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Rest für den Großfürsten( hier folgte der Name eines ir Jester Beit viel genannten Angehörigen des Barenha: ises). der den Auftrag zu vergeben hat."

** Postkarten- Blocks. Die Postverwaltung beabsichtigt, Bostkarten zu 2, 5 oder 10 Pfennig in Blocks zu je 10 Stück, die durch Leinung zusammengehalten werden, herzustellen und ohne besonderen Aufschlag an das Publikum abzugeben.

Lokales.

23. Juni 1905.

Großherzog und Presse. Der Großherzog empfing am 21. den Vorsitzenden des Darmstädter Journalisten und Schriftstellervereins, Oberstleutnant a. D. Gad, den Vor­fizenden des Verbandes deutscher Journalisten- und Schrift: ftellervereine, Dr. H. Diez Hamburg, und den Obmann der Bensionsanstalt, Prager- München. Nachdem Herr Gad die auswärtigen Herren vorgestellt hatte, überreichte Herr Dr. Diez die Geschichte des Verbands, Herr Prager den letzten Jahres­bericht der Pensionsanftalt. Der Großherzog nahm beide Aftenstücke mit lebhaftem Interesse entgegen und erfundigte fich dann bei den Vorsitzenden eingehend nach der Größe, der Zusammense gung und den Aufgaben des Verbandes. Besonders beifällig begrüßte er neben den standesrechtlichen unb standee politischen Bestrebungen die Bemühungen um hebung des Standesbewußtseins und der Standesehre. Jeber Journalist, führte der Großherzog nach der Darmst. Bei tung" aus, müsse von sich sagen fönnen: Ich bin ein Gentleman und verlange als solcher behandelt zu werden." Es sei verkehrt, daß man der Presse noch so vielfach die notwendigen Ausfünfte an erster Stelle versage und ihr dadurch die richtige Information erschwere. Aber das Mißtrauen, das sich darin zeige, fi ja auch nicht immer gamz unverdient. Und so erwerbe sich der Verband ein großes Verdienst, wenn er an der Beseitigung dieses Miß­trauens arbeite. Mit Wünschen für die Erfolge ihrer Arbeit entließ der Großherzog darauf die Herren.

*** Musterbaste Berichterstattung. Einen ges wissenhaften, beinahe zu gewissenhaften, Berichterstatter besitzt die Alsfelder Oberhessische Beitung" in Schwabenrod. Das Das Blatt schreibt nämlich:" Schwabenrod, 17. Juni. 2jährige, schöne Fohlen des Herra Bürgermeisters Rorell verunglückte dadurch, daß es auf eine Sense trat und sich eine blutende Verlegung am Fesselgelenk zuzog. Das Tier, das von einer geförten Stute stammt, befindet sich in ärzt­licher Behandlung; hoffentlich wird das wertvolle Tier wieder hergestellt." Mehr Findigkeit fann man unmöglich von einem Berichterstatter verlangen. Demnächst werden wir auch noch die Notiz lesen: Der letzte Spaziergang brachte Herrn X. Y. Mizi( hier können zwei oder drei Spalten über Mazis gute Charakteranlagen folgen) einen recht unangenehmen Katarrh. Troßdem die Gefahr anfänglich recht bedrohlich war, ift fie jest faft gänzlich geschwunden. Die Nahrungsaufnahme ist befriedigend, die Herstätigkeit normal. Pulsschlag 76. Mizi geibenft zur Nachfur Raßenstein zu gebrauchen. Wizi ist eine gute deutsche Hauskaße, häuslich erzogen und stammt von guten Eltern.

** Erledigt ist die Stelle des Hauptsteueramts­rendanten bei dem Hauptsteueramt Gießen.

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*** Die Militärverwaltung wird auch in diesem Jahre den Landwirten eine größere Anzahl Ernteurlauber zur Berfügung stellen. Sie weift die Truppenkommandos darauf him, daß es, um den landwirtschaftlichen Arbeitermangel abzuhelfen, statthaft ist, nicht nur bei der Getreide-, sondern auch bei der Heuernte dem Ersuchen der Landwirte auf Be­urlaubung von Mannschaften Folge zu geben. Bedingung ift, daß die Leute dem ältesten Jahrgange angehören, mit der Landwirtschaft vertraut sind und zu den besten Schüßen zählen. Die Landwirte müssen sich für gute Unterkunft und Verpflegung der Leute schriftlich verpflichten.

*** Militärisches. Garnison- Verwaltungskontrolleur Müller- Gießen ist als Verwaltungsinspektor nach Schlettstadt versetzt worden. An seine Stelle tritt Ber­

waltungstontrolleur Rinner Celle.

* Reserve Uebungen. In allen Infanterie- Regimen tern des 18. Armeekorps werden in der Zeit vom 30. Juni bis 14. Juli Mannschaften der Landwehr zur Uebung ein­berufen. Jedes Infanterie- Regiment erhält ein Landwehr­bataillon zu je drei Kompagnien à 120 Mann. Offiziere und Unteroffiziere werden der Landwehr entnommen. Außer­dem erhält jede Kompagnie je einen aktiven Hauptmann, zwei attive Leutnants und einen aktiven Kompagniefeldwebel und 4 Inftruftionsunteroffiziere. Die Landwehrleute werden in Rafernen untergebracht, die aftiven Mannschaften für die Dauer der Uebung ausquartiert.

*** Besitzwechsel. Das alte Hans von dem früher Orbigschen Gewese in Gießen ist für 28 000 mt. in den

ungspflichtigen fein Besitz des Meggermeisters und Wirts Koch übergegangen.

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*** Bezirkslehrerkonferenzen werden abgehalten: für den Landbezirk Gießen am Samstag, den 24. Juni, bormittags 10 Uhr, im Café Ebel in Gießen; für den Bezirk Lich- Hungen am Montag, den 26. Juni, bormittags 10 Uhr, im Gasthaus zum" Holl. Hof" in Lich; für den Bezirk Grünberg am Freitag, den 30. Juni, vormittags 10 Uhr, im Gasthaus Bum Hirsch" in Grünberg.

** Der hessische Zentralverein für Errichtung Sammlung am 29. Juni im Saalbau zu Darmstadt ab.

Genusses außer den bereits vorhandenen( Räumlichkeit, Nähe der Bahn usw.) noch ein weiterer Faftor: die Be. Fast empfand man den allerdings durch die Jahreszeit motivierten mäßigen Besuch als Annehmlichkeit. Dies vorausgeschickt, muß man die ganze Aufführung der Lisztschen Legende von der heiligen Elisabeth als vortrefflich bezeichnen. Unter schwierigen Verhältnissen ist das Werf wohl noch selten so aufgeführt worden. Erfordert doch die eigenartige Lisztsche Technik in Form und Farbe eine so hobe Auf merksamkeit von allen Beteiligten, besonders für das Orchester, daß man hier das weniger Gelungene über dem Vortrefflichen vergessen darf. Man bedenke vor allen Dingen: wir haben fein Opern- Orchester, sondern eine vielgeplagte" Regiments­musit. Der Chor und zwar sowohl auch als Frauen- wie als Männerchor widmete sich seiner Aufgabe in besonders anerkennenswerter Weise. Die Solisten, Frl. Busjäger, Frau Professor Schmidt, Herr Otto Süße und in dec erften, fleineren Partie des Landgrafen Hermann Herr Dr. Spohr, gaben eine schöne, abgerundete, durch gute Stimm- Mittel trefflich unterstützte Leistung. Der Dirigent, Herr Universitäts- Mufifdirektor Trautmann, fann nach dieser legten Etappe mit Befriedigung auf die Saison 1904/05 zurückblicken. Reich an Arbeit war diese Zeitspanne. Große Schwierigkeiten galt es zu überwinden, nicht allein künstlerischer Natur, aber die Bemühungen wurden durch ausnahmsloses Gelingen schönstens belohnt. Wenn am Mittwoch nicht so applaudiert wurde, wie beim Debut dieses oder jenes Virtuosen, die Wirkung des Werkes war eine tiefe und wird nicht sobald vergessen werden. Reichlich beschämt aber wurde das Publikum durch die Ausführenden, die bis zum Schluß in äußerster Anspannung blieben, trop der Hize. Wäre nicht etwas mehr Beifall möglich gewesen troß der Hitze.

** Der Unterricht an der landwirtschaftlichen Winterschule soll bereits am 1. Oltober aufgenommen werden. Um die Schulen bewerben sich Lich, Crünberg und Hungen.

*** Der Fall" der Krachenburg. Endlich hat man mit dem Abbruch der Krachenburg begonnen. Das Dach ist bereits abgetragen.

*** Der Zentralzuchtviehmarkt. Dem Protokoll über die Ausschussigung des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen am 25. Mai 1905 im Hotel Zum Prinzen Karl" in Gießen entnehmen laut Hess. Landw." das folgende über die Errichtung eines Zentralzuchtviehmarktes; Bestimmung des Marktplatzes. Der Päsident berichtet über die Besichtigung der von den Städten Gießen, Butzbach und Hungen zur Verfügung gestellten Marktpläße durch die vom landw. Provinzialverein ernannte Kommission und tommt zu dem Resultate, daß Hungen zur Zeit eigent­lich noch gar feinen geeigneteu Marktplatz zur Berfügung ftellen könne, da ein solcher erst gelegentlich der Feldbe­reinigung in Hungen geschaffen werden sollte. Butzbach stelle einen sehr geeigneten Marktplatz und schon vorhandene Markthallen zur Verfügung, fomme daher in erster Linie in Betracht. Gießen habe zunächst den Viehmarktplatz zur Verfügung gestellt. Nachdem aber der Ausschuß des Vereins die Benutzung des fraglichen Platzes zur Abhaltung des Bentralzuchtviehmarktes wegen der Ansteckungsgefahr durch das nahe Schlachthaus abgelehnt habe, sei von Gießen der sogenannte Sportplag an der Hardt mit entsprechenden Einrichtungen zur Verfügung gestellt worden. Der Plaz sei etwas abgelegen, und die Ansteckungsgefahr für Seuchen sei, weil über die Lahnbrücke und am Schlachthause vorbei­getrieben werden müsse, nicht wesentlich geringer. sprechen zu der Angelegenheit die Herren: Direktor Dr. v. Peter, Brauereibesizer Bichler, Rechtsanwolt Sandmann, Geheimrat Dr. Breidert, Dekonomierat Hoffman, Th. Schmidt, Cellarius, A. Euler, Kreisveterinärarzt Dr. Dekonomierat Backhaus, Landtagsabgeordneter Korell und Während von den Vertretern der der Vereinssekretär. Areise Alsfeld Lauterbach und Gießen die Errichtung des Beniralzuchtviehmarktes in Gießen für das Zwickmäßigste gehalten wird, weil Gießen die günstigsten Verkehrsverhält­nisse habe, und weil Gießen in Westdeutschland heute schon einer der bedeutendsten Viehmarktpläße sei und daher die Aussicht bestehe, daß auch der Zuchtviehmarft hier eine größere Bedeutung erlange, traten die Ausschußmitglieder aus dem Kreise Friedberg für Bußbach ein und weisen auf die vorhandenen Einrichtungen und das Entgegenfommen der Bevölkerung hin. Nachdem von anderer Seite darauf hingewiesen wird, daß es augenblicklich für den Provinzial­verein noch gar keine dringende Aufgabe sei, einen Zucht­viehmarkt zu errichten, zumal die Frage über das Zu­standekommen einer Landwirtschaftskammer noch nicht end­giltig geregelt sei, wird die Frage auf ein Jahr vertagt und soll event. die Landwirtschaftskammer sich mit der An­gelegenheit weiter befassen.

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* Der Reichtum Hessens. Dem Bericht des achten Ausschusses der Zweiten Kammer über den Gesetz­a. eine entwurf betreffend die Gemeindeumlagen ist u. 8nsammenstellung des reinen Vermögens in sämtlichen 995 Gemeinden des Landes beigegeben. Hiernach stellt sich dasselbe auf rund 4/10 Milliarden( genau 4 123 000 000) Mark, wovon je 1550 Millionen auf Starkenburg und etwas über eine Milliarde auf Oberhessen entfällt.

* Ferienkarten. Im Bereiche der preußisch­hessischen Staatsbahnen werden wie im Vorjahr so auch in diesem Jahr für die Zeit der großen Schulferien überall da, wo diese nicht auf einen Kalendermonat fallen, sogenannte Ferienkarten für die 1. bis 3. Klasse ansgegeben. Die Ausgabe erfolgt unter denselben Bedingungen, unter denen Monatsfarten ausgestellt werden; auch ist der Preis der gleiche, gegebenenfalls mit einem der längeren Geltungs­dauer entsprechenden Zuschlag für die Zeit, die den Zeitraum eines Monats übersteigt. Werden Karten für mehrere Angehörige eines Hausstandes gelöst, so wird nur für eine, die Ferien- Stammfarte, der volle Preis, für die übrigen( Ferien- Nebenfarten) dagegen nur die Hälfte erhoben. Die Ausgabe der Ferienkarten er­

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-G- Konzertverein Gießen. Das lezte Konzert der Saison hatte sich durch die Ungunst der Verhältnisse was verspätet. Dadurch entstand zur Abschwächung des

folgt auf allen Stationen an jedermann, der sie beantragt. Die näheren Bedingungen sind bei den Fahrkartenausgabe­stellen zu erfahren.

§ Nieder- Walgern, 22. Juni. Der Maurer Pausch­Frohnhausen wurde auf hiesigem Bahuhof überfahren. Der Tod trat augenblicklich ein.

§ Marburg, 21. Juni. Flammende Bismarck­fäule. Die Mittwoch Abend von der gesamten Marburger Studentenschaft veranstaltete B.smartfeier batte eine große Anzahl haulustiger herbeigezogen und nahm einen glänzenden Verlauf. Der Fackelzug gruppierte sich um die Bismark­fäule, deren Flammen weithin sichtbar waren.

Bur Reisezeit.

Kaum zog ins Land die Sommerzeit Mit ihrem Hauch, dem heißen! So regt sich auch in nah und weit Die alte Lust zum Reisen.

Ein jeder denkt:" Wo werde ich Befriedigung erjagen?"

Froh läßt man in die Ferne sich Vom schnellen Dampfroß tragen; Der eine will auf Alpenhöh'n Sich Herz und Sinn berauschen; Ein andrer möcht' den Norden sehn, Dem Schall der Brandung lauschen. Wie mancher Heilung sucht fürwahr, Bon förperlichen Leiden,

Doch auch das Modebad ist gar Besucht zu Sommerszeiten. Man denkt und hofft, daß das Geschick Sich günstig mög' gestalten,

Doch viele fehr'n enttäuscht zurück Und zieh'n die Stirn in Falten. Sie seufzen dann: Ach wäre ich Daheim geblieben lieber!

Zu Hause wohl zu fühlen sich, Da geht doch nichts darüber! Markranstädt. Adolf Dreßler jun.

Kirchliche Nachrichten für Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Um 1. Sonntag nach Trinitatis, den 25. Juni. In der Stadtkirche.

Bormittags 8.00 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Bugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Matthäus­

gemeinde.

Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Euler. Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe.

In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Sattler. Bugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgemeinde.

Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdiest für die Lukas­gemeinde. Pfarrer Euler.

Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johannesfirche. Text Ephes. 4, 11-16.

Batholische Gemeinde. Samstag, den 24. Juni. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag, den 25. Juni. 2. Sonntag nach Pfingsten. Borm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiligev Kommunion.

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8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. von 9.30 Uhr an: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2½½ Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Katholischer Gottesdienst in Grünberg findet statt: Sonntag den 25. Juni vormittags Uhr.

Sießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Bitterung in Hessen für Samstag, den 24. Juni. Anhaltend trocken und heiter, tagsüber wärmer. Trockenperiode noch anhaltend.

( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Berantwortlich: für die Politik und den Inseratentet!: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betbe in Gießen.

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