En galtitches unter
r. Sit einem Kami
ausbreitete, daß
ch die herbeieilende
theil nicht abwehren
ur Ruinen übrig g
n wurde vont ub In der Nacht wou des heiligen Bont
rumpf angehängt haben, völlig zu beseitigen. Die Muscheln werden tatsächlich in jenem Wasser gekocht und fallen dann ab. Man hält das kochende Meer von Vulcanos, dessen Farbe übrigens von einem starken Eisengehalt herrührt, für eine Art von Sicherheitsventil des Vulkans. Mit dieser Auffassung stimmt die Wahrnehmung überein, daß sich in der Umgebung jedesmal Erderschütterungen bemerkbar zu machen pflegen, wenn der gelbe Fleck im Meer einmal verschwindet.
=
[ Gin Sozialdemokrat auf der Mensur.] In den romanischen Ländern kommt es immer wieder vor, daß sich
1 gewiß feltener Bo Sozialdemokraten nicht an das Duell- Verbot kehren, sondern
rung von Algier
r religiösen Feier
chtige Menge ein, ri
ibre Sändel mit der Waffe cusfechten. So stand in Mailand Legen eines scharfen Zeitungsstreites der Sozialist Walter
rabut Sidi Abdalla Mochi, der Gatte der berühmten Sängerin Emma Carelli, gegen den Prophete Mensur. Mochi bekam im zweiten Gange eine Abfuhr über
und alle anderen en
auf 30g er unter fa
mit dem Chefredakteur der„ Sera", J. Bianchi, auf der
die Stirn.
-
trant einige Schlu dem Schubertschen Müllergesellen dies Jahr die Londoner
[ In Grün möcht ich mich kleiden...] singen mit
den und zerbrach d
en Entsegens stürzte seinen Schattierungen. In allen Läden sieht man grüne hätten ihn in StüTuche, grüne Flanelle, grüne Hüte und Müßen ausgestellt.
Herren. Die Modefarbe für diese Saison ist grün in allen
nheimische Persönli
te. Die Moschee gilt
ist durch den Vorfall
e im Dorfe Fohri
te Schulhaus wurd zu machen. Bein nter der Herdite ehemaligen Sp
va 50 Jahre in Den letteren stamm
deutschen Grenzgebi Walde der Auf
llen, beraubt und er nach kurzer Z sher nicht dingfest g
tsfaal.
nn Leon Deutsch hatt
sgerichts Leopoldstad
ten. Die Anzeige er Gesicht gespudt habe 5 Sie bereits getraft in? A Frau und drei S ist keine griftliche Frau einmal von mir
24 Stunden Arrest. aber einem Bachmann ich hab' g'habt gerade Ich warne Sie vor plinieren.- Angell ich wollt' sagen: We Geschäft, bin ich g mit dem Herrn Wad gespuckt hab' ich ih n Patriot wie a sverfahren ergab chließlich zu 24 Sh
enfchaft.
eden. Das Auftre hnlicher Größe hat stehung dieser Gebi st. Mindestens ma
Die Flanells find dunkelgrün mit ſeegrünen Streifen. Auch Hemden und Kragen sind grün gehalten und grüne Socken tragen hellgrüne Flecken. Nur die Schuhe scheinen nicht grün werden zu sollen. Eine englische Zeitung erklärt, die Herren seien der schwarzen, grauen und dunklen Farben überdrüssig geworden. Die Westen strahlen in einer Farbenpracht, die noch im vorigen Jahre als furchtbar gewöhnlich bezeichnet worden wäre. Wenn die Londoner Schneider ihren Willen durchsetzen, so werden, wie ein Blatt bemerkt, in diesem Sommer die schlanken Männer, da auch die Engigteit der Kleidungsstücke Mode wird, wie grün angestrichene Laternenpfähle und die korpulenten Herren wie etwas zu stark geratene Rohlköpfe aussehen.
[ Das Gewicht eines Geistes] wurde neulich von der Rewyorker Polizei festgestellt und betrug nicht weniger als zwei Zentner. Für ein so ätherisches Wesen wie einen Geist eine recht tüchtige Leistung. Der so überraschend materialisierte Geist" war das Medium einer Schwindlerin, die leichtgläubigen Spiritisten das Geld abnahm. Mitten in der Sigung wurde der Geist, der mit phosphoreszierender Gaze überkleidet war, von kräftigen Polizisten fäusten ge
faßt.
-
sich mit dem Geliebten, dem Büttgesellen Ilefeld vereint. Der junge Bonvivant wird von seinem Bruder aus dem Hause verwiesen. Mit einem Liedchen auf den Lippen geht er von dannen, froh, daß diese Episode ihn der verhaßten brüderlichen Bevormundung entzieht und bald, bald wird sich der Sumpf über ein neues Opfer schließen, das fin seinen Schlamm hineingewatet. Das ist der Inhalt des Schauspiels, in dem Licht und Schatten eigentümlich durcheinander spielen.
| Ehrenzeichen für langjährige treue Dienste in einundderselben| Werkzeug zu schaffen, wird gleichfalls zuschande, indem sie Familie an folgende Dienstboten verliehen: A. das Goldene Kreuz mit Brillanten. Magdalene Schieferstein aus Ober- Bessingen, 50 Jahre in Dienste des Fürsten zu Solms- Hohensolms- Lich. B. das Goldene Kreuz. Marie Appel aus Grebenhain, 26 Jahre bei Herrn August Dieß in Heisters und Katharina Becker aus Rödgen, 25 Jahre bei Fräulein Karoline Locher in Worms. ** Uebertragen wurde am 4. März d. I. dem Schullehrer Georg Schmidt zu Elbenrod eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bischofsheim.
=[ Die japanische Kunst der Selbstverteidigung,] das fog. Ju- jitsu, hat sich in London seit Beginn des japanischrussischen Kriegs sehr viele Freunde erworben. In allen Music Halls werden heutzutage japanische Ringkämpfe aufgeführt, und das Publikum verfolgt sie mit der größten Aufmerksamkeit und Sachkenntnis. Man kann schon die Anaben auf der Straße nach allen Regeln dieser Kunst miteinander ringen sehen, und die Ju- jitsu- Lehrer, die sich hier niedergelassen haben, machen die besten Geschäfte, denn An. gehörige aller Gesellschaftskreise sind eifrig damit beschäftigt, diese Kunst zu lernen. Selbst die vornehmste Gesellschaft, die Fashionablen des Westend haben die Sache mit der größten Begeisterung aufgenommen, und man erzählt sich, daß die Damen am allereifrigsten damit beschäftigt sind. Das neueste ist nunmehr, daß der Polizeipräsident von London angeordnet hat, daß die Polizisten das ju- jitsu auch erlernen sollen, weil man hofft, daß diese japanische Kunst fie sehr dabei unterstützen wird, mit widerspenstigen Verbrechern fertig zu werden, die sich der Verhaftung wider. sezen. Die Polizisten werden in Abteilungen von je sechzig Mann kommandiert, diese Kunst zu erlernen, und es sind bereits Preise für diejenigen ausgesetzt worden, die es in derselben am schnellsten weit bringen.
Sizung der Stadtverordneten Gießens.
n Gießen, 10. März 1905. ( Schluß.)
Bunft 6: Beschaffung von Räumen für die Bürgermeisterei, wurde in nichtöffentlicher Sigung verhandelt.
Punkt 7: Preis der elektrischen Energie zum Laden von Affumulatoren bei Tag für Lichtzwecke. Beigeordneter Heyligenstaedt wird in seiner Fabrik an eigenen Affumulatoren eine Probe anstellen und dann soll die Sache erst beraten werden. Es soll auf der einen Seite die Wasserkraft durch das Elektrizitätswert besser ausgenützt werden und auf der anderen Seite solche mit Affumulatoren aufgespeicherte Energie für den Preis von 20 Pfennig statt 45 Pfg. abge
e Erklärung, die Em chen Gesellschaft Fra efer Forscher unter Den der Sonne zund ter, die Erde, die Ven den Sonnenförper a und Flut hervorru erzeugen fönnte. G Daß solche Gezeiten a heintreten und unter 1, dreifachem und oder bier der gemete wirken. Als de wich Fleden betrachtet n Jupiter, Venus un r Planeten sehr woh r Sonnenflecken f folgenden Schlü bare Folgen des n Sonnenförper.
Bemus und Erde Teden. Diese dreif für die bekannte effi
Die besondern Erfche
de find zurückzuführen en, namentlig des Ju
es.
nlängst bon einigen ei
geben werden.
** Erledigt sind die Stellen: je eines Steuertommiffariatsassisteneen bei den Großh. Steuerkommissariaten Darmstadt 1, Offenbach und Mainz 1, des Steueramtsrendanten bei dem Großh. Steneramt Bensheim, je eines Steuerkommissariatsgehilfen bei den Großh. Steuerkommiffariaten Alzey, Bingen, Büdingen, Groß- Gerau, Höchst i. D., Osthofen, Seligenstadt und Worms, je eines Pfandmeisters in Bingen, Darmstadt, Offenbach, Mainz und Worms. Sämtliche Stellen kommen mit Wirkung vom 1. April 1905 an zur Besetzung.
Punkt 8: Die elektrischer Energie für das anatomische und zoologische Institut der Universität wird statt wie bisher für 45 Pfg. nun für 20 Pfg. pro Kilowattstunde abgegeben, da das hier in Frage kommende Licht nur zu Demonstrationszwecken verwandt wird.
Punkt: 9: Die Vergebung der Tagesfuhren für 1905 wurde in nichtöffentlicher Sigung beschlossen.
Punkt 10: Vergebung der Lieferung von Basaltpflasterfteinen. Hierzu waren 9 Offerten eingegangen. Es erhielten Los I Pfeffer 3. in Annerod, Los II Johs. Nickel- Gießen und Los III Wilhelm Schappel in Saasen.
Puntt 11: Die Piassavabesen- Lieferung erhielt Winter Machf.( Althoff) für 1,35 pro Stück.
** Viehmarkt zu Gießen. Bei dem am 7. und 8. März 1905 stattgefundenen Markte waren aufgetrieben 1182 Stück R nbvieh und 560 Stück Schweine. Dec nächste Markt findet am 21. und 22. März statt; am letteren Tage auch Pferde- und Krämermarkt.
Punkt 12: Ein zweiter Lichtpaus- Apparat für das Tiefbau- und Vermessungsamt wird angeschafft. Preis 400 M. Mußerhalb der T... wird genehmigt, daß die beiden Feuerwehren ihr gemeisames Jubiläumsfest auf Oswaldsgarten,
ch Frankenbach, 11. März. Aus der am Dienstag den 7. März im hiesigen Gemeindewald abgehaltenen Fichtennuhholzversteigerung fann man ersehen, welch enormen Schaden das am 13. September v. J8. über unser Dorf niedergegangene schwere Gewitter verbunden mit Wirbelwind in wenigen Minuten allein an einem Walddistrikt verursacht hat. Neben den schönsten Obstbäumen war auch ein ganzer Fichtenbestand vernichtet worden, wodurch allein 430 Festmeter Fichtenstammholz zum Ausgebot famen. Es wurde dafür zwar die schöne Summe von 5200 Mt. gelöst, allein jener Bestand hätte für die Folge wohl das doppelte versprochen, falls er nach und nach zur Abholzung gekommen wäre. Von dem ungeheuren Waldreichtum unserer Gemeinde liefert auch die erste diesjährige Holzversteigerung einen guten Beweis, indem damals für Eichenstammholz 5000 t. erzielt worden. Dazu steht noch eine große Brennholzversteigerung bevor, welche wohl gleichfalls mit 3000 t. zu bewerten ist. Außerdem fommen an jeden Ortsbürger 4 Meter Hartholz und 15-20 Meter Reiser zur Gratisverteilung. Wahrlich ein großer Holzfegen! Zu guterlegt müssen wir noch die jüngste Verpachtung der Gemeindejagd erwähnen, welche den jährlichen Erlös von nahezu 6000 Mt. verspricht.
-
)( Laubach, 12. März. Die Errichtung eines GruppenGaswerts für Laubach und die gesamte Umgegend ist gesichert, da Laubach und eine Anzahl Nachbarorte ihre Beteiligung beschlossen haben. Ingenieur Heil von der Süddeutschen Gasgesellschaft weilte vor einigen Tagen in Ulrich stein, Feldfrücken, Freienseen und Schotten, wafelbft er Vorträge hielt. Es besteht sichere Aussicht, daß sich noch weitere Gemeinden anschließen. Die Gemeinden haben nur den Gasverbrauch zu zahlen, während die Gasgesellschaft für die Kosten der Rohrlegung u. s. w. aufkommt. Das Gaswerk selbst wird nahe dem Bahnhof Laubach errichtet. Mit dem Bau wird im Frühjahr begonnen.
R Köddingen. Bei der am 11. März dahier stattgefundenen Bürgermeister- Wahl wurde der seitherige Bürgermeister Friedrich Rühl 1. mit 83 Stimmen einstimmig wiedergewählt. Es ist dies seit das allgemeine Wahlrecht besteht hier die erste einstimmige Bürgermeisterwahl. Die Aufstellung eines Gegenfandidaten scheiterte an der geringen Minorität.
K Frankfurt a. M., 12. März. Der Schuhmacher Adolf Geiling hatte ein Paar Stiefel, die er reparieren sollte, verkauft, da sie nicht abgeholt wurden. Das hiesige Schöffengericht ließ den Einwand des wegen Unterschlagung angeklagten Schuhmachers, daß er durch Blakat an der Ladentür den Kunden diesen Geschäftsgebrauch mitgeteilt habe, nicht gelten und verurteilte ihn zu 4 Wochen Gefängnis.
Ueber die Darstellung läßt sich sehr viel Gutes sagen. Lene, die Haubenlerche, wurde von Fri. Dora Schütz vom Residenztheater wiesbaden sehr nett als naives, von Haus aus frohes Gefchöpf gegeben, wenn die Uebergänge
auch
mand mal etwas unvermittelt waren. Diese wurden aber durch andere ganz ausgezeichnet durchgeführte Partien reichlich ausgeglichen. Herr Sandorf zeichnete seinen August Langenthal in schlichter, wirkungsvoller Weise, namentlich der edle Bornesausbruch stand ihm sehr gut; im Gegensatz zu seinem war das Spiel des Herrn Andreas, der den gewandten, nicht geist, aber haltlosen Hermann verkörperte, voll kleiner Feinheiten und Detaillierungen. Mit der gewohnten Sicherheit wußte er die Schwierigkeiten zu nehmen. Frl. Christophersen traf ihre Juliane in Ton und Gebärde recht gut und wußte die Repräsentantin, die mit der Gewandtheit der Weltdame auf die Schicklichkeit des Hauses bedacht ist, ins richtige Licht zu rücken. Komisch, jedoch glaubwürdig war die alte Frau Schmalbach der Frau Fischer, während die beiden Arbeitertypen der Herr!! Lippert und Kreysing sich durch beneidenswerten Realismus auszeichneten. Mit scharfer Beobachtung wußten sie ihren Figuren die unterscheidenden Merkmale aufzudrücken. Heir Kreysing führte den arbeitsfreudigen, auf seinen Beruf stolzen Büttgesellen Ilefeld in kraftvoller Weise durch, währer d Herr Lippert einen leibhaftigen, prinzipiell nörgelnden Proletarier aus seiner Rolle gemacht hatte, sogar die neueste Nummer des Vorwärts" fehlte nicht, die raffiniert gefaizt ( der Zug ist nicht ohne Ironie gut abgesehen) noch raffinierter mit dem Titel nach außen in die Rocktasche praktiziert word n war. Die Regie des Herrn Steingoetter arbeitete wieder einmal unter rationeller Ausnutung des Raumes in sehr geschickter Weise. Das gut besette Haus spendete reich n Beifall, der sogar wiederholt inmitten der Darstellung_lebG. H. haft ausbrach.
K Mainz, 13. März. Die auf heute vor dem hiesigen Schwurgericht anberaumte Verhandlung gegen den Weinhändler v. Lengerke, der seinen Schwiegervater, den Altbürgermeister Lebert von Erbes- Büdesheim, erschossen hat, wurde auf den Antrag des Beschuldigten auf die nächste Schwurgerichte periode vertagt, da er noch weitere Zeugen
benennen will.
Stadttheater in Gießen. Die Haubenlerche. Schauspiel in 4 Aften von Ernst v. Wildenbruch.
gefangen. Seine Lang: dem alten Schweinemarkt und dem Viehmarktplatz abhalten Fabritarbeiters.Witwe will der Heilung ihrer Mutter zu
des Diamanthafens
hinter der Schulter fa inen Tag nach dem Fa
fönnen.
denn seine Haut mit der Betrieben beziehen, wurde fein Beschluß gefaßt. Das Großh. Ilefeld. In ihrer Seele tämpfen Opfermut und Liebe mit
cheinlich ein„ Meergreis
hiffe, die das füdlid ren gelegentlich das Ge Der mit Recht den Namen
Baffer eine auffallend
en. Die Segelhandbüd durch diesen Meereste of sich sehr mit Muschel
Es genügt dann nämlid
affer zu bewegen, um all ere, die sich am Schiffs
Bunft 13: Beranlagung zur Gemeinde- Einkommensteuer solcher Einwohner, die ihr Einkommen aus nichthessischen Steuerkommissariat Gießen hatte einen dahingehenden Beschluß gewünscht.
Punkt 14: Uebertragung der Jagt pacht des Hauptmann a. D. Kramer auf Karl Buderus wurde genehmigt. Schluß der Deffentlichen Sißung abends 7 Uhr.
Lokales.
13. März 1905.
** Der Großherzog hat heute am 11. März, als am Geburtstage metland der Prinzessin Elisabeth u. a. folgende
Die Haubeulerche" gehört nicht zu den Hauptwerfen Wildenbruchs, ihr Flug wird niemals so weit wie diese über die deutschen Bühnen reichen. Wer sie sehen will, muß eben schon früher aufstehen und die Gelegenheit wahrnehmen. Der Dichter behandelt in dem Schauspiel den findlichen Opfermut: Lene, die Tochter einer armen, gichtgeplagten Liebe dem edeldenkenden, reichen August Langenthal die Hand zum ehelichen Bunde reichen. Ihr Herz gehört aber schon dem strebsamen, doch gänzlich unvermögenden Büttgesellen einander, bis sie zu der Ueberzeugung gelangt, daß sie niemals die Gattin Langenthals werden darf. Sie wagt aber nicht, diese Erkenntnis ihm einzugestehen. Da naht sich ihr in ihrer Not der junge blendende, doch durch und durch verdorbene Halbbruder Langenthals. Durch sein bestrickendes Wesen weiß er sich in das Vertrauen des arglosen Mädchens einzuschleichen und es zu einer zweifelhaften Situation zu überreden, ohne daß es den Pferdefuß, der überall herausguckt, merkt. Er erreicht denn auch seine mit chnischer Offenheit dargetane Absicht, die Versprochenen zu chnischer Offenheit dargetane Absicht, die Versprochenen zu trennen, seine Hoffnung aber, in Lene sich ein gefälliges
Aus dem Gerichtssaal.
Strafkammer.
Gießen, den 10. März 1905. Wegen Mißhandlung seines Kindes hatte sich der Arbeiter Johannes Jost Orth von Lumda zu veraniworten. Er hatte sein 3 jähriges Eöhnchen, das törperlic schwach und fäntlich war, vielfach in unmenschlicher Weise geschlagen, statt, wie es sich geziemt hätte, ihm eine besondere Pflege angedeihen zu lassen. Wenn es seinen Vater erblick, fing es schon an zu weinen, deß ihm seine Stiefmutter gui war, ist sehr zu bezweifeln. Es hatte sich in Lumda das Dorfgespräch verbreitet, daß der Angeklagte das Kind ge von der Welt gehabt hätte, um in den Besitz des 2000 Wt. betragenden Vermögens zu gelangen. Beugen und der Sachverständige bekundeten, daß das Kind blutige Striemen und Wunden von Mißhandlungen herrührend an sich hati. Mit dem Antrag, das Kind in fremde Pflege zu gebt, fam die Behörde zu spät, da dasselbe am 14. Dezember v. J. infolge Enttiäftung starb. Das Gericht war der Ansich, daß die mangelnde Pflege und die Mißhandlungen geeign waren, den Tod des Kindes herbeizuführen, daß aber der Angeklagte den Tod verschuldet hätte, sei nicht erwiesen. Das Gericht erkannte auf 2 Jahre und 6 Monate- fängnis und beschloß die Verhaftung des Verurteilten. Gastwirt Friedrich Karl Schreiß von Friedberg wurde wegen Kuppelei zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Er hat aus Eigennuß einer größeren Anzahl von Personen geboten, indem er mehrere Gelegenheit zur Unzucht Prostituierte in seinem Hause beherbergte. 8um Schlusse wurde ein Urteil des Schöffengerichts Bad Nauheim bestätigt. Die Vorsteherin der Kinderpflegeanstalt Frau Sanitätsrat Dr. Müller und Oberschwester Johanna Balme waren von einer früheren Elevin, Fräulein Au 1- bach von Köln, wegen Beleidigung verklagt. Frau Müler wurde zu 100 Mt. Geldstrafe verurteilt, während die Oberschwester Palme freigesprochen wurde. Auf beiderseit ge Berufung fand eine längere Verhandlung statt, die zur 2- stätigung des erftrichterlichen Erkenntnisses führte.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den 14. März. Meift trüb, Temperatur nicht verändert, öfters Regen, im Norden stärkerer, im Süden geringerer. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14.
Es können eingestellt werden:
1 Wagner, 1 Tapezier und Polsterer, 1 Schreiner, 1 Bäder, 2 jüngere Schneider, 1 jüngerer Hausbursche, 12 Dienstmädchen, 2 Sauffrauen. Lehrlinge: 1 Wagner, 1 Mechaniker, 1 Bud binder, 2 Schreiner, 1 Lackierer, 1 Bäcker, 1 Schneide, 1 Schuhmacher, 2 Glaser, 1 Installateur, 1 Grabeur, 1 Kellner.
Es suchen Arbeit:
1 Waschfrau, 1 Glaser, Hausburschen, 1 Rau= mann, 1 Kellner, 1 Diener, Portier oder Kassierer, 1 Laufmädchen, 3 Lauffrauen, 3 Bureaugehilfen.
Berantwortlich: für die Politik und den Inseratenter. Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, bette in Gießen.


