and des Distrikts. Dabei wurde bemerkt, daß in dem Augenblick, wo der Gottesdienst endete, sich in der klaren Luft über der Kirche ein weißes regenbogenartig gefärbies Kreuz von durchaus orthodorer Gestalt bildete. Dieses Kreuz bewegte sich von der Kirche in der Richtung nach ten und wurde nicht nur von den Teilnehmern des Gottesdienstes, sondern auch von den Volksmassen auf dem Marktplatz für länger als eine Stunde gesehen. Die Vision dieses himmlischen Kreuzes ergriff unsere Gemüter und bewies uns allen, daß es Gottes Wille ist, daß das orthodore Rußland unter dem Zeichen des Kreuzes den Sieg über die halbheidnischen Japaner avonträgt. Die Wahrheit des Gesagten wird durch den Distriktsinspektor, den Chef der Stadt, den Oberst und Kommandeur des Militärdistrikts, durch 8 Kapläne, durch den Stadtarzt und einige andere bestätigt."- Petersburger Zeitungen geben diese Schilderung ohne Kommentar wieder.
=
[ Frei nach Goethe] mahnt ein Leipziger Bürger die dortigen Hausbesiger zum Streuen bei Glatteis. Man höre:
=
Vor deinem Grundstück
Liegt Eis,
Streu
-
Mit Fleiß
' s ist kein Kunststück
Asche darauf.
Sonst purzeln Junge und Alte.
Warte nur, balde
Purzelst du auch!
[ Ein Schuft.] In einem Schauspielerklub in Philadelphia waren vor kurzem eine Anzahl Mitglieder versammelt, und man tauschte im Gespräch Erinnerungen an den großen Tragöden Edwin Forrest aus. Einer berichtete von einem Erlebnis, das Forrest in„ Wild West" gehabt hatte. Es wurde Virginius" gegeben, und Forrest stand wieder einmal auf der Höhe seines Könnens. In der Szene, in der er seine Tochter erschlägt, stand das Publikum ganz im Bann des Künstlers, und bis zum Schluß des Aftes war kein
Bekanntmachung.
Durch Beschluß des Kreisausschusses vom 17. Dezember 1904 ist der Johannes Herr Btw. dahier die Erlaubnis zur Ausübung des Gewerbes als Gesindever
mieterin erteilt worden.
Den Gebührentarif derselben bringen wir nachstehend zur öffentlichen Kenntnis:
a) für Vermittelung eines Dienstboten an eine Herrschaft in Gießen Mf. 5.
b) für Vermittelung eines Dienstboten an eine Herr= schaft nach auswärts Mt. 7.
wovon der Dienstbote jeweils Mt. 2 zu entrichten hat. Gießen, den 12. Januar 1905.
Großh. Polizeiamt Gießen.
Herberg.
Betanntmachung.
In der Zeit vom 7. bis 14. Januar 1905 wurden
in hiesiger Stadt
gefunden: 1 Sturmlaterne;
verloren: 1 fleines Portemonnaie mit 10 fg.
Inhalt und 1 Damenuhr.
Entlaufen ist: 1 langhaariger Bernhardiner, gelb mit weißen Abzeichen.
Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen.
Gießen, den 14. Januar 1905.
Großh. Polizeiamt Gießen.
Herberg.
Bekanntmachung.
Die unterm 3. Dezember 1904 angeordnete Sperre der Mittergasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 13. Januar 1905.
Großh. Boligeramt Gießen.
Herberg.
Bekanntmachung.
Zur Bekleidung armer Konfirmanden zu Ostern 1905 ist die Lieferung von
1. Vertigen Knabeuanzügen aus schwarzem Cheviot.
2. schwarzen Cachemir zu Mädchenkleidern. 3. farbigem Flanel zu Ünterröcken zu vergeben. Angebote unter Beischluß von Mustern auch zu dem für die Knabenanzüge zu verwendenden Futter find bis zum 1. Februar d. Js. beim städtischen Armenamt, Neuen- Bäue 25, einzureichen. Die Angebote sollen die Firma nicht erkennen lassen. Dieselbe ist vielmehr auf besonderem Zettel in verschlossenem Briefumschlag den Mustern beizufügen.
Gießen, den 11. Januar 1905.
Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Curschmann.
5000 Stück
Staats- Prämien- Anlehens- Lose
im Kurswerte von 250 000 Mark
erwarb der unterfertigte Verein bis jetzt für seine Mitglieder. Sämtliche Lose sind reichsgesetzlich in ganz Deutschland erlaubt und werden alle succesive gezogen. Jährlich 39 Ziebungen mit 120 000 Treffern darunter 5 Millionen Mark Haupttreffer. Monatsbeitrag mit 3 Mark beginnend. Bitte, lassen Sie sich zur Einsicht Statuten und LosnummernVerzeichnis gratis und franko zusenden vom
,, Augusta" Verein in Augsburg. Gegründet
1898.
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Laut hörbar, während nachher der Beifallssturm um so stärfer losbrach. Im folgenden Aft kommt Virginius auf die Bühne und sieht gänzlich erschöpft und verstört aus. Die Reaktion hat eingesetzt, er ist über den Verlust seiner Tochter dem Wahnsinn nahe, geht immer auf und ab und ruft:„ Virginia, Virginia, wo ist mein Kind?" Ein alter Goldgräber, der in einer der vordersten Parkettreihen saß und von der Mordszene tief erschüttert worden war, konnte es nicht länger ertragen, er stand auf und rief im Tone höchster Entrüstung: Du hast sie ja im vorigen Aft getötet, du alter Schuft, und du weißt es auch ganz genau. Du bist ein Heuchler und ein Schuft dazu!" Diese unerwartete Wendung, die die Vorstellung nahm, rief ein stürmisches Gelächter und solchen Beifall hervor, daß der Vorhang fallen mußte.
Der Landwirt.
dg Eine neue Kartoffelart. Im Departement Vienne sind Anbauversuche mit Solanum Compersoni gemacht worden, die verschiedene Spielarten dieses Gewächses von sehr wertvollen Eigenschaften ergeben haben. Die neue Kartoffelart liebt schweren feuchten Boden, während die gewöhnliche Kartoffel bekanntlich lockeren und trockenen Boden braucht. Sie besitzt eine außerordentliche Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten, so daß sie bis 100 000 lg. Knollen auf den Hektar ergibt.
Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen.
Geborene.
Am 1. Jan. Dem Taglöhner Ludwig Pfeifer eine Tochter. Dachdecker Heinrich Schmitt XIX. ein Sohn,
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Gießen, Bahnhofstraße 63. Wochentags 1-3 Uhr
Unbemittelte unentgeltlich.
Christian. 4. Postboten Georg Hübner eine Tochter, Elisabeth Josephine Barbara. Straßent hrer Geora Schmidt III. eine Tochter, Johanna Pauline. 9. Heizer Philipp Nocker eine Tochter.
Aufgebote.
Am 10. Jan. Hermann Hau, Schußmann dahier mit Dorothea Müller in Bettenhausen. 11. Johannes Widmann, Kutscher dahier mit Helene Elisabethe Wagenbach hierselbst. 12. Wilhelm Wagner III., Landwirt in Großen- Buseck mit Maria Münch daselbst.
Eheschließungen.
Am 7. Jan. Heinrich Schuhmacher, Sergeant dahier mit Maria Elisabeth Pascher hierselbst. 10. Nikolaus Stamm, Dienstknecht dahier mit Marie Happel hierselbst. Gestorbene.
Am 7. Jan. Johanna Ernestine Weber 3 Tage alt, Tochter des Fabrifarbeiters Heinrich Weber dahier. 8. Maraarete Törr, geb. Ifterling, 60 Jahre alt, Witwe des Schlossers Wilhelm Dörr dahier. 9. Johannes Arz, 77 Jahre alt, Gendarm i. P. dahier. Luise Klee, geb. Dckel, 69 Jahre alt, Witwe des Kaufmanns Wilhelm Klee dahier. Margarete Kauß, geb. Kling, 78 Jahre alt, Witwe des Wiegemeisters Johannes Kauß dahier. 10. Ernst Heinrich Peppler, 6 Mte alt, Sohn des Wirts Karl Peppler dahier. 11. Karl Trechsler, 29 Jahre alt, Militärinvalide dahier. 12. Friedrich Röse, 43 Jahre alt, Universitäts- Fecht- und Tanzlehrer dahier. Georg Lampus, 50 Jahre alt, Schlosser dabier.
Berantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betde zu Miehen.
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1 Schwarzbrot
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2
48
"
3
72
1 Kornbrot
22
2
44
"
Der auswärtigen Bäcker:
1 Weißbrot Georg Dern, Gr.
2
"
Linden
W. Steinmüller
Witwe( Langgöng.)
Heinrich Weber( Heuchelh.)
W. Fabel Wiesed W. Weigel Langgöns u. L. Stein
24
24
müller Gr. Lind. 25 Karl Post, Wieseck Leir: Klein
933.
Linden
Louis Süßmuth
Steinberg u. Georg
26
Dern Gr- Linden 48 W. Steinmüller
Wwe. Langaöns) 48 W. Fabel( Wieseck W. Weigel, Lang Göns JakobAppel, Krofdorf, Heinrich Weber Heuchelheim 2. Steinmüller
( Gr.- Lind.)
Karl Post, Wieseck
u. W. Lein KleinLinden
1 Schwarzbrot Georg Dern Gr, Linden
2
21/2
"!
3
W SteinmüllerWe W. Weigel, LangGöns, L
Stein.
müller Gr. Linden
Heinrich
Heuchelheim
50
52
22
Weber,
22
24
W. Lein KleinLinden
Louis Süßmuth,
Steinberg und Karl
Spamer,
Georg
Reisf rchen, Dern Gr. Linden
E. Christ, Wiesed 44 L. Steinmüller ( Gr. Lind en) W. Steinmüller Wwe. Langgons, Heinrich Weber, Heuchelheim, W, Weigel Lang- Göns, Post Wieseck, Karl Spamer Reisfirchen. Gustav
Marl
Jacoby, A.- Bused 44 J. Appel, Krofdorf46 W. Lein, KleinLinden
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W. Fabel und
48
54
Karl Post, Wieseck 66 E. Christ, Wiesed Gustav Jacoby Alten- Bused
1 Kornbrot Ferd. Weiß, Grü: ningen 2 Kornbrot Karl Spamer Reiskirchen, With. Schimmel Kinzenb.Mühle und Jak. Appel, Krofdorf Ferdinand Weiß, Grüningen
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66
22
44
44
Dieselben Preise, wie bet den hiesigen Bäckern.
Gießen, den 14. Januar 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg.
FÜR UNSERE JUGEND
Tod ihm, dem Jüngeren, zugefallen wäre,
aber,
ber
schlau den gutmütig schwachen
ter betörend, einen großen Teil berselben on bei en Lebzeiten an sich zu reißen gewußt. Is nach seinen Code und dem der jungen, bald darauf hinſiechenden Gat Schulden wegen das ſtolze Me gegeben, dann fin drüdender
Schloß b
Mr. 12.
Samstag ben 14. Januar
པ་
Fam
1905


