nge berzehren müssen. Anforderungen find, nagern zu lassen, weil rühjahre beeinträchtigt nd, sowie längere Zeit den früheren Zustand ssen zur Beförderung gefüttert werden.
citen.
en Mitarbeiter.) Jugend der Schulfäle ritte gemacht worden aran erinnert werden, eit der Schuljugend die
ng für die geistige Ent
Die Seemoosfischerei hat an der deutschen Westküste einen ungeahnten Aufschwung genommen und den Fischern en den Gestaden der Nordsee einen willkommenen Ersatz geschaffen für die immer mehr abnehmende Austernfischerei. Vom Boote aus wird das Seemoos mit einer Kette, die mit Stacheldraht bewickelt ist, vom Meeresgrund losgerissen und dann von Schlick und Muscheln gereinigt und gewaschen. Die Blumenhandlungen und Bindereien im Inlande, in Desterreich und der Schweiz gebrauchen große Mengen zur Herstellung vor Zimmerschmuck, Kränzen usw. Das Moos wird in getrocknetem Zustande sehr gut bezahlt; mancher Fischer erzielt in wenigen Tagen Mengen im Werte von mehreren hundert Mark.
=
Eine Prinzessin als Schneiderin. In Paris starb dieser Tage die Prinzessin Peter Bonaparte eines jähen Todes. Sie war die Tochter eines Handwerkers im Faubourg- Saint- Antonie, und als Prinz Peter sie heiratete, brach der Hof seines Vetters, des Kaisers Napoleon III., alle Beziehungen mit ihm ab und befahl ihm, ins Ausland zu ziehen. Die Familie befand sich in England, als der frieg ausbrach und die Pensionen, die Napoleon seinen Verwandten ausgesezt hatte, nicht mehr bezahlt wurden. Die Prinzessin Peter erinnerte sich hier, daß sie einst Schneiderin gewesen war. Sie wurde es wieder, konnte allmählich ein Atelier gründen und stand ihm jahrelang vor, tolz darauf, daß sie ihren zwei Kindern aus eigenem Erverb eine gute Erziehung geben konnte. Ihr ältester Sohn, Prinz Roland, heiratete später eine Tochter des Spielächters Blanc in Monaco und wurde die finanzielle Stüze jeiner Familie.
er auch nur fränflichen B es vom Schulunter. ganz gesundes. Es ist den, einen bestimmten Gesundheitszustand der her Erhebungen zu er. nungen dieser Art hai E ausgeführt. Es wur uptstädtischer Schulen dem Urteil der unter 6294 einer ärztlichen er wurden als schlech nze Anzahl von Kin tam, ohne irgend ein
1. Nach den Latsachen, Festgestellt worden sind,
je 14 Kinder eins im Solchen Zahlen gegen Tost abfinden, daß New iegt und daß es bei und uns vielmehr dazu an uf die Förderung der Ens sind jene Zahlen noch nicht einmal die Newyork gepflogenen sicherlich nicht weniger 14 000 Kindern 3219 n mangelhaftem Gehör
tigen, daß in Newport so hohem Standpunk oßstädte. Troßdem for denen es an Auge un ohne die ein in gewöhn 1 gar nicht verfolgt mer ■, die von ihren Lehrert ite gesetzt, gescholten unl waren gerade solche, di traft oder am Gehör be mer nichts geschehen war issen Atmungsstörungen meten. Die intellektuell 5 durch diese körperlich nt, so daß es nicht z isten dieser Kinder vor tet wurden. Erst went eführt sein werden, wirl Schäden vorliegen, unl ng. Zum richtigen Ver gt werden, daß die unter aus den armen Teilen de Timmsten Stadtviertel, w höchsten Ziffern erreichen die Ergebnisse immerhin
et werden können. W d, mag endlich noch ein meisten dazu geeignet ift fanden sich nämlich übe rößerung der Halsdrüse Fälle war diese Erscheinun
Wenn man nun weiß er Krankheiten frühzeitig
is ist, so mag man fid gründliche Untersuchung indert, wie viel Menschen ettet werden könnten. ichtsfaal.
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enen die Schuldfrage, Die Jesprochen. Aus der Ver teine Schuld der Angeflag
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In Riel waren in legter
senraub und Ueberfällen auf
Hessischer Landtag.
Erfte Kammer. Darmstadt, 20. Oftober. Bur Regierungsvorlage, betreffend die berufsständische Vertretung der Landwirtschaft, werden in der Nachmittags, Sigung der Darmst. 8tg." zufolge, die Dissenspunkte mit der Zweiten Kammer beraten und dieselben durch Beitritt zu ben betreffenden Beschlüssen erledigt.( Es besteht ist nur noch bezüglich des Entwurfs ein von der Zweiten Kammer zu erledigender fleiner Dissens zu Art. 60.) Ferner werden einige dringliche Gegenstände noch zur Erledigung gebracht. Nächste Sigung Mittwoch, 25. Oftober.
Zweite Kammer.
Darmstadt, 21. Oktober.
Bunächst werden die Rüdäußerungen der Ersten Kammer zum Landwirtschaftskammer- Gesez beraten und in den wenigen noch ausstehenden Punkten der Ersten Kammer zugeftimmt. Damit ist der Gefeßentwurf von dieser Kammer genehmigt. Zur Rüdäußerung Erfter Kammer bezüglich des Gesezentwurfs, die Landstände betreffend, ergreifen verschiedene Redner das Wort. Abg. Reinhardt verliest namens seiner Freunde( Nationalliberale) eine Erklärung auf Ablehnung der von der Ersten Kammer vorgeschlagenen Berfaffungeänderung und plädiert für Annahme des Ausschußantrags. Aehnliche Erklärungen geben ab Abg. Dr. David namens der sozialdemokratischen Partei. Abg. Hirschel namens des Bauernbundes, Abg. v. Bretano namens der Zentrumspartei. Von sozialdemokratischer Seite wird ein Antrag angekündigt, der ein Ersuchen an die Regierung richtet, dem nächsten Landtage die Vorlage aber ohne Aenderung der Art. 67 und 75 der Verfassung wieder vorzulegen. Rach 1 Uhr wird die Weiterberatung auf Montag Vormittag vertagt.
Lokales.
23. Oftober 1905.
Betreffs des Berichts über die letzte Stadtverordnetenversammlung geht uns von dem Stadtver ordneten Haubach folgendes Schreiben zu:
Geehrter Herr Redakteur!
In dem Referat über die letzte Stadtverordneten fizung haben Sie meine Aeußerungen, welche ich anläßlich des Scheffstädt'schen Antrags auf Verschärfung der Kautionsbedingungen bei städtischen Arbeitsvergebungen getan habe, unvollständig und dadurch unrichtig wiedergegeben. Sie hätten aber umsomehr Veranzassung für eine genaue und richtige Bibergabe meiner Worte gehabt, als Sie diese frit fi ren und mit einem Kommentar verschen. Dadurch haben Sie bei Ihren Lesern eine ganz fatsche Auffassung hervorgerufen über meine Stellung zu biesem Antrage und ich bin deshalb genötigt, Sie zu bitten, daß Ste nunmehr auch diese meine Buschrift in Ihrem geschätzten Blatte zum Abdruck bringen.
Der Antrag ging dahin, daß zukünftig nur noch sofort
den vor dem Schwurgericht. Staatspapiere zc. als Rautionen gelten sollten. Ich bin an rgekommen. Vier der Ur greifbare Dejette, wie etwa Burbeträge oder hinterlegte her Räubereien die Arbeiter und für sich fein Gegner einer Verbesserung der Bedingungen,
Slänglicher, Eich und Gnaf bung eines Eisenbahntrans Mark Geldstrafe und den ilt. Das Gericht ging dem Eisenbahnunfall wieder
nach welchen zufünftig Arbeitsvergebungen bei uns erfolgen sollen; das wäre unsinnig. Aber mir tam sofort das Bebenten, daß bei einer wesentlichen Verschärfung dieser man von dem Bettbewerb ausschließen würde, nur weil sie nicht über so große Rapitalien verfügen, wie sie bei solchen Arvermöge ihrer Solidität und Tüchtigkeit den nötigen Kredit haben, um in irgend einer annehmbaren Form die erforder lache Raution stellen zu fönnen. Die Folge würde naturgemäß bie Beteiligung nur weniger großer fapitalfräftiger Firmen
richt zu Eisenach der Zug wohl eine große Anzahl solider und leistungefähiger Firmen
fettung von minden die beiten zur Rautionsstellung nötig sind, die dagegen aber
Direttor der höheren Töchter
der Regierung in Trier an und dadurch eine wesentliche Berteuerung der Arbeiten sein.
unterricht den Schülerinner
flicht machen dürfe. Daraul
Sie
Diese Bedenten habe ich g äußert und ich stand damit, wie nicht allein da, fich
es gestattet fet, das Tragen einige Kollegen, sowie auch der Herr Oberbürgermeister haben reft zu berbieten. Die Reihre Buftimmung zu meinen Ausführungen zu erkennen
ftor, diefes Berbot in ihrem
star fo, daß nach dem Ende
Ich nehme nun an, daß
von Seiten der städtischen
wird und wenn sich eine Form finden läßt, den gestellten Antrag unter Berücksichtigung den von mir geäußerten Bedenken statt zu geben, so bin ich der Allerleßte, der etwas dagegen haben wird.
Hochachtungsvoll
Haubach.
** Anläßlich des Geburtstages der Kaiserin hatten gestern die öffentliche Gebäude geflaggt. Die Kapelle unferer 116er spielte im Promenaden Konzert das SchleswigHolstein- Lied.
* Ehrenfold für Beteranen. Die Zweite Kammer nahm einen Antrag des Abg. Le un an, die Regierung möge im Bundesrat beantragen, allen Feldzugteilnehmern des Arieges 1870/71, soweit sie weniger als 1500 Mark Jahreseinkommen haben und weder Pension noch Unterstüßung auf Grund des Reichsgesetzes vom 22. Mai 1895 beziehen, einen kleinen Ehrensold zu bewilligen.
tt. Stadttheater Gießen. Die morgige dritte Wienstage abonnementsvorstellung bringt eine Wiederholung des Vollstückes„ Die Herren Söhne", das bei seiner ersten Aufführung sich allgemeinen Beifalls zu erfreuen hatte. In Vorbereitung stehen" Die Brüder von St. Bernhard"," Niobe"," Maria Stuart".
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* Bezirksverband Gießen des Landesgewerbevereins. In der Ausschußsizung am 1. Oktober 1905 zu Gießen wurden folgende Gegenstände verhandet: 1. Begutachtung und Entscheidung über die in letter Verbandssitung vom Hauptlehrer Traber vorzulegenden Entwürfe zur Anleitung der Kalkulation für die Baugewerbe; 2. Besprechung über die Versammlung des Landesgewerbevereins am Sonntag, den 8. Oktober in Groß- Gerau; 3. Verschiedenes. In Ausführung des in letter Sigung gefaßten Beschlusses legt zunächst Hauptlehrer Traber- Gießen die von ihm mit großem Verständnis un vieler Mühe entworfenen Schematas vor, die zur wesentlichen Belehrung über die noch vielfach in Handwerker kreisen vorherrschenden Unkenntnisse in der Kalkulation der Arbeitspreise dienen sollen. Diese Schematas, die ihrer Anordnung und Einteilung nach, von den anwesenden Ber tretern für praktisch anerkannt werden, sollen von den Vertretern der einzelnen Handwerkezweige beurteilt und nach nochmaliger eingehender Prüfung in nächster Sizung zur endgültigen Annahme gelangen, um nach Fertigstellung im Drucke unter die Mitglieder der einzelnen Vereine verteilt zu werden. Kommerzienrat Heyligenstaedt- Gießen erwähnt, daß bei Ausfüllung dieser Kaltulationsanleitungen der Schwerpunkt auf eine regelrechte und ordnungsmäßige Buchführung zu legen sei, indem namentlich die sog. unproduttiven Geschäftskosten getrennt von den produktiven eingestellt werden müßten. Der Vorsitzende Petri- Gießen verliest sodann die Tagesordnung der am 8. Oktober zu Groß- Gerau stattfindenden Hauptversammlung des Hess. Landesgewerbebereins und spricht die Hoffnung aus, daß diese Hauptversammlung seit ne der Mitglieder des Bezirksverbandes Gießen recht vollzählig besucht werden möge. Wegen anderweitiger Verpflichtung des Vorsißenden übernimmt hiernach Hauptlehrer Traber den Vorfiz. Die alsdann geflogenen, eingehenden Erörterungen führen bahin, den geflogenen, eingehenden Erörterungen führen bahin, den Delegierten zu den Bezirksversammlungen, insofern sie nicht am Orte wohnhaft sind, für die Teilnehmer an einer Sigung außer dem Fahrgeld als Vergütung für gehabte Auslagen für den halben Tag 2 Mt., für längere Sizungen aber 3 Mt. zu gewähren und mit Rücksicht hierauf den seitherigen Beitrag zur Bezirksverbandskasse von jährlich 100 f. auf 200 wit. zu erhöhen und diesen Betrag auf die einzelnen Gewerbevereine nach der Mitgliederzahl auszuschlagen. Eine Aussprache über die einheitliche Regelung des Schulgeldes in den Schulen des Bezirkes außer Gießen, führte den Beschluß herbei, den Mindestsaß des monatlich ven jedem Schüler zu zahlenden Schulgeldes zu 40 Pfg. anzunehmen. Der neue Schulgeldsah soll mit dem neuen Schuljahre, also am 1. April 1906 in Kraft treten.
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( Gewerbeblatt für das Großherzogtum Hessen.)
* Heiratsschwindler. Das Strafgericht in Basel verurteilte den Geschäftsreisenden Emil Eugen Rurz von Gießen, der zu Anfang dieses Jahres in Basel einigen Mädchen unter dem Vorgeben, er wolle sie heiraten, erheb. liche Beträge abschwindelte, zu 15 Monaten Buchthaus.
( Kl. Breffe.)
* Gefangenentransportwagen sind nun auf allen Hauptstrecken der preußisch- hessischen Seaatsbahnen eingeführt, sodaß das Publikum in Bufunst nicht mehr mit Verbrechern aller Art unter Polizeibegleitung denselben Wagen teilen muß. Die Gefangenentransportwagen verkehren fünftig zwischen Frankfurt und Kassel regelmäßig 5mal in der Boche.
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An der diesjährigen Definitorialprüfung, die vorige Woche im Ludwigs- Georgs Gymnafium zu Darmstadt ihren Anfang nahm, nehmen 36 Randidaten und
Kandidatinnen teil.
-e- Der Gesangverein Harmonte" beging am Samstag Abend die Feier seines 59. Stiftungsfeftes durch einen gut besuchten Herren Kommers verbunden mit Festessen im Vereinslokal Bigandt. Zum Vortrag tamen einige Lieder, welche das fröhliche Beisammensein so hoben, daß man sich erst in früher Morgenstunde trennte. Am Sonntag.Abend fand dann im Saale des Hotel Einhorn" ein FamilienAbend mit Tanz statt. Verschönt wurde der Abend noch durch einige Lieder und Kouplets.
"
-er Zwei angetrunkene Italiener famen geftern Abend aus einer Wirtschaft in der Alicestraße und gerieten auf der Straße in Streit. Nach längerem Schimpfen und auf der Straße in Streit. Fluchen faßte der eine den anderen am Kragen und warf ihn in die Goffe, dann machte er sich schleunigst aus dem Staube.
Lich, 22. Oftober. Das Großherzogliche Paar machte am Freitag von Lich aus einen Automobil- Ausflug. * Nieder Weisel, 22 Oftober. Im hiesigen Kranken
die sich dasselbe dadurch zugezogen hatte, daß es in die Risse der aufgesprungenen Hände Wagenfett schmiecte.
* Butzbach, 22. Oftober. Der hiesige Gewerbe. verein wird in diesem Winter eine Reihe Vorträge veranstalten.
* Marburg, 22. Oktober. Vermikte. Außer dem Bierkutscher Raue wird hier auch der 27 jährige Weichensteller Wilhelm Strottmann vermißt. Der Mann ging am 7. Oftober zum Dienst und wurde seitdem nicht wieder gesehen.
* Lauterbach, 22. Dttober. Die hiesige Sektion des Vogelsberger Höhenklubs hat die Erbauung eines Aussichtsturms auf dem Hainig beschlossen.
X Darmstadt, 22. Oftober. Hier ist eine Station für drahtlose Telegraphie errichtet worden.
Stadttheater in Gießen.
Mamzelle Nitouche. Baudeville- Operette in 3 Aften von H. Meilhac und A. Millaud. Musik von Hervé
Mamzelle Nitouche ist gestern Abend mit durchschlagendem Erfolg zum ersten Male in Gießen aufgeführt worden. Das Haus war vollständig ausverkauft und der Beifall so stürmisch, wie er lange nicht mehr durch den Saal gerauscht. Es sind tolle Geschichten, die die Operette mit ihren sangbaren Melodien bringt, eine ganze Reihe Detonationen, die in schneller Aufeinanderfolge sich auslösen. Die Haupt- Alteure, Denise de Flavigny( Mamzelle Nitouche) und der Organist Célestin wirbeln durch eine urtolle, abent uerliche Nacht, ihre Erlebnisse sind ganz ungewöhnliche und seltsame, stets aber auf den breiten Grundton abgestimmt: der Herr führt seine Heiligen wunderbar. Der Diganist Célestin eines fcommen Stifts hat sich der leichtgeschürzten Muse ergeben nnb eine recht weltliche Operette geschrieben. Selbstverständlich möchte er der Erstaufführung beiwohnen und so sinnt er denn auf Mittel, an dem großen Abend aus dem Stifte auszubrechen, denn die Oberin darf beileibe nichts von der sündigen Romposition wissen. Eine der Pensionärinnen, Denise de Flavigny, entdeckt die verbotenen Früchte und findet sie außerordentlich mundend. Sie sinnt ebenfalls auf Wege, der Aufführung beizuwohnen. Beiden wird unerwartet gegeholfen, denn Denise soll plöglich nach Hause zurückkehren, um einen Offizier zu heiraten, den sie einstweilen noch nicht tennt, und der Organist Célestine soll sie begleiten. Obwohl Denise ihre Freude faum zu beherrschen weiß, rettet sie doch ihre Doppe natur und sie bleibt vor der Oberi: die fromme Denise. Kaum haben beide das Stift verlasser, als sie sich auch schon in heifle Abenteuer verwickeln. Der Organist begibt sich ins Theater, der Aufführung seiner Operette beizuwohnen, und Denise, die er im Hotel so gut aufgehoben glaubte, einen Augenblick später ebenfalls. Da die Hauptdarstellerin plötzlich mitten im Spiel von der Partie zurücktritt, springt Denise unter dem Namen Mamzelle Nitouche ein. Hinter den Koulissen sezt sie denn auch noch das Herz des Leutnants de Champlatreux in Flammen. Im weiteren Verlauf der Nacht gerät sie samt Célestin in die Hand einer Patrouille, wird zur Wache gebracht, pofuliert dort mit Kavallerie- Offizieren und kleidet sich, um dem Major Graf von Chateau- Gibus zu entgehen als Reservemann ein. Schließlich desertiert sie mit dem getreuen Célestin und beide langen wieder im Stift an, sehr zur Verwui derung der Oberin. Denise streift aber schnell ihre ausgelassene Mamzelle Nitouche ab und findet ihre fromme Rolle mit der größten Leichtigkeit wieder. Es erfolg zwischen ihr und dem Offizier, den man ihr zum Gatten ause wählt, eine Aussprache und wie die spanische Wand gefallen ist, erfennen sich beide als die Liebenden, die sich hinter den Koulissen gefunden. So kommt die Partie doch noch zuftande, aber nicht durch Familienpolitit, sondern durch Liebe Stückes. und dadurch hebt sich das moralische Niveau des ganzen
Die Aufführung war eine glänzende, die Gesamtdarstellung eine abgerundete und geschlossene. Die einzelnen Rollen lagen in festen Händen. Die Denise de Flavigny ( Mamzelle Ritouche) gab Else Jüngling vom Darmstädter Hoftheater. Wir lernten sie als eine Künstlerin von großer Sicherheit und Vielseitigkeit im Ausdruck fennen. Ihr Spiel war so sicher und ausgeglichen, daß sie ruhig des Humors sich bedienen konnte, ohne in Unebenheiten zu verfallen. Von Anfang bis Ende führte sie die Doppelnatur der schelmischen, ausgelassenen Mamzelle Nitouche und der fittsamen, frommen Denise mit gleicher Kraft durch. Die Uebergänge waren fein und abgetönt. Die meift recht schwierigen gesanglichen Partien wußte Else Jüusling mit großer Wärme dnrchzuführen. Das Gesamtspiel zeichnete sich durch angenehme Einen ausgezeichneten Frische und Lebhaftigkeit aus. Partner hatte sie in Bruno Reimer gefunden, der seinen meisterhaft angelegten Organisten Céstin mit großer Sorgfalt herausmeißelte. Gleichfalls gut war Reinhold Lüttjohann als Fernand de Champ atreux, nur hatt er Mit einem Anfluge seiner Stimme etwas viel zugemutet.- guter Romit wußte Georg Bittmann feinen Major in festen Linien darzustellen, während seine Schwester, die Oberin, mit schlicht m, würdigen Ernste von Anna Millar in ansprechender Be se gegeben wurde. Die von der Kapelle der 116er geftellte Musit von Kissel wußte sich dem Ganzen Das Publikum brach am Schlusse jeden gut einzufügen. Aftes in stürmischen Beifall aus. Hoffentlich ist die Direktion das Stück recht bald wieder einmal an. G. H.
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Stepener landwirts@ aftige Wetterste Borausfihtliche Witterung in Seffen für Dienstag, den 24 Dftober. Meist trüb, doch zeitweise etwas auffiärend, noch geringe Niederschläge, Temperatur weiter feine Veränderung.
( Näheres durch die Gießener Betterfarte.)
Berantwortlich: für die Politik und den Inseratens Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beib
allen Umständen Folge ge Berwaltung diese Frage einer genauen Prüfung unterzogen haus starb dieser Tage ein Mädchen an Blutvergiftung in Gießen.


