Togo und die Offiziere würden sich nach Rom begeben, wo der König sie empfangen werde.
frankreich.
** Die Polizei in Marseille hat den Anarchisten Jaffei berhaftet. Er wurde schon länger gesucht und wird beschuldigt, an der Ermordung König Humberts von Italien beteiligt gewesen zu sein. Spanien.
** Das vollständige Ende der karlistischen Bewegung Um seinen Frieden mit dem Scheint gekommen zu sein. König Alfons von Spanien zu besiegeln, wird sich Don Carlos demnächst nach Spanien begeben, um das Ende des Carlismus zu proklamieren.
Russland.
** Nunmehr ist auch die Schließung der Universität Dorpat erfolgt. Die Maßnahme wird auf eine Versammlung bon Studierenden zurückgeführt, die wegen der Verhaftung bon acht Kommilitonen abgehalten wurde. Die Polizei verhaftete wegen des Singens aufrührerischer Lieder achtzehn Studenten. Ein Polizist wurde durch einen Revolverschuß berlegt.
** Gegen die Villa des großen Spinnereibesizers Posselt im Fabrikort Marfi bei Warschau wurde eine Bombe geschleudert. Die Köchin und der Gärtner wurden getötet. Die Täter entfamen. Auf der Flucht schossen sie auf die folgenden Polizisten und töteten drei von ihnen.
Hof und Gesellschaft.
Der Kaiser und die Kaiserin sind mittelst Sonderzuges von Kiel im Neuen Palais zu Potsdam cingetroffen.
friede in der Elektrizitäts- Induftric.
( Eig. Bericht.)
Berlin, 14. Oktober.
Der Friede ist geschlossen. Die drohende Aussperrung von weiteren Tausenden ist abgewehrt. Mit der neuen Woche kehrt die Ruhe wieder ein in die ElektrizitätsIndustrie, die seit drei Wochen einem heftigen Lohnfamipfe hatte weichen müssen.
Das Angebot der Metall- Industriellen unterlag den Teilen der Arbeiter, von denen die Bewegung ausgegangen war, den Schraubendrehern des Werner- Werkes am Nonnendamm und den Lagerarbeitern der Kabel- Werke in OberSchöneweide. Die ersteren stimmten dem Antrage der Führer des Metallarbeiterverbandes zu, den Streik durch Annahme des Ultimatums der Arbeitgeber zu beenden. Insbesondere sind es wohl die Schraubendreherinnen gewesen, die für Beendigung des Streifes den Ausschlag gaben.
Anders verlief die Sache bei den Lagerarbeitern an der Oberspree. Durch ein Versehen waren die meisten der zur Versammlung geladenen Ausständigen nach Oberschöneweide gefahren, während die Versammlung in den Andreasfestsälen in Berlin stattfand. Nach heftiger Debatte, in der die Geister stark aufeinander platten, wurden 113 Stimmen für die Weiterführung des Streits abgegeben, während nur 97 für Beendigung des Kampfes sich aussprachen. Damit war die für eine Fortführung des Streiks notwendige Zweidrittelmehrheit nicht erreicht. Allein die in der Minderheit Befindlichen legten gegen die Abstimmung Protest ein, weil von den 270 Lagerarbeitern nur 210 daran teilgenommen hatten. Der Protest wurde vom Zentral- Streiffomitee als berechtigt anerkannt und eine neue Versammlung auf heute vormittag anberaumt. In dieser erfolgte nun nach weiteren erregten Debatten die Annahme des Ultimatums mit 138 gegen 91 Stimmen. Die Mehrheit hat sicher im Sinne des größten Teiles der Arbeiterschaft gehandelt. Denn viele an dem Lagerarbeiterstreik direkt nicht Beteiligte harrten mit Spannung des Ausganges und hielten mit ihrem Urteil nicht zurück, daß es unverantwortlich gewesen wäre, würde der Friedensschluß von den Lagerarbeitern bereitelt sein.
Wäre es geschehen, so hätte, das darf man nicht vergessen, die Aussperrung von weiteren 20 000 Mann heute sofort stattgefunden, und das Heer der Streifenden wäre auf 60 000 angewachsen. Das ist vermieden, der Friede kehrt zurück, die angedrohte Aussperrung im ganzen Bereich der Berliner Metallindustriellen bleibt man darf es sagen, zu allgemeiner Genugtuung eine Drohung.
Der Beschluß, die sämtlichen Fabriken zu schließen, wurde sofort durch Anschlag aufgehoben, und in den sämtlichen Werkstätten der drei großen am Streif beteiligten Gesellschaften Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft, Siemens u. Halske A.-G. und Siemens- Schuckert- Werke G. m. b. H.- wird am Montag morgen der Betrieb wieder in vollem Umfange aufgenommen.
Von fejervary bis
( Eig. Bericht.)
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fejervary!
Budapest, 14. Oktober. Baron Fejervary, der abgedankteste Minister, ist abermals als Chef des Kabinetts aus Wien zurückgekehrt. Es findet sich eben zurzeit fein Staatsmann, der zu dem Versuch bereit wäre, unter den vom Kaiser Franz Josef vorgeschriebenen Bedingungen den ungarischen Staatskarren aus dem Sumpf zu ziehen. Zu diesen Bedingungen gehört in erster Reihe die Verwerfung der magyarischen Kommandosprache, sodann die Vermeidung jeder verfassungswidrigen Maßnahme, wobei freilich der Begriff der Verfassungswidrigkeit nicht nach der Umschreibung der oppositionellen Rcalition genommen wird, die in der bloßen Existenz eines außerparlamentarischen Ministeriums schon eine Verfassungsverlegung erblickt. Baron Fejervary will die Koalition niederzwingen und ihr die Mehrheit nehmen, indem er sich populär macht. Sein vornehmstes Mittel, den Gegnern den Wind aus den Segeln zu nehmen, ist der Vorschlag der Einführung des allgemeinen Wahlrechts. Natürlich bedarf es dazu der Neuwahlen, denn nur ein auf Grund des geltenden Wahlrechts gebildetes Parlament fann ordnungsmäßig den Wahlmodus. ändern. Baron Fejervary rechnet darauf, daß dieser Vorschlag ihm in der Bevölkerung Ungarns Freunde gewinnen wird. Das mag sein, aber es braucht ihm noch nichts zu helfen. Denn der magyarische Teil der Bevölkerung, der jetzt allein ausschlaggebend ist, wird von der Sienerung nicht erbaut sein, die das magyarische Uebergewicht zu beseitigen angetan ist. Immerhin liegt es in der Möglichkeit, daß der Bruchteil der koalierten Oppo= ſition, der immer schon für das allgemeine Wahlrecht
schwärmte, sich für die Regierung gewinnen läßt und um diesen Preis einstweder auf die magyarische Kommandosprache verzichtet.& tann aber auch kommen, daß die Opposition trotz des Rochmittels festbleibt.
Nun hat Baron Fejervory noch ein zweites Geschenk für die Stockmagyaren bereit er will die zollpolitische Selbständigkeit Ungarns zur Anerkennung bringen, die Bollunion mit Desterreich auflösen. Das kinn freilich vollständig erst 1916 geschehen, nach Ablauf der jetzt abgeschlossenen( von dem ungarischen Parlament übrigens noch nicht genehmigten) Handelsverträgen, in denen Desterreich- Ungarn als Wirtschafts- und zollpolitische Einheit erscheint. Vor dem genannten Zeitpunkt aber und sogar ohne längeren Vorzug soll es eine Abschlagszahlung, eine Art Handgeld geben in der am 1. Januar 1908 beginnenden Einführung bon Zollschranken zwischen den beiden Reichshälften für Konsumartikel. Das hieße allerdings den Teufel durch Beelzebub austreiben, ein ungeheures Opfer bringen, um ein kleines zu sparen, die wirkliche Trennung Desterreichs und Ungarns aussprechen, um den wertlosen Schein einer Gemeinsamkeit aufrecht zu erhalten. Es ist nicht wahr. scheinlich, daß Baron Fejervary mit diesem Plan Glück hat. Die Ungarn selbst werden von dem Geschenk nichts wissen wollen, das wirtschaftlich für sie leicht verderblich werden kann. Wird aber der Plan durchgeführt, so ist der Anfang bom Ende da, so hat die habsburgische Gesamtmonarchie zu existieren aufgehört. Der Rest von dem, was außer der Personalunion noch übrig bleibt, ist dann nicht mehr wider. standsfähig und wird schnell weggeschwemmt werden. Im übrigen sind Konsumzölle zwischen Desterreich und Ungarn mit den noch geltenden und mit den neuen Handelsverträgen nicht ohne weiteres vereinbar. Es könnte geschehen, daß Fejervarys Vorschlag im Ausland ein viel größeres Entgegenkommen findet, als dem jüngsten Verteidiger der magyarischen Kommandosprache angenehm ist.
Nab und fern.
† Cholera und Typhus. Die Ursache der Stolper Cholera- Erkrankungen ist in verfeuchtem Havelwasser zu suchen. Es sind dort über 100 Personen, Arbeiter mit ihren Frauen und Kindern, unter ständiger Aufsicht. Sie tun ihre Dienste, werden aber von Gendarmen vor der Berührung mit anderen Personen zurückgehalten.- Im Dorf Gremmin bei Gräfenhainichen breitet sich der Typhus derartig aus, daß bereits Kranke nach dem Kreiskrankenhause in Bitterfeld haben geschafft werden müssen.
† Explosion einer Pulvermühle. In Rudersdorf bei Graz flog eine Pulvermühle in die Luft. Drei Arbeiter wurden berwundet, einer wurde verlegt.
† Sturm in See. In der Nordsee und an der Elbmündung herrscht andauernd stürmisches Wetter. Viele Schiffe sind mit Havarien in Curhaven eingekommen, manche mußten eingeschleppt werden. Auch die auf See übende Wilhelmshavener Schultorpedoboots- Flottille lief zum Schutz vor dem Unwetter in den Hafen von Cuxhaven ein.
† Im Walde verirrt. Ein früherer Gastwirt in Bamberg, ein 63 Jahre alter Herr, kehrte von einem der weiten Spaziergänge, die er zu unternehmen liebte, nicht zurück. Verwandte und Freunde suchten die Gegend ab, aber erst am dritten Tage fand man den alten Herrn sterbend im Walde. Er hatte sich verirrt und war vor Erschöpfung zusammengebrochen. In den Armen seines Sohnes hauchte er sein Leben aus.
† Der schlimme Herbst macht sich besonders in der Schweiz empfindlich geltend. Er hat nicht nur die Fremden vorzeitig aus den Bergen vertrieben, das Ausbleiben des Altweiber- Sommers hindert auch die Landleute an der Einbringung der Ernte. Die Kartoffeln und andere Feldfrüchte liegen vielfach tief unter Schnee, die noch in vollem Laub schmuck prangenden Obstbäume werden von der Schneelast zu Boden gedrückt. Ueberall stehen die Berge im Winterfleide, und es herrscht an vielen Stellen empfindliche Kälte. † Ein ungetreuer Waisenhaus- Direktor. In Klosterneuburg erregt es großes Aufsehen, daß der langjährige Direktor des fünften Wiener städtischen Waisenhauses, Franz. Neckamm, vom Amte suspendiert ist. Es handelt sich angeblich um grobe Unregelmäßigkeiten in der Wirtschaftsführung.
† Decken- Einsturz in einem Hotel. In dem Hotel Union in Budapest stürzte der Plafond des Treppenhauses ein und riß die Decke einiger angrenzenden Zimmer des ersten Stocks mit sich. Eine Person wurde schwer, zwei andere wurden leicht verletzt. Die Hotelgäste wurden von der Feuerwehr durch das Fenster gerettet.
† Zusammenstoß im Manöver. Bei den Manövern in Curragh in Irland sollte eine Schwadron des 19. englischen Husaren- Regiments gegen die von einer Schwadron des 11. Husaren- Regiments gedeckten Geschütze vorgehen. Infolge eines Irrtums galoppierten die 19. Husaren gerade in die Geschüße hinein. In der großen Verwirrung, die nun entstand, kamen verschiedene Unglücksfälle vor. Ein Soldat brach das Genick, ein anderer wurde getötet.
† Ein Eisenbahnunfall ereignete sich in Flensburg, wo der dort eintreffende Jahrmarktsgüterzug den Prellbock auf der Kiel Flensburger Bahn überrannte und in die städtischen Anlagen fuhr. Der Packwagen wurde total zertrüm. mert, fünf Jahrmarktswagen sind mehr oder weniger schwer beschädigt. Ein Panoptikumbesizer macht allein einen Regreßanspruch von 40 000 Mark geltend.
Cokales
16. Oftober 1905.
u. a. der Rektor der Universität, die Herren Provinzialdirektor wurde wiedergewählt: Behörden, die Vertreter der Lehranstalten und der Stadt, Die Wahl des Landesaut fa
** Der Großherzog empfing am 14. Oktober den Kreisamtmann Habertorn von Schotten.
Darmflabt, 2 Borfigenbe
Schriftführer Dr. Balten adameifter Hauptmann Bo Amefchuß wurden noch auß
Mitglied in den wei Darmstadt, Offenbach und G
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** Areisturuwart B heintreifes zu bem am 22. D Darmstadt- Dieburg- Bieber Halfindenben Kriegespiel en militärischen Manövern Warfzeit wird etwa 8 Stu fundet bei jeder Witterung f * Eintommenftener effen, deffen Bevölkerung 321 437 Berfonen eintomm fteuern 97 ein Einkommen b 25 in Mainz, 20 in Offen Worms, 6 in Gießen, Friedberg und Zwingenb Michelstadt, je 1 in B Seligenftabi, Büdingen, 97 Barfonen bringen aber gefamten Einfommensteuer während das Gesamtertr Rerungsjahr 1905 fid = Topographisd in Dberheffen durch einen
Geheimrat Dr. Breidert, Regierungsrat Dr. Wagner, Kreisamtmann Dr. Kranzbühler, Oberbürgermeister Mecum, die Kommerzienräte Gail und Heichelheim. Oberbürgermeister Mecum übergab die neuen Räume an den Oberhessischen Geschichtsverein und betonte die Wichtigkeit der Bestrebungen des Vereins für Stadt, Universität und Vaterlano. Geheimrat Professor Tr. Behaghel hielt hierauf die Feftrede, die sich auf die Geschichte des Echlosses bezog und dankte der Stadt für das neue Heim. Seinen Ausführungen entnehmen wir einiges aus der C.schichte des Schlosses. Es wurde im 14. Jahrhundert as ältestes Gebäude der Stadt vom Grafen zu Gle.berg zum Schuße des Klosters Sch ffenberg gebaut. Im 16 Jahrhundert wurde es Sh des Oberkommandanten und der Behörden, 1605 verlegte man die Kanzlei in das Gebäude, in dem auch mehrere Landgrafen Wohnung nahmen. Den Bergfried, der lange Zeit als Gefängnis diente, bezeichnet der Volksmund als Heidenturm; 1881-87 benugte man das Schloß als Kaserne, nachdem es 1821 und 1860 renoviert worden war. Als das Militär ausgezogen war, überließ man das Schloß dem Verfall, und die hessische Regierung, die damalige Besizerin, war entschlossen das G. bäude bis auf den Bergfried abzubrechen. Der damalige Oberbürgermeister nauth, izige Finanzminifter, und Provinzialdirektor Freiherr von Sagern retteten das Schloß vor dem Untergang, und tie hessische Regierung überwies es am 14. Juni 1893 fostenlos der Stadt Gießen. Am 13. Oft. 1898 fanden die Renovierungs- Pläne des Stadtbaumeisters Schmandt die Annahme der Stadtverordneten und den Beifall des Großherzogs. Die Renovierung leitete Architekt Hofmann- Herborn. Um die Sammlungen des 1878 gegründeten Geschichtsvereins haben sich besonders verdient gemacht: Prof. Dr. Buchner, Hauptmann Kramer, Major v. Schlemmer und Kommerzienrat Wilhelm Gail. Lzterer wurde heute zum Ehrenmitglied ernannt. Geh. Justizrat Prof. Schmidt überbrachte dem Verein die Glück wünsche der Landesuniversität und hofft, daß das Museum der wissenschaftlichen Forschung dienen und national erzieherisch wirken möge. Dann wurden die Schäße des Museums unter Leitung des Konservators Hauptmann Kramer besichtigt. Die Reichhaltigkeit und schö e Anordnung fand allgemeinen Beifall. Wie wertvoll einzelne Teile des Museums sind, mag daraus hervorgehen, daß ein Vertreter des welt. berühmten Britischen Museums für den sogenannten Schlemmerschen Fund die Summe von 30 000 Mt. bot. Dieser Fund stammt vom Ererzierplaz Trieb.
** Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Friedberg Ferdinand Hohmann, Gerhard Steinbeck und Philipp
Klein.
** Erledigt sind die drei Lehrerstellen evangelischen Schule zu Vilbel.
der
A Die feierliche Uebergabe der nenen Museumssäle im renovierten alten Schloß zu Gießen an den Oberhessischen Geschichtsverein fand am Sonntag Bormittag 11 Uhr unter äußert großer Beteiligung statt. Unter den Festgästen befanden sich auch die Spißen der
* Schuhmannsschule. Nachdem im vorigen Jahre probeweise hier ein Unterrichtsfurfus für neu eingetretene Schuhleute mit Erfolg abgehalten worden war, ist auf Anregung Großh. Polizeiamts nunmehr für das Großherzogtum eine gemeinsame Schuhmannsschule eingerichtet worden. Bei derselben beteiligten sich laut" Darmst. 3tg." sämtliche Städte Hessens, in welchen eine Schußmannschaft besteht, mit Ausnahme von Offenbach und Bad Nauheim. Der erste Unterrichtskursus beginnt am Montag, 16. D'tober in Darmstadt, und nehmen an demselben Schuzleute von Alzey, Gießen, Mainz, Worms und Darmstadt teil. Der theoretische Unterricht wird von dem Vorstand Großh. Bolizeiamts Darmstadt, Herrn Regierungsrat Dr. Krah, sowie von den Herren Polizeiamtmann Gebhardt, Polizeiassessor Kraemer, Regierungsass ssor Pistor- Darmstadt und Herrn Polizeiinspektor Bischoff Worms erteilt. Im Praktischen werden die Schußleute von einzelnen Revierpolizeikommissären unterrichtet.
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Das Polizeiamt weist in seiner heutigen Bekanntmachung darauf hin, daß zur Anmeldung des am 1. Oftober zahlreich stattgehabten Wohnungswechsels sowie der Ab- und Zuzüge die vorgeschriebenen Formulare, welche auf dem Bolizeiamt sowie den Oftroierhebern zu erhalten sind, zu benutzen sind. Weiter wird darauf hingewiesen, daß insbesondere die Schlafstellen, welche an Arbeiter abgegeben werden, alsbald anzumelden sind. Wer seiner Meldepflicht noch nicht nachgekommen ist, möge dies bald tun, um einer Strafanzeige zu entgehen.
Der Winter kommt. Heute Nacht fiel in Gießen und seiner Umgebung der erste Schnee, doch führte er fein langes Dasein. Stärkere Schneefälle werden aus der Biedenkopfer Gegend gemeldet.
Aver Landes- Verbond des Deutschen Flottens vereins für das Großherzogtum.ssen, dessen Haup verfammlung gestern in Offenbach tagte, zählt heute in Hessen 101 Ditsgruppen und 40 fleine Stellen mit rund 9700 Mitgliedern gegen 7860 Mitglieder im Vorjahr, bazu tommen 97 Rörperschaften mit 14 150 Mitgliedern. Von den 9700 Mitgliedern entfallen auf Startenburg 4200, Oberhessen 3500 und Rheinhessen 1620. Bezüglich der dem neuen Kriegsschiff Hessen" gestifteten Heffenglocke teilt Dberst Becker mt, daß sie jezt vollendet sei, der Guß sei nach den Plänen des Professors Habich- Darmstadt wohl gelungen. Die Glocke wird in Darmstadt ausgestellt und später nach Riel gesandt. Der Ueberschuß der Sammlung dient als Unterstüßungstaffe für hessische Schiff soldaten. Aus Hesser dienen gegenwärtig über 500 Leute bei der Kriege- Marine.
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Elzellenz Korwan referiert nun über„ Die Hauptver sammlung des Deutschen Flottenvereins in Stuttgart und feit der Bermehrung der Kriegeflotte und sieht in der E unsere nächsten Aufgaben." Ec sprach für die Notwendig bauung starter Banzerfreuzer und großer Linienschiffe mit größerem Tonnengehalt und schwerer Artillerie den wichtigsten Bunft zur Verstärkung der Seemacht. Beim Mittagessen berlas Oberst Becker die vom Großherzog eingetroffene telegraphische Antwort, die folgenden Wortlaut hatte: " Wolfsgarten Erfreut über die Nachricht von dem Fortschritt und der Entwick.ung des Deutschen Flottenvereins danke ich dem hessischen Landesvertende herzlich für die telegrapische Huldigung und wünsche seinem auf Stärkung der deutschen Wehrkraft zur See gerichteten Bestrebungen auch für die Zukunft besten Erfolg! Ernst Ludwig".
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Klein- Linden,
bekannte Rinn'sche Alingspor- Gießen verp Bigarrenfabrik cint
A Annerod b. G zweillaffige Shulha Feierlichkeiten in Anw Regierungsrat Bagne hmidt eingeweiht. -sch. Rodheim, Lehrer, Freitag un Wintersemesters den Fortbildungsschu Z. Frankenbach Gemeinde war über wiederholtes Ausschr fonnte die Stelle i befeßt werden. Di Fellingshausen und
ftelle verwaltet. 28 Kinder und unfere traft. Mit der Er zweiten Lehrerftelle wi da man jest erft bie gebrannt hat. Schul
Die Stelle übertragen den 16. Oftober, b in fein Amt eingefü
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feit 1876 wirtenbe heute am 16. Oftob
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zu Tage gefördert. Sandgrube das Stel L. Alafels, 14 genoffenfchaft bie
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