Ausgabe 
20.5.1905 Erstes Blatt
 
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das mit der steigenden und fallenden Flut wie der Pulsschlag der Unendlichkeit zu meinen Füßen rollt?- Man lasse sich das veueste Heft von Belt und Haus" aus der nächsten Buchhandlung holen oder direkt vom Verlage tommen; es erscheint in der Hauptsache als Schweizer­beft und zeigt, mit einer Mimmungsvollen Heimats schilderung des größten lebenden Schweizer Poeten J. G. Heer beginnend, in Wort und Bild die reisen Schönheiten, die Gefahren Verkehrswege, das Volksleben und auch die des Schweizerbodens, des Alpenlandes.

auf tarifl2.pril 1888 in Gießex geboren; er erlernt zu Homberg| in undergänglicher Märchenpracht, oder hinaus ans Meer, as Schuhmacherhandwerk und sein Meister war mit seinen Beiiftungen sowohl, als aus mit seinem Betragen zufrieden. verflossenen Herbst wurde er nun, wegen einer unan­tändigen Aeußerung gegen den Uhrmacher Kersten von effen Gehilfen gehörig verbauen. Die Gate tam vor dem offengericht Homberg zum Austrag, wo er als 3- uge G. H. enommen wurde. Hierbei hat er in mehrfacher Beziehung inter Eid falsche Aussagen gemacht. Er stellte insbesonders ie Sache so dar, als wäre er von den damaligen Ange­langten ohne Grund überfallen und mißhandelt worden, auch eftritt er, geschimpft zu haben. Trotz allen Vorhalts und mter Hinweis auf die Bedeutung des Eides, blieb er bei einen Aussagen. Das bericht erachtete ihn für schuldig ud diftierte ihm die Minialstrafe von 1 Jahr Gefängnis m Zugleich wurde ihm die dauernde Fähigkeit, als Beuge

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Kirchliche Nachrichten für Grünberg. Am Sonntag Cantate( 21. Mai) predigt: 1. vormittags: Pfarrer Schmidt. Text: Jac. 1, 16-21. Lied Nr. 296.

Bahlreiche Brachverständiger zu fungieren abgesprochen und seine 2. nachmittags: Pfarrer Schmidt.

Burhaftung verfügt.- Der Bauunternehmer Friedrich Ludwig

liche Fenenghilippi von Rassel hat die Wasserleitungsarbeiten der aupt- lebung meinde Eichelheim ausgeführt ohne im Besize des er­mit 4 Flügelo derlichen Gewerbescheins zu sein. Er wurde nach vor­einer flügdamsgegangenem Strasbescheid dee Steuerkommissariats durch Ben ausgebrüto as Schöffengericht Herbstein zu einer Strafe von 562,14 Mt.

Og ein Gewittetätigt wurde. anzurichten. totage. D m 1. Juni 1.J

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Waldgruß!

Seit mir gegrüßt, du schöner Wald, Mit deinen Eichens, Buchenhallen, In dir, mein liebster Aufenthalt, Soll hent' mein erstes Lied erschallen: Der Frühling fam und Sonnenschein Bog wieder in die Herzen ein.

Du trautes Heim, sei mir gegrüßt, Du Wallfahrtsort der Jugendjahre, Wo junges frisches Leben sprießt, Dir bleib i treu stets bis zur Bahre. In dir die seelige Andacht thront Und holder Friede drinnen wohnt.

Der müde Wand'rer findet Ruh' In deiner Bäume fühlem Schatten, Die Blumen flüstern leis ihm zu:

Schlaf, Wandrer, wohl in grünen Matten, Bis Morgens weckt der Amsel Schlag Dich neu gestärkt im stillen Haag.

Muß es vom Wald geschieden sein Bill ich den letzten Gruß ihm senden, Waldblumen und Baldvögelein

Lebt wohl! ich muß mich von euch wenden, Doch im Gedächtnis lebst du fort, Du schöner stiller, trauter Drt.

Literarisches.

Louis Roloff.

Wohin? fragt mancher, wenn er nach elf Monaten die für die geftrengter Berufsarbeit einen Monat für das rein per­Binterschule önliche Sich- Ausleben erübrigt hat, wenn die blane Ferne -An gleichem Tings um den heimatlichen Talkessel mit tausend holden Ver­das zur Erbau prechungen lockt. Berge der Meer? Soll ich hinauf Selände. En die Berge, zu jenen reinen Höhen, die weithin leuchten emnächst in Ang ar unternahmen on agang nach den gle morgens 755 bi our über Rodheim

zen Pause und Be 8 bortigen Befizer enberg, Rönigsber Abendstern von

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215.

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Bu bevorstehenden

Text: 1. Petr. 2, 11-20. Lied Nr. 261. Ratechismuslehre.

Gestorbene.

Um 15. Mai. Heinrich Ludwig Rlös, 24 Jahre alt Kanzleigehilfe dahier. 16 Elisabethe Steinmüller, geb. Zimmermann, 31 Jahre alt, Ehefrau des Straßentehrers Heinrich Steinmüller dahier. Andreas Wilhelm König, 81 Jahre alt, Rentner dahier. 17. Wilhelm Lippold, 55 Jahre alt, Wirt dahier. Helene Feußer, geb. Schneider, 54 Jahre alt, Witwe des Weißbinders Heinrich Feußer dahier.

Martiberigte.

Sieben. 20. Mai. af bem heutigen Wochenmarit fofteter Butter per fb. 105-1.20 Mt., Sühnereles per Stild 5-6 Bfg., Enteneter St 6-7 fg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbien per Liter 21 Pfg., Linjen per Liter 32 Pfs.. Tauben per Paar 1.0.80-1.00, Hühner per Stud Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Etüd 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfd. 00-00 Pfg., Ochsenfleisch per fb. 70-80 Big., Rindfletsch per fb. 62-68 Bfg. per Bfb. Schweinefleisch 66-76 fq. Schweine fletsch gesalzen per fund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 70-74 Pfg. Sammelfleisch per Pfd. 50-76 Bfg., Kartoffeln pro 100 Rile 6.50 b. 700 Mr., Zwiebeln per St. Mr. 8.00-10.00, Weistraut 10-15 Bf. per

Standesamt- Nachrichten ser Stadt Gießen. Stüd, Bentner 3-4 Mr. Nepfel per Zentner 6-10 Mr. Zwetschen per

Geborene.

Am 6. Mai. Dem Schiefermeister Heinrich Schön eine Tochter, Wilhelmine Frieda; 7. Laternenwärter Joseph Schuhmann eine Tochter; 9. Weißbiedermeister Konrad Dürr ein Sohn, Adam; Buchbinder Hugo Sann eine Tochter; 10. Bureauvorsteher Karl Kres ein Sohn, Arthur Willy; Bierbrauer Christoph Rudolf Loos eine Tochter, Marie; 11. Bäcker Karl Schnell ein Sohn, Karl; Schuhmachermeister Theodor Eißfeller ein Sohn, Friedrich Theodor Wilhelm; 12. Kaufmann Arnold Schönau eine Tochter, Helene; Former Wilhelm Röhlinger eine Tochter; Kaufmann Heinrich Junker ein Sohn, Erich Alfred Reinhold Karl; 13. Bahn­wärter August Klös eine Tochter, Erna Katharine; Friseur Georg Wahl ein Sohn, Georg; 14 Taglöhner Heinrich Beter Schmidt eine Tochter, Lina Elisabethe; Lokomotiv­Heizer Ludwig Klein eine Tochter; Gastwirt Johann Richard Urmersbach ein Sohn, Peter Richard; 15. Megger Heinrich Huhn ein Sohn; 16. Veterinärmediziner Gerhard Wilhelm Meese eine Tochter, Melitta Friederike Luise Gertrud; 18. Lokomotivführer Karl Gerlach eine Tochter.

Aufgebote.

Am 13. Mai. Wilhelm Michel, Polsterer und Tape­zier in Oberlahnstein mit Marie Elisabethe Reh dahier. Rudolf Frenzel, Sattler dahier mit Amalie Schweizer hierselbst. David Strauß, Kaufmann dahier mit Gutta Feuchtwanger in Fürth. 14. Dr. med Ludwig Krieg in Stockheim mit Emmy von Münchow dahier. 15. Karl Hermann Paul, Eäcker dahier mit Johanna Christine Alwine Roerenberg in Buzbach. Hermann Weller, Musiklehrer dahier mit Marie Stiehl hierselbst. Heinrich Löwenstein 2, Postbote in Bieseck mit Katharine Geißel dahier. 18. Adolf Römheld, Kaufmann in Mainz mit Emma Siegeleg dahier. Emil Braun, Bautechniker dahier mit Margarete Reßler bierselbst. Karl Grüger, Diener dahier mit Wilhelmine Diterbein hierselbst. 19. Bernard Maymann, Diener dahier mit Maria Hammerl hterselbst.

Eheschließungen.

Am 13. Mai. Karl Berg, Geschäftsführer dahier mit Marie Bill hierselbst. Karl Krämer, Taglöhner dahier mit Elisabeth Wisker hierselbst. August Lehrmund, Erd­arbeiter dahier mit Anna Marie Spill hierselbst.

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Gießen

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der Stadt Gießen.

Die Stadt Gießen läßt Freitag, den 26. Mai

hier legten Een erfteigern:

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Den 19. Mai 1905

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2. Nachmittage 2 Uhr an Ort und Stelle, die ein­malige Aberntung der früher Ockel's en Wiese an der Rodheimerstraße hinter dem Schlachthof; 3. Rahmittags Uhr an Ort und Stelle, die einmalige Aberntung der Wisselbössungen. Hilleg. Butto. Timers Zusammenkunft in der Hammstraße am Eisenbahn-( u. meine hier i. D. pat. Neuheit.) Uebergang.

Hamburg Fichteftr. 33

ieben. Marttitraße 11.

Namittags 3 Uhr an Ort und Stelle, die 1-2 möbl. Zimmer Grasnuzung vom Friedhof am Nahrungsberg, zu vermieten. wovon der obere Teil für das ganze Jahr, der untere Teil zur einmaligen Aberntung bergeben wird, sowie von den Anlagen vor dem Fried. hof zur einmaligen Aberntung und von dem Niederdruckbehälter für das ganze Jahr;

r Schuhmacherlehrli 5. Nachmittags 5 Uhr aa Ort und Stelle, die Gras­

oorten. Da der An

nnte die sonst übli

ht flattfinden und gründet. Derg ifti

nugung vom Friedhof em Rostberg auf das ganze Jahr. Gießen, den 19. Mai 1905.

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Sistemas landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 21. Mai. Wolfig und vorwiegend trocken, etwas fühler, besonders nachts.

( Näheres durch die Sießener Wetterfarte.)

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeisterei­gebäude) Zimmer Nr. 14.

Es können eingestellt werden:

1 landw. Knecht, 1 tandw. Arbeiter, 3 Spengler, 1 Wagner, 1 jüngerer Buchbinder( ouswärte). 12 Schreiner, 5 Sneider, 2 Washfraues, Erdorbeiter, 3 Installateure, 1 Verkäuferin, mehrere Bostaushelfer für Sonntags, 1 Haus­bursche, 6 Diesstmädchen, 1 Lauffrau, 1 Krantenwärter.

Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Spengler, 1 Wagen­ladierer, 1 Mechaniter, 1 Wagner, 2 Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Lackierer, 1 Bäcker, 2 Schuhmacher, 1 Schneider, 1 Friseur, 1 Kellner, 1 Greiber.

Es suchen Arbeit:

1 landwirtschaftl. Arbeiter, 1 Gärtner, 1 Haus- oder Bureaudiener, 1 Kassier oder Bortier, 1 Bocker, 1 Kellner.

Verantwortlich: für die Politik und den Inseratente: bin Klein, für den übrigen Jabalt: Georg Horn, beib in in

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Bekanntmachung.

Die nachstehende Verfügung Großh. Kreisamts dahier vom 16. d. Mts. bringen wir zur Kenntnis der hiesigen Landwirte un> fordern dieselben zur Versicherung bei der Norddeutschen Hagel- Ver: ficherungsgesellschaft unter Benuzung der Vorteile des Staatsvertrags auf. Gießen, den 18. Mai 1905.

Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann.

Betr.: Hagelversicherung.

Das Großherzogliche Kreisamt an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises.

Unter Hinweis auf die zwischen dem Großh. Ministerium des Innern und der Norddeutschen Hagel- Versicherungs- Gesellschaft auf Gegenseitigkeit in Berlin abgeschlossene Uebereinkunft und unserer Be­fanntmachung hierüber vom 18. Februar d. J8., abgedruckt im Kreis blatt Nr. 23 vom 24. Februar d. I, beauftragen wir Sie, auch jetzt, zu der Zeit, wo die Hagelversicherungen hauptsächlich eingegangen werden, die Landwirte zur Versicherung bei der Norddeutschen Hagel­Versicherungs- Gesellschaft unter Benußung der Vorteile des Staats­bertrags aufzufordern.

J. V.: gez. Dr. Fink.

Betanntmachung.

Die unterm 13. Mai 1. Js. angeordnete Sperre der Goethestraße zwischen Ludwig- und Stephanstraße wird hiermit aufgehoben.

Gießen, 20. Mai 1905.

Großb. Polizeiamt Bicken.

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