Oefterreich- Ungarn
In Ungarn erwartet man den endgültigen Rüdfriti des Kabinets Tisza in den nächsten Tagen. Die liberale Partei will ein dringendes Ansuchen in diesem Sinne an die Regierung richten. Man glaubt allgemein, daß Baron Erwin Roszner, der Frühere Gouverneur von Fiume, der Nachfolger Tiszas in der Ministerpräsidentschaft wird.
Russland.
† Die innerpolitische Bewegung hält die Gemüter an. dauernd in Erregung. Die neuesten Beschlüsse des Dinisterkomitees wollen für die Bauern Erleichterunger. bringen. Für die Pacht von Kronländereien im Gesamtflächeninhalt von 90 millionen Dessälinen sollen vorteilhafte Bedingungen geschaffen werden. Aufschub bei Entrid.tung des Pachtzinses, gänzlicher Erlaß und billiger Ankauf sind die Hauptpunkte des ausgearbeiteten Entwurfs. Die überall unaufhörlich sich entwickelnden Unruhen sind ein Zeichen für die dauernd herrschende Spannung. In Moskau demolierten gegen 3000 Arbeiter, die der Polizei be der Festnahme berüchtigter Diebe Beistand leisteten, die unter dein Namen Kisselewfestung bekannte Verbrecherberberge, töteten einen Dieb durch Fußtritte und schleuderten einen 3) rei. ten durchs Fenster auf den Hof. Das ganze Haus wurde abgesucht und jeder Dieb hart mißhart. In einer Tirsorabteilung des Moskauer Bankhauses Tshamgarow wurden sechs einpfündige Bomben gefunden. Als Mieter der Abteilung ist ein Revolutionär verhaftet worden, bei dem die bis Mai gültige Mictsquittung gefunden wurde. Bei den Erzessen gegen die Juden in Shitomir wurden mehrere Christen und Juden getötet, viele Leute verwundet und eine Menge Eigentum zerstört. Vierzig Verhaftungen sind vorgenommen.
Türkei.
Zur Lage auf Kreta kommen beunruhigende Nachrichten. Die fremden Konsuln verlangen Truppenverstärkungen. Die Aufständischen wollen die Küstenzollämter besetzen. Ein Zollamt bei Rethymno ist bereits in ihren Händen. Ein englischer Kreuzer ist dahin abgegangen. Der Oberkommisjar Prinz Georg soll an die Schußmächte eine Vorstellung gerichtet haben, in welcher er es als unmöglich bezeichnet, ohne fortwährende Störungen und Zusammenstöße den gegen= wärtigen Zustand auf Kreta zu verlängern, und um die baldige endgültige Lösung der kretischen Frage im Sinne der Union mit Griechenland bittet. Auch im armenischen Gebiet regt es sich wieder. Mehrere Kämpfe zwischen Truppen und Aufständischen fanden statt, bei denen zwei türkische Offiziere fielen.
Hof und Gesellschaft.
Der Kaiser hat sich von Straßburg nach Mez be. geben. Unterwegs murde in Caargemünd Station gemacht, von wo der Kaiser dem Präsidenten des elsaß- lothringischen Landesausschusses, Herrn von Jaunez, auf Schloß Remelfingen einen Besuch abstattete. Von dort begab sich der Kaiser nach Meß, wo die Ankunft nachmittags erfolgte. Dorthin hatten sich auch der Statthalter Fürst zu Hohenlohe- Langenburg begeben.- Vor seiner Abreise empfing der Kaiser in Straßburg den Oberbürgermeister Kirschner und den Stadtbaurat Hoffmann aus Berlin, die die Pläne zum Empfang der Braut des deutschen Kronprinzen zur Genehmigung vorlegten.
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Stadtfreies Cijen te gaz: enigen Winuten crledigt. Allgemeines Interesse erregte erst die zweite Beratung des( von der Handels- und Gewerbefommission vorgeschlagenen Gesezentwurfs zur Verschärfung der Warenhaussteuer. Zentrum und Konservative hatten sich auf einige Abänderungen goeinigt, die nun auch, da die beiden Parteien zusammen über die Mehrheit im Hause verDa fügen, mitsamt dem Entwurf angenommen wurden. aber die Regierung nach wie vor sich jeder Aenderung des erst vor 4 Jahren erlassenen Warenhaussteuergesetes widersetzte, so werden die schönen Vorschläge Mafulaturwert behalten. Anders ging es dem nationalliberalen Vorschlag, eine Enquete über die Notlage des Mittelstandes abzuhalten und auch sonst von Staatswegen, z. B. durch Förderung der Einkaufsgenossenschaften, dem Mittelstand zu helfen. Die Regierung zwar hüllte sich in Schweigen, die Parteien aber waren alle einig in der Ueberzeugung, daß hier gute Anregungen geboten waren. Sie wurden einstimmig angenommen bezw. der zuständigen Kommission überwiesen. Die nächste Situng wurde auf übermorgen festgesetzt, da morgen die Berggesezkommission tagt
Die Anwesenheit des Prinzen Eitel Friedrich von Preußen in England wird mit Gerüchten von einer nahe bevorstehenden Verlobung des Prinzen mit einer englischen Prinzessin in Verbindung gebracht. Genannt werden die Prinzessinnen Viktoria und Margarete.
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Der König von Sachsen hat auch am bayerischen Hcfe seinen Besuch abgestattet. Im Residenzschlosse zu Mün den fand große Hoftafel statt, in deren Verlauf zwischen dem Prinzregenten Luitpold und dem König Friedrich August herzliche Trinksprüche gewechselt und besonders die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Häusern Wettin und Wittelsbach betont wurden. Der Prinzregent verlieh dem Könige das 15. bayerische Infanterie- Regiment. Der König ließ dem bayerischen Staatsminister von Podewils eine Vase aus Meißener Porzellan überreichen. den bayerischen Fürstlichkeiten konnte Prinz Ferdinand Ma ria an den Festlichkeiten nicht teilnehmen, da er sich durch einen Sturz vom Pferde eine leichte Gehirnerschütterung zu gezogen hatte, die indessen zu Bedenken keinerlei Veranlas sung bietet.
Deutfcher Reichstag.
( 183. Sigung.)
Von
CB Berlin, 11. Mai.
Nah und Fern.
Ein gefährliches Plauderstündchen hielten zwei Frauen in Burgdorf ab. Sie hatten sich zum Ort ihres freundschaftlichen Schwazes einen Bahnübergang ausgewählt, dessen Schranke bereits geschlossen war(!) und maren so in den Neuigkeitsaustausch vertieft, daß sie das Herannahen eines Schnellzuges gänzlich überhörten. Nutr dem schleunigen Gegendampfgeben des Zugführers war es zu danken, daß die beiden Klatschschwestern nicht überfahren wurden. Sie werden sich noch wegen Uebertretung zu verantworten haben.
+ Eine furchtbare Eisenbahnkatastrophe ereignete sich bei Harrisburg( Pennsylvanien). Ein Expreßzug der Pennsylvania Railroad stieß auf einen mit Dynamit beladenen Wagen. Etwa 50 Personen sollen bei der hierdurch verursachten Explosion getötet, etwa 100 Personen schwer verwundet worden sein.
* Schon wieder ein Tornado. Die Unglücksbotschaften bon verheerenden Wirbelstürmen, die in Amerika gewütet haben, wollen kein Ende nehmen. Jezt heißt es, daß die Stadt Snyder in Oklahoma zum großen Teil von einem Tornado zerstört worden ist. Wie verlautet, sind 500 Men. schen tot oder verlegt
§ Der neueste Ruhstrat- Prozeß gelangt vor dem Schwur Cericht in Bückeburg zur Verhandlung. Dort hat das Landgericht die Erhebung der Anflage des Meineids gegen den Kellner Meyer beschlossen.
§ Die Strafe für englische Raubfischerei. Der Kapitän Brydges von dem englischen Fischkutter, der fürzlich von einem deutschen Torpedoboot bei Helgoland aufgebracht und nach Wilhelmshaven bugsiert war, ist in Aurich von der Straffammer) 3ft drei Monaten Gefängnis verurteilt worden.
Eine Reihe von Wahlprüfungen, die heute auf der Tagesordnung standen und bei denen wichtige, teilweise namentliche Abstimmungen zu erwarten waren, hatte den Abgeordneten den Ansporn gegeben, sich in erheblich größerer Anzahl als gewöhnlich einzufinden. Das Haus war von Anfang an gut besetzt. Ehe aber der Gegenstand an die Reihe kam, wurde die erste Beratung des Gesetzentmurfs betreffend die Reichsgarantie für eine Bahn von Duala nach den Manengubabergen, die sogenannte a- Die Beratung ergab dieselbe merunbahn, erledigt. Stellung zu dieser Vorlage, die sie zu allen Kolonialfragen einnehmen. Die Rechte, das Zentrum, die Nationalliberalen und die freisinnige Vereinigung stimmten mit mehr oder weniger Freudigkeit grundsätzlich zu, und nur die freisinnige Volkspartei und die Sozialdemokratie verhielten sich) prinzipiell ablehnend. Bedenken in einzelnem machten allerdings auch die der Vorlage freundlich gegenüberstehenden Redner geltend. Um diese eingehend zu prüfen und Klarheit über alle in Betracht kommenden rechtlichen und finanziellen Verhältnisse zu schaffen, wurde der Entwurf an die Budgetkommission zur Vorberatung verwiesen. Dann ging es an die Wahlprüfungen, deren erste gleich eine recht lebhafte Debatte zeitigte. Es fanden sodann Wahlprüfungen statt, bei denen der Reichstag nach den Anträgen der Kommission die Gültigkeit der angefochtenen Wahler beschloß.
Preussischer Landtag.
Haus der Abgeordneten.
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ben we ce nach Peterburg wellergejdsleppt werden soll. Kuj dem Schiff findet sich eine interessante Zusammenstellung präparierter Seeliere, zwischen ihnen ein großer Walfisch. Weiter findet man Haie, den Seeteufel, Seewolf, einen gro Ben Seebären, Papageifische, Seepolypen, Seespinnen, See. ſterne usw.
=[ Ein Kuruczensäbel für Marschall Oyama.] Auf einen wunderlichen Einfall ist man in ungarischen Abgeordneten. freisen geraten. Man beabsichtigt, eine Expedition nach Japan auszurüsten. Diese soll, gleichwie im Jahre 1876, als die ungarische Jugend dem türkischen Feldherrn Abdul Ker. rim einen Ehrensäbel überreichte, nun dem Marschall Oyama einen Kuruczensäbel mit japanischer und ungarischer Inschrift überbringen. Die Expedition, zu deren Führer Graj Eugen Zichy ausersehen ist, soll am 3. Juli mit einem eng lischen Dampfer die Reise von Liverpool aus antreten.
Spiritus und Petroleum beim Feueranmachen zu ver. wenden, ist eine Unfitte, die trotz aller Warnungen immer noch nicht auszurotten ist. Das zeigt mit erschreckender Deutlichkeit die statistische Feststellung, daß in Deutschland im vorigen Jahre 200 Menschen beim Nachgießen von Spi ritus und Erdöl aus gewöhnlichen Kannen oder Flaschen in brennendes Feuer ihr Leben nach schrecklichen Leiden einge büßt haben. Die Tatsache bedeutet hauptsächlich für die Hausfrauen und Dienstboten immer wieder eine ernste Mah. nung zur Vorsicht. Ob sie aber etwas nüßen wird, das ist mehr als zweifelhaft.
RK Berlin, 11. Mai. ( 179. Sigung.) Die Vorlage über die Sekundärbahnvorlage ging verhältnismäßig rasch und ihrer Bedeutung entSprechend unbeachtet vorüber. Die Erweiterung des
Der Landwirt.
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ergano ledere
duften
ottergleich vor allem aber b reichte Fruchteis türfifchen" Son Gelegenheit fid effen, ift alfo für Wenden wir
Genüffen zu. Wir lassen fellfonftruftione höhen auf der der Berg- und reise machen, d in Lachtabine an den neuest Panoramen einer glutäugi felbft die Mor graufigen Bil Clou der Sc nicht und zaub So lang entsch Die Meßg die Meßpläge terhaltung die Stadt wird d felbft unfere b den„ Megonte
[ Ein Heidelberger Original] ist dieser Tage gestorben, der allen Studenten der Huperto- Carola vertraute Dienst monn Muck. Muck war ein trinkfester Mann, und wo er der Studentenschaft einen guten Dienst erweisen konnte, war er stets gern dabei. Er ließ sich photographieren, so oft und wie seine Kundschaft es verlangte, für Albums und Postkarten; er ließ sich von lustigen Kommilitonen im offenen Zweispän ner durch die Stadt fahren, auf dem Paukboden in der Hirschgasse leistete er hilfreiche Hand, mit Sack und Back be. gleitete er den Bruder Studio am Semesterschluß, wenn er wieder zu Muttern zog, an den Bahnhof, kurzum, er war eine Figur im Heidelberger Studentenleben, für die jedenfalls nicht leicht wieder vollwertiger Ersatz geschaffen werden
Zann.
mo. Drüsenkrankheit der Pferde zeigt sich häufig im Frühjahr und kann, wenn sie auch meistens einen leichten Verlauf nimmt, unter Umständen doch recht gefährlich werden. Diese Krankheit macht sich zunächst durch Husten der Pferde bemerkbar. Bald zeigt sich Ausfluß aus der Nase, welcher zunächst wässerig ist, nach und nach aber schleimig und eiterig wird. Nun befällt die Tiere Schwäche und Appetitlosigkeit. Dann schwellen die Drüsen im Kehlgange und in der Gegend des Kehlkopfes. Die angeschwollenen Drüsen gehen in Eiterung über, und beim Aufbrechen derselben entleert sich der Ansteckungsstoff. Erscheinen die Fälle leicht, so lasse man die erkrankten Pferde in mäßig warmen Stallimgen so lange stehen, bis sie wieder Freßlust zeigen. Man reiche ihnen aber anstatt falten Wassers lauvarme Kleientränke. Die angeschwollenen Stellen reibe man mit warmem Schweinefett ein. Pferde, die an Druse erkrankt sind und bereits Fieber haben, darf man aber ja nicht anstrengen, ja bei schlechtem Wetter nicht einmal anspannen. Ein bedenkliches Zeichen ist das Auftreten von erschwertem oder gar pfeifendem Atem; dann ziehe man schleunigst den Tierarzt zu Rate, der das Tier manchmal nur noch durch den Luftröhrenschnitt retten kann.
=
Vermischtes.
Der ungetreue Eisenbahner. Der Wagenrangierer Pr laschewski, der im Februar dieses Jahres bei der Station Saternberg Hindernisse auf die Schienen gelegt und dann den Schnellzug Hamburg- Köln gewarnt hatte, um auf diese Weise eine Belohnung sich zu gewinen, wurde vom Schwur gericht zu Essen a. R. zu achtzehn Monaten Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust verurteilt.
§ Das Gericht unter der Erde. Daß eine Straffammer tief unter der Erde eine Sigung abhält, Lürfte zu den Seltenheiten gehören. Im Bergwerk Aose war der Häuer Franz Kaul durch einen elektrischen Schlag getötet worden. Der Motorwärter Friese war angeklagt, durch ungenügende Beaufsichtigung der Kabelkammer den Tod verschuldet zu haben. Der Gerichtshof begab sich nach dem Bergwerk, alle Mitglieder legten Bergkleidung an und fuhren 360 Meter tief ein. Dort eröffnete der Vorsitzende dann die Verhand lung unter Tage", die mit Freisprechung des Angeklagten endete.
Aus dem Gerichtsfaal.
§ Massenverweigerung der Eidesableistung. In Kiew er eignete sich beim Bezirksgericht der Aufsehen erregende Fall daß 7 Geschworene, darunter 2 Professoren, ein Fabrifin spektor und ein Arzt aus religiösen Gründen sich weigerten den für die Geschworenen vorgeschriebenen Eid abzulegen Das Gericht erließ ihnen schließlich den Eid.
[ Der König auf der Elektrischen.] Bei der Anwesenheit des Königs von Sachsen in Wien fiel es dort allgemein auf, daß der König Friedrich August zu einer Fahrt durch die Stadt die Elektrische benüßte. Die Dresdener sind gewohnt, ihren König als Passagier der Straßenbahn zu sehen. Den gutbürgerlichen Gepflogenheiten des Prinzen, den man bald in Zivil, bald in Uniform zu Fuß durch die Straßen Dresdens schlendern, im großen Garten oder auf den Spazierwegen der Umgebung lustwandeln und dann zur Rückkehr schnell auf den nächsten Wagen der Elektrischen aufspringen sah, ist der König durchaus treu geblieben. Und überall beinahe, wo man den König sieht, da sicht man ihn begleitet von seinen drei Knaben. Es dürfte nur wenige bürgerliche Familien geben, in denen ein so intensiver Verfehr zwischen dem noch jugendlichen Vater und heranwachsenden Söhnen herrscht, wie zurzeit in der sächsischen Königsfamilie; freilich, die Kinder sind der Mutter beraubt und schließen sich daher doppelt eng an den Vater an, der einen großen Teil seiner freien Zeit ausschließlich ihnen widmet. Spaziergänge in der Dresdener Heide, Ausflüge mit Fußmärschen in die sächsische Schweiz, Einkehr in einem Restaurant und abendliche Heimfahrt, kurz, das ganze Vergnügungsprogramm einer Dresdener Bürgerfamilie wird auch fast allwöchentlich vom König mit seinen Söhnen absolviert.
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§ Wegen Totschlags wurde in der Revisionsinstanz der Bergmann Kosmecki in Bochum zu 15 Jahren Zuchthau und zehnjährigem Ehrverlust verurteilt. In der Vorinstam war Kosmecki wegen Mordes zum Tode verurteilt worden Er hatte den Bergmann Malecki, bei dem er zur Miete wohnte, erschlagen. Kosmecki behauptete, daß er von de Frau des Erschlagenen zum Totschlag angestiftet worden sei doch konnte nichts Belastendes gegen die Frau ermittel werden.
[ Ein Ausstellungsschiff] ist auf einer Reise durch die Hafenstädte der Ostsee und Nordsee in Danzig angelangt,
Leipziger Mess- Allerlei.
Und fein Bufal lich großen Birt fus Wulff- fi und Ausstattung In den Sin lebhafter ihr R einheimischen heruntergeruti Speisekarten Kurzum ist auf drei S gerade zur V mag das nic
( Von unserem ständigen Korrespondenten.) Was ist und wer ist Wurst? Der Leipziger Kaffee. Sonstige Leckerbissen. Erinnerungen an die Jugendzeit - Theater, Zirkus, Singspielhallen. Meßpreise in öffent lichen Lokalen. II.
Wenn sich Herz und Geist tun loben, will der Magen auch was haben, wie es in der bekannten volkstümlichen Sentenz heißt. Nun, an Gelegenheiten zur leiblichen Abung ist auf der Messe kein Mangel, wenn man sich nicht auf die Finessen der Saison versteift. Wurstfüchen gibt es, wie schon angedeutet, in Hülle und Fülle, und bergehod türmen sich in deren mehr oder weniger appetitlichen Aus. lagen die in allen Nuancen vom zartesten Rosa mit einem Stich ins Grünliche schillernden echten Sauerschen" und Wiener", die wie rotbraun lackiert aussehenden nicht min der echten Frankfurter". Und während der Gourmet vor Pennal oder des vierten Standes behaglich die Düfte in di Nase zieht, die aus den dampfenden Brühkesseln zum Himmel emporſteigen, steht der Tierfreund trauernd daneben und berechnet schaudernd, wieviel arme Rosinanten das Leben haben lassen müssen, um diese Wurstmassen zu erzeugen
Für die holden Vertreterinnen des ewig Weiblichen is nicht minder ausgiebig gesorgt in ungezählten Meß- Cafés unter luftigen Leinendächern mit ungehindertem Zutritt des Straßenstaubes, der sich denn auch in dicken Schichten auf den riesigen Kuchenvorräten ablagert. Dem gesunden Ma gen des richtigen Meßbesuchers macht das aber nichts, schnalzender Zunge fouend würgt er die dicken Kuchenstücke hinunter und schlürft sein Kännchen„ Heeßen", der ihm ein Göttertrank deucht, weil er vermutlich nur den Zucker schmeckt, mit dem man allerdings beim richtigen Leipziger Raffee nicht spart, während es auf die Anwesenheit des Aus zuges etlicher Kaffeebohnen weniger ankommt.
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Die Ver bigermeifter tommen zuerft J. B. Bfeiffe an feinem Ha genehmigt. an dem jezt der Blocftraf anbringen. S
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Ja, der Leipziger Kaffee! Das ist ein eigenes Kapite über das allein man Bände schreiben, die ganzen Klageliede Jeremia anstimmen könnte. Ich kenne in der ganzen Stad die Vororte eingerechnet, nur ein einziges Lokal, eine vo innen und außen ganz unansehnliche fleine Konditore deren Inhaber ein Schweizer ist, wo man einen wirkli guten Kaffee bekommt, und einige wenige von den größer Tafés, in denen ein halbwegs genießbarer Mokka" gebre wird, die Stadt Leipzig scheint sich wirklich andauernd bemühen, den zweifelhaften Ruhm des sächsischen Bliemch kaffees aufrecht zu erhalten. Mehr Bohnen, weniger Blie den wann werden sie es sich merken, die guten Leute, Küche und Café, die den braunen Tank der Labe brau und verabreichen? Was die lukullischen Genüsse der Messe betrifft, so si sie mit dem angeführten keineswegs erschöpft. Da gibt außer dem wie auf allen Jahrmärkten natürlich unverme lichen Zuckerfram, den Braunschweiger Pfeffernüssen, Halleschen Pflastersteinen und ähnlichen schönen Sod
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