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dem starken linken japanischen Flügel, der bis dahin so gut mie gar nicht hervorgetreten war, unverzüglich die entblößte rechte Flanke des Gegners anzugreifen. Erst als die Truppen dieses Flügels sich bereits auf Schußweite westlich von Muk­den den Russen genähert hatten, erkannte Kuropatkin seinen Irrtum. Nun verstärkte er so schnell wie möglich seinen rechten Flügel und begann außerdem die Offensivbewegung gegen das japanische Zentrum, da er glaubte, nach der Stärke der beiden japanischen Flügel zu schließen, hier auf eine schwache Stelle zu stoßen. Das war die Situation Anfang März.

Unterdessen fuhr die japanische Linke fort, energisch vor­zurücken, und am 2. März erkannten die Russen, daß die Japaner in fünf starken Kolonnen um ihren rechten Flügel herummarschierten. Vom 2. bis 7. März glaubten sie, durch wiederholten Frontwechsel den Bestrebungen des Feindes entgegentreten zu können, aber durch die Bedrohung von Sinminting am 5. März sahen sie sich gezwungen, am 7. zur Offensive überzugehen, die zunächst keine Entscheidung brachte. Am 8. März machte ein plötzlicher Staubsturm es den Russen unmöglich, ihre Stellungen innezuhalten, und es gelang den Japanern, in die so entstandenen Lücken einzudringen. Am 8. März war der russische Rückzug so gut wie abgeschnitten. Kuropatkin ging wieder zur Offensive vor und führte am 9. persönlich die Truppen gegen den linfen Flügel. Aber trotz aller Anstrengungen way am Abend dieses Tages die Lage für die Russen so kritisch, daß der Befehl zum Rückzug auf Tielin gegeben wurde, und nun drängte die große Masse des russischen Heeres unaufhörlich nach Norden zu. Jetzt erkannte das japanische Zentrum die gute Gelegenheit, nahm einen Hügel, der zwischen Mukden und Fuschun liegt, und zerschnitt so das russische Heer in zwei Teile. Dadurch wurden große Kontingente der Russen südlich von Mukden umzingelt und vollständig niedergemacht oder gefangen genommen. Diese Bewegung des Zentrums entschied die Schlacht endgültig zugunsten der Japaner.

Die

Am Abend des 10. März waren alle russischen Armeen im Rückzug nach Tielin. Am 11. März abends sammelken sich die Zweite und Dritte Armee dort. Am 12. März mor­gens traf die Armee Linjewitsch ein. Die Verteidigung der Vorstellung wurde dem Sechsten Korps übertragen, das spä­ter durch Truppen der Zweiten Armee ersetzt wurde. Korps der Zweiten Armee standen östlich von Tielin. Am 13. März wurden auf der Mandarinenstraße 2 japanische Divisionen bemerkt und gleichzeitig Anzeichen einer Um­gehungsbewegung auf beiden Flügeln. Die Ermüdung der Truppen, der Mangel an günstigen Stellungen bei Tielin und der Paß im Rücken, veranlaßten Kuropatkin zu dem Entschluß, den Kampf bei Tielin nicht anzunehmen. Am 15. März wurde begonnen, den Rückzug fortzusetzen. Alle Armeen verließen die Station und den Ort. Den Japanern war das Feld endgültig überlassen. Die ganze südliche Man­dschurei ist ihnen durch die Schlacht bei Mukden, die mit der dazu gehörigen Verfolgung bis zum Einzug der Japaner in Tielin volle 25 Tage gewütet hat, in die Hände gefallen. Ein Siegespreis, der die furchtbaren Opfer. die sie haben bringen müssen, am Ende wohl wert ist.

Die Dolitik. England.

Das englische Parlamentsgefängnts soll nach viel. jähriger Pause wieder einmal einen Insassen bekommen. Der letzte war das Unterhausmitglied Charles Bradlaugh, inzwischen längst verstorben, der seinen Platz im Unterhaus eingenommen hatte, obwohl dieser ihm gesperrt worden war, weil er als Dissident sich geweigert hatte, den Eid auf die Bibel zu leisten. Nach seiner Wiederwahl verzichtete das Haus stillschweigend auf den Eid, und Bradlaugh konnte ohne Bruch der Privilegien" auf seinen Platz fommen. Der jetzige Privilegienbrecher ist der irische Abgeordnete Donal Sullivan. Dieser lehnt es hartnäckig ab, in einem zur Prüfung einer Eisenbahnvorlage eingesetzten Ausschuß tätig zu sein, weil der Abgeordnete Sir Henry Kimber, Di­rektor der indischen Südbahn, in jenem Ausschusse sitzt, was nach Sullivans Ansicht mit den Grundsätzen der Unpartei­lichkeit unvereinbar wäre. Der Vorsitzende des Ausschusses, der mit Sir Henry Kimber der Meinung ist, daß die Inter­essen des Direktors einer indischen Eisenbahn mit den Be­stimmungen irgend einer englischen Eisenbahnvorlage nichts zu tun haben, hat die Angelegenheit zur Kenntnis des Sprechers des Unterhauses gebracht. Der Sprecher hat die Befugnis, den widerspenstigen Deputierten durch körperlichen Zwang zur Teilnahme an den Aus­schußsizungen unmittelbar anzuhalten oder auf ihn durch Einsperrung in den Parlamentsturm einzuwirken. Russland.

A Aus Petersburg wird uns berichtet: Die revolutionäre Partei verfällt jeden Tag auf neue Mittel, die Täuschung hervorzurufen, als ob ihre Proklamationen Willenskund gebungen des Zaren seien. Ihre jüngsten Ansprachen und Anweisungen haben sie in Goldfarbe drucken lassen, und nun sind die Bauern fest überzeugt, daß der Zar selbst zu ihnen spricht und ihnen befiehlt, die Großgrundbesizer,

seine

cinde, auszuplündern und ihre Häuser einzuäschern. Sol­chem Befehl gehorchen die Bauern gern, und ihr Glaube ist willig. Stände in den goldgedruckten Proklamationen, die Vauern sollten sich ruhig verhalten, mehr Steuern zahlen und bei den Kriegsaushebungen helfen, sie würden jeden­falls nicht so schnell gehorchen, wahrscheinlich an der Echtheit der Papiere zweifeln. In Rutais, im taukasischen Ge­biet, breiten sich die Bauernunruhen aus. Im Gebiet von Kars gährt es zwischen Mohamedanern und Armeniern. Namentlich sind es die aus der Türkei geflüchteten Armenier, die den Unfrieden schüren.- Finland hat seine Spezial­Revolutionäre. Das neueste Opfer dieser Revolutionäre ist der Gouverneur von Wiborg Mjasojedow, der vielleicht noch mit dem Leben davonkommt, obwohl er an Hand, Hüfte und Vein verwundet worden ist. Der Attentäter Matti Reinikka muß ein Fanatiker sein. Er wollte schon 1903 den inzwischen von anderer Seite getöteten Senatsprofureur Johnsson er­morden, wurde aber beobachtet und mußte entfliehen. Auf der Flucht geriet er unter einen Eisenbahnzug, in Folge wovon ihm ein Arm abgenommen wurde. Als Krüppel hat er jetzt gegen den Gouverneur von Wiborg die Waffe er­hoben.

Amerika.

Cherchez la femme! Dieses Merkwort, bisher nur in Europa von unbestrittener Geltung, scheint jetzt auch in Amerika zur Anerkennung kommen zu sollen. Man er­innert sich daß das Repräsentantenhaus in Washington eben­

so wie der Senat eine gewisse Abneigung an den Tag gelegt hatten, den vom Präsidenten Roosevelt in zwei Botschaften empfohlenen Vertrag mit San Domingo zur Erledigung zu bringen. Nachträglich erfährt man, daß das nicht bloß eine Unfreundlichkeit gegenüber dem Präsidenten der Vereinig­ten Staaten, sondern zugleich eine Unhöflichkeit gegenüber einer Frau Athol Reador war, die Himmel und Erde in Be­wegung gesetzt hatte, um jenen Vertrag zum ordnungs­mäßigen Abschluß zu bringen. Frau Athol Reador steht mit ihrem Gemahl in Diensten des Präsidenten Morales, dessen Interessen das Ehepaar vertritt, als wären es die eigenen. Frau Reador ist Präsidentin einer peruvianischen Zehn­millionen Dollar- Goldmine, für deren Direktor ihr Mann ausgegeben wird. Als Mädchen war Frau Reador, die da­mals Ellen Rawle hieß, Maschinenschreiberin von bedeu­tenden Fähigkeiten. Später wurde sie in Venezuela Amts­stenographin, und danach leitete sie McKinleys Privatkorre­spondenz während des Wahlfeldzugs. Im Jahr 1889 ging sie nach London, hatte die Hand in Finanzgeschäften und be­sorgte für J. G. Withe u. Co. den Baukontrakt für die La­hore- Bahn. Im Jahr 1901 heiratete sie als ehemalige Sekretärin des Er- Gouverneurs von Ceylon Sir West Rid­geway, Herrn Reador. Nach einem Interview mit dem Präsidenten Morales von Venezuela machte dieser sie zu seiner Finanzagentin in Washington. In Gemeinschaft mit ihrem Mann unternahm sie die Kolonisierung von Santo Domingo, wo sie mit der Selbstsicherheit eines Cecil Rhodes Minen aufschließen und dem bankerutten Lande wirtschaft­liches Gedeihen bringen wollte. Staatssekretär Hayes hatte für diese großen Pläne kein Verständnis, für ihre Prophetin feine Sympathie, und so ist fürs erste Frau Reador aus ihrec diplomatischen Laufbahn gedrängt.

Niederlande.

Die Furcht vor der gelben Gefahr macht sich in den Niederlanden bemerklich. Man hat dort recht ängstliche Vorstellungen von den Bedrohungen, deren Niederländisch­Indien von seiten der Japaner gewärtig sein müsse. An 40 Millionen Gulden sollen für das niederländisch- indische Budget aufgewendet werden. Doch das ist nur der Anfang. Die Verteidigungswerke werden noch ganz andere Summen erfordern. In der herrschenden Angst tröstet man sich da­mit, daß die europäischen Großmächte und die Vereinigten Staaten von Amerika gemeinsam der wachsenden gelben Gefahr" gegenübertreten werden. Die Furcht ist doch eine recht schlechte Beraterin.

Hof und Gesellschaft.

Der Kaiser wohnte in Begleitung der Kaiserin am Dienstagabend der Eröffnungsvorstellung im umgebauten föniglichen Schauspielhause in Berlin bei.

Die Einsegnung des Prinzen Waldemar, des ältesten Sohnes des Prinzen Heinrich, findet am 28. März in Kiel statt und wird durch den Propst Becker vollzogen. Nach der Feierlichkeit gedenkt die Prinzessin Heinrich, nach Rußland zum Besuch des Zarenpaares und ihrer Schwester, der Gemahlin des ermordeten Großfürsten Sergius, zu reisen.

Deutfcher Reichstag.

( 169. Sigung.)

CB Berlin, 21. März. Heute wurde zunächst der Etat des Reichs militär­gerichts ohne Debatte nach den Beschlüssen der Budget­kommission in zweiter Lesung genehmigt, dann der Mili­täretat beraten. Dabei wurde zunächst über zwei Re­solutionen diskutiert, die sich mit dem Militärstrafrecht be­schäftigen. Das Zentrum beantragte einen Gesetzentwurf, durch den die Zulassung mildernder Umstände eingeführt und die Mindeststrafen herabgesetzt werden. Die freisinnige Volkspartei verlangt Anbahnung einer allgemeinen Revi­sion des Militärstrafgesetzbuchs, vorherige Beseitigung des Mißverhältnisses zwischen den Strafen für Vergehen gegen Vorgesetzte und Mißhandlungen Untergebener, schließlich Gewähr der gefeßmäßig eingeführten Oeffentlichkeit der Ver­handlungen. Die erste Resolution begründete und empfahl der Abg. Gröber, die zweite der Abg. Dr. Müller­Meiningen, während der konservative Abg. Himburg beide Anträge im Interesse der Disziplin befämpfte. Sehr ausfülyrich behandelte sodann der Sozialdemokrat Dr. Gradnauer unter Anführung zahlreicher Einzelfälle die Soldatenmißhandlungen. Nachdem noch der nationalliberale Abg. Hagemann für den Gröberschen Antrag einge­treten war, ergriff der Kriegsminister v. Einem das Wort. Er gab bedauernd zu, daß Mißhandlungen noch vorkämen, wies aber darauf hin, daß sie doch wesentlich abgenommen hätten. Er bestritt, daß die Deffentlichkeit grundlos aus­geschlossen werde, fand aber für gewisse Fälle einen Grund zum Ausschluß der Deffentlichkeit in der Neigung eines Teils der Presse, aus der Verurteilung eines Vorgesetzten allge­meine Vorwürfe gegen das Offizierforps, ja gegen die ganze Armee herzuleiten. Sehr entschieden wandte sich der Mi­nister gegen die beantragte Aenderung des Strafenverhält­nisses. Der Vorgesetzte, der sich einen Uebergriff gegen den Untergebenen erlaubt, verleße nur das Recht der einzelnen Persönlichkeit; der Untergebene, der sich gegen den Vorge­setzten vergeht, verleze das Recht der Allgemeinheit, denn er verletze die Disziplin, die Grundlage der Armee. Daher seien hier höhere Strafen gerechtfertigt. Im Interesse der Disziplin müsse er sich auch gegen die Herabsetzung der Min­deststrafen aussprechen; lägen mildernde Umstände vor, so sei die Gnade des Kaisers anzurufen. Mit einem warmen Appell an die Sozialdemokraten, nicht immer nur unange­nehme Vorkommnisse in der Armee zu registrieren, sondern auch den guten Geist, der im allgemeinen in ihr herrsche, anzuerkennen, schloß der Minister unter lebhaftem Beifal der Rechten.

Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten.

stands- Darlehen zu gewähren, falls von der Regierung en Notstand anerkannt wird. Auch der Gesetzentwurf über de Kosten der Prüfung überwachungsbedürftigen Anlagen wurde nun endlich in der vom Herrenhause abge

canbarmenberban

Balthasar Häuse

Wirtschaftsbet

änderten Fassung genehmigt. Eine kleine Debatte, die fhause Bleichstraß hauptsächlich um die Abänderungsanträge des Abg. Gan onzeffionsentzie

drehte, rief die Wegeordnung für Westpreußen hervor. Sie wurde unverändert anger.ommen. Zahlreiche Abänderungsanträge lagen auch zu dem letzten und wich tigsten Punkte der Tagesordnung, dem Gesetz über die Frei haltung des Ueberschwemmungsgebietes

Die Vo

abblaufende Sch

19905/06 beginn

F Theate

der Wasserläufe, vor. Das Zentrum hatt sich zum an diesem Fre Sprachrohr der unzufriedenen Flußanlieger gemacht und einer erfolgreic

allerlei Aenderungen, vor allem die Beschränkung auf den Osten der Monarchie, beantragt. Minister v. Podbielst bekämpfte diese Anträge ganz entschieden und verlangte einheitliches Gesetz für den ganzen Staat. Dieser Au fassung schlossen sich die Mehrheitsparteien ebenfalls an

mit Ludwig

Das Schauspie

gegeben worder fabter Softhea

Nach einer rein sachlichen und wenig anziehenden Debatt bortige Regiffe

wurden schließlich alle Zentrumsanträge abgelehnt und das Gesetz mit einer unwesentlichen Abänderung angen om men. Morgen stehen verschiedene kleinere Vorlagen und Anträge auf der Tagesordnung.

Nab und fern.

die Hauptrolle

spielen.

X Konz Abend mit de

mufifdirettor Frankfurt un intereffante 2 für Deflamatio aufgenommen. der gute Befuch übrigen Numme in der Ausfüb

* Amerika von Auswanderern überschwemmt. Die ante rikanischen Behörden sind in der größten Verlegenheit, wi sie dem kolossalen Zustrom von Auswanderern aus Europa steuern sollen. In Newyork sind während der letzten Woche nicht weniger als 32 683 Emigranten angekommen. Die werden zurückgeschickt werden müssen.

Mehrzahl wird auf der Ellisinsel festgehalten und viele Brahms- Trio O

Herenlied" b Heidelberg) Ein Beifall. Da

Drei Personen an der Seekrankheit gestorben. Auf deheften befriedi der letzten Reise des deutschen Postdampfers Main" von Bremen nach Newyork starben drei Fahrgäste an Herzschwäche infolge Seekrankheit von ungewöhnlicher Heftigkeit. gewaltiger Sturm herrschte während der ganzen Ueber fahrt.

Der Roman des Buren- Obersten. Am Bahnhof Ber­gen wurde der ehemalige Burenoberst v. Zelewski kurz vor der Abfahrt des Schnellzuges nach München verhaftet und in das Traunsteiner Landgerichtsgefängnis überführt. b. Zelewski, der sich vor kurzem mit der Besizerin des Bades Adelholzen verheiratet hat, war beschuldigt, sich der Bigamie schuldig gemacht zu haben. Er vermochte jedoch sofort durch seinen Anwalt glaubhaft nachzuweisen, daß er seine erste Frau nach amerikanischem Recht geheiratet und von ihr na dem gleichen Recht geschieden worden war. Daraufhin wurde er sofort wieder in Freiheit gesetzt.

Gine furchtbare Brandkatastrophe entstand durch eine Kesselerplosion in der Groverschen Schuhfabrik zu Brockton in Massachusetts. Wie es heißt, sollen dabei 100 Personen ums Leben gekommen sein. 60 Leichen wurden bereits ge borgen. Die Zahl der Verletzten beträgt 50.

Verloren und wiedergefunden. Vor kurzem verschwan den aus einer Wohnung der Schmiedestraße im Leipziger Stadtteil Plagwiß nicht nur Wertpapiere in Höhe von 7000 Mark und ein Bankeinlagebuch, sondern auch die junge Gattin eines Gewerbetreibenden. Zugleich ging aber auch ein 23 Jahre alter Monteur aus Sandsburg verloren. Jett hat sich in Ansbach alles wiedergefunden bis auf 1100 Mart, die von dem Bankbuche abgehoben waren. Die bayerische Polizei war so ungalant, die beteiligten Personen zu ber haften und die Wertsachen für den Gatten der Frau zu be schlagnahmen.

Ein blutiges Liebesdrama ereignete sich in Graz. Der 22jährige Agent Heinrich Feddern aus Hamburg, der die Tischlersehefrau Höfler schon seit längerer Zeit mit Liebes anträgen verfolgte, feuerte gegen die Frau drei Revolver schüsse ab und verwundete sie tödlich, worauf er gegen sich selbst zwei Schüsse abgab, die ihn schwer verwundeten.

Seinen Vater im Streit erschossen hat ein 17jähriger Arbeitsbursche namens Blumberger in Ansbach. Der Er schossene, der betrunken nach Hause gekommen war, fing mit seiner Frau Streit an und schlug sie. Darauf zog der Sohn einen Revolver hervor und gab zwei Schüsse auf seinen Vater ab, die diesen tödlich verletzten. Dann brachte er sid selbst zwei lebensgefährliche Schüsse bei.

Im gestohlenen Priesterrock entflohen ist ein Gauner, der soeben aus dem Zuchthause entlassen war und sofort wieder einen Einbruch verübte. In Kulmbach drang der Mensch in das Haus eines katholischen Pfarrers ein, dieser in der Kirche seines Amtes waltete. Er fand 50 W. in barem Gelde, nahm aber dazu die Soutane, die Schube und den Hut des hochwürdigsten Herrn, bekleidete sich d mit und wanderte in dieser Tracht ganz unangefochten b dannen, da man ihn überall für einen Amtsbruder des vont ihm beraubten Geistlichen hielt.

+ Hungersnot in Südspanien. In den südspanischen Provinzen herrscht infolge anhaltender Dürro eine große Not unter den Landarbeitern. Viele Leute starben eine qualvollen Hungertodes. Die Verzweiflung der Bevölke rung macht sich in schweren Verbrechen Luft. Mehrere wohl habende Besitzer wurden erschlagen und beraubt.

Lokales.

22. März 1905.

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empfingen am 21. März, vormittags 10 Uhr, im Neue dem find es Palais das Bureau der Landessynode, bestehend aus Profe inspektor Loos D. Stamm Gießen, I. Vorsitzender, Direktor Brand babon 35 Ja

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führer, ferner die von dem Großherzog ernannten Mitglie auf das bebor Schriftführer, Pfarrer D. Schlosser- Gießen, Schommerzienta der Landessynode den Grafen zu Solms- Laubach- Darmstandes an un Pfarrer Widman- Darmstadt, Pfarrer Hildebrand- Ehzeit aller Straf Professor D. Drews Gießen und Landgerichtsteine, damit d Die nächste Provinzialausschußsizung glides leifte findet kommenden Samstag, den 25. März, vormittag für die 1/29 Uhr statt. Die Tagesordnung ist folgende: 1. Klagte breffe, des Ortsarmenverbandes Gießen gegen den Landabe. Grit um Honaventura Faust aus Brandlos. 2. Klage de Simmel, heller angenommen, den geschädigten Kleinschiffern Not| Ortsarmenverbandes Großen Linden gegen den Bunder, wer

( 166. Sizung.) RK Berlin, 21. März. Der eindrucksvollste Moment der heutigen Sizung war zweifellos die Einleitung. Vizepräsident Dr. Porsch verlas das Schreiben des Grafen Bülow, worin dieser das Haus von dem Ableben des Ministers Freiherr v. Hammerstein in Kenntnis setzt. Stehend ehrte das Haus das Andenken des Toten. Dann wandte es sich wieder der Arbeit zu. Unter allgemeiner Unruhe und fast ohne Debatte wurde ein Antrag

armenverband Gießen wegen Unterstützung de

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