Ffrika.
** Die in letzter Zeit mehrfach verbreiteten Nachrichten über eine fremdenfeindliche Bewegung in Marokko werden von unterrichteter Seite in Tanger als durchaus unzutreffend bezeichnet. Der Sultan und der Maghzen sind teformfreundlich und vernünftigen Vorschlägen sehr zugänglich. Die finanzielle, verwaltungsmäßige Grundlage für die Reform sollen die Seezölle bilden, die durch europäische Beamte des Sultans zu verwalten wären; aus diesen Zöllen wäre die Tilgung der französischen Anleihe und die Kosten der Militärreform aufzubringen.- Die Unsicherheit in der Umgebung von Tanger ist noch immer ziemlich groß. Zwei französische Touristen wurden in der Nähe der Stadt von Banditen überfallen getötet und ausgeraubt. Ferner geht das Gerücht, infolge der Schwierigkeiten, für die Ermordung des englischen Vizekonsuls in Mazaghan Sühne zu berlangen, habe der englische Gesandte um Entsendung von zwei Kreuzern nach Tanger ersucht.
Heer und flotte.
Flottenmanöver. Der Kaiser wird nach den bisher getroffenen Bestimmungen an den im September d. J. stattfindenen Flottenmanövern nicht teilnehmen. Am 23. September soll der auf der kaiserlichen Werft in Danzig im Bau befindliche Kreuzer„ Ersatz Alexandria" vom Stapel laufen.
Eine nene kaiserliche Jacht. Aus Marinekreisen stammt die Nachricht, daß für die jetzige Kaijerjacht.Hohenzollern" ein Ersagschiff gebaut werden soll. Es soll größer sein als die„ Hohenzollern" und weniger umfangreiche Deckbauten erhalten. Mehrere Modelle sind dem Kaiser bereits vor gelegt. Da die jezige Kaiserjacht 1892 als Aviso gebaut nurde, die aktive Dienstzeit der Avisoklasse aber 15 Jahre beträgt, würde die„ Hohenzollern" 1907 ausrangiert und dann dem Vernehmen nach als Lazarettschiff verwandt nerden.
Soziales Leben.
Beendeter Streit. Die Differenzen im Baugewerbe zu München sind durch Vereinbarung eines neuen Lohntarifes vor dem Gewerbegericht beendigt worden. Die Arbeiter erhalten Durchschnitts- und Mindestlöhne, welche am 1. April 1906 und 1907 erhöht werden sollen. Der bereits zwei Monate dauernde Streif ist damit beendet.
Unterbrechung der friedenskonferenz.
( Von unserem Mitarbeiter.)
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In Portsmouth können die javanischen und russischer Delegierten sich eine Pause gönnen. Die vorläufige Be ratung der japanischen Forderungen ist beendet und am Dienstag, 22. August, soil erst die letzte und entscheidendi Sigung stattfinden. Möglich auch, daß die Entscheidung
noch länger hinausgeschoben wird. Eine Einigung über all Artikel ist nicht gelungen, konnte auch wohl schwerlich er zielt werden, da selbstverständlich von beiden Seiten di Zustimmung der heimischen Regierung nachgeholt werder muß.
In Rußland hofft man, wahrscheinlich aber ver gebens, daß die Großmächte eine Pression auf Japan aus. üben, um es in seinen Ansprüchen bescheidener zu machen, Die Japaner selbst halten ihre Forderungen nicht für über trieben, behaupten vielmehr, sie seien zu Konzessionen be reit, die der Welt vielleicht gering, dem siegreichen japani schen Volke aber groß erschienen. Troydem werde mar weitere Zugeständnisse machen, wenn auch die Russen Ent gegenkommen befundeten. Eine neue Zuversicht für da Zustandekommen des Friedens schöpft man aus der zuver sichtlichen Haltung der Finanzleute in Torie. Die Ban fiers sind geneigt, die normalen Beziehungen zu ihren Kunden wieder aufzunehmen. Der Fondsmarkt steigt beständig Auch Präsident Roosevelt will anscheinend weiter zur Ver ständigung beitragen, da er den russischen Bevollmächtigter Baron Rosen ersucht hat, baldigit nach Oysterbay zu kom men, da er ihm vertrauliche Mitteilungen zu machen habe So muß man also zunächst bis Dienstag warten. Witte und Somura sind offenbar am Ende ihrer Vollmachten an gelangt und haben neue Instruktionen erbeten. Die japa nischen Friedensdelegierten sandten dem Vernehmen nad eine lange Teneiche nach Tofio, in der sie anraten, den Russen einige Zugeständnisse zu machen. Bis Dienstag wird man sich hier und dort entscheiden, in der zusammentretenden Sigung werden zunächst die Protokolle der bisherigen Verhandlungen verlesen und dann entweder weiter beraten auf Grund der eingelaufenen Anweisungen oder- die Konferenz abgebrochen. Die Fortsetzung des Krieges durch diesen scimmsten Ausgang zieht man in Portsmouth nicht in t auch in den europäischen Diplomatenfreisen neigt er Ansicht zu, daß der Frieden zustande fommt. Wer wollte diese Hoffnung nicht freudig teilen?
Nah und fern.
† Bom Spremberger Eisenbahnunglück. Die Staatsan waltschaft hat neuerdings gegen sechs Angestellte der Sta tion Spremberg und gegen mehrere Streckenwärter ein Gr mittelungsverfahren eingeleitet. Die Untersuchung geht au fahrlässige Tötung durch Außerachtlassung der Berufspflich.. Es handelt sich um die Frage, ob die Beamten die Signale nicht gegeben resp. nicht beachtet haben. Auch von seiten des preußischen Eisenbahnministers ist gegen das gesamte Eisenbahnpersonal, das an dem Unglückstage auf der Strecke tätig war, eine Untersuchung angeordnet.
† Verhängnisvolle Schießaffäre. In Gladbeck gerieter eine Anzahl Arbeiter in eine schwere Schlägerei, bei der schließlich der Revolver eine Rolle spielte. Es kam zu eine: allgemeinen Schießerei, bei dem nicht nur der Haupträdels führer lebensgefährlich verlegt, sondern auch ein Gendar arschossen wurde. Eine ganze Anzahl der Beteiligten wur verhaftet.
† Das Ende eines Liebesdramas. In Ilversgehol bei Erfurt erschoß ein Kutscher die Frau eines Lehrers a. der Umgegend von Verlin und nahm sich dann selber da Leben. Es handelt sich um den Abschluß einer Liebes geschichte.
† Schredenstat eines Familienvaters. Ein Modell tischler in Berlin, der während des letzten Tischler- Ausstand: jeine Stellung verloren hatte und wegen seines erzentrischen Wesens keine Arbeit finden konnte, nahm sich die Sorge um seine Eristenz derartig zu Herzen, das sich bei ihm all mählich eine geistige Stöcima berausbildete. In diesen:
Zustande gab er auf seine Frau und sein dreijähriges Söhn chen mehrere Schüsse aus einem Revolver ab und jagte sich dann selber eine Kugel in den Mund, die den sofortigen Tod herbeiführte. Die Frau ist leicht, der kleine Sohn schwerer verletzt.
† Selbstmord eines Anarchisten. In Bozen wurde ein gewisser Aloys Joris verhaftet, der ein Quantum Dynamit und zwei Revolver bei sich trug und von dem man annimmt. daß er ein Attentat auf den Kaiser von Oesterreich plante. Joris erhängte sich im Gefängnis.
† Unwetter- Schader in Vaden. Das Unwetter, das vor furzem in Süddeutschland so verheerend gehaust hat, steilt sich in seinen Folgen als immer böser heraus. Namentlich in Baden ist der durch Sturm und Hagel angerichtete Scha den weit größer, als man anfänglich angenommen hatte. Im Markgräfler Lande sind die Rebstöcke derart zerschlagen, daß die Ernte von zwei weiteren Jahrgängen fraglich ist; man schätzt diesen Schaden allein auf 1,5 Millionen Mart. In der badischen Pfalz stehen auf den Tabakfeldern nur noc die Strünke der Pflanzen, deren Blätter so zerfetzt sind, dar sich die Ernte nicht lohnt.
† Unerbetene Vermittlerin. In Wien geriet ein Mark: helfer in der Trunkenheit mit seiner Frau in Streit. Eine in der Wohnung anwesende zwanzigjährige Verkäuferin wollte zwischen den zankenden Eheleuten vermitteln. Tadurch geriet der Mann in eine so maßlose Aufregung, daß er aus einem Revolver einen Schuß auf das Mädchen abgas, und es schwer verlette. Im Schreck über seine Tat schoß er dann zweimal auf sich selber und brachte sich ebenfalls schwere Verwundungen bei.
† Höllenmaschinenanschläge auf amerikanische Bankiers. Mehrere große Banfiersfirmen in Newyork erhielten in den Icyten Tagen Sendungen mit der Post, die ihres verdäch tigen Aussehens halber vorsichtig geöffnet wurden. Wie sich herausstellte, ist dadurch großes Unheil verhütet. Eine Sen. dung an Kuhn, Loeb u. Co. enthielt eine Höllenmaschine mit zwei icharien Patronen und eine Anzahl Körner bed)- gradines Schießpulver. Eine ganz ähnliche Höllenmaschine et die befannte Metallfirma Guggenheim. Bei der Unterindung erfolgte eine leichte Explosion.
† Im Manöverquartier erstochen. Auf einem Gute im Kreise Schubin gerieten Husaren vom 2. Leibregiment, die dort in Quartier lagen, in Streit. Als einer der Husaren von einem Kameraden einen Schlag ins Gesicht erhielt, ergriff er seine Lanze und durchbohrte den Gegner, so daß dessen Tod auf der Stelle eintrat.
† Verdorbene Wurst. In der Berliner Zentralmarkthalle wurden bei einem Händler 257 Kilo und bei einem anderen 650 Kilo Salamiwurst beschlagnahmt und, weil sie verdorben war, vernichtet. Beide Lieferanten haben sich noch wegen Vergehens gegen das Gesetz zu verantworten.
† Attentat auf einen Eisenbahnzug. Auf der Strecke Schoppiniz- Myslowitz wurde von verbrecherischer Hand versucht, die Eisenbahnbrücke in die Luft zu sprengen. Gerade als ein Zug die Stelle passierte, war im Mauerwerk eines Pfeilers eine Dynamitpatrone entzündet. Zum Glück war die Patrone nicht tief genug in das Mauerwerk eingebohrt, so daß die Sprengladung nicht zu voller Wirkung gelangte. † Eine große Unterschlagung. In einer Molkerei in der Nähe von Wolffenbüttel wurde eine erhebliche Unterschlagung aufgedeckt. Es handelt sich um eine Summe von 10 000 Mark in achtzig Fällen.
† Ein Bischof verunglückt. Der Bischof von Malaga in Spanien nahm in einem Hotel in Gent Wohnung. Durch eigene unvorsichtigkeit des Bischofs konnte Gas in dem Schlafzimmer ausströmen, und am nächsten Morgen fand man ihn tot liegen.
† Wer ist der Schwindler? In Paris wird die Gesellschaft wieder durch eine großartige Schwindelaffäre in Atem gehalten. Ein angeblicher russischer Fürst Gedroit verklagte eine nicht minder abenteuerliche russische Gräfin Horn, die, um nicht ausgewiesen zu werden, ihren Diener geheiratet hat und seitdem Frau Gros heißt, weil sie ihm statt angeblicher Wertpapiere im Betrage von 360 000 Francs, für die er 28 000 Francs bezahlt haben will, ein Bafet alte Zeitungen gegeben habe. Der Graf will nach Paris gekommen sein, um für die russische Regierung den Ankauf von Schiffen und Torpedos von Venezuela zu vermitteln. Dazu habe ihm die Gräfin ihren Einfluß geliehen, um ihn zu be trügen. Die Gräfin dagegen behauptet, der Graf sei der Schwindler, und wenn die russische Regierung ihr das Geschäft übertragen hätte, so wäre es längst zur Perfektion ockommen.
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Der Walfifch als Milchkub. Eine Hundstagsgeschichte aus Amerika. Im Hochsommer kommen die abenteuerlichsten Geschic ten zur Geltung. Jetzt tischen amerikanische Blätter, bei denen sich gerade feine Seeschlange zur rechten Zeit eingeſtelit hat, ihren Lesern mit scheinbar tiefem Ernst den Vorschlag auf, den Riesen des Meeres den Walfisch, zu zähmen und ihn so für häusliche Zwecke nußbar zu machen.
Ein betriebsamer Amerikaner, der auf den seltenen Namen Müller hört, soll, wie da versichert wird, den Versuch; gemacht haben, den Walfisch als Milchtier zu verwenden, und dieser Versuch soll in überraschender Weise geglückt sem. Ein ausgewachsenes Walfischweibchen in der Blüte der Jahre," sagt Müller, gibt täglich 5 bis 7 Faß Milch. E ist eine dicke, rahmreiche Milch von ganz besonders feinem Geschmack; sie enthält wertvolle Fettbestandteile und ncc; wertvollere Albuminoiden." Der Walfisch ist aber nicht nur ein gutes Milchtier, sondern auch ein kostbares Fleischtier, dessen Fleisch dem besten Ochsenfleisch Konkurrenz machen könnte. Müller will aus diesem Fleisch Konserven machen ind schon in nächster Zeit seine Büchsen mit Walfischfle, ch auf den Markt werfen. Daß der Walfisch auch sonst noch Verwertung in Fülle bietet, ist bekannt. Da sind z. B. die Därme; Biolinsaiten kann man daraus allerdings nicht machen, nicht einmal Cello- oder Kontrabaßsaiten, aber 3: 1 Leder kann man sie verarbeiten. Es ist ein außerordentlich feines und zugleich festes Leder länger hält als irgend ein anderes, und Müller sieht die Zeit gekommen, wo die Transmissionsriemen- ustrie sich Lederriemen von 90 Meter Länge und 1 Meter Breite wird verschaffen können. Was die Knochen des Walfisches betrifft, so werden sie zu Mehl zerrieben und als Kunstdünger verwertet; aus den Knorpeln macht man Leim. Müllers höchster Triumph aber ist psychologischer Natur: der große Mann hat den Walfrich, für das Menschengeschlecht erobert und gezähmt, genau so,
wie man aus wilden Pferden und unden zahme Pferde und Hunde gemacht hat. Es gehört natürlich eine Engelsgeduld dazu, aber der Walfisch ist se intelligent, wie ein Seehund. Zuerst mußte man mit dem niedlichen Tiere Fühlung gewinnen. Müller entdeckte eine kleine Bucht, die durch einen Kanal von etwa 15 Meter Breite mit dem Meere in Verbindung steht; diesen Kanal ließ er durch große gußeiserne Tore absperren, und als eines Tages eine Schar junger Walfische auf dem Meere spielte, ließ er sie von Schiffen unisingeln und zehn Weibchen in die kleine Bucht treiben, worauf die Tore geschlossen wurden. Nach vielen Versuden entdeckte man, daß die Walfische eine besondere Vorliebe für eine gewisse Algenart hatten, und da diese Algen auf den Felsen jener Gegend wachsen, konnte die Fütterung der Tiere regelmäßig von statten gehen. Müller fütterte die Wale zweimal täglich, immer an derselben Stelle. Nach einem Monat kannten sie die Stunde und den Ort der Fütterung und famen immer zur richtigen Zeit an. Das war der Beginn der persönlichen Beziehungen. Nach vier Wochen, und jeder Walfisch hatte einen Namen, den er genau fannte; Müller konnte jezt jeden einzelnen seiner Walfische zu sich heranrufen. Nun begann der zweite Teil der großen Aufgabe: die Walfische sollten sich melken lassen. In der Prsten Zeit betrieb man das Melfen mit einem besonderen Apparat, einer Art Saug- und Druckpumpe; diese gesie! aber den Tieren so wenig, daß sie mit einigen Schwanzschlägen die ganze Maschine in die Luft sprengten. Müller brachte heraus, daß die alte Melkmethode immer noch die beste sei. Die Walfische wurden jeden Tag auf eine schiefe Ebene am Meeresstrande getrieben und dort gemolfen.
Biffer aber ist gefunten das Umgelebrte der diefe Beobachtungen b Frauen dazu beftimmt
der industriellen Welt
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Gin wertvoller unter alten Familienp auf das Eigentum vo der Stadt Newyork b von einem Walijer n 1772 nad Newport durch eine von Stoni laffen wurde. Dieje Finanzleute haben Eigentumsrechte geb Recht felber ausnu
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Neues Landi Bereinigten Staaten bare Landftreden ful
Territorien find dara durch Verkauf ftaatlid bereits 20 Millionen bon 200 Ingenieuren i gründet. Nady dem Ur Sings vier Fünftel de aus Mangel an Waffer ein erheblider Zeil vie fonnte. 15-20 Broz eingenommen, deren friedlichen Eroberung nur 2-3 Proz., die fönnten, aber selbst da reich und ertragsfäh Bevölkerung zu ernä einigten Staaten. nehmungen im Wer bom höchsten der gro gespeist wird, im St ift im vorigen Jahr und bezweckt eine A durch ein See von 4 Flädje bon 80 000
Jetzt hat Müller einen Stall von 60 Walfischweibchen; das tägliche Melken dieser Herde besorgen 60 Männer. Vor furzem hat der merkwürdige Walmann seine Tiere auf Aktien gesetzt und eine Gesellschaft gegründet; wenn ge= wisse Versuche über die Butter- und Käsebereitung aus Walfischmilch beendet sein werden, soll die ganze Walfischherde in eine größere Bucht an der Küste von Maine getrieben werden. Dort will man dann eine Walkutterfabrik auf Afiien errichten. Inzwischen beobachtet Müller seine Walfische mit wissenschaftlichem Ernste immer gründlich. hat wiederholt einzelne Tiere aus der Bucht herausgelassen und konnte mit Befriedigung fonstatieren, daß sie von selbst zurückkehrten; das ruhige Familienleben gefällt ihnen jezt offenbar besser, als die ungebundene Freiheit. Zwei Walfischdamen, die allein hinausgezogen waren, kehrten zu Müllers Verwunderung und Freude mit zwei männlichen Walfischen zurück.
Er
Hoffentlich bleiben die ebenso interessanten wie ergiebigen Walfische auch nach der Beendigung der Hundstagszeit ihrem Herrn und Meister ergeben und erweisen sich nicht etwa als Enten aus der hochsommerlichen Brutanstalt.
Hus der Gerichtsfaal.
§ Der Koburger Ehescheidungs- Prozeß. In dem Chescheidungs- Prozeß des Prinzen Philipp von Sachsen- Koburg gegen seine Gemahlin, Prinzessin Luise, findet Termin am 16. Oftober vor dem Landgericht in Gotha ſtatt
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Vermischtes.
Helgolands Schutz. Die zum Schuße gegen Abbröckelungen an der Insel Helgoland vom Marineamt aufgeführten Schußbauten sind jetzt an der nördlichen Seite vollendet. Zuerst wurden drei Schutzmauern von 63, 60 und 24 Meter Länge errichtet. Jetzt ist die vierte, im März d. I. begonnene Schußmauer fertig geworden; sie erstreckt sich nördlich vom Lummenfelsen, ist 85 Meter lang und am Grunde 7,50 Meter, an der Krone 2 Meter breit. Man ist nun noch damit beschäftigt, einzelne weit ausgewaschene Höhlungen im Felsen mit festem Gestein zu plombieren.
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Hungersnot in Spanien. Immer schrecklichere Folgen zeitigt die in der spanischen Provinz Andalusien ausgebrochene Hungersnot. Das sonst so fruchtbare Land entbehrt seit dem Mai des Regens, und so sind die Sommerund Herbsternten ganz zugrunde gegangen. Die Lage der Bevölkerung ist verzweifelt. Die Kinder leben von Tannenzapfen und den Früchten wilder Kakteen, die Eltern erwarten den Tod in ihren elenden Hütten, n denen sich kein Krümchen Nahrung findet und seit Wochen kein Herdfeuer gebrannt hat. Die Erregung über diese Zustände ist im Wachsen. Mit Diebstählen und Plünderungen sing es an, und schon ist es zu offenen Revolten gekommen.
= Sonderbare Geseze in Amerika. In einzelnen Bundes staaten der nordamerikanischen Union haben die legislativen Versammlungen Gesetze mit absonderlichem Inhalt erlassen. So gibt es in Indiana ein gegen das Rauchen von Zigg retten bestimmtes Gesetz, das auch den schon mit Strafe bedroht, der Zigarettenpapier oder Tabak bei sich trägt. In Nebraska ist für die Affen, die von Drehorgelmännern gehalten werden, ein achtstündiger Maximalarbeitstag gesetzlich dekretiert worden. In Illinois werden Mütter, die ihre Kinder vernachlässigen oder sie Mietlingen überlassen, während sie selber zerstreuungen nachgehen, von Staats wegen hart bestraft. In Missouri sieht jedes weibliche Wesen harter Strafe entgegen, das Federn von Singvögeln auf dem Hute trägt, und ebenso jeder Ladenbesitzer, der solche Ware verkauft. In Wisconsin will man jedem Manne, der 30 Jahre zählt und nicht bemeibt ist, eine tüchtige Ertrastener auflegen, es sei denn, er könne den Nachweis erbringen, das er binnen einem Jahre wenigstens einen Heiratsantrag ge stellt und einen Korb bekommen habe.
= Tollwnt durch Mäusebiß. Ein französischer Gelehrter hat in Konstantinopel die Beobachtung machen können, daß ein von einer Maus in den Finger gebissenes Mädchen sechs Monate später an Tollwut starb. Da es ausgeschlossen ist, daß das Mädchen mit einem tollwütigen Hunde oder von der Wut befallenen Kaze in Berührung gekommen war, so kann nur der Mäusebiß die tödliche Krankheit verursach haben. Auch der lange Zeitraum bis zum Erscheinen der Krankheit und deren langwieriger Verlauf deuteten auf die Einimpfung einer nur sehr kleinen Menge von Gift, wie sie eben durch den Biß eines Mäusezahns geschehen sein
fonnte.
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Die Ueberlegenheit des weiblichen Geschlechts. In der Jahressitung der internationalen Gesellschaft der Fabrik inspektion in Detroit in Amerika wurde an der Hand der Statistik festgestellt, daß in zehn Jahren die Zahl der in bezahlten industriellen Stellen befindlichen Frauen von nicht ganz 4 Millionen auf fast 5½ Millionen angewachsen sei. Auch hat sich nach den gemachten Beobachtungen der Geburtensatz des weiblichen Geschlechtes erhöht, die Ste: be
Die Biome läßt der Deutsche Ruhe. Sie meint, da heimsche Spende von allen" Seiten Um den Fall denn and fchiedene Schreiben a Universität:
Reftorat
der Ludwigs Univerfilat Jn Nr. 60 der findet sich eine falsche Da rat Heichelheim an der ficht auf den gleichzeitig b Beteiligung eine Zurüd von mir verlangt.
1. Die Gießener St eine finanzielle Unterstü Kommerzienrat Heidelbein willigen Beitrag zu bem
2. Die Herren S finanzielle Unterfügung Bismardturm ware a Herrn Heichelheim aus bon Dozenten der Land 3. Der felige Bism drehen", wenn er den fönnte, denn die Bebe Denkmal der Gießener freiwilligen Beitrag b
feiner Weise herabgewü
Ich ersuche Sie a
diefer Mitteilung in die wollen und bitte um Zu
Wir haben diei den Absender Rau wacht" in einem Nad
gefez gemäß wären Auch fönnen wir, be
nicht umbin, zu bezwe was der felige Bism Das Rettorat 6 Deutite Bollewacy
Der Rebaft
teile ich den Empi mit Dant mit. Die Belehrun weik was der deplaciert, da fich
Worte der Volte weiß es jetzt jet jene Bemerkung
Dann bring Artikel, der u. a.
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man sich irgend e feit langer Zeit ga etwas besonderes lo Herr Heichelheim d dafür gesorgt, daß finde. Wie sehr m bei der Polemik, bi 8. Auguft gegen die gang treuberzig befen jum Bismardturm ga
Die größten Gießener Neue noch ein ganz spezi Durch die sprachliche das deutsch nationale offenbart. Ec lautet: brochen: ble Steigerung Die Gießener tannt. D. Reb.) tonne Anftreichers nicht schlafe


