Fürst Nakaſchidse ist beschuldigt und darf als überführt gelten, in Baku den Kampf der mohamedanischen gegen die armenische Bevölkerung geschürt und zu fortgesetzten Menschenschlächtereien förmlich aufgerufen zu haben. Er untersagte den zu seiner Verfügung stehenden Soldaten, die Mörder in ihrer Mordarbeit zu unterbrechen, die vom Mord Bedrohten zu unterstützen. Er ging den Verbrechern aus dem Wege, um sie nicht durch den Anblick seiner autoritativen Persönlichkeit zu stören. Wo selbständige Gegenwehr die Straßenräuber zu Boden geworfen hatte, nahm er sich dieser an und ließ ihnen ihre Gewehre zurückgeben, stellte sie somit förmlich in seine Dienste und in die Dienste des Staats, den
er vertrat.
Seine Ermordung ist ein Verbrechen. Doch das Verbrechen, das an ihm verübt worden, wäscht die hundertfachen Verbrechen nicht ab, die er verübt hat.
Deutfcher Reichstag.
( 192. Sizung.)
CB Berlin, 25. Mai. Bei ziemlich schwacher Besetzung trat das Haus heute in die zweite Beratung des Gesezentwurfs betreffend die Reichsgarantie für die Kamerunbahn, die der Zentrumsabgeordnete Schwarze- Lippstadt empfahl. Der Sozialdemokrat Ledebour, der die Ablehnung emp fahl, kritisierte sehr scharf die vom General von Trotha er lassene Proklamation, in der Preise für die Köpfe Hendrit Witbois und anderer Häuptlinge ausgesetzt werden. Kolonialdirektor Dr. Stübel riet, erst einen authentischen Bericht abzuwarten. In der weiteren Diskussion spielte eine Hauptrolle das Konzessionssystem, das den Abg. Latt. mann von der wirtschaftlichen Vereinigung zum Gegner der Vorlage machte, während der Abgeordnete Storz von der süddeutschen Volkspartei die Ansicht vertrat, daß die Vorteile der Vorlage mehr ins Gewicht fallen, als die Bedenken Die Abstimmung über den grundlegenden Paragraph 1 fiel infoige Beschlußunfähigkeit des Hauses ins Wasser.
Heer und flotte.
er wagen sollte, von semem dortigen fürzlich angetauften Landgute Besitz zu ergreifen. Rockefeller erwarb nämlich in jener malerischen Gegend in jüngster Zeit ein hundertfünfzig Quadratmeilen meites Gebiet, auf welchem er große Jagden zu veranstalten beabsichtigte. Um die Gegend jedoch ,, noch wilder" zu gestalten, ließ er alle Eingeborenen, die sich auf seinem Landgute früher ohne Eigentumsrechte zu be jizen angesiedelt hatten, vertreiben, ihre Hütten niederreißen und sogar einen Teil eines Dorfes durch Brand zerstören. Aehnlich hart wie Rockefeller verfuhr vor einiger Zeit auch der Newyorker Millionär Orlando Terter mit den Eingeborenen, welche auf seinem dem Landgute Rockefellers angrensendem Besistum ihre Wohnsize aufgeschlagen hatten. Auch er wurde mit dem Tode bedroht, beachtete aber die Drohung nicht, bis er bald darauf von einem bisher nicht eruierten Mörder niedergeschossen wurde. Rockefeller erklärt nun, sich ebenso wie Terter nicht um die Drohung zu kümmern, son. dern sich mit Detektives umgeben zu wollen, die jeden Angreifer abwehren und sofort verhaften sollen.
Fortgesette Soldatenmißhandlungen sollen im oldenburgischen 91. Infanterieregiment vorgekommen sein. Nach Mitteilung einer Oldenburger Korrespondenz hätte der kommandierende General des 10. Armeekorps den sozialdemofratischen Führer Heitmann empfangen, der ihm über diese Mißhandlungen Bericht erstattet habe. Die Untersuchung sei bereits eingeleitet.( Die Verantwortung für diese Aufsehen erregende Mitteilung muß ihren Urhebern überlassen bleiben.)
Soziales Leben.
Der legte [] Lohnverluste beim Bergarbeiterausstand. Streit im Ruhrgebiet hat insgesamt einen Lohnausfall von 19 Millionen Mark für die Arbeiterschaft gebracht. Davon entfallen über 12 Millionen Mark auf die eigentlichen Bergleute, 5 Millionen auf die sonstigen unterirdisch beschäftigten Leute und der Rest auf die über Tage beschäftigten erwachse. nen und die jugendlichen Personen.
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LAut verbotenen Fischgrunden ertappt wurden bei 35land die Geestemünder Fischdampfer Auguste",„ Augsburg" und„ Buchava". Sie wurden von einem dänischen Kriegs
schiff mit Beschlag belegt.
Der berühmte Bernhardiner ist nicht entführt, sondern er ist in Erfüllung seiner Pflicht ums Leben gekommen. Barry spürte drei Reisende auf, die bei der Ersteigung des St. Bernhard vom Wege abgekommen und nahe daran waren, zu verunglücken. Er brachte sie nach dem Hospiz. Im Angesicht des Zufluchtsortes glitt der treue Führer aus, stürzte in einen Felsspalt, schlug mit dem Kopfe auf und kam jo ums Leben. Barry, der zweite seines Namens, hat nicht weniger denn 34 Menschen das Leben gerettet. Sein Körper soll ausgestopft werden und im Museum zu Rom seinen Platz finden.
[] Verhütung von Unfällen. Ein internationaler Kongreß zur Beratung über industrielle Unfälle tagt vom 29. Mai bis zum 4. Juni in Lüttich. Seine Eröffnung wird zu. sammenfallen mit der Einführung eines neuen Gesetzes über die Entscheidung von Unfällen bei Arbeitern in Belgien. Die Erörterung des Kongresses wird sich u. a. erstrecken aus Nervenkrankheiten durch Verlegungen, auf böswillige oder willkürliche Verschlimmerung von Unfallsverletzungen und auf die Grundlage für eine internationale Statistik der in dustriellen Unfälle.
[] Streitbewegung. In Nürnberg traten mehrere Hundert Bäckergesellen in den Ausstand. Der Kutscherstreif in Chicago dauert an und hat einen Ausstand der Bauarbeiter im Gefolge gehabt. 2000 streifen bereits, man befürchtet, daß sich über hunderttausend weitere Bauarbeiter anschließen werden. Vorbereitungen zur Mobilisierung von Truppen werden getroffen.
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Für einen hierzu erforderliche Dispens wird erteilt. zu bauenden Kanal in der Durchfahrt zwischen Kirchstraße und Burggraben werden 1400 Mt. bewilligt, die später die Anlieger zurückzahlen müssen. Für den Anschluß der Klärbecken- Anlage an das Elektrizitätswerk wird ein Kredit von 27 000 Mt. bewilligt. Summe bringt eine 10% Verzinsung ein.- einen neuen Ventilbrunnen auf Oswaldsgarten werden 180 Mt. bewilligt. Die Deckenarbeiten im Neubau der Höheren Mädchenschule werden der Firma Knoblauch& Scheibe in Frankfurt übertragen. Ostern beschafften 15 Schulbänke reichen nicht aus, es sind, da statt 655 jezt 677 Schülerinnen der Schule angehören, weitere 8 Bänke nötig. Es wurden 300 Mr. dazu bewilligt. Ein Reservesarg für den Friedhof am Rodtberg war bis jezt noch nicht vorhanden. Der selbe ist bei schnell eintretenden Todesfällen erforderlich.. Die Kosten hierzu wurden genehmigt. Ebenfalls genehmigt wurde die Beschaffung von zwei eisernen Hundefäfigen für tollwutfranke oder verdächtige Hunde. Stosten 225 Mt.; die Vergebung erfolgt freihändig. Zur Verbreiterung der Marburgerstraße hat die Stadt vom Julius Wellhöfer 32 qm für 192 Mr. gekauft. Einwendungen hierzu wurden nicht gemacht. Eine im Entwurf vorgelegte Polizeiverordnung, die Ein- und Durchfuhr von frischem Fleisch betr., wurde genehmigt. Es geht damit ein alter bor 10 Jahren geäußerter Wunsch in Erfüllung, der Schlachthofzwang wird damit sogut wie gesetzlich eingerichtet und das gesundheitlich öffentliche Interesse kann weit besser gewahrt werden. Es soll der Vertrieb von schlechtem Fleisch verhindert werden. Die Verordnung tritt am 1. Jult 1905 in Kraft. Ebenfalls genehmigt wurde eine Verordnung betr. Trichinenschau. Die Metzger haben zwar schon vor 15 Jahren sich derselben unterworfen, es entbehrte derselben aber immer noch der Charakter einer 3wangsschau. Auch hierzu ist als Tag des Inkrafttretens der 1. Juli 1905 bestimmt Wirtschafts- Konzessionen wurden erteilt dem Gastwirt Feidel für die Sonnenstraße, dem Hermonn Weller für die Krofdorferstraße 13, dem Gustav Stöpper für das„ Seemannsheim" in der Walltorstraße und dem Jakob Muth für„ Restaurant Prinz Heinrich" in der Frankfurterstraße. Zum Schluß teilte Stadtv. Schmall mit, daß die Goethestraße, nachdem wenige Stunden vorher die Walzarbeiten fertig gewesen wären. wieder aufgerissen worden sei für Aufstellung einer Laterne. Die einzelnen Aemter müßten doch untereinander mehr Fühlung nehmen, damit derartige Mißstände nicht vorkommen. Stadtv. Gabriel fommt auf den Ausbau der Friedrichstraße zu sprechen, dessen Beschleunigung höchst wünschenswert und erforderlich ist, da fast täglich dort Störungen vorkommen. Die Versammlung gibt der Anregung statt und genehmigt schon heute zwei vom O.-B. abgeschlossene Geländeankaufsberträge mit den Anliegern. Der Fertigstellung der Friedrichstraße( zwischen Frankfurterstraße und Wetzlarer Weg) steht somit nichts mehr im Wege.
A Von ihrem Neffen ermordet und beraubt wurde die 70jährige Witwe Spiedt in Senzich bei Straßburg. Johann Trapp so heißt der Mörder- überfiel die alte Frau in ihrer Wohnung, schnitt ihr die Kehle durch und warf sie in den Brunnen; darauf raubte er 900 Mark. Als die Leiche Jefunden war und Trapp verfolgt wurde, sprang er gleidh falls in den Brunnen, wurde aber herausgefischt und von der Menge schiver mißhandelt.
[] Aussperrungen. Die Sperre über die Baupläge in Dortmund hat den rheinisch- westfälischen Arbeitgeber. verband vor die Frage gestellt, ob eine Aussperrung sämt licher organisierten Bauarbeiter im niederrheinisch- westfälischen Industriebezirk vorgenommen werden soll. Es fommen ungefähr 40 000 Leute in Betracht. In den nächSten Tagen soll die Entscheidung fallen. Auch in Leip. zig beschloß der Bauarbeitgeberverband, auf allen Bauten die Arbeit ruhen zu lassen, falls die Bauhiltsarbeiter die über einzelne Bauten verhängte Sperre nicht aufheben. Hier handelt es sich um 6000 Arbeiter.
Nab und fern.
† Die schwarzen Blattern sind auf einem griechische: 1 Dampfer festgestellt, der in Triest landete. Drei Matrosen varen von der Krankheit befallen. Sie wurden in das Ma. cinehospital befördert.
Ein gestohlenes Automobil. Der Chauffeur der Firma Bötler u. Co. in Dortmund hat mit dem ihm anvertrauten Automobil das Weite gesucht. Das Fahrzeug trägt die Nummer X 813 und repräsentiert einen Wert von 8500 Mark.
A Die Untersuchung in der Spickendorfer Mordaffäre hat zur Verhaftung des Sohnes des Gutsbesizers Voigt geführt, bei dem die getötete Dienstmagd Kaßler in Stelling war. Der junge Mensch ist geistig etwas beschränkt und soll dem hübschchen, 18jährigen Mädchen fortwährend nachgestell haben
Bei der Ozeanwettfahrt um den Kaiserpokal haben nach den letzten vorliegenden Berichten die deutsche Jacht„ Ham. burg" und die amerikanische Atlantic" abwechselnd die Füh. rung. Man erwartet die Ankunft des Siegers am 29. Mai bei Kap Ligard.
Vermischtes.
[ Das größte Schiff der Welt] dürfte der von der Hamburg- Amerika- Linie dem Stettiner Vulkan in Bau gegebene Riesendampfer Auguste Viktoria" sein mit seinen 25 000 Prutto- Registertons. Ein anderer Dampfer derselben Gesellschaft, die„ Amerifa", mißt 22 500 Brutto- Registertons. Der Größenklasse von 12 000 bis 20 000 gehören 12 deutsche Dampfer an. Zwischen 10 000 und 12 000 stehen 13, die sich ebenfalls wie die vorhergehende Klasse auf die HamburgAinerita- Linie und den Norddeutschen Lloyd verteilen.
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[ Das Winzerfest in Vevey] soll so wurde am letzten Sonntag von Herolden den Einwohnern verkündet- vom 4. bis 13 August nach einer Pause von 16 Jahren in neuer Bracht und Herrlichkeit erstehen. An Reichtum und Mannig faltigkeit der altschweizerischen Trachten wird dies eigenertige Fest am Genfer See seine Vorgänger weit übertreffen. Van zählt für die Aufführungen 1800 Darsteller und 120 Musiker, der Zuschauerraum wird 12 500 bequeme Sippläge enthalten. Die am 1. Juli zu eröffnende Montreux, und Bevey- Berner Oberlandbahn dürfte große Scharen Deutscher und Engländer in wenigen Stunden an den Genser Sec bringen.
Ein Duell und seine Folgen. In Klausenburg hat dieser Tage zwischen den Rechtshörern Istvan und Zenker wegen eines Wortwechsels ein Säbelduell stattgefunden, das mit der schweren Verlegung Zenters endete. Nach dem Duell erstattete jedoch Zenfer gegen seinen Gegner bei der Staatsanwaltschaft die Anzeige wegen vorsäßlicher Körperverletzung. Er wirft Istvan nämlich vor, daß er, obgleich die Sefundanten Halt geboten hatten, seine Angriffe fortsetzte, und ihm, der an die Verteidigung gar nicht dachte und den Säbel gesenkt hatte, eine schwere Wunde am Kopf beibrachte. Die Untersuchung ist bereits eingeleitet. Istvan behauptet, er habe das Kommando der Sekundanten nicht gehört. Ein schweres Eisenbahnunglück ereignete sich auf der im Bau begriffenen Klein hn Speyer- Geinsheim. Ein Materialzug entgleiste. Dabei wurde 1 Person getötet, eine schwer verletzt.
Sihung der Stadtverordneten Gießens.
?? Gießen, 25. Mai 1905.
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Leiden. So fei toon feiner natürl Entwickelt es Güden hin Die die Dauer nicht m einer zweiten Brü gehen muß. Das nicht spruchreif, inem großzügig werhältnisse aud würde das Stadtteil verbu Prof. Commer Radius durch hier solle man in Kleebach it Ufingen suchen,
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Mbkürzung zu Straßen folgen. Sinne der Reid
Die Gießener Berkehrsverhältnisse. Eine der wichtigsten Grundbedingen für das kommunale Leben ist das Verkehrswesen. Mit seiner mehr oder minder schnellen Vervollkommnung ist, die Entwicklung der Gemeinde auf das innigste verknüpft. War das schon von jeher der Fall, so ist es in unserer Zeit, die man mit Recht als das Verkehrszeitalter bezeichnet, in noch weit höherem Maße zutreffend. Wohin auch das Auge auf die Karte fällt, überall dehnt sich das Verkehrsnez weiter aus, überall zieht es sich dichter zusammen und wohin das Ohr auch horcht, überall schlagen Klänge von neuen Projekten an ihm heran. Sind sie auch mit viel Zukunftsmusik vermischt, so zeigen sie nichtsdestoweniger deutlich, daß man allerorten daran arbeitet, möglichst eng mit dem großen Nez verstrickt zu werden. Auch in der Gießener Bürgerschaft ist man nicht gleichgültig geblieben und seit Jahren sucht man die Verkehrsverhältnisse nach innen sowohl wie nach außen zu vervellfommnen. Waren die Urstände, die das Bestreben begleiteten, auch nicht immer gürftig, so ist man trotzdem nicht von dem Gedanten abgekommen, sondern hat unentwegt weiter gearbeitet und für und um die Projetten geworben. In lezter Zeit haben sich die Verhältnisse nun derart gelagert, daß sie ein möglichst schnelles Handeln zur unabweisbaren Notwendigfeit machen. Darum vor allen Dingen einmal ein Bild von dem gegenwärtigen Stand der Gießener Verkehrsverhältnisse zu gewinnen, war Aufgabe, der auf gestern Abend von dem Bürgerverein nach dem Café Leib einberufenen öffentlichen Bürgerversammlung, die erfreulicherweise Weise eine gute Beteiligung aufzuweisen hatte. Lehrer V. Müller, der die Versammlung eröffnete, bemerkte, daß es überflüssig sei, noch Worte über die Wichtigkeit der Beratungen zu verlieren. Wer seinen Plaz an der Sonne behaupten wolle, müsse sich eben regen und rühren. Die lezten Jahre hätten es zur Evidenz gebracht, daß der Verkehr immer mehr und mehr von Gießen abgezogen würde. Desto mehr sei es jetzt Pflicht, alles daran zn sezen, damit man nicht ins Hintertreffen gerate. Die Verkehrsverhältnisse eingehender zu beleuchten, erteile er Professor Sommer das Wort.
Die Erbauung eines Stadttheaters stand als erster Punkt auf der Tagesordnung. Das Preisgericht und die Theaterbau- Kommission haben die eingegangenen Entwürfe geprüft und man set, so führte Oberbürgermeister Mecum an, zur Verteilung eines ersten Preises nicht gekommen, sondern es haben sich die Herren für die Verteilung von zwet 2. Preisen( ie 2500 Mt.) ausgesprochen. An Hand der ausgestellten Pläne erläuterte D.-B. Mecum die beiden besten Konfurrenzarbeiten, das eine von Völlmer& Helmer- Wien im Verein mit Architekt Stein( Bautoften 420 000 Mt.) und das andere von Professor Dülfer( Baukosten 459 000 Mt.) Die Theaterbau- Kommission habe aber in einem anderen Projekt recht praktische Anregungen gefunden und die Pläne von Architeft Seering- Charlottenburg für 500 Mt. ebenfalls angekauft. Es sind nun von einem hiesigen Fachmann neue Pläne ausgearbeitet worden, in welchen die praktischen Vorteile der angekauften Arbeiten bereinigt sind und danach würde der Bau 432 000 Mt. erfordern. Hier sei gleich angefügt, daß die Summe durch schwierige Fundamentierungsarbeiten am Ende eine weit höhere sein wird, was in der Sizung auch nicht bestritten wurde. Die weitere Beschlußfassung, in welcher Weise das Theater erbaut werden soll, wurde in nichtöffentlicher Sigung borgenommen. Die Theater- Pläne werden demnächst öffentlich ausgestellt.
+ Fünf Personen verbrannt. In Offenbach, brannten nachts die Gebäude eines Fuhrgeschäfts nieder. Die Flammen griffen mit so rasender Schnelligkeit unt sich, daß trob der aufopferndsten Tätigkeit der Feuerwehr zwei Frauen und drei Kinder nicht gerettet werden konnten und verbrannten. Ein Feuerwehrmann erlitt bei der Löscharbeit schwere Verletzungen.
Rockefellers Bruder und die Indianer. William Rockefeller, der Bruder des bekannten Petroleummagnaten und Milliardärs, wurde von Indianern, welche in den Adirondackbergen wohnen, mit sofortiger Ermordung bedroht, falls
Bäcker Schomber in der Walltorstraße läßt im Anschluß an sein altes Wohnhaus einen Neubau errichten. Der Hofcaum entspricht der Form nach nicht der Bauordnung, da aber die Größe desselben hinreichend ist, wird der nachgesuchte Dispenz genehmigt. Die Firma Heyligenstaedt& Co. läßt ein Lagerhaus für ihre Modellschreinerei errichten, der auch
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Professor Sommer baute seinen Vortrag sachgemäß von innen nach außen heraus. Ec ging von den Verkehrsverhältnissen in Gießen, als dem Centrum, aus und zog dann die Stellung Gießens zu den Nebenbahnen und schließ lich zu den großen Verkehrssträngen in Betracht. Ein Blick, führte er aus, zeigt, daß Gießen auf einer ungemein großen Grundfläche aufgebaut ist. Das ist aber fein Fehler, im Gegenteil, eine territoriale Ausbreitung zeitigt einen gesunden Zustand und Gießen fann froh sein, ihn zu besizer. Mit dem Zuge nach Dezentralisation ist aber die Vervofommnung der Verkehrsmittel auf das innigste verbunden: die größere Entfernung muß durch einen schnelleren Verkehr ausgeglichen werden. So hält der Referent eine Verbesserung der
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