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Wahl- Aufruf!
Die Wahlen zur Halberneuerung des Hessischen Landtages sind nahe gerückt. An alle Freisinnigen im Lande und alle, die mit ihnen die sunde freiheitliche Entwickelung unseres politischen Lebens erstreben, ergeht die ernste Mahnung zu besonderer Wachsamkeit und Arbeit gerade bei dieser Wa
Die direkte Wahl der Abgeordneten, die wir schon so lange Jahre erhofft haben, stößt leider immer noch auf Schwierigkeiten. Offene und heimli Gegner der Volksrechte haben wiederholt die Regierungsvorschläge auf Besserung des Wahlgesezes zum Scheitern gebracht. Den stärksten Widerstand erhebt erste Kammer, die es für nötig findet, die vermeintlichen Gefahren einer aus direkten Wahlen hervorgehenden Volkskammer durch Vermehrung der Rechte ersten Kammer zu überwinden.
Der Kampf gegen diese unheilvollen Widerstände kann wirksam nur geführt werden, wenn jeder Volksfreund mit uns einsteht für das direk allgemeine und gleiche Wahlrecht, frei von sogenannten Kautelen, die meistens nur der Abneigung gegen das freie Wahlrecht und dem M trauen gegen das Volk entspringen. Eine gerechte Wahlkreiseinteilung lediglich nach den Rücksichten des örtlichen Zusammenhangs und der Bevölkerungszi muß neben dem allgemeinen und direkten auch das gleiche Wahlrecht zur Wahrheit machen. Den Rechten der Volkskammer darf nichts vergeben werde die Ansprüche der ersten Kammer auf Verstärkung ihrer Rechte sind entschieden zurückzuweisen.
Ober
Neben dem Wahlgesetz wird ernste Arbeit erfordern die Gesetzgebung über die Gemeindesteuern. Bessere Regelung der Kreisumlagen, gered Verteilung der Gemeindeabgaben nach der Steuerkraft, nach Einkommen und Vermögen, mit Beachtung der besonderen Vorteile, die der Steuerpflichtige v der Entwickelung der Gemeinde hat, sollen nach Möglichkeit die Schwachen entlasten und den durch das unaushaltsame Anwachsen der Gemeindeaufgaben imme schwerer werdenden kommunalen Steuerdruck erträglicher gestalten. Die bevorstehende Verwaltungsgesetzgebung soll uns ein geordnetes und vereinfachtes Verfahren und den Ausbau der kommunalen Selbstverwaltung allen Instanzen bringen. Manche weiteren Aufgaben werden an den nächsten Landtag herantreten. Hierbei sind alle auf Hebung der Landwirtschaft, der Industrie, des Hande und Verkehrs gerichteten Bestrebungen zu fördern ohne kleinliche Bedenken, aber mit weiser Schonung der Steuerkraft des Landes. Zu allen Arbeiten im Dien des Volkes ist die starke und freiheitliche Besinnung mitzubringen, die auf verständige Vorschläge von Land und Regierung hört, ohne sich von dieser abhäng zu machen, und stets gewissenhaft beslissen ist, die Rechte und Interessen des Volkes zu wahren und zu stärken.
In diesem Sinne war seither die kleine aber wackere Schar unserer Parteigenossen im Landtage zu unserer dankbaren vollen Zufriedenheit bemüht, u wir erwarten in schwerer Zeit, die für die Volksvertretung ganze Männer erfordert, daß unser Ruf befolgt werde:
Wählt freisinnige Männer, wahrhaft liberal, mit starker Liebe zum Volke u starkem Pflichtgefühl für seine Freiheit und Wohlfahrt! Darmstadt, 2. November 1905.
Der Landesausschuss der freisinnigen der freisinnigen Partei in Hessen.
J. A.: Gallus, Justizrat.
Schillerfeier zu Giessen.
Bekanntmachung,
Drud und Verlag der
14. Bortfehung.)
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Ein Frostschauer gin
die Leseholznutung in den Waldungen der Sta Gießen betreffend, Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntn Im November 1859 wurde unter großer Beteiligung der gesamten Bürgerschaft auf dem Lutherberg daß nach einem Beschluß der Stadtverordneten- Versam die fich bemühten, das zum Andenken an den großen deutschen Dichter Schiller eine Eiche gepflanzt. Damit dieser Festakt und lung diejenigen Abteilungen der Waldungen der St auch die nun emporgewachsene Eiche nicht in Vergessenheit gerate, soll
am nächsten Sonntag, nachmittags 3 1hr
vor dieser Schillereiche ein Erinnerungsstein enthüllt werden.
Zu dieser Feier hat die Unterzeichnete das Arrangement übernommen und beehrt sich daher, die Bürgerschaft dazu höfl. einzuladen.
Die Vorstände und Fahnenabteilungen der Vereine, die sonstigen geladenen Gäste und die Musik werden gebeten von der Licherstraße aus zur Schillereiche sich zu begeben, alle anderen Festteilnehmer wollen vom alten Schiffenbergerweg aus zugehen.
Die Gießener Turnerschaft.
Cirkus Otto Mark.
Giessen, Oswaldsgarten.
Täglich 8 Uhr abends: Grosse Vorstellung.
Samstag, den 11. Nov., nachmittags 4 Uhr findet eine
Stadt- Cheater
Giessen. Hermann
Gießen, in welchen Holzfällungen stattfinden, bis 15. April f. Js. von der Leseholznuzung ausgeschlo find.
zweimal das Schwefe und sie hatte ja scho einer schweren Krant Einbildungen und un
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Diejenigen Personen, welche entgegen dieser ftimmung beim Holzauflesen in den erwähnten W bezirken betroffen werden, haben Bestrafung auf Gruerfannte ja mit voller des Forststrafgesetzes zu erwarten.
Gießen, den 7. November 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum.
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Ermäßigte Preise. Schüler zahlen zu dieser Vorstellung: Sonntag, den 12. November find das beste Erwerbsmittel. Auch
Num. Sperrfit 50 Pfg, Sperrfiz 40 Pfg., 1 Plaz 30 Pfg., 2. Platz 20 Pfg. Gallerie 10 Pfg. Erwachsene zahlen auf allen Plähen halbe Abendpreise. Diese Vorstellung enthält ein ebenso reichhaltiges Programm wie eine jede Abend- Vorstellung.
Abends 8 Uhr: Gala- Vorstellung.( Volle Preise.) Es labet ergebenst ein
Otto Mark, Direktor u. Eigentümer. Der Zirkus ift vor allem lawetter geschützt und geheizt.
Sonntags- Verein für Mädchen.
Die Vereinigung junger Mädchen am Sonntag soll für das Winterhalbjahr am nächsten Sonntag, den 12. November wieder ihren Anfang nehmen.
Die Bereinigung findet statt an jedem Sonntag zwischen 2 und 7 Uhr nachmittags im Saale der Kleinkinderschule, Dienstraße 15; die Mädchen können zu jeder Zeit kommen und gehen. Bon 4 bis 5 Uhr findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, Ansprache, Vorträgen.
Gute, unterhaltende Bücher und Spiele find in großer Zahl vorhanden.
Eröffnungsfeier
am Sonntag, den 12. November d. I., nachmittags 4 Uhr. Wir laden die Mädchen zu zahlreicher Beteiligung ein und bitten Eltern, Herrschaften und Geschäftsinhaber, ihre Mädchen auf den Sonntagsve: ein hinweisen und ihnen die Teilnahme gestatten zu wollen.
Gießen, den 8. November 1905.
Für den Vorstand: Dr. Naumann, Kirchenrat.
NAUMANNIA- SEIFE
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5. Sonntag= Abonnements Vorstellung.
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