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Monarch zugleich im Namen der Kaiserin der Provinz Dank ausspricht für den den Majestäten gewordenen warm­herzigen Empfang und die den Truppen bereitete vortreff­liche Aufnahme.

Das Kaiserpaar hat Homburg v. d. H. ver. lassen. Der Kaiser ist zu zweitägigem Aufenthalt in Hu­bertusstock, die Kaiserin in Plön eingetroffen.

Die Kaiserin ist in Ploen eingetroffen. Die deutsche Kronprinzessin Cäcilie begeht morgen ihren 19. Geburtstag.

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Prinz Nikolaus von Nassau, ein Halbbruder des Großherzogs von Luxemburg, ist im Alter von 73 Jah. ren gestorben.

Soziales Leben.

Eine Schülerversicherung will der Charlottenburger Magistrat einrichten. Beabsichtigt wird, die Schüler der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule gegen Unfall zu ver­sichern, soweit sie an den praktischen Uebungen in der Elektrotechnik teilnehmen, oder den Fachklassen für Ma­schinenbauer, Bauhandwerker, Schlosser, Wegebauer, Tisch­Ier, Mechaniker und Elektrotechniker angehören, oder Schüler der Tagesklassen für Innenarchitektur und Mecha­nik find. Als Entschädigung sind 1000 Mark für den Todesfall, 15 000 Mark für den Fall der Invalidität sowie 3 Mark tägliche Kurkosten vorgesehen. Für die Versiche­rung sind jährlich 1 Mark 60 fq. auf jeden Schüler zu entrichten.

Nab und fern.

Von der Cholera. Außer einigen Fällen im infizierten Gebiete sind neue Erkrankungen nicht vorgekommen. In Graudenz ist in einem Hause ein förmlicher Choleraherd entdeckt und beseitigt worden. Im Kreise Marienburg sind sämtliche Tanzlokale geschlossen.

von Eristenzen, die weder säen noch ernten; und ihre lieben Mitmenschen ernähren sie doch. Es sind das herabgekom­mene Leute, die von ihrem Fall sich nicht wieder erholen können oder wollen, und die sich zudem noch dem Brannt­wein ergeben haben. Sie bilden eine Gemeinde unter sich wie die Zigeuner." Brüderchen" titulieren sie einander statt jedes bürgerlichen Namens, Kunden, Pennbrüder, Sonnenbrüder nennt sie das Volk, Strolche der entrüstete Steuerzahler, der ruhige Bürger, die heilige Hermandad..

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Ein scharfer Schuß im Manöver. Ein tödlich verlau­fener Unfall ereignete sich im Manövergelände zwischen Schwarzenfeld- Stulln- Nabburg bei einer Gefechtsübung der 5. bayerischen Division. Der Sergeant Babs erhielt von seiten des gegnerischen Reginrents einen scharfen Schuß; die Kugel durchlöcherte den Magen und die Leber des Getrof­fenen, der bald darauf verstarb. Das Gefecht wurde sofort abgebrochen und eine strenge Untersuchung des rätselhaften Vorfalles vom Korpskommando angeordnet.

Zum Streit im Hause Coburg. Im Wege des Wiener Obersthofmarschallamtes ist an den Vertreter der Prinzessin Luise von Coburg die Verständigung gelangt, daß der Prin­zessin der Sternkreuz- Orden, der ihr vor einer Reihe von Jahren von der Kaiserin Elisabeth verliehen worden war, entzogen worden sei.

Sie teilen sich in zwei streng geschiedene Klassen und halten sich danach auch an ihren regelmäßigen Versamm­lungsorten völlig getrennt, in solche, die keine Arbeit haben, und solche, die keine wollen, in Arbeitslose und Arbeits­scheue. Des Morgens, sobald sie aus ihren Schlupfwinkeln herausgekrochen sind und Toilette gemacht haben, so etwa in der neunten Vormittagsstunde, im Sommer wohl auch früher, geben sich die Brüderchen" auf dem- Dönhoff­plaz und in dessen Nachbarschaft ein Rendezvous. Die Nacht haben sie verbracht, wo sie eben unterkommen konn­ten, in den öffentlichen Asylen oder im Tiergarten, wo sie gewisse Stadtbahnbögen in der Nähe des Zoologischen Gartens aufsuchen; in der Jungfernheide, auf Zimmer­plätzen, in leeren Möbelwagen, ja selbst auf die Böden der Häuser schleichen sie sich, unter die Strohhüllen der zu­gedeckten Ziersträucher friechen sie, und in dem deutschen und französischen Turm der beiden Kirchen auf dem Gen­darmenmarkt finden sie eine Zuflucht. Ebenso nisten sie sich auf den Heufähnen der Hafen ein. Wo sie nichts Besseres haben, dient ihnen ein alter Sack als Unterlage und Decke. Es ist Korpsgeist unter ihnen, Kommunalismus bis zum letzten Pfennig und Fetzen; sie helfen sich gegenseitig aus.

Todessturz auf der Radrennbahn. Beim Rennen um die Meisterschaft in Europa auf dem Leipziger Sportplatz stürzte am Sonntag der Berufsfahrer Wilhelm Schmitter so unglücklich, daß er gestern früh im Krankenhaus starb.

Jugendlicher Selbstmörder. Aus Furcht vor Strafe ertränkte sich der 7 Jahre alte Schulknabe Her­mann Roß in Vienenburg. Der Junge hatte von seinen Eltern Geld erhalten, um dieses einem Bäckermeister abzu­liefern; er hat aber das Geld für sich verwandt.

Anschlag auf einen Eisenbahnzug. Auf der Strecke Beuthen- Oppeln waren große Sandsteine auf die Geleise gelegt. Zum Glück wurden die Steine durch die schwere Lokomotive eines Güterzuges zermalmt.

Tod aus Verzweiflung. In Mainzholzen in der Nähe bon Göttingen brannte das Anwesen eines Bahnwärters nieder, gerade als dort die Vorbereitungen zur Hochzeit ge­troffen wurden. Aus Gram darüber ertränkte sich die Brautmutter im Brunnen.

Unsere Hansestädte bauen! Der Hamburger Senat fordert von der Bürgerschaft rund 7 Millionen Mark für Herstellung eines Werftplates für den Stettiner Vulkan. Der Senat in Bremen hat bei der Bürgerschaft die Ve­willigung von 1358 000 Mark zur Erweiterung des Holz­und Fabrikenhafens beantragt.

Bahnmeister Olga Belfe, Kaufmann Victor Friedeberg­Breslau und Materialienverwalter Johann Geburczik. Wahrscheinlich nehmen auch mehrere Vertreter des Eisen­bahnministeriums sowie verschiedene Sachverständige an den Verhandlungen teil.

Kunft und Wiffenfchaft.

RC Ernst Scherenberg. Der Dichter Ernst Scherenberg ist gestern mittag zu Eisennach in einer Sigung des Vereins deutscher Eisengießereien, dessen Geschäftsführer er war, in­folge eines Herzschlages gestorben. Scherenberg war am 21. Juli 1839 in Swinemünde geboren, war Zeitungs­redakteur in Braunschweig und Elberfeld und dann Handels­fammer- Sefretär in der gleichen Stadt. Seine verschie= denen Sammlungen politischer und lyrischer Gedichte mach­ten seinen Namen in weiten Kreisen bekannt.

Auf dem Dönhoffplaze treffen dann die Brüderchen zu­sammen; die Arbeitslosen, aber Arbeitswilligen halten sich auf der Seite der Leipziger Straße, die Unverbesserlichen, Arbeitsscheuen, nach der Krausenstraße hinüber. Nun wird zunächst hier das wichtigste Geschäft, die Magen- und Schnapsfrage, besprochen und erledigt. Wen es nach Mokka durstet, dem weist der eine oder andere einen Kaffeeſtamm" nach, ein Haus, wo ein Täßchen zu ergattern ist; Brot, oder was sonst da ist, wird gefippt", unter den Hungrigen ver­teilt; die Schnapsflasche wird herausgeholt, wandert von Mund zu Mund, und es wird eins über die Lasche ge­gossen". Ist der Inhalt vertilat, so wird Geld zusammen­geschossen, und die Finnen"( kleine Flaschen), die Klopp­Hölzer"( großen Flaschen) werden in den Destillen neu ge­füllt. Hierfür haben die Brüderchen ihre bestimmten Lo­fale. Einzelne Neegenbrüder" gehen auch, mit einer mäch­tigen leeren Konservenbüchse, der Tubbe", von Destillation zu Destillation und betteln sich Bierneigen zusammen. In diese Neigen wird ein Nordhäuser hineingegossen, und da­mit ist ein Morgengetränk, das Stunden vorhält, geschaffen. Nun haben sie Stärkung und Mut im Leibe und können an das Geschäft des Tages, auf die Fahrt" gehen; die, Ka­detten" zerstreuen sich auf ihre verschiedenen Touren" in die verschiedenen Stadtviertel.

Urlaub auf Nimmerwiedersehen. Gegen den Proku­risten Hugo Spiegel von den oberschlesischen Kokswerken und chemischen Fabriken in Berlin ist ein Steckbrief erlassen worden. S. war am 11. August auf Sommerurlaub ge­gangen. Während seiner Abwesenheit wurde festgestellt, daß Spiegel im Laufe mehrerer Jahre etwa 700 000 Marf unterschlagen hat. Nach Feststellung der Unterschlagungen befaßte sich die Kriminalpolizei mit der Affäre, ohne daß es jedoch bisher gelang, den Aufenthaltsort des Urlaubers" zu ermitteln.

Neunzehn Scheunen verbrannt. Im Dorfe Bielschowit wurden durch ein großes Feuer neunzehn mit Ernte ge­füllte Scheunen vernichtet. Zum Glück wurden Menschen­leben nicht gefährdet.

König Eduard als Millionen- Erbe. Von einem kürzlich berstorbenen englischen Kapitän Lindsoy Wilson ist König Eduard von England zum Erben eines vier Millionen Mart betragenden Vermögens eingesetzt worden. Der Erblasser spielte früher bei Hofe und in der Gesellschaft eine große Rolle, zog sich dann aber familiärer Verhältnisse halber gänzlich aus der Oeffentlichkeit zurück und lebte als Sonder­ling auf seinem Landgute.

Vermischtes.

Wechse

Beit ift rielfo gewefen, daß im Stebe. Nach der Rothe, amtemüde Dr. Gutfleifd gleichfalls mit minifter Dittmar Preetorius erfett Dr. Gutfleisch Funern werden. fällig. Kreife, find, erklären,& einen Rücktritt b fei, wer aber fein tt. Stabith zeit wird Diensta bon Shalefpeares Die Ausstattung,

Der Bruder der großen Therese". Romain Daurignac, der Bruder der Therese Humbert berüchtigten Andenkens, ist in Newyork eingetroffen; im Einwanderer­depot wurde ihm jedoch der Eintritt in die Vereinigten Staaten wegen ungenügender Barmittel verweigert. Deurignac wird mit dem nächsten Dampfer nach Frank­reich zurückgebracht werden.

General Booths Auswanderungsplan. Der Premier­minister von Neu- Südwales hat die Anfrage des Heils­armeegenerals Booth wegen Ansiedelung von 5000 acer­boutreibenden Familien bereits in günstigem Sinne beant­wertet. Der Premierminister telegraphierte nämlich an Mr. Deakin, den Premierminister der vereinigten austra­lischen Staaten, daß für Zwecke der geplanten Ansiedelung in Neu- Südwales zwei Millionen Morgen Land zur Ver­fügung stehen.

In das Frankfurter Viertel, das verächtlich das Schla­masselfies" genannt wird, geht kein Brüderchen gern, sie ziehen sich vielmehr nach den ergiebigeren Gegenden, viele wenden sogar das Fahrgeld dran und reisen in die Vororte und Kolonieen, wo sie an den Villen anklopfen. Von denen, die schaben gehn", betreibt der eine die Staudenfahrt" ( Kleider- und Wäschebettel), sieht, daß er irgendwo Tritt­chens erben" fann( Stiefel geschenkt erhalten), einen Wall­musch"( Rock), ein Paar ,, Weitlinge"( Hosen), eine Kreuz-/ spanne"( Weste), einen Spenser"( Ueberzieher) ergattert, nimmt auch gern eine Mußsprize"( Schirm), eine, Kerschte" oder Dohle"( Hut), einen Deckel"( Müße), und wenn er einen Stenz"( Stock) findet, heißt er ihn mitgehn. Wo einer etwas erhalten hat, teilt er es bei der nächsten Zu sammenkunft den Brüderchen mit, sowie die Zeit, zu welcher man sich einfinden müsse, und diese fahren" dann ihrer­seits in das generöse Haus. Ist die Essenszeit gekommen und haben die Brüderchen Geld, so gehen sie bei Tanten abkochen( irgendwo speisen).

Neucs Erdbeben in Süditalien. In Monteleone wurde ein neuer Erdstoß verspürt. Die Bevölkerung verließ in lebhafter Beunruhigung die Häuser und verweilt im Freien. Die Errichtung von Unterkunftshütten schreitet überall leb­haft voran. Soldaten reißen die mit Einsturz drohenden Gebäude vollständig nieder. Der Bevölkerung ist eine große Anzahl von Zelten geliefert worden. An vielen Plätzen sind wahrhafte Zeltlager entstanden.

Eine Deutsche in Newyork ermordet. Die 21jährige Tochter eines reichen deutschen Kaufmanns in Newyork wurde in einem Walde ermordet aufgefunden. Die Leiche war offenbar dorthin geschafft, nachdem der Mord durch Ersticken erfolgt war.

Grofsftadt- Pflanzen.

Die Sprache der Brüderchen ist ein reichhaltiges und furioses Argot. Wer z. B. der Polizei in die Hände ge­rät, ist, jefappt" worden; wer ihr aus dem Wege gegangen, ist nicht in Sicht" oder alle jeworden", hat einer seine zwei Jahre aufgebrummt bekommen, so macht er sein Ben­sum" ab, bricht er von dort aus, so hat er jediert" oder jethürmt". Beim Wiederkommen aus dem Gefängnis er­klärt er uff Schule jewesen" zu sein. Ist die Luft irgend mo nicht rein, so wird die Losung trabe ab" gegeben; wer bei einem Brüderchen in Wohnung zieht, hat ne Bleibe". und wer zur Irreführung eines andern Quartier als das seine angibt, hat Lampen" oder falschen Schemm". Wer seine Sache ungeschickt macht, ist ein Linkmichel, is nich feẞ".

Bilder aus den Tiefen des Berliner Lebens.- Y Wie Meister Spaß ein freies Bummeldasein führt und bon seinem Wike lebt, so gibt es in der Großstadt eine Zahl

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Ein Dorfbarbier". In seinen soeben erschienenen ,, Erinnerungen" erzählt der große englische Schauspieler Charles Hawtrey ein merkwürdiges Erlebnis. Ich war auf der Reise in ein entlegenes fleines Dorf gekommen und wellte mich rasieren lassen, hatte aber mein Rasiermesser vergessen. Einen Barbier gab es am Orte nicht, aber man zeigte mir doch die Wohnung eines Mannes, der gelegent­lich auch rasieren sollte. Ich ging hin und trug ihm mein Anliegen vor. Er zögerte erst etwas, sagte dann aber: .Seien Sie so freundlich und legen Sie sich der Länge nach auf den Boden!" Höchst überrascht tat ich, wie mir ge­heißen, fragte dann aber nach dem Grunde dieser seltsamen Maßregel. Ja," erwiderte der Mann, lebende Wesen habe ich bis jetzt noch nicht rasiert. Ich rasiere nur Leichen."

Einzelne Brüderchen arbeiten wirklich, gelegentlich, hel­fen bei Umzügen, bilden Rückkompagnien. Manche betrei­ben auch die Naturforscherei, allerdings sehr ungern, denn diese Beschäftigung" macht dreckig". Und dem Schmuz sind sie im ganzen abgeneigt. Die aber, so das Lumpensammeln betreiben, verdienen oft ein hübsches Stückchen Geld und lieben es dann, Sonntags im Staat, mit Uhr und Kette, stolz einher zu paradieren.

Unbequeme Manöverbummler. Bei den Kaiser­manövern im Rheinland haben in- und ausländische Taschendiebe eine rege Tätigkeit entfaltet. Sie stahlen, was ihnen unter die langen Finger fam, mit Vorliebe natürlich Geldbörse, goldene Uhren und ähnliche Gegenstände von Wert. Fünf dieser Langfinger sind bereits dingfest ge= mecht; unter ihnen besinden sich zwei elegant gekleidete Taschendiebe aus Köln, die mehrere gestohlene Uhren und Bortemonnaies mit beträchtlichem Inhalt bei sich hatten.

Wie die Brüderchen zusammenhalten, wurde schon er­wähnt. Reiner läßt den anderen im Stich, einer tritt für den andern ein, verleugnet den andern, wo es nottut. Sie helfen einander aus, sie sammeln für die, so in Haft genom­men worden, und schicken ihnen Leckerbissen zu. Sie tan­schen und teilen, was sie haben, und fühlen sich solidarisch als Zunftgenossen. Bei ihren eigentlichen Namen, auch wenn sie sie kennen, rufen sie sich nie. Einer ist des andern ,, Brüderchen", weiter nichts, oder hat einen Spiẞnamen. So fristen sie ihr Leben, färglich und oft genug hungernd. Auf dem reichen Boden der Großstadt stellen sie das Unkraut bor, schwer oder gar nicht auszurotten, immer wieder sich ergänzend aus arbeitsscheuen oder verunglückten Existenzen. Glänzende Pracht und bitterstes Elend stellen sich in den großen Zentren eben in der krassesten Weise nebeneinander. Dr. W. Marim.

Aus dem Gerichtsfaal.

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Eine Verbindungsanzeige" zweier Modernen". An­gehörige der Berliner Schriftstellerwelt erhielten vorgestern rine gedruckte Anzeige folgenden Inhalts: Elsbeth Frei­frau v. 3. geb. L. v. W. und R. R. haben sich in freier Ehe verbunden." Wir unterließen es, die vollen Namen der Verbundenen" auszuschreiben, weil wir annehmen, daß sie nachträglich über ihre Anzeige errötet sind.

Gin gemütlicher Selbstmörder ist der Fabrikant Guſtav Absen in Pardubig. Vorgestern früh bestellte er sich einen Drehorgelspieler, der ihm einige lustige Weisen aufspielte, dann stellte er sich auf das Badesprungbrett am Joachims­thaler Badeteiche und schoß sich eine Kugel durch den Kopf. Er war augenblicklich tot, der Körper fiel ins Wasser. In einigen hinterlassenen Briefen setzte er den Drehorgelspieler, der ihm zum Selbstmord aufgespielt hatte, sowie die städtische Polizei von Joachimsthal zu Erben ein.

§ Diebstähle in Eisenbahn- Werkstätten. Vor den Schran­ken des Landgerichts Schneidemühl hat gestern der Riesen­prozeß gegen den Bahnineister Belke und Genossen be­gonnen. Die Verhandlung ist auf vierzehn Tage berechnet, da nahezu 250 Zeugen zu vernehmen sind. Auf der An­flagebank nehmen Platz: der Bahnmeister Belke, Frau

= Wintersanfang in den Pyrenäen. Aus den franzö sischen Pyrenäen wird starker Schneefall gemeldet. Alle Höhen sind mit Schneemassen bedeckt. Die Temperatur ist bedeutend gesunken.

Der Landwirt.

gh Die Behandlung der Spinatkulturen. Vielfach hört man die Klage, daß der Spinat im Winter der Kälte zum Opfer fällt. Man hat die Beobachtung gemacht, daß zur Durchwinterung bestimmter Spinat eine begrenzte Saat zeit erheischt. Vielfach wird Spinat schon zu Beginn des Monats August gesät. Die Folge ist, daß er bald infolge der dann noch herrschenden Wärme sehr üppig wird. Die starken Stauden aber können der Strenge des Winters nicht trotzen und erkranken gleich bei Eintritt stärkeren Frostes, um nach und nach von der Bildfläche zu verschwin den. Hat darum Spinat im Herbste schon eine große Fülle erlangt, so tut man sehr wohl daran, ihn vor Winter ab zuernten, will man nicht seiner gänzlich verlustig werden. Für Spinat zum Durchwintern ist aber die richtige Saat zeit die letzte Hälfte des September. Dies ist von den bielen Züchtern in jahrelanger Praris erprobt. Er treibt

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sind, am meisten verhängnisvoll. Ein paar talte Nächte ge nügen dann, um manches zu vernichten. Wird der Spinat zu spät gesät, so ist das verkehrt, da er dann nicht mehr ge­nügend kräftig wird zur Durchwinterung; es tötet ihn da­her schon ein mäßig starker Frost. Wichtig ist noch, daß

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Spinat vor Winter keinen Jauchedung erhalten darf. Bei fenem Markte aus gezogen werden. Ganz vorzüglich gedeiht er dann zwischen einigen der Fässer! Scatbohnen, also schon vor Mitte Februar an, ausgefät 8 Agenten zum Ver werden. Wegen der guten Bekömmlichkeit und des reid rozeß geführt. Der lichen Ertrages zu einer Zeit, wenn der Küchenzettel noch Brämienfäße erhi nicht gerade reichhaltig ist, sollte Spinat in feinem Gemüse Senntnis zu sehen.

garten fehlen.

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