um eine schweigende Wenge steht. Dem Oberpolizeimeister ist es sofort flar, daß hier am hellichten Tage vor den Augen der über solche Verwegenheit erstarrten Menge ein Revo= lutionär die Taschen einer am Boden liegenden Ordnungsstüße leert. Der Wagen hält einen Augenblick. Der Polizeimeister deutet einem Kosaten auf die Gruppe hin und fährt dann rasch weiter. Der Kosat sprengt heran, packt den barmherzigen Samariter und beginnt ihn unbarmherzig mit der Nagaita zu bearbeiten. Was ist das? Was soll das?" heult der Unglückliche. Ich bin Arzt, ich sehe, daß ein Mensch ohnmächtig am Boden liegt und leiste ihm Hilfe!" Der Kosat fährt schweigend fort, mit der Peitsche zu arbeiten, solange er es für nötig findet, setzt sich dann auf sein Pferd und Die revolutionslustige Menge verschwindet gleichfalls. aber? Als de: Kosat fortgesprengt war, wandte sich das ganze Publifum mit lautem Lachen an den zu Doktor, Schaden gelommenen:" Sieht du, da hast du es! Hast heilen wollen und bist nun selbst geheilt, Bruder! Wirst du ein andermal wieder heilen? Präg' lieber auch deinen Kindern ein, Doktor, sich nicht in fremde Sachen zu mischen." Und lange begleitete das fröhliche Gelächter der Menge den fortschleichenden Samariter.
Die Gefühlsroheit des Volkes, das sich um den Ohnmäd tigen nicht fümmert und seinen Retter noch wegen seines Weißgeschicks verhöhnt, spricht Bände.
Nab und fern.
† Des Kaisers Spende an die kriegsgefangenen Japaner. Als die Züge mit den aus der russischen Kriegsgefangenschaft entlassenen Japanern Berlin passierten, wurde allen Insassen, Offizieren wie Mannschaften, im Namen des Kaiserpaares ein Patet überreicht, das in einem mit dem kaiserlichen Wappen geschmückten schwarz- weiß- roten Einbande zwei Pfund Schokolade enthielt. Außerdem ließ die Kaiserin an die Offiziere Blumensträuße überreichen.
Ein hundertjähriger Offizier. Der Ober- Intendant a. D. Wilhelm Meinardus in Oldenburg feierte seinen hundertjährigen Geburtstag. Der Jubilar trat im Alter von 20 Jahren bei den oldenburgischen Truppen ein, machte die Feldzüge von 1848 und 1866 mit und wurde nach 62- jähriger Dienstzeit mit dem Range eines Obersten pensioniert. Er hat sich um die zwischen Oldenburg und Preußen seinerzeit abgeschlossene Militärfonvention große Verdienste erworben. Der Hundertjährige wurde von Kaiser und Großherzog beglückwünscht.
† Eine fallite Krankenkasse. Die rheinische Krantenfasse in Köln, ein über ganz Rheinland verbreitetes Institut, das jüngst erst die Beiträge erhöhte, hat die Zahlungen eingestellt. Der den Geschäftsraum füllenden, die Krankengelder reklamierenden Personen bemächtigte sich bei dieser Eröffnung große Aufregung. Es kam zu Ruhestörungen, sodaß Polizei requiriert werden mußte.
+ Der unverwüstliche Graf Pückler. Wieder einmal wurde in Berlin eine vom Grafen Püdler einberufene Verfammlung aufgelöst, als er zu Gewalttaten gegen die Juden rufforderte. Vorher hatte er aber eine Anzahl Wize nerissen, die selbst den an solche Kost gewöhnteu Berlinern imponieren mußten. So versicherte er, der Generaldirektor Ballin von der Hamburg- Amerita- Linie wolle Rosa Luxemburg heiraten und sie bei Hofe einführen. Die ernsthafte Miene, mit der der Graf seinen Zuhörern diesen und andere Bären aufband, erhöhte die Wirkung seiner Ausprüche.
† zu viel Schlafburschen in Berlin. Nach dem Ergebnis der Volkszählung befinden sich in Berlin weit über 100 000 Leute in Schlafstellen, neben etwa 60000, die möblierte Zimmer bewohnen. Ungefähr 70 000 Haushaltungen vermieten Schlafstellen, so daß also in sehr vielen mehrere Schlafburschen zusammen hauſen.
† Die Rache der Verschmähten. Der bekannte Ring fämpfer Ducet wurde auf Anstiften einer vornehmen Italie. nerin in Tunis durch Meuchelmörder vergiftet. Die Dame, deren Zuneigung Ducet verschmäht hatte, war ihrem Opfer auf allen Reisen gefolgt.
Lokales.
18. Dezember 1905. GH Der Silberne Sonntag. Bon altersher haben sich für die drei legten Conntage vor Weihnachten die Bezeichnungen: fupferner, silberner und goldener Sonntag ein. gebürgert. Man will damit die stufenweise aufwärtssteigende Bedeutung für die Geschäftswelt charaftrifteren. Der vorlegte Sonntag war der kupferne, der gestrige der silberne, und allem Anscheine nach hat er dem Geschäftsmanne nicht nur hellflingindes Silber, sondern auch schon einen gelinden Borgeschmack vom goldenen Sonntag gebracht. Sünstigeres Wetter war garnicht denkbar: Am blauen Himmel eine flare Sonne, die Luft frühlingswarm und Straße und Wege trocken! So wirkte der Weihnachtsmarkt als ein Magnet auf die Menschen, der sie von weither aus den gewohnten vier Pfählen zog. Das Straßenbild war ein reich bewegt lebhaftes und die dichtbesetzten Büge sandten jedesmal förmliche Rolonnen Weihnachtsbummler noch hinzu. Die obere Bahn hofftraße war zeitweilig schwarz von Menschen. Doch auch durchb ie anderen Bugangsstraßen drängte es sich herein und floß über die ganze Stadt. Der Seltersweg und die anliegenden Straßen und Pläße waren in den Nachmittags. stunden nur unter den größten Schwierigkeiten im Zickzack. Kurs passierbar. Aber die Weihnachtsherrlichkeiten regen nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Kaufen an. Auf allen Gebieten haben die Geschäfte heuer eine ganze Reihe reizender und geschmackvolle Reuheiten ausgelegt und wenn man auch noch der Dußenbware begegnet, so tann der aufmerksame Beobachter doch mit Freuden den Zug nach dem Soliden und Schönen fonstatieren. Dienan steht das Kunst. gewerbe, der verheißungsvollste deutsche Arbeitszweig. Wanderbar ist, mit welcher Schnelligkeit es verstanden hat, den heutigen Bedürfnissen entgegenzufommen, wie es gerade auf dem Gebiete der Beleuchtung ben 8 ved mit der Form zu verbinden weiß; vor allem fallen die hübschen Bronzen und Glasstücke auf, die elektrische Birnen tragen. Doch auch die übrigen Branchen haben um den Bceis gerungen und weisen jegt die geflärte Moderne auf. Hoch aktuell ist das Spielzeug. Unter dem Blitzen und Gleißen finden wir auch unseren technischen Bilbfang, das Automobil. Aber das ist alles nur äußerlich, ihren Grundharakter haben die Spielsachen treu bewahrt, daß sie nämlich leicht gearbeitet find. Sie aus festem Material und dauerhaft herzustellen
wäre auch grundfalsch, denn die Hand des Kindes will Ab| Prognostikon gestellt, das hoffentlich begünstigt von den
wenbig, bag bie Gi
änderungen an ihnen vornehmen. Frühzeitig offenbart der besten Begleit- Umständen durch einen recht glänzenden li ber von der B Mensch das Bestreben, die Gegenstände seinem speziellen Ge- Besuch von Seiten der Kammermusik- Freunde im n( prad fidh ber
brauche, seinen Gewohnheiten und Neigungen anzupassen.
Draußen ging die Tageshelle zur Rüste, der furze Sonnenbogen schnitt durch den Aus den Schau
weiteren Verlauf der Saison belohnt wird.
Berzeugung nach bas be
Gießener Bäcker- Innung hin, die die Hausfrauen er feinen beften Kräften fenstern drang mit jedem Augenblick der Lichtschein intensiver mahnt, die Festtagskuchen rechtzeitig zum Backen ältniffe des Reichs und an den Fronten der Geschäftshäuser flammten weiße, zu bringen, da gesetzliche Bestimmungen das Baden neue Steuern in fi
rote und violette elektrische Kugeln auf. Als habe die Sonne ihren Magnetismus an das fünstliche Licht abgegeben, wandte sich jetzt alles den Läden zu, auf die ein wahrer Sturmlauf unternommen wurde, sodaß die Verkäufer unter äußerster Kraftanspannung arbeiten mußten. Ganze Stöße von Waren wanderten über die Ladent she. Abends sah man überall jung und alt mit Paketen und gefüllten Körben der Behausung zustreben. Da der starte Andrang in den Abendstunden diese Woche noch anhalten wird, so ist es empfehlenswert, daß das Publikum, soweit angängig, seine Einfäufe auch mit über die Morgenstunden verteilt. Es geschieht dies in seinem eigenen und dem Interesse der Verfäufer. Man kann in einer ruhigen Morgenstunde mit viel mehr Bedacht die zahlreichen Gegenstände mustern und aus
am Sonntage nicht mehr gestatten.
ber den Großbetrieben i
** Mißbrauch der Wohltätigkeit. Es ist nicht tig urganftig beeinflu ausgeschlossen, daß die Weihnachtszeit von gewiffen Personen laftung würde aber e zu unlauteren Manipulationen benugt wird, indem sie gierung vorgeflogene angeben, für diese oder jene Wohltätigkeitszwecke einzusammeln, er Quittungsste in Wirklichkeit die Spenden aber in ihre eigenen Taschen iefem Sinne wird d
gleiten lassen. Wir machen das Publikum in seinem eigenen Interesse auf eine Bekanntmachung des Großh. Bolizeiamts Gießen in heutiger Nummer aufmerksam, in der darauf hingewiesen wird, daß jeder Kollettierende einen von dem
eichstag richten.
abe des deutschen Flei
ber fich der Berban
Reichetanglers den Sta
Kreisamt oder der Polizeibehörde unterstempelten Ausweis Fleisversorgu bei sich zu führen hat, den der Geber sich stets vorlegen nehmen, bergeftalt zu
lassen sollte.
ucht wird, anläßlich
** Der Ausschuß des landw. Vereins für die bermeiden, die das Fle ihnen das Geschenk herauswählen. Ueberlegung ist aber dringend Provinz Oberhessen hielt am Freitag unter dem Vor der im Jntereffe der g size des Dekonomierats Schlente im Hotel Zum Prinzen würden.- Sodann wut
not, denn ist eine und treffend
gebrachte Gefchent zeugt von dem Lattgefühl und Scharfsinn
des Spenders!
* Vom 1. Januar ab werden die hessischen Juristen zwischen dem ersten und zweiten Staatsexamen nicht mehr wie seither den Titel Berichtsafzessisten führen, sondern sich wie ihre preußischen Kollegen Gerichtsreferendare nennen.
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tt. Stadttheater in Gießen.„ Die Brüder von St. Bernhard" das neue Schauspiel von Anton Dhorn geht im morgigen Dienstagabonnement zum ersten Mal in Szene. Das Stück steht gegenwärtig wohl auf dem Repertoire sämtlicher größerer Bühnen, z. B. Frankfurt, Hoftheater in Raffel usw. und dürfte auch hier besonders durch das eigenartige Milieu- Interesse erregen. Verfasser soll bei der Schilderung die Klosterereignisse Selbsterlebtes verwendet haben, doch verwahrt er sich dagegen, Das gesamte ein Tendenzstück geschrieben zu haben. Herrenpersonal ist in der Novität beschäftigt; von den Damen Frau Fischer und Fr. Donecker.
Der
*** Stadttheater Gießen. Gestern Abend öffnete die" Pension Schöller", die noch immer nicht ihre endgültige Firmenlöschung beantragt hat, wieder einmal ihre Tore. Da die Darstellung unter der Regie Bruno Reimers eine flotte war, so verfehlte das Stück seine Wirkung nicht. Die Hauptrolle, Philipp Klapproth, wurde von Adolf Lippert in origineller fomischer Weise durchgeführt, desgleichen die des Eugen Rümpel von Bruno Reimer. Direktor Hermann Steingoetter brachte als Friz Bernhardy einen gut dem Leben abgesehenen globetrotter und Walter Stauf als Schöller einen würdigen Pensionsinhaber auf die Bühne, während Lia Maurice in Josephine Krüger eine gewisse Spezies von Schriftstellerinnen ironisierte. Sehr gut hatten auch Marie Jenny als Ulrike Sprosser und Reinhold Lüttjohann als Alfred Klapproth ihre Rollen aufgefaßt. Das Publikum zeigte sich sehr beifallsfreudig. G.H.
× Konzertverein Gießen. Der gestrige Erste Kammermusik- Abend" war, wenn man die Umstände( Wetter, Nähe des Weihnachtsfestes u. s. m.) in Betracht zieht, immerhin gut besucht. Die Vortragsfolge enthielt allerdings auch für einen ersten Abend gleich außerordentlich anziehendes und wo es sich um Neuheiten handelte, interessierendes. Um gleich die Neuheiten vorweg zu nehmen, muß gesagt werden, daß das Trio von Arensky unzweifelhaft das Prädikat ,, originell" verdient. Das Trio zeigt besonders in Form und Technik den gewandten Musiker. Der Nythmus, einige„ Meistersinger- Anflänge" und die orchestrale Farbe des Ganzen stellen uns mitten in die moderne Musit. Als Eingangs- Nummer für ein Programm mit nachfolgendem Grieg und Rich. Strauß- Liedern also ganz geeignet. Allerdings das, was wir speziell auf dem Gebiet der Kammermusit suchen," Verinnerlichung, Vertiefung", darf man bei Arensky nicht erwarten. Das Wert ist ein glänzendes Zeugnis der kompositorischen Technik seines Schöpfers, aber was er uns in leidenschaftlichen Imperativen zu sagen hat, das bewegt nicht unsere Seele mit, das bewundern wir nur. In dieser Beziehung steht Lampes VioloncellSonate, die zweite Neuheit des Abends, über A's Trio. Um es gleich zu sagen, leider nicht in der Form. Ebenso ist wohl die technische Schwierigkeit der Gello= Ebenso ist wohl die technische Schwierigkeit der Cello Partie einer wirklich in allen Teilen künstlerisch ausPartie einer wirklich in allen Teilen künstlerisch aus gefeilten Wiedergabe sehr wenig entgegenkommend. Der Melos ist, wenn, auch für moderne Ohren etwas ausgesponnen, so doch überall edel. Und das muß hervorgehoben werden: Die Komposition besiẞt Stimmung". Eine gewisse Klangfreudigkeit tritt uns in allen Teilen der Sonate entgegen. Merkwürdigerweise findet sich in eingestreuten cythmischen Lichtern der Werke Acenskys und Lampés" verwandschaftliches, das wohl auf die Schules chu manns zurückzuführen ist.- Wis uns aber nach hundert Jahren die alten Meister noch sind, das bewies das Teto op. 1 Nr. 3 in C- moll von Beet hoven. Geradezu ein Sturm des Beifalls löste dte Wiedergabe durch das Trautmann- Trio Fel. Schmidt( Berlin) brachte noch außer den oben genannten Grieg und Strauß- Liedern Wolfs Was soll der Zorn" und" Man sagt mir" aus dem Ital. Liederb ich, sowie desselben Meisters dankbares GoetheGedicht Frühling übers Jahr". – Trio( Herren Nebner, Hegar- Frankfurt und Das Trautmann Herr Universitätsmusit- Direktor Trautmann- Gießen) aber hat sich schon mit diesem ersten Konzert den Dank des Publikums der Kammermusik- Abende verdient und für deu Programm- Inhalt der folgenden Abende ein
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e
Landwirtschaftsrats dessen Generalsekretär, Detonomierat wertstammern in allen Dr. Müller, beiwohnte. Der Präsident gebachte zunächst Sandwerts ober die J
Threnden Angelegenheit fhiedener deutscher Bur
der verstorbenen Mitglieder: Dr. Vogt- Bußbach und Gutspächter Pfannstiel- Angenrod. In dem Letzteren verliere Sachverständigen auf dem Gebiete der Biehzucht. Von den Verhandlungsgegenständen erwähnen wir die folgenden: Die Frage wegen Errichtung einer Fohlenweide im nördlichen Teile der Provinz, die von der Hengsthaltungsgenossenschaft Alsfeld angeregt war, wurde einer Kommission über wiesen, welche Vorschläge über den geeignetsten Det machen und ebenso Pläne und Boranschläge aufstellen soll. Die Ausführung des Unternehmens selbst soll der demnächstigen Ferner wurde Landwirtschaftskammer überlassen bleiben. ein Antrag des Verbandes der Schweinezuchtvereine für die Provinz Oberhessen, daß Unterstüßungen an Gemeinden zum Ankaufe von Ebern nun dann verwilligt werden sollen, wenn die betr. Tiere aus Zuchten stammen, deren Besizer eine vom Provinzialverein anerkannte Buchtbushführung vorlegen fönnen, angenommen. Die vom Präfioium vorgelegten Uebersichten über das Rechnungsergebnis pro 1904 wurden gutgeheißen. Außerdem wurden folgende Wahlen vor genommen: Bum Borsigenden der Verwaltungskommission Lauterbach der Jungviehweide wurde Regierungsrat von Bechtold in Lauterbach, zum stellvertretenden Mitgliede beim Deutschen Landwirtschaftsrate Defonomierat Hoffmann zu Hof- Gül, als Mitglieder in die covinzial Herbbuchkommission
der Verein einen seiner bewährtesten und hervorragendsten gebracht. Der Ausidy
wurde Bürgermeister Rodemer Angersbach und Oberamtmann Hahn- Hof- Tiergarten gewählt.
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** Das Lehrlingsheim des Raufmännischen Vereins hielt, so wird uns geschrieben, gestern Abend um 8 Uhr in der Turnhalle an der Nordanlage seine Weih nachtsfeier ab. Das schö se Lied Stille Nacht, heilige Nacht", von Lehrlingen gesungen, eröffnete die Feier. Eine große Reihe von Couplets, Theaterstücken und Mufitoor trägen, alle von Lehrlingen ausgeführt, folgte. Besonders gefiel bas Theaterstück„ Der Bergschmied" und die Couplets " Dito, der luftige B ccolo"," Die feinen Schneider und das Fußballduett." Das ganz ausgezeichnet aufgeführte Couplet " Leutnant Degen und sein Bursche" beschloß die Reihe der Aufführungen. Darauf folgte die Bescherung der Lehrlinge.
** Die alte Freiw. Städt. Feuerwehr resp. deren frühere und jetzt noch lebende Mitglieder feierten, so schreibt man uns, am rergangenen Samstag im Cifé Ebel in einfach würdiger Wise eine Ecinnerungsfeier an die vor 50 Jahren erfolgte Gründung der Behr. Justizrat Weibig. hielt eine Ansprache an die alten Rameraden, deren es von Jahr zu Jahr weniger geworden sind. Einladungen waren sonst nicht ergangen, da die jest bestehenden beiden Whren, so führte Justizrat Weidig an, schon zweimal ihr 50jähriges Bestehen gefeiert hätten. Nur der Gesangverein heiter keit", zu dem die meisten damaligen Feuerwehrleute später übergingen, war gebeten worden, zu erscheinen und hat den genußreichen mit ausgestaltet. Abend durch wirklich schöne Liedervortäge zu einem recht
*** Besitveränderung. Schloffermeister W. Biegen hain faufte das dem Lehrschmied G. Bambert in Gießen gehörige Haus an der Frankfurterstraße 72.
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Bichmarkt zu Gießen. Bei dem am 11. und 12. Dezember stattgefundenen Martte waren aufgetrieben 1127 Stück Rindbieh, 680 Stüd Schweine. Der nächste Marft findet am 9. und 10. Januar statt.
pt Postkarten mit Ansicht. Es scheint noch wenig bekannt zu sein, daß briefliche Mitteilungen auf der Vorderseit der Ansichtspoftfarten nur im Verkehr mit europäischen Bändern zulässig find. Beim Bostamt in Bremen sollen jest täglich tausende von Weihnachts- und Neujahrs- Ansichtsfarten nach Amerika mit derartigen Mitteilungen eingehen, die dann sämtlich mit Nachschußporto belegt werden müssen.
Ausschuß des Deutschen Handwerks- und Gewerbetammer-hk. Fürs Handwerk. Der geschäftsführende tages hielt am 13. b. Mis. in Berlin im Beis in vershiedener Mitglieder des Reichstags und des preußis hen Abgeordnetenhauses eine Siging ab. Aus den Verhandlunges ist folgendes hervorzuheben: Der vom Bundesrat bereits angenommene Gesezentwarf betr. Sicherung der Bauforderungen wurde eingehend beraten und stellte sich der Ausschuß im wesentlichen auf den Boden des Entwurfs. wendig und möglich. Insonderheit wünscht er die B Jadessen hält er nos verschieden Berbefferungen für not. fitigung der Bestimmung des§ 9, nach der der Bauvermerk gelöscht wird, wenn nachträglich, d. h. nach Beginn des Baues Sicherheit in der Höhe des 5. Zeiles der voraussichtlich entstehenden Bautosten geleistet wird. Much hält er es
Abhilfe diefsta beachtung der genannt feben der Handwerks fie vertretenen Hand fährden und in ihnen über den Handwerk Bundesstaaten herbo $ 103 c im Sinne ebentwurf betr. Befe der dem Reichstage chuß in feiner nächste Die Handwerkslamm tammer bei den Berb
4. Laubach. wurde auf dem Schl eine bedeutende S
Röthges, 17
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