** Eine einschneidende Wendung in den innerpolitischen Verhältnissen bedeutet die Entlassung des Großfürsten Wlabimir aus seinen militärischen Aemtern. Der Großfürst, der zurzeit als Kommandeur des Petersburger Militärbezirks fungiert, hat seinen Abschied vom Zaren erben und einer Zurückweisung des Gesuches gegenüber es erneuert. Aus diesem Vorgang geht hervor, daß in der Umgebung des Baren die verschiedenen Einflüsse miteinander kämpfen. Großfürst Wladimir gilt als der entschiedenste Vorkämpfer der unbedingten Selbstherrschaft und Gegner des Konstitutionalismu
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Hof und Gesellschaft.
Aus Anlaß des Geburtstages der Kaiserin sind de Prinz und die Prinzessin Heinrich von Preußen im Neuer Palais bei Potsdam eingetroffen, ebenso Prinz Adalbert bon Preußen, sowie der Großherzog, die Großherzogin und Prinzessin Sophie Charlotte von Oldenburg.
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Der Prinz Ferdinand Maria von Bayern is anläßlich seiner Verlobung mit der Infantin Maria The resia in Spanien naturalisiert worden Der Prinz wurde zum Rittmeister in einem spanischen Husarenregiment er. nannt und ihm der Orden vom goldenen Vließ verliehen.
Soziales Leben.
Der Lohnkampf in der Berliner Wäschefabrik. Die Arbeitgeber in der Berliner Wäschefabrik haben auf An. regung des Vorsitzenden des Gewerbegerichts die General. aussperrung zunächst verschoben, um den Erfolg der ange. bahnten Einigungsverhandlungen abzuwarten. Sollte diese ergebnislos verlaufen, wird die Aussperrung sofort Plat greifen.
Der Streif in der Textilindustrie. In Gera sind in bier Betrieben die Textilarbeiter in den Ausstand getreten, bie vor 14 Tagen ihre Kündigung einreichten. Es kommen etwa 918 Weber in Betracht.
Ein gekrönter Baumeister.
( Eig. Bericht.)
Brüssel, 21. Oktober.
ber
Die Baufreudigkeit der Könige hat durch manche trübe Erinnerung einen unerfreulichen Anstrich bekommen und war schon immer seit Neros Zeiten, dessen„ Goldenes Haus" das Vermögen ganzer Provinzen verschlang dächtig. Sultan Abdul Aziz war als Bauherr ein zweiter Mero, nur von besserem Geschmack. Die Paläste, die er am Goldenen Horn hat errichten lassen, sind wahre Wunder. werke an Pracht und Schönheit und gewaltiger Ausdehnung Die Phantasie des Heimatlandes der Märchen hat die Bau herren und die Baumeister beseelt. Großherrliche Nücksichts. Tosigkeit schüttete die Einfünfte eines Landes in einen ein zigen Saal, über einen Garten und machte ein Stück Erde zum Paradies, das zum anderen Male keine würdigen Be. wohner fand.
obdachlos in Berlin lebende Frau erfroren. Sie wurde erstarrt als Leiche auf der Straße gefunden.
† Unglücksfall auf der Jagd. Der Kaplan Cucek aus Frauenberg in Steiermark ging auf der Jagd bei Marburg das Gewehr los, und der Schutz traf ihn in den linken Arm. Es trat Blutvergiftung hinzu, so daß der Verletzte nach fünf Tagen starb.
† Japaner auf dem Transport durch Deutschland. Die japanischen Kriegsgefangenen, die, 200 an der Zahl, jett von Rußland freigelassen werden, sollen über Deutschland in ihre Heimat zurückkehren. Der Transport geht über Wirballen nach Hamburg und Bremen, von wo die Leute auf Sonderdampfern nach Japan fahren.
König Leopold II. von Belgien ist auch ein baufreudiger Fürst. Aber mit ihm geht die Phantasie nicht durch, er bleibt auch in der Leidenschaft ein Rechner und darum Herr über die Leidenschaft. Er hält sich in den Grenzen seiner allerdings reichen Mittel, die er, wie man weiß, nicht den Töchtern, sondern dem Lande hinterlassen will. Zunächst
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† Durch eine Tierfalle getötet. Der fünfjährige Sohn eines Landmannes in Schindelburg in Böhmen kam einer für Raubzeug aufgestellten, mit Selbstschuß versehenen Falle zunahe. Die volle Ladung traf den Knaben so unglücklich, daß er nach qualvollen Leiden starb.
† Ein Orden als Entschädigung. Als im Juli d. I. auf den Sultan in Konstantinopel ein Attentat verübt war, wurde ein Lehrer Hans Heller aus Nürnberg verhaftet und mehrere Tage unschuldig im türkischen Gefängnis behalten. Jetzt ist ihm vom Sultan als Entschädigung für den ausgestandenen Schrecken der Medschidje- Orden verliehen worden.
† Die Kronprinzessin von Rumänien gefährdet. In Bukarest ist die Gemahlin des Kronprinzen von Rumänien mit knapper Not dem Tode entgangen. Auf einer Spazierfahrt gingen die Pferde ihres Wagens vor einem hochbeladenen Heuwagen durch. Der Wagen prallte gegen einen Stein und stürzte um. Der Kutscher war auf der Stelle tot. Die Kronprinzessin und ihre Hofdame stürzten aus dem Wagen, erlitten indessen nur leichte Verletzungen.
† Vergiftung durch verdorbenes Fleisch. In dem Orte Alexandria in der italienischen Provinz Piemont liegen 50 Personen schwer krank darnieder. Sie hatten sich durch den Genuß von verdorbenem Fleisch vergiftet.
hat er das Land selbst zu schönen Zweckbauten veranlaßt. Brüssel ist durch ihn zu einer der architektonisch reizvollsten Städte gewordem. Aber auch durch seine Privatbauten -soweit man von Privatbauten eines Königs sprechen tann hat er viel dazu beigetragen, die Sehenswürdig. feiten seiner Hauptstadt und ihrer Umgebung zu vermehren. Dabei ist der König immer von ungewöhnlich praktischem Sinn und was bei den Erfahrungen, die seine Kinder mit ihm gemacht haben, besonders auffallend erscheint frei von Eigensinn. So ließ er für seinen Kongostaat eine Kirche bauen, zerlegbar, die im dunklen Erdteil sich zu Ehren Gottes erheben und eine andachtsuchende Gemeinde zum Gebet vereinigen sollte. Sie war, wie bei solchen transportablen Bauten kaum anders möglich, aus Eisen und Glas. Bei der Probeaufstellung in Brüssel gefiel sie sehr. Den Weg zum Kongo aber machte sie nicht. Dem König war eingefallen, oder es war ihm gesagt worden, daß in tropischem Klima ein Haus mit eisernem Gerippe und Glaswänden als Vorhof zum Himmel nur in dem Sinne aufgefaßt werden würde, wie etwa das Fegefeuer auch Vorhof zum Himmel ist. Die Kapelle blieb im Lande, wo sie ihrem Tommen 3wed gut diente, obwohl ihr Material etwas fremdartig und erotisch anmutete. Im Park von Laeken fällt das nicht allzusehr auf. Inzwischen ist eine neue Pavelle, eine Hofkapelle errichtet worden, die sich an das Schloß von Laeken anschließt. Ist diese fertig, so wird aus der eisernen Kapelle ein Palmenhaus und Wintergarten.
† Das Unglücks- Fahrzeug. In der Nähe von Rambouillet in Frankreich fuhr der 21jährige Herzog von Montpensier mit seinem Automobil gegen eine Mauer. Er wurde bewußtlos aufgefunden, sein rechter Arm ist gebrochen. Bei schatz scheute das Pferd eines ländlichen Fuhrwerks bor einem daherrasenden Automobil. Der Führer des Wagens, ein 15jähriger Junge, kam unter die Räder, erlitt schwere innere Verletzungen und wurde geraume Zeil später in seinem Blute liegend aufgefunden. Der Führer des Automobils war eilends fortgefahren, ohne sich um den Verletzten zu kümmern.
† Sturm in Nordamerika. Auf den großen Seen bei Chicago wütete ein schwerer Sturm, der Tage lang anhielt. Elf Schiffe sind verloren gegangen. Zwölf Personen haben dabei das Leben verloren.
Der Umbau des Schlosses von Laeken hat 20 Millionen Francs gekostet, eine stattliche Summe auch für einen reichen König. Der Phantasie ist hier manche Laune gestattet worben. Ein japanischer Turm, eine chinesische Abteilung sind mehr seltsam als anheimelnd. Doch dem König gefällt's, und er ist der Bauherr. Dicht am Park, an der Außenseite, foll ein großes Restaurant chinesischen Stils eingerichtet werden. König Leopold will, daß nur wirkliche Chinesen und Chinesinnen die Bedienung übernehmen. Das gehört zu ben Vachtbedingungen und gewiß nicht zu den leichtesten. Der königliche Baumeister von Belgien gewinnt sich durch feine Bautätigkeit mehr Freunde, als durch die Politik Jeiner Minister.
Nab und fern.
† Typhus in Nordafrika. An der Nordküste Afrikas herrscht eine Typhus- Epidemie. In Ceuta sind 200 Menschen an der Epidemie erkrankt, von denen eine Anzahl gestorben sind. Es sind umfassende Maßregeln gegen die Epidemie getroffen.
ratene Heu und Stroh in größter Menge verzehren müssen. So bescheiden sie allerdings in ihren Anforderungen sind, so wäre es doch sehr fehlerhaft, sie abmagern zu lassen, weil dadurch ihre Leistungsfähigkeit im Frühjahre beeinträchtigt würde und ein größerer Futteraufwand, sowie längere Zeit erforderlich wäre, um sie wieder in den früheren Zustand zu versetzen. Junge Zugochsen müssen zur Beförderung ihres Wachstums entsprechend besser gefüttert werden.
Schüler- Krankheiten.
Die Geemoosfifcher einen ungeahnten Aufich n den Gestaden der N gefchaffen für die immer Bom Boote aus wird da Stacheldraht bewidelt und dann von Schlid un Die Blumenhandlungen Lefterreich und der Sc Seritellung vor Zimmer wird in getrocknetem 3 Fifcher erzielt in wenige mehreren hundert Mart = Fine Prinzessin als diefer Tage die Prinzeffi todes. Sie war die Toc bourg- Saint- Antonie, und brach der Hof seines Bet lle Beziehungen mit ihm Ju sieben. Die Familie Arieg ausbrach und die Berndten ausgesetzt ho Die Brinzessin Peter erin Siderin gewesen war. idh ein Atelier grün darauf, daß sie ihre perb eine gute Erziehung Bring Roland, heiratete idters Blanc in Monac iner Familie.
( Von unserem medizinischen Mitarbeiter.) Obwohl in der Fürsorge für die Jugend der Schulsäle in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht worden sind, muß dennoch immer wieder daran erinnert werden, daß vollkommene körperliche Gesundheit der Schuljugend die oberste und unerläßlichste Vorbedingung für die geistige Ent. wickelung ist. Von einem franken oder auch nur kränklichen Kinde kann man nicht erwarten, daß es vom Schulunter. richt denselben Nugen hat, wie ein ganz gesundes. Es ist schon in vielen Fällen versucht worden, einen bestimmten Anhalt über den durchschnittlichen Gesundheitszustand der Schulkinder auf dem Wege statistischer Erhebungen zu er. zielen. Eine der größten Unternehmungen dieser Art hai jetzt das Gesundheitsamt in Newyork ausgeführt. Es wur den 13 941 Kinder verschiedener hauptstädtischer Schulen geprüft, und von diesen waren nach dem Urteil der untersuchenden Aerzte nicht weniger als 6294 einer ärztlichen Ueberwachung bedürftig. 1092 Kinder wurden als schlecht ernährt bezeichnet.
† Der Ehemann mit Dynamit ermordet. Durch Liebe zu einem jungen Mann verblendet, hat die Ehefrau eines braven Bergmannes in dem russischen Grenzorte Czeladz in das Bett des Mannes eine Dynamitpatrone gelegt und sie, als dieser schlief, zur Entzündung gebracht. Dem Unglücklichen wurden Brust, Kopf und Arme in Stücke gerissen. Auf dem Wege zum Gefängnis hatte die Mörderin nur den einen Wunsch, mit ihrem Liebhaber eine Zelle teilen zu dürfen.
† Unfall auf dem Bahnhofe. Auf dem Rangierbahnhof Osterfeld bei Essen stieß eine Lokomotive mit mehreren Güterwagen zusammen. Fünf Personen wurden verletzt, eine, die zwischen die Puffer geraten war, schwer.
† Das Riesenschiff" Amerika". Dem neuen Riesenschiffe ,, Amerika" von der Hamburg- Amerika- Linie wurde bei seiner ersten Ankunft in Newyork ein festlicher Empfang bereitet. Anhaltendes Tuten der Nebelhörner aller Fahrzeuge und Flaggensignale begrüßten die in reichen Flaggenschmuck prangende Amerika" auf der Fahrt zur Anlegestelle. Eine nach Tausenden zählende Menschenmenge hatte sich auf den Landungspläßen der Hamburg- Amerika- Linie eingefunden. An Bord des Schiffes findet ein Diner statt, zu welchem achthundert Einladungen ergangen sind. Für die Besichtigung des Schiffes sind 17 000 Zutrittskarten ausgestellt worden. Generaldirektor Ballin, der mit dem Schiffe anam, wird voraussichtlich längere Zeit in Amerika bleiben.
† Ein Greis verhungert. Ein 70 Jahre alter Erzieher, der mit seiner 73 Jahre alten Lebensgefährtin in Berlin eine Kinder- Spielschule betrieb, war durch den Tod seiner einzigen Tochter schwermütig geworden. Als wirtschaftliche Sorgen dazu traten, verließ der Greis seine Wohnung. Er wurde in der städtischen Forst bei Schneidemühl als Leiche gefunden. Augenscheinlich ist der Greis, der aus Dirschau stammte, dort verhungert.
† Tod durch Erfrieren. Während der letzten kalten Nächte ist eine von ihrem Manne, einem Arbeiter. geschiedene und
Es wurde festgestellt, daß eine ganze Anzahl von Kin dern regelmäßig morgens zur Schule kam, ohne irgend ein Frühstück zu sich genommen zu haben. Nach den Tatsachen, die von den Newyorker Aerzten festgestellt worden sind, kommt in den dortigen Schulen auf je 14 Kinder eins im Zustand unzulänglicher Ernährung. Solchen Zahlen gegen über darf man sich nicht mit dem Trost abfinden, daß New. york auf der anderen Erdhalbkugel liegt und daß es bei uns sicher ganz anders ist. Sie müssen uns vielmehr dazu an spornen, noch immer dringlicher auf die Förderung der Schulhygiene einzuwirken. Uebrigens sind jene Zahlen noch nicht alles und geben vielleicht noch nicht einmal die wichtigsten Ergebnisse der großen in Newyork gepflogenen Untersuchungen wieder. Es wird sicherlich nicht weniger Beachtung verdienen, daß von jenen 14 000 Kindern 3219 an mangelhafter Sehkraft und 460 an mangelhaftem Gehör litten.
Man muß sich dabei vergegenwärtigen, daß in Newyorl die Schulhygiene reichlich auf ebenso hohem Standpunks steht, wie in den meisten unserer Großstädte. Trotzdem fan den sich also noch so viele Kinder, denen es an Auge und Ohr fehlte, den wichtigsten Sinnen, ohne die ein in gewöhn licher Weise abgehaltener Unterricht gar nicht verfolgt wer den kann. Viele von den Kindern, die von ihren Lehrern als dumm und unaufmerksam beiseite gesetzt, gescholten unl schlecht behandelt worden waren, waren gerade solche, di einen Defekt entweder an der Sehkraft oder am Gehör be saßen, zu dessen Verbesserung bisher nichts geschehen war Ferner litten 1623 Kinder an gewissen Atmungsstörungen indem sie mit offenem Munde atmeten. Die intellektuell Entwickelung der Mundatmer wird durch diese körperlich Unzulänglichkeit ganz sicher gehemmt, so daß es nicht zu berwundern war, daß auch die meisten dieser Kinder vor den Lehrern als Dummköpfe betrachtet wurden. Erst went solche Untersuchungen überall ausgeführt sein werden, wirl man wenigstens wissen, was für Schäden vorliegen, unl das ist der erste Schritt zur Besserung. Zum richtigen Ver ständnis jener Zahl muß noch gesagt werden, daß die unter suchten Schulkinder zwar sämtlich aus den armen Teilen de Stadt stammten, daß aber die schlimmsten Stadtviertel, we Sterblichkeit und Krankheit die höchsten Ziffern erreichen dabei vermieden wurden, so daß die Ergebnisse immerhit als gewisse Mittelwerte betrachtet werden können. Wä notwendig solche Maßnahmen sind, mag endlich noch ein Zahl lehren, die eigentlich am meisten dazu geeignet ist Verblüffung hervorzurufen. Es fanden sich nämlich übe 2300 Kinder, die an einer Vergrößerung der Halsdrüser litten, und in den meisten dieser Fälle war diese Erscheinung ohne Zweifel tuberkulöser Natur. Wenn man nun weiß daß zur Heilung aller tuberkulöser Krankheiten frühzeitig Behandlung das Haupterfordernis ist, so mag man sid sagen, wie viel Unglück durch eine gründliche Untersuchung der Schuljugend im einzelnen verhindert, wie viel Menschen leben auf viele Jahre hinaus gerettet werden könnten.
+ Der Wert des Kanens für die Gesundheit. Ein be deutender Arzt stellte vor einiger Zeit die Behauptung auf, daß ein Mensch, der seine Nahrung auf das gründlichste durchkaue und einspeichele, viel weniger Nahrung brauche, als ein anderer, und daß er sich bedeutend wohler fühle und arbeitsfähiger sei. Der englische Gelehrte Dr. Higgins hat nun diese Versuche fortgesetzt und an sich und anderen er probt. Er bezeichnet als Poltophagen die Menschen und Tiere, die die Nahrung auf das feinste tauen und zerteilen, wie das Pferd, als Psomophagen diejenigen, die sie nur zerbeißen und die Bissen schlucken, wie z. B. der Hund. Nach seinem inneren Bau gehört der Mensch zu den Poltophagen, den Langsamessern, er ist aber durch schlechte Gewohnheit und zunehmende Kultur zum Schnellesser geworden, der die Nahrung nicht mehr gehörig faut. Es wäre viel besser, wenn die Menschen ihrer natürlichen Bestimmung gemäß zum Durchfauen der Speisen zurückkehrten. Das Körper. gewicht, die Stärke und Ausdauer für körperliche und geistige Arbeit kann dann mit der Hälfte der sonst üblichen und für nötig erachteten Eiweißmenge erhalten werden. Vor allem ermüdet der vernünftige Esser auch viel weniger leicht. Ueberdies verliert er ganz den Wunsch nach kompli zierten, scharf gewürzten Speisen oder nach Alkohol.
Der Landwirt.
pr Vichfütterung im Winter. Dem Milchvieh ist vor allen Dingen Aufmerksamkeit zuzuwenden. Die Nahrungs mittel für dieses müssen leicht verdaulich und schmackhaft sein. Dabei darf aber das Jungvieh nicht vergessen werden. Namentlich die abzugewöhnenden und im ersten Jahre stehenden Kälber müssen das beste und feinste Heu zugeteilt erhalten, weil sie davon nur kleine Mengen aufnehmen. Als passender Ersatz des Eiweißmangels ist Hafer zu empfehlen, von welchem, allmählich steigend, anderthalb bis 2 Pfund täglich erforderlich sind. Auch Malzkeime, welche vor dem Verfüttern mit kochendem Wasser anzufeuchten sind, können bis zum Gewichte von 4 Pfund täglich gegeben werden. Dem im zweiten Jahre stehenden Jungvieh kann man etwa 10 Pfund gutes Heu nebst 2-3 Pfund Stroh, 15 Pfund Runkeln und 1 Pfund Delkuchen geben. Die zu überwinternden Zugochsen sind gewöhnlich die Stiefkinder, welche das miß
Aus dem Gerichtssaal.
§ Von dem Verdacht des Gattenmordes freigesprochen. In dem Prozeß gegen die Kaufmannswitwe Auguste Manko, die sich vor dem Schwurgericht in Lyck gegen die Anklage zu verantworten hatte, ihren ersten Mann Gustav Zeisig im Jahre 1898 durch Beibringung von Arsenik ermordet zu haben, verneinten die Geschworenen die Schuldfrage. Die Angeklagte wurde daraufhin freigesprochen. Aus der Verhandlung war nicht mit Sicherheit eine Schuld der Angeklag ten an dem Vorfalle nachzuweisen.
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Bur Regierungsvorl Betretung der Landwirt Bigung der Darmft. 8t er weiten Rammer bera
§ Verurteilte Straßenräuber. In Riel waren in letzter Zeit zahlreiche Fälle von Straßenraub und Ueberfällen auf Zivil- und Militärpersonen vorgekommen. Vier der Ur heber dieser Vorkommnisse standen vor dem Schwurgericht. Dieses verurteilte wegen zahlreicher Räubereien die Arbeiter Fahlteich und Wiechert zu lebenslänglicher, Eich und Gnast zu 15jähriger Zuchthausstrafe.
§ Wegen fahrlässiger Gefährdung eines Eisenbahntrans portes wurde vor dem Landgericht zu Eisenach der Zug führer Buchenau nur zu 50 Mark Geldstrafe und den Kosten des Verfahrens verurteilt. Das Gericht ging von der Voraussetzung aus, daß bei dem Eisenbahnunfall wieder einmal eine unglückselige Verkettung von Umständen die Hauptschuld trage.
Vermischtes.
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Zwei
Bunächst werden die zum Landwirtschaftsfam wenigen noch ausstehende geftimmt. Damit ist der genehmigt. 8ur Ridiu Gesezentwurfs, die Le schiedene Redner das namens feiner Freun auf Ablehnung der vo Berfaffungeänderung u fußantrage. Behnli Dr. David namens be
Hirshel namens des namens der Sentrumspa wird ein Antrag angel Regierung richtet, dem ohne Henderung der Ar vorzulegen. Rad 1 Montag Bormittag vert
*** Betreffs des ordnetenverfammi orbarten Baubad folge Geebrie
In dem Referat i haben Sie meine e Schefftädt'schen Antra bebimuungen bei fabt unvolftandig und da hätten aber umfomebr richtige Bibergabe frit fieren und mit Haben Sie bei Ihrer Gervorgerufen über
ich bin brshalb gen
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auch diefe meine Abbrud bringen. Der Antrag
greifbare Dejette Staatspapiere 2c.
und für fich fein nach welchen zuti follen; das wäre denten, daß bei ei wohl eine große
von dem Bettbewe
Aber so große Rap beiten zur Rautions Dermöge ihrer Solid haben, um in irgend Liche Raution ftellen zu die Beteiligung nur und dadurch eine wese Diese Bebenten habe Sie fich ausdrüc einige Rollegen, fowie
= Wider das Korsett. Der Direktor der höheren Töchter schule in Saarbrücken hatte bei der Regierung in Trier an gefragt, ob er bei dem Turnunterricht den Schülerinnen das Ablegen des Korsetts zur Pflicht machen dürfe. Darauf hat die Regierung erwidert, daß es gestattet sei, das Tragen des Korsetts beim Turnen direkt zu verbieten. Die Re gierung beauftragte den Direktor, dieses Verbot in ihrem Namen ergehen zu lassen, und zwar so, daß nach dem Ende der Ferien dem Verbot unter allen Umständen Folge ge leistet werden müsse.
re Buftimmung
gegeben Berwaltung diefe Frage
Ich nehme nun an


