Einzelbild herunterladen

Darivin. Heut Inbillet über Wie Afghanistan löfen hen Bahnen in Be

Ferngespräche noch weiter auszudehnen. Mittelft des Ma jorana- Mikrophons will man demnächst zwischen Nom und Lendon sich unterhalten, also auf eine Entfernung von mehr als 2000 Kilometer.

-

[ Die liebenswürdigen Ehegatten.] Die Schiffmanns. frau Hermine Horwath in Wien hatte ihren Gatten Ferdi nand megen Mißhandlung angezeigt. So stand das Ehe paar vor dem Richter. Es entwickelte sich folgende Verhand lung: Richter: Sie sollen mit Ihrer Frau gerauft haben?"

deren Herstellung eit und technijchen pier aber find die Is durch englisch ngt vielleicht bo en beiden große dem Bau dieje 1 Beschawar nad Eisenbahn, die de

Stadt zur andere pur gibt es eri

in Betrieb, abe Jer schwierig, als

Von Singapu nadh Java tan laffen, und di

irde vier Tage i

n nach Herstellung

ne auf dem geschi

n, während me ucht. Acht Zag tänden sehr vid lichkeit einer Land

en neuen Anspor er Schnelldampfe absehbarer Zen Australien bereit

6. Es wird oft Des Thomasmehl im wesentlicher Feine gute Streu it, das Schladen 1 geeigneter Beij mit Sainit auj Rainit wird au a fünf Zentimeter ainit wird alsdan chicht Thomasmeh uf die Kainitunter Thomasmehl mi

auf den Zentne ommen. Nachdem ogen ist, was be ird das Mehl mit Sglichst vollständig muß aber bald u festen Klumpen Verwendung, so euchtet es an und Dadurch wird das

baft.

nnover verstorbe Gemäldesammlun dt Hannover ber

Segelregatta Sel hder Kaiser wie en Sportgenoffen enpreis der Stadt eNovahoe" de i dem Diner, da attfand, erwiderte einen Trinksprud

, in der er aus i, um der Sorgen schen. Inzwischen rt des kaiserlichen Der Kaifer hat fid er- Wilhelm- Kanal

hat Gt bon r tagenden Ber

Er lautet: Die

t Flammen taufte ch! Die Glut des ndernisse und Ge freudig, feid re Entrüstung nimmt eldung in Abrede,

Streit geraten jei, ir zu 13 Monaten

auf das Zeugnis

auf Capri zugegen

iblich unflätig

altige Ohrfeige an einer Tischfante

en ist Emers und mburg.] Größer ischer Auswanderer Erscheinung ist dem ftänden zuzuschrei

für die Dampfer idische Küche einge des Fraelitischen eines jeden Dam

Bubereitung der Oberrabbinat be Küche" macht die ] Das Telephon

n haben Veriudhe,

je herbeizuführen,

dabei des Mifro­

an am Werke, die

-

Angefl.: Das is bei uns nir Neuch's... wir rafen öfter a ganze Wochen."( Heiterfeit.)- Richter: Eine schöne Ebel Sie haben aber die Frau verlegt."- Angefl.: Suc mich aber auch... mir fan halt beide gadzornig." Gattin:. ,, i nöt!"- Angefl.: Co? Wie oft bast d' in der Kuchel schon ganze Geschirr deinofiert?"- Richter: ,, Alle Mann sollten Sie doch eine Frau micht( duugen Angefl: a und i Ik mmbia nem ibr bloom? ham ja fan Begriff, wie s' mi behandlar Aktie reizen tut. seit zwölf Jahren geht das so fort... is ja nöt zum dertragen." Richter: Wenn ein friedliches Eheleben wirklich unmöglich ist, dann lassen Sie sich schei. den!" Angekl.: Erstens is sie damit nöt einverstanden und nachher... i kann ja do nöt a andere heiraten, und es san vier Kinder da!" Richter: Das ist richtig. Für Katholiken gibt's noch keinen Paragraphen für Auflösung der Ehe, aber das alles berechtigt Sie nicht, sich an Ihrer Gattin zu vergreifen.( 3ur Frau:) Sie haben die Verant­twortung Ihres Mannes gehört, verlangen Sie noch seine Bestrafung?". Gattin: Na... so verzeih ich's ihm hall heut!" Der Gatte wurde hierauf freigesprochen. [ Wozu der Stelzfuß gut ist.] Großes Entsetzen herrschte auf dem Bahnhof zu Beaufort im australischen Staat Vic toria. Ein Eisenbahner war vom Zuge überfahren. Ein Bein war ihm glatt abgefahren. Das Entsetzen wandelte fich in Staunen, als der Verunglückte ein fröhliches Lachen erschallen ließ. Denn das abgefahrene Bein war aus Holz, und der Mann versah damit seinen Dienst, seit ihm vor Jahren sein richtiges Bein von einem Zuge abgefahren war.

-

-

-

[ Die Babies im Panamahut.] In London tragen in diesem Sommer sogar die Kinder bis hinab zu den aller­leinsten die leichten Panamahüte. Sie haben die Form des Puddings, des englischen Nationalgerichts, und werden bei den Knaben mit einem schmalen Bande unter dem Kinn befestigt, während die kleinen Dämchen in garnierten und amit Rosetten versehenen Stroh- Puddings auf den Armen ihrer Wärterinnen Staat machen.

Aus Traner nm den Ehemann hat eine 38jährige Witwe in Wien zum Revolver gegriffen. Vor einiger Zeit verstarb ein Beamter einer Wiener Zeitung namens Kauẞ­Th. Seit dem Tode ihres Gatten verfiel dessen hinterlassene Frau in Schermant, mits der sie auch ihre beiden Töchter nicht befreien forenten. Dieser Tage schickte sie die sieben­jährige Gisela zu Verwandten. Als diese herbeieilten, lag die Frau tot n Boden und neben ihr die zweijährige Toch­ter Rosa. Beide hatten Revolverschüsse in der Schläfe. Frau Saußfy hatte gut zu leben, aber sie hatte den Tod des Mannes nicht überwinden können.

Hessischer Landtag.

Erfte Kammer.

Darmstadt, 21. Juni.

-

Präsident Graf Görz zu Schliß eröffnet die Sigung und das Haus tritt nach der Darmst. 8tg." in die Be­ratung der Regierungsvorlage bezüglich des Geschentwurfes die Landstände betr. und der zu diesem Gesezentwurf einge reichten Anträge und Eingaben ein. Es wird auf An­trag des Mitgliedes Graf zu Solms- Lich der Initiativantrag, bezüglich des Entwurfs eines Gesetzes, die Abänderung der Art. 67, 69 und 110 der Verfassungsur­funde betr. zusammen beraten. In der Generaldebatte be. gründet als Berichterstatter des Ausschusses Graf Solms­Lich in ausführlicher Weise den Standpunkt des Ausschusses und erklärt, daß man mit schwerem Herzen an die Beratung herangetreten sei, dagegen die Hoffnung habe, daß die Vor. lage in der geänderten Form Annahme finde. Landgerichts­rat Lippold Mainz vertritt den Standpunkt der Minderheit des Ausschusses und erklärt, daß er wohl für Annahme des direkten Wahlrechts sei, daß man aber die in dem Initiativantrag gestellten Bedingungen nicht damit ver­fnüpfen solle. Staatsminister Rothe erörterte in längeren Ausführungen die Stellungnahme der Regierung, in der er schließlich von einer von dem Hause beantragten Ver­fassungsänderung warnt. An der Generaldebatte beteiligen sich noch Frhr. v. Heyl, Fürst Löwenstein, der Staats­minifter, Seh. Staatsrat v. Krug, Geh. Rat Michel. Mainz, Fürst Leiningen, Graf Stolberg- Roßla, Graf Solms- Lich, Prof. Schmidt. Gießen und Landgerichtsrat Lippold. In der dann folgenden Spezial­beratung werden die Artikel 1 und 2 nach der Fassung des Ausschusses angenommen.

Zweite Kammer.

Bräfindent Haas eröffnet die Sigung um 92 Uhr. Die Generaldebatte über die Gemeindefteuerreform wird fortgefeßt. Abg. Wolf erklärt sich mit den Grundlagen der Regierungsvorlage einverstanden und fordert Heranziehung ber Kapitalvermögen bis 50 000 Mt. zu demselben Steuersag wie bei Grund und Vermögen. Abg. Erf spricht sich eben­falls für die Regierungsvorlage aus und fündigt Anträge auf Uebernahme der Aufwendungen für Straßenbauten und dergl. auf den Staat an. Abg. Ulrich spricht in längeren Ausführungen noch einmal für Einführung des Systems der Leistungsfähigkeit unter schärferer Heranziehung der sogenannten fundierten Einkommen und polemisiert gegen die Ausführungen von Ministerialrat Dr. Becker, sowie der Abgg. Molthan und Windecker. Ministerial­rat Dr. Beder stellt mehrere Beispiele des Abg. Ulrich richtig und wendet sich weiter gegen einige von dessen Aus­führungen. Nach weiteren Ausführungen der Abgg. Ulrich und Schönberger legt Abg. Schönberger noch einmal den Standpunkt der Ausschußminderheit dar. Hierauf tritt Vertagung auf Freitag Vormittag ein.

Lokales.

21. Juni 1905. ** Der Großherzog und die Großherzogin sind Dienstag Abend von Schloß Hohensolms nach Lich und Mittwoch Morgen von dort mit Automobil nach Darmstadt gefahren.

*** Der Provinziallandtag der Provinz Oberhessen hält kommenden Samstag eine öffentliche Sigung ab.

Die Handelskammer- Ersatzwahlen für Gießen zeitigen hier und da schon verschiedene Debatten. Will man nicht ungerecht sein, so kann man es niemanden berargen, wenn eine gleichmäßige Vertretung der Branchen erstrebt wird. Der Kaufmännische Ver­ein, ein solcher nimmt anderwärts für solche Fragen die führende Rolle ein, überläßt es der Wählerschaft und darum ist jetzt schon eine Umsicht der einzelnen Intereffentengruppen für geeignete Persönlichkeiten ganz am Blaze. Bis jetzt sind die beiden in der Stadt wohlbekannten Herren May Friedberger und August Noll genannt.

*

B

*** Feuerwehr- Jubiläum in Gießen. Außer der Festhalle, welcher wir gestern erwähnten, werden von den Gießener Bierbrauereien 4 größere Hallen einheitlich aufgestellt und eingerichtet und fommen dieselben von dem Festplatz Eingang lints nebeneinander zu stehen; weitere Hallen für Kaffee pp. fönnen wegen Plazmangel nicht er­richtet werden. Im Garten des Kommerzienrats Gail kommt ein großes Belt zur Aufstellung und bei günstiger Witterung werden an mehreren Plägen des Gartens Siggelegenheiten von dem betreffenden Restaurateur geschaffen. Der Haupt­Ein- und Ausgang zum Festplatz ist von der Neustadt aus neben der Restauration von H. Sauer; ein zweiter Eingang befindet sich wie bei früheren Festen nach der Kirchenstraße zu. Die Umzäunung des Festplatzes wurde dem Zimmer­meister Helfenbein, die Dachdeckerarbeit dem Dachdeckermeister Emil Noll, die Weißbinderarbeit dem Weißbindermeister Launspach, die Gärtnerarbeiten dem Gärtner Carl Becker und die Dekorationsarbeiten dem Tapezierer und Deforateur Arnold übertragen. Der Festplatz, die Hallen und der Sailshe Garten werden mit elektrischem Licht versehen. Die Installation besorgt die Gießener Firma Fertsch& Eigel. Die Gesamtfeftanlagen werden nach einer Skizze des Architekten Röhler für eine offizielle Festpoftfarte die Unterlage bieten. Die Herstellung dieser Festpostkarten ist der Gießener Firma Kramer& Reinecke übertragen worden.

*** Gau- Radfahrfest Gießen. Se. Durchlaucht Fürst Karl von Lich hat die überaus große Liebenswürdigkeit gehabt, das Protektorat für das Fest zu übernehmen. Wie uns mitgeteilt wird, wird der hohe Herr sehr wahr scheinlichlich am Festmontag nach hier kommen, wobei nicht ausgeschlossen ist, daß auch Se. Kgl. der Großherzog mit tommt.( Am Sonntag wird bekanntlich das Denkmal des legt verstorbenen Fürsten von Lich in Lich enthüllt, welcher Feier unser Landes fürst mit beiwohnt.)- Der Ehren ausschuß ist nunmehr ebenfalls zusammengetreten. Dem selben gehören an der Rektor der Landesuniversität, Professor Dr. Vossius, Provinzialdirektor Geh. Rat Dr. Breidert, Landgerichtspräsident Kullmann, Oberst- v. Lindau und Oberbürgermeister Mecum. Das ganze Feft wird in sportlicher Hinsicht sehr interessant, besonders Neues wird im Schul- und Kunstfahren geboten. Näheres durch Inserate in den nächsten Tagen.

-

*** Die Landtagswahlen. Es darf jetzt als be­reits festehend angesehen werden, daß die im Herbste vor­zunehmenden Wahlen zur Zweiten Rammer sich nach dem bisherigen indirekten Wahlsystem vollziehen. Das ist zweifellos bedauerlich, ändert jedoch nichts an der Tatsache, daß die Agitation unverzüglich aufgenommen werden muß. Erledigt werden folgende 25 Mandate:

Wahlbezirk Oberhessen:

1. Wahlb. Vilbel

Die gegenwärtigen Abgeordneten. Ullmann( natl.) Windecker( nati.) Köhler( Bauernb.) 4. Leun( Bauernbd.) Brauer( Bauernb.) 7. Korell( Bauernbd.) 8. Erck( Bauernbb.) 12. Bähr( Bauernbd.) 13.

Friedberg Bad Nauheim Hungen- Lich

2.

"

14

5.

"

Gießen- Land

H

"

Alsfeld- Ulrichstein

"

Nidda Ortenberg

"

Breimer( natl.). 1. Häusel( natl.) 3. Ripper( Bauernbd.) 4. Schlenger( 8tr.). 8. Haas( natl.). 10. Euler( fraktionsl.) 11. Noad( freis.) 12. Berthold( Soz.). 14. Cramer( Soz.) 15. Horn( 8tr.).. 17.

H

"

"

H

"

Diehl( ntl.) Bitthan( ntl.) Schill( parteil.). 4. Wolf( Bauernbd.) 5. Molthan( 8tr.) Dr. Schmitt( 8tr.) 8. v. Brentano( 3t.) 10.

2.

"

3.

"

"

"

7.

"

"

"

Homberg- Ulrichstein

Altenstadt- Büdingen

Startenburg: Beerfelden- Wimpfen

"

"

Höchst

Fürth- Reinheim

"

Lorsch Swingenberg

"

Darmstadt Gernsheim­

B

8wingenberg

8wingenberg

Darmstadt- Land Groß- Gerau- Langen

Langen Offenbach Seligenstadt

Rheinhessen:

A. zey Wōastein- Alzey Dfthofen

Wörrstadt Oppenheim Nieder- Olm Mainz- Nieder- Olm Bingen- Ober- Ingelheim.

P. Zollwut. Ein Gießener Einwohner mußte seinen Hund wegen tollwutverdächtiger Erscheinungen töten. Die gestern auf Veranlassung des Großh. Polizeiamts vor­genommene Seftion bestätigte den Verdacht auf Tollwut. Es mußte deshalb der Kopf des Hundes zweds weiterer Untersuchung an das Kaiserl. Amt für Infektionskrankheiten in Berlin geschickt werden. Es empfiehlt sich also nach wie

vor Vorsicht im Verkehr mit Hunden und Kaz: n und Ve­folgung der polizeilichen Vorschriften.

** Bei den diesjährigen Kaisermanövern wird, wie nunmehr bestimmt gemeldet wird, das 8. Armeekorps als Armee A unter dem Kommando des Kavallerie- Generals v. Deines gegen das 18. Armeekorps, das die Armee B unter dem Kommando des Generalleutnants v. Eichhorn stellt, operieren. stellt, operieren. Beide Armeen werden bedeutend verstärkt. Bei den besonders zusammengestellten Kavallerie- Divisionen A und B ist besonders bemerkenswert die Zuweisung der bayrischen 4. Kavallerie- Brigade mit den Ulanen- Regimentern Kaiser Wilhelm II. in Bamberg und Ulanen- Regiment Rönig in Ansbach zur Kavallerie- Division B des 18. Armee­

forps.

** Wir werden um Veröffentlichung folgenden ingesandts über die Bahnfrage Grünberg Lich ersucht: Es ist nicht wahr, daß Lenz& Co. es abgelehnt haben, die Bahn Grünberg- Lich zu erbauen, ebensowenig, daß zwet andere Firmen von den Bau zurückgetreten sind. Die Alarmnachricht kommt aus Kreisen der Gegnerschaft und ist als böswillige Aus­streuung unwahrer Behauptungen zu betrachten.

*** Der landwirtschaftliche Provinzialverein für Oberhessen hat für das Rechnungsjahr 1906 die Summe von 142441 Mt. ausgeworfen, die sich folgendermaßen zusammen. szt: Rindviehaucht 78 920 mt., Moltereiwesen 8000 Mt., ferdezucht 7110 Mt., Schweinezucht 3580 Mt., Doft- und Gemüsebau 3440 Mt., Bodenfultur 3136 Mt., Biegenzucht 2420 Mt., Geflügelzucht 1900 Mt., Förderung sonstiger Zweige der Landwirtschaft 11 010 Mt., Verwaltungtosten 22924 Mt.

*** Das 52. Feldbergturnfeft wird Sonntag, den 25. Juni abgehalten. Als voltstümliche Uebungen sind Freihoch, Weithoch, Stabhochsprung und Steinstoßen vor­gesehen. Der Nachmittag wird mit Wettspielen ansgefüllt. Auch die Gesangsriegen tragen in diesem Jahre zum ersten Male zur Verherrlichung des Festes bei.

*** Lang- Göns. Der am 8.- 10. Juli hier statt­findende Gesangswettstreit, arrangiert vom Gesangverein " Frohsinn", ist mit viel Geschick und Ausdauer vorbereitet. Im ganzen Hüttenberglande, im Kreise ießen und der Wetterau sind Sangesbrüder und die zum Wettsingen an­gemeldeten Vereine bemüht, das Interesse unter Freunden und Bekannten zu fördern. Und das mit Recht; denn Lang- Göns ist ja bekannt dafür, daß die Gäste und Fest­besucher mit fröhlichen Gesichtern aufgenommen und bestens be­wirtet werden. Wir habens ja, wir fönnens ja, der Wett­streit ist bald da," diese bekannten Worte sind fennnzeichnend für das Fest. Zahlreiche Gießener und Bußbacher werden sich hier begegnen und mit anderen luftig sein.

"

§§ Müde, 21. Juni. Das schon im vorigen Jahre geplante Hotel- Restaurant gelangt jezt zur& usführung. Der Bau schreitet so rüstig vorwärts, daß noch in dieser Jahre seine Vollendung zu erwarten steht. Das Hotel Restaurant fommt der Boft gegenüber zu stehen.

§§ Ruppertenrod, 21. Juni. Heute Nacht erhängte sich auf dem Heuboden ein hiesiger Landwirt. Der anfangs der 40er Jahre stehende bemitleidenswerte Mann war schon längere Jahre schwer leidend und auch in der psychiatrischen Alinit zu Gießen gewesen.

§ Mainz, 20 Juni. Orthopädischer Turnunter­right an Bolksschulen. Der Ortsgesundheitsrat will den Antrag einbringen, zur Erteilung von orthopädischem Turnunterricht an schiefgewachsene Volksschulkinder 8000 Mt. in den städtischen Voranschlag einzustellen.

?? Rüdesheim, 21. Juni. Der Mordchronik hat sich abermals ein blutiges Blatt angereiht. In der Nähe unserer Stadt ist ein junger Mann in wahrhaft scheußlicher Weise mit einem Beile erschlagen worden. Als Täter ver­Weise mit einem Beile erschlagen worden. Als Täter ver mutet man einen Handwerksburschen, jedoch liegen bestimmte Angaben weder über den Mörder noch den Ermordeten vor. Es handelt sich um Raubmord.

* Kassel, 20. Juni. Die Bestie im Weibe. Einen bösen Ausgang nahm, laut R. A. 8" ein Streit, der gesten Abend zwischen einem Ehepaar W. in der Flieger­gasse ausbrach. Die Gemüter erhitzten sich in einer der= artigen Weise, daß schließlich die Frau nach dem Wiege­meffer griff, nach dem Mann schlug und diesem die linke Hand buchstäblich abhackte. Sie hing nur noch an den Sehnen. Der Streit fand damit ein rasches Ende. Ein herbeigerufener Arzt legte dem Ehemann einen Verband an, worauf dessen Ueberführung nach dem Landeskrankenhause er­folgte.

Marttberigte.

tekes, 22. Juni. Auf dem heutigen Wochenmarkt toẞteten Butter per Pfb. 090-1.00 Mt., Sühnerele: per Stück 5-6 Pfg., Enteneies St. 6-7 Bfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Kasematte 2 St. 5-6 Pia Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg.. Tauben per Par mr. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mr. 1.00-1.60, Hahnen, þes Stud 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per ih 00-00 Pfg., Dchsenfleisch per Pfd. 70-72 Efa., Rindfleti per Pfb. 62-68 Pfg. per Pfd. Schweinefleisch 70-80 Bfg. Schwet fleisch gesalzen per Pfund 0.84 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 70-74 Bfg. Hammelfleisch per Pfd. 50-76 Pfg., Kartoffeln pro 100 kilo 7.50 b 800 Mt., Zwiebeln per St. Mr. 8.00-10.00, Wetstraut 10-15 Pf. per Stud, Zentner 3-4 Mr. Aepfel per Zentner 6--10 Mr. Zwetschen pet Zentner 0,00.- 0.00, Kirschen per Pfd. 30-35 Pfg. Milch per Liter 20. Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Ur nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen be Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der erst dret Stunden der Marktzeit im Umberziehen feilgeboten werden.

Sießener landwirtschaftlicher Wetterdienst Boraussichtliche Witterung in Heffen für Freito. den 23. Juni. Beitweise wolkig, fühler, besonders nacho

und morgen.

( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.)

Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belo Berantwortli: für die Politik und den Inseratente:

in Gießen.