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den, jubelten dem Kaiserpaar und feinem Gaste zu. Den Zug eröffnete das bekannte feurige Schimmelgespann des Kaisers, darauf folgte die glänzende Suite und zuletzt im offenen Wagen die Kaiserin mit der Königin Margherita. Vor der Villa brachte der italienische Botschafter in Berlin, Berlin, Graf Lanza, der Mutter seines Herrschers seine Huldigung dar. Auch hatte dort eine Deputation des Offi­zierkorps des Kurhessischen Jägerbataillons Nr. 11, dessen Chef Königin Margherita ist. Aufstellung genommen. Nach Besichtigung der Räume der Villa zeigten sich das Kaiser­paar und sein Gast auf dem Balkon, vom Publikum mit stürmischen Hochrufen begrüßt, für die sich Königin Marghe­rita durch lebhaftes Winken mit dem Taschentuch bedankte. Später fand im Schlosse Frühstückstafel statt, bei der Köni­gin Margherita neben dem Kaiser, Reichskanzler Graf Bü­Iow neben der Kaiserin sah.

Wenn man nach der gestrigen ersten Aufführung schließen dark, so werden diesmal die Festspiele alles bisher Gebotene noch übertreffen. Namentlich was die Inszenierung anbe­langt. Dekorationen und Kostüme des Freischütz", der gestern den Reigen eröffnete, waren von künstlerischer Pracht und dabei von einer peinlichen historischen Treue. Die Bühne hot ein förmliches Museum der Zeittrachten nach dem dreißig­jährigen Kriege. Die einzelnen Szenen, namentlich die Wolfsschlucht und das Hoflager im Walde wirkten wahrhaft überwältigend. Spiel und Gesang war vortrefflich. Der Kaiser, der in der Hofloge zusammen mit dem Reichskanzler b. Bülow der Vorstellung beiwohnte, sprach dem Intendan­ten Dr. v. Mußenbecher wiederholt seine volle Bufrieden­heit aus. Man darf wohl erwarten, daß auch Königin Mar­gherita heute abend, wenn die Fanfarenstöße des läser­forps in friederizianischer Tracht sie begrüßt haben werden, nicht nur an der Pracht des mit Rosenguirlanden geschmück­ten, im magischen Lichterglanz strahlenden Hauses ihr Auge weiden, sondern auch der szenischen Ausstattung und den Künstlerischen Darbietungen der Mitwirkenden ihren Beifall zollen wird. Nicht nur im heitern Italien, auch im rauhen Nordland strahlt die Sonne der Kunst.

Königlicher Brautschmuck

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( 8ur bevorstehenden Kronprinzenhochzeit.) Der Erbschmuck der Brant.- Das Geschmeide der Roma­now. Die Krondiamanten bei der Branttoilette.- Die Prozession der Gardes dn Corps. Die Brautkrone. Die Juwelen der Kaiserin. Wem es nicht bekannt ist, daß die Braut unseres Kron­prinzen, Herzogin Cäcilie von Mecklenburg- Schyverin, be­reits zahlloses und sehr kostbares Geschmeide ihr eigen nennt, dem wird es aufgefallen sein, daß die Städte und Korpo­rationen wenig Schmuckgegenstände zum Geschenk für die bevorstehende Hochzeit wählten. Herzogin Cäcilie ist die Enkelin einer russischen Großfürstin, und der größte Reich­tum an Brillanten, Perlen und farbigen Edelsteinen ist seit alter Zeit bei den Mitgliedern des Hauses Romanow zu fin­den. Großherzogin Anastasie, die als einzige Tochter den Schmuck ihrer verstorbenen Mutter, der Großfürstin Michael, erbte, und ihre Schwägerin, Großfürstin Wladimir( eine Schwester des verstorbenen Großherzogs Friedrich Franz III. bon Mecklenburg- Schwerin) verfügen, nächst der jungen russischen Kaiserin, über die wertvollsten Edelsteine. Beson­ders pflegt die Großfürstin Wladimir vielen Schmuck gele­gentlich großer offizieller Feste am Zarenhofe anzulegen. Ihre Lieblingssteine sind Rubinen, wie Großherzogin Ana­stafie Saphire bevorzugt. Die Zarinmutter liebt die Zu­sammenstellung von Brillanten und Türkisen. Das Privat­eigentum der jungen Zarin an Schmuck zählt nach Millio­nen, da ihr Gemahl sie förmlich mit Edelsteinen überschüttet; troẞdem sieht man sie meist nur mit einer einzigen Brillant­nadel geschmückt. Außer diesem Privatbesitz der einzelnen weiblichen Mitglieder des Zarenhofes umschließt die kaiser­liche Schazkammer in Petersburg noch einen märchenhaften Reichtum in den sogenannten Krondiamanten", zu denen unter anderem auch die wunderbaren birnenförmigen Ber­Ten zählen, die einst Katharina II. von Rußland gehörten.

Auch die Kronschäße zu Berlin, London, Dresden usw. bergen ungeahnte Schätze. Im Krontresor zu England be­findet sich unter anderem der Kohinor, den die ostindische Kompagnie 1850 der Königin Viktoria geschenkt hat. Solche sogenannten Krondiamanten" sind Eigentum der Krone. Die Gemahlin des Herrschers darf bei Gelegenheit großer Repräsentationspflichten nach Belieben von ihnen Gebrauch machen, doch müssen sie, sobald die Fürstin den Schmuck ab­legt, wieder in die Schazkammer zurückgebracht werden, da sie ja nicht Privatbesitz der betreffenden Trägerin sind.

Im Königreiche Preußen ist es Tradition, daß jede fürst­liche Braut, die entweder dem Königshause entstammt oder einen preußischen Prinzen heiratet, an ihrem Vermählungs­tage im Schmuck der Krondiamanten" erscheint, mit denen 3. B. auch die ganze Taille des Brautkleides benäht wird. Eine Tracht, die von blendendem Glanze, aber für die Braut ziemlich unbequem ist, da die Schwere der Taille, vereint mit der auf einem roten Sammetfissen zwischen dem Myr­tenfranze befestigten Prinzessinnenkrone" fast jede freie Be­wegung hindert.

Die Krondian.anten werden am Morgen des Hochzeits­tages von einer Abteilung Gardes du Corps, an deren Spizze sich der älteste Oberleutnant befindet, aus der kaiser­lichen Schazkammer geholt und der Oberhofmeisterin des jeweiligen Herrschers bei der Vermählung der Herzogin Cäcilie also der Gräfin Brockdorffgebracht, unter deren Aufsicht die Diamanten von den kaiserlichen Kammerfrauen am Brautkleide befestigt werden. Nach den Festlichkeiten werden sie, ebenfalls wieder unter Aufsicht der Oberhof­meisterin abgetrennt, worauf dieselbe Abteilung Gardes du Corps den Kronschatz an seinen Aufbewahrungsort zurück­bringt. Jeder Gegenstand ist auf das genaueste registriert; so daß jeder Verlust sofort bemerkt wird. Als die älteste Schwester des Kaisers ihre Vermählung mit dem Erbprin­zen von Sachsen- Meiningen feierte, wurde am Abend ein Stein vermißt. Sofort wurden sämtliche Säle und Gänge, durch die die Braut geschritten, aufs genaueste durchsucht, bis sich der Stein auch schließlich fand.

Wenn die Toilette der fürstlichen Braut beendet ist, setzt ihr die Kaiserin unter Assistenz ihrer Oberhofmeisterin die Krone auf das Haupt. Es ist ebenfalls Tradition im Zol­Ternhause, daß dieser Aft von der zur Zeit regierenden Für­stin vollzogen wird. Eine Ausnahme wurde bei der ältesten Tochter des Prinzen Friedrich Karl von Preußen gelegent lich ihrer ersten Vermählung mit dem Prinzen Heinrich Niederlande gemacht, da die Kaiserin Augusta damals weilte und die Vermählung in Botsdam also überhaupt

nicht in dem sonst üblichen großartigen Stile gefeiert wurde. Die damalige Kronprinzessin vertrat die Stelle der Kaiferin.

Die schönsten Schmuckgegenstände aus dem Privatbesit der Kaiserin Augusta sind nach ihrem Tode als Erbteil in die Hände der jeßigen Kaiserin übergegangen. Kaiserin Augusta besaß sehr wertvollen Schmud und trug fast nie eine Garnitur zweimal in derselben Fassung. Meist wurde der Schmuck am anderen Tage, nachdem er in Gebrauch ge­wesen, dem Hofjuwelier zur Umarbeitung übersandt. Die Fürstin zog Diamanten allen farbigen Edelsteinen vor ein Geschmack, den die jetzige Kaiserin teilt. Außer den von der kaiserlichen Großmutter ererbten Schmuckgegenständen verfügt Kaiserin Auguste Viktoria über noch zahlreiche an­dere, sehr wertvolle Geschmeide- Diademe, Nolliers, Span­gen und Schnallen welche einzelne Städte und Provin zen der damaligen Prinzessin Wilhelm von Preußen als Sochzeitsgabe gesandt, ferner einen wunderbar schönen Schmuck aus Rubinen und Brillanten, den der jetzige König von England, eine Brillantrivière, die Kaiser Wilhelm I. der Enkelin zur Vermählung geschenkt und die auseinander. geschraubt werden kann, um einzeln als Diadem, Sterne, Armspangen, Agraffen usw. getragen zu werden. Dazu kommen noch Halsketten aus Smaragden, Rubinen, Saphire, mie Perlenschnüre von fleckenlosem Glanze untadelhafter Schönheit und seltener Größe.

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Auch Kaiserin Friedrich besaß auffallend schöne Berlen, die nach ihrem Tode zwischen ihren Töchtern geteilt wurden. Besonders kostbar ist darunter eine Perlenschnur, zu der Kaiser Friedrich jahrelang die Perlen gesammelt, damit alle vollkommen ebenmäßig rund wären.

Deutfcher Reichstag.

( 185. Sizung.)

CB Berlin, 18. Mai. Das Haus hatte sich heute zunächst mit der Vervollständi­jung seines Bureaus zu beschäftigen, es wählte anstelle des Abg. Pauli- Eberswalde, dessen Mandat für ungültig er­klärt worden ist, den Abg. Schlüter von der Reichspartei zum Schriftführer. Danach erledigte es debattelos ein paar kleinere Vorlagen und trat sodann in die zweite Beratung des Gesetzes betreffend die Wetten bei öffentlich veranstalte­ten Pferderennen, des sogenannten Totalisator. gesetzes. Die Vorlage, die durch Teilung der Stempel­abgabe von den Totalisatoreinfäßen zwischen dem Neich und den Rennvereinen die Landespferdezucht fördern und neben­Her die Wettbureaus beseitigen will, wurde grundsätzlich nur von dem freisinnigen Abg. Dr. Ablaß bekämpft, und nach unwesentlicher Diskussion in der Fassung, die sie in der Budgetkommission erhalten hat, mit großer Mehrheit ange­nommen. Auch zwei Resolutionen, betreffend das Verbot der geschäftsmäßigen Vermittelung von Wetten für Fahr­rad- und Automobilrennen und betreffend das Verbot von Pferderennen am ersten Weihnachts-, Oster- und Bsingst­fciertage und am Karfreitag, fanden gleichfalls die Zustim­mung des Hauses. Zum Schluß folgte die zweite Beratung des Gesezentwurses, betreffend Aenderungen der Ziil­prozeßordnung, die in der Hauptsache die Entlastung des Reichsgerichts durch Heraussetzung der Revisionssumme von 1500 auf 2500 Mark herbeiführen soll. In der Diskussion machten die Gegner hauptsächlich geltend, daß durch eine Herabsetzung der Revisionssumme der Rechtszustand für die fleinen Leute verschlechtert würde. Die meisten Redner aber bestritten dies und gaben der Meinung Ausdruck, daß un­bedingt für die Entlastung des Reichsgerichts etwas ge­schehen müsse.

Preufsifcher Landtag.

Haus der Abgeordneten.

( 183. Sigung.) RK Berlin, 18. Mai. Die Erwartung einer erregten und spannenden Debatie, die die Tribünen mit Hörern überschwemmt hatte, wurde arg enttäuscht. Die zweite Lesung der Bergarbeiter. schuß- Novelle wurde sehr bald zu einer rein sachy lichen, ruhigen Beratung. Die ehemals so schroffen Gegen­sätze haben sich inzwischen gemildert. Die ersten Redner, Abg. Schiffer( natl.) und Trimborn( Zentr.) versuchten freilich noch, eine allgemeine Besprechung in Gang zu bringen. Der lettere erklärte, daß die Kommissionsbeschlüsse völlig unannehmbar seien. Damit war aber auch schon die Gene­raldiskussion zu Ende. Denn Minister Möller verzichtete auf eine allgemeine Aussprache und richtete dem Hause nur das Bedauern des Grafen Bülows aus, an den Verhand lungen nicht teilnehmen zu können. Justizminister Schön­stedt wandte sich aus rechtlichen Gründen gegen die zu­nächst zur Beratung stehende Bestimmung, daß die Berg­werksbesitzer die infolge Streifs verfallenen Löhne der Unterstüßungskasse abzuliefern haben. Der Satz wurde denn auch von allen Parteien fallen gelassen. Schnell leerten sich die Tribünen, und auch der Saal war zeitweilig nur sehr schwach besetzt. So während der Neden der Abgg. Traeger ( frs.) und Korfanty( Bole), die vergeblich versuchten, mit allgemeineren Ausführungen die Aufmerksamkeit auf fich zu zien. Es nahi nun die sachliche Diskussion über die einzelnen Bestimmungen ihren Fortgang, unterbrochen von den Abstimmungen, zu denen sich immer wieder der Saal füllte. Obwohl alle Parteien darin einig waren, das Nullen abzuschaffen, die Rechte freilich nur in der Ab­sicht, ein Agitationsmittel zu beseitigen, entspann sich noch eine längere Debatte hierüber und über die dafür zu setzen­den Strafen. Schließlich wurden diese nach dem Kom­missionsbeschluß angenommen, das Nullen beseitigt. Nun fam man erst an einen der großen Steine des Anstoßes": an die Arbeiterausschüsse. Aber um zu einer Ent­scheidung zu kommen, dazu war es heute schon zu spät. Als Frhr. v. 3edlitz für das Verbot der politischen Betätigung eingetreten, Abg. Trimborn( Zentr.) dieses Verbot aber für degradierend erklärt und für die geheime Wahl plaidiert hatte, wurde die Sitzung abgebrochen und die Fortsetzung der Debatte auf morgen verschoben.

Der Landwirt.

wirksamer sind gespannte Fäden oder Schnüre mit bunter

[ Der Regenma

Lappen oder Papienfeßen. Ein einfaches und wirksames hatte, in der Zeit bo Schutzmittel besteht dagegen in dem Bestreuen der mit Wasse, as füdliche Kalifor befeuchteten Samen mit gepulverler Mennige, worauf fi ihm bon Intereffen sem Stoff leicht überzogen ist. Läßt man die so bearbeiteler erwähnten Summe derart umgearbeitet werden, daß jedes Samenforn mit de waren, hat feine Samen einige Zeit stehen, so ist das Wasser aufgefogen, wäh ber fraglichen Perio rend die Mennige an der Oberfläche haften bleibt. So be bei weitem mehr al handelte Samen werden von allen Tieren gemieden, soga sonst während eine noch, nachdem sie aufgegangen sind. Drahtwürmer, die ger Regenfabrik" in über die Gartenbohnen sich hermachen, die zum Keimen die birges, etwa zwan Wärme brauchen und daher oft lange noch in der Erd die Niederschläge falt wird, werden auf die nämliche Weise in ihrer vernich Hatfields Methode schlummern, wenn nach der Aussaat die Witterung wiede betrugen in jener tenden Arbeit aufgehalten; auch fann man die Samenbohnen hes fich durch rief etwa sechs Stunden lang in Petroleum einweichen; die Keim. breitet und die A

pd Der Schutz der Saaten. In Saatfeldern und Gemüse. beeten finden nunmehr Mäuse, Vögel und Drahtwürmer wieder festlich gedeckten Tisch. Allerdings sucht man die Staaten dadurch zu schützen, daß man ihnen Wächter in der Gestalt von Vogelscheuchen aller Art bestellt; allein man er­zielt damit doch nur oberflächlichen Erfolg. Die Regungs­losigkeit dieser Puppen fällt schließlich sogar den Vögeln auf, die gar bald die Ungefährlichkeit solcher Wachtposten durch­schauen und ihr Verhalten danach einrichten. Nicht viel

kraft wird dadurch keineswegs beeinträchtigt.

Nab und Fern.

Der Kurs der Ozeanwettfahrt. Die beiden Jachten, die bei der Wettfahrt um den Kaiserpreis an der Spitze stehen, ist die Schoonerjacht Hamburg" des Norddeutschen Regatta- Vereins und der amerikanische Dreimastschooner ,, Atlantic". Die Kapitäne der beteiligten Fahrzeuge haben den von ihnen zu segelnden Kurs streng geheim gehalten,

Diederfchlag zur&

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werden. Der Weg an Neufundland vorbei ist durch Eis- bem in weiten Prei felder und dadurch verursachte Nebel zurzeit sehr gefährlich Gebiete belannten

doch gilt dieser Weg als der vorteilhaftere. Auf amerika nischer Seite ist man entschlossen, alles daran zu setzen, um den Kaiserpokal nach drüben" zu entführen. Die Ham­burg", so meint man in nautischen Kreisen, dürfte sich an ihren gefährlichsten Rivalen, den Atlantic", mödst an flammern und nach dessen Verhalten ihre Taktik richten

Dr. Chelius began

Rreifen rengftens Rädter-Rorefponde angehörigen erfahre Brivatdozent ber

An der Wettfahrt nimmt auch eine Tame, Miß mson feine regelmäßige tcil. Bei der Abfahrt ihrer Jacht, der Fleur de Lys", stand schon vor Jahren sie, von Kopf bis zu den Fien in Deltuch gekleidet, an Deck Börtners der hofft, durch ihre Führung die Mannschaft ihres Fahrzeuges Familie gemacht.

und kommandierte die Segelmanöver. Die mutige Dame so anfeuern zu können, daß sie den Kaiserpokal gewinnt.

Vier Kinder verbrannt. Eine furchtbare Brand­fatastrophe ereignete sich im hessischen Dorfe Weimar. In der Nacht brannte ein Wohnhaus ab. Dabei kamen vier Kinder im Alter von 9, 7, 5 und 3 Jahren in den Flammen

um. Vier andere Kinder konnten nur mit Mühe gerettet

werden.

Wezer Attentatsgerüchte. Während des Aufenthaltes des Kaisers in Schloß Ürville lief in der Gegend das Gerede von einem glücklich vereitelten Attentatsversuch um. catbehrt, wie sich herausstellt, jedes tatsächlichen Untergrun des und ist auf einen Vorfall zurückzuführen, der lediglich der Taktlosigkeit entsprang. Ein Redakteur einer Piezer Zeitung hatte sich von dem Restaurateur, dem die Bewirtung des Hofpersonals übertragen ist, eine Eintrittskarte zum Schloß verschafft und war daraufhin in den Park gelangt. Dort traf ihn der Kaiser und ließ ihn durch einen Diener hinausweisen. Auf der Schloßwache kam die Täuschung heraus, und nun wurde der Redakteur durch einen Gendar­men nach Metz in das Bezirkspräsidium transportiert und dort, nachdem er sich legitimiert hatte, in Freiheit gesetzt. Das ist alles. Der Restaurateur wurde sofort entlassen, und die Wache wurde abgelöst.

Aus Eifersucht erschoß eine Arbeiterfrau in Essa Riebhaber, einen Musiker, der sie verlassen wollte. Di Frau wurde verhaftet.

Ein Revolverattentat wurde auf den Baron Klein in der Nähe seines Schlosses Wiesenburg bei Brünn ausgeführt. Der 33jährige Taubstumme sidor Haupt feuerte auf den Baron, während dieser auf einem Wagen zur Jagd fuhr, zwei Schüsse ab, die aber fehl gingen. Der Täter erklärte, daß er den Baron erschießen wollte, weil dieser ihm die Aus folgung eines größeren Geldbetrages verweigerte

älteren, ist 18 Citern fanden Manne abfolut n bald den größerer in die 2 Jungen, flæne Hülfeleiftu nahm er fie aud mit, die dann zu in Heidelberg, Bi Hierbei sowohl wi Räumen des Bol mit leinen Geldge gefröhnt haben. altere Junge im vo Arzt über die Eige doch war man wei

Dreieinhalb Tage lebendig begraben war der Berg­mann Diehl aus Walpershofen. Er war am 5. Mai mor­gens in die Grube von der Heidt" eingefahren und hatte sich in einen alten Schacht begeben, von wo ihm der Rüd weg durch einen gewaltigen Bruch vollständig abgeschnitten wurde. Seine Arbeitsgenossen wußten nichts von ihm und suchten daher auch nicht nach ihm. Der lebendig Begrabene suchte in der Dunkelheit meist kriechend nach einem Ausweg. Den brennenden Durst, der ihn bald zu quälen begann, stillte er mit von der Decke träufelndem Wasser. Immer wieder wird ihm der enge Weg durch Brüche versperrt, die er mit übermenschlicher Anstrengung überwindet. Ab und zu verlangt der müde Körper sein Recht, und der Geist vergißt seine Qual und Sorgen in erquickendem Schlaf. Dan die mühselige Wanderung mit neuen Kräften aufgen Sie führt den Bergmann an einen Querschlag, der utige einen Meter hoch mit Wasser angefüllt ist. Er watet steht alsbald in der sog. Pferdestrecke, die zu Tage fi Noch einige Schritte, und er begrüßt das Licht des Ta mit größtem Erstaunen von seinen Arbeitsgenossen emig gen. Es ist der 8. Mai, nachmittags 24 Uhr; Lage er da drunten zugebracht, und niemand hat mehr an Rettung geglaubt.

Vermischtes.

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auch seine Fam geblich soll er h und ist man a sehr gespannt.

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erau aus We nannt worden. Geneb ges Regierungsblatt enthält u. a: Minifterium des eine Beftreitung ber

[ Ein feines Weinchen.] Bei einer Versteigerung von Weinen zu Erbach erzielte ein Viertelstück Schloß Meinharts hausener Erbacher Markobrunner den hübschen Preis von 12 010 Mark. Das Liter dieses edlen Tropfens kommt also auf 40 Mark zu stehen.

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[ Der gesellschaftsfähige Pudel.] Merkwürdige innerungen dürften die Delegierten zum internationale Eisenbahn- Kongreß aus Washington von dem feierlicher Empfang, den ihnen die Gattin des Kongreßpräsident Frau Stuyvesant Fish, veranstaltete, mit nach Hause mit men. Die vielen vornehmen Besucher haben gewiß sche manchen großen Empfang mitgemacht, aber von einer G geberin begrüßt zu werden, die im rechten Arm Budel trägt und zum Gruß für die Gäste nur die linke frei hat( wenn die geehrten Geladenen nicht borgach sollten, dem Pudel die rechte Pfote zu schütteln), das d ihnen doch wohl, dem alten Ben Akiba zum Troy, noch z vorgekommen sein. Sie werden sicher den Eindruck nehmen, daß manche der amerikanischen Geſellſchaftsste doch pudelnärrische Sitten haben. Uebrigens batter dame Fish noch mehrere Reservepudel in afternächster eclgeab falls Budel Nr. 1 von den Empfangspflichten ermüdet rebellisch werden sollte.

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