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regung mierzu ging von Kaiser Wilhelm aus, der durch die neue Formation einen besseren Schutz für unsere großen Häfen im Kriegsfalle vorbereiten und zugleich alle die ver­schiedenen Minentheorien gründlich durchprüfen lassen wollte. Die Wichtigkeit der Minen für den modernen See­frieg hat sich in Ostasien im hellsten Lichte gezeigt. Deutsch­Tand durfte auf diesem Gebiet nicht zurückbleiben. Dant dem energischen Vorgehen des Kaisers ist die deutsche nun die erste europäische Marine, die eine reguläre Truppe von Sachverständigen im Minenwesen ihr eigen nennt.

Die Kompagnie befindet sich vorläufig allerdings noch in Versuchsstadium. Der hamburgische Senat hat die Er­richtung eines Schuppens nur auf Widerruf gestattet und die Verhandlungen ziehen sich in die Länge. Man geht wohl nicht fehl, wenn man in der Furcht vor einer Hafensperre nit stationären Minen den Grund zu dieser zögernden Hal­tung der Hamburger Behörden sicht. Die vielen Unglücks­fälle, die treibende Miñen in Ostasien harmlosen Kauf­fahrern schon zufügten, haben in seefahrenden Kreisen große Panik hervorgerufen. Und mit Recht. Zwar handelte es sich in Ditesien meistens um schwimmende Minen, die ins Wasser geworfen wurden und später in einer Entfernung von Hunderten von Seemeilen noch vollkommen unversehrt aufgefunden wurden, oder gegen Schiffsrümpfe prallten. Es ist aber auch leicht möglich, daß fest verankerte See­minen durch Sturm vom Boden losgerissen werden und dann, den Meeresjin ömmungen folgend, im Ozean umher­treiben. Man verlangt in seefahrenden Kreisen nachdrücklich, daß das internationale Kriegsrecht nach der Richtung der Haftung für Seemirensauden ausgebaut wird.

Man kann es den Hamburger Staatsnätern nicht übelnehmen, wenn sie sich vor endgültigem Abschluß des Vertrages mit dem Reid, erst vergewissern wollen, daß die Uebungen der Kompagnie die Hereneinfahrt nacht mitten im Frieden gefahrboll machen. Eine Sofensperre mit stationären Minen würde trotz der besten Loser in der Tat die Schiffahrt stets mit Ratastrophen bedrohen. Denn, mag die Verankerung solcher Minen auch noch so gut sein, die Unter- Wasser- Strömungen sind gerade in der Elbmündung so stark, daß nach kurzer Zeit die Minen sicher von ihrer Stelle getrieben würden. Die Besorgnisse der Hamburger Behörden wären also begründet, wenn der Plan einer sol. chen ständigen Minensperce existierte. Das ist aber nach allem, was man ort, nicht der Fall. Zwar sind die Uebun­gen streng geheim, aber so viel ist doch bereits durchgesickert, baß die Friedenssperre nicht in der Absicht der leitenden Marinefreise liegt. Es ist daher zu hoffen, daß die Ver­bandlungen zu einem befriedigenden Abschluß gelangen. Die Wine muß zur Verteidigung Curhavens herangezogen werden. Der Schutz der Batterien ist völlig ungenügend. Ein schneller fleiner Kreuzer hat jetzt die besten Chancen, m die Intecelbe zu gelangen und etwa von Brunshausen and feta berntragenden Geschüße spielen zu lassen. Das Frd Tarlachen, die die Notwendigkeit einer Minenverteidi. murbabens in die schärfste Beleuchtung rüden

Soziales Leben.

[] Verbot der industriellen Nachtarbeit für Frauen. Die internationale Arbeiterschußkonferenz in Bern hat Grund­züge für ein Uebereinkommen wegen der nächtlichen Beschäf­tigung von Frauen aufgestellt. Die Nachtarbeit soll der­boten sein in allen industriellen Unternehmungen, die mehr als 10 Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigen. Diese Vor­schrift findet keine Anwendung auf Anlagen, in denen nur Familienmitglieder beschäftigt sind. Die ununterbrochene Nachtruhe hat mindestens 10 bis 11 Stunden zu dauern. Das Verbot kann außer Kraft gesetzt werden im Fall von Ereignissen, die auf höhere Gewalt zurückzuführen sind, und bei Verarbeitung leichtverderblicher zur Verhütung drohen­den Schadens, Beschränkungen können eintreten bei Saison­arbeiten und außergewöhnlichen Verhältnissen.- Die Kon­ferenz ist Mittwoch geschlossen worden.

[] Die Beendigung des Streiks in Hamburg. In einer von 2000 Personen besuchten Versammlung der streikenden Bautischler, Möbeltischler und Anschläger wurde eine Eini­gung mit den Arbeitgebern erzielt, so daß die Arbeit bereits wieder aufgenommen ist.

Nab und fern.

Von der Gräfin Montignoso. Der neue Vertrag, Ter zwischen dem sächsischen Hofe und der Gräfin Montignoso abgeschlossen ist, wird amtlich veröffentlicht. Danach über­läßt der König Friedrich August die kleine Prinzessin Bia Monika seiner früheren Gemahlin noch bis zum 1. Mai 1906.

Erfähnrich Hüffener macht immer wieder von sich reden. Jüngst wurde gemeldet, Hüssener habe jetzt seine Strafe berbüßt und werde demnächst die Freiheit wiedergewinnen. Diese Nachricht ist nicht richtig. Die Haft Hüsseners dauert roch bis Mitte Juni.

Herabstürzende Erdmassen haben verschiedentlich in letzter Zeit großes Unheil angerichtet. So wurden in Ri­mogen im französischen Departement Ardennen bei den Ar. beiten im Schieferbruche von St. Brisin mehrere Personen berschüttet. Noch schlimmer ging es bei Erdarbeiten in der Nähe von Brückenau in Ungarn zu. Dort verunglückten nicht weniger als 40 Arbeiter.

Der Charlottenburger Hochschulstreit beigelegt. Friede ist geschlossen zwischen Rektor und Senat der Charlotten­burger Technischen Hochschule und deren Studentenschaft. Am Schwarzen Brett ist eine Bekanntmachung angeschla­gen, in der beide Teile erklären, daß von keiner Seite eine Beleidigung der anderen beabsichtigt gewesen sei, und daß Aeußerungen, die als Beleidigungen empfunden seien, zu­rückgenommen werden. Die Studenten sind bereits zu einer Versammlung geladen, in der die Wahl neuer Vertreter stattfinden soll.

Die Ozeanwettfahrt um den Pokal des deutschen Kaisers hat gestern nachmittag um zwei Uhr begonnen. Von den 11 Jachten, die um den von Kaiser Wilhelm aus­gesetzten Preis den Atlantischen Ozean durchkreuzen wer­den, sind acht amerikanische, zwei englische und eine, die ,, Hamburg", deutscher Nationalität. In dem an Mr. Allison Armour gerichteten Telegramm läßt Kaiser Wilhelm jedem einzelnen Besitzer der an der Kaiserpokal- Wettfahrt teilneh­menden Jachten das größte Glück wünschen. Der Kaiser stellt in Aussicht, dem Sieger den Pokal persönlich zu über­reichen. Er hat ferner versprochen, den Aviso Pfeil" beim Kap Lizard Aufstellung nehmen zu lassen, um die Ziellinie zu markieren.

* Ein Wahnsinniger auf der Stanzel. In Trient wurde die in der Domkirche versammelte Gemeine plötzlich von einem elegant gekleideten Manne haranguiert, der die Kanzel bestieg und in fulminanten Worten zu einem neuen Kreuzzug gegen die Heiden aufforderte. Als ein Kirchen­diener den Mann herunterholen mollte, wurde er von dem Wahnsinnigen, denn mit einem solchen hatte man zu tun, mit großer Wucht die Treppe hinabgestoßen, so daß er be­sinnungslos unten liegen blieb. Erst nach heftigem Wider­stand konnte der Kranke von Polizisten gebändigt und ent­fernt werden.

Bauernrevolte in Serbien. 15 Bauern aus dem eine Stunde von Belgrad entfernten Dorfe Scharkowo überfielen unter Führung des Dorfvorstehers die an der Save ge­legene Werkstätte der serbischen Schiffahrtsgesellschaft und demolierten alles, was ihnen unter die Hände kam. Die Gendarmen konnten den Verwüstungen erst Einhalt tun, nachdem ein Schaden von mehreren tausend Dinaren an­gerichtet war.

Englische Hundefreunde haben dem Unterhause eine Bittschrift zugunsten eines Hundeschutzgesetzes zugehen lassen. Die Bittschrift trägt nicht weniger denn 180 000 Unterschriften und hat ein Gewicht von einem Zentner.

Dynamit- Explosion. Der Hollenburger Viadukt der in Bau begriffenen Karavankenbahn bei Klagenfurt wurde durch eine Dynamit- Explosion stark beschädigt. Man ver­mutet einen Racheaft.

Ein Riefenfeuer hat in der russischen Stadt Simferc pol einen großen Teil des Trödelmarktes vernichtet. Ueber 100 Geschäfte sind abgebrannt. Der Schaden ist enormi. Man vermutet Brandstiftung.

A Verzweiflungstat einer Mutter. Eine furchtbare Fami­lientragödie spielte sich in Adlershof ab. Die Frau des Metallwarenfabrikanten Hölzel vergiftete sich und drei ihrer Kinder im Alter von ein, fünf und sieben Jahren mit Arsenik. Den Grund zu der unseligen Tat bildeten ge= schäftliche Schwierigkeiten des Mannes und eheliche Zer­würfnisse. In Görliz ertränkte die geistesfranke 43­jährige Frau des Schneiders Erben ihre beiden kleinen Kinder in einem Waschfaß. Dann flüchtete sie aufs Dach, von wo sie erst mit Mühe geholt werden mußte.

Heidebrand. Bei Scharrel im Kreise Diepholz ist die Heide in Brand geraten. Etwa 800 Morgen sind vom Feuer ergriffen, das sich immer noch weiter ausdehnt.

Ein eigenartiger Sanvindel beschäftigt die Bostoner Behörden. Ein Hochstaplerpaar, das sich als Kaiserin Char­lotte von Merifo und Kronprinz Rudolf von Desterreich ausgab, hat armen Italienern 40 000 Dollars abgenom­inen. Das Geld sollte dazu dienen, die Thronansprüche" der beiden durchzissezen. Die Gauner sind flüchtig.

[] Internationaler Arbeiterschutz. Die in Bern abgehal­fene internationale Arbeiterschußkonferenz hat die Grund­züge für ein Abkommen über das Verbot der Verwendung von weißem( gelbem) Phosphor in der Zündholzindustrie festgestellt. Es sollen folgende Bestimmungen getroffen werden: Vom 1. Januar 1911 an ist die Herstellung, die Einfuhr und der Verkauf von Zündhölzern, die weißen ( gelben) Phosphor enthalten, verboten. Die Urkunden über die Ratifikation sollen spätestens am 31. Dezember 1907 hinterlegt werden. Die Regierung von Japan wird eingeladen werden, bis zum 31. Dezember 1907 ihren Bei­tritt zu diesem Uebereinkommen zu erklären. Das Ueber­einkommen tritt in Kraft, wenn die bei der Konferenz ver­tretenen Staaten und Japan beigetreten sind. Die Kon­ferenz schlägt ferner vor, den weiblichen Industriearbeitern Stunden Arbeitsunterbrechung einschließlich sieben Stunden Nachtruhe zu gewähren.

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Eine Stadt für Idealisten soll der bekannte amerika­nische Millionär Andrew Carnegie in der Nähe von Haag in Holland zu bauen beabsichtigen. Unter den Idealisten, die ausschließlich die neue Gründung bevölkern sollen, ver­steht Carnegie Männer, die sich nur der Kunst und Wissen­schaft widmen sollten. Es ist wohl mit Fug und Recht zu bezweifeln, daß die Stadt für Idealisten, die mit einem Auf­wand von vierzig Millionen Mark gebaut werden soll, auch eine ,, ideale" Stadt werden wird.

A Die Hungersnot in Südspanien, die infolge der durch die Trockenheit veranlaßten Ernte eingetreten ist, ruft immer von neuem Unruhen hervor. In Yecla, Jaen und anderen Orten kam es zu lärmenden Ausschreitungen von Arbeits­Iosen, bei denen die Polizei einschreiten mußte; mehrere Personen wurden verletzt und eine Anzahl Verhaftungen wurde vorgenommen. Der Ministerrat hat bereits neuc Mittel zur Linderung der Not in Bereitschaft gestellt.

Tages- Chronik. In Friezenveen in Holland sind zwei­hundert Häuser, darunter das Rathaus und zwei Kirchen, durch Feuer zerstört.

Der Geheime Bergrat von Chelius, Professor an der Technischen Hochschule in Darmstadt, wurde unter dem Ver­dacht eines Sittlichkeits- Verbrechens reret.

Reichskaffenfchein und Reichsbanknote. ( Von unserem Handelsmitarbeiter.) Dieser Tage wurde bekannt gegeben, daß im Werke sei, durch Gesetz die Ausgabe von Reichsbanknoten zu 50 und zu 20 Mark anzuordnen, dafür die Reichskassenscheine, die über diese Beträge lauten, einzuziehen und dafür neue Reichs­fassenscheine über 10 und 5 Mark auszugeben.

Wir wollen unseren geschätzten Lesern gewiß nicht zu nahetreten; glauben aber annehmen zu dürfen, daß man­chem der Unterschied zwischen Reichskassenscheinen and Reichsbanknoten nicht ganz flar ist. Man nennt die Bank noten Kassenscheine und die Kassenscheine Banknoten und macht sich gar fein Gewissen aus dieser Verwechselung. Beide sind Geld, gutes Geld, das jeder gern nimmt- je mehr, je lieber und der Hundertste weiß nicht einmal, daß die kleinste Reichsbanknote über 100 Mark lautet, wäh rend es Reichstassenscheine nur über 50 und 20 Mark gibt. Wer hat wohl schon darauf geachtet, daß Reichsbanknoten und Reichskassenscheine, abgesehen von der Bezeichnung als solche, auch verschiedene Inschriften tragen, die nur in der Strafandrohung für die Fälschung übereinstimmen? Dabei sind die Abweichungen gar nicht unbedeutend: Auf der Reichsbanknote sichert das Reichsbankdirektorium mit seiner Unterschrift den Umtausch gegen Münze an der Reichsbank­hauptkasse ohne Legitimationsrrüfung des Einlieferers zu. Davon steht auf den Reichenscheinen nichts, gar nichts. Weder wird Einlösung überhaupt zugesagt, noch eine Ein­

lediglich ihre Namen unter die Bezeichnung des Betrages

lösungsstelle angegeben. Die Heichsschuldenverwaltung jet Wir empfehlen Ihnen ( 50 oder 20 Mark), und darüber stehen die etwas geheim gung die Bevölkerung, b nisvollen Worte: Gesetz vom 30. April 1874." Dieses Gemüsebau und mit der Her Gesetz ist freilich kein Geheimnis. Aber selbst der loyalite faßt, aufzulären und b Staatsbürger wird ohne Besorgnis vor irgend welcher Be. Gheinende in die Wege zu

anstandung bekennen dürfen, daß er das Gesetz vom 30. April 1874 nicht im Gedächtnis hat und in seiner Bibliothef nicht einmal besitzt. Erst wenn man dieses Gesetz vom 30. April 1874 nachschlägt und nachliest, erfährt man, eigentlich ein Reichskassenschein ist, warum er genau so ist, wie die Reichsbanknote, und wodurch er sich von de Reichsbanknote unterscheidet.

Die Reichsbank, die unter Leitung von Reichsbeamta steht, ist kein Reichsinstitut im eigentlichen Sinne. Di Reichsbankanteile sind in privatem Besit, und die Reichs­

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Hebertragen Bohnfeld eine Leb ** Erledigt ift eine

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bankanteilinhaber stellen den Beirat der Reichsbank. 3 befeßende Lehrerstell zu welchem Teil er dem Reich zufällt, ist durch Gesetz bebrerftelle a ber welchem Teil der Ertrag der Reichsbank den Anteilinhabernell und eine mit einem et stimmt. Durch Gesetz ist auch der Reichsbank das Privi haufen v. b. H. bor, wie groß die Metalldeckung für die in Umlauf befind teilt wird, ift die angebro

legium der Notenausgabe verliehen. Das Gesetz schreibt

lichen Noten zum mindesten sein muß, damit ihr Umtausd gegen gemünztes Geld auch im Fall des gewaltigsten An sturms gesichert sei. Diese Deckung ist die Grundlage der hat die Reichsbankdirektion stets Wert darauf gelegt, die

hilfen im Schneidergewerbe

eft, wenn der Streif in G

Bon anderer Seite

unbedingten Bonität der Reichsbanknoten. In Wirklichkeit legt ist, in Kraft treten.

metallische Deckung der umlaufenden Noten höher zu hal. Schneider- Gewerbe noch fol ten, als das Gesez vorschreibt, nämlich auf etwa 90 Prozent leitung der Sneiderm

Die Reichskassenscheine nun haben auch ihre metallische am Sonntag in Leipzig b Deckung, und zwar gänzlich in gemünztem Gold und zum Borgehen gegen die Gehilfe bollen Umlaufsbetrag, der sich auf 120 Millionen Mark bein 63 deutschen Städten, in ziffert. Nur gehört dieses Deckungsgold nicht der Reichsbeitgeberverband für das

bank, die, wie gesagt, ein Privatinstitut ist, sondern dem Reich, und es lagert im Juliusturm in Spandau, wo seir

fortdauerndes Vorhandensein in regelmäßigen Zwischen find bekanntlich wegen der

räumen von der Reichsschuldenverwaltung und einer Anzahl funds. Einstimmig wur dazu bestellter Abgeordneten kontrolliert wird. Die 120 crorungen der Münchener Millionen Mark im Juliusturm in Spandau sind eine Art falls sofort die Betriebe zu

Reichskriegsschat mehr eine Tradition, als eine Notwendang wird binnen wen

Beute Abend 8 Deutschen Flotten

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Feuerwehr- J tog 11 Uhr hielt der Giftungsfeftes der beiden

digkeit, für die ersten Ausgaben der Mobilmachung be stimmt. Natürlich können die 120 Millionen Mark im Suliusturm feine Zinsen bringen, eben weil sie fest liegen. Das gibt zu Prozent gerechnet, einen jährlichen Sing. jährige Haupt- Bersamml berlust von 4,2 Millionen Mart. Das Reich kann das aus. haltigen Tagesordnung ist halten, aber immerhin sind 4,2 Millionen Mark jährlich ein stattlicher Betrag, mit dem sich schon etwas anfangen ließe. Da ist man denn auf den Gedanken gekommen, die 120 Millionen Mark Gold im Juliusturm in Spandau fel unter dem Vorfige des liegen zu lassen und sie doch zu mobilisieren, in Bewegung und Umlauf zu sezen. Dazu dienen die Reichskassenscheine Bürgermeistereigebäude eine die im Betrag von 120 Millionen Mark ausgeghen find finden des geſchäftsführer Sie sind die papierene, aber vollwertige Uebersetzung de helm, über die Borarbe Juliusturmgoldes. Darum sind die Reichskassen scheine wurde.- Der Feft- Auss genau so gutes Geld, wie die Reichsbanknoten. Das hat allgemeinen Festplans und d man zwar nicht überall gewußt, aber man hat es deutlich plans zusteht, sprach sich b embfunden.

Hus dem Gerichtsfaal.

§ zu jung gefreit. Das Hildesheimer Schöffengericht verurteilte den Gemeindevorsteher und Standesbeamten Wilhelm Dörries aus Ilten zu drei Mark Geldstrafe wegen eines Vergehens gegen das Personenstandsgesetz. Er hatte die Jungfrau Dorette Busche mit dem Krankenwärter Lange heine verheiratet, obwohl der junge Ehemann erst 19% Jahre alt war, also das gesetzlich erforderliche Alter o nicht erreicht hatte. In solchen Fällen wird allerdings a der Sache selbst nichts geändert die Ehe ist gültig und bleibt bestehen

Beschliffe der Einzel- Aussch Genehmigung, wünschend, arbeiten die befte Erledigun om schönsten Wetter begün X Gesangowettftr biterkeit" wird sich am 2 fingftfeiertag) zu dem songswettstreit, in der 2.

( 9 Bereinen) beteiligen.

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Amtliche Warnung vor Konserven- Gift Die Ministerialabteilung für öffentliche Gesundheitspf gehielt das Lier so lange, hat folgendes Rundschreiben an die Großh. Kreisämter erlassen: Das Herannahen der Erntezeit für Gemüse und Früc gte, welche zur Herstellung von Konserven benutzt werden, legt es nns, im Hinblick auf die in Darmstadt im Januar. I. durch den Genuß van Bohnensalat verursachte Vergiftung mehrerer Menschen, nahe, in Erinnerung zu bringen, daß die Erzeugung des Giftes nach den alsbald durch uns ver anlaßten wissenschaftlichen Untersuchungen weder mit dem Material, aus welchem die Konservenbüchsen herge stellt der waren, noch mit ungenügendem Luftabschluß in Zusamn sen­bang gebracht werben konnte. Es hat sich vielmehr erge ben, daß auch bei untadelhaftem Luftabschluß in Gemüsekonserven Spaltpilze zur Entwicklung und Vermehrung genoen fönnen, welche in ihrer Stoffwechselproduktion heftig wiwed dem Fleisch und Wurstgift ähnliche Gifte zu erzeugeräu die menschliche Gesundheit schwer zu schädigen vermöge a Von dem damaligen Direktor des hygienischen Info unserer Landesuniversität Geh. Medizinalrat Profe Dr. Gaffty ist bereits in einem Berichte an die Grfan Staatsanwaltschaft Darmstadt vom 11. Juli v. S Vermutung ausgesprochen worden, daß die giftbildent Reime mit Düngerflüssigkeiten an die Bohnen und d in den Büchsen zur Vermehrung glangt seien, und Vermutung fonnte bis jetzt nicht entfräftet werden. Es erwä, ist uns hieraus die Pflicht, gegenüber der Benutzung von Jaucheflüssigkeiten zur Düngung von Gemüsepflanzen auf die Gefahren aufmerksam zu machen, welche der menschlichen Gesundheit durch ein solches Düngungsverfahren dann er­wachsen fönnen, wenn die Jauche mit den Gemüsepflanzen selbst in Berührung fommt und die darin etwa enthaltener schädlichen Reime auf den Teilen der Pflanze, welche menschlichen Genuß dienen, eintrodnen. Es ist deshalb strenge darauf zu achten, daß die Pflanze selbst, sowie Früchte mit der zum Düngen benutzten Jauche nicht schmutzt werden, zumal es bekannt ist, daß auch an oer durch Spaltpilze veranlaßte Infektionskrankheiten, Typhus und Ruhr, auf diesem Weg entstehen können. Als slbstverständlich muß es gelten, daß bei der reitung von Konserven peinlichste Reinlichkeit beob werde und daß alle Konserven, die beim Offnen der B 28 einen üblen Geruch erzeugen, vom Genuß unbedingt Stilüch geschlossen werden.

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Baden Gebührentarif

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für Vermittlung ein Gießen 5 Mr. B) für Vermittlung ein auswärts 7 Mt.

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Eine gehörige Erhizung der Gemüse beim Eintate che Gießen, den 16. Wai

und eine nochmalige Erhizung vor dem Gerus muß drin berk angeraten werden.

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Großb. Bo