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berfügungen. Ein kaiserlicher Grlaß befiehlt die Aufhebung des Sonderkomitees für den fernen Osten nebst der Kanzlei dieses Komitees. Nach den bisherigen Erfolgen der Japa­ner wird wohl auch im fernen Osten für ein russisches Ko­mitce nicht mehr viel zu tun sein. Großfürst Nikolaus Niko­lajewitsch, Generalinspekteur der Kavallerie, ist unter Be­loffung in seiner Stellung als Generaladjutant zum Vor­sizenden des Landesverteidigungs- Rates ernannt worden.

Die Unruhen in den verschiedenen Landesteilen dauern an. In Lodz tam es abermals zu einem Zusammenstoß 31cischen Kosaken und der Volksmenge, wobei achtzehn Per­sonen getötet und über hundert verwundet wurden. In der Stadt Herricht Panik. In dem Fabriforte Iwanow Woj­nensk sind große Arbeiterrevolten ausgebrochen. Bei einem Busammenstoße zwischen Arbeitern un Soldaten wurden 28 Personen, darunter eine Witwe und ein Säugling, er­schossen, während zahlreiche Personen verwundet wurden. Hmerika.

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- Präsident Roosevelt hat den früheren amerikanischen Gesandten in Venezuela Mr. Bowen aus dem diplomatischen Dienst der Vereinigten Staaten entlassen. Bowen war im Widerstreit mit dem Staatssekretär Lovmis geraten, dem ei borgeworfen hatte, sich an Finanzoperationen beteiligt zu haben, die auf politisches Gebiet herüberspielten. Bowen hat die Absicht geäußert, sensationelle Enthüllungen zu machen. + In sehr anerkennender Weise äußerte sich Präsident Roosevelt über Deutschland. In einer Ansprache an Studenten der Clark- Universität erklärte der Präsident Roosevelt, das Land sei Deutschland verpflichtet für die Art und Weise der studentischen Erziehung. Er wünsche, die Amerikaner könnten besonders sich den deutschen Idealismus zu eigen machen, ebenso den scharfen, praktischen, gesunden Verstand, der die Deutschen befähige, ihren idealistischen Sinn zu einem Werk jeug zu machen zur Schaffung der vollkommensten militä rischen und industriellen Organisation, die die Welt jemals gesehen habe.

Soziales Leben.

[] Mutterschafts- Versicherung. Dem Neichsant des Innern liegt eine Petition vor, die um Einführung der Versicherung für die verheirateten Arbeiterinnen bei und nach der Entbindung ersucht. Es handelt sich darum, eine Berlängerung des Arbeitsverbots für gewerbliche Arbeite. rinnen im Falle der Mutterschaft herbeizuführen, eine staat liche Versicherung zu schaffen, die den Lohnausfall deckt und daneben auch eine Selbstversicherung analog den Bestim mungen der Invaliditäts- und Altersversicherung zu schaffen.

[] Die Aussperrung der Bauarbeiter im rheinisch- west. fälischen Industriebezirk nimmt größere Dimensionen en. Die Organisationen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer stehen sich schroff gegenüber. Die Ausgesperrten erha. en 13 Mark wöchentlich, die Streikposten 4 Mark ertra. Sei dem Zustrom auswärtiger Arbeiter werden Zusammenst Be befürchtet. Zum Schuße der Arbeitswilligen sind von der Behörde Vorsichtsmaßregeln getroffen. Der Arbeitgeber. Schutzverband hat sich bereit erklärt, nichtorganisierte Sr. beiter vom 26. Juni ab wieder einzustellen.

Von der Kieler Woche.

( Eig. Bericht.)

Kiel, 22. Juni.

** Einwandsfreie Milch. Die Milch spielt im Haushalt eine große Rolle. Um so wichtiger erscheint, daß dieses ge­sunde und notwendige Nahrungsmittel in jeder Beziehung einwandsfrei zur Verwendung kommt. Im Archiv für Hygiene" berichtet der Forscher D. Dombrowsky, über Ver suche mit der Fütterung an Milchziegen angestellt. Er fand, daß der Geruch von Fenchel, Anis, und Knoblauch leicht in die Milch übergeht. Durch den Knoblauch bekam die Milch einen widerwärtigen Geruch und Geschmack, welcher selbsi nach Kochen und Abkühlen über 15 Stunden hindurch nicht sich verlor. Weniger leicht verändert sich die Farbe der Milch; die Gefahr, daß die Milch infolge von Darreichung gewisser Futterstoffe eine auffällige Färbung annehmen könnte, ist jedenfalls nicht groß. Allerdings zieht Verfütterung von gelben Rüben eine Veränderung der Farbe nach sich. Dagegen vollziehen sich Veränderungen im Geruche dei Milch leicht. Wird Milch in Räumen aufbewahrt, welche einen starken Geruch ausströmen, so nimmt sie diesen Geruch an und zwar oft in solchem Maße, daß dieser den Genuß sol cher Milch verekelt. Darum sollte man insbesondere nicht in Krankenzimmern Milch aufheben, auch nicht für kurze Zeit, da doch in solchen Räumen allerlei unschöne Gerüche man dente nur an Arzneien und Desinfektionsmittel­verbreitet sind. Insbesondere nimmt die Milch rasch den Geruch von Jodoform, von Karbolsäure und von Forma lin an.

Der Kaiserliche Jachtklub begann seine zweite und letzt interne Wettfahrt für Kriegsschiffsboote heute morgen Uhr 10 Minuten. Es herrschte ziemlich heftiger Westwin und der Himmel war bedeckt. Gemeldet hatten sich 116 Jachten, die in sechs Abteilungen vom Start gingen.

Auf der in Kiel vor Anker liegenden Hohenzollern nahm der Kaiser gestern Abend noch verschiedene Mel dungen entgegen und besuchte heute früh die kaiserlich Werft. Die Prinzen Eitel- Friedrich und Adalbert sin ebenfalls eingetroffen. Heute Morgen wurden in Gegen wart des Kaisers im Garten der Marineakademie die von Kaiser der Akademie geschenkten Büsten des Vizeadmiral von Jachmann und des Admirals von Knorr enthüllt. Spä ter begab sich der Kaiser auf den Turbinenkreuzer Lübec und nahm an einer Probefahrt teil, von der er um 12 Uh zurückkehrte. An Bord der Hohenzollern empfing der Kai ser dann den heute morgen hier eingetroffenen Fürsten voi Monaco, der auch zum Frühstück geladen war.

Schlagende Wetter. Auf der Beche Dahlbusch bei Essen kamen durch eine Explosion schlagender Better zwei Bergleute ums Leben, zwei andere erlitten Verletzungen.

Bei der gestrigen Binnen- Regatta errangen folgend Fahrzeuge Preise: Feinsliebchen 3" den ersten und der Ehrenpreis der Stadt Kiel, Rose" den zweiten, Jenny' den dritten Preis. Von den Rennjachten Klasse Vb belegte Wannsee 5" den ersten Platz. Von den Kreuzerjachter stlasse Va wurde Kefim" erster. In Klasse Vb siegte Leipzig". Von den Rennjachten Klasse VI erhielt Here' den ersten, und von den Kreuzerjachten Klasse VI Luise den ersten Play.

Von einem Unglücksfall ist der Reid, tags- und Land. tagsabgeordnete Blell betroffen. Er glitt auf der Treppe aus und zog sich einen Knöchelbruch zu.

Ein gefährlicher Fund. Ein Schiffer aus Boppot, der am Seestrande spazieren ging, fand einen Torpedo, der dem Lande zutrieb. Ahnungsios nahm er das Ding an sich und versuchte, es mit einem Messer zu öffnen. Als sich unter Zischen Dämpfe zu entwickeln begannen, er schraf er und warf den Fund in die See. Es war die höchst Zeit, denn unter einer starken Detonation erfolgte die Ty plosion, die keinerlei Schaden anrichtete.

An die heutige Wettfahrt wird sich die Konkurren der Motorboote unter Aegide des deutschen Auto mobilklubs schließen. Sie werden morgen gemeinsam mit den Jachten eine Wettfahrt nach Travemünde antreten An dem morgigen Haupttag wird auch der Kaiser aktiver Anteil nehmen. Der Beginn der Regatta ist auf- 10 Uh festgesetzt. Gemeldet haben sich 49 Jachten.

Ein lebensgefährlicher Betrieb. In einer der städti schen Gasanstalten zn Charlottenburg wird versuchsweis die Fabrikation von Ammoniak betrichen. Schon vor eini gen Tagen war einer der Gasmeister dabei bewußtlos ge worden. Neuerdings wurde ein Arbeiter, der beim Streicher eines Bassins beschäftigt war, ohnmächtig, und zwei Kame raden, die ihm zu Hilfe eilten, erlitten das gleiche Schicksal Schließlich gelang es, die drei Verunglückten unter An wendung von Vorsichtsmaßregeln ins Freie zu schaffen un zwei von ihnen ins Bewußtsein zu rufen, der dritte lieg Hoffmmgslos darnieder.

Die Kate als Todesursache. In dem Orte Schön tenld bei Asch in Böhmen wollte eine 70jährige Bäuerir ihre Stake, an der sie mit großer Zärtlichkeit hing, aus der brennenden Gebäude retten, in dem sie ihre Wohnung hatte Sie nuußte ihr Rettungswerk mit dem Leben zahlen. Mi ihrem vierbeinigen Liebling fand sie ihren Tod.

Bei der Einfahrt des Kaisers in die Schleuse bei Bruns büttlboog ereignete sich ein kleiner Unfall, der nachträglichk bekannt wird. Die Hohenzollern" rannte gegen das Schlen jentor und beschädigte dieses. Weiterer Schaden entstand nicht Die Beteiligung von Sportfahrzeugen an der Kieler Woche ist in diesem Jahre eine größere als in den Vorjahren Die deutsche Sportwelt stellt 94 Fahrzeuge. Auf der im Hafen liegenden Jachtslotille wehen die Flaggen von neun verschiedenen Ländern, und zwar sind die belgischen, franzö sischen, englischen, schwedischen, dänischen, spanischen, portu giesischen Farben, sowie das Sternenbanner Nordamerikas bertreten.

Nab und Fern.

A Prinzessin Luise von Koburg kommt doch nicht nach Bad Elster. Sie hat, wie sie dem Wirt vom Wettiner Hofe" mitteilen ließ, ihre Dispositionen geändert. Aber im nächsten Jahre will die Prinzessin, so läßt sie verlautbaren, einen längeren Aufenthalt an dem Orte nehmen, wo sie ihre Freiheit einst wiedererlangte.

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KL. Neue Radiumwunder. Die Wissenschaft steht not ziemlich ratlos vor den alle bisherigen Erfahrungen übe den Haufen werfenden Eigenschaften des Radiun Jezt kommt aus London eine Kunde von neuen verblüffenden Entdeckung, die der Geie bre Butler- Burke vom Cavendish- Laboraratorium gemacht haben soll. Nach langen Versuchen will Butler- Burke als a sicher demonstriert haben, daß durch Zusammenführung bon Radium und sterilisiertem Bouillon in Versu röhrchen die Urzeugung erwirken könne. Butler- Burte erregte durch solche Experimente Kulturen, die viel Charaktereigenschaften der Lebensfähigkeit aufweisen, bi zum Beispiel Wachstum und Spaltung. Der Forscher fig hinzu: Wenn meine Schlußfolgerungen und die der Ge lehrten, die die meinigen untersuchten, richtig sind, stimmen sie genau mit Herbert Spencers Definition

Schreckenstat einer Mutter. In Neusalz in Schlesien sah sich eine geschiedene Frau namens Gohle durch eine Strafe bedroht, die sie sich wegen eines Diebstahls zuge. zogen hatte. In der Verzweiflung tötete sie ihre beiden Kinder, einen Knaben von neun und ein Mädchen von fün Jahren, indem sie ihnen die Kehle durchschnitt. Dann war sie sich vor einen Eisenbahnzug und ließ sich von ihm über. fahren. Auch bei der Mutter trat der Tod sofort ein.

Ein Wißmann- Denkmal. In Lauterberg, wo der ver sterbene Afrikaforscher Wißmann oft zum Besuch bei seine dort lebenden Mutter geweilt hat, geht man mit dem Ge danken um, ihm ein Denkmal zu errichten. Die städtischer Behörden haben die Einsetzung eines Komitees zu diesem Zwecke beschlossen.

Ein Banunfall mit tödlichem Ausgange ereignete sich auf einem Neubau in Wilmersdorf. Zwei Arbeiter stürzten vem vierten Stock in den Hof und waren beide sofort tot. Ein auf dem Hofe beschäftigter Arbeiter brach vor Schred bewußtlos zusammen und konnte nur mit Mühe ins Leben zurückgerufen werden. Der Unfall scheint durch die Un vorsichtigkeit der beiden Verunglückten herbeigeführt zu sein, die das Brett, auf das sie kletterten, um von außen Nägel einzuschlagen, nicht genügend befestigt hatten.

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Lebens überein. Vorläufig ist die Theorie wo mit äußerster Vorsicht aufzunehmen. Man erinnert sich un willkürlich an die Entdeckung des Urschleims" durch Häcke die sich nachher als ein Fertum des bedeutenden Gelehrte erwies.

Eine Panik auf der Straße entstand in Warschau, wäh rend eine große Prozession anfäßlich des katholischen Feier. tages vorüberzog. Es handelte sich um die Jagd auf einer Dieb. Das Publikum glaubte an ein Attentat und stürzte in wilder Flucht durcheinander. Vier Personen wurder schwer, eine größere Anzahl leichter verletzt.

Aus dem Gerichtofl.

§ Ein Kampf zwischen Mieter und Vermieter hat zu eine.t Urteil geführt, das allgemeines Interesse beansprucht. In Allenstein hatte im April ein Rentier von seiner Nachbarm ein Haus gekauft, um es durch einen Neubau zu ersetzen. Zwei Mieter hatten das Recht, noch bis zum 1. Oftober in dem Hause zu wohnen, und die Verkäuferin hatte den fer rechtzeitig darauf aufmerksam gemacht. Im Mai be gann der letztere mit dem Abbruch des Hauses. Durch eine amtsgerichtliche Verfügung wurde der Abbruch bei Straj androhung untersagt, und das Haus mußte wieder in den ursprünglichen Stand versetzt werden. Vom Landgerichte wurde der Nentier dann wegen versuchter Nötigung in zwei Fällen und außerdem noch wegen Beleidigung zu einer Ge santstrafe von sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Seine Revision wurde vom Neichsgericht als unbegründet vor worfen.

A Von einem schoeren Eisenbahn- Unglück wurde der Er preßzung zwischen Chicago und Newyork betroffen. Bei Mentor in Ohio Itef der Rug auf eine offene Weiche und kam dadurch zur Entgleisure. Der Expreßzug ging in Trimmer, und was noch übrig blieb, wurde durch aus: brechendes Feuer zerstört. Dreizehn Personen wurden ge tötet, zwanzig verwundet. Als der Zug an die Unglücks­stelle fam, lie er mit einer Schnelligkeit von 70 englischen Meilen in der Stunde.

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§ Die Doppelgängerin. Der Gerichtshof für Ehescheidun gen in Paris hat sich mit einem Falle zu beschäftigen, wie er nicht alle Tage vorkommt. Ein blutjunger Kaufmann hei ratete vor anderthalb Jahrzehnten ein Mädchen von großer Schönheit. Bald nach der Hochzeit ging ihm die Frau mit einem Liebhaber durch, und der zurückgelassene Gatte hört nichts mehr von ihr. Im April dieses Jahres erschien die Schöne bei ihm, erbat und erhielt volle Verzeihung. Do stellte sich heraus, daß die Dame gar nicht die entlaufene Frau, sondern deren jüngere Schwester war, die jener zum Verwechseln ähnlich ist. Sie hatte gehört, daß der Mann ihrer Schwester im Laufe der Jahre bedeutende Neichtüme erworben habe, und so schien es ihr verlockend, sich an die Stelle der Ungetreuen zu seßen. Der Kaufmann aber wa mit der Doppelgängerin seiner Frau, deren Schönheit ihr einst so sehr berückt hatte, so zufrieden, daß er gewillt ist, si nunmehr zu seiner Gattin zu erheben. Er hat zu den Zwecke die Ehescheidung von der entflohenen ersten Fra beantragt.

Straßensperrung durch einen Irrsinnigen. In San Francisko fielen aus einem Hotel, das an einer belebten Straße liegt, plötzlich von einem Fenster her Schüsse, durc die mehrere Personen getötet oder verwundet wurden. In dem betreffenden Zimmer hatte sich ein Engländer namens Lobb verbarrikadiert, bei dem plötzlich Frrsinn zum Aus­bruch gelangt war. Der ganze Verkehr war unterbrochen, da die Schießerei kein Ende nahm. Auch die Polizei, die den gefährlichen Schüßen dingfest machen wollte, sah sich schwer bedroht. Nach zweistündigem Kampfe mit den Polizisten er schoß sich der Frrsinnige, dem die Munition auszugehen be­gann, selber.

Tages- Chronik. Im Steigerwald wurde der Landge richtsrat Gutwald mit schweren Kopfwunden aufgefunden, während seine goldene Uhr mit Kette fehlten und in der Nähe eine Holzart lag.

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In Stuttgart brachte ein junger Kaufmann erst sei ner Braut und dann sich selber mit einem Revolver auf der Straße schwere Verwundungen bei.

OP

Kunft undiffenfchaft.

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Vermischtes.

=[ Der Kaiser als Automobilist.] Ms Ser Kaiser auf der Fahrt von Hannover nach Hamburg die Lüneburger Heide im Automobil passierte, hat er den Kraftwagen eine verhältnismäßig große Fahrtgeschwindigkeit entwickeln lassen. Die Strecke von der Ulanenfaserne in Hannover bis zum Hafen in Hamburg mit dem Umwege über Lüne burg und Winsen beträgt 182 Kilometer. Diese Strecke isi nach Abzug aller Unterbrechungen und Störungen in drei Stunden 40 Minuten gefahren; das ist also in der Strude eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 50 Kilometer. Einigemale ist ein Tempo bis zu 60 Kilometer angeschlagen. Was von übergroßen Geschwindigkeiten bis zu 90 Kilometer in der Stunde erzählt worden ist, gehört in das Bereich der Fabel. Von den drei Wagen des kaiserlichen Automobil tommandos erlitten zwei während der Fahrt Reifenschaden.

Das lenkbare Luftschiff. In Schio in Italien fand der erste freie Aufstieg des dem Grafen Almerico da Schic gehörigen lenkbaren Luftschiffes Italia" mit Erfolg statt Die Lenkungsmanöver gelangen vollkommen, doch mußte der Ballon infolge einer Beschädigung des Steuerrades nach 35 Minuten niedergehen.

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[ Die Kurpfuscherei in Preußen.] Nach amtlichen Mit cilungen hat sich die Zahl der Personen in Preußen, die ohne approbiert zu sein, die Heilkunde gewerbsmäßig aus übten, im Jahre 1903 erheblich vermehrt, nämlich auf 5148 bon 4104 im Jahre vorher. In nicht weniger als 39 Kreise namentlich des Ostens überwiegt die Zahl der Kurpfuscher die Zahl der Aerzte und Zahnärzte. Das weibliche Geschlecht trägt mit etwas mehr als einem Viertel( 25,9 Prozent) zu Sturpfuschertum bei. Die älteste Person, die Kurpfuscheri betrieb, war ein 83jähriger Korbmacher im Kreise Biel­feld, der Sympathiekuren an Kindern, aber nur Sonn tags, verrichtete, die jüngste Person ein 16jähriger Acker und Bader im Kreise Simmern, Bezirk Koblenz, der Ver renkungen, Beinbrüche usw. behandelt. Die Teilnahme an der Kurpfuscherei verteilt sich auf alle Konfessionen. Von den 5188 Personen, die die Kurpfuscherei ausübten, waren 381, also 7,4 Brozent, bestraft worden.

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=[ Vorsicht mit Opium- Tropfen!] Ein bei der Eisen bahn- Werkstatt in Bromberg beschäftigter Schlosser trat zur Linderung von Leibschmerzen ein Schnapsglas voll sp genannter Choleratropfen. Bald nach dem Genuß des Mittels brach er bewußtlos zusammen, und trotz schleunige ärztlicher Hilfe und obwohl ihm sofort der Magen ausg pumpt wurde, gab er feinen Geist auf. Die Medizin hatt eine viel zu starke Dosis Opium enthalten, von dem nu cin paar Tropfen in den Choleratropfen" enthalten sein dürfen.

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[ Der Entschuldigungszettel des Refrnten.] Bei einer Musterung in Bayern erregte folgender Erguß große Heiter Feit, mittelst dessen einer der Stellungspflichtigen sein Aus bleiben entschuldigte: Lieber Herr General! Ich fan leider zur Generalmusterung nicht kommen. Mir ist's z heiß. Achtungsvoll! Xaver Schmied." An der nötigen Abkühlung wird es dem Biedermann nicht gefehlt haben [ Der Reservist mit Familie.] Nach Pilsen war ei Tagelöhner zu einer Waffenübung einberufen. Der Man wußte nicht, wovon während seiner Abwesenheit seine Fra und seine drei kleinen Kinder ihren Lebensunterhalt be ziehen sollten. Kurz entschlossen, nahm er sie mit sich in di Garnison. Dort wurde dem Manne bedeutet, daß er schleu nigst um seine Befreiung vom Wassendienste cinfommer selle. Aisbald fonnte er mit Kind und Kegel wieder in jeine Heimat abziehen. [ Ehrliche Teilang.] Wie im Zarenreide Gefeft gemacht werden, davon weiß eine französische Revue folgen

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einem Bericht auch noch di Herrn X. Y. S Mizie gute S Ratarrh. Tr ift fie jest faft ift befriedigend gebenft zur N gute deutsche

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G- Konzert berfpätet.