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Giessen.

Dir.: Hermann Steinga

Nr. 265.

Jasertionspreis: Die einspaltige Beritzeile für ganz Ober­been, die Kretse Wetzlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Bfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

Rebaftion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschinh Nr. 362.

Freitag, den 10. November 1905

Gießener

14. Jahrgang

Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an ellex Werktagen nachmittags.

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Neuelle Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeitung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen.

Eigene Kraft und Staatshilfe.

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Nichts.

Was ist der dritte Stand? Was sollte er sein? Alles Einer der Väter der ersten französischen Revolution hat dieses Wort geprägt, das den Titel einer Flugschrift bildete und zum geflügelten Wort geworden ist.

Ueber hundertundfünfzehn Jahre sind seitdem vergangen. In dieser Zeit ist der dritte Stand zum Mittelstand und wirk­Hich, wenn schon nicht alles, so doch beinahe alles geworden. Denn zum Mittelstand gehören wir ungefähr alle. Die Schicht der oberen Stände ist dünn, sehr dünn, und nach unten greift der Mittelstand tief, sehr tief. Daraus erklärt fich auch, daß weitaus die größte Zahl aller Klagen und Be­schwerden Mittelstandsklagen und Mittelstandsbeschwerden sind, und daß diese Klagen und Beschwerden in ihrer Mehrheit fich gegen Schichten wenden, die außerhalb des Mittelstandes fich befinden, sondern Klagen und Beschwerden sind, die ein Teil des Mittelstandes gegen den anderen Teil richtet. Wir sind in einer lebendigen und starken Entwickelung begriffen, wir, der Mittelstand, mehr als jeder andere Stand. In der Natur der Entwickelungsbewegung aber liegt es, daß sie Störungen mit sich bringt, Störungen der Gewohnheit und damit Störungen des Behagens. Auch kann der Fortschritt nicht in allen Punkten und für jeden Einzelnen gleichmäßig sein. Der eine überholt den andern, und der Ueberholte hat den peinlichen Eindruck, daß er zurückgegangen sei. Da bedarf es dann gar keiner Demagogie, um die Meinung hervorzu­rufen und zu verbreiten die fortschreitende Entwickelung selbst befinde fich auf einem falschen Wege, habe eine verderbliche Richtung eingeschlagen, und alles Unheil sei abgewendet, wenn man die Entwickelung überhaupt hemme, womöglich zu rückdränge.

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Heute wird sich faum jemand finden der die Maschinen zerstören wollte, weil sie den Menschen die Arbeits- und damit die Verdienstgelegenheit nehmen. Denn heute weiß jedermann, daß wir der Maschine eine starke Erlösung der Lebensführung für uns alle verdanken, daß sie nicht die Arbeitsgelegenheit vermindert, sondern den Arbeitsertrag vers mehrt. Für die armen Weber freilich um ein Beispiel aufzuführen war es zunächst ein geringer Trost, daß Strümpfe und Leinenwaren billiger, viel billiger und dadurch für viele erreichbarer wurden und ein Lurusartikel zu sein aufhörten. Ihr färgliches Brot wurde einstweilen noch färg­licher, und ihr Kampf gegen die Maschine war aussichtslos. Bei allem herzlichen Mitgefühl für die Weber wird heute niemand für die Zerstörung der Webemaschinen eintreten oder den Wunsch hegen, es möchte seiner Zeit der Zerstörungs­versuch gelungen sein Es ist noch nicht lange her, daß die Sezer in ähnlicher Weise gegen die Setzmaschinen zu Felde zogen und ihre Einführung durch Streiks hindern wollten. Die Sezer find schnell davon abgekommen; sie haben schnell ertannt, daß der Fortschritt ihres Gewerbes ihr eigener Fort­schritt ist. Gewiß hat die fabrikmäßige Herstellung von Ges brauchsgegenständen den einzelnen Handwerker und sogar das Handwerk überhaupt in Bedrängnis gebracht. Das ist bes dauerlich; aber die unerfreuliche Begleiterscheinung darf uns nicht die Erkenntnis verschließen, daß die Ausdehnung der Fabrikation für uns alle einen Fortschritt darstellt, an dessen Segnungen wir uns nur zu schnell gewöhnt haben, um sie noch als solche zu empfinden. Das Handwerk ist vielfach zur Fabrikation geworden, und wo das nicht geschehen ist, da hat es sich nach zwei auseinandergehenden Richtungen teilen müssen. In der einen Richtung hob es sich zum Kunsthand­wert, das einem besseren Geschmack diente, individuelle An­prüche befriedigie; in der anderen Richtung mußte es sich begnügen, Reparaturhandwerk zu werden. Ohne Frage haben um wieder ein Beispiel anzuführen die großen Uhren­fabriken dem Uhrmacher viel Boden genommen. Sie haben aber die gutgehende Uhr billig und darum fast für jeder­mann erlangbar gemacht. Wer wollte dieser Entwicklung den Beifall versagen oder sie aufhalten oder gar zurück­Schrauben? Freilich ist der gewerbliche Fortschritt mit Störungen verbunden, die den einzelnen recht hart treffen önnen. Aber es ist ein verhängnisvoller Irrtum, wenn man glaubt, die Beseitigung des Fortschritts bringe Zu­friedenheit. Auch früher hat es Klagen gegeben, die denn auch früher schon hatie es einen Fortschritt gegeben, der die

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Freitag, den 10. oben genau in gleicher Weise begründet waren,

Zu Schiller Rückständigen überrannte und zu Boden warf. Ein ver=

Geburtstag

Maria Stuar

Fr. v. Schiller.

hängnisvoller Irrtum ist es ebenso, wenn man glaubt, der Staat könne überall helfen. Das kann er nicht. Ein wenig wehren, ein wenig mindern, dazu ist er im Stande. Sobald er darüber hinausgeht, verkennt er seine Aufgabe, verbraucht er seine Kräfte an der unrechten Stelle. Unter feinen Um­stånden ist der Staat der oberste Schiedsrichter im Kampf zukämpfen. Es ist ungemein leicht, den Staat anzurufen,

Trauerfpiel in 5 Aufzüget ums Dasein", denn diesen Kampf hat er für sich selbst mit­Schüler u. Schüler damit er eingreife. Aber nach dem Staat tönnen eben alle erhalten zu dieser Vorst rufen, alle haben das gleiche Anrecht an den Staat, und ermäßigte Einlahla auf alle müßte er hören. Denn Jeder hält natürlich seine

in Ernst Challiers Mufi

Forderung für gerecht und der Billigkeit entsprechend. Wird nun die Forderung des einen Teils erfüllt, so hält der

Sollte dem Staat gegenüber bei dem Bürger nie auffommen, meil die Liebe aller Büraer dem Staat aebört. Man fann

handlung( nicht an der Aben an dere Teil sich geschädigt. Gerade dieses Gefühl aber

dem Staat unrecht tun und sich an ihm versündigen, indem man seine Macht überschäzt, und das tut man am meisten, indem man sich selbst als unmündig und den Staat als Vormund hinstellt. Der Bürger des Staates soll sich als mündig fühlen und betätigen und seine Sorgen allein durch­fechten. Die privaten Sorgen des Einzelnen sind nicht die Sorgen des Staates.

Ein hoher Beamter, Herr Thiel, Direktor im Landwirt­schaftsministerium, nach seiner ganzen Vergangenheit und Gewöhnung ein konservativer und mittelstandsfreundlicher Mann, hat fürzlich in der Vereinigung für staatswissen­schaftliche Fortbildung einen Vortrag gehalten, mit dem die obigen Ausführungen sich ungefähr decken. In manchen Punkten ist er noch weiter gegangen. Seine Darlegungen verdienen jedenfalls Beherzigung. Ihr Schlußergebnis ist, daß man einer natürlichen wirtschaftlichen Entwickelung sich nicht entgegenstemmen, vielmehr ihr anpassen soll, um ihre Vorteile ganz zu genießen. Der Widerstand ist doch ver­geblich und macht uns im Kampf ums Dasein nur un­geschickter.

Die Reaktion auf dem Rückzug.

Etwas weniger bedrohlich sieht sich heute das Bild von den inneren Zuständen Rußlands an. Witte lebt und Trepow geht. In diesen beiden Gegensägen spiegelt sich die Lage am deutlichsten wieder.

Alle Schwarzseher haben Unrecht behalten. Nicht nur das Gerücht ist unrichtig, daß Witte vergiftet oder auf andre Weise ermordet sei, er steht noch fest im Amte, und seine Widersacher müssen ihm weichen.

Trepow's Demiffion.

Mag auch der Bar in der Wahl zwischen Witte und Trepow sich viel mehr zu legterem hingezogen fühlen, die Not zwingt ihn gebieterisch auf die Seite des Grafen Witte. Diesmal ist die finanzielle Not. Die Zeit naht heran, da der Koupon der russischen Anleihe einzulösen ist. In dieser Zet! der inneren Wirren ist es nicht leicht, die nötigen Mittel bereit zu stellen. Trepow würde dazu schwerlich in der Lage sein. Witte ist der einzige Mann, der es fertig bringt. Da haben wir das Geheimnis von Trepow's Sturz. Ueber die neuesten einschneidenden Veränderungen in den hohen Staatsämtern wird aus Petersburg gemeldet:

Die Blätter, die Ausgaben veranstalten, darımter die neue Arbeiter- Zeitung Nowaje Schisn", melden, daß Tr- pow's Demission erfolgt sei. Er wurde zum Palais­Kommandanten ernannt. Auch das Entlassungsgesuch des Großfürsten Wladimir als Oberstkommandierender der Garde und des Petersburger Militärbezirks wurde an­genommen. Als sein Nachfolger wird Großfürst Nikolaus genannt. Der frühere Eisenbahnminister Fürst Chilkow wurde zum Mitgliede des Reichsrats ernannt.

Damit ist für Witte eine breitere Grundlage für sein Reformwerk gewonnen.

Witte und die Gegenrevolution. Zunächst hat Witte sein Ministerin gebildet. Es find meistens Beamte, auf die er sich berlassen fann. Dann hat er ein eigenes Ressort für Handel und Industrie eingerichtet. In die Zuständigkeit dieses neuen Handels- und Industrie­ministeriums gehen über: aus dem Finanzministerium alle den Handel und die Industrie betreffenden Angelegenheiten mit Ausnahme der Gewerbe- und Handelssteuer, der Finanz­agenturen im Auslande, des Konseils für Tariffragen, des Tariffomitees des Eisenbahndepartemens und des Montan­wesens, ferner aus dem Ministerium des Innern die die Kaufleute, sowie das Kaufmanns- und Handwerkeramt be= treffenden Angelegenheiten und die Hauptverwaltung der Seehand dls- Schiffahrt. Eine weit schwierigere Aufgabe hat Witte sich gesetzt, wenn er es unternimmt, die Macht des Heiligen Synob zu brechen. Diese Behörde, die als die ein­flußreichste im Zarenre he bislang galt, soll in ein Patriar­chat umgewandelt werden.

Dann aber handelt es sich darum, die Macht der Gegen­Revolution zu brechen. Es ist davon die Rede, daß sämtliche Beamte, von denen die Gegenrevolution begünstigt wurde, abgesetzt werden sollen. Auch heißt es, daß mehrere General­gouverneure vor Gericht gestellt werden würden. Es wird sich zeigen müssen, wie weit diese Maßnahmen Wittes zur Beruhigung weiter beitragen werden.

An Stelle des Grafen Lamsdorff, der vom Ministerium des Auswärtigen zurücktrat, ist der Gesandte in Konstan­tinopel, Jswolski, getreten.

Die russische Sozialdemokratie.

An vielen Stellen ist angesichts des stetig fortschreitenden Reformwerkes der Streit beendet, und das Leben beginnt in seinen gewohnten Weg einzulenken. Schon beginnt auch die förmliche Parteibildung. Es wird darüber aus Petersburg berichtet:

Die sozialdemokratische Partei veröffentlicht in der neuen Zeitung ,, Nowaje Schisn" ihr Programm, das sich im allgemeinen dem Erfurter Programm der deutschen Sozialdemokratie anschließt.

Demnach ist anzunehmen, daß die nächsten politischen Kämpfe um das allgemeine Wahlrecht gehen werden.

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Politifche Rundschau.

Deutsches Reich.

In seiner gestrigen Sitzung beschloß der Bundesrat die sofortige Wiedereinbringung der Militärpensions­Gefeßentwürfe im Reichstage. Die gleichfalls beratene Fahrkartensteuer ist abgestuft nach Wagenklassen und Ent­fernungen, unter Freilassung des Vorortverkehrs und gewisser Zonen des Fernverkehrs für die 3. und 4. Klasse.

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* Wie unsicher die Verhältnisse teilweise in unseren afrikanischen Kolonien noch sind, erhellt aus der Ermor dung eines deutschen Kaufmanns in Kamerun. Der Anges stellte der Firma A. u. L. Lubcke- Hamburg, der Kaufmann Rogge wurde in Welematone im südlichen Teile des Ebolava­Bezirks von seinem eigenen Dienstpersonal ermordet. Die Mörder sind alsbald verhaftet, von der Station Ebolava zum Tode verurteilt und hingerichtet worden. Der Auf­stand in Ostafrika wird unablässig unter großer Aufopferung unserer Truppen bekämpft. Oberleutnant von Gravert hat das Gelände nördlich und westlich des festen Lagers Kibatta in den Matumbi- Bergen gesäubert. Die Aufständischen, die mehrere große Lager angelegt hatten, ergriffen bei Annähe­Lung der Truppe regelmäßig die Flucht; gleichviel erlitten sie starke Verluste. Auch wurden viele Gefangene gemacht.

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* Zn der zweiten sächsischen Kammer erkannte bei der Besprechung einer Interpellation über die Fleischteuerung Minister von Metzsch das Bestehen eines Notstandes an, hielt aber Abhilfe durch Deffnung der Grenzen für untauglich. -Der Breslauer Magistrat antwortete der Viehverwertungsstelle der deutschen Landwirtschaftskammer auf ihre Vorschläge, kommu­nale Fleischverkäufe einzurichten, er lehne es ab, das Fleischer­handwerk zu schädigen. Auf die Vorstellung des Magistrats zu Kattowiz hat der preußische Landwirtschaftsminister die Einfuhr russischer Schweine über Desterreich genehmigt. Die Verhandlungen mit den österreichischen Behörden sind im Gange.

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* Der wegen Erkrankung in Abbazia weilende Fürst Günther von Schwarzburg- Rudolstadt hat den Staats­minister Freiherr v. d. Reife mit seiner Stellvertretung in bollſtem Umfange beauftragt, so daß er auch mit anderen Staaten Verträge abschließen und den Landtag vertagen und auflösen kann.

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* Die Wahlen für die erste Kammer des badischen Landtages ergaben die Wahl von acht Vertretern des grund­herrlichen Adels, zwei Vertretern der Handelskammern, zwei Vertretern des Landwirtschaftsrats, je einem Vertreter der mittleren Städte Badens, der Kreisausschüsse und der Hand­werferfammern. Die Städte der Städteordnung sind durch Oberbürgermeister Dr. Winterer- Freiburg und Oberbürger­meister Beck- Mannheim vertreten. Die Üniversität Freiburg wählte Hofrat Rümelin, die Technische Hochschule Karlsruhe Geh. Hofrat Bunte.

Amerika.

** Der alte Revolutionsherd auf San Domingo wirft wieder Funken. Das Staats- Departement in Washington hat die Nachricht erhalten, daß ein revolutionärer Ausbruch stattgefunden hat. Das Marineamt hat sofort ein Kriegs­schiff nach der Insel abgesandt.

** Gerüchtweise wird von einer neuen Revolution in Rio de Janeiro gemeldet. Es soll ein blutiger Kampf zwischen dem Militär und der in Meuterei begriffenen Gar­nison der Festung Vera Cruz am Eingange der Bucht von Rio stattgefunden haben. Die Festung ist von Kriegsschiffen umzingelt.

Hof und Gesellschaft. *** Anlaßlich seines Geburtstages hat König Eduard von England seiner ältesten Tochter, der Herzogin Louise von Fife den Titel" Prinzeß Royal" verliehen. Die Prinzessin Louise heiratete vor sechszehn Jahren den Herzog von Fife, einen Abkömmling des schottischen Uradels. Da­durch verlor sie gewisse Vorrechte ihrer föniglichen Ab­stammung, und ihre Kinder hatten nur den Rang des Vaters. Ihre zwei Töchter hießen bisher nur Lady Alexandra und Lady Maud. Jetzt ist ihnen von ihrem Großvater, dem Könige Eduard, der Titel Hoheit" verliehen.

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Der König von Spanien begab sich gestern Vormittag mittelst Erazuges von der Station Wildpark nach Magdeburg zur Besichtigung seines Infanterie- Regiments Nr. 66. Mittags folgten der Kaiser und der Kronprinz dem König dorthin nach. Bei der Ankunft in Magdeburg wurde der König mit 21 Salutſchüssen empfangen; auf dem Bahn­hofe war eine Ehrenkompaghie des 66. Regiments aufgestellt. Vom Bahnhofe begab sich der König unter den Ovationen des Publikums nach dem Schrotdorfer Ererzierplatz. Von Magdeburg fuhr der Kaiser mit seinem Gast zur Jagd nach Springe. Zwischen den deutschen Staatsmännern und den, im Gefolge des Königs Alfons nach Berlin gekommenen spanischen Diplomaten findet ein rener Verkehr statt. Der