"
Soziales Leben.
X Verband deutscher Arbeitsnachweise. Der Verband eröffnete gestern seine vierte Jahresversammlung in Wiesbaden. Der Leiter des Arbeitsnachweises in Straßburg, Beigeordneter Dominicus, behandelte das wichtigste Thema der Tagung: Die Arbeitsnachweise und die interlo! cle Vermittlung." Der Berichterstatter trat für den Erlag eines Reichsgesetzes ein, das allen Gemeinden mit über 5000 Einwohnern die Errichtung von gebührenfreien Arbeitsnachweisen auferlegt. Diese sind stufenweise in Verbänden zu organifieren und unter Aufsicht eines Reichsamts zu stellen.
× Die Petition der Bergarbeiter. Die Eingabe, die von den Bergarbeitern im Ruhrrevier wegen der NichtBeachtung der Bestimmungen der neuen Vorgese novelle an den Rei kanzler Grafen Bülow gerichtet war, hat er der Siebener- Kommission der Bergarbeiter mi dan preußischen Handelsminister weitergegeben.
wie
( 127
Der österreichische Eisenbahn- Streik. ( Eig. Bericht.) Prag, 9. November.
an.
Das Verkehrswesen der österreichischen Monarchie leidet unter einer schweren Kalamität, deren Ende noch garnicht abzusehen ist. Die Arbeitsverweigerung der böhmischen Bahnarbeiter hat ansteckend auf andere Bezirke gewirkt. Auch die in besseren Stellungen befindlichen Angestellten zeigen Lust, sich der Bewegung anzuschließen. Die in unserer Moldaustadt wohnenden Lokomotivführer beschlossen, sich mit den Wagenschiebern solidarisch zu erklären. Die Direktionsbezirke Salzburg, Innsbruck, Wien können ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen. Die aus Linz fälligen Züge nach Ungarn kommen mit tage-, die Personenzüge mit mehrder stündiger Verspätung Die Hauptfnotenpunkte böhmischen Nordbahn, der Nordwestbahn, der südnorddeutschen Verbindungsbahn sind völlig lahmgelegt. Alle Industrieorte im Kladnoer Kohlenrevier sind durch Zugstauungen blockiert, ebenso das Zuckerfabrikengebiet in Svolenovec. Die böhmische Nordbahn über Prag ruht vollständig, Privat- und Staatsbahnen leiden gleichmäßig. Dabei drohen auch die Magazinbeamten, sich der Arbeitseinstellung anzuschließen, sodaß schon jetzt ungeheure Ansammlungen von Stückgütern an den preußisch schlesischen und den sächsischen Grenzstatiouen entstanden sind. In industriellen Kreisen hegt man lebhafte Furcht, daß die deutschen Absatzgebiete für Kohlen und Zucker on Konfurienten vom Balkan und aus der Schweiz bei längerem Andauern der Obstruktion verloren gehen könnten. es handelt sich ja nicht um Obstruktion? Freilich eine absolute Niederlegung der Arbeit, sondern um die teilweise Verweigerung der bisher üblichen Leistung. Man hat hierzulande den schönen Namen der, passiven Resistenz" dafür gefunden. Das für die Bahnen geltende Betriebsreglement ist uralt und zurückgeblieben, entspricht in keiner Weise mehr den beutigen Anforderungen. Angesichts der umstürzenden Neuerungen der letzten Jahre im Eisenbahnbetrieb, der gewaltigen Vermehrung des Güter und Personenverkehrs hatte die Arbeiterschaft im Einverständnis mit den Beamten sich eine Arbeitsweise zurecht gelegt, mit der man ganz gut austam, die aber nirgendwo auf dem Papier stand. Jetzt sind die Arbeiter auf einen Gedanken gekommen, der eigentlich garnicht so fern liegt. Bewilligt man ihnen ihre Forderungen in anderer Beziehung nicht, so kehrt man einfach zu der vor 20 Jahren geltenden Ordnung zurück und hält sich streng an deren Vorschriften. Eine neue Ordnung eristiert nicht, folglich handelt man ganz geschmäßig. Logisch ist das, aber die Eisenbahnen werden zum Stillstand verurteilt, das ganze Land in eine fürchterliche Situation gebracht. Den direkten Anstoß zu der passiven Resistenz" gab das böhmische Rangierpersonal, das wegen der Teuerung auf allen Gebieten der Lebensführung eine zwanzigprozentige Lohnerhöhung verlangte. Diese wurde verweigert und ohne langes Besinnen begann der Widerstund gegen die Notwendigkeiten des Dienstes. In die Erregung fiel die Frage des allgemeinen Wahlrechts und brachte neuen Zündstoff, ließ die örtliche Erscheinung zu einem die ganze Monarchie bedrohenden Uebelstand anschwellen. Die Furcht vor einem Generalstreit der gesamten Eisenbahnbedicusteten ist nicht ohne berechtigte Grundlage.
-
-
Die fomische Seite bei der Sache ist jedenfalls die, daß die unbotmäßigen Bahnleute sich bei ihrem Vorgehen auf die bestehenden Vorschriften stüßen, während die vorgesetzten Behörden als Beweismittel nur die praktischen Bedürfnisse anführen können. KonservaUmgedrehte Welt. i tiver Beharrungstrot wenn auch nur gefünftelter und innerlich unwahr bei den Streifenden, radikales Zweckmäßigkeitsverlangen ohne Rechtstitel auf der anderen Seite. Das Eisenbahnministerium vertritt die Anschauung, die geübte Resistenz und das Beharren bei den alten, aber immerhin nicht aufgehobenen Vorschriften sei mit einem Streik identisch und ein Grund zur sofortigen Entlassung. Die Arbeiter stehen auf dem Standpunkt, sie könnten nicht zur Verantwortung gezogen werden, da sie sich lediglich streng an die Verfügungen halte::.
Die ganze Erscheinung ist abermals ein Bemeis dafür, wie sehr man in Desterreich an den maßgebenden Stellen die Dinge hat gehen lassen, wie wenig Anpassung an den Geist einer neuen Zeit gefunden worden ist. Neue Vorschriften, die dem modernen Verkehrswesen entsprechen, find unbedingt notwendig. Ob man allerdings jetzt, wo die Katastrophe unmittelbar bevorsteht, mit überstürzter Gesezmacherei die üblen Folgen abwenden kann, ist eine andere Frage. Es hat allemal als ein törichtes Beginnen gegolten, den Brunnen zuzudecken, wenn das Kind bereits ertrunken
war.
17 Nab und fern.
† Selbstmord eines Künstlers. Der Kunstmaler Emil Brack in München, ein sehr talentvoller, geschäzter Künstler, hat sich in einem Anfall von Schwermut vergiftet. Br. war von Geburt taubstumm, hatte aber Sprache und Gehör erlangt. Er war nur 40 Jahre alt und lebte in glänzenden Verhältnissen.
† Eine Brauerei niedergebrannt. Die Rheinische Brauerei in Mainz wurde von einem großen Brande heimgesucht, der die Wirtschaftsgebäude vernichtete und mehrere andere beschädigte. Das Feuer entstand gegen Morgen, seine Ursache ist nicht aufgeklärt.
† Mord eines Geizhalfes. In Gelsenkirchen wurde ber Händler Fick, ein unverheirateter, als geiziger Sonderling bekannter Mann ermordet. Die Tat ist mit einem Beile verübt worden, das neben der schrecklich zugerichteten Leiche lag. F. vfleate in seinem Lagerraum, einen dumpfigen,
schmutzigen Winkel, zu übernachten und ist hier von dem| Mörder, der sich jedenfalls vorher eingeschlichen hatte, niedergestreckt worden. Wahrscheinlich liegt Raubmord vor. Bei dem Händler verkehrten viel zweifelhafte Gesellen, unter denen auch der Täter zu suchen sein dürfte.
† Die ganze Ernte verbrannt. Durch ein gewaltiges Schadenfeuer, das auf dem Gute des Landwirts Strauß in Grabendorf bei Eschwege ausbrach, wurden fast sämtliche Gebäude des Gutes sowie benachbarter Höfe vernichtet. Das sehr schnell um sich greifende Feuer zerstörte die ganze Ernte an Getreide und Tabak und griff auch auf den benachbarten Wald über. Leider ist der Schaden nur zum Teil durch Verficherung gedeckt.
† Die tötliche Erbschaft. Ein als Trunkenbold be= fannter Arbeiter in Riydorf bei Berlin hatte von einem Onkel eine Summe geerbt. Aus Freude über diese Nachricht betrank sich der glückliche Erbe derart, daß er in der Nacht von Säuferwahnsinu befallen wurde und nach einigen Stunden starb.
+ Unglück auf See. Im großen Belt" strandete der Schoner Arel und ging unter, ehe Hilfe gebracht werden konnte. Die Schiffsbesatzung wird vermißt, wahrscheinlich sind sämtliche Leute des Schoners ertrunken.
+ Schluß der Weltausstellung Lüttich. Die Weltausstellung in Lüttich ist mit einem Festakt, Fackelzug und Feuerwerk geschlossen worden. Ueber 7 Millionen Menschen haben die Ausstellung, die den Beteiligten größtenteils gute Erfolge gebracht hat, besucht. Besonders darf die deutsche Abteilung mit dem Ergebnis zufrieden sein.
† Blutiger Kampf mit Räubern. In dem ungarischen Drte Debreczyn überfiel eine aus 6 Personen bestehende Räuberbande e Wohnung eines Bürgers, namens Kovacs, tötete diesen un verwundete einen zu Hilfe eilenden Nachbarn schwer. Troz verzweifelter Gegenwahr der Hausbewohner erbrachen die Räuber alle Räume, plünderten, was sie erreichen konnten und entfamen in der Nacht, als mehrere der Nachbarn bewaffnet herbeieilien. Man vermutet, daß eine Bande wandernder Zigeuner, die schon mehrere Einbrüche verübt hat, auch hier im Spiele ist.
† Sturmverheerungen. Auf der japanischen Insel Dschima und deren Nachbarinseln richtete ein Taifun, einer jener schrecklichen Stürme der ostasiatischen Zone, ungehcure Verwüstungen an. Tausende von Wohnhäusern sind zerstört, Schiffe gestrandet und das Land auf Hunderte von Meilen verheert.
† Jm Kampf mit einem Wilddieb. Jm Dedenburger Komitat war ein Waldhüter in Begleitung seiner Braut auf dem Gang durch den Wald begriffen. Er traf auf einen he kannten Wilddieb, einen taubstummen Menschen. Dieser legte sofort auf den Jäger an und verlegte ihn fütlich. Troßdem gab auch der Jäger noch einen Schuß ab, der den Wilddieb ins Herz traf. Dieser war auf der Stelle tot, der Jäger gab einige Minuten später den Geist auf.
† Kyrill und Melitta. Der Großfürst Kyrill und seine Gemahlin, die geschiedene Großherzogin von Hessen, befinden sich zur Zeit auf der Hochzeitsreise. Natürlich findet sie im Automobil statt. Es handelt sich um eine Dauerfahrt durch Frankreich. Trotzdem die Ehe des Großfürsten in Rußland als nicht geschehen betrachtet wird, bedient sich seine Gemahlin des Namens und Titels einer Großfürstin von Rußland", sowie des Prädikats Kaiserliche Hoheit".
Kunft und Wissenschaft.
PS. Neue Anwendung der drahtlosen Telegraphie. Der spanische Ingenieur Quevedo hat einen Apparat erfunden, mit dem, auf dem Prinzip der drahtlosen Telegraphie, Schiffe und Luftballons vom Lande aus gelenkt werden fönnen. Die spanische Regierung, die den Erfinder durch Gewährung beträchtlicher Geldmittel unterstützt, ist von den angestellten Versuchen sehr befriedigt und auch die vor der Deffentlichkeit abgehaltene Probe fiel zufriedenstellend aus. Wenn sich die Erfindung bewährt. würde sie sowohl für private wie Armeezwecke einer ungesyrten Fortschritt bedeuten.
MO. Neuer Rusischer Kalender. Rußland scheint nach wiederholten vergeblichen Versuchen endlich auch seinen Kalender dem zivilisirten Europa anpassen zu wollen. Die russiche Akademie der Wissenschaften wird sich noch im Raufe dieses Monats mit der Frage der Einführung des neuen Kalenders beschäftigen. Beabsichtigt wird eine Kürzung des Monats Februar 1906, der nur 15 Tage haben soll, damit Rußland Europa einholt. Es wäre wirklich an der Zeit, daß neue Aera an= in Rußland auch im Kalenderwesen eine bricht.
=
Vermischtes.
7
Trübe Aussichten für den Sprottenfang. Der Sprottenfang in der Nordsee an der Elbmündung, der schon seit 3 Jahren daniederliegt, scheint auch in diesem Herbst teine Auffefferung erfahren zu sollen. Die Sprottenzüge, deren Eintreffen in der Nordsee jezt hätte erfolgen müssen, find ausgeblieben, sodaß die Fischer wiederum große Verluste erleiden. Nach dem günstigeren Ergebnis des Sommerfanges hatte man auch für den Herbst auf bessere Fangresultate ge= hofft; bisher sind aber die zum Sprottenfang ausgesandten Fahrzeuge ohne jeden Fang wiedergekehrt, die Aussichten für die Sprottenfischer also wenig günstig.
=
Schlafzimmer im Hochgebirge. Auf der Spize oes Montblanc ist nunmehr ein Schlafzimmer für Touristen eingerichtet worden, an dessen Herstellung seit 2 Jahren ge= arbeitet wurde. Das Zimmer besitzt nur ein Bett, das aber für 22 Personen ausreichen soll. Da die Arbeit im Hochgebirge naturgemäß eine äußerst schwierige war und alles Material zum Bau vom Fuße des Montblanc, von Chamounix aus, heraufgetragen werden mußte, ist dieses Schlafzinimer trog seiner einfachen Ausstattung wohl das teuerste, das in Europa existiert.
=
„ Šie sucht einen ehrlichen Rechtsanwalt." Eine sehr fritisch veranlagte Dame veröffentlicht in einem süddeutschen Blatt folgende merkwürdige Anzeige:„ Ich suche einen Rechtsanwalt, der mich nicht für einen Narren hält, der meinen Prozeß nicht verschleppt, der nicht ruhig zusieht, wie sein Kollege arbeitet, um mich um das zu bringen, was mir gehört bei Gott und Gesetz, der seine Stelle nicht dazu benüßt, um mir die paar Federn herauszurupfen, welche sein Kollege nicht rupfen konnte, einen mit vornehmer Gesinnung Veronika Hillingmaier. und ehrlichem Charakter. stadt." Das Gericht, das mit Frau Veronika zu tun bekommt, fann sich jedenfalls freuen!
=
Furchtbare Folgen eines Studentenstreiches. Studenten der Universität in M. Vernon( Ohio) hatten in Ausübung eines sehr verbreiteten Studentenulkes, des Fuchs= prellens, einen Kommilitonen, den Sohn des Fabrikanten Stuart aus Cincinnati, auf den Eisenbahnschienen festgebunden Als kurz darauf ein Sonderzug die Stecke befuhr, fonnten die Studenten den jungen Stuart nicht rechtzeitig los binden, und dieser wurde vom Zuge zermalmi. Auf den amerikanischen Universitäten herrschen viele solcher Unsitten, mußten, z. B. Prügeleien um den Schlüssel, blutige Faustfämpfe ujia Während
Coka
An der Landesuniverfit tbildungskurse für V bisher selbst bezahlen brerfreifen if ist a Erfuchen gerichtet worden
unter deren Folgen junge Füchse schon oft zeitlebens leiden ftlig werden, daß diefe fo
=====
Gine Jusel im Meer verschwunden.
ichel wird fich demnäc
rantworten haben. Auf
eines furchtbaren Stinues in der Südsee wurde die Jujei mernfalender" erschienen
in Reinheim Privatle
Movember anberaumt.
Mille von den Wellen verschlungen, wobei fast 200 Menschen umfamen. Augenzeugen berichten, daß eine gewaltige Woge Bäume, Messen fortriß. Die Insel steht jetzt drei Meter unter Wasser Auf der Insel befand sich eine englische Handelsstation, beren Berioalter sich durch Schwimmen retten fonnte. Er war beinahe einen vollen Tag auf dem Wasser.
über die Je schlug und alles darauf Befindliche, Häuser lungstermin vor dem
** Der Bischof vo ambidaturen! Aus Ma einer überwiegend tath
Die Katastrophe erfolgte so plößlich, daß von den Bewohnern tatlenburg hatte man bi
der gefährdeten Insel niemand die Gefahr erkannte.
=
Für 6 Millionen Mark Tee. Eine Teeladung von über 1 Millionen Kilogramm wurde dieser Tage von China
Balteredner befannten fathol anigen Jahren Raplan an
an ift, als Randidaten
nach England gebracht. Die auf einen Dampfer beförderte fustellen. Eine Deputatio
Ladung ist die größte, die bisher versandt wurde und hat einen Wert von 6 Millionen Mart, worauf 2 Millionen Mark Zoll ruhen. England nimmt unter den teeverbrauchen den Ländern die erste Stelle ein; erst mit einem großen Abstande erscheint im Verbrauch nach ihm Rußland, das aber seinen Bedarf meist im Karawanenwege über Persien bezieht; in Deutschland ist der Teeverbrauch ein verhältnismäßig geringer.
Hus dem Gerichtssaal.
auch der Bürgermeifter cuf zu dem Bischof Dr er die Randidatur des if empfing die Deputatio Anfinnen vernommen, er alee genug zu tun habe ge befümmere, man möge afen und sich einen anderer rassuchen. In der fro at des Bischofs befolgt
Verhandlung wurde in Ostrowo der Wirt Josef Walizak aus § Todesurteil über einen Mörder. Nach elftägiger vidiert nunmehr der S Granz zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrens rechte verurteilt. Er hatte den in seinem Hauſe bediensteten Thomas Filipiak ermordet. Die ebenfalls angeklagte Ehefrau Walczak wurde freigesprochen.
§ Späte Sühne. Vor mehr als 11 Jahren war der Rentier Cramm aus Hamburg, ein sehr reicher, 65jähriger Mann, der sich besuchshalber bei den Eheleuten Schelhaas in Pasing( bei München) aufhielt, plößlich verschwunden.
Wäschefragen.
** An der Schille ittelungen folgende no e Eige mit pflanzen hel Direttor des Gau
Christian Frutig Rihl Beißbindermeister S Damals noch junge Turne ausgezogen und find Be irl die damalige Zeitftröm Die Jubilare- mit Ehre eren am Sonntag mit banken und sich ins Ged untlet Nacht im Fadelf roe, mit den Jahren de it helfen, daß er nicht Colten aber hie oder da muals leben, so wolle m Borisißenden der Gießener T bem, zukommen laffen.
Att. Stadttheater der luftige neue Sch fe" bon Herm. Hausl
( Von unserer ständigen Korrespor dentin.) Die Lebensführung in Deutschland verfeinert sich von Jahr zu Jahr mit der steigenden Kultur. Man legt mehr Wert auf die Ausstattungen der Wohnräume, man bemüht sich, auch den äußeren Menschen so sorgfältig als möglich zu präsentieren. Die deutsche Frau schenkte zweifellos, wie das schon aus Sagen und Märchen hervorgeht, der Wäsche, ihrer Instandhaltung, ihrer sauberen Einordnung in den Wäscheschrank sehr viel Aufmertsanteit. Dagegen hat erst die neuere Zeit sich mit dem Lurus der Unterkleider beschäftigt. Die Wäsche fann ja auch viel reicher ausgestattet werden, weil man nicht mehr solche teueren Stoffe dafür verwendet. Die Ausstattung einer Braut aus bemitteltem Hauseter. Male in Szene. Der war ehedem als vollständig aus reinem Leinen gefertigt. Jetzt dagegen bedient man sich mehr der Baumwolle. Madopolan, Hemdentuch find Gewebe, die in Betracht kommen. Man kann diese Stoffe deshalb mit gutem Gewissen verarbeiten, weil ihre Fabrikation von wesentlich neueren Gesichtspunkten betrieben wird, so daß es gelingt, äußerst feine und haltbare Gespinste herauszubringen. Neben diesen Stoffen wird für Leibwäsche, wenn sie besonders elegant sein soll, Batist verwendet. Freilich gibt es immer noch Leute, die in einem Bett, das nicht durchweg mit Leinen bezogen ist, nicht schlafen können. Und man ist wegen der fühlenden Eigenschaft, die dem Leinen zugesprochen werden muß, auch jetzt noch dabei geblieben, die Bettlaken aus Leinewand herzufammers vollständig fer stellen. Die Bettlaken werden für die neuen großen Bettungen an beiden S gestelle ziemlich lang und breit gebraucht. Sehr häufig wird dan diese Arbeiten auf ihr Saum mit einer Hohlnayt versehen. Wer die moderne guff genommen. Die le Aufmachung des Bettes liebt, die an Stelle der Federbetten und für den 1,80 Decken ſetzt, schmückt ſehr häufig die Laken an ihren Längs- heig wird zunächst ein
seiten mit breiten von Spizen umsäumten Volants.
Repertoire größter Büh beid dadurch erhalten, daß antlich ein beliebtes auf&- die Regie p illatmeisterin Frl. Oldin tanzen wird.
a. Krofdorf, 9. Novem ersehnten neuen Stra defen Tagen zu Ende hessischem Gebiet geleg
terial geschaffen und dar
Den fleißigen Frauenhänden iſt iezt aünſtige, guttagen.ſſand oder Kohlenschlack
heit geworden, zur Ausstattung ihrer Wäsche beizutragen. Jede Art der Technik in der feinen Stickerei wird wieder
Aus dem Kreise We
lebendig gemacht. Vor allem ist es die englische Lochſtickerei, lung, Un sämtliche die Arbeit unserer Großmütter, welche die neueste Mode dar delar ist die Weisung stellt. Bei dem geraden Schnitt der Hemden, die oben ziemilft zu Gehöft zu ermit lich so weit sind wie unten, genügt es für den Halsausschnitt bare Schweine und wieb gerade Streifen dieser Weißstickerei anzufertigen, um eine Beit vorhanden sind. hübsche und dabei braktische Hemdenpasse hervorzuzaubern. me die Zahl derjenigen
Zwei andere gerade Streifen dienen als Aermel. Den modernen la Hemden fehlen, wie man sieht, oftmals die an
Januar 1906 flacht
geschnitteren Aermel. Fr praktische Hemden wird man fiere, die für die eigene aber faum entbehen können. Für Nachthemden, Nachtjacken, in beiden Fällen w Kniebeinkleider eignet sich die Mullstickerei mit dicken, weißen erweisung der Landw Volants verarbeiten. Diese Stickereien sind selbstverständlich gegen die herrscher Man kann diesen Stoff gut zu zur Beantwortung
Punkten ausgezeichnet.
überall fertig zu faufen. Die Wäschestücke, die in den Läden zur Schau liegen, sind meistens mit Balenciennes spitzen verziert. Der Sattel besteht aus fleinen Spizenein
tliche Gemeinden des
Nieder- Ofleider
sägen, an die sich zum Abschluß eine schmale Spitze legt. Jahre her, daß unser Die Einfäße sind mit Seidenbändchen durchzogen. So hübsch glichen Kreisamt A diese Bändchen auch aussehen, sollten sie für eine praktische ditet wurde und seitde Wäscheausstattung nicht in Benußung treten. Das Einziehen paltung steht. Er h der Bänder macht einer vielbeschäftigten Hausfrau Unbequem und gewissenhaft b
lichkeiten.
Praktische Wäsche sollte im allgemeinen mehr mit
ge es dem Jubilar
Stickereien als mit Spize besetzt sein! Die Languette ist ein noch viele Jahre in Schmuck, der immer sein Aussehen bewahrt. Dagegen ist die gangebrachte Liebe un so beliebte Hohlnaht immer eine heifle Verzierung. Man ihm der Lohn sein fi
lann es namentlich an den mit ihr versehenen Taschentüchern Gemeinde. beobachten, wie schnell sie reißen. Der weiße gestickte Rod
gehört nur im Sommer auf die Straße. Es giebt nichts dahier hat ein Schwei
häßlicheres als unter den gerafften Kleidern weiße Spigen schimmern zu sehen, die mit dem Straßenschmuz in Be rührung tamen. Ea stehen unter den Wollstoffen so leicht Gewebe wie Wollatlas zur Auswahl, daß man nicht z Emma Reichen.
telung zu Mainz mit
*
lebende Ferkel warf.
Alsfeld, 9. November
dem weißen Rod zu greifen braucht, wenn die gur schlants hier fand Dienstag:
und vorteilhaft erscheinen soll. Hall
ung des Wintertur le fatt, der auch der at Dr. Melior, bein ft. Btg im ganzen 38


