Ausgabe 
20.5.1905 Erstes Blatt
 
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zieren ein Bescht zugegangen jet, teme yaarianten uver ote Kriegslage zu veröffentlichen. Den Grund für das Verbot follten die Aeußerungen Generals Leutwein gegenüber Ver­tretern der Presse abgegeben haben. Von zuständiger mili­tärischer Seite erfährt unser Berliner CB- Mitarbeiter, daß ein generelles Verbot der geschilderten Art an die Offiziere nicht ergangen sei.

Zum Gouverneur von Togo ist an die Stelle des nicht mehr auf seinen Bosten zurückkehrenden Gouverneurs Horn Grai Zech ernannt worden. Zech war bisher stellvertreten­der Gouverneur.

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Die Bestrebungen zur Abschaffung der Bestechungs­gelder, die von Lieferanten an Angestellte kaufmännischer und industrieller Betriebe gezahlt werden, haben jetzt zu po­sitiven Schritten der Reichsregierung geführt. Die bestehen­den Mißstände sind vom Reichstag schon bei der letzten Etats­beratung anerkannt worden. Der Staatssekretär des In­nern hat jetzt die Bundesregierungen ersucht, in dieser Rich­tung Ermittelungen anzustellen. In erster Linie werden die Handelskammern gehört werden. In Orten, wo geeig­nete Vertretungen von Angestellten bestehen, wird auch die­sen Gelegenheit gegeben, sich zu äußern.

Rufeland.

Wieder hat eine Bomben- Explosion stattgefunden, dies­mal in Warschau. Ein Mann, der es augenscheinlich auf den Generalgouverneur Marinowitsch und andere höhere Beamte abgesehen hatte, stürzte, als er von der Polizei ver­felgt wurde, zu Boden. Dabei explodierten die Sprengstoffe, die er bei sich trug. Drei Personen wurden getötet, sechs schwer verletzt.

Der Kampf der russischen Propagandisten der Tat gegen die Polizeigewalt geht eben ohne Unterbrechung weiter. Auch in Mitau wurde ein Polizeispiel auf offener Straße überfallen und durch Dolchstiche getötet. Die Mörder konn­ten nicht ergriffen werden, obwohl sie bekannt sind. Die Pe­tersburger Polizeibehörde bietet vergeblich hohe Salaire für Geheimpolizisten, es will sich kaum noch jemand zu dem ge­fährlichen Geschäft hergeben.

Türkei.

Heftige Kämpfe gegen griechische Banden haben die türkischen Truppen auszufechten. Bei Saloniki verloren die Regierungstruppen in einem Gefecht 25 Tote und Verwun­dete und mußten sich zurückziehen, bei einem zweiten Zu­sammenstoß hatten sie ebenfalls starke Verluste. In Mo­nastir explodierte eine von Mitgliedern des mazedonischen Romitees gelegte Bombe. Zehn Personen wurden getötet.

Hof und Gesellschaft.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Kaisertage von Wiesbaden steht die Königin Margherita von Jta­lien. Die Kaiserin ist stetig um den hohen Gast besorgt. Nach der glänzend verlaufenen Aufführung der Jungfrau von Orleans" wurde die Königin von der Kaiserin in ihre 3ohnung in die Villa Acker zurückgeleitet und am Tage da­rauf ebenso zu der Parade abgeholt, die der Kaiser anläßlich des Geburtstages des Kaisers von Rußland über die Gar­nison abnahm. In einem mit gelben Rosen geschmückten Wagen fuhren die fürstlichen Damen zum Paradefeld, wohin der Kaiser in Kürassier- Uniform mit gelbem Küraß vom Schlosse aus durch ein Spalier der Vereine geritten war. In der Parade standen das Füsilier- Regiment von Gers­dorff( Kurhessisches) Nr. 80, die Unteroffizierschule zu Bie­berich und das 27. Artillerie- Regiment. Gelegentlich der Parade ließ sich der Kaiser eine Anzahl der in Wiesbaden weilenden russischen Offiziere vorstellen. Die Rückkehr s Raisers nach Berlin erfolgt am morgigen Sonntag.

Prinz August Wilhelm von Preußen, der vierte Bohn des Kaisers, wird im Sommersemester 1906 an der Unibert Bonn studieren.

Heer und flotte.

Der Kaiser nnd die Grenzregimenter. Wie aus Mörchin­gen mitgeteilt wird, hob der Kaiser bei seiner kürzlichen An­wesenheit in einer Ansprache an die Offiziere hervor, daß Jeine Gedanken oft bei den in Möringen stationierten Regimentern verweilten. Er wisse, daß diese Regimenter auf manche Vorzüge anderer Garnisonen verzichten müßten; um so höher stelle der Kaiser die hier geleistete Arbeit, und gerade deshalb gelte der Garnison ven Mörchingen seine besondere Fürsorge. Er sei sehr aufrieden mit dem, was er gesehen, und überzeugt, daß die Regimenter im Ernstfalle Ihre Schuldigkeit tun würden.

Deutfcher Reichstag.

( 186. Siguig.) CB Berlin, 19. Mai. Die erste Beratung des Gesetzentwurfs betreffend die Ausgabe von Reichsbanknoten zu 50 und 20 m f. gab über das Schicksal der Vorlage noch gar keine Klarheit, in der Diskussion hielten Gegner und Freunde einander die Wane. Eröffnet wurde die Debatte mit einer Rede des noticnalliberalen Abg. Büsing, der das Bedürfnis be­strit und grundsätzliche Einivendungen gegen die Ausgabe von Noten unter 100 Mart erhob. Ihm schlossen sich der Sozialdemokratische Abg. Bernstein, der Abg. Raab von der wirtschaftlichen Vereinigung und der Abg. Dr. Arendt von der Reichspartei an. Man sah also entschie­dene Goldmährungsmänner und den eifrigsten Vorfämpfer des Bimetallismus Schulter an Schulter kämpfen. Der Staatssekretär des Innern af Posadowsky wies auf diese seltene Erscheinung h... und erklärte sie daraus, daß die Herren theoretische Gesichtspunkte vorwalten ließen, während für die Regierung lediglich praktische Rücksichten ausschlaggebend seien. Diese aber sprächen für die Vorlage. Aus dem Hause traten für deren Annahme die Redner des Zentrums Dr: Bachem, der Konservative Freiherr von Richthofen, die Freisinnigen Eickhoff und Momm sen und namens eines Teils der Nationalliberalen Dr. Paasche ein. Nachdem noch der Präsident des Reichs­bankdirektorins die Ausführungen des Staatssekretärs ergänzt hatte, murde die Diskussion geschlossen. Einen An­trag auf Stommissionsberatung lehnte das schwach besetzte Haus mit knapper Mehrheit wider Erwarten ab, fam aber den Wünschen der Gegner der Vorlage insofern entgegen, als sie von der sofortigen zweiten Beratung absah und die zweite Lehung des Gesetzentwurfs zur Entlastung des Reichsgerichts fortsette.

Preussifcher Landtag.

Haus der Abgeordneten.

RK Berlin, 19. Mai. ( 184. Sigung.) Die ganze Sibung gehörte heute der Beratung und den Abstimmungen über die Arbeiterausschüsse. Mit besonderer Spannung drängte sich die imponierende Zahl der anwesenden Volksboten um den Abg. v. Heydebrand, der nach dem Freisinnigen Leser das Wort ergriff. Dieser schilderte die Gefahren, die von den Sozialdemokraten in alle sozialpolitischen Organisationen hineingetragen sind, und bezeichnete die Kommissionsbeschlüsse( also das aus­drückliche Verbot der politischen Tätigkeit und die öffentliche Wahl) als unumgänglich notwendig. Begeisterte Zustim­mung der Rechten begleitete die Rede, ja zum Schluß mußte der Präsident sogar das Händeklatschen als nicht üblich rügen. Schtver hatten es die Minister Schönstedt und Moeller, die nun hintereinander das Wort ergriffen, sich bei der herrschenden Bewegung Gehör und ihren Gegen­gründen Geltung zu verschaffen. Noch weniger gelang das den folgenden Rednern, denn alles war schon auf die Ab­stimmungen gespannt. Und nun gab's den Zusammen­alle bruch", der für die zweite Lesung wenigstens Berständigungsversuche zu nichte machte. Denn der poli­tische Paragraph" wurde zwar in einer von den National­liberalen gemilderten Form( Antrag Dippe) angenommen, für die auch die Regierung zu haben gewesen wäre, die ge­heime Wahl aber, deren Wiederherstellung beantragt war, wurde abgelehnt, und, nicht zufrieden damit, lehnten nun die Konservativen auch den ganzen§ 80 f, der die Bestimmungen über die Arbeiterausschüsse enthält, ob, weil der Antrag Dippe angenommen war. Die Freunde der geheimen Wahl aber lehnten den§ 80 f ab, weil darin nun die öffentliche Wahl festgelegt war, und so war der ganze Paragraph in der Kommission 3- fassung durch gefallen. Aber auch für die Regie. rungsvorlage war keine Mehrheit zu erlangen, und so ist das Resultat der ganzen heutigen Sizung: nichts. Morgen perden Anträge aus dem Hause beraten, am Montag die heutige Debatte fortgesetzt, und zwar kommt nun der sani­täre Arbeitstag an die Reihe.

Cokales.

20. Mat 1905.

Der Machtkampf im Schneidergewerbe. Unsere Zeit ist das Schlachtfeld, auf dem die sozialen und wirtschaftlichen pfe in einer nie zuvor gekannten Heftigkeit ausgefämpft werden. Die gute alte Beit, in der der Ges lle bei dem Meister um Arbeit vorsprach und jedes. mal mit ihm Arbeitszeit und Lohn regelte, ober weiter in die Welt zog, ohne das Gewerbe aus bem gewohnten Gleis: zu bringen, ist endgültig vorbei und wir wünschen sie nicht mehr zurück. An Stelle des Enzelnen sind die Organisationen getreten, beide Faftoren der heutigen Produktionsform haben sich in machtvollen Verbänden gesammelt, an denen das einzelne Glied einen festen Rückhalt besitzt und die mit eisernem Willen Macht gegen Macht seßen. Hüben wie drüben wächst die 8 ffer an, was zwischen den Organisationen steht, das wird unerbittlich zerrieben! Daß man an manchen Härten und Schreffen, die nicht gleich abgeschliffen werden fonnten, sich stößt, ist nur zu begre flich.

und wünschen wir, daß auch im Schneidergewerbe der un selige Streit bald schweige und der Friede auf tariflicher Grundlage abgeschlossen werde, denn die bietet die einzige Gewähr für seinen dauernden Bestand. Den Keim zu neuen Gefahren aber legt man, indem man bis zur Verblutung

April 1888 in ie Shuhmacherhandwer Befungen fowohl, als berfloffenen Herbst

Landigen Heußerung

der einen Partei wartet, um ihr die Friedensbedingungenen Gehilfen gehörig zu diktieren, denn dann wäre dieser Kampf umsonst gefämpft Effengericht Homber

Seitdem der deutschen Arbeiterschaft das Koalitionsrecht gef Blich gewährleistet ist, hat sie nicht gefäumt, ihre Kräfte in festgeschlossenen Vereinigungen zu fonzentrieren und die Hbung der Lage der arbeitenden Klassen in ibre Feldzeichen zu setzen. Aber auch auf der anderen Seite ist man nicht müßig geblieben, sondern hat in nicht minder zu unter­schäßenden Drganisationen gewaltige Schanzwerte vor das Lager der Arbeitgeber geworfen. So steher sich die Barteien 68 an die Zähne bewaffnet gegenüber und ein Funken, der n den durch Jahre reichlich angesammelten Zündstoff fällt, vermag die Minen zum Ausfliegen und die zweischneibigen Klingen des Generalstreits und des look out zu reuzen zu bringen.

Seit Wochen tobt der Kampf im Schneidergewerbe. Aus den anfänglich fofalen Bänkeleien in Gießen, Ham­burg und Leipzig hat sich die Schlacht auf der ganzen Linie entwicket Alle Reserven sind einberufen und auf beiden Seiten feuert man mit dem schwersten Geschüß und führt neue Sturmfolonnen heran. Aus dem ganzen Reiche laufen die Meldungen zusammen von Aussperrungen und Arbeits­einstellungen. Nachdem in Mainz schon vor einigen Tagen die Arbeitseinstellung wegen Streifarbeit erfolgte, hat die Zentralleitung der Meister- Organisation von München and auch an Frankfurt der Befehl zum Waschieren geschickt. Die Wirfung war die vorausgesehene: die Gehülfen weigerten sich, den Revers:

und ein Kampf, in dem es feinen Sieger, soadern nur Be siegte gibt.

G. H.

enommen wurde.

nter Eid falsche Aus

Die Eache so bar, als

** An der Ende dieses Monats in Gießen stattfindenden lagten ohne Grund ü öffentlichen Versammlung der Sektion Oberhessen der Ge beftritt er, gefchimpft

sellschaft für soziale Reform nimmt auch der bekannte Sozialpolitiker Staatsminister Frhr. v. Berlepsch teil.

*** Sterbekasse. Heute Abend 9 Uhr findet im Restaurant Feibel zu Gießen eine außerordentliche General- Versammlung der Sterbefasse statt. Zahlreiche Be teiligung der Mitglieder ist dringend erwünscht.

unter Hinweis auf bi

en Auslagen. Da b doiftierte ihm die Bugleich wurde her adverfländiger Babofftung verfügt.

** Die Gießener Freiwillige Gail'sche Feuer Bhilippi von Raffe wehr hält am Montag, den 22. Mai, eine Haupt- Uebung ab. Gemeinde Eichelbe

Der

Seit mit gegr

Mit beinen E In dir, mein Soll heat' me Der Frühling Bog wieder

Du trautes Du Wallfa Wo junges

Dir bleib In bir bie Und holder

O Mißgeburt. Ein junges Huh mit 4 Flügeln faberlichen Gewerbe und 4 Beinen ist anfangs dieser Boche in einer Geflügel ausgegangenem Straf terei der oberen Lier- Straße zu Gießen ausgebrütet Echöffengericht H worden. Dasselbe, zwar tot, mar sonst vollständig normal. berurteilt, die von de ** Gewitter. Heute Nachmittag zog ein Gewitter fätigt wurde. über unsere Gegend, ohne weiteren Saben anzurichten. Turngang am Himmelfahrtstage. Turnverein Gießen unternimmt am 1. Juni I. J. ( Himmelfahrtstag) einen Turngang auf den Hoherods. kopf. Abfahrt in Gießen morgens 544. In Laubach treffen die Gießener Turner mit den Hungener und Laubacher Turnbrüdern zusammen. Alsdann, etwa 7 Uhr morgens, erfolgt der gemeinsame Gang auf den Hoherodskopf. Die landschaftliche Schönheit der jetzt im Frühlingsschmuck prangenden Gegend verbürgt eine rege Beteiligung und kann nur einem jeden Turner und Turnfreunde, der noch Freude an Gottes schöner Natur hat, dieser Turngang aufs Wärmste empfohlen werden. Eine besondere Anziehungskraft aber dürfte derselbe noch dadurch erhalten, daß einige größere Turn­vereine, mit denen sich die Gießener Turnbrüder in Verbindung gesezt hatten, ebenfalls den Hoherodskopi als Turngang am Himmelfahrtstage gewählt haben, so u. A. Alsfeld, Lauterbach, Lich, Nidda, Schliz Schotten und wie bereits oben erwähnt, Hungen und Laubach. Die einzelnen Vereine werden etwa gegen 12 Uhr mittags am Ziele sein, und daß sich dann ein echt turnerisches Leben entwickeln wird, bedarf feiner Frage. Günstige Witterung vorausgesetzt, verspricht dieser Turngang sehr anregend und schön zu werden und werden diejenigen Vereine, die bis jezt noch keinen definitiven Entschluß wegen eines Turnganges gefaßt haben sollten, gebeten, sich anzuschließen. Die Rüc fahrt erfolgt teils über Schotten- Nidda, teils über Herb­stein- Lauterbach. Gut Heil!

( Turnzeitung. f. d. Sau Hessen.)

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Der müde In deiner Die Blamen Schlaf, Wa Bis Morgen Dich neu ge

Muß es von Bill i den Waldblumen Lebt wohl! Doch im G Du schöner

*-* Grünberg, 19. Mai. Mittwoch Abend besichtigten Wohin?- Provinzialrat Breidert und Baurat Diehm die für die hier neftrengter Beruf zu errichende landwirtschaftliche Winterschule genliche Sich- Ausle meinbeseitig bereitgestellten Lokalitäten. An gleichem Tage ng um den hein inspizierte eine Regierungskommission auch das zur Erbauung prechungen lodt. Es ist in die Berge, zu j der Joisten- Anstalt vorgeschlagene Gelände. anzunehmen, daß der Bau der Anstalt demnächst in Angriff

genommen wird.

dt. Lollar. Die Turner von Lollar unternahmen am Sonntag, den 14. Mai, einen Turngang nach den Bubenröderhof. Die Abfahrt erfolgte morgens 755 bi Station Abendstern sodann eine Fußtour über Rodheim Bieber- Bubenröderhof. Nach einer kurzen Pause und Bed fichtigung des prächtigen Biehstandes des dortigen Besizer wurde weiter marschiert nach dem Altenberg, Königsberg Bieber und zurück nach der Bahnstation bendstern von d aus erfolgt die Fahrt nach Lollar. Diese herrliche Tou wird wohl manchen noch recht lange in Erinnerung bleiber Die nächsten Turngänge finden statt nach dem Waldhar bei Krofdorf und Kloster Arnsburg bei Lich.

? Bad Nauheim, 19. Mai. Hoher Kurgak. Se Vormittag ist hier der amerikanische Botschafter in Berl Tower, eingetroffen.

Fell

große

jedes

zum

Ueber den größten Teil Walltorst K Friedberg, 19. ai. unseres Kreises wurde die Hundesperre verhängt, da in Affenheim ein Hund wegen Tollwutverdachts getötet werden

mußte.

§ Nr- iedeOfleiden, 19. ui. Das Felsenmee

Gr

Die Stadt

Der Unterzeichnete verpfltet sib, bildet gegenwärtig einen Anziehungspunkt, der die Besuch05 folgende von weither heranzieht. So trafen hier letten Sonnteigern:

die ihm übertragene Arbeit vorzunehmen und auszuführen, zu unterzeichnen und wurden gestern ausgesperrt

Der

zahlreiche Marburger Studenten ein, die den hohen Ber

Revers ist an 63 deutsche Städte verschickt. Lähmend auf bestiegen und sich an den landwirtschaftlichen Reizen ergößte Vormittag

die Bewegungen der Meister- Organisation wirkt das Verhalten ber Konfettionsbranche ein, die ihren Betrieb aufrecht erhält und die Kräfte der ersten Firmen engagiert.

Ob der Kampf bald durchgefämpft sein wird, läßt sich garnicht sagen, zu wünschen aber wäre der Frieden im Interesse beiber Barteien und auch des Publikums, das bei solchen gewerblichen Rämpfen auch stets ein Teil der Rriegsunbis zu tragen hat. Möglich ist es schon, daß man auch unter den neuen Verhältnissen im Gewerbe friedlich mit einander auskommt, den schlagendsten Beweis führt das Buch­druckgewerbe. Dort sind die Bertreter der in Frage kommenden Organisationen zusammengetreten und haben in redlicher Arbeit, gegenseitig sich Ronzessionen machend, das Lehngesez, den Tarif herausgebracht und als eine notwendige Folgerung daraus das Tarifamt geschaffen. Soviel Schwierigkeiten auch im Anfange dem Tarife aufgetürmt wurden, so hat ihn doch nichts auf seinem Siegeszuge aufzuhalten vermocht; heute haben ihn die meisten deutschen Druckereien, darunter die ersten Firmen, eingeführt und niemand, ob Gehülfe oder Brinzipal, der seine Segnungen empfunden, wünscht, daß die Tarif Institution je wieber ausgelöscht werden möchte. Hoffen

§ Marburg, 19. Mai. petheter Jubilänn Mittwoch beging Vizebürgermeister a. D. Sieber, der frühe Besizer der Schwan- Apotheke sein 60jähriges Apotheke Jubiläum.

K Frankfurt, a. M.( Heu- und Strohmartt

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Man notierte: Heu 3.10-3.50 t. Stroh, 2.80-0.003. Rahmitte

Alles per 50 ilo. Tendenz: Fest.

K Frankfurt a. M.. 19. Mai. Bei den diesjährig Kaisermanövern wird das freiwillige Automobilkorp zum ersten Male in Tätigkeit treten.

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Ben, den 19. Mai 1905.

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Wegen Meinen hatte sich der Schuhmacherlehrlib. Nachmittag

Georg Deeg von Smherg zu verantworten. Da der An klagte noch net 10 Jahre alt ist, fonnte die sonst übli Berweisung an das Schwurgericht nicht stattfinden und die Zuständigkeit der Straffammer begründet. Deeg ist

nugung bom ganje Jahr.

Gießen, den Grokb

J.