60 Personen getötet und etwa 200 ver. wundet worden sein.
Hof und Gefellschaft.
hinausging, daß die Verschlechterung des Charakters dur die Politik sich auf die Frauen ausdehnen werde. Einstweilen aber scheinen die Erfahrungen nicht ausreichend zu sein. Wenigstens behaupten beide Parteien, daß ihre Ansichten durch die praktischen Ergebnisse Unterstützung fänden. Die Gegner des Frauenwahlrechts führen für sich an, daß ein in Utah gewählter Senator als moralisch unmöglich aus dem Kongreß entfernt werden mußte, daß ein anderer ebenda gewählter Senator einem gleichen Schicksal nur durch ein recht unheiliges Wunder entgehen könnte, und daß bei den Kongreßwahlen in Kolorado vor zwei Jahren Standalosa schlimmster Art sich abspielten, denen gegenüber die Frauen sich durchaus nicht abstinent verhielten. Die Frauenrechtlerinnen und ihr männlicher Anhang wiederum heben rüh mend hervor, daß Kolorado seinen Vorzug, die besten Geseze zum Schutz von Frauen und Kindern zu haben, dem Frauenstimmrecht verdanke, daß in Idaho, dank dem Frauenstimmrecht, die Aufstellung eines Kandidaten von nicht völlig einwandfreiem Charakter unmöglich geworden set. Die Wallscherze in Utah seien schlimm genug gewesen; doch der Anteil der Frauen daran beschränke sich, wenn man die Bestrafungen als Maßstab gelten lasse, auf zehn Prozent. Man sicht, daß das Urteil von allgemeiner Klärung noch rechf weit entfernt ist, und daß man die Versuche noch geraume Zeit wird fortseßen müssen, ehe man auf die Bildung einer ficheren öffentlichen Meinung rechnen kann. Ein Umstand aber ist ganz außerordentlich auffallend: daß unter den männlichen Berfechtern des Frauenrechtlertums ungemein viele sind, die ihre Ansichten einzig aus ihrer anerzogenen gehorsamen Ritterlichkeit gegenüber dem weiblichen Geschlecht schöpfen. Das ist ein Widerspruch in sich. Die Ritterlichkeit der Frau gegenüber gründet sich auf deren mindere Kraft und minderes Recht und will dafür eine Art freiwilligen Ausgleichs gewähren. Mit dem Augenblick aber, in dem man der Frau das völlig gleiche Recht zugesteht, ihre Kraft im Lebenskampf gleich hoch einschätzt wie die des Mannes, mit dem Augenblick wird die Betätigung jener Ritterlichkeit und das bloße Bekenntnis zu ihr zur Beleidigung, zum Hohn. Einstweilen ist im freien Amerifa ritterliche Gesinnung für die Frau so lebendig, daß die Frau selbst lieber auf ihr wirkliches oder vermeintliches Recht auf Rechtsglei heit als auf das schöne Vorrecht verzichten wird, das man ihrer angeblichen größeren Schußbedürftigkeit freigebig cingeräumt hat. Gerade die verwöhnte Frau ist eine schlechte Vorkämpferin der Frauenrechte. Zwischen heute and morgen wird die Frage hier nicht zur Lösung kommen, ' chwerlich früher als in der Alten Welt. Es wird noch sehr viel Wasser den Hudson hinab fließen, ehe die Grundlage ür eine endgültige Entscheidung geschaffen ist. Die großen Berte tun es nicht, in Amerika ebensowenig wie in Europa. Die totsächliche schrittweise Entwickelung allein wird maßjebend sein.
† Entdeckte Mordbrenner. I'm Frühling dieses Jahre brannte die historische Mühle in Plagwig bei Löwenberg nicder. Der Besizer der Mühle war ermordet und beraubt und dann war die Mühle in Brand gesteckt. Es ist jetzt gelunge drei zu ereiste Müllergesellen als Täter festzustellen. Zwei, die als Urheber der Schreckenstat gelten, sind verhaftet, dritte, der Schmiere gestanden hatte, wird gesucht.
† Vom Zuge überfahren. Ein Einwohner aus Werneuchen wurde bei Ahrensfelde von einem Zuge erfaßt und getötet, als er mit seinem Handfuhrwerk auf der Chaussee nach Wriezen über das Geleise fuhr. Der Bahnwärter hatte verabsäumt, die Schranke zu schließen.
† Drei Kinder erstickt. In Thann im Elsaß ließ eine Arbeiterfrau ihre drei Kinder allein zu Hause. Als die Mutter zurückfam, mußte sie die schreckliche Entdeckung mad, en, daß die Kinder in dem mit Rauch gefüllten Zimmer erstickt waren.
Ein Student als Lebensretter. In Hamm in Westfallen stürzte ein vierjähriges Kind, das auf einer Brücke spielte, in die hochgehenden Fluten des Lippe- Flusses. Der stud. jur. cnbeck sprang, ohne sich zu besinnen, in das reißende Wasser, konnte jedoch das abtreibende Kind nicht erreichen. Er schwamm ans Ufer zurück, lief mehrere hundert Meter flußabwärts, stürzte sich dort abermals in den Strom und konnte nun das Kind retten. Dann beteiligte sich der Brave noch an den Bemühungen, das Kind ins Leben zurückzurufen.
*** Der Besuch des Kaisers am Dresdener Königs hose hat gestern stattgefunden. Am Bahnhofe wurde der Kaiser, der die Uniform seines sächsischen Grenadierregiments Nr. 101 und den Marschallsstab trug, vom Könige Friedrich August in Ulanen- Uniform empfangen. Beide Monarchen umarmten und füßten sich. Nach dem Vorbeimarsch der Ehrenfompagnie erfolgte die Fahrt durch die festlich ge. schmückten Straßen. Ant Eingang der Prager Straße hiell Oberbürgermeister Beutler an der Spize der städtischen Be. hörden die Begrüßungsansprade, auf die der Staiser mit herzlichen. Dank und mit der Versicherung, daß er, soviel an iým liege, stets bestrebt sein werde, das Wohl Sachsens zu fördern, erwiderte. Im de begrüßte der Kaiser die Konigin- Witwe Carola. Turühst wurde im Kasernement des Regiments 101 eingenommen, der Tee bei der Königin. Mutter in Strehlen. Dann war Galatase! im Schloſse, Fest. borstellung im Opernhause, und um 9 lýr erfolgte die Stuck reise des Kaisers na Potsdam.
Der Reid, anzler Surft Bülow il von BadenBaden wieder in Berlin eingetroffen.
† Ein Walsisch in der Nordsee. An der Küste von Norderney trich bei den letzten Stürmen ein Walfisch an. Das Twics erhebliche Verlegungen auf.
† Eine Gatten- Mörderin. In Immenhof im Desterreichischen wurde ein Gastwirt von seiner Frau mit einer Schrotpistole angeschossen, als er im Weinkeller sein. Hauses beschäftigt war. Der Mann wurde im Gesicht erheblich verleẞt. Die Frau und deren Liebhaber, der sie 3: der Tat angestiftet hatte, wurden verhaftet.
† Den eigenen Vater ermordet. In Jeggen bei Osnabrüd wurde die Lec des Randwirts Aßmann im Walde auf gefunden. Baldo verbreitete sich das Gerücht, Aßmann sei feines natürlichen Todes gestorben. Nunmehr hat der Schn das Geständnis abgelegt, seinen eigenen Vater ermordet zu haben. Die furchtbare Tat geschah im Hause, worauf der Sohn die Leiche in einen Sack steckte und in den Wald trug, wo sie gefunden wurde. Der Grund zu der schrecklichen Tat ist nicht bekannt.
† Panik in einer Menagerie. In Gilmen, einem Orte in ben Vereinigten Staaten, geriet ein Löwe darüber in But, baß die Tierbändigerin, der das Tier sehr zugetan war, ihm ein fleineres Stück Fleisch gab, als seinem Kameraden. In rasender Eifersucht stürzte sich der Löwe auf die Bändigerin und brachte ihr schwere Verwundungen bei, an der sie beld darauf starb. Im Publikum entstand eine Panik. Eine Frau fiel vom zweiten Rang in die Tiefe und brach dis Genick. Der eifersüchtige Löwe mußte erschossen werden.
Das Bild des Kaifers.
- Wilhelm der Zweite und seine Maler. Im Pariser Salon ist ein Porträt Kaiser Wilhelma ausgestellt. Bei dem großen Interesse, das man gerade in Frankreich dem jezigen Träger der deutschen Reichsgewalt juwendet, ist es nicht zu verwundern, wenn das Bild un aufhörlich der Gegenstand der Aufmerksamkeit ist und zu zahllosen Diskussionen über die vielbewunderte Persönlich feit des Monarchen Anlaß gibt. Allgemeine Beachtung findet deshalb eine Veröffentlichung des Künstlers Feliz Borchardt, der das Bild gemalt hat. Er spricht von der Entstehungsgeschichte seines Werkes und hält dabei zugleic manchen fesselnden Zug von der Individualität und der Charaktereigenschaften des Kaisers fest. Borchardt erzählt:
† Ein Kriegsminister in den Lüften. Der französis.he Kriegsminister Berteaux machte im lenkbaren Luftschiff Lebaudys einen wohlgelungenen Aufstieg mit. Die Landung erfolgte ohne Schwierigkeiten.
Amerikanisches Frauenwahlrecht. ( Jig. Bericht.)
set ut ein 10 ehrlicher franzöfifchen Parlame vielleicht von Herrn J lismus natürlich- d Der Kaiser erschien reich, heiter, lächelnd gebung, vor allem d für unser Theater,
einen Freund behan Parijer Leben. Ich Baris gewesen sei. die Universität Bo Kronprinz. Ich wo den Abend im Pal habe." Als ich ihm mergen im Bois fpr Obwohl sein Geist zuwendet, fühlte id fungen heraus, daß nis hatte.
" Ich habe das Bild des sers gemalt, bin aber nicht der erste, der das getan hat. enbach malte ein Kaiserbild, das durchaus nicht zu seinen Meisterschöpfungen gehört; dann Mar Koner, der den Kaiser in der Garde du Corps Uniform darstellte, und voric Winter der italienische Künstler Corcos. Aber alle di, ilder zeigten Wilhelm II. jozusagen in Gala und von Hofluft umgeben. Mein Traum var, den Mann, nicht den Kaiser zu malen, ein koloristisch virksames, aber auch psychologisch vertieftes Werk hinzu stellen. Ich habe den Kaiser in plein air" gemalt; es ist das erstemal, daß er sich zu solch einem Experiment hergab Nicht, als ob er der plein air"-Malerei, den neuen, moder nen Kunstideen feindlich gegenüberstünde; im Gegenteil sein Geist ist für alles Moderne empfänglich. Man hatte ihm aber die Moderne in ihren äußersten Konsequenzen ge zeigt, und gewisse Effektchen hatten ihn abgestoßen.
Newyork, 14. Oktober. In vier Staaten der Union haben die Frauen das politische Wahlrecht erlangt. In Utah, Kolorado, Idaho und Wyoming, alle im ,, wilden Westen" gelegen, hat das Frauenwahlrecht aufgehört, ein Gegenstand des Streites zu sein. In den kulturell viel höher stehenden Oststaaten ist man s weit noch nicht gekommen. Man sollte nun meinen, daß man nun in Ruhe der ferneren Ent.vickelung entgegensehe könnte. Vier Staaten sind doch gerade genug, daß in ehlicher Probe festgestellt werde, ob wirklich die Beteiligung der Frau an der Politik die politischen Sitten mildern, oder cb die Prophezeiung sich als richtig erweisen werde, die darauf
Das Porträt malte ich auf Wilhelmshöhe bei Kassel. Die Sizungen fanden auf der Parkterrasse statt. Unser erstes Zusammentreffen schüchterte mich sehr ein. Ich komme im Reisekostim. müde. Staubia autocreat
Er
Manchmal wohn und wieder auch ein irgend einen Auszu einmal bedauerte, da neue Uniform trage, alten Sadjen!" Gin aubor ein Raifer fich i
er das hörte, fegte er
in Bofitur, um zu zeig Molle durchdrungen jei naiv zu verstehen, daß Oh! oh! Herr Borcha ftola, das Kritisieren noch eine Bemerfung für einen Franzoleni
meil ich die Sand. jaune verioren batte an, um um 8 hr morgens stellt mich der Hofmarschall dem Kaiser vor, der, umgeben von Adjutanten, Offizieren und Herren der Hofgesellschaft, einen Spazierritt machte. Ich gewann sofort meine Fassung wieder, als der Kaiser sagte, er freute sich, daß eines meiner Bilder vom Luxembourg angekauft worden sei. Auf seine Frage: Was wollen Sie von mir?" erwiderte ich: Ihr Borträt, Ma estät, und zwar in plein air", wenn Sie mich wazu ermächtigen... Das Porträt in plein air" ist näm lich meine Spezialität!" Er war einverstanden, worüber sich seine Umgebung nicht genug wundern zu können schien. Ich habe den Kaiser in der Hofjagduniform gemalt. st, das Gesicht dem Beschauer zugewandt; in der Hand hat er einen hohen Jagdstock; rote Erifa wuchert zu seinen Füßen. Als Hintergrund ferne, verschwimmende Berge und purpurfarbene Abendwolken, die sich wie Wimpel entfalten. Als ich eine dieser Wolfen malte, sagte der Kaiser lachend: „ Herr Borchardt, ich bitte Sie, nehmen Sie die Wolfe wie. der weg; sie sieht ja aus, als wenn sie aus meiner Tasche käme, und man wird sagen, daß ich mein Taschentuch ver liere..." Der Gesichtsausdruck ist fest, aber freundlich; nichts von dem kriegerischen Stolz, den man gewöhnlich vor. aussetzt; die Augen hellblau, dragonerblau" sagte die Kaiserin; ein Blick, der bis in die Seele dringt, ein wohl. geformter Mund, gesunde Zähne, das Aussehen eines jün geren, eleganten, stattlichen Mannes. Die Sizungen, die auf Wilhelmshöhe begonnen hatten, wurden in Potsdam fortgesetzt. Ich lebte 14 Tage im alten Palais.
Der Kaiser ist ein vorzügliches Modell. Eine Engels. geduld. Ich hielt ihn länger als zwei Stunden fest. Manch mal nur fam er aus der Pose und richtete Fragen an mich. Ich faltete dann bittend die Hände, und er wurde wieder unbeweglich. Ich kann versichern, daß der Kaiser mir wohl zwanzigmal seine Sympathie für Frankreich und seiner Wunsch nach vollständigem Frieden zu erkennen aab. Lou
An Stelle des zu Schlis eröffnet Elias zu Er 1/211 Uhr. Er v Rammer über eini über den Antrag S rufeftändige Bertre Gemeindeumlagen ftande. Ueber die Uebersicht der Ein trebitfaffe in der Ludwig v. Rie
ftimmung zu dem
geschieht. Es folg lage, Entwurf ein Reichsgefeßes übe
6. Juli 1905. Geheimrat Brau berührt besonders die Bundesstaaten bisher sich nicht zur Man tomme demn Roften übernehmen ftimmig angenomm Bräfidenten geile
Bräsident
Die Sigung. Der Regierungsvorlage Bollzug des Reichs bom 6. Juli 190 Ausschusses, Abg. Annahme der Borl gelangt jobann zur S und Dr. Weber be Bogelwelt, befonder Domanial und Ger
legt die Maßregeln waltung in diefer als notwendig, ba werden.
P. Bolige
wurden burch das
Geld aften, in b
fowie in einer genommen und Gleichzeitig fand wirtschaften in flimmungen bom
Stadt- C
Giesse
Dir.: Germann St Freitag, den 27.
Abonnements Vorfte 4. Freitags
Niobe
Schwant von Harry E. Baulton
Fret bearbeitet 6.D.Blu


