Einzelbild herunterladen

gemeinen Vorstoß. Erschreckend groß ist die Menge rus­fischer Wahnsinniger, die den Kriegsschauplatz verlassen müssen. Die Militär- Hospitäler in Moskau sind überfüllt.

Die Politik.

Die Verhandlungen zwischen Deutschland und Amerika wegen Abschlusses eines Reziprozitätsvertrages werden im Monat Mai beginnen, wie wir aus zuverlässiger Quelle cr fahren. Ursprünglich hatte man die Absicht, sie in Washing­fon zu führen; doch ist man in Rücksicht auf die wünschens= werte Wahrung der Verschwiegenheit zu dem Entschluß ge­kommen, die Verhandlungen nach Berlin zu verlegen. Auzu groß sind die Aussichten auf das Zustandekommen eines Vertrages nicht, schon weil der Senat in Wassinaton sich bis­her sehr widerstrebend gezeigt hat

finden. Der Berliner Straßenvagant gibt dem Wiener, der Pariser dem Londoner weder an lecken Streichen noch Ver­wahrlosung das geringste nach. Die Kinder, die auf dem Pflaster amerikanischer Städte groß werden, übertreffen ihre fontinentalen Schicksalsgenossen noch an Verschlagenheit und Wildheit. Und doch hat ein warmherziger Freund der Jugend gerade mit diesem allerschwierigsten Material Er­ziehungserfolge erreicht, die man kaum für möglich halten sollte. Vor allem erstaunlich aber ist das Mittel, mit dem es ihm gelang, die unbändige Jugendkraft, die hier unnüß verpufft, in geordnete Bahnen zu leiten und nutzbar zu machen. Wer an grauer Theorie und verstaubten Systemen klebt, würde sicherlich ausrufen, wenn man es ihm nennte: Das heißt ja den Teufel mit Beelzebub austreiben. Mr. E. T. Seton bändigte nämlich die ungezügelten Triebe der Straßenjugend dadurch, daß er sie zum... Indianerſpielen einlud.

Mit einem Versonenwechsel in der Statthalterschaft der. Reichslande beschäftigt man sich augenblicklich in Regie­rungsfreisen, wie unser Berliner CB- Mitarbeiter schreibt. Der Statthalter der Reichslande, Fürst von Hohenlohe­Langenburg, der im 73. Lebensjahre steht, beabsichtigt, im Rauf dieses Jahres die Staithalterschaft niederzulegen. Als sein Nachfolger ist, wie verlautet, sein Sohn, der 42jährige Erbprinz Ernst, in Aussicht genommen, der zur Zeit noch die Regentschaft in Koburg- Gotha an Stelle des minderjährigen Herzogs führt. Für diesen Fall hat man auch schon einen neuen Staatssekretär der Reichslande- jetzt der frühere preußische Minister des Innern, Matthias v. Köller genannt: den eben von der Staatsministerschaft in Koburg­Gotha zurückgetretenen Dr. Hentig, dem besondere Tüchtig­feit nachgerühmt wird, und der jedenfalls bei dem Erb­prinzen in besonderem Ansehen steht.

Eine Einledung zu der Hochzeit des Kronprinzen soll der Kaiser an den Grafregenten von Lippe er­lassen und dieser sie unter dem Ausdruck des Bedauerns ab­gelehnt haben. Von anderer Seite wird behauptet, die Ein­ladung sei nicht ergangen, aber der Regent würde ge­gebenenfalls gezwungen sein, in aller Ehrerbietung für das Reichsoberhaupt sich ablehnend zu verhalten. Eigentlich wäre damit die ganze Diskussion gegenstandslys, doch würde der Grafregent mit einer Absage mur in Konsequenz seines Verhaltens bei den Einweihungsfeierlichkeiten des Berliner Doms handeln. Politische Meinungsverschiedenheiten fämen dabei sicherlich nicht in Frage, sondern wohl aus­schließlich höfische Förmlichkeiten, da die lippesche Angelegen­heit noch nicht endgültig geregelt ist.

Italien.

heiratet, und ersterer, der die Ueberrajajungen lievi, hat jezt die Tatsache der verblüfften Gesellschaft in Newyork verkündet. Sofort zogen sich die Schwestern der jungen Frau von dieser zurück, da sie über die Malliance empört waren. Die jungen Eheleute ficht das nicht an. James Hever ist 35 Jahre alt, er war Witwer und hat aus erster The drei Kinder. Er stammt aus Dublin, war Kutscher und erhielt die Aufgabe, den Damen der Familie Carnegis Reitunterricht zu erteilen. Onkel Andrew gab seiner Nichte als Hochzeitsgeschenk einen Chef über 25 000 Dollars.

Unter dem Hammer.

Wien, 22. April.

Bäufer mit Hierzu wirb will einen g errichten. 2 Einfahrt ni Bildhaue mäler in fem des Selter Lampus'ich von dem

Die Verfa

Blag( f

Stäbtif

1,12 M

aber zu

bie früher

bergerftra

wurde, g

auf den

und der

würde p

von der dann spä wird bo

Gin note

Der neuen

Die Stab meifter Mi Steine bon Sprach dem für die isro

anftandet

wurde ber in Frank höheren

Bebingu Defizit

Gefell

nommen.

vorliegt, ebenfalls Elife Ro

Reftauran zum Habe

Im Dorotheum in Wien werden die Hinterlassenschaften des Hauses Obrenowitsch in den nächsten Monaten vom Auktionator versteigert werden. Es sind nur disjecta membra, zerstreute Ueberbleibsel königlichen Besitzes, die zum Verkauf gelangen. Was durch eine räuberische Wirt­schaftsführung schnell zusammengeholt war, das hat eine Lüderlichkeit ohne Grenzen binnen wenigen Jahren auch schon wieder ausgeschüttet. Reste, bloß Reste verflossener Herrlichkeit sind es, deren Erlös Schulden decken, vieleicht den Grundstock eines Vermögens für den natürlichen Sohn König Milans bilden soll. Denn nicht der ganze Stamm der Obrenowitsch ist in der Mordnacht vom 11. Juni 1903 aus­getilgt worden. Ein wilder Schößling ist übrig geblieben, den Frau Christitsch dem König Milan geschenkt und der in Ronstantinopel erzogen wird, von dem ungarischen Magnaten Grafen Zichy als Vormurd behütet. Nicht undenkbar, daß König Milan das schlimme Ende seines Sohnes Alerander vorausgesehen und in seiner Art Vorsorge getroffen hat, es möchte den Nachkommen des schwarzen Georg die Krone von Serbien nicht so ganz unbestritten zufallen, es sollte den Obrenowitsch in jenem Knaben ein Rächer erstehen.

Anscheinend ein seltsamer Weg, die Wildlinge zu kulti­vieren. Und doch ein genialer Gedanke voll richtigen er­zieherischen Instinkts. Man konnte auf diese wilden Jungen mur erziehlich einwirken, wenn man ihren naturwüchsigen Abenteuertrieb, der sich bisher nur in häßlichen Balgereien Luft machen konnte, in ein ihrem Verständnis und ihren Neigungen angepaßtes System einfügte. Das fand sich in den Setonschen Indianerspielen. Die Einladungen des Philantropen an die Straßenjugend Massachusetts fand be­geisterten Anklang. Für Mr. Setons Experiment war der Garten eines Freundes zur Verfügung gestellt worden, une in diesem wurde nun kampiert. Rings um einen kleiner See im Park wurden Wigwams aufgeschlagen und darin nach Indianerbrauch gehaust. Der Ungebärdeste der drauf­gängerischen Horde wurde zum Häuptlinge eines Stammes ernannt und unterwarf diesen gewissen Gesezen. Diesen Pseudo- Rothäuten war es gestattet, Federn im Haare zu tragen, aber nur dann, wenn fie sich diese verdient hatten. Und dies konnte auf mannigfaltige Weise geschehen. Wr vier Meilen in einer Stunde gehen oder eine gewisse Anzahl Yards( englische Ellen) in elf Sekunden laufen konnte, der erhielt die Feder für athletische Leistungen. Mit dem ver­hältnismäßig geringsten Aufwande an Mühe war die Feder­dekoration für Schwimmen zu erlangen 100 Mards selbst des langsamsten Tourenschwimmens trugen diese Feder ein. Ein anderer Turnus betraf praktischen Lagerdienst", und in diesem Sinne erhielten jene die Ehrenfedern, die durch Reibung trockener Hölzer Lagerfeuer entzünden konnten oder es verstanden, die Breite eines noch nicht überschrittenen Gewässers zu bestimmen. Der dritte Gesichtspunkt galt Naturstudien, und den Preis erhielt, wer 25 Bäume, 50 Vögel oder Blumen usw. korrekt zu nennen vermochte. Weiters gab es eine Hirschjagd, bei welcher ein Strohmann auf einer Schnitzel- oder Körnchenfährte durch Bogenschützen verfolgt wurde, dann eine Spionen, eine Bären- und eine Kaninchenjagd, Biberfang, Stichproben für Fernsehen und Umsicht, wobei es oft galt, in voller Bereitschaft regungslos am Anstande zu verharren.

* Der Eisenbahnerstreik wurde von den sozialistischen Abgeordneten als definitiv beendet erklärt, nachdem Mi­nisterpräsident Fortis in einer Unterredung versprochen hatte, die Streifenden sollen weder entlassen noch sonstwie bestraft werden. Die Forderung eines Schiedsgerichts soll nach der Erklärung des Ministers bei der letzten Abstim­mung über die Eisenbahnvorlage, die vom Senat in der Fassung der Deputiertenkammer angenommen wurde, be= rücksichtigt werden.

Frankreich.

Das Gebahren des französischen Ministers des Aeußern Delcassé wird immer komischer. Mit der Blamage in der Maroffoangelegenheit scheint er nicht genug zu haben. Am Karfreitag spät abends wurde es in Paris bekannt, daß Del­cassé seine Demission eingereicht habe. Als am folgenden Tage mehrere seiner Ministerfollegen bei ihm vorsprachen, wurde er schwankend. Anscheinend will Delcassé eine Dis­kussion in der Kammer herbeiführen, die mit einem Ver­trauensvotum für ihn abschließen soll. Ob er bei diesem Experiment, Stimmung für sich zu machen, günstiger ab­schließen wird, als bei seinen politischen Unternehmungen im Auslande, bleibt abzuwarten. Vielleicht hat er das hallzurückgezogene Entlassungsgesuch mittlerweile zu einem defintiven gemacht. Er hat sich eben zu sehr in die Nesseln gesezt. Als Nachfolger nannte man in Paris die Politiker Bourgeois, Freycinet, den Minister des Innern Etienne und den Botschafter Cambon in London.

Russland.

Von der irneren Gärung zeugen verschiedene Attentate in Bjelostok. Ein Unbekannter erschoß einen Kosaken, der Aufseher eines Polizeireviers wurde von drei Personen durch Schüsse schwer verwundet. Der zum Tode verurteilte Mörder des Großfürsten Sergius soll übrigens nicht hin­gerichtet, sondern lebenslänglich in das Susdalsche Kloster eingesperrt werden.

Hof und Gesellschaft.

Ein merkwürdiger Mann ist König Milan gewesen, ein Mann von großer natürlicher Begabung, von erstaunlicher Verschlagenheit und Findigkeit. Seine Erziehung war serbisch, und das entschuldigt seine Fehler, so mannigfaltig sie gewesen, erklärt sie zum mindesten. Er kam als Kind zur Fürstenwürde, unter eine Vormundschaft, die ihn mit Lastern großsäugte, damit seine Lasterhaftigkeit ihn fügsam mache. Lasterhaft ist er in der Tat geworden, über Erwarten und Wunsch seiner Lehrmeister, aber das Laster brach ihn nicht und beugte ihn nicht und machte ihn nicht gefügig.

Aber in allen Einzelheiten dieses Systems lag kernfrische Gesundheit, ein köstlich romantisches Treiben, das Selbst­beherrschung lehrt, dem Tätigkeitstrieb und somit auch der Entwickelung der Selbständigkeit vollauf Rechnung trägt. Und bei jenen Jugendlichen konnten diese Vorteile nur aus dem Umwege über die größte Leidenschaft der Wilden- die Liebe zum Ruhme erreicht werden; das wußte Mr. Seton, als er seinen Plan entwarf: nur auf diese Weise vermochte er ihnen Kultur und Zivilisation mit einer neuen Gedankenwelt zu erschließen. Der Erfolg war ein unver hofft glänzender, denn der unbändigste und wildeste Junge mag dem Erzieher oder dem Aelteren gegenüber trotzig und ungebärdig sein, der allgemein giltigen Regel des gleich­alterigen Spielkameraden der ihm seinesgleichen repräsen tiert widersetzt er sich nicht, weil sich hier zum Beispiele sofort die Möglichkeit des für seine Kräfte Erreichbaren ge­sellt; und das ist ausschlaggebend und nicht nur bei den Wilden.

*** Der Kaiser verlebte an der Seite seiner Gemah­lin und umgeben von den Prinzen Eitel Friedrich und Os­far, sowie dem Herzog von Sachsen- Koburg- Gotha, die alle an Bord der Facht Hohenzollern" Wohnung genommen haben, das Osterfest. Am Karfreitag fand dort Gottes­dienst statt, den der Miiltär- Oberpfarrer Göns abhielt, während der Kaiser die Liturgie verlas. Nach dem Gottes­dienst teilte Oberpfarrer Göns an die Offiziere und Mann­schaften das heilige Abendmahl aus. Am Tage vor Ostern maren die deutschen Schiffe von Giardini nach Messina ge­dampft, und das Kaiserpaar hatte mit den Prinzen einen Ausflug in die Berge nach der Villa Coſtanea unternommen.

Heer und flotte.

Unter seiner Herrschaft war Belgrad ein Sodom. Daß er spielte, war sein kleinster Fehler. Er hatte nichts und war von maßloser Freigebigkeit. Um das zu vereinen, verlaufte er sich und die Politik seines Landes, bald an Desterreich, bald an Rußland, oft gleichzeitig an beide. Das ging natür­lich nicht allzu lange. Man durchschaute ihn in Wien und in Petersburg und jagte ihn davon. Das vollzog sich in der Form einer Abdankung, wofür er wieder einige Millionen Abstandsgeld bekam. Ihm begegnete, was noch nie einem Fürsten geschehen: er wurde aus den Ranglisten der fremden Armeen gestrichen, die fremdländischen Orden wurden ihm aberkannt. Er verpflichtete sich, niemals in die Heimat zurückzukehren, niemals wieder die Hand nach der Krone auszustrecken, die er in Wien- versetzt hatte. Selbstver­ständlich hielt der nicht einzuschüchternde Cynifer sein Wort nicht. Nach kurzer Zeit war er wieder bei seinem Sohn in Belgrad, der mit 16 Jahren angefangen hatte, sich in Staatsstreich zu üben. Von seiner Frau Natalie, der Tochter eines russischen Obersten, hatte er sich geschieden, den Sohn ihr mit Polizeigewalt weggenommen. Die Nemesis kam: der Sohn vertrieb den Vater und befahl, ihn wie einen Hund niederzuschießen, wenn er wieder über die Grenze fäme. Er starb in Einsamkeit, verlassen, nachdem er noch den Schmerz gehabt, seinen Sohn Alexander sich mit Frau Draga Maschin verheiraten zu sehen, die es ist beinahe unglaublich sogar in Belgrad einen schlechten Ruf hatte. Am 11. Juni 1903 war die Königsgeschichte der Obre­nowitsch vorüber. Die Ermordeten wurden ausgeplündert. Doch einiges blieb übrig, weil es nicht auf der Stelle fort­gebracht werden konnte, und König Peter aus dem Hause der Kara Georg konnte nicht gut die Hand darauf legen Königin Natalie, die immer wirtschaftliche Tugenden gehabt und darüber mit König Milan auseinanderkam, hat als Erbin das Silbergeschirr, das kostbare Porzellan, Teppiche, Prunkmöbelstücke nach Wien bringen lassen, und dort wird es jetzt verkauft.

Diese landesgemäße Psychologie und aparte Pädagogil trug Mr. Setons Namen und Erfolg weit hinein in d Lande und seine Methode hat schon in vielen Orten der Union die schönsten Früchte gezeitigt; Amerika hat diese Anregung mit altgewohntem Impuls begeistert aufgenom men. In den Vereinigten Staaten gibt es nunmehr 230 Brigaden solcher Seton- Indianer. Die Organisierung des Systems dürfte sich nach den gegebenen Punkten kaum schwierig gestalten, aber das Verhängnisvolle der Methode liegt in der Wahl der Oberleitung. Pädagogen wie Mr. Seton sind gar dünn gesäet. Auch das deutsche Erziehungs­wesen dürfte sich die Setonschen Erfahrungen ad notam nehmen. Was hilft der Jugend alle Weisheit der Welt ohne eine gewisse Lebenstüchtigkeit, die sie auf strammen Beinen und mit hellen Augen im Dasein stehen läßt? Dazu müssen in erster Lini. Körper und Geist gesund sein das festigt die Jugend in sich, gibt ihr Lebensmut und-Kraft. 3war dürfte das Rothäuteexperiment für die deutsche Straßen­jugend nicht empfehlenswert sein, aber vielleicht findet sich ein Ausweg, die von Seton so wirksam in die Tat umgesetz­ten Prinzipien in eine für die deutschen Verhältnisse passende Form zu fleiden.

Abermals eine Torpedoboots flottille auf dem Rhein. Man crinnert sich noch des Aufsehens, welches die Fahrt einer An­zahl deutscher Torpedoboote anläßlich der Vollendung der Kölner Hafenbauten auf dem Rheinstrom hervorrief. Der Kaiser hatte damals die Exkursion der flüchtigen Renner des Meeres auf dem sagenumwobenen Vater Rhein angeordnet. Der Ausflug soll jeßt wiederholt werden. Auf Befehl des Kaisers rüstet sich in Kiel die unter dem Kommando des Kapitänleutnants z. S. Sachse stehende Torpedoboots­division zu einer Rheinreise mit Anlegung in Düsseldorf und mit Köln als Schlußpunkt. Die Reise soll Mitte Mai an­getreten werden.

Die Seton- Indianer.

- Ein merkwürdiges pädagogisches Erperiment. In den Zeitungen aller Großstädte kann man täglich die­selben Klagen über die Verwilderung der Gassenjugend

Nah und Fern.

Fener in der Mädchenschule. In St. Genevieve in Kanada brach mitten in der Nacht Feuer in dem katholisen Gymnasium aus. Es griff so plößlich um sich, daß drei­zehn der Insassen in den Flammen umfamen, nämlich eine Nonne, acht Pensionärinnen und vier Damen, die in dem Institut wohnten.

A Selbstmord während des Gottesdienstes verübte im Mailänder Dom die Marquise Maria Chiara Ballavicini. Die Lebensmüde, die sich eine Kugel in den Kopf gejagt hatte, starb in den Armen eines herbeigeholten Priesters, während die andächtige Gemeinde entsetzt auseinanderstob. Die erst 27jährige Marquise soll durch eheliches Unglück in den Tod getrieben worden sein.

Gleichzeitig ist in Wien, richtiger: im Donaukanal bei Wien, die weiland königliche Jacht Draga" gegen ein Gin trittsgeld von 40 Heller zu besichtigen. Sie war für Königin Draga bestimmt und noch nicht ganz fertig, als die Dynaftic umgebracht wurde. Auch das Schiff kommt zur Versteige

O Das Glück des Kutschers. Die Nichte des amerika­nischen Wohltäters und Milliardärs Andrew Carnegie hat ihr Herz und ihre Hand ihrem vormaligen Reitlehrer James Hever geschenkt. Onkel Andrew hatte gegen diese Wahl nichts einzuwenden, denn, so meinte er, er ziehe einen ehr­lichen Kutscher den bankerotten Herzögen vor, die den rei­chen Erbinnen Amerikas nachjagen. Getreu diesen An­schauungen pflegte Miß Nancy, die viel umfreite Nichte des reichen Onkels, zu fragen: Wozu braucht eine Carnegie einen reichen Mann?" Mit Zustimmung des Onkels hat Miß Nanch ihren James schon vor Jahresfrist heimlich ge=

rung.

Ist es wahr, daß Königin Natalie die Versteigerung an geordnet hat, so hat sie wiederum wirtschaftlichen Sinn be wiesen. Sie schlachtet das Unglück ihres Sohnes nicht un geschickt aus, denn die Mordromantik, die die Verkaufs gegenstände umschimmert, steigert den Preis. Immerhin haben die Obrenowitsch nie ein so ehrliches Geschäft gemacht.

Kunft und Wissenschaft.

** T Mufitwiffe Nagel erteilt.

**

2

Friedrich

Realgymn richter b

Maure Starfenb

heutigen

gezogen ( nach D

wurde;

5439, 5 mit à 100 anf die N 35 514,

( Lauterbac

Stadtver

Ver

Die

hausen im Wege

Die

des unterz

Hunben 3

beridlo

Fre

auf der

Wotelbf

Bewerbe

haben a

Di

anidlag

Erd­

a)

b)

Stein

FG Hedwig Niemann- Raabe, die berühmte Schauspielerin ist in Berlin sanft entschlafen. Mit ihr ist eine der Hauptvertreterinnen des Rollenfaches, das man al die Ingénues" bezeichnet, der Frauengestalten, die herzig lachen und herzlich weinen können, dahingegangen. Sie war in Magdeburg im Jahre 1844 als Tochter eines Defo rationsmalers geboren. Ihr Theaterblut trieb sie früh zur Bühne. In Petersburg entfaltete sich ihr Talent, und in Berlin fam es zur Blüte, wo sie lange eine der Zierden de von L'Arronge begründeten Deutschen Theaters war. Sei dem Jahre 1871 war sie mit Albert Niemann, dem nich minder bekannten Wagner- Sänger, vermählt. Ende vori gen Jahres konnte sie noch ihren 60. Geburtstag in Frisch feiern, dann begann sie zu kränkeln.

Zimm

Dachd

Speng

Schloff

Schrein

Weißbin

Blafera

Eisenliefe

Material

Gieß

Sihung der Stadtverordneten Gießens. der Gro

?? Gießen, 20. April 1905.

Vor Eintritt in die Tagesordnung gibt Oberbürger meister Mecum bekannt, daß Raufmann Weil eine al Goldwage bei Erdabeiten gefunden und dieselbe dem Ober Hessischen Museum überwiesen habe.

Junge

Sie zu Ditern bi

Joh. g. Pfal finden Sauern

und Gg. Wagner 3. wollen in der Stephanstraße ne

Laba

Georg Philip