frankreich.
** Die Rede Rouviers über die Marokkofrage machte großen Eindruck in der von Zuhörern und Deputierten vollbesezten Kammer. Das ausländische diplomatische Korps war fast vollzählig vertreten, auch der deutsche Botschafter mit feinen Räten war anwesend. Rouvier legte zunächst die Interessen Frankreichs als Grenznachbarn Marokkos dar. Die Bufunft Maroffos werde in entscheidender Weise die Geschicke ber nordwestafrikanischen Besitzungen beeinflussen. Er berichtet bann über die Verhandlungen Frankreichs mit den an der Marokkofrage interessierten Mächten, die zu dem bekannten Abkommen geführt haben, und zwar bis zu dem Tage, wo bie deutsche Intervention erfolgte. Der Minister billigt die Haltung des französisch n Gesandten in Tanger und versichert, Taillandier habe niemals den Mächten gegenüber im Auftrage Europas gesprochen. Rouvier legt dar, daß die Haltung der beutschen Regierung in dieser Frage immer eine forrekte ge= wesen ist. Er erinnert an das Einverständnis, das zwischen Frankreich und Deutsch and erfolgt ist, und daß Frankreich in erster Linie die Anspuiche Deutschlands anerkennt und in zweiter Linie die vorgeschlagene Einberufung einer Konferenz angenommen hat. Zum Schlusse faßt Rouvier die auswärtige Politit Frankreichs dahin zusammen: Frankreich wünsche mit allen Mächten nicht nur höfliche, sondern auch vertrauensvolle Beziehungen in jedem Maße zu unterhalten, wie dies die glorreiche Vergangenheit Frankreichs und seine Ansprüche auf bie Zukunft erfordern.
Italien.
** Nachdem die Deputiertenkammer dem Verlangen de Ministerpräsidenten Fortis, dem Kabinett ein Vertrauensvotu zu erteilen, nicht entsprochen hatte, ist die Demission de Ministeriums erfolgt. Es handelte sich um den Abschluß eine handelspolitischen Uebereinkommens mit Spanien, dessen An nahmeFortis vertreten hatte. Dabei wurde das von ihm ebenfall gefaßte Vertrauensvotum mit 293 gegen 135 Stimmen ab gelehnt. Darauf überreichte der Ministerpräsident Fortis den Könige die Demission des Gesamtkabinetts.
Balkan- Staaten.
** Die schon erwartete Ministerfrists in Griechenlan! ist jetzt ausgebrochen. Ministerpräsident Rhallis eritärte, das er infolge des Zusammenschlusses der parlamentarischei Opposition seine Entlassung eingereicht hat. Als sein Nach folger wird Theotokis genannt.
Türkei.
** Die Beendigung der Flottendemonstration weger Mazedonien wurde der Pforte durch eine Note der Vertrete der beteiligten Mächte angezeigt. Die Note fagt zum Schluß: Nachdem das Finanzreglement endgültig vereinbart wurde und die Pforte auch alle anderen Forderungen erfüllt hat, erklären die Unterzeichneten, daß die ergriffenen Maßregeln ein Ende finden." Gleichzeitig wurde der Kommandant der Demonstrationsflotte davon verständigt, daß alles geregelt sei. Die Besegung von Mytilene und Lemnos wurde bereits auf= gehoben.
Alien.
durch das Fenster abgegeben wurde, ermordet. Ueber den Täter und die Veranlassung zur Tat fehlt jeder Anhalt.
+ Besteuerung des unverdienten Wertzuwachses. Ein Einwohner in Mülheim a. Rh., der vor zehn Jahren ein Grundstück in Größe von drei Morgen mit 450 Mark bezahlte, hat nunmehr bei dem Verkaufe einen Erlös von 54 000 Mark erzielt. Der Verkäufer hat in den zehn Jahren teine Hand gerührt, um diesen enormen Wertzuwachs zu schaffen, lediglich die industrielle Entwicklung der Stadt hat solches zuwege gebracht. Das Beispiel zeigt, welchen Extrag eine Besteuerung solchen unverdienten Wertzuwachses für die Gemeinden haben müßte.
** Die Engländer haben mit aufständischen Regungen in Indien zu rechnen. Eine Expedition von 200 Mann mit zwei Geschüßen ist von Bombay nach dem Shur- Gebirge abgegangen, wo die Eingeborenen sich im Aufruhr befinden. Eine zweite Kolonne geht von Delhi dorthin ab.
Hof und Gesellschaft.
† In den Grund gebohrt. Der deutsche Ewer ,, Die drei Geschwister" wurde bei der Einfahrt in die Elbe von dem in See gehenden englischen Dampfer ,, Sapho" angerannt und in Grund gebohrt. Die Mannschaft wurde gerettet.
† Gegen den Alkohol. In der Schweiz geht man jezt gegen das Ueberhandnehmen des schädlichen Absynths vor. Eine in Bern abgehaltene, aus der ganzen Schweiz beschickte Delegiertenversammlung hat beschlossen, durch eine Verfassungsänderung das Verbot von Fabrikation und Verkauf von Absynth in der Eidgenossenschaft anzustreben.
* Der Kaiser wohnte in Braunschweig in Begleitung des Prinzregenten auch vorgestern der Festvorstellung im Hoftheater bei, wo Blumenthals Im weißen Rössel" gegeben wurde, und reiste dann nach Potsdam zurüd.
† Mord im Hochgebirge. Die Wirtin des in Touristenfrelsen wohlbekannten Gasthauses am Turmpasse bei Kizenbühel, 1273 Meter hoch in den Nordtiroler Alpen belegen, ist im Keller des Hauses ermordet und beraubt aufgefunden worden. Von dem Täter fehlt jede Spur.
+ Unter der Lawine begraben. Der Jäger Ankerle, im Dienst eines österreichischen Beamten, und der Wirtschafter Buscha wurden auf der Gemsjagd in der Pretschen bei Rottenmann in Steiermark von einer Lawine überrascht und verschüttet. Die Leiche des Ankerle fonnte bereits geborgen werden, Ruscha ist noch nicht gefunden worden.
** Die Kaiserin weilte anläßlich des Geburtstages des Prinzen Joachim in Ploen, von wo sie bereits wieder in Potsdam eingetroffen ist. Auch Prinz August Wilhelm var in Ploen anwesend. In Anwesenheit des Hofpredigers Dryander fand im Prinzenhause eine Weihnachtsbescherung für die Angestellten statt.
† Ein entmenschter Vater. Der Sohn eines Bauern In dem ungarischen Orte Agfalva war vor Jahren verschollen. Jetzt hat man ihn im Stalle des Vaters bei den Tieren entdeckt. Der Vater wollte seinen Sohn, den er nicht leiden konnte, aus dem Wege schaffen, und als Hunger und Prügel nicht zum Ziele führten, sperrte er ihn in den Stall. Dort blieb der arme Junge Jahre hindurch, bis er endlich in geistesgestörtem Zustande aufgefunden würde. Es wurde lonstatiert, daß der Bursche, der mittlerweile ein Alter von 18 Jahren erreicht hatte, mit den Tieren lebte und sich von dem Futter, das diesen gereicht wurde, nährte.
*** Gerüchte von einer neuen Verlobung im Hohenzollernhause sind im Umlauf. Sie betreffen den ältesten Sohn des Prinzregenten von Braunschweig, Prinzen Friedrich Heinrich von Preußen. Als Braut wird die Prinzessin Alexandra von Glücksburg genannt, eine Schwester der jüngst vermählten Herzogin von Koburg. Prinzessin Alexandra ist eine Nichte der Kaiserin und weilt zuzeit bei dieser zuin Besuch.
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+ Kriegsgefangene Japaner in Berlin. 1700 Japaner die aus der russischen Gefangenschaft nach der Heimat fahren haben gestern auf der Durchreise nach Hamburg Berlin passiert. Sie sind teilweise noch frank und völlig mittellos sodaß die für sie veranstalteten Sammlungen recht zweckent sprechend waren. Einige, die nicht transportfähig find werden in einer Heilanstalt bei Berlin vorläufig unter gebracht.
† Trauung auf dem Totenbette. Unter eigenartigen Verhältnissen wurde dieser Tage in Budapest eine Trauung vollzogen. Ein österreichischer Major, Baron Dennisberg, ließ sich auf dem Totenbette mit seiner Braut, der er seit neun Jahren trotz aller Hindernisse die Treue gehalten hatte, trauen. Durch besondere Verfügung des Kaisers von Dester= reich wurde die Zeremonie ermöglicht, die im Lazaret stattfand. Kurz darauf verschied der mit dem Tode Ringende.
Der deutsche Botschafter in Petersburg, Graf Alvensleben, wurde vom Zaren in Abschiedsaudienz cmpfangen. Ihm wurden die Brillanten zum Alexander- NewskiOrden verliehen.
Nab und fern.
Die geplante in der gefrigen S Oberbürgermei folgender Betition gar M. 5. Dem Reichste Augegangen, wonad Reichs die Steuern gen Säge ganz bedeute je Borlage angenomme Bener Tabalinbuftrie 16ft in ihren Steuer etroffen. Nach einer Aufftell Defteben im Reichstag abalinduftrie, die in etriebe unterhalten. of ohne Ausnahme in
† Ein geheimnisvolles Verbrechen. Auf ein Stellungs gesuch, das der Kellner Giernoth in Berlin erlassen hatte, mel Sete sich bei ihm ein Mann, der sich als Inspektor Reimann borstellte und ihm eine Stellung anbot, für die aber 300 Mart Kaution gestellt werden mußten. G. ging mit dem Fremden um Geld von der Sparkasse abzuheben, und war seitdem ber* schwunden. Jetzt wurde er mit einer Schußwunde in der Schläfe im Glienider Forst aufgefunden. Auf das Spar faffenbuch hat ein Fremder unter Fälschung eines auf G lautenden Wechsels 500 Mart abgehoben. Zweifellos ist dieser, der vermeintliche Reimann, auch der Mörder. Die Berliner Kriminalpolizei ist in fieberhafter Tätigkeit, um dieses ge heimnisvolle Verbrechen aufzuklären.
† Madame Humbert macht Schule. In Paris hat eine Frau Bourbaix ein Manöver nach dem Muster der Madame Humbert versucht und sich mehrere Hunderttausend Francs mit einem Märchen ergaunert. Sie erzählte, ihr verstorbener Vater sei im Besitze überaus wichtiger Geheimnisse des belgischen Hofes gewesen und habe das enorme Schweigegeld in einer eisernen Truhe verwahrt. Schließlich erstatteten die Geprellten Anzeige, da sich Frau P. nicht zur Oeffnung der Truhe entschließen konnte.
† Sechstausend Zeitungen. Auf der in Berlin gegen. wärtig stattfindenden Zeitungsausstellung find 6000 Blätter aus der ganzen Welt vertreten. Unter den ausgestellten Beitungen befinden sich viele alte feltene Exemplare und solche nus Afrika, Japan, China, in allen vorkommenden Sprachen und Schriften.
+ Explosions- Unglück. In der Zentral- Zuckerraffinerie in Augoulême erfolgte eine Explosion. Zwei Arbeiter fanden dabei ihren Tod, fünf andere wurden schwer verlegt.
Panik bei einem Brande. Bei einer Kinematographenvorstellung in Berlin entstand durch Entzündung eines Belluloidbildes ein Brand, der unter den Besuchern der VorStellung eine Panit hervorrief. Acht Personen sprangen aus dem eine Treppe hoch belegenen Theaterraum auf die Straße und zogen sich schwere, wenn auch nicht lebensgefährliche Verlegungen zu, andere wurden rechtzeitig aufgefangen und blieben unbeschädigt. Der Brand, der nur ein paar Gardinen erfaßt hatte, war noch vor Eintreffen der Feuerwehr gelöscht.
† Einbrecher mit dem Revolver. In die Villa dea Rentiers Jungheinrich in Gotha drangen nachts Diebe ein, die aus einem Spind 10 Mart entwendeten. Der Besitzer wurde wach und suchte die Einbrecher zu halten, wurde aber burch einen Stich in den Kopf kampfunfähig gemacht, während bie Burschen Frau J. mit dem Revolver bedrohten. Als auf bie Hilferufe Leute herbeifamen, flüchteten die Einbrecher und wurden nicht gefaßt.
† Die spanische Staatskaffe um Millionen betrogen. In den parlamentarischen Kreisen Spaniens ist man einer großartigen Betrügerei auf die Spur gekommen, der sich ein Mitglied des spanischen Senats, Cayorez, mit Hilfe eines Pariser Bankiers schuldig gemacht hat. Sie haben Titres, die Spanien gehören, mit dem Stempel versehen, der be zeichnet, daß die Zinsen in Gold statt in Silber zu bezahlen feien. Dadurch haben sie die spanische Staatskasse um 36 Millionen Pesetas geschädigt. Die amtliche Untersuchung ist bereits eingeleitet.
+ Die Tat eines Geisteskranken. Der Leichenfund bei Marienfelde hat nunmehr seine Aufklärung dahin gefunden, daß ein Mord nicht vorliegt. Die Tote ist als die 38 jährige Näherin Klara Schudy aus Berlin erkannt worden, die in Geistesstörung Selbstmord verübt hat, indem sie sich in enttleidetem Zustande auf die Schienen warf. Die Verlegungen an der Leiche rühren sämtlich vom Ueberfahren durch einen Bahnzug her. Die Leiche ist zur Beerdigung freigegeben worden.
† Aufgehobene Geldfabrik. Die Bolizei in Saarbrüden hat eine Falschmünzerwertstätte zur Anfertigung von Markstücken entdeckt. Das Haupt der Bande, ein junger Mechaniker, ist verhaftet worden. Die Formen und Platten wurden beschlagnahmt.
† Ein Schuß durchs Fenster. In Krieflohl bei Hohenstein in Westpreußen wurde der Gutsbefißer Fieguth in feinem Zimmer durch einen Schrotschuß, der aus dem Garten
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afftellung wurden in erficherungspflichtigen age geleifit, wofür 1 uf die 26 Filialbetri ficherungspfliche Laglöf ift in der Aufstellung fehlgeben, wenn man et fidh aus obigen Babl Grunde legt; dann tom 697 494 Mt. Taglohn, hrlich 1898 704 R Dazu lommen die Löhr Kleinbetriebe und die Artilel des Gießener gemachte Angabe, wo ährlichen Arbeitslohn Bureauperfonals, 21 aufehen ift.
† Zötliche Wirkung eines Gasrohrbruches. Durch einen Rohrbruch der Gaserdleitung drang Gas in ein Haus in Torgau und tötete ein Frau und ein fünfjähriges Mädchen, die im Schlafe lagen. Ein Mann wurde mit schwerer Ver giftung ins Krankenhaus gebracht.
† In Maschinen- Röhren erstickt. Ein großes Unglüd ereignete sich in den Stohlwerten von Homécourt in Frankreich. Dort waren 24 Arbeiter mit dem Reinigen der Röhren beschäftigt, als sich in diesen eine Menge Koylenorydgas ent wickelte. Die Arbeiter ricsen um Hilfe, zwei Werkführer drangen ein, erlagen jedoch wie 12 Arbeiter den Ein wirkungen des Gases. Tie Berunglückten sind zumeis Italiener.
† Von der Nemesis ereilt. Als Mörder des bei Würz weiler in der Pfalz aufgefundenen Lumpensammlers ist der eigene Sohn des Ermordeten verhaftet worden. Er war nach der Tat geflüchtet und wurde in Düsseldorf angehalten. Auch die Mutter des Täters ist, als der Beihilfe verdächtig, festgesezt worden. Nach den Ermittelungen der Staats anwaltschaft hat der Sohn seinem Bater sechs Revolverschiffe in den Hinterkopf beigebracht. Der Schädel war aber fo widerstandsfähig, daß dadurch der Tod nicht herbeigeführt wurde; darauf griff der Mörder zum Messer und richtete den Körper so zu, daß der Tod eintrat.
† Folgen des Alkohols. Der Besitzer Berlinede in Steimte bei Salzwedel erschoß in angetrunkenem Zustande seine Frau mit dem Jagbgewehr. Die beiden Kinder sowie bie Großmutter fonnten sch vor dem Rasenden in Sicherheit bringen. Berlinecke begab sich darauf in den Wald, wo er sich durch einen Schuß in den Mund den Kopf zerschmetterte.
† Begegnung mit Wilddieben. Graf Mirbach= Sorquitten traf bei Ausübung der Jagd in seinen ost preußischen Revieren auf zwei berüchtigte Wilderer des Be zirks. Als auf Anruf der eine Wilddieb auf den Grafen anschlug, gab dieser Feuer und verwundete den Angreifer tötlich. Der andere Bursche flüchtete.
+ Mörder und Räuber? Die polizeilichen Ermittelungen gehen noch darauf hin, ob es sich bei der auf dem Enerbahngleise bei Marien elde aufgefundenen Frauenleiche um einen Mord handele. Gleichzeitig verfolgt die Kriminalpolizei die Spur eines anderen Verbrechens, dessen Täter möglicherweise mit dem Vorfalle in Verbindung steht. Bei dem Wege vom Marienfelder Bahnhofe hatte ein Schriftsetzer aus Berlin einen jungen, ihn unbekannten Mann getroffen, der angeblich ein Schneidergeselle war und mit dem er auf dessen Aufforderung einige Glas Bier trank. Davon wurde der Schriftsezer stark betrunken. Sein neuer Freund brachte ihn nach Cause und hat ihn dort narkotisiert, denn der Schriftsetzer versant in einen toten= ähnlichen Schlaf, während dessen der Fremde alles aufbiach und das vorhandene Geld und zwei Uhren mitgehen hieß. Von anderer Seite wird gemeldet, daß es sich bei der Frauenleiche von Mariendorf um eine Näherin ans Berlin handeln tönnte, die durch den Tod ihres Bräutigams wahnsinnig geworden ist und schon einmal einen Selbstmordversuch gemacht hatte.
† Die Ermordete auf dem Bahngeleise. Auf der Strecke Berlin- 3ossen bei der Station Marienfelde wurde eine völlig unbekleidete Mädchen- Leiche gefunden. Die Untersuchung ergab, daß die vom Zuge überfahrene und ver stümmelte Leiche drei Messerstiche in der Herzgegend aufweist. Es liegt also ein Mord vor, der anscheinend in dem eine halbe Stunde entfernten Mariendorf verübt ist, weil am dortigen Bahnhof ein Arm und die Kleider der Ermordeten gefunden sind. Der Mörder hat also die Leiche auf die Schienen gelegt in der Hoffnung, daß der Zug die Spuren seines Verbrechens vernichten werde.
† Neue Schiffahrtsverbindung nach Chile. Die chilenische Regierung hat mehrere Millionen zur Unterstützung der Schiffsverbindungen längs der chilenischen Küste und zwischen Chile und Europa ausgesetzt. Wahrscheinlich wird in Bremen eine neue Gesellschaft gebildet werden, die der Hamburger Syndikatsreederei Konkurrenz bieten will. Hamburg hat sich ablehnend verhalten.
† Unter Tage verunglückt. Ein noch nicht aufgeklärter Vorfall verursachte auf der Grube Dechen im Saarrevier ein schweres Unglück. Bei der Seilfahrt in die Grube stieß der Förderforb unten so heftig auf, daß sechs Bergleute sehr schwer und dreizehn leicht verletzt wurden.
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† Brand im Herzogspalast. Ian Balais des Herzogs von Cumberland in Penzing bei Gunnden ist der Dachstuhl abgebrannt. Den Feuerwehren gelang es nur mit großer Mühe, den Brand zu beschränken. Der Schaden beträgt mindestens 8000 Kronen. Die Ausbesserung des Brandschadens ist sofort begonnen worden, ba bie herzogliche Familie demnächst nach Penzing übersiedeln will.
+ Um die Ehre. Infolge einer Szene in einem Aachener Restaurant tam es zu einem Säbelduell zwischen einem Offizier des 40. Regiments( dem Fechtmeister) und einem Studierenden der Technischen Hochschule. Der Student wurde bei dem Dnell so verlegt, daß er zum Spital geschafft werden mußte. Der Offizier blieb unverlegt.
† Rauchende Trümmer. Eine der größten Baumwoll. spinnereien Desterreichs, die Rohrbacher Spinnerei bei Wien ist durch ein Schadenfeuer in einen Trümmerhaufen verwandelt worden. Der Brand, der durch Heißlaufen einer Maschine entstand, vernichtete in wenigen Stunden das vierStöckige Fabrikgebäude mit allen Vorräten und 33 000 Spindeln und richtete einen Schaden von etwa 2 Millionen an. Ein Arbeiter fam in den Flammen nm, zwei andere wurden schwer verletzt.
† Blutiges Ende einer Hochzeit. Bei einem Hoch zeitsmahle in dem ungarischen Orte Marifova lam ed zwischen den Teilnehmern auf Grund politischer Unter haltungen zu Streitigkeiten, die schließlich in Tätlichkeiten ausarteten, wobei Biergläser, Flaschen und Meffer ihre Rolle spielten. Ein Teilnehmer des Mables warde erschlagen, ztvei Frauen lebensgefährlich verlegt. de
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Der Landwirt.
Die Zahl der Angabe der Tabal / größer als die 8 Grunde gelegten Filialbetriebe bet 2306+ 1339)= 4 Kleinbetriebe und der Anzeigers mit 4660 Die Gießener
pk. Schuß den Bögeln. Es ist eine überaus dankbare Aufgate für den Landwirt, die heimische Bogelwelt zu schützen. Welchen Schaden die Insekten an den Obstbäumen anrichten, ist bekannt. Während der Entwicklung der Blüten, besonders an Apfelbäumen, werden diese im ersten Stadium gehemmt, gelangen nicht zur Ausbildung und sterben entweder unbefruchtet ab, oder, wenn Früchte angefeht werden, so fallen fie bald ab. Ganze Blütendolden bleiben zusammengeschrumpft oder vertrocknet oder wie zusammengewebt an den Zweigen sitzen. Untersucht man fie, so findet man in der Regel darin eingesponnen die des bekannten Apfelspanners, des Frostnachtschr rags, eu 8 der gefährlichsten unter den Obstbaumfeind..., der seine Berheerungen besonders dann beginnt, wenn der Baum in voller Blüte steht. Gegen alle die Feinde stehen den Menschen feine durchgreifende Hilfs= mittel zu Gebote, er müßte im ungleichen Rampfe unterliegen, wenn die Natur ihm nicht in den Bögeln einen Berbündeten geschaffen hätte. Die Vögel verrichten eine Arbeit, welche Tausende von Menschenhänden nicht halb so gut oder voll ständig ausführen würden. Jeder umfichtige Landwirt sollte richten,
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Rotschwänzchen usw. bet thm Wohnung fanden. Man bringe soviel wie möglich Ristlasten an und sorge dafür, daß die Jungen nicht ausgenommen werden. Im Winter find die bei uns bleibenden Vögel bei anhaltender schlechter Witterung durch Ausstreuen von Futter in geeigneter Beife zu unter stügen. Die aufgewendete Mühe lohnt sich reichlich.
225 000 000 Bigarr
5000 Doppelzentner
1750 Doppelzentner
alfo Fabrikat mit ein
Sie zahlt schon i
Boll und Inlandsteue Bert des fertigen F Gießen und fogenannte 5 Bfenni aus überfeeischen Lab Schnittspreise von 36 Die geplanten Roller 4,00 Mt. das Laufer Der Breiß der Bigar
Bollbetrag eigen.
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Sandler muß ein grö legen und wird betw fordern.
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aller Lebensmittel ohne bei Einführung der mittels ganz berjagen infchränken. Die unau Ridgang ter Fabritati Außerdem werden Rigarre nicht mehr ab
I aus ihren einge errungenen Abfabgeb Jahre mit Nug'n p Martt verschwinden
ber Labafjorten u biefe Versuche erheb alten Formen, in wertlos. Das Sud
Sorten erfordert bedeutende Mittel, u Ronfurrenstampf hebliche Opfer forder glen wird.
Das Labafftenerge
Be Gießener Labatindu
erbringte einen Leil legenden, die durch ni Beberholung fol Eigen und ihre we Bolgen fein. Die Beb breußischen Dörfer Funduftrie in fimmer
ogle The au ber meintliche Einigiantar brangung nach anderen
frigeren ärmlichen Be


