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ziffer aber ist gesunken, während beim männlichen Geschlechte das Umgekehrte der Fall ist. Der Inspektor Bodien, der diese Beobachtungen bekannt gab, folgert daraus, daß die Frauen dazu bestimmt sind, das herrschende Geschlecht in der industriellen Welt zu werden!

Ein wertvoller Fund. Ein Viehzüchter in Teras hat unter alten Familienpapieren Dokumente gefunden, die sich; auf das Eigentum von 64 Hektar Boden im Mittelpunkt der Stadt Newyork beziehen. Der glückliche Finder stamnit von einem Waliser namens Hartsfelder ab, der im Jahre 1772 nach Newyork kam und dort Besiz erwarb, der ihm durch eine von König Georg III. bestätigte Urkunde über­Tassen wurde. Diese Urkunde ist niemals entfräftet worden. Finanzleute haben schon 20 Millionen Dollars für die Eigentumsrechte geboten, indessen der Texaner will sein Recht selber ausnuten.

=

Neues Land in Amerika. Im nördlichen Teile der Vereinigten Staaten werden jetzt weite, bislang unbenuß­bare Landstrecken kultiviert. Dreizehn Staaten und drei Territorien sind daran beteiligt. Die Geldmittel sollten durch Verkauf staatlicher Ländereien beschafft werden, die bereits 20 millionen Dollar ergeben haben. Ein Trupp von 200 Ingenieuren ist zur Ausführung der Arbeiten ge­gründet. Nach dem Urteil des Leiters Newell werden aller­dings vier Fünftel des Westens der Vereinigten Staaten aus Mangel an Wasser niemals acerbaufähig sein, obgleich ein erheblicher Teil vielleicht als Weideland benutzt werden fönnte. 15-20 Proz. des Gebiets werden von Wäldern eingenommen, deren Vorhandensein für die Pioniere jener friedlichen Eroberung äußerst wichtig ist. Es bleiben also nur 2-3 Proz., die für den Ackerbau erschlossen werden könnten, aber selbst dann würde das Neuland noch umfang­reich und ertragsfähig genug sein, um eine ebenso große Bevölkerung zu ernähren, wie jetzt die Osthälfte der Ver­einigten Staaten. Bisher sind zwei ausgedehnte Unter­nehmungen im Werk; ein Kanal vom Fluẞ Truckee, der vom höchsten der großen amerikanischen Seen, dem Tahoesee, gespeist wird, in Staat Newada. Das zweite große Werk ist im vorigen Jahr im Staat Arizona begonnen worden und bezweckt eine Absperrung des großen Salzflusses, wo­durch ein See von 40 Kilometer Länge gebildet und eine Fläche von 80 000 Hektar bewässert werden soll.

Die Bismarcksäule auf der Hardt

läßt der Deutschen Volswacht" noch immer teine Ruhe. Sie meint, daß sie mit ihrer Notiz über die Heichel­heimsche Spende in ein Wespennest gegriffen hat, da ihr von allen" Seiten Zuschriften pro und contra zugehen. Um den Fall denn auch genügend zu belegen, druckt sie ver­schiedene Schreiben ab. Den Vortritt gestattet sie der Universität:

"

Rektorat

der Ludwigs Universität.

Gießen, 12. August 1905.

In Nr. 60 der Deutschen Volkswacht" vom 5. August d. J. findet sich eine falsche Darstellung der Art, wie sich Herr Kommerzien­rat Heichelheim an der Bismardsäule beteiligt hat, die mit Rüd­ficht auf den gleichzeitig vorgenommenen groben Ausfall gegen seine Beteiligung eine Zurückweisung und Aufklärung des Sachverhalts von mir verlangt.

1. Die Gießener Studentenschaft ist nicht zu den Juden um eine finanzielle Unterstützung betteln gegangen", sondern Herr Kommerzienrat Heichelheim hat mir aus freiem Antriebe einen frei­willigen Beitrag zu dem Bismarckturm übergeben.

2. Die Herren Studenten waren diesmal nicht auf die finanzielle Unterstüßung nichtstudentischer Kreise angewiesen"; der Bismarckturm wäre auch ohne den freiwilligen Beitrag des Herrn Heichelheim aus eigenen Beiträgen der Studentenschaft und von Dozenten der Landes- Universität errichtet worden.

3. Der selige Bismarck würde sich dreimal im Grabe herum­drehen", wenn er den groben Ausfall in Ihrem Blatte noch hören fönnte, denn die Bedeutung des Bismarckturmes als nationales Denkmal der Gießener Studentenschaft wird durch den generösen freiwilligen Beitrag des Herrn Kommerzienrats Heichelheim in feiner Weise herabgewürdigt.

Ich ersuche Sie auf Grund des Preßgefeßes, die Aufnahme dieser Mitteilung in die Deutsche Volkswacht" gefl. veranlassen zu wollen und bitte um Zusendung eines Beleges.

gez. Vossius.

Wir haben dieser Berichtigung aus Höflichkeit gegen den Absender Raum gestattet, glaubt die Deutsche Volks­wacht" in einem Nachsah hinzufügen zu müssen, dem Preß­gesetz gemäß wären wir dazu nicht gezwungen gewesen. Auch fönnen wir, bei allem Respekt vor der Wissenschaft, nicht umhin, zu bezweifeln, ob das Reftorat wirklich weiß, was der selige Bismarck im Grabe tun würde".

Das Rektorat hat darauf folgende Antwort an die Deutsche Volkswacht" abgesandt: Gießen, 19. August 1905. Der Redaktion der Deutschen Volkswacht zu Friedberg teile ich den Empfang der 3 Exemplare von Nr. 64 den 19. Aug. mit Dant mit. Die Belehrung über den Zweifel, ob das Rektorat wirklich weik was der selige Bismard im Grabe tun würde" ist ganz deplaciert, da sich das Rektorat darauf beschränkt hat, die eigenen Worte der Volkswacht wiederzugeben. Die geehrte Redaktion weiß es jetzt jedenfalls selbst ebensowenig wie damals, als sie jene Bemerkung zum ersten Male zum Ausdrud brachte. ( gez.) Vossius. Dann bringt die Deutsche Volkswacht" einen anderen Artikel, der u. a. folgende Blüten treibt:

"

In der Gießener Bürgerschaft aber fann man sich irgend eine Festlichkeit ohne Sigmund Heichelheim schon seit langer Zeit gar nicht mehr vorstellen. Wo hier irgend etwas besonderes los ist in der Oeffentlichkeit, da ist sicher auch der Herr Heichelheim dabei und prompt wird dann von allen Seiten dafür gesorgt, daß die Kunde seiner Spende die weiteste Verbreitung finde. Wie sehr man hier daran gewohnt ist, das zeigt sich auch bei der Polemit, die die Gießener Neuesten Nachrichten" vom 8. August gegen die Deusche Volts wacht" führten, und worin sie ganz treuberzig bekennen, daß sie bei der Heichelheim'schen Spende zum Bismarckturm gar keine Hintergedanken gehabt hätten.

Die größten U- beltäter sind aber zweifellos die Gießener Neuesten Nachrichten", denn ihnen wird noch ein ganz spezieller Artikel gewidmet, der namentlich durch die sprachliche Reinheit, Korrektheit und Vernehmheit das deutsch nationale Empfinden des geschäßten Einsenders offenbart. Ec lautet:

Die Gießener Allerneuesten"( Mit Bescheidenheit unter­brochen: die Steigerung aller neuesten" war uns bislang nicht be­fannt. D. Red.) tönnen über den Rahm des Wallaublattes und Anstreichers nicht schlafen und so läßt Herr Albin Klein, der Ver­

leger dieser Zeitung, ein gewaltiges Gefeires los, weil die Deutsche Volkswacht" die paar hundert Melochem des Gießener Oberb arjes:

rool Heichelbach als geschmackvolle" Gabe zu einem Bismard: turme bezeichneten. Ist in das Redaktionsbajes des Herrn Klein noch kein Strahl der Erkenntnis gedrungen, so sei ihm mitgeteilt. daß es eine Schmach ist und bleibt, wenn ein deutsches Säulen­heiligtum nur mit Zinsheimergeld erbaut werden konnte. Es war allerdings in Lahnjericho nichts anderes zu erwarten. Und es ist ebenso arm, wenn ein Sprecher der Studentenschaft seine Bismarck­rede begann mit einem Vers des daitschen" Dichters Heine, den dieser, krant in der Ferne weilend" geschrieben habe. Das paßt

zu Heichelbach. Heine, der im Wintermärchen" sagte, Deutschlands Bukunft( also die Kaiseridee, ein einiges Reich, Bismarcks Werk!) stänke wie der Mist aus 36 Gruben!

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Der Artikel spricht für sich selbst und wir wollen dem Ein­sender hier nur noch unseren Dant abstatten für die paar heiteren Augenblicke, die er uns mit seinen Zeilen bereitet hat. Im übrigen glauben wir, da die Deutsche Volks. wacht" ja selbst behauptet, in ein Wespenneft" gegriffen zu haben, sich mit dem deutschen Wahrwort:" Die schlechtesten Früchte( in diesem Falle die Gießener Bismard­säule, die Gießener Studentenschaft, das Rektorat der Landes­Universität, die Gießener Bürgerschaft und zuletzt auch die Allerneuesten") sind es nicht, woran noch Wespen nagen." Die Deutsche" Volkswacht, für uns inhaltlich sehr schwach, hat eben abermals den Beweis geliefert, daß fie gern eine Sache ins Persönliche überleitet. Wäre sie im vorliegenden Falle bei den Tatsachen geblieben, so hätte sie nicht schimpfen können und diese für einen wahren Deutschen unmögliche Eigenschaft kann das Blättchen eben nicht lassen. Nur aus Höflich feit"(!!!!) gegen den Einsender wurde die Berichtigung der Landesuniversität aufgenommen; anstatt sich zu entschuldigen für das Unrecht, das sie der gesamten Studentenschaft, unter denen sich ja auch sehr viele Söhne unserer oberhessischen Landwirte befinden, zugefügt( Kommerzienrat Heichelheim hat den Betrag ja freiwillig gestiftet, da er als ehmaliger Soldat auch ein guter Patriot ist), sucht diese Zeitung ihre Buflucht zu gemeinen grundlosen Auslassungen, die wir hiermit sehr tief hängen. Im Uebrigen fann uns die Volfswacht gar nicht imponieren, wir lachen über die uns speziell gewidmeten Anzapfungen, welche einen gewissen Ronkurrenzneid durchblicken lassen und glauben die Polemik über die Heichelheimsche Spende für uns gleich nach dieser ersten Rückantwort schließen zu können.

Sollten Hirschel und Genossen vielleicht gar mit Neid auf Gießen und seine demnächst fertig werdende, schöne Bismarcksäule herüberblicken, so raten wir ihnen, ebenfalls in Friedberg eine solche Säule erstehen zu lassen.

Lokales.

12. August 1905.

** Die 7 Gießener Hassia: Vereine haben gestern, altem Brauch gemäß, wieder gemeinsam den Tag von Gravelotte und St. Privat in recht würdiger Weise gefeiert. Geschlossen, mit fliegenden Fahnen boran, gingen alte wie junge Krieger zunächst in die Johannes­firche, um dort dem Lenter aller Schlachten zu danken für die glückliche Wendung der großen Beit 1870/71; Pfarrer Euler wußte die ganze Gemeinde sehr zu feffeln und seine Bredigt verfehlte ihre Wirkung nicht. Auf dem alten Friedhof hielt er dann nochmals eine fürzere Ansprache, die einen vollen patriotischen Charakter trug und ebenfalls von den dort noch viel zahlreicheren Zuhörern mit Ernst auf­genommen wurde. Zum Schlusse legte der Vorsitzende des Gardevereins Baurevisor Grünig an beiden Denkmälern,

an

dem unserer gefallenen und gestorbenen deutschen Kameraden wie auch an dem der gefallenen und hier geftorbenen Franzose je einen Kranz nieder. Der dritte Aft spielte sich wieder wie auch in früheren Jahren am Kriegerdenkmal auf dem Marktplatz ab. Auch dort legte nach einer fürzeren Ansprache Kamerad Grünig einen Kranz nieder in Erinnerung an das wieder erftandene einige deutsche Reich. Nach dem Liede: Deutschland, Deutschland über alles", blieben die Teilnehmer noch ca. 1/ 2-1 Stunde im Garten des Café Ebel recht gemütlich beisammen.

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Manöver. Die 25. Feldartillerie: Brigade ( Großh. Hess.), die von den Regimentern Nr. 25 und 26 gebildet wird, hielt in den letzten Tagen zwischen Idstein und Langenschwalbach ein gefechtsmäßiges Frerzieren ab. Heute werden die Regimenter durch den fommandierenden General, Generalleutnant v. Eichhorn besichtigt.

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*** Huddes Hinrichtung und der große Un­bekannte. In den letzten Tagen felportierten auswärtige Blätter das Gerücht, daß der von Hudde angezogene Willi" gefunden und der Vollzug des Todesurteils infolgedessen verschoben worden sei. Wie wir von gut unterrichteter Seite erfahren, hat dieser Zwischenfall die Dispositionen der Staats­anwaltschaft in feiner Weise beeinträchtigt, sodaß die Mit­teilungen hinfällig werden.

L. Ein Burenkämpfer, Feldkornet, der in englische Gefangenschaft geriet und 2 Jahre und 4/2 Monate auf St. Helena zubringen mußte, unterzieht sich gegenwärtig in der Gießener Klinit einer Operation.

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Gleiches mit Gleichem. In einer hessischen Stadt wurde die Brotlieferung für die Armenverwaltung ausgeschrieben. Einer der Bewerber, erzählt die Kl. Presse", wurde zum Bürgermeister gerufen, der ihm mitteilte, ein Bewerber vom Lande fordere fünf Prozent weniger als er. Was man auf dem Lande fönne, müsse er doch auch leisten. Schlagfertig aber entgegnete der Wäcker: Mein lieber Herr, der Bürgermeister von W. tut's auch billiger, als Sie in der Stadt." Und er bekam die Lieferung zum angebotenen Preis.

Man

Gießener Pferdemarkt- Lotterie. schreibt uns: Die Lose des am 6. September stattfindenden Herbst- Pferdemarktes finden guten Absaz. Als Haupttreffer find vorgesehen: ein vierfißiger Viktoriawagen nebst Pferd und silberplattiertem Geschirr, ein eleganter Schlitten mit Plüschpolsterung und Belzbecke nebst Pferd und vernickeltem Bruftblattg shirr, in Lauterbacher Wagen mit Kutschierbock nebst Pferd und Rummetgeschirr, sowie 7 Pferde und Fohlen,

landwirtschaftliche Maschinen, Fahrräder, Nähmaschinen, Haushaltungs- und Gebrauchsgegenstände. Der Wagen und Schlitten sind von A. Kilbinger, das silberplattierte Geschirr, von Sattlermeister Groß, das Brustblattgeschirr von Sattler­meister Spies, der Lauterbacher Wagen von Wagnermeister Führer, das Kummetgeschirr von der Firma Müller& Diebel zu Bießen geliefert. Die Pferde werden auf dem Markt gekauft. Ter Preis de Loses beträgt 1 Mart. Die Biehung findet am 7. September, nachmittags 2 Uhr, in der Turn halle der Stadtfnaberschule statt. Der Vertrieb der Lose ift dem Kaufmann Richard Buchacker zu Gießen übertragen. Lose fönnen von diesem direkt oder von den von dem Genannten eingerichteten Verkaufsstellen bezogen werden.

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Ansichtspostkarten im Berkehr. Wie das Reichs­postamt in der neuesten Nummer seines Amtsblatts bekannt gibt, werden vom 1. September ab im Verkehr mit den europäischen Ländern mit Ausnahme von Großbritannien und Irland briefliche Mitteilungen auf der Vorderseite der Ansichte poftfarten versuchsweise zugelassen. Der für die Mitteilungen bestimmte, durch einen senkrechten Strich ab­zugrenzende Raum darf, wie inneren deutschen Verkehr, feinesfalls die linke Hälfte der Karte überschreiten.

** Obstprämiierungen. Bisher trat das Obst auf den Ausstellungen ohne Berücksichtigung des Klimas und des Produktionsortes in Konkurrenz, maßgebend waren einzig die Güte, das Aussehen und die Form der Früchte. Daß liegt für den Kenner klar auf der Hand. Deshalb ist es bei diesem Verfahren manche Unzulänglichkeiten unterlaufen, dankbar zu begrüßen, daß bei der Obftprämiierung auf der Jubiläums- Ausstellung in Mainz drei auf Grundlage einer für das Großherzogtum angefertigten Karte abgegrenzte Zonen angenommen werden. Nur das Obst aus der gleichen Zone tritt unter sich in bestimmten Klassen in Wettbewerb. Dieses Verfahren wird zum ersten Male angewandt.

Der Kartoffelernte im Kreise Gießen sehen die Landleute mit frcher Hoffnung entgegen. Der Ertrag ist sowohl an Quantität wie Qualität als recht gut zu bezeichnen. Las Wiesengras hat durch den zeitweiligen Regen einen guten Stand und verspricht eine gute Ernte.

-t Klein- Linden, 21. Augst. Gravelottefeier. Der Kriegerverein in Klein- Linden beging gestern eine Gravelotte­feier mit Kirchenparade. Die Feier wurde durch Mitwirkung des Klein Lindener Posaunenchor& verschönt. Am Nach­mittag fand in der Wirtschaft Zur Burg" ein Zusammen­sein der Mitglieder und ihrer Familien statt.

+ Krofdorf, 20. Auguft. Ein Beteran des Lehramts, der 1846 hier geborene Lehrer Philipp Bender, ist Freitag nach wochenlanger Krankheit in Wetzlar verschieden. Der Verstorbene wirkte dort saft 40 Jahre an der Volksschule und gehörte außerdem aud noch den Lehrkörpern der Bergvor- und Steigerschule, der gewerblichen Fortbildungsschule und der landwirtschaftlichen Winterschule an.

XBusenborn, 20. Auguft. Arbeitsniederlegung. Die fremden Arbeiter haben die Arbeit an der neuen Sie stießen auf den blauen, Wasserleitung niedergelegt. harten Felsen und erklären, da sie auf Afford gestellt sind, ieht nicht mehr auf ihren Tageslohn zu fommen.

§ Nieder- Ohmen. Ludwig Langohr 2. zu Nieder­Ohmen beabsichtigt auf der hiesigen Flur ein Schlachthaus zu errichten Pläne und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang auf dem Bureau der Großh. Bürgermeistere Nieder Dhmen zur Einsicht der Interessenten offen.

] Weglar, 20. August. Mit dem am 23. Auguft hier abzuhaltenden Viehmarkte wird eine Stierkörung und Prämiierung verbunden werden.

? Darmstadt, 20. Auguft. Die Allgemeine Garten­bau- Ausstellung ist gestern Morgen vom Großherzog in feierlicher Weise eröffnet worden.

? Darmstadt, 20. August. Ein Kammliebhaber denn er entwendete der Kammfabrit Schlage& Beft, Darm­muß der 18jährige Handlungslehrling Kern von hier sein, stadt, wo er beschäftigt, in der Zeit vom September 1904 bis april 1905 für rund 5600 Mt. Kämme. Die gestohlenen Kämme sette seine Mutter an Friseure ab. Die hiesige Straffammer verurteilte den Handlungslehrling zu 1 Jahr Gefängnis und seine Mutter, die bereits vorbestrafte Maria Kern, zu 1 Jahr 1 Monat Zuchthaus.

Brief- und Fragekaften der Redaktion. Obst. Mit Ihrem Pseudonym sind wir einverstanden. Im übrigen behalten wir uns alle Entscheidungen vor.

1

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen.

Es können eingestellt werden:

6 Bau- und 1 Kunstschlosser, 1 Schmied, 1 Heizer, Strickerin, 13 Schreiner, 1 Stüfer, 2 Brötchenträgerinnen, 1 Friseur, Schneider, Erdarbeiter, Taglöhrer und jüngera Arbeiter( auswärts), 1 jüngere Hausbursche, 1 tüchtiger Fuhrmann, 1 Köchin( auswärts), Dienst- und Haus­mädchen, Lauffrauen oder Mädchen, 1 Fuhrknecht.

Lehrlinge: 2 Schlosser, 2 Schreiner, 2 Bäder, 1 Friseur, 1 Schuhmacher.

Es suchen Arbeit:

1 Schmied, 2 Spengler, 1 Maschinenschlosser, Maschinist oder Heizer, 1 Buchbinder, 2 Wäscherinnen, 1 Schneider, 1 Installateur, 1 Lauffrau, Haus- oder Bureaudiener, 2 Bureaugehilfen, Kassierer.

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Gießen wirtschaftlicher Wetterdiens Borenstliche Bitterung in Hessen für Dienstag,

22. August. Kühler, wollig, stellenweise Regenfälle. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.)

Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenter: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen.