die Leute wissen nicht, woher sie das zum Lebensunterhalt Nötige hernehmen sollen. Der Beamte reiste durch weite Landstrecken, die mit grünem, unreifem und ungeerntetem Reis bedeckt sind. Nur acht Prozent lohnen die Ernte.
Als der Abgesandte the Dörfer betrat, wurde er wie ein Retter begrüßt. Er hörte von vielen Fällen, daß Leute, die wie wahnsinnig vor Hunger waren, von den Feldern Pferde stahlen und sie töteten, um von dem Fleisch zu leben. In den Bewohnern dieses Landstriches wurzelt noch fest der Ehrbegriff des Bushido, aber die äußerste Not hat sie zu Mitteln gezwungen, die sie sonst verachten würden. Es sind so viele kleine Diebstähle vorgekommen, daß die Polizei der daraus entstehenden Arbeit nicht gewachien ist. Es tamen Fälle vor, wo Eltern ihre Kinder verkaufen, um einen Teil ihrer Verantwortlichkeit abzuwälzen und etwas Geld zu verdienen. Ein neunjähriges Mädchen wurde als Dienerin für zwei Yen( etwa 4 M.) verkauft, aber als der Käufer sah; einen wie schlechten ,, Kimono" es trug, wollte er nur 70 Sen ( etwa 1.50 M.) bezahlen. Mit dieser kleinen Summe brachen die Leute nach Hohkaido auf, um sich dort Arbeit zu suchen; eine alte Großmutter ließen sie noch zu Hause zurück.
Aus dieser Gegend haben viele Soldaten in der Front gestanden. Ein Mann, der kürzlich zurückkehrte, wurde nicht mehr mit Banzais" begrüßt; seine ganze Familie war in andere Provinzen gegangen, um dort Arbeit zu suchen. Schließlich verließ auch er die Heimat, da er nach der im Kriege genossenen Kost unmöglich die färgliche und elende Nahrung essen konnte, die ihm zu Hause geboten wurde. Sehr viele Leute haben alle ihre Möbel verfaust, und da die japanischen Häuser außergewöhnlich falt sind es fehlt an Heizmaterial richtet man Höhlen ein, um im Winter darin zu leben. Der Boden dieser Höhlen wird mit Spreu bedeckt und oben zum Schutze getrocknetes Gras angebracht.
Die Auswanderung in andere Provinzen geht im großen vor sich. Die unglücklichen Leute gehen heimlich nachts fort, weil sie ihren Gläubigern aus dem Wege gehen wollen, ein kleines Bündel, das sie bei sich führen, enthält ihren ganzen Besitz. Die Polizei begnügt sich mit einer Durchsuchung und läßt sie gehen. Die reichsten alle. Flüchtlinge besaßen bis jetzt nur sechs Sen( etwa 12 Pfennige). Da feine Steuern bezahlt werden, sind die Gehälter vieler ländlichen Beamten im Rückstand, die reicheren Klassen tun ihr möglichstes, um ihre unglücklichen Landsleute zu unterstützen.
Die Sorgen stammen schon aus der Zeit der Hungersnot von 1902; als dann die Soldaten in den Krieg zogen, gaben sie ihre Ersparnisse für fröhliche Abschiedsfeiern auf, da sie befürchteten, sie würden nicht wieder zurückkehren, und das hat die Schwierigkeit der Lage noch erhöht. Inmitten dieses vom Unglück betroffenen Gebietes zeigt sich ein seltsamer Widerspruch. Eines der drei Musterdörfer Japans sah eine Mißern! e voraus und hat Vorräte aufgestapelt, die wenigstens für eine sich über 2 Jahre erstreckende Hungersnot reichen; in der Umgebung beneidet man natürlich dieses Dorf sehr. Drei Sen genügten, um eine Person einen Monat zu erhalten. Der Boden der Berge und Hügel ist durch das Suchen nach Wurzeln, Farren und Kräutern umgewühlt, aus diesen Pflanzen bereitet man Kuchen. Im Winter wird die Not noch mehr steigen; es herrscht schon scharfer Frost und bald erwartet man Schneefall.
Die Regierung befürchtet Auswanderung nach Korea und der Mandschurei. Ob sich aber gerade in dieser letzteren von dem Krieg so schlimm verwüsteten Gebiet Speise und Unterkunft für die Darbenden finden wird, ist sehr fraglich. Jedenfalls sind die Aussichten für die Zukunft sehr trübe.
Nab und Fern.
† Eine neue Rhederei. Das Reisebureau Arnheim& Co. gründet in Hamburg eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung für den Passageverkehr nach den Nordseebädern und Standinavien. Die Preise sollen billiger sein als auf der Amerifalinie.
† Von Wilderern erschlagen. Auf einem Dienstgange wurde der Forstaufseher in Aebtischroda bei Eisleben von Wilderern überfallen. Der eine warf auf Anruf sein Gewehr weg, während ein anderer den Förster durch einen Schuß in die Brust niederstreckte. Der dritte hieb dann mit einem Knippel auf den Daliegenden ein, bis dieser für tot auf dem Blaze blieb. Die rohen Patrone sind entkommen.
† Die reiche Bettlerin. In Halle a. S. verlor eine Frau, die bisher Armenunterstützung bezogen hatte, ein Packet, mit 80 000 Mark in Wertpapieren. Der ehrlichen Finderin bot sic als Belohnung ein paar alte Romanhefte an. Die reiche ,, Arme" wird nun von der Steuerbehörde, der sie sich stets als Bettlerin vorgestellt hatte, etwas scharf angefaßt werden.
† Brand auf der Werft Wilhelmshaven. Ein Schadenfeuer, das im Betriebsdepot der Kaiserlichen Werft Wilhelmshaven ausbrach, vernichtete zwöif Holzschuppen. Den Anstrengungen der Werftfeuerwehr gelang es, die Nachbargebäude zu schützen und so ein weiteres Umsichgreifen des Brandes zu verhüten.
† Dompfer Uhlenhorst wohibehalten angekommen. Die Gerüchte von dem Untergänge des Stettiner Dampfers ,, Uhlenhorst" haben sich glücklicherweise nicht bestätigt. Der Dairpfer hat zwar infolge stürmischer Witterung seine Fahrt verzögern müssen, ist aber wohlbehalten in Stettin eingetroffen.
+ Jähes Ende einer Hochzeitsreise. Der Artilleriemajor W. befand sich mit seiner jungen Gattin, einer Berliner Dame, auf der Hochzeitsreise, als Anfang des Monats die Frau Major aus dem Hotel in Wien, wo das Paar Wohnung genommen hatte, verschwand. In einem hinterlassenen Briefe gibt sie die Absicht kund, sich das Leben zu nehmen. Seitdem fehlt jede Spur von ihr, und die Polizei ist noch immer bemüht, den geheimnisvollen Vorfall aufzuklären.
+ Folgenschwerer Eisenbahnunfall. Durch den ZuSammenstoß zweier Züge im Bahnhof von Montrejeau in Südfrankreich wurden ein Lokomotivführer und ein Heizer getötet, dreißig Fahrgäste verlegt und erheblicher MaterialSchaden angerichtet.
† Tageschronik. Bei dem letzten Sturm fenterte auf der Ostsee bei Lübeck ein Fischerboot. Zwei Fischer aus Dahme sind ertrunken.
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Eine Fabritarbeiterin in Prag- Weinberge wurde von der Maschine am Kopftuch erfaßt und erdrosselt, ehe Hilfe gebracht werden konnte.
In Trinita in Dalmatien schlug der Blitz bei einem furchtbaren Unwetter in eine Abteilung marschierender Artilleristen, tötete zwei junge Refruten und verletzte 13 Mann, darunter einen Offizierstellvertreter, schwer.
fortfchreitende Beruhigung.
( Eig. Bericht.)
Petersburg, 21. November.
Die Wolken beginnen sich zu verziehen. Schon bricht hie und da ein Sonnenstrahl hindurch und erweckt frohe Hoffnung auf eine nachhaltige Wendung zum Besseren. Ob sie sich verwirklichen, ob dem unglücklichen Zarenreich eine ruhige, logische Entwicklung beschieden sein wird, das wagen wir bei dem Sprunghaften, das den bisherigen Verlauf der Ereignisse beherrschte, nicht vorauszusagen. Aber die gegenwärtige Lage berechtigt zu einer, wenn auch noch so leisen Hoffnung, und das schon ist ein nicht niedrig anzuschlagens der Gewinn.
Der Bevölkerung ist ein Moment des Aufatmens beschieden, und in diesem Ruhepunkt hat sie Gelegenheit zu erkennen, wohin die extremen Elemente rechta und links sie führen wollten. Der Strei! ist im Sande verlaufen. Selbst die ihn angestiftet haben und mit seiner Fortführung ihre Pläne fördern wollten, müssen es zugeben, daß er diesmal versagt hat. Sie be gnügen sich, zu finanzieller Rüstung anzufachen, um im Januar den Ausstand aufs neue und mit verstärkter Kraft zu beginnen. Allein bis dahin läuft viel Wasser die Newa und die Weichsel, den Don und den Dnjepr hinab, und die Zustände können eine Gestalt angenommen haben, da kein verständiger Arbeiter mehr den Grund einsieht, dem Ruf zum Aufgeben der Arbeit zu folgen.
Mit dem Erlöschen der Streits sind auch jene Element auf der andern Seite zunächst falt gestellt, die in dem ge waltsamen Gegenschlag das öffentliche und vor allem ihr eigenes Wohl gewahrt sehen. Mit der Abweisung der Anarchie ist zugleich der Gedanke der Militär- Diktatur von der Bildfläche verschwunden.
Damit ist die Zeit für die Männer gekommen, die von Anfang an in der Unterstützung des Grafen Witte und seines Reformwerkes die einzige ersprießliche Lösung der russischen Wirren erblickten. Auf dem Semstwo- Kongresse geht die Entscheidung dahin, daß alle sich um das Verfassungsmanife scharen und der Regierung sich anschließen sollten, die bereu sei, die Grundsätze dieses Manifestes zu verwirklichen. Die Zeitungen, die wieder erschienen sind, erheben entschiedenen Protest gegen die Diktatur, die von den Leitern der Arbeiterbewegung versucht wird, und betonen nachdrücklich, daß das entscheidende Wort nicht einer einzelnen Klasse der Bevölkerung zustehe. Gleiche Proteste gegen den Terrorismus, den der Verband der Verbände" ausübt, kommen aus der Provinz. Auch diese Anzeichen lassen erkennen, wohin die Wendung zunächst geht.
Man wird natürlich immer sich vor Augen halten müssen, daß die Schwierigkeiten noch lange nicht überwunden find; und wenn sie sich zusammenballen, so kann leicht über Nacht wieder die Beruhigung sich verflüchtigen, und das alte Wirrsal von neuem anheben. Das ist jedenfalls die Meinung der Ausländer, die in Rußland ausharren. Diese sind übrigens gewillt, sich für alle Eventualitäten vorzubereiten. Vorbildlich dafür ist das Vorgehen der fremden Staatsangehörigen in Odessa geworden. Dort haben die Vertreter der englischen, italienischen, österreichischen, schweizerischen und anderen Kolonien unter Vorsitz ihrer Generalkonsuln beschlossen, bei Wiederholung der Unruhen in ihre Generalkonsulate zu flüchten, die Schutz verlangen, und falls dieser versagt wird, eine eigene Schutzwache organisieren werden.
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Vermischtes.
Elektrische Bahn durch den Simplon. Zwischen der Schweizer Bahnverwaltung und einer Unternehmerfirma ist ein Vertrag zustande gekommen, wonach letztere den Betrieb einer elektrischen Bahn durch den Simplontunnel einrichtet. Die Eröffnung der Strede soll bereits am 1. Mai 1906 erfolgen. Da der Tunnel 20 Kilometer lang ist, bedeutet die Einführung des elektrischen Betriebes eine wesentliche Verkehrsverbesserung und einen besonderen Vorteil für die Reisenden, die in andern Tunnels durch den niedergedrückten Rauch der Lokomotive schwer zu leiden haben. Für Techniker hat dieser Betrieb noch das weitere Interesse, daß die Ersetzung des Dampfbetriebes durch elektrische Bahnen in Zukunft wohl überall erfolgen wird, wo die Verhältnisse, wie beim Simplontunnel, dies erfordern. In erster Reihe würden die andern Schweizer Tunnelstrecken zu dieser Neuerung übergehen, die somit der Elektrizität ein neues, weites Feld eröffnet. Der Fortschritt der übrigen Bauarbeiten im Tunnel ist neuerdings durch Gesteinsverschiebungen gehemmt worden. Die enorm hohe Lufttemperatur im Baustollen macht überdies fortgesezte Schußanlagen für die Arbeiter notwendig, sodaß es allerdings zweifelhaft erscheint, daß die Freigabe des Tunnels für den Bahnbetrieb schon im nächsten April oder Mai wird erfolgen können.
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Eine deutliche Berichtigung. Ein süddeutsches Blatt hatte die Notiz gebracht, daß der Schuster und Schweinehirt Georg Rosenberger dem Gemeindediener Joh. Korn ein Portemonnaie init 25 M. entwendet habe. Daraufhin erhielt die Redaktion im Wortlaut folgende Berichtigung: Sie brachten in ihrer Nummer 252 am 31. X. eine Notiz über einen Gelddiebstahl. Ich ersuche Sie, da der Bericht nicht vollständig der Wahrheit entspricht, auf Grund 311 des Post: gesetzbuches, um Aufnahme, folgende Berichtigung.( 1) ist unwahr das der Schuchmacher, u. nicht Schweinehirt, dem Todengräber und Schweinemuser sein Geld nicht gestohlen hai sondern lediglich gefunden.( 2) ist der Gemeindediener gar nicht an den Stand gekommen sondern im Nebenzimmer da mehrere Leute waren hat der Joh. Korn sein Nachbarn und Guten Kollegen die, die ganze Zeit beisammen waren, die 10 Pf. für Trauben auf den glühenden Ofen gelegt und wolte ihn recht ausfehren." Nach dieser flaren Auseinandersezuna wird jezt ieder wissen, um was es sich handelt.
Cokales.
22 November 1905.
Das Großh. Regierungsblatt, ausgegeben am 18. November, enthält u. a. die Bekanntmachung, die Brennholztage für die Grokh. Domanialwaldungen für das Rechnungsjahr 1906 betreffend.
*** Sonntag Vormittag hielt der Bezirksverein Gießen des Hess. Landesgewerbevereins in Gießen eine Ausschußsizung ab. Anwesend waren der Vorsitzende L. Petri 2., Kommerzienrat Heyligenstaedt, Hauptlehrer Traber, Schuhmachermeister Berg, Sparkassenbuchhalter Haas und
refammer eingegangen, ba boll fändig gebilligt hat und
Kaiser- Grünberg und Gehringer Grünberg. Entschuldigt ichts für die Folge nur f
fitel verleihen wird, welche baben.
PA. Banmfällen. werden an den Straßen un legraphen- und Fernip Baume oder durch herabfall Die Bersonen, denen bas Die zur Sicherung der Tel agen erforderlichen Bortel amgenügendem Maße treff bevorstehenden Arbeiten b rher Mitteilung zu ma fahrläffibe Belhädigungen Reichs- Strafgefepbu Baumbefibern empfohlen, bevorstehenden Baumfällung wichtigen, damit die bfenbu Sicherung der Leitungen ber derpart fich der Baumbefig dille Roften für die Sierang außerdem in diesem Falle bie ** Softverlehr mit
Dr. Krausmüller aus Gießen, sowie von auswärts: Reppe Homberg, N colaus- Lich, Scherff Lich, Rohrbach Lollar, fehlten die Vertreter vor Londorf, Winkelhaus und Berlin, sowie Schlossermeister M. Törr- Gießen. Der Vorsitzende machte Mitteilungen über die auf der Hauptversammlung des Landesgewerbevereins zu Groß- Gerau gepflogenen Verhandlungen. Hierzu wurde von Seiten der Vertreter der Wunsch ausgesprochen, man möge Großh. Zentralstelle bitten, für die Folge die Hauptversammlungen entweder auf Ende August oder Mitte September anzuberaumen, indem das unbestimmte Wetter und die verfürzte Tageszeit in der späteren Jahreszeit manches Mitglied von dem Besuche abhielte. Bezüglich der Zustellung des Gewerbeblattes wird der Wunsch zum Ausdruck gebracht, mas möge Großh. Zentralstelle darum bitten, bei dem Verlage des Gewerbeblattes dahin zu wirken, daß die Zustellung dieses Blattes so erfolge, daß jedes Mitglied längstens Sonntag früh in dessen Besitz sei, da nur an diesem Tage jeder Handwerker 3it und Muße finde, sich dasselbe anzusehen und durchzulesen, wie dies auch in früheren Jahren immer geschehen sei. Die rom Hauptlehrer Traber. Gießen entworfenen Schemata für Kaltulations- Berechnungen, die von den einzelnen Fachhandwerkern( gemäß Beschlusses voriger Sitzung) rücksichtlich der Tagespreise geprüft worden sind, wurden nochmals zur Vorlage gebracht und beschloß die Bersammlung, die Schemata, wie sie vom Hauptlehrer Traber entworfen, im Drucke fertigzustellen und daß die Roften hierfür von dem Gewerbeverein Gießen vorschußweise zu übernehmen sind. Nach Fertigstellung im Drucke sollen dann diese Exemplare an die Handwerker- Mitglieder der einzelnen Bereine gegen Vergütung abgegeben werden. Hauptlehrer Traber will noch im Laufe des Winters an den einzelnen Orten im Bezirke aufklärende Vorträge über diese Kalfulations Schemata und Buchführung abhalten und hierbei belehrende Anleitungen geben. Anknüpfend hieran bemerkt Dr. Krausmüller, daß man in Verbindung mit diesen Ralfulations- Berechnungs- Vorträgen auch solche für Buchführung errichten möge und( im Hinblick auf das allgemeine Interesse, welches das Handwerk und Gewerbe an diesen Vorträgen habe) bei der Großh. Zentralstelle dahin vorschuß bewillige. Es wird ferner aus dem Kreis der Ver stellig werde, daß sie zu diesen Vorträgen einen fleinen 8utreter laut, die Großh. Zentralstelle möge die zu Vorträgen in den Vereinen auf dem Lande vorgesehenen Kosten im Falle dies von den Vereinen gewünscht werde zu Bu haltungs- Vorträgen Verwendung finden lassen. Kommerzienrat Heyligenstaedt teilte mit, daß ihm von der Zentralstelle ein sehr ausführlicher Fragebogen zugegangen sei, ber Bezug auf das Lehrlingswesen habe. Da die Ausfüllung dieses Fragebogens speziell für Gießen einen großen Zeitaufwand und Umstände verursache, so habe er sich an die Bentralstelle mit der Anfrage gewandt, ob nicht die Handwerkstammer, die im Besize der Lehrlingsanmeldungen pp. sei, zur Beantwortung aller dieser Fragen kompetenter sei. Hierauf habe die Zentralftelle geantwortet, daß die Handwerkskammer die nötigen Unterlagen nicht zur Hand habe, um die Ausfüllung vornehmen zu fönnen. Die Zentralstelle sei aber insofern entgegenkommend gewesen, als daß sie einen bereinfachten Entwurf eingesandt habe, der, nachdem er im Druck fertiggestellt ist, an die einzelnen Handwerker. Mitglieder zur Ausfüllung verteilt werden soll. Kommerzienrat Heyligenstaedt will das weitere mit der Zentralstelle veranlassen. Im Anschluß an das Protokoll von voriger Sizung fragt der Borsigende an, ob bezüglich der zu erhöhenden Beitragsleistung zur Verbandskasse infolge des in voriger Sißung gestellten Antrags, Diäten an die die Sigungen besuchenden Vertreter zu bewilligen, Genehmigung in den einzelnen Vereinen gefunden habe. Es wird dies allgemein bejaht und die im vorigen Sigungs- Protokoll angefeßten Diäten finden demzufolge ihre definitive Genehmigung."
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tt. Stadttheater Gießen. Als 6. Freitagabonnementsvorstellung geht am nächsten Freitag Suttows ,, Königs. leutnant" mit Herrn Wittmana als Thorane und Frl. Donecker als junger Göthe in Szene. Es sei schon jetzt auf ein außerordentliches Gastspiel aufmerksam gemacht, das am Montag, dem 27. d. Mts. statifiaden wird, es ist ein einmaliges Auftreten der Deutsch- Amerikanischen Gastspiele aus Berlin, die Uebern großen Teich", heitere Bilder aus dem Leben der Deutschamerikaner, bringen werden.
*** Montag Abend fand in Gießen im Kaufmännischen Vereinshasse eine Versammlung des Bereins der Tabat interessenten von Gießen und Umgegend statt, in der zu der drohenden Tabalsteuervorlage Stellung genommen wurde. Die Versammlung wählte ein Agitationsfomitee und beschloß, gemeinsam mit der hiesigen Handelskammer eine schleunige Eingabe an Herrn Finanzminister Snauth zu righten und 19 zu bitten, gegen jede Mehrbelastung des Tabaks einzutreten, da sonst eine were Schädigung der hiesigen Tabat- und Bigarrenindustrie, des Handels, sowie namentlich der beiterschaft bestimmt zu erwarten ist.
hahnbetrieb ift nanmehr and Setersburg wieder aufgenom mit Deutschland in Verbindur bauen wieder regelmäßig vert federung nach Rußland einfd ben gewöhnligen Begen wie flixungen.
* Dutch Enführung der reichsgesetzlichen Bestimmungen über den Meistertitel hat sich ergeben, daß der Fall eintreten kann, wonach Handwerfer, die sich aus irgend welchen Gründen der Meister prüfung nicht unterzogen oder sie nicht bestanden haben, die also zur Führung des Meistertitels nicht berechtigt sind, als Hofhandwerfer den Titel Hofschreiner, Hofschlosser durch die ihnen gewordene Verleihung befizen. hiervon hat die Hessische Handwerkskammer das Großh. Hofmarschallamt in Kenntnis gefeßt und gleichzeitig den Wunsch ausgesprochen, daß die Verleihung des Titels Hofschreiner, Holschlosser usw. in Zukunft nur an solche Hand weiter erfolgen möchte, die zur Führung des Meistertitels berechtigt sind, und daß denjeniger, welch: sich durch Uebernahme elterlicher oder fremder Geschäfte selbständig machen, nur dann die Weiterführung des ihren Vorgängern zugestandenen Titels gestattet werden möchte, wenn sie die Berechtigung zur Führung des Meistertitels durch die Ablegung der Meisterp.üfung nachgewiesen haben. Von Großh. Hofmarschallamt ist darauf, laut" Mzr. Tgbl.", die Nachricht bei der Hand
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Der schlaue Fris flgende hübsche Anekdote: J Mitteldeutigland verlangten n arhöhung. Sie fließen aber Widerstand. Nur einer fo uftimmen, denn in seinem Hier werden alle Forderun Auf diese menschenfreundlic Meifler regen Bufpruch aus die Streifenden ihm ihre halte feinen Gehilfen."
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Bom Lande, 21. 9 ben ist die geeignetfte Bei u entfernen und eine grün besonders der Afwinkel, vo unfern Obstbaumschädlingen 10as Abgetragte ist zu berb bftanlagen zeigt auch, daß gegen Hafenfraß im Winter geschehen muß und zwar d felben mit Dornen.
7 Wetterfeld, 22. N Sonats nimmt die hier er Betrieb auf.
§ Ehringshausen, 22. and 7 weiblichen Lieren in flag festgestellt und Geb
Lang- Göns, 22. Nov
Estand des Heinrich Bag Lauffende ift erloschen. Langsdorf festgestellte Sperre ift aufgehoben. Braunfels, 22. No Braunfelsische Rentmeister 5 Jahren am Sonntag bi frente fichim ganzen Solmid Barthards, 21. Rov neu erbauten Dampfm Alsfeld, 22. Novemb pejsammlung des evang. el In Treuen feft" bon Birchenbaues aufgeführt Ereignisse des Schmaltalt Gefangennahme Bhilipp Endruck und die Birt di Rückkehr des Landgraf grere Aufführungen g pla
Laknkalk- u. August Gabr
Kalkwerke: Aben
Feinste Bau- und
und
Prima Hartbrand
Mille Sorten
Gemüse
ets frisch, sowie gute Speisekartoffel light zu haben bei Prem, Gr. Mühlgaffe 6-8.
Gran Hammel Bagelkursus!
Manjbligel fann man binnen Bogen gründlich erlernen. Auf Atorftraße 10, II. Biegen nachmittags. Hingang durch den Laden,


