eft hinein gearbeitet,
19.
Cofeffor der Chemie Luft ausgelegt, zehn geschieht dies durch le des-"
Wenn
Herr Profeffor?" Mein Herr, hier ift das ist eine ernste dachte mein Vater sgelegt, fein Rohlens en hatte. Er fragte , und ich riet ihm, len zu legen. Seits ganzen Monat lang
per
nes Linderungsmittel schabt ihn fein und gestoßenem Kandisufgelöst ist, läßt man
ch fließen( nicht aus
Teelöffel voll, ganz
d abends vor dem
eim Husten ist es,
nd es mit der einen m Leibe hält. Auch
Honig, halb gutem grat von oben nach sanit, aber gut ein.
rsicht bei geschlossener
Dien geschehen.
it entweder die Folge Sielem Reden, Singen ustfrankheit, und be Ths. Ein gutes Mittel ndiszuder und etwas on Gartenrettig sein. nig, oder bereitet mit Diefer Stoff hilft bei nung, Kurzatmigkeit
Brust. Schwäche wußt.
eser Tee wirklich so er von dem nicht ge
!"
der dicke Herr Nudel -Des Echos wegen,
er denn aber blos der leibhaftige WiderI, mal eine Zeitlang
fagt, wie er."
vas Gutes haben die wäre?"- Kastellan: sehr bekrizelt!" Ihnen das Trauerspiel in Lustspiel oder ein
nitte!, vandt,
Lernfittel. enhand.
opf und den Ful
zum Schluß
fter Nummer
Nr. 299.
Jalertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberbeen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Bfg.
Bebatton u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechenschink Nr. 362.
Mittwoch, den 20. Dezember 1905
Gießener
14. Jahrgang
Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Bfg., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( tägl und die Gießener Ceifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.
Neueste Nachrichten
( Gießener Tageblatt)
Anabhängige Tageszeitung
( Gießener Zeitung)
für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.
Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen.
Єine deutsche Antwort?
Aus diplomatischen Kreisen wird der Deutschen ReformKorrespondenz" geschrieben:
Ministerpräsident Rouvier hat in der französischen Deputiertenkammer das von ihm über die marokkanische Angelegen= heit zusammengestellte Gelbbuch erläutert und damit bei seinen Hörern großen Beifall gefunden. Seine bei aller Mäßigung würdige Sprache hat den Franzosen so sehr zugefagt, daß der Vorschlag aufgetaucht ist, man solle der Anerkennung für den Ministerpräsidenten durch seine demnächstige Ernennung zum Republifpräsidenten Ausdruck geben. Ob der Vorschlag den nötigen Antlang finden wird, bleibt abzu= warten. Wir halten es für wenig wahrscheinlich. Die Fraktionen in Deputierten fammer und Senat haben schon lange ihre Kandidaten und sind so impressionabel nicht, daß fie um einer wohlgefeßten Rede willen sich auf sieben Jahre binden sollten. Für uns wäre Herr Rouvier gewiß ein sehr willkommener Präsidentschaftskandidat. Wer an der Spize des Ministeriums fich so taftvoll und zu freundlicher Verständigung flug geneigt gezeigt hat, der würde an der Spizze des Staates sicher eine freundnachbarliche Politik vertreten und etwaige neue Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen wissen.
Auch außerhalb der Grenzen Frankreichs ist Rouviers Rede ebenso wie Rouviers Gelbbuch mit Zustimmung aufgenommen worden, und wir selbst find gern bereit, dem Gelbbuch das Zeugnis auszustellen, daß es ein geschicktes Plädoyer bildet. Aber ein einseitiges Plädoyer ist ein diplomatisches Buntbnch immer. Daß Herr Rouvier nicht unge= fällig dabei verfährt und feinen positiven Verstoß gegen die Wahrheit sich zu Schulden kommen läßt, bleibt sein Verdienst, das ihm nicht geschmälert werden soll. Deshalb er= fordert ein diplomatisches Buntbuch, das von einer Partei herausgegeben worden, fast regelmäßig die Ergänzung durch ein von der anderen Partei zusammengestelltes Buntbuch. Aus den beiden Darstellungen zusammen ergibt sich dann ein vollständiges und richtiges Bild. Es ist möglich und beinahe wahrscheinlich, daß man in Berlin nach dem Pariser Muster verfahren und zu der Rouvierschen Arbeit die Ergänzung liefern wird. Freilich braucht man nicht einmal aftenfundig, braucht man bloß ein einigermaßen aufmerksamer Zeitungsleser zu sein, um in dem Rouvierschen Gelbbuch flaffende Lücken zu finden, die unmöglich zufällig und ohne ganz bestimmte Absicht entstanden sein können. Wer das Gelbbuch liest- wir greifen blos ein Beispiel heraus der erfährt feine Silbe davon, daß während der Verhandlungen über die Maroffo- Angelegenheit das französische Kabinett den Minister des Auswärtigen Herrn Delcassé ,, ausschiffte", was, wie man sich erinnern wird, nicht ohne einiges Geräusch geschah. Die französische Marokkopolitik war von Herrn Delcassé eingeleitet und ist von Herrn Rouvier in die Bahn der Verständigung übergeleitet worden. Das waren zwei ganz ver= schiedene Richtungen. Die zweite bedeutete einen vollständigen Bruch mit der ersten. Davon findet sich keine Andeutung in dem französischen Gelbbuch, das den Eindruck macht und machen will, als hätte Frankreich in Marokko stets und einem unbegründeten, nur auf einem Mißverständnis fußenden Verdacht Deutschlands begegnet, und als setzte es jetzt,
weroen bet unjer ständig das unveränderte Ziel verfolgt, als wäre es dabei
Donnerstag un und nachmittag
gehalten. Die nach Beseitigung jenes Mißverständnisses und nach großihre Zinsen in& m mütiger Rücksichtnahme selbst auf einen haltlosen deutschen
laffen. Das Beifd ie Einleger auch folgen, da am 1. Ja
sen in den Büchern hat nehmen müssen? weshalb man
cieben und verzinst we Bublikums mit der ht bis gegen Ende
Dann der Zudrang et
Verdacht, seinen vorigen Weg fort, von den guten Wünschen des zwar geschonten aber doch einigermaßen beschämten Deutschland geleitet. Verwundert fragt man sich, weshalb denn unter solchen Umständen Herr Delcassé seinen Abschied ihn so unsanft aus dem Kabinett entfernt hat? Auch ein Sündenbock wird nicht in die Wüste geschickt, es müßte denn zuvor eine Sünde begangen sein. Es ist ja möglich, daß Herr Delcassé nicht der Schuldige war, aber eine Schuld muß vorhanden gewesen fein, für die er büßte. Das Gelbbuch darf davon schweigen; ihre Schweigfamkeit das Gedächtnis der Menschen auszuLöschen. Herr Rouvier schloß seine erläuternde Rede zu dem Gelbbuch mit den schwungvollen, nach unserem Geschmack selbst und im Bewußtsein der Größe seiner Geschichte und feiner Geschicke, wir bekräftigen es laut, nichts als seine Rechte, seine Interessen und die volle Betätigung seiner Freiheit wahren." Das ist sehr schön von Frankreich und sehr schön
eine schnelle Beförde aber die Verfasser des Gelbbuchs dürfen nicht hoffen, durch
ember 1905.
zirkssparkasse Gie etwas geschwollenen Worten: Frankreich will, sicher seiner
er.
Schlofferarbe
e Herstellung eines Trebon Herrn Rouvier. Aber Herr Delcassé muß doch etwas weg zwischen Liebig anderes gewollt haben oder dieselben Worte ganz anders
rd. 38., vorm. 11%
berstanden haben; sonst wäre er nicht zum Rücktritt gezwungen worden. In der Tat wollte Herr Delcassé den Krieg, und Herr Rouvier wollte ihn nicht, und das war von Herrn Rouvier so flug wie verdienstlich. Wie war es ferner mit den Versprechungen, die wirtvon englischer Seite Herrn Delcassé gemacht worden sind? Das französische Gelbbuch leugne nichts und bestätigt nichts, es verschweigt blos. Das ist sein gjutes Recht. Aber unser gutes Recht ist es, uns und andere 3: 4 erinnern, damit nicht in Vergessenheit gerate, was jedermann gewußt hat.
reibung und Beding lich oder angeblich
unden bet uns zur E
Sciebenem Formul ne bis zum borgen Buschlagsfrift 20
ember 1905.
Tiefbauamt
аф.
nichts errzählen.
von
-
Selbstverständlich wird auch ein deutsches Weißbuch Herrn Delcassés verbrecherischer Torheit Das verbietet die internationale Höflichkeit.
Es ist überdies von uns aus nicht nötig. Die Geschichte des jüngsten Abschnitts der Marokkofrage läßt sich ganz kurz and einfach erzählen: Frankreich wünschte, was ihm niemand verdenken wird, mit Marokko ebenso zu verfahren, wie vor längerer Zeit mit Algier und vor fürzerer Zeit mit Tunis. England hatte nichts dagegen einzuwenden, stimmte vielmehr ausdrücklich zu. Deutschland hatte Einwendungen und machte sie geltend. Herr Delcassé empfand es als eine Kränkung, daß er gezwungen wurde, an Deutschland zu denken, während er es ignorieren wollte. Er war sogar bereit, sich auf ein gefährliches Abenteuer einzulassen. Seine Kollegen fielen ihm in den Arm und warfen ihn hinaus. Frankreich erkannte die deutschen Einwendungen, die es besser von vornherein beachtet hätte, als berechtigt an, und die Konferenz in Algeciras oder in Madrid wird für das sehr einfache Verhältnis eine sehr fomplizierte Formel finden.
Wenn dem Reichstag ein Weißbuch vorgelegt wird, so wird das sein ungefährer Inhalt sein. Reichskanzler Fürst Bülow wird dann auch eine Erläuterungsrede dazu halten, wahrscheinlich geistreich und wißig, wie immer; vielleicht zur Abwechselung einmal nüchtern und trocken; unter feinen Umtänden pathetisch. Das hat Fürst Bülow nicht nötig.
Der Schrecken regiert!
Wenn die übrige Welt das Weihnachtsfest als ein Symbol des Friedens begeht, ist man in Rußland noch nicht soweit. Dort hat man einen anderen Kalender, und für den Sankt Nikolaustag wird ein groser Ausbruch befürchtet, und die Regierung trifft gegen diesen ihre Borbereitungen.
Es erscheint allerdings sehr fraglich, ob die Regierung noch die Macht hat, weitere schlimme Dinge abzuwenden. Die Truppen in Defensive.
In den Ostseeproainzen ist das flache Land ganz in den Händen der Aufständischen. Die Truppen, soweit sie nicht der Volkswut zum Opfer gefallen sind, stehen in den größeren Städten und versuchen diese zu verteidigen. Immer schrecklichere Szenen werden aus den Kämpfen befannt. Aus Mitau wird darüber berichtet:
In dem Orte Tuffum hatten die Letten Drahthindernisse hergestellt. Nachts zündeten sie die Häuser an, in denen die Truppen lagen. Als diese herauseilten, gerieten sie in die Hindernisse und wurden erschossen und erschlagen. Den Leichen wurden die Augen ausgestochen und Ohren und Hände abgehackt.
Was noch in kleinen Trupps verteilt an Soldaten aus dem Lande steht, ist jedenfalls verloren.
Nachgiebigkeit an die Armee.
Um die letzte Säuie des Barentums fest zu erhalten, ist der Zar auch auf die Forderungen des Militärs eingegangen. Aus Petersburg wird gemeldet:
Ein kaiserlicher Tagesbefehl ordnet eine bessere Verpflegung und eine Erhöhung der Bezüge der Mannschaften aller Waffengattungen an. Die Mannschaften sollen ferner auch warme Decken, Bettwäsche und Seife geliefert erhalten.
Es fragt sich nur, ob nicht auch hier wieder die Erfüllung der Forderungen, vorausgesetzt, daß sie überhaupt ernsthaft gemeint ist, zu spät kommt, als daß damit der Fortgang des Schreckensregiments aufgehalten werden könnte.
Politische Rundschau.
Deutsches Reich.
Die schlimmen Verhältnisse in den russischen Ostsee provinzen haben zur Einleitung einer Hilfsaktion für die zu erwartenden deutschen Flüchtlinge aus Kurland, Livland und Efthland geführt. Auf Einladung des Ober präsidenten von Moltke fand in Königsberg eine Besprechung statt. Es ist ein Aftionskomitee hauptsächlich für die Unter bringung der Flüchtlinge und ihre eventuelle Weiterbeförde rung sowie ein Sammelkomitee behufs Gewinnung der er forderlichen Mittel für die einstweilige Verpflegung der gänzlich Mittellofen gebildet worden. Das Komitee wird alsbald mit einem Aufrufe an die Deffentlichkeit treten. Die Reichsregierung sieht diese Hilfsaktion mit Wohlwollen, hat befanntlich auch Schiffe zur Aufnahme bedrängter Deutscher nach den russischen Häfen gesandt. Mit aller Entschiedenheit lehnt dagegen die Reichsregierung eine weitere Einmischung in die russischen Angelegenheiten ab, wie sie von verschiedenen Seiten gefordert wird. Einem Gesuch des schweizerischen Bundesrats folgend, hat die deutsche Reichsregierung sich bereit erklärt, die in Riga lebenden Schweizer unter ihren Schutz zu nehmen und auf den deutschen Schiffen unterzubringen.
* Die vielfach verbreiteten Nachrichten, daß in letter Stunde neue Schwierigkeiten für die Marokko- Konferenz fich geltend zu machen begännen, sind mit Vorsicht aufzunehmen.
Deutschland und Frankreich sind, wie unser C.B.- Mitarbeiter aus bester Quelle erfährt, vollkommen einig, daß sie am 5. Januar zusammentreten und fein Zwischenfall den Beginn ihrer Arbeiten hindern soll. Wenn die spanische Re
gierung den Vorschlag gemacht hat, die Konferenz nach Madrid statt nach Algeciras zu berufen, so ist dabei keine politische Absicht, sondern weniger die Erwägung maßgebend gewesen, daß den Konferenzteilnehmern in Algeciras nicht das gleiche Maß von Gastfreundschaft geboten werden fönnte, wie in Madrid. Die vorige Maroffofonferenz hat in Tanger begonnen und ist in Madrid zu Ende geführt worden. Es ist möglich und beinahe wahrscheinlich, daß die neue Marokkotonferenz in Algeciras eröffnet und in Madrid beschlossen wird. Jedenfalls wird am 5. Januar 1906 als Anfangstermin festgehalten.
* Auf die Berliner Kundgebung für ein deutschenglisches Einvernehmen hat der englische Premierminister Campbell- Bannermann eine Antwort erteilt, in der er sein volles Einverständnis zum Ausdruck bringt. Das neue englische Kabinett will, wie es heißt, eine diplomatische Aus= sprache zur freundlicheren Gestaltung der Beziehungen beider Staaten herbeiführen.
* Wegen der in Shanghai ausgebrochenen Unruhen ist ein deutscher Kreuzer von Tsingtau nach Shanghai zum Schutz der deutschen Kolonie abgegangen.
"
* Die deutsche Antwort an die brasilianische Regierung in der Panther"-Angelegenheit stellt fest, daß Steinhoff nie an Bord des Panther" gewesen sei. Da nach den au= gestellten Ermittelungen die an Land gesandten Offiziere und Mannschaften sich einer Ueberschreitung ihres Auftrages schuldig gemacht, hat die deutsche Regierung der brasilianischen ihr Bedauern ausgesprochen.
* Nach einer jetzt veröffentlichten Liste beziffern sich die Opfer des Krieges in Deutschsüdwestafrika, der jetzt zwei Jahre dauert, einschließlich der ermordeten Farmerfamilien auf 1997 Personen. Davon find 1775 tote oder verwundete Militärs. Wegen Krankheit sind heimgeschickt rund 1000 Mann. Im Gefecht verloren die Truppen 1172 Mann, darunter 110 Offiziere.
Für den Transport von Proviant sollen 300 Kamele nach Deutschsüdwestafrika verschifft werden, um als Ersat für die durch die Kinderpest unbrauchbaren Ochsen zu dienen. Das Kolonialamt hat die Firma Hagenbeck in Hamburg bereits mit dem Ankauf der Kamele in Abessinien beauftragt. Sie sollen Ende dieses Monats per Dampfer nach Swakop mund verschifft werden.
* Die Neigung zu Wahlrechts demonstrationen scheint ansteckend zu wirken. Die sozialdemokratische Partei Elsaß= Lothringens beschloß auf ihrer Landesversammlung zu Kolmar, im ganzen Reichsland am nächsten Sonntag behufs Erlangung des gleichen, geheimen und allgemeinen Wahlrechts zum Landesausschuß Demonstrationen zu veranstalten. Dem Landesausschuß soll das Resultat der Kundgebungen in einer Resolution übermittelt werden. Hoffentlich werden bei der geplanten Aktion solche unerfreulichen Erscheinungen wie jüngst im Königreich Sachsen vermieden.
* Die Arbeiten des beauftragten Ausschusses zur Wahlrechts- Aenderung in Hamburg sind beendet. Die Grenze zwischen den beiden Klassen ist bei einem Einkommen von 2500 Mart gezogen, sodaß etwa drei Fünftel der Bürger 24 und die übrigen zwei Fünftel 48 Abgeordnete in den allgemeinen Wahlen zu wählen haben. Ob die Vorschläge Gesetz werden, ist noch ziemlich fraglich, da eine Berfassungsänderung notwendig ist. Für diese ist aber eine DreiviertelMajorität der Bürgerschaftsversammlung notwendig, in der bei Beschlußfassung auch dreiviertel aller Vertreter anwesend sein müssen. Ob die Freunde der Wahländerung so start sein werden, ist noch nicht zu übersehen.
Die Polizeidirektion zu Dresden gibt durch Straßenan anschlag ein Verbot von Aufzügen und Ansammlungen auf den Straßen bekannt. Sie nimmt dabei auf das sächsische Vereins- und Versammlungsgesez und das Reichs. Strafgesetzbuch Bezug.
* Die bayerische Kammer der Reichsräte hat sich für die Gewährung von Diäten für die Geschworenen und Schöffen ausgesprochen und die Regierung ersucht, im Bundesrate in dirjem Sinne zu wirken.
Balkan- Staaten.
** Als besonderes Weihnachtsgeschenk scheint das zu Ende gehende Jahr 1905 allerorten Ministerkrisen zu bringen So nach dem Vorgange Italiens und Griechenlands auch Montenegro. Die bisherigen Minister traten zurück und an ihre Stelle wurden in das neue Kabinett berufen: Ministerpräsident und Minister des Auswärtigen Lazar Miuskowitsch, Finanzen Andra Radowitsch, Krieg General Kutowitsch, Inneres Labud Grinitsch, Justiz Milo Dogitsch, zugleich Leiter des Unterrichtsmini riuvis. Zum Präsidenten der Stupschtina wurde Petrowitsch gewählt.
**
k **
Hof und Gefeilschaft.
Der Kaiser empfing gestern en aus Deutschsüdwestafrika zurückgefommenen General vo rotha zur Meldung Der russische Botschafter in Berlin, Graf OstenSacken, überbrachte dem Reichstanzler Fürsten Bülow im Auftrage des Zaren die Brillanten zum Andreas- Orden. Daß die Ueberreichung am 19. Dezember, dem Namenstag des Baren, erfolgte, ist als eine besondere Aufmerksamkeit Anzusehen.


