Bereits bezogen und, wie man sagt, was aber wenig wahrscheinlich klingt, sogar bezahlt. Südamerikanische Revolutionen entspringen aus dem Wunsch, chronischer Zahlungsunfähigkeit ein Ende zu machen. Wer zahlen kann, ist noch nicht reif zum Aufstand
Dof und Gefellschaft.
Fürst Ferdinand von Bulgarien hat seine Anwesenheit am Berliner Hofe benutzt, um in Mecklenburg Besuche abzustatten. Er weilte zunächst bei dem Herzog Johann Albrecht in Schloß Wiligrad am Schweriner See, wurde dann vom Großherzog im Schweriner Schlosse feierlich empfangen und fuhr von dort nach Ludwigsluft. Dort besuchte der Fürst den Prinz Heinrich XVIII. Reuß und legte am Sarge des Großherzogs Friedrich Franz III. einen Kranz nieder. Von Ludwigslust begab sich Fürst Ferdinand nach Berlin zurück.
Deer und flotte.
Die neue Flottenvorlage. Auf eine Anfrage in der Budgetkommission des Reichstags erklärte Staatsjefictär b. Tirpitz, daß die zum Herbst zu erwartende neue Flottenborlage voraussichtlich außer den früher abgelehnten sechs großen Kreuzern sieben Torpedoboots divisionen fordern werde. Der Staatssekretär sprach sich bei dieser Gelegen heit über die Erfahrungen im ostasiatischen Seekriege aus. Die Japaner hätten nur durch ihre Ueberlegenheit an Linien Schiffen ihre Erfolge errungen. Die Torpedoboote hätten sich durchaus nicht so bewährt, wie man gewöhnlich annimmt Von einem Bankerott der Linienschiffe sei keine Rede. Man müsse nur die großen Schiffe durch drei-, vierfache Wände noch besser gegen Torpedobootsangriffe schüßen.
Preufsifcher Landtag.
( 30. Sigung.)
Herrenhaus.
RK Berlin, 15. Februar. Nach kurzer Debatte wurde heute in der ersten Sizung, die nach längerer Pause wieder stattfand, die HiberniaVorlage angenommen. Von politischem Interesse waren weniger die kurzen Bemerkungen, die von Professor Dr. Schmoller und Herrn v. Schorlemer zur Vorlage selbst gemacht wurden, als vielmehr das Eingehen auf den soeben beendeten Bergarbeiterstreik. Bedauerte Herr von Schorlemer die Teilnahme der christlichen Organisationen an dem Streik, so wandte sich Graf Mirbach mit beson derer Schärfe gegen die sozialdemokratischen Agitatoren und Sprach die Befürchtung aus, die angekündigte Novelle zum Berggesetz werde die Stellung der Sozialdemokratie heben. Wenn solche Mißstände bestanden hätten, dann wäre die Regierung verpflichtet gewesen, sie schon vorher abzustellen. Das Haus nahm diese Erklärung, die schon im voraus den Widerstand eines Teiles der Konservativen gegen die Berggeseẞnovelle ankündigte, mit großer Spannung entgegen. Dann aber wurde schnell die Tagesordnung erledigt.
Haus der Abgeordneten.
( 140. Sigung.) RK Berlin, 15. Februar. Auch die heutige Sigung wurde noch mit der allgemeinen Debatte über den Etat des Ministeriums des Innern ausgefüllt. Teilweise wurden die vorgestern schon angeschlagenen Themata weiter erörtert, mie die Reform des Vereinsrechtes und des Wahlrechtes, an die jeder bon seinem Standpunkt andere Anforderungen stellt, teilweise auch neue Fragen in die Diskussion hineingezogen. Auf eine Bitte des nationalliberalen Abg. v. Bülow hin erklärte sich Minister v. Hammerstein bereit, alles Mögliche für die Entlastung der Bürgermeister kleiner Städte von unnötigem Schreibwerk zu tun; die Entrüstung des freikonservativen Herrn Gamp über die„ wilden" Automobile aber suchte er mit der Feststellung abzu schwächen, daß unter den tödlich verlaufenen Unglüdsfällen in Berlin verhältnismäßig nur sehr wenige durch Automobile verursacht worden sind. Eine sehr schwierige und sehr heikle Frage regte der konservative Abg. Pallaske an, als er, anknüpfend an den berüchtigten Prozeß Berger, über das Dirnentum und Zuhältertum sprach und Abwehrmaßregeln verlangte. Der Minister erkannte die ungeheure Bedeutung der Frage mit großem Ernst an und erklärte sich persönlich für die Kasernierung der Prostitution. Doch sei in der Angelegenheit vom Staatsministe rium noch nichts beschlossen worden. Das Zuhältertum aber wolle er mit aller Energie bekämpfen. Zum Schluß er regte noch eine sehr temperamentvolle Rede des Zentrums abgeordneten Herold die Aufmerksamkeit und oft auch den Widerspruch des Hauses. Bei der Besprechung dei Parität in der Verwaltung stellte er den kühnen Satz auf, daß der Minister die Rechtsverlegung als gutes Erziehungs mittel ansehe, weil er die Korps( in denen das Duell üblick ist) einmal als erziehliche Einrichtung gelobt hat. Herrn b. Hammerstein fiel es nicht schwer, die Uebertreibung zurückzuweisen. Die allgemeine Debatte wurde hierauf ge schlossen und das Gehalt des Ministora homilligt. Morgen wird der Etat im einzelnen beraten.
Hus einem japanifchen Kriegshofpal. ( Von unserem medizinischen Mitarbeiter.)
Die japanische Stadt Matsuyama, ein Ort von rund 35 000 Einwohnern, wo gegenwärtig 2000 russische Kriegsgefangene untergebracht worden sind, liegt an einer höchst malerischen Stelle an der Westküste der Insel Sikohu. Die Stadt wird überragt von einem Hügel, der von einem alten Daimio- Schloß gefrönt ist, von wo aus man einen einzig schönen Blick 150 Kilometer weit über Land und See genießen kann. Die 2000 Kriegsgefangenen sind ausschließlich russische Offiziere. Von ihnen liegen 270 verwundet neben 670 andern Verwundeten in den dortigen Krankenhäusern.
Die gestohlene und
mit einem einfachen Drahtzaun unigeben. Man rechnet| Der Fadelzug der Gießener Studentenschaft derial gegen ih
darauf, daß dem Kriegsgefangenen ein Entkommen doch unmöglich sein würde, da ein Russe kaum für einen Japaner gehalten werden kann und die Polizei in Japan so aufmerksam ist, daß ein Ausländer schwerlich auch nur für einige Tage in Japan reisen kann, ohne beobachtet bezw. angehalten zu werden. Man scheint in Matsuyama schon für eine nahe Zeit noch mehr solcher Gäste zu erwarten, denn es ist bereits Der Platz für vier oder sechs neue Gebäude abgesteckt und der Grundstein gelegt worden. Auch unter den japanischen Verwundeten oder Kranken sind infolge der trefflichen Verpflegung sehr wenig Verluste zu verzeichnen gewesen. Keiner von ihnen ist an Krankheit gestorben. Epidemische Krankheiten sind überhaupt nicht eingetreten. Diese vorzüglichen Ergebnisse sind freilich auch darauf zurückzuführen, daß den japanischen Soldaten zweimal monatlich von Stabsärzten Belehrungen über die Grundsätze der Gesundheitspflege, über die erste Hilfe bei Kranken und Verwundeten und namentlich über die Anlegung von Notverbänden erteilt werden. Infolgedessen ist der Abgang bei den japanischen Verwundeten ein verhältnismäßig geringer gewesen, und der Gesundheitszustand der Truppen hat sich überhaupt bewundernswert gehalten.
Es spricht für die ausgezeichnete japanische Pflege, daß von den Verwundeten nur 7 gestorben sind, die sämtlich schwere Verlegungen von großen Geschossen empfangen hatten. Todesfälle von Krankheit sind überhaupt nicht eingetreten. An der Spitze des Hospizes steht der Generalarzt Kikuzi, der früher längere Zeit Assistent bei Professor Bruhns in Tübingen gewesen ist; zu seiner Unterstüßung sind auch zwei russische Aerzte angestellt worden. Das Krankenhaus ist mit großartiger Freigebigkeit gebaut und auch dementsprechend eingerichtet. Es liegt in einer schönen offenen Landschaft außerhalb des Weichbilds der Stadt und ist nur
Es mag beiläufig erwähnt werden, daß ähnlich einschneidende Maßregeln auch im bürgerlichen Leben getroffen werden sind. So gibt es eine Bestimmung, nach der jedes Schulkind in Japan der Sorge eines bestimmten Arztes überwiesen wird, dessen Pflicht es ist, jedes Jahr über den Gesundheitszustand des Kindes eine Untersuchung vorzunehmen und einen Bericht zu erstatten, sowie auch einmal im Monat ihm eine Belehrung über gesundheitliche Fragen zuteil werden zu lassen. Namentlich ist jener weitgehenden Fürsorge den Soldaten gegenüber die Tatsache zuzuschreiben, daß unter den japanischen Truppen trotz der Härte des Winters in der Mandschurei wenig ernste Frostschäden vorgeFommen sind.
In Matsuyama ist jetzt auch eine interessante Sammlung bon Geschossen zu sehen, die von den Chirurgen zutage gefördert worden sind; diese Ausstellung ist von großer Wichtigkeit für die Aufklärung der von den einzelnen Geschossen je nach dem Sitz der Wunde verursachten Wirkung. Die Berichte dieses Krankenhauses werden überhaupt viele neue Lehren für die Kriegschirurgie enthalten. Ganz neu ist beispielsweise die dort gemachte Erfahrung, daß durch die moder. nen Geschosse ein Knochen glatt durchschlagen werden kann, ohne zu zerspilttern. Außerdem ist schon jetzt über eine Reihe außerordentlicher Operationen berichtet worden.
Nah und fern.
Der frühere sozialistische Abgeordnete Otto Antrick soll von der Parteileitung gezwungen worden sein, sein Berliner Stadtverordnetenmandat und seine sämtlichen Ehrenstellen in der Partei niederzulegen. Als Grund wird ein umlauteres Verhältnis mit der Frau eines Vertrauensmannes der Partei angeführt. Antrick soll in flagranti bon dem betrogenen Ehemann ertappt worden sein. Daraufhin stellte der letztere den Antrag, Antrick aus seinen Ehrenämtern zu entfernen. Antrick hat tatsächlich sein Stadtberordnetenmandat seit Monaten nicht mehr ausgeübt. In der Partei genoß Antrick bisher großes Ansehen. Bebel nannte ihn auf dem Dresdner Parteitag die Hoffnung der Sozialdemokratie". Im Reichstag machte sich Antrick dadurch einen Namen, daß er bei großen parlamentarischen Kämpfen als Dauerredner vorgeschickt wurde.
Aufgehobene Hinrichtung. In München wurde die Hinrichtung des Schneiders Almansreder, die gestern früh erfolgen sollte, im letzten Augenblick auf Gerichtsbeschluß sistiert. Almansreder hatte Frau und Kind grausam ermordet und war in allen Instanzen verurteilt worden. Als Grund wurde angegeben, daß Almansreder nachts seinem Beichtvater den wahren Mörder angegeben hat, der seinerzeit im Prozeß als Entlastungszeuge fungierte und damals schon hochverdächtig war
)!( Seinen Hund den Bären vorgeworfen hat fürzlich ein Aachener Kaufmann. Bei einem Besuche des Zoologischen Gartens erregte der ihn begtende Hund aus irgend einem nichtigen Grunde seinen Zorn. In seiner Wut ergriff der Kaufmann das Tier und warf es in den Bärenzwinger, dessen Insassen es sofort zerrissen und auffraßen. Er wird sich wegen der gefühllosen Tat demnächst vor dem Schöffengericht zu verantworten haben.
Vergrabener Schatz gefunden. Im Gemeindewald des nargauischen Städtchens Klingnau fanden Waldarbeiter eine eiserne Kassette, die 829 französische Geldmünzen aus dem 17. Jahrhundert enthielt. Man vermutet, es handle sich um eine Kriegskasse, die im spanischen Erbfolgekrieg nach der Schlacht von Höchstädt 1704 von fliehenden Franzosen versteckt wurde. Der Geldwert der gefundenen Münzen wird muf 35 000 Fr. geschätzt, der Liebhaberwert dürfte aber 100 000 Fr. übersteigen. Der Schatz wird von der Geneinde Klingnau beansprucht.
in Lich.
Der gestern Abend von der Gießener Studentenschaft
Pfarrer Thoebes,
gesellschaft in Köl
dem Großherzoglichen Paare in Lich gebrachte Fackelzug eld der Unter ist durchaus programmgemäß verlaufen und gestaltete sich zu Boche noch in B einer großen Rundgebung der gesamten Bevölkerung. Bon Mörder fo in bie
unserem rg- Korrespondenten erhalten wir darüber folgenden Bericht:
Lich, den 15. Februar 1905.
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Lebens gehen zurzeit über unser sonst so stilles Städtchen hin. Hatte gestern schon die Ankunft der hohen Herrschaften eine zahlreiche Menge hierher gezogen, so lenfte der heutige Tag, der dem Großherzoglichen Paare den Fackelzug der Gießener akademischen Jugend bringen sollte, aufs neue ganze Scharen Schaulustiger an unseren Ort. Als die späteren NachmittagsZüge einliefen, zog jedesmal Minuten lang eine einzige ununterbrochene Kette von Fremden zu unserer mit lebendem Grün und herabwallenden Fahnen reichgeschmückten Stadt herein. Gegen 6 Uhr abends waren die Straßen schon so dicht besetzt, daß ein Passieren fast zur Unmöglichkeit wurde. Eine halbe Stunde später lief der Sonderzug der Studenten ein, von der Schuljugend mit stürmischem Hurrah empfangen. Sofort wurden am Bahnhofe die Fackeln entzündet und der Bug geordnet, drinnen in der Stadt aber stand die Menge wie eine Mauer. Plöglich tauchen in der Dunkelheit helle Burfte auf, zehn, zwanzig, breißig und dann sind es Hunderte, die in der Luft zu schwimmen scheinen. Immer näher kommt das Fackellicht, das bei dem Nebel, der sich gesenkt hat, düfterrot in den Abend hineinglüht. Da fallen die Musikkapellen ein und von der Bahn her tönt ein brausendes Hoch, das wie eine donnernde Woge, ständig sich verstärkend, über die Menge hinwegrollt: in langem, geschlossenen Zuge rücken die verschiedenen Verbindungen in vollem Wichs heran und in den Schloßhof, vorauf immer die Banner, bis sie vor dem Großherzoglichen Paar steher, das auf dem Balkon Plaz genommen. Nach Beendigung des Aufmarsches wurde das Hoch auf das hohe Paar ausgebracht, in das auch die zahlreichen Zusauer lebhaft einstimmten. Der Großherzog dankte mit warmen Worten für die ihm und seiner Gemahlin dargebrachte Huldigung und nahm darauf noch drei Musitvorträge der Kapelle der 116er, den Hochzeitsmarsch, den valse bleue und den Fahnen- und Präsentiermarsch aus der Zeit Ludwigs XIV. entgegen. Unter abermaligem stürmischen Hoch erfolgte dann der Abmarsch und Umzug durch unseren Ort. Guck dr alles genaa an, daß de fpeter ebbes erzähle kannst," rät ein Vater wohlmeinend seinem fleinen Sprößling, den er mit beiden Armen emporhält, um ihm das glänzende Schauspiel zu zeigen. Wie weite Wege die Schanluftigen überhaupt gemacht hatten, um Augenzeugen dieses Fackelzuges zu werden, erhellt aus der Tatsache, daß man unter dem auswärtigen Bublifum mehrere Vogelsberger mit ihren Frauen bemerkte. Der Umzug endete auf der großen Weide, den die Burschenschaften im weiten Halbkreis bezogen, dem Beschauer auf der Straße ein fesseindes Bild bietend. Da schneidet plößlich eine blendende Linie durch das Dunkel, steigt senkrecht in die Hähe und schwebt im w.iten Bogen langsam wieder herab die erste Fackel ist fortgeworfen. Sofort folgen mehrere nach, sämtliche Kapellen intonieren das Gaudeamus igitur, in das die Burschenschaften martig einfallen. Und während das Lied zum Adendhimmel aufbraust, werden die Fackeln zusammengeworfen. 8 Uhr 20 Minuten führte ein Sonderzug die Studenten Gießen wieder zu.
Die Gräfin Montignoso scheint ihre Zusage, die kleine Prinzessin Anna Monica Pia auszuliefern, nicht ernstlich gemeint zu haben oder schon wieder zu bereuen. Als Justizrat Körner in Begleitung des Konsulatssekretärs zur festgesetzten Stunde vor der Villa eintraf, fand er dort die Bonne der Prinzessin, Fräulein Muth, vor dem Gittertor bor. Sie war im leichten Morgenkleid und fror jämmerlich. Sie erzählte, daß sie unter dem Vorwande, der Konsul warte draußen auf sie, hinausgelockt worden wäre, worauf sich die Pforte hinter ihr geschlossen und nicht wieder geöffnet habe. Auch der Justizrat Körner erhielt keinen Einlaß und muß nun sehen, mit Hilfe der Polizei zu seinem Rechte zu kommen.
Die reiche Arme. In Berlin wurde in ihrem kleinen Stübchen die 78 Jahre alte Christiane Heinecke tot aufge= funden, die als arm und der Unterstützung bedürftig bekannt war. Bei der Nachlaßfeststellung fand man aber unter altem Gerümpel das hübsche Sümmchen von 11 000 Mark in Wertpapieren und barem Gelde.
Im Gerichtssaal niedergestochen wurde auf dem österreichischen Bezirksgericht Mistek der Schlosser Emil Gebauer. Sein Prozeßgegner, der von ihm des Ehebruchs angeklagte Taglöhner Karl Mikosch, überfiel ihn plötzlich hinterrücks mit einem Messer und brachte ihm lebensgefährliche Verlegungen bei, ehe er von seinem Opfer gerissen werden fonnte.
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Lokales.
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16. Februar 1905. ** Die an die zweite Rammer gerichtete Botschaft des Großherzogs hat folgenden Wortlaut:
An
die zweite Kammer der Stände des Großherzogtums. Ernst Ludwig
von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein 2c.
Unsern Gruß zuvor, Liebe und Getrene, Stände des Großherzogtums! Nachdem Wir Uns am zweiten dieses Monats mit Ihrer Durchlaucht Prinzessin Eleonore Ernestine Marie zu Solms- Hohenfolms- Lich, Tochter Seiner Durchlaucht des verewigten Fürsten Hermann zu Solms- Hohensolms- Lich und Hoch dessen verewigter Durchlauchtigter Gemahlin Agnes, geborenen Gräfin zu Stolberg- Wernigerode, vermählt haben, sezen wir hiervon Unsere Lieben und Getreuen, Stände des Großherzogtums in der Ueberzeugung in Kenntnis, daß Dieselben an diesem für uns und Unser Großherzogliches Haus so beglückenden Ereignisse herzlichen Anteil nehmen.
Womit Wir Unseren Lieben und Getreuen, Ständen des Großherzogtums mit Landesfürstlicher Huld und Gnade gewogen bleiben.
Romrod, den 13. Februar 1905.
=
Ernst Ludwig.
Rothe.
Raubmörder Hudde hat ein Geständnis abgelegt und gestern Mittwoch nach 6 stündigem Verhör dem Untersuchungsrichter Landgerichtsrat Wehner gegen über unumwunden erklärt, daß er in der Nacht vom 11. auf den 12. November den tathol. Pfarrer Thoebes in Heldenbergen ermordet hat. Hudde hat ferner eingestanden schon vorher in der Nacht vom 8. auf den 9. November in Las fatholische Pfarrhaus zu Klein- Schwalbach eingebrochen zu sein und von dort die Opferkasse und einen Teil eines Abendmahl- Relches geraubt zu haben. Von dem letzteren hat er angenommen er wäre von Gold, da er sich darin getäuscht sah, hat er ihn weggeworfen.- Das Belastungs
-
Stadtv. Kirch Giffnie( 1.
Allendorf( 2.
2. 206 Fabrikant Horft( 2. V Schriftführer)
3 Wirt ( 1. Borfizende Pieper( 1. Sd
4. Mus A. Didoré( 1. Lehrer Kling
5. Bau
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Bautechnifer A ( Schriftführer 6. Bug feuerwehrinipetto
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