ein Neger, ist lebensgefährlich erkrankt. Sein Ableben wird stündlich erwartet. Sein Tod wird wahrscheinlich einen blutigen Bürgerkrieg herbeiführen. Es sind bereits sieben Kandidaten für die oberste Stellung der Republik vorhanden, die sämtlich ihre Kandidatur mit Waffengewait verteidigen wollen.
Hof und Gesellschaft.
Der Kaiser hat an Bord der Jacht„ Hohenzollern" bon Björkö die Weiterreise nach Wisby auf der Insel Gotland fortgesetzt.
Der deutsche Kronprinz hat sich mit seiner Gemahlin auf der Jacht Iduna" nach der Insel Bornholm begeben.
Auch in die Residenzstadt Koburg hat der Herzog Karl Eduard von Sachsen- Koburg u. Gotha seinen feierlichen Einzug gehalten. Durch die reich geschmückten Straßen, in denen die Volksmenge den Landesherrn jubelnd begrüßte, fuhr der Herzog nach dem Schlosse Ehrenburg. Nachmittags wurde der Herzog auf dem Marktplate vom Oberbürgermeister Hirschfeld im Namen der Stadt Koburg begrüßt. Der Oberbürgermeister gab bekannt, daß die Stadtvertretung beschlossen habe, zum Andenken an den Einzug des Herzogs einen Monumentalbrunnen zu errichten, dessen vom Bildhauer Professor Lepfe gefertigtes Modell vom Herzog enthüllt wurde. Abends fand im Residenzschlosse Galatafel statt.
Deer und flotte.
Ein neuer Sprengstoff für Kriegszwecke. Vor einiger Zeit haben in München Sprengversuche mit einem neuen Sicherheitssprengstoffe, dem Vigorit, stattgefunden, die des. sen Ueberlegenheit gegenüber den bisher verwendeten Sprengstoffen und besonders gegenüber dem Armeesprengmittel der Pikrinsäure, dargetan haben. Die Militärbehörde in Berlin hat mit den bayerischen Militärbehörden die Vereinberung getroffen, mit den Patentinhabern und Erfindern des Vigorit zusammen größere, streng militärische Uebungen anzustellen, die am 29. Juli in München stattfin den werden. Vigorit entwickelt keine Nachschwaden und dürfte somit auch für den Bergbau in Frage kommen.
Soziales Leben.
Keine Einigung im rheinisch- westfälischen Baugewerbe. Sonntag abend trat in Dortmund unter dem Vorsitz des Vorsitzenden des gewerblichen Schiedsgerichts die Einigungskommission für die Streitigkeiten im rheinisch- westfälischen Baugewerbe zusammen. Nach 1½stündiger Verhandlung wurde der Einigungsversuch als gescheitert erklärt, da die Arbeitgeber sich weigerten, für Dortmund und Essen einen Höheren Stundenlohn als 52 Pfennig zu zahlen. Die Arbeiter verlangen 55 Pfennig.
Streifunruhen in Dresden. Im Ausstand befindliche Klempner kamen mit Arbeitswilligen vor einer Fabrik in Streitigkeiten. Es gab heftige Szenen, wobei auch die Polizei eingriff. Fünf Verhaftungen wurden vorgenommen.
während der Nacht und kletterten auf das Fensterbrett. Die Nachbarn hörten das Weinen der Kleinen und suchten sie zu beruhigen. Während man die Eltern holte, stürzten die Kinder auf den gepflasterten Hof, und die Eltern fanden ihre Lieblinge im Todeskampfe. Ein ähnlicher Fall ereignete sich am Sonntag nachmittag in Berlin. Die Eltern waren zu einer Kaffeevisite gegangen und hatten die Wartung ihres sieben Monate alten Kindes einem achtzehnjährigen Mädchen übertragen. Dieses schaukelte das Kind am offenen Fenster, ließ es hinausfallen, und das Kind starb an den erhaltenen Verlegungen.
Die Bewegung in der sächsischen Textilindustrie. Die Sächsisch- thüringische Färberkonvention hat die beabsich tigte Einstellung ihrer Betriebe bis zum 31. Juli verschoben, um den Arbeitswilligen in Glauchau und Meerane Gelegen: heit zu geben, die Arbeit wieder aufzunehmen. Bei der Bewegung handelt es sich um folgende Sachlage: Die vereinigten Garnfärbereien des Meeraner und Glauchauer Bezirks haben einen Lohntarif bewilligt, dessen Anerkennung die Arbeiter auch von den Färberei- und Appreturfirmen wünschten, die dem sächsisch- thüringischen Färberring angehören. Es handelt sich bei diesem Tarif um eine Herauf Segung des gegenwärtig etwa 13,50 Mark betragenden Wochenlohnes auf 15 Mark. Diese Forderung wurde von den in jenem Ring vereinigten Fabrikanten abgelehnt worauf es in Meerane bei zwei und in Glauchau bei meh reren Firmen zum Ausstand kam. Darauf wollen die Ar beitgeber mit der Aussperrung antworten, wobei 16 000 Arbeiter in Frage kämen. Natürlich würde die Stilllegung der Appreturanstalten und Färbereien auf andere Textil zweige von übelster Wirkung sein. Auch hier würde woh bielfach gefeiert werden müssen und man fürchtet, daß leich 50 000 Arbeiter durch jene bevorstehende Aussperrung still gelegt werden können.
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Der Landwirt.
† Ein Poker- Kasino in Breslau. Eine sensationell wirkende Enthüllung brachte dieser Tage ein Breslauer Blatt. Danach soll dort ein Klub existieren, in dem von Mitgliedern des schlesischen Hochadels sehr eifrig dem Pokerspiel gehuldigt werde. Es wird sogar ein fester Tarif veröffentlicht, der nach den Klubregeln Geltung hat. Danach ist zu zahlen für eine Bank bis zu 1000 Mark Einlage eine Gebühr an den Klub von 20 Mark, bis 2000 Mark Einlage werden 40 Mark, bis 5000 Mark 60 Marf erhoben. Die Caissiers haben strenge Order, auf Zahlung des Kartengeldes zu halten. Als Unterzeichner dieses Tarifs wird der Name eines Grafen genannt, der hohe Ehrenstellen bekleidet.
hb Das Blauwerden der Milch. Die Annahme, daß die bekannte üble Erscheinung des Blauwerdens der Milch aus einer Erkrankung der Kuh oder auf dem Mangel an frischer Luft beruhe, ist falsch. Die Milch wird blau durch das Einwandern eines Bazillus und zwar des Bazillus Cyanogenus. In Kellern oder Aufbewahrungsräumen, in welchen sich der Bazillus eingenistet hat, wird mehr oder weniger jede darin aufbewahrte Milch blau. Selbstverständlich wird ein solches Einnisten durch; Unreinlichkeit und dumpfe, feuchte Luft gefördert. Das einzige Mittel zur Vertreibung ist gründliche Desinfektion des Milchfellers bezw. Aufbewahrungsraumes und aller Milchgefäße. Die Aufbewahrungsräume müssen gründlich ausgeschwefelt, das Holzwerk mit kochender Lauge abgewaschen und dann alles mit kalfmilch geweißt werden.
Nab und Fern.
† Verstaatlichung des Gestüts Römerhof. Das berühmte rheinische Gestüt Römerhof ist jetzt von seinem bisherigen Besitzer Herrn von Bleichröder an den preußischen Staat verkauft. Nur der Rennstall verbleibt im Besige Bleich. röders, doch wird er diesen eingehen lassen. Das Hauptgestüt Graditz wird einen Teil seiner Aufzucht nach dem klimatisch viel günstiger gelegenen rheinischen Gestüt ver. Iegen.
† Eisenbahnunfall im Tunnel. Im großen Tunnel bei Altenbecken in Westfalen entgleiste am Sonntag in der Morgenfrühe ein Personenzug. Dreizehn Reisende erlitten leichte Verletzungen, ebenso drei Bahnbeamte, dagegen wurde ein anderer Bahnbeamter schwer verwundet. Das Unglück wurde dadurch verursacht, daß im östlichen Teile des Tunnels infolge der wiederholten Unwetter und Regengüsse der letzten Zeit ein Einsturz erfolgte und durch Gebirgsmassen die Geleise auf 20 Meter verschüttet wurden.
† Großes Brandunglück. In Duchroth- Oberhausen in der Pfalz fam am Sonntag nachmittag Feuer auf, das bei dem herrschenden starken Winde und bei dem Mangel an Wasser eine große Ausdehnung annahm. Neun Wohnhäuser, die Kirche, das Pfarrhaus, die Postagentur, sowie zwölf Scheunen und Ställe fielen den Flammen zum Opfer.
† Vom Zuge überfahren. Auf einem Chaussee- llebergang zwischen Liebemühl und Groß- Hanswalde in Westpreußen wurde am Sonntag nachmittag ein Fuhrwerk vom Zuge überfahren, in dem die Familie des Kaufmanns Domnit aus Liebemühl einen Ausflug machte. Ein Herr und zwei Damen wurden getötet, eine Dame ist schwer verletzt. † Aus dem Fenster gestürzt. Während die Eltern ein Vergnügen mitmachten, sind in Friedrichshagen in der Nacht zum Sonntag zwei Kinder aus dem Fenster des dritten Stockwerfs gestürzt und schrecklich verletzt. Die beiden Mädchen im Alter von vier und fünf Jahren erwachten
† Im Sturm gestrandet. Vor Hershöft an der pommerschen Küste warf dieser Tage der heftige Nordsturm das englische Segelschiff Richard Poulson" an den Strand. Von der Bemannung fanden zwei Matrosen ihren Tod, einer wird vermißt.
† Tot vom Feste zurück. Bei der Rückkehr vom Turnfest verunglückte vorgestern ein Turner aus Gera. Er hatte das Bezirksturnfest in Gößnitz mitgemacht und sich im Uebermut auf das Dach des Eisenbahnzuges gesetzt. Als der Zug eine Unter tunnelung passierte, wurde dem jungen Menschen der Schädel zertrümmert.
† Von einem Pferde getötet. In Nürnberg wurde der Nachtwächter einer Transport- Gesellschaft vor kurzem von einem wild gewordenen Pferde getreten und gebissen, so daß der Tod des bedauernswerten Mannes eintrat. Das wütige Tier mußte erschossen werden.
† Großer Fabrikbrand. In einer der letzten Nächte brannte die Maschinenfabrik Wannief in Brünn nieder. 600 Arbeiter sind durch das Feuer brotlos geworden.
† Ermordet und beraubt. Auf der Chaussee DomsanhöheGroßpeterwik in Schlesien wurde vorgestern der Bierkutscher Josef Kostka ermordet und um 58 Mark beraubt. Der Ermordete hinterläßt eine Frau und sechs Kinder.
+ Unfall auf einem Torpedoboot. Die deutsche Kaiserjacht„ Meteor", die an den Ostender Segelwettfahrten teilnehmen soll, ist von einem deutschen Torpedoboot dorthin geleitet. Auf diesem ereignete sich soeben ein Unfall. Während die Offiziere den Besuchern die Handhabung der Geschütze erklärten, entlud sich eines unversehens, und das Geschoß riß einem deutschen Kellner einen Arm ab.
† Ein Massenmord an Mädchen. Im russischen Gouvernement Charkow wurden in der vorigen Woche bei Nachtzeit vierzehn Bauernmädchen, die auf dem Felde ihre Schlafstätte hatten, von Bauern überfallen. Man fand die Mädchen ermordet und ihrer Habseligkeiten beraubt. Die Schuldigen wurden ermittelt und sehen ihrer Bestrafung cnt
gegen.
† Déronlède in Wien. Seiner Ankündigung gemäß hat sich der Führer der französischen Patriotenliga nunmehr an das Gestade der schönen blauen Donau begeben, um dort, mie er pomphaft der Welt verkünden läßt, die weiteren Ereignisse abzumarten.
† Ein Liebesdrama. Ein in Wien in Arbeit stehender Schneidergeselle aus Ungarn verfolgte seit einiger Zeit eine Landsmännin, ein sechzehnjähriges Dienstmädchen, mit seinen Liebesanträgen. Da die junge Ungarin nichts von ihm wissen wollte, überfiel er sie vor einigen Tagen in ihrer Wohnung, gab zwei Schüsse auf sie ab, die sie tödlich verletzten, und erschoß sich dann selber.
Tages- Chronik. In Bamberg hielten die deutsch- österreichischen Alpenvereine ihren Kongreẞ ab.
dort schon im Hotel, um im eigenem Heim nicht durch das weibliche Dienstpersonal zur Verzweiflung oder zum Selbstmord getrieben zu werden. Mit glücklichem Humor schildert eine junge Französin, die nach San Francisco verschlagen wurde, ihre Erlebnisse und ihre heroischen Kämpfe mit den amerikanischen Dienstmädchen in einem dieser Tage in Paris eingetroffenen Briefe.
** Der
Guftar Boa rat verliehen. ** Donn nötigenfalls mittage 5 Uhr Berjammin lage eines Bal geluh ber Jo
Als ich hier anfam," schreibt sie, fand ich eine 60jährige Marseillerin vor, der mein Gatte 1 Dollar für den Tag zahlte. Nach zwei Monaten gab sie den Dienst auf, um in der Stadt ein Hotel garni zu eröffnen. Mein Mann brachte mir dann aus dem Vermietungsbureau eine ältere, große, fabelhaft dicke Dame aus Bordeaux, deren stechendes Auge mit einem einzigen Blick die arme kleine Französin ohne Krallen und Schnabel durchbohrt hätte; wie hätte ich auch den Kempf aufnehmen können mit diesem riesenhaften Küchendragoner, der drei Reisen um die Welt und vierzehn Jahre Kalifornien in die Wagschale werfen konnte? Am dritten Tage schon hielt mir das Riesenweib folgende kleine, Rede:„ Madame, wenn Sie Gewicht darauf legen, so oft in die Küche zu kommen, gehe ich noch heute. In Amerika fümmert sich keine Dame um so was, und die Köchinnen verzichten gern auf den guten Rat der Gnädigen. Kocht man nicht nach dem Geschmack der Herrschaft, so wird es einem ruhig gesagt; man zieht dann noch an demselben Tage, und es ist all right"." Jch ließ mir das gesagt sein und schloß beide Augen, um die wahnsinnige Wirtschaft, die die amerifanisierte Landsmännin eingeführt hatte, nicht mitansehen zu müssen. Die Holde aus Bordeaur bekam monatlich 175 Francs und machte, wie jede amerikanische Schürze", zur Not das Essen fertig; dann fegte sie die Küche und das Eßzimmer aus, wusch ihre Leibwäsche und ging in den Garten, um in der Hängematte Siesta zu halten und zuzusehen, wie ich weiter arbeitete. Nach acht Tagen schon 30g" sie, weil eine meiner Töchter die Küchentür geöffnet hatte. Eines Tages schickte aus dem Bureau ,, Albert" die Vermieterin eine elegante Blendine im marineblauen Schneiderkleid in den „ Salon"; das Fräulein nahm mir gegenüber Platz, musterte mich, offenbar äußerst belustigt, mit kritischem Blick von oben bis unten und sagte ironisch- heiter:„ Nun?"-„ Sie sind Köchin und Französin, mein Fräulein," begann ich schüchtern.„ Würden Sie gern zu mir nach X... hinaus kommen?" Sie: Ich gestehe, daß ich mich nur schwer entschließen könnte. Sie geben, wie ich höre, monatlich nur 35 Dollars, und ich habe bisher nur in guten Häusern gearbeitet, wo man 40 bis 60 Dollars zahlt." Ich, kampfIustig: Frau Albert hat sich sicher geirrt, als sie von 35 Dollars sprach; ich gebe nämlich nur 30!" Sie: Und finden für dieses Geld Tamen, die bei Ihnen arbeiten?" Ich: Natürlich, mein Fräulein, im vorigen Monat hatte ich eine Pariser Köchin, der ich sogar nur 25 Dollars zahlte." Sie: Armes Geschöpf! Muß die in Not gewesen sein, um sich für einen solchen Spottpreis an den Bratofen zu stellen! Ich sehe schon, wir werden nicht zusammenkommen Maine Schöne erhob sich, nickte herablassend und rauschte Hinaus, indem sie mit ihrer Schleppe den Teppich fegte."
In: Urmia in Persien wurden bei einem Judenkrawall 50 Personen verwundet und 20 Läden zerstört.
In Osterfeld in Westfalen erstickte ein Kind, das beim Spielen in einer Sandgrube verschüttet war.
In Danzig wurde der elfte deutsche Oddfellow- Tag abgehalten.
Amazonenkampf in Amerika.
Ein Königreich für ein, Dienstmädchen! Auch bei uns zu Lande ist die Klage der Hausfrauen über die schwere Sorge, die ihnen die Beschaffung einer guten Haushaltungsgehilfin" verursacht, eine bekannte Sache, die andauernd in allen Tonarten, von der mildesten bis zur schärfsten, besprochen wird. Einer Lösung des Problems ist man leider noch nicht näher gekommen, im Gegenteil, mit der Erschließung immer weiterer Erwerbsmöglichkeiten für das weibliche Geschlecht wird der Ruf nach dem IdealMädchen lauter und dringender. Ob dabei die Schuld an der trostlosen Lage einzig und allein auf dieser oder auf jener Seite zu suchen ist, soll hier nicht untersucht werden. Man wird Fehler und Mängel hüben wie drüben auffinden tönnen. Aber einen Trost darf die europäische Frau auf der Jagd nach dem Mädchen immer noch mit herumtragen
so schlimm wie„ jenseits der großen Pfüße", wie im freien Lande Amerika, stehen die Dinge bei uns doch noch lange nicht.
In den Vereinigten Staaten ist die Dienstmädchenfrage zum sozialen Problem geworden. Manches Ehepaar wohnt
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Die Briefschreiberin bricht hier ab, und man erfährt nicht, ob sie endlich doch noch eine„ Perle" gefunden hat. Soweit wie„ drüben" haben wir es jedenfalls noch nicht gebracht, ter weiß aber, was noch kommen mag.
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Vermischtes.
Bauunternehmer und Gänsehirt. Ein Landwirt aus Heyda im Eisenachschen mußte kürzlich die Folgen eines schlechten Scherzes am eigenen Leibe verspüren. In Rudisleben war die Stelle des Gänsehirten ausgeschrieben. Daraufhin sandte der Landwirt eine Bewerbung an den Bürgermeister von Rudisleben, die er mit dem Namen eines mit ihm verfeindeten Bauunternehmers unterzeichnete. Diesem wurde nun das Amt des Gänsehirten übertragen, dabei kam der Scherz heraus, und der Landwirt wurde wegen Urkundenfälschung zur Verantwortung gezogen. Der Staatsanwalt sprach sein Bedauern aus, daß der törichte Streich nicht mit einer Geldstrafe abzumachen sei, und beantragte drei Tage Gefängnis, empfahl aber, den Angeklagten der Gnade des Landesherrn zu empfehlen. Der Gerichtshof erkannte nach diesen Anträgen.
= Einer, der sich selber kennt. Ein Inserat, wie es nicht oft vorkommt, brachte dieser Tage ein ungarisches Provinzblatt. Das Inserat veröffentlichte folgende Warnung vor sich selber:" Ich ersuche hiermit alle Kaufleute und das ganze Publikum, mir nicht den geringsten Betrag zu kreditieren und nicht den geringsten Wertgegenstand zu leihen, weil ich keinen Heller bezahle. Johann Adamik, Seilfabrikant in Csaba."
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Ein telephonisches Mißverständnis. In Landshut in Niederbayern hat die„ Landshuter Zeitung" folgende telephonische Meldung aufgenommen:" Passau, 17. Juli. Heute nacht wurde kurz vor 12 Uhr während einer Rauferei in der Altstadt der Stadtpfarrprediger Winzel erstochen. Die gleichzeitig mitstreitenden Priester Joseph und Georg König, sowie der Sackträger Eisendorfer erlitten ebenfalls schwere Stichverlegungen. Den tödlichen Stich gegen Winzel soll Eisendorfer geführt haben." Die schreckliche Meldung beruhte auf einem argen Hörfehler. Erstochen wurde nämlich nicht ein Stadtpfarrprediger, sondern ein Sackträger, und gerauft haben dabei keine Priester, sondern die Brüder König.
fandt. Jept ift das den Fall von Hundesperre, die f zum 22. Septembe liegenden Falle um ** Die Pro Roggen und Rogge Ende Auguft, Hülf Blattgewürze u. z Sellerie, Beterfilie
Ein schlagfertiger Prediger. Wie der greise englische Schriftsteller Rustin in einem seiner letzten Werke erzählt, besuchte sein berühmter Landsmann, der Historiker Carlyle, einst eine kleine ländliche Kirche, wo der Geistliche gerade darüber predigte, wie Jugend und Schönheit in das Grab gelegt werden." Carlyle schien dabei etwas spaßhaft zu finden, und lächelte vor sich hin, worauf der Geistliche, ein ob seiner Wunderlichkeit bekannter Mr. Gillespie, plötzlich innehielt und, mit Stirnrunzeln zu Carlyle gewendet, sagte: Mißverstehe mich nicht, junger Mann, es ist nur Jugend, was du besitzest!"
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= Deutsche und Briganten. In der Nähe von Rom wur. den dieser Tage drei Deutsche, zwei Bayern und der Schrift. steller Groß aus Geismar, von Wegelagerern überfallen. Sie hatten einen Ausflug gemacht. Aus einem Wäldchen stürzten sich eine Anzahl Kerle auf die Deutschen, schossen einen der Bayern über den Haufen, banden den anderen und schossen schließlich auch den sich kräftig wehrenden Groß nie der. Am anderen Morgen wurde der eine Bayer tot, der andere besinnungslos gefunden, die Leiche des Groß ist ver schwunden.
der Proviantämter Jahres, bei Stroh das ganze Jahr hi P Das Sp Nachmittag gegen Kinder der Margar der Abwesenheit ihr
und zündeten dabei
jedoch noch rechtzeit weiter Umfigrei
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nationale Dauerre goldene Rab bon
20 000 und 30 00 gefamt 1000 Mt. fowie ein golden Gießen, und einer
300 Mt. und der Preis, der je auf gelangt ift. 0. Auf dem gehaltenen Bund
Bundes errang in Lollar den zweiten während im Korfo
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