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2. Vorlage des Voranschlags für 1905. 3. Verpachtung eines Stückchens Wiese an der Wiesenfiraße an Jul. Hahn Nachf. 4. Der Waldbrand am 4. August 1904.- 5. Ausbau der Roonstraße; hier: Geländeerwerb von K. Stohr Ww. 6 Ersatz der Dienstkleider für die städtischen Taglöhner.- 7. Kanalanschluß der Grundstücke Walltorstraße 53, 59 und 63.- 8. Baba projette zur Erschließung des Vogelsbergs.

*

** Die Voruntersuchung gegen den Raubmörder Ostar Hudde ist geschlossen. Die sehr umfangreiche Antlegeschrift lautet auf Mord, Raub und Diebstahl.

"

= Mißstand.( Eingesandt.) Die Anwohner des Kanzleibergs haben nun schon jahrelang unter dem im Bau begriffenen Neuen Schloß" empfindlich zu leiden, und ist scheinbar die Zeit der Fertigstellung dieses Gebäudes unabsehbar. Die vor diesem Gebäude schon lange unnüt lagernden Steine, sowie die aufgestellte Bretterbude und nicht minder das tägliche Abkochen bis spät abends könnte ebensogut an einem in der Nähe befindlichen geeigneteren Plaze, oder im Hofe dieses Gebäudes stattfinden. Hoffent lich wird dieser ohne jede Kosten zu beseitigende Mißstand bald behoben. Einige Anwohner.

Häuser mit Vorgarten errichten; der nachgesuchte Dispens| Freitag, den 28. April, nachmittags 4 Uhr, ist: 1. Die hierzu wird genehmigt. Kaufmann A. Montanus Verbrauchssteuern in der Stadt Gießen. will einen größeren Nebenbau neben seinem Geschäftshaus errichten. Das Gesuch wird zurückgestellt, da die Pläne eine Einfahrt nicht vorsehen, eine solche aber erforderlich ist. Bildhauer He wel dacf in Zukunft nur bis zu 6 Brabdent­mäler in seinen Vorgarten ausstellen. Das zur Verbreiterung des Seltersweg erforderliche Gelände von dem ehemals Lampus'schen Anwesen ist mit 100 mt. pro Quadratmeter von dem neuen Besizer Winn fäuflich erworben worden. Die Versammlung genehmigte das. Der Landgraf Philipp. Plaz( früher Brandplag) wird in nicht zu langer Beit städtisch werden. Der Militär- Fistus forderte früher 1,12 Mart pro Quadratmeter, welchen Preis die Stadt aber zu hoch fand. Jetzt sind beide Teile darüber eins, daß die früher von der Stadt für die Herstellung der Senken bergerstraße, welche fast nur für das Militär geschaffen wurde, geleistete Bausumme in Höhe von über 4600 Mark auf den Landgraf Philipp Platz aufgerechnet werden soll und der Staat also nichts herauszuzahlen hat. Hiernach würde pro Quadratmeter ungefähr 1, Mt. fosten. Die von der Stadt noch gestellte Bedingung, daß der Platz dann später überhaupt nicht mehr zum Ererzieren benutzt werde, wird voraussichtlich von dem Militär- Fiskus akzeptiert. Ein notwendiger elände- Austausch am Weglarer Weg nahe der neuen Veterinär- Anstalt mit dem Staat wird genehmigt. Die Stadt hat ca. 7000 Mt. herauszuzahlen. Steinmez. meister Nickel will von dem Vertrag entbunden sein, da Steine von ihm zurückgegeben werden mußten. Man ent­Dem Steinhauer Schmall sind seine sprach dem Gesuch. für die israelitische Leichenhalle gelieferten Steine ebenfalls be­anstandet worden. Eine von Schmall eingereichte Beschwerde wurde verworfen. Der Firma Knobloch& Scheib in Frankfurt soll die Herstellung der Dicken im Neubau der höheren Mädchenschule übertragen worden, wenn sie gewisse Bedingungen mit übernimmt. Nahe 2400 Mart Defizit, welches im vergangenen Jahre unsere Omnibus Gesellschaft gemacht hat, wurde auf die Stadt über­nommen. Der Boranschlag für 1905, welcher gedruckt vorliegt, fand mit wenigen unbedeutenden Aenderungen ebenfalls Annahme. Die Wirtschaftsgesuche, der Witwe Elise Roth für Café Stality, des Emil Raßmann für Restaurant Reichsadler und des Emil Schmalz für Restaurant zum Haberfaften wurden genehmigt.

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Lokales.

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25. April 1905.

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** Der Großherzog hat dem Privatdozenten für Musikwissenschaft an der Technischen Hochschule Dr. Willibald Nagel zu Darmstadt den Charakter als Professor

erteilt.

** Der Großherzog hat den provisorischen Lehrer Friedrich Schmoll zu Gießen zum Oberlehrer an dem Realgymnasium und der Realschule zu Gießen und den Amis­richter bet dem Amtsgericht Bußbach Dr. Gustav Maurer zum Staatsanwalt am Landgericht der Provinz Starfenburg ernannt.

*** Landeslotterie.( Privattelegramm.) Bei der heutigen Ziehung der 6. Heff. Thür. Landeslotterie wurden gezogen 1 Prämie von 100000 Mt. auf Nr. 47 955 ( nach Oldenburg), welche zuletzt mit 2000 f. gezogen wurde; 6 Prämien à 50 000 Mt. auf die Nr. 3049, 5439, 50 962, 74 080, 90 119 und 94 510, welche zuletzt mit à 1000 Mt. gezogen wurden; 10 Prämien à 10000 Mt. anf die Nr. 13 145, 16 532, 21 944, 34 645( Heldenbergen), 35 514, 36 256, 77510, 51 159, 63 427 und 74 674 ( Lauterbach), welche zuletzt mit à 400 Mt. gezogen wurden. *** Die Tagesordnung für die nächste Sigung der Stadtverordneten- Versammlung in Sießen am

Vergebung von Bauarbeiten.

Die für den Neubau einer Kapelle in Allerts= hausen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden.

Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Bureau des unterzeichneten Zimmer Nr. 18, während der Dienst­ftunden zur Einsicht der Interessenten offen.

Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen find verschlossen und portofret bis spätestens

Freitag, den 5. Mai 1. J., nachm. Uhr auf der Großh. Bürgermeisteret Alertshausen einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Die Angebote auf Maurerarbeiten haben a mit und b ohne Materiallieferung zu erfolgen. Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt ber­anschlagt: Erd- und Maurerarbeiten

a) mit Materiallieferung zu b) ohne Steinmezarbeiten

Zimmerarbeiten Dachdeckerarbeiten Spenglerarbeiten Schlosserarbeiten Schreinerarbeiten Weißbinderarbeiten Blaserarbeiten Eisenlieferung

Materiallieferung

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Mf.

2014,37

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554,54 1870,48 1270,78

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2169,76 319,38

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69,00

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29,02 1833,50

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Gießen, den 15. April 1905.

Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises

Gießen.

Diehm, Baurat.

Junge Mädchen

die zu Ostern die Schule verlassen,

10-15

tücht. Arbeiter

finden dauernde Arbeit in der für dauernde Beschäftigung sofort Tabakfabrik von

gesucht

Georg Philipp Gail, Giessen. Gebr. Kahl, Giessen.

+ Am Donnerstag- Abend fand im Restaurant Dreher eine zahlreich besuchte Versammlung der Metall- Arbeiter Steßens statt. Ein Frankfurter Redner wies auf die schlechten Lohnverhältnisse hin und ging dann auf das Tun und Treiben der sog. Neuner- Kommission der Metall- Groß­

industriellen ein, deren Maßnahmen sich die einzelnen Befizer wie die Arbeiter unterordnen müssen. Um dem Gebahren dieser Kommission zu entgehen empfahl der Redner den Bei­tritt zum Metallarbeiter- Verband, welcher Aufforderung denn auch zahlreich Folge gegeben wurde.

+ Organisierte Arbeit. Gestern Nachmittag fon­stituierte eine nach dem Wiener Hof einberufene Bersammlung der Gießener städtischen Arbeiter einen Zweigverein des Verbandes der Transport und Verkehrsarbeiter. Zum Vor­sigenden wurde Schäfer und zum Unterkassierer Linker gewählt.

i Männer Turnverein Gießen. Einen wohl. gelungenen Verlauf nahm der Turngang, der am Charfreitag nach Lich stattfand. Etwa 80 Turnerinnen und Turner hatten sich am Sammelpunkte eingefunden und bald wanderte man vom Wetter begünstigt über Steinbach dem Ziele zu. Das zur Zusammenfunst bestimmte Lofal erwies sich bald als zu klein. Bei der ungünstigen Zugverbindung kehrte die Mehrzahl frühzeitig wieder nach Gießen zurück, während die frohe Jugend in Gemeinschaft mit den Licher Turnbrüdern noch einige vergnügte Stunden verlebte. Die starfe Be­teiligung hat wieder einmal gezeigt, welcher Beliebtheit sich solche Turngänge bei jung und alt erfreuen. Es ist daher anzunehmen, daß die übrigen Turngänge und Familien­ausflüge, die der Verein für diesen Sommer in Aussicht ge­nommen hat, eine ebenso rege Beteiligung finden.

**

Zur Förderung der Schweinezucht stehen dem Landw. Verein für die Provinz Oberhessen auch in diesem Jahre Mittel zur Verfügung, den Gemeinden bei Beschaffung von Zuchtebern behülflich zu sein. Der Verein gewährt bei Ankauf eines Ebers 2% des Preises, jedoch nicht über 30 Mt., unter der Bedingung, daß 1. der Nach­weis erbracht wird, daß das Zuchttier der reinen Yorkshire­Rasse( weißes, deutses Edelschwein) angehört, 2 ein Bes auftragter des Provinzialvereins den betr. Eber nach dem Ankaufe einer Besichtigung unterzieht und seine Bucht­tauglichkeit bescheinigt, 3. der Eber mindestens 1 Jahr zur Zucht in der fragl. Gemeinde benutzt wird.

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2. Steinmüller Wwe Langeöns) 48

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1 Schwarzbrot Georg Dern Gr, Linden

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W. Weigel, Lang= Göns, L. Stein­müller Gr. Linden Heinrich Heuchelheim

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Karl Post, Wiesed 66

E. Christ, Wieseck

Gustav Jacoby

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1 Kornbrot Ferd. Weiß, Grü­

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2 Kornbrot Karl Spamer

Reiskirchen, With. Schimmel Kinzenb. Mühle und Jak. Appel, Krofdorf Ferdinand Weiß, Grüningen

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W. Lein, Klein­Linden

44

Der Brotverkäufer.

Dieselben Preise, wie bet den

hiesigen Bäckern.

Gießen, den 22. April 1905.

Großh. Polizeiamt Gießen.

Herberg.

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Linden

Hamburg Fichteftr. 33 24( u. meine hier i. D. pat. Neuheit.)

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Silber oder Silber- Gold gehaltenes Ehrenzeichen, welches ihnen nach 25. resp. 40jähriger Dienstzeit verliehen wird, gestiftet worden ist, so ist Preußen in Darmstadt vorstellig geworden, an die hessischen Eisenbahnbeamten eine ähnliche Auszeichnung zu verleihen.

§ Limburg 25. April. Tollwut. In hiesiger Um­gegend sind verschiedene Personen von einem tollwütigen Hund gebissen worden. 7 Kinder mußten bereits nach Berlin in das staatliche Institut für Tollwutfrante gebracht werden. Die Hundesperre, die eben erst abgelaufen war, ist von neuem über den Kreis Limburg verhängt worder.( Man sieht, daß man in dieser Sache garnicht vorsichtig genug verfahren fann. D. Red.)

K Frankfurt a. M. Kaiser- Besuch. Der Kaiser wird am 18. Mai zur Einweihung der Mathäus- Kirche hier er­wartet. Ein Empfangskomitee hat sich bereits gebildet. K Bingen, 25. April. Ein großes Defizit hat das im Juli v I. auf dem Rosusberge abgehaltene Schüßen­feft des Mittelrheinisch Pfälzischen Schüßenverbandes und Badischen Landesschüßenvereins gebracht. Der Ausschuß hat beschlosser, 68 Prozent des hohen Garantiefonds zu erheben. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen.

Geborene.

Am 9. April. Dem Witt Karl Schmalz eine Tochter, Marie Henriette Käthe; Kellner Alexander Hermann Herr etne Tochter, Elisabeth Margarete; 11. Schlosser Karl Seipp eine Tochter; Taglöhner Karl Feldhaus eine Tochter; 12. Hallenmeister Wilhelm Schmitz eine Tochter; Schlosser Georg Hallenmeister Wilhelm Schmitz eine Tochter; Schlosser Georg Friedrich Simon eine Tochter; Lackierer August Kramer ein Sohn, August; Bäcker Wilhelm Gengnagel eine Tochter; 13. Bierfahrer Heinrich Häuser eine Tochter, Elise Mar­garete; 14. Taglöhner Georg Wörner ein Sohn, Ernst; 16. Taglöhner Heinrich Pfoff eine Tochter, Bertha Mathilde; Knecht Georg Kreis eine Tochter, Lina; Schriftseger Mathias Riedinger eine Tochter, Christine Luise; 17. Universitäts­professor Dr. Heinrich Walther eine Tochter; 18. Maurer­polier Konrad Spies ein Sohn.

Aufgebote.

Linden mit Lina Loz in Wallau. 18. Dr. Kurt von Leu­Am 15. April. Richard Geldseter, Heizer in Klein­poldt, Militär- Oberarzt dahier mit Margarete von Leupoldt in Görlitz. 19. Georg Schuhmann, Bahnmeister in Dieden­hofen mit Luise Plank dahier.

Eheschließungen.

Am 15. April. Ludwig Bicker, Küfer dahier mit Elise Margarete Schmidt in Rödgen. Heinrich Ernst Mar Müller, Eisendreher dahier mit Elisabeth Wilhelmine Müller hierselbst.

Gestorbene.

Am 15. April. Katharine Gräbe, geb. Rupp, 64 Jahre alt, Köchin dahier. 16. Josef Grobelny, 25 Jahre alt, Erdarbeiter dahier. 19. Katharine Cräf, geb. Balßer, 67 Jahre alt, Ehefrau des Vorarbeiters Georg Gräf dahier. 20. Katharine Jughard, geb. Gros, 61 Jahre alt, Witwe des Bäckermeisters Christian Jughard 3., dahier.

Siekener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 26. April. Trübung und Regen, etwas wärmer, be­sonders nachts. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.)

Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentell Ibin klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in teken.

Bekanntmachung.

Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Rordanlage zwischen Neustadt und Steinstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt.

Gießen, den 18. April 1905.

Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg.

Bekanntmachung.

Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Roonftraße zwischen Moltkestraße und Großer Steinweg von heute an bis auf weiteres für den Fuhr­berkehr gesperrt.

Gießen, den 18. April 1905.

Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg.

Für Weinbezug!

Unter aller Garantie naturreine, flaschenreife

Weissweine

per Liter oder Flasche von 60 Pfg. an.

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( echter Ingelheimer) Liter oder Flasche von 100 Pfg. an versendet in Gebinden von 25 Liter und Kisten von

12 Flaschen an

P.Chr.Saalwächter

Weingutsbesitzer.

Nieder- Ingelheim a. Rhein.