dergewinne, was es durch die Auflösung der Union verliere,
In dem Gesetzentwurf wird die Ermächtigung dazu ver langt, mit dem norwegischen Storthing in Vorbesprechungen einzutreten und eine bedingte Regelung der Geschäfte zu be. schließen, deren Feststellung für den Fall der Trennung fü notwendig erachtet werde.
Rufsland.
+ In Lodz kam es abermals zu einem schweren Zusam menstoß. Eine Kosaken- und Dragonerpatrouille griff eine Anzahl Demonstranten mit der Waffe an. Acht Personen wurden erschossen, fünf schwer, 30 leicht verlegt und 50 VerHaftungen vorgenommen. Wie verlautet, haben 600 Professoren der Universität Warschau beschlossen, ihre Vorlesungen im September, falls ihnen der Gebrauch der polnischen Sprache untersagt würde, nicht wieder aufzunehmen. Türkei.
Nach den letzten Nachrichten soll der Aufstand in Yemen bedrohliche Gestalt annehmen. Es heißt, das Fezi Pascha, der Chef des Erpeditionskorps nach Yemen, von den Rebellen gänzlich eingeschlossen ist, die ihm jede Verbindung mit der Küste und den Golf von Persien abgeschnitten haben. Auch das Banden- Unwesen an der bulgarischen Grenze ruft noch immer ernste Bedenken wach. Nach einer offiziellen statistischen Zusammenstellung wurden von bulgarischen Banden in den letzten 27 Monaten 640 Christen( Patriarchisten und Erarchisten) getötet und 111 verwundet.
Deer und flotte.
Vergrößerung der Linienschiffe in der deutschen Flotte. Die Beratungen über die Vergrößernngen des Deplacements sind zum Abschluß gelangt. Die maßgebenden Stellen sind nach den Erfahrungen aus der Schlacht in der Koreastraße zu der Ansicht gelangt, daß die deutsche Marine mit Linienschiffen von einem Deplacement von 13 200 Tons nicht mehr auskommen könne, zumal die außerdeutschen Marinen selbst bei einem Deplacement von 16 610 Tons nicht mehr Halt machen.
Soziales Leben.
[] Ein bedeutungsvoller wirtschaftlicher Kampf bereitet sich im Metallgewerbe in Bayern vor. Die Arbeiter in den großen Metallwerken daselbst verlangen eine Reduktion der wöchentlichen Arbeitszeit auf 57 Stunden und 10 Prozent Lohnerhöhung, während die Arbeitgeber 58 Stunden und eine der Zeitverminderung entsprechende Erhöhung der Löhne zugestehen wollen. Das ist indessen nur der äußerliche Grund für den Kampf. In den Versammlungen der Arbeitnehmer ist offen ausgesprochen, daß der Kamps eine tief gehende prinzipielle Bedeutung hat; es handelt sich darum zu entscheiden, wer Herr im Hause sei, und man hält für den Kampf um diese Frage in Bayern den Boden für den geeignetesten. Die Arbeitgeber haben mit der Aussperrung der Arbeiter in sämtlichen großen Metallwerken Bayerns geantwortet.
[] Eine bedeutende Stiftung machte die Firma Villeroy und Boch in Mettlach. Sie bewilligte die Summe von 100 000 mt. für die Arbeiterpensionskasse ihes Betriebes.
[] 3000 Arbeiter ausgesperrt. In Geestemünde erfolgte auf den Schiffswerften von Tecklenborg und Seebeck eine Aussperrung von 3000 Arbeitern. Der Grund für diese Maßregel ist darin zu suchen, daß die streikenden Kesselschmiede sich weigerten, dem Verlangen, die Arbeit wieder aufzunehmen nachInkommen.
Nah und Fern.
der 18 000 kronen für Herrichtung einer besonderen Küche und die Speisen einen Posten bildete. Man einigte sich auf Zahlung von 44 000 kronen, was für den Lemberger Gaitwirt sicher noch keinen Verlust bedeutet. Das Vorkommnis erinnert an die Geschichte von dem gesottenen Ei, für das König Ludwig XIV. auf einer Reise ein Goldstück bezahlen sollte.„ Sind hier die Hühner so rar?" fragte der König. „ Die Hühner nicht, aber die Könige," erwiderte der Gostwirt, und der König zahlte. Der Lemberger Kollege des Franzosen war nicht so schlagfertig wie dieser, aber in der Einschätzung fürstlicher Besucher ist er ihm über.
In einem Wutanfalle ließ sich ein Kanonier vom 20. Feldartillerieregiment in Posen schwere Mißhandlungen gegen einen Kameraden zu schulden kommen. Der Rekrut Wilicki hatte dem Kanonier das Seitengewehr schlecht geputzt. Darob geriet dieser derart in Rage, daß er nach einem Besenstiel griff, damit dem Rekruten in den Unterleib stiek und ihm auch noch Fußtritte vor den Bauch versetzte. Infolge der Mißhandlungen platten bei Wilicki die Eingeweide, und der Unglückliche starb nach furchtbaren Qualen. A Die deutschen Berufsfeuerwehren hielten ihren Verbandstag in Bremen ab unter Beteiligung von Vertretern aus Desterreich, Dänemark und England.
Tages- Chronik. In Altstadt in Oberschlesien wurde der Bauerngutsbesitzer Cebulla von seiner Frau und seinem Stiefsohn ermordet.
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Bei Schlettstadt wurde ein Bauernwagen von einem Buge überfahren, und die Insassen, ein Mann und eine Ziau, wurden getötet.
Eine elfjährige Ehefrau. ( Eigener Bericht.)
New York, 12. Juni.
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längere Fahrt zwischen Java und Port Darwin. Heute fann man bereits von London ein Eisenbahnbillet über Wien und Moskau nach Merw an der Schwelle von Afghanistan lösen.
Von Merw bis zum Endpunkt der indischen Bahnen in Pe schawar fehlt eine Eisenbahnverbindung, deren Herstellung auch einen großen Aufwand von Geld, Zeit und technischem Können erfordern würde. Auf dem Papier aber sind die Schwierigkeiten teils durch russische, teils durch englische Initiative bereits gelöst, und es hängt vielleicht von einer politischen Einigung zwischen den beiden großen rivalisierenden Reichen ab, wann mit dem Bau dieser Eisenbahn begonnen werden wird. Von Peschawar nach Kalkutta besteht seit langen eine gute Eisenbahn, die den Reisenden in rund vier Tagen von einer Stadt zur anderen bringt. Zwischen Kalkutta und Singapur gibt es erst einige wenige und kurze Eisenbahnlinien in Betrieb, aber hier wäre ein Ausbau vermutlich weniger schwierig, als auf der erwähnten Strecke in Afghanistan. Von Singapur nach Sumatra und ebenso von Sumatra nach Java kann man sich in wenigen Stunden übersetzen lassen, und die Seereise von Java nach Port Darwin würde vier Tage in Anspruch nehmen.
Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten hat der staunenden Welt schon manche Sensationen geliefert, die wirklich ,, noch nicht dagewesen" waren. Das Neueste auf dem Felde der Ueberraschungen bietet augenblicklich ein Prozeß, der gestern vor dem Jefferson Market Polizeigericht in New York verhandelt wurde. Es erschien in einem furzen weißen Kleidchen, einen mit Roſen besetzten Kinderstrohhut auf das offene Haar gedrückt, die elfjährige Lera Stark vor Richter Finn und klagte den schwerreichen Grundeigentumsmakler Jakob Junelike an, sie nach jüdischem Ritus geheiratet und dann böswillig verlassen zu haben. In dieser merkwürdigen Klagesache wurde als erster Zeuge ein Gastwirt namens Rips aufgerufen. Er beschwor, das an einem Januartage dieses Jahres Funelife in Begleitung der kleinen Lena und ihrer Mutter in seine Gastwirtschaft gekommen sei und daß hier Rabbiner Garlan das Diminutivbräutchen und den mittelalterlichen" Bräutigam getraut habe; er und mehrere Mitglieder seiner Familie hätten als Trauzeugen fungiert und den Trauschein unterzeichnet. Es wurden bei der Trauung ordnungsgemäß Ringe gewechselt und Rips hörte den Rabbi an das Paar auch die üblichen Fragen bezüglich der zu schließenden Ehe stellen. Die Fragen wurden mit" ja" beantwortet. „ Wer hat Sie aufgefordert, hier im Gericht zu scheinen," wurde Rips im Kreuzberhör von Herrn Junelikes Anwalt gefragt.- ,, Frau Junelike", war die Antwort. „ Wer ist Frau Junelike?"- Diese Dame hier," entgegnete Rips, auf das kleine Mädchen zeigend, das sich vergeblich bemühte, über das Gitter und dem Richter ins Gesicht zu schauen. Die kleine Lena wurde vorgerufen. Nachdem ihr der Eid abgenommen war, sagte der Richter zögernd: Ich glaube kaum, daß die Zeugin sich über den Ernst des Eides klar ist. Weißt du, mein Kind", fuhr er fort, sich direkt an Lena wendend, was es heißt zu schwören?"" Jawohl, mein Herr, das weiß ich," war die sichere Antwort.- Was wird geschehen, wenn du nicht die Wahrheit sagst?" fragte der Richter weiter. Ich weiß, daß ich dann sehr unglücklich sein würde," entgegnete die Kleine im kurzen Röckchen und blickte dem Richter ernst ins Gesicht. Ich denke, das Kind wird nicht lügen," bemerkte darauf Herr Finn mit besonderer Betonung. Lena erzählte darauf in großen Zügen dasselbe, was Herr Rips vorher auf dem Zeugenstand geschildert hatte.., Begleitete Sie Herr Funelike nach der Trauung?" fragte einer der Anwälte. ,, Nein, aber er besuchte mich häufig. Er besprach mit mir unsere Zukunft, sagte, er werde mir ein schönes, großes Heim schaffen und daß ich niemals werde zu arbeiten haben, da er Dienstboten halten werde." Die Anwälte des Herrn Junelike versuchten jetzt mit allerlei verfänglichen Fragen Klarheit in die Sache zu bringen. Der Richter aber brach an diesem Punkte die Verhandlungen rasch ab und bestimmte, daß der Fall an einem noch festzusetzenden Tage in seinem Privatbureau zu verhandeln sei. Der Ausgang der merkwürdigen Affäre ist also noch zweifelhaft. Immerhin kann man erkennen, wie weit wir es im jungfräulichen Amerika bereits in der Emanzipation des weiblichen Geschlechts gebracht haben. Vielleicht erleben wi es, daß demnächst ein weiblicher Säugling im Steckfissen anf dem Arm der Mutter als Klägerin wegen gebrochener Eheversprechens" vor den Schranken des Gerichts erscheint
O Die Ruhestörungen in Köln haben sich wiederholt. An 10 000 Personen hatten sich im Süden der Stadt angesammelt, die gegen die Polizeimacht unter Johlen und Pfeifen Wurfgeschosse aller Art zu schleudern begann. Die Schutzleute in Stärke von 250 Mann gingen mit blanker Waffe gegen die Ruhestörer vor, und die berittene Polizei sprengte die Menge auseinander. Mehrere Personen sind durch Säbelhiebe verletzt.
Einen Fluchtversuch machte ein wegen Diebstahls verhafteter Akrobat, der im Moabiter Kriminalgericht zu Berlin dem Untersuchungsgericht vergeführt wurde. Er hielt seine Pantoffeln vor das Gesicht und ging mit einem riesi gen Kopfsprung durch die Doppelfenster auf die Straße, wo er schwerverletzt aufgehoben wurde. Der waghalsige Flüchtling hat beide Beine gebrochen und anscheinend innere Verlegungen davongetragen.
Tot aufgefunden wurde der Hausbesitzer Lüdke in Spandau. Er vermietete Schlafstellen an polnische Erdarbeiter, die auf den benachbarten, der Stadt Charlottenburg gehörigen Rieselfeldern tätig waren. Man vermutet, daß er von solchen ermordet iſt.
Ueberfall auf einen Offizier. Der Oberleutnant zur See Arnoldi in Kiel wurde auf der Eichkoppel daselbst wäh rend der Nacht angefallen und mit schweren Stichwunden in der Lunge aufgefunden.
A Furchtbare Unwetter gehen fortgesezt über die Stadt Stutari herunter. Fast täglich haben die Bewohner unter Erdbeben zu leiden. Dazu wütete ein Zyklon, der Häuser niederriß und die ganze Ernte in der Umgegend vernichtete.
A Königliche Preise. Der Schah von Persien, der am Mittwoch in Wien eingetroffen und vom Kaiser Franz Josef mit dem üblichen Zeremoniell empfangen worden ist, hatte berher mit seinem Gefolge in Lemberg furzen Aufenthalt genommen. Ein Gasthaus hatte den Personen 46 Zimmer mit dem nötigen Zubehör bereit gestellt. Die Rechnung dafür betrug 48 000 kronen, etwas überhoch selbst für die Begriffe und Gewohnheiten des edelsteinreichsten Mannes. Der persische Hofzahlmeister verlangte eine Spezifikation, in
Eisenbahn oder Dampffchiff. Schienenweg zwischen London und Australien. Daß die Ozeane nicht mehr die Völker trennen, sondern sie verbinden, ist dank den großen Erfindungen der Neuzeit zur Tat geworden. Die großen Passagier- und FrachtenDampfer, diese schwimmenden Riesen- Hotels, tragen in einer immer fürzer sich gestaltenden Zeitspanne die Menschen von hüben und drüben des großen Wassers zu einander.
Man sollte denken, daß mit dieser Errungenschaft die Menschheit sich zufrieden gestellt fühlen könnte. Allein weit gefehlt. Neuerdings hat man herausgerechnet, daß der Landweg doch noch schmellere Chancen bietet, um von einem Ende der Erde nach dem anderen zu gelangen.
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Mit mittlerer Geschwindigkeit könnte man nach Herstellung der ganzen Linie von London nach Melbourne auf dem geschilderten Landwege in 28 Tagen gelangen, während man heute mit dem Dampfboot 36 Tage braucht. Acht Tage getten im modernen Verkehr unter Umständen sehr viel. Vielleicht bietet die Aussicht auf die Möglichkeit einer Land. reise nach Australien den Schiffbauern einen neuen Ansporn zur Erzielung größerer Geschwindigkeiten der Schnelldampfer. Sonst fann es dahin kommen, daß in absehbarer Zeit in London der Ucbersee- Expreß" nach Australien bereit steht!
Man denkt allen Ernstes an eine Landverbindung zwischen London und Newyork. Schon kann man von der englischen Hauptstadt, mittelst direkter Eisenbahnverbindung, nur unterbrochen von der kurzen Strecke über den Kanal, bis nach Ostasien gelangen. Auf amerikanischer Seite reicht die Bahn schon an die Westküste des nordamerikanischen Kontinents ziemlich weit hinauf. Es fehlt nur die Verbindung über die Behringstraße. Größere Hindernisse bestehen indessen im Gebiet von Alaska und Kanada in Gestalt von Fjorden und Gebirgen, und diese werden die Realisierung der Landverbindung von London nach Newyork fürs erste hindern und dem Dampfschiff auf dieser Route seine führende Rolle bewahren.
Der Landwirt.
al. Die Verwendung des Thomasmehls. Es wird oft darüber geklagt, daß das Ausstreuen des Thomasmehls mit Unzuträglichkeiten verbunden ist, die im wesentlichen durch die feine Mehlart entstehen. Wo keine gute Streu maschine zur Verfügung steht, tut man gut, das Schlacken mehl für das Ausstreuen mit der Hand in geeigneter Weise vorzubereiten. Thomasmehl läßt sich gut mit Kainit auf bringen. Der zum Ausstreuen bestimmte Kainit wird auf einem Zementboden oder einer Tenne etiva fünf Zentimeter hoch aufgeschichtet und geebnet. Auf den Kainit wird alsdann eine etwa zwei bis drei Zentimeter hohe Schicht Thomasmehl gebracht und sorgfältig und gleichmäßig auf die Kainitunterlage verteilt. Nun überbraust man das Thomasmehl mit einer Gießfanne mit Wasser so zwar, daß auf den Zentner Schlackenmehl drei bis fünf Liter Wasser kommen. Nachdem das Wasser von der Thomasschlacke aufgesogen ist, was be reits in ganz furzer Zeit der Fall ist, wird das Mehl mit dem Kainit mit Harke oder Schaufel möglichst vollständig gemischt. Der so hergestellte Mischdünger muß aber bald. digst zum Ausstreuen gelangen, da er sonst zu festen Klumpen sich ballt. Kommt Thomasmehl allein zur Verwendung, so bringt man es in eine große Holzbütte, feuchtet es an und mischt das Ganze gut durcheinander. Dadurch wird das Stauben und Verwehen vermieden.
Dagegen gewinnt ein anderer Plan an Aussicht, der noch fühner und umfassender sich darstellt. Er betrifft einen Schienenweg von London nach Australien. Der Weg würde folgender sein: durch Belgien, Desterreich, Rußland, Afghanistan, Indien, Siam nach der Halbinsel Malakka, dann hinüber nach Sumatra, weiter nach Java und endlich nach Port Darwin in Nordaustralien. Diese Linie würde auch feine ununterbrochene Landstrecke, aber doch nur durch ver hältnismäßig geringe Meeresteile unterbrochen sein, nämlich außer dem Kanal durch das Kaspische Meer, die Malakkaund die Sunda- Straße und endlich durch die etwas
Kunft und Wiffenfchaft.
MM. Wertvolle Schenkung. Der in Hannover verstorbene Ziegeleibesitzer Stamme hat seine kostbare Gemäldesammlung im Werte von etwa 600 000 Mt. der Stadt Hannover vermacht.
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Vermischtes.
=[ Der Kaiser als Segler.] Bei der Segelregatta des Norddeutschen Regattavereins bewegte sich der Kaiser wieder in ungezwungenster Weise unter den Sportgenossen. Er gewann mit dem Meteor" den Ehrenpreis der Stadt Hamburg, während den Kaiser- Preis die„ Novahoe" des Konsuls Wantjen aus Bremen holte. Bei dem Diner, das bor Curhaven an Bord des„ Blücher" stattfand, erwiderte der Kaiser mit einer längeren Rede auf einen Trinkspruch des Bürgermeisters Mönckeberg- Hamburg, in der er aussprach, daß er an die Nordsee gekommen sei, um der Sorgen ledig sich freudig unter die Segler zu mischen. Inzwischen hat die Kieler Woche mit einer Wettfahrt des kaiserlichen Jachtklubs im Kieler Hafen begonnen. Der Kaiser hat sich auf der Hohenzollern" durch den Kaiser- Wilhelm- Kanal dorthin begeben.
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=[ Einen telegraphischen Trinkspruch] hat Ernst von Wildenbruch aus Karlsbad dem in Weimar tagenden Verband der deutschen Sängerschaften gesandt. Er lautet:„ Die Sonne ruf' ich, die am ersten Tage- Mit Flammen taufte Euren jungen Bund! Sie bleibe Euch! Die Glut des Herzens trage- Euch über Zweifel, Hindernisse und GeTage, Bleibt jung, bleibt warm, bleibt freudig, seid e- sund!"
=[ Die abgebissene Nase.] Mit starker Entrüstung nimmt der Dichter Hanns Heinz Ewers die Meldung in Abrede, daß er auf Capri mit einem Ungarn in Streit geraten sei, diesem die Nase abgebissen habe und dafür zu 13 Monaten Gefängnis verurteilt wäre. Er beruft sich auf das Zeugnis des Malers Huber, der bei dem Vorfalle auf Capri zugegen war. Danach hat sich der Ungar unglaublich unflätig benominen und dafür von Ewers eine gewaltige Ohrfeige bekommen, in deren Folge er sich die Nase an einer Tischkante blutig stieß. Von einem Strafverfahren ist Ewers und Huber nichts bekannt.
=[ Russische Auswanderung über Hamburg.] Größer, denn je zuvor, ist zur Zeit der Zug russischer Auswanderer über Hamburg. Die Ursache für diese Erscheinung ist dem Kriege in Ostasien und den inneren Zuständen zuzuschreiben, dann aber auch dem Umstande, daß für die Dampfer der Hamburg- Amerika- Linie die streng jüdische Küche eingeführt ist. Unter Aufsicht von Mitgliedern des Israelitischen Unterstützungsvereins wird vor Abgang eines jeden Dampfers ein großer Kessel zum Zwecke der Zubereitung der Speisen besonders eingerichtet. Ein vom Oberrabbinat beauftragter Aufseher über die jüdische Küche" macht die Reise nach Newyork mit.
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[ Ferngespräche auf 2000 Kilometer.] Das Telephon überwindet immer weitere Strecken. Schon haben Versuche, zwischen Rom und Brüssel direkte Gespräche herbeizuführen, günstige Resultate ergeben. Man hat sich dabei des Mikrophons Angelino bedient. Inzwischen ist man am Werke. die
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